Bewertung
Marktsegment

Applicant Tracking Software

Applicant Tracking Systems – oder Bewerbermanagement Systeme – werden im HR-Bereich und dort vor allem im Recruiting eingesetzt. Hier sorgt die Software im Wesentlichen dafür, dass der Prozess der Personalbeschaffung so einfach und effizient wie möglich gestaltet wird. Vom Hosting der Karriereseite bis hin zur Planung von Vorstellungsgesprächen unterstützen Bewerbermanagement Systeme dabei, das gesamte Recruiting zu verwalten und den Bewerbungsprozess intern zu managen. Entlang dieses Prozesses steht vor allem die durch die Software erzielte Zeitersparnis im Vordergrund; so werden mit Bewerbermanagement Systemen z.B. Lebensläufe anhand zuvor eingestellter individueller Merkmale (vor-)sortiert, Bewerberdaten in einem zentralen System gespeichert und Talentpools (weiter-)entwickelt.

Applicant Tracking Systems werden also von Personalabteilungen eingesetzt, um effizienter im Einstellungsprozess zu arbeiten. Darüber hinaus bieten einige Systeme außerdem Funktionen zur Stellenausschreibung oder Funktionen, die dazu dienen, die „Bewerber Experience“ zu verbessern.

Bewerbermanagement Software kann, je nach Anbieter, entweder einzeln oder als Teil eines HR Management Systems implementiert werden.

talentstorm

Talentstorm, ein Tool der ontavio GmbH, bietet eine Cloudlösung für professionelles und datenschutzkonformes Bewerbermanagement. Das Tool beinhaltet die Features Multiposting, CV-Parsing, Vergleichbarkeit und Bewertung von Bewerbern, Stapelverarbeitung oder die Übertragung von Bewerbungen in ein aufgebautes unternehmenseigene Talentpool. Die Preisstruktur ist nach Unternehmensgröße gestaffelt, beginnend ab €19 monatlich bei 1-4 Teammitgliedern bis hin zu €429 monatlich ab 1.000 Teammitglieder.

BITE

BITE, eine Lösung aus Deutschland, bezeichnet sich selbst als innovative E-Recruiting Software, auf die im Moment rund 800 Unternehmen vertrauen sollen. Sie ist webbasiert, voll individualisierbar und barrierefrei und unterstützt Unternehmen bei der Suche, Verwaltung, Bewertung sowie Identifikation der besten Kandidat*innen für offene Stellen. Vorteile, die das Tool für Nutzer*innen bereithält, sind u.a. die Automatisierung von Aufgaben, eine effiziente Budget- und Erfolgskontrolle sowie eine transparente Rechte- und Rollenverwaltung. Über die Website kann eine Demo angefragt werden.

SAP Success Factors

SAP Success Factors ist eine digitale und mobile Cloud-Lösung für Personalverwaltung ("Made in Germany"), die eigenen Angaben zufolge einfache und intuitive Oberflächen bietet. Bei Bedarf kann sie in das bestehende SAP-HCM-System integriert werden. Eignen soll sie sich besonders für mittelständische und große Unternehmen, die ihre HR-Prozesse abbilden möchten. Module, die die Lösung bietet, sind u.a. Recruiting Management, Onboarding, Learning-, Karriere- und Enticklungsmanagement.

Greenhouse

Greenhouse, 2012 gegründet, ist eine HR-Software, die insgesamt drei Produkte für die Bereiche Enterprise sowie kleine bis mittelgroße Unternehmen anbietet: Recruiting, Onboarding und Pricing. Mit Greenhouse lassen sich u.a. Anstellungsprozesse optimieren, neue Talente ausfindig machen, Teameffizienz und Business Impact erhöhen und Anstellungsprozesse evaluieren. Lösungen, die Greenhouse bietet, sind u.a. strukturierte Anstellungsprozesse, "diversity, equity und inclusion" sowie verschiedenste Integrationen. Über die Website kann eine Demo angefragt werden.

Lever

Lever ist eine Recruiting Software aus San Francisco, auf die im Moment mehr als 3.000 Unternehmenskund*innen vertrauen sollen. Produkte, die die Lösung bietet, sind eine Talent Suite, Lever Hire, Lever Nurture, Lever Analytics und die sogenannte Talent Cloud Connect, die übrigens mit Workday verknüpft werden kann - eine Finanz-, HR- und Planungslösung, die sich eigenen Angaben zufolge mit Unternehmen weiterentwickelt. Die Preise variieren je nach Größe des Unternehmens und gewähltem Paket.

perbit

perbit, 1983 gegründet, bietet individualisierbare Software für das Personalmanagement. Kund*innen haben die Wahl zwischen einer On-Premises-Software und einer Cloud-Lösung. Die Lösung als solche ist modular aufgebaut, individuell erweiterbar und voll updatefähig. Darüber hinaus deckt sie den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus ab - von Recruiting über Talentmanagement bis hin zu professionellem On- und Offboarding. Über die Website kann eine kostenlose Demo angefordert werden.

Concludis

Concludis ist eine "Smart Recruiting"-Software aus Köln, die den gesamten Prozess des Bewerbermanagements abdeckt - vom Genehmigungsprozess für eine Ausschreibung bis hin zur Absage oder Einstellung von Bewerber*innen. Folgende Tools für die (eigenen Angaben zufolge) ideale "Candidate Journey" bietet Concludis: Posting- und E-Recruiting App, Karriereseite, Recruiting-Film, Pitches & zeitversetzte Video-Interviews sowie eine Mitarbeiter*innen werben Mitarbeiter*innen-App. Genutzt werden soll die Software im Moment von rund 6.000 (mittelständischen) Unternehmen.

BreezyHR

breezy ist eine End-to-end Recruiting Software, die darauf abzielt, Recruiting-Prozesse zu modernisieren. Key-Features, die das Tool nennt, sind u.a. Reporting & Analytics, Candidate Management, Team Collaboration und ein Karriereportal. Laut "Gartner" gehört breezy in Sachen Kundenzufriedenheit zu den am besten bewerteten HR- und Applicant-Tracking-Produkten. Eignen soll sich die Lösung besonders für schnell wachsende Unternehmen mit zehn bis 10.000 Mitarbeiter*innen. Im Angebot ist u.a. eine kostenlose Version, der Preis für die Startup-Version beginnt bei $143/Monat.

Jobvite

Jobvite, 2006 gegründet, ist eine end-to-end Talent Acquisition Suite für modernes Recruitment, die es Nutzer*innen ermöglicht, Talente zu finden, einzustellen und zu halten. Neben dem Kern-ATS bietet die Suite u.a. Recruitment Marketing, CRM, intelligentes Messaging, das Onboarding neuer Mitarbeiter*innen und -empfehlungen. Eignen soll sich Jobvite für verschiedenste Unternehmen, egal ob kleine oder Fortune-500-Unternehmen. Die Preise können über die Website angefragt werden.

Workable

Workable, 2012 in Griechenland gegründet, bietet eine Recruiting-Software, mit der bisher eigenen Angaben zufolge mehr als 20.000 Unternehmen rund 1,3 Mio. Kandidat*innen einstellen konnten. Im Angebot sind u.a. mobiles Recruiting und mobile Zusammenarbeit, 200+ kostenlose sowie Premium Job Boards, Interview-Pakete & "scorecards", automatisierte Ansprachen und gebrandete Karriereseiten. Die Preise variieren je nach Angebot ("hire as needed" ab $99/Monat, "hire at scale" auf Anfrage).

Bullhorn ATS & CRM

Die Bullhorn Recruiting-Software unterstützt Nutzer*innen eigenen Angaben zufolge bei der Entscheidungsfindung, der Optimierung des Vertriebs und der Steigerung der Produktivität eigener Recruiter*innen. Eignen soll sie sich für Unternehmen jeder Größe und Branche. Was der Anbieter mit Hauptsitz in Boston bereithält: eine hohe Benutzerfreundlichkeit, "predictive Intelligence" und schnelle, konkrete Ergebnisse. Genutzt werden kann sie auch jederzeit von unterwegs via App. Im Moment sollen über 10.000 Kund*innen weltweit auf die cloudbasierte Recruiting-Software vertrauen.

Softgarden

Die Recruiting Software Softgarden, 2003 gegründet, bietet eine Talent Acquisition Suite inklusive Bewerbermanagement (einfaches Managen von Bewerber*innen, schnellere Prozesse im Team), Feedback Solution (mit Fokus Reputation des Unternehmens), Karriereseite Pro (um Kandidat*innen zu überzeugen) und Empfehlungsmanager (Mitarbeiter*innen werben Mitarbeiter*innen). Im Moment sollen über 1.000 Unternehmen auf die Lösung vertrauen. Die Preise variieren je nach individuellem Paket.

Prescreen

Prescreen ist eine cloudbasierte Recruiting-Software aus Österreich, die Nutzer*innen durch sämtliche Recruiting-Prozesse begleitet (u.a. das Anlegen eines Jobs, das Erreichen von Kandidat*innen und das Erhalten von Bewerbungen). Im Fokus: remote Recruiting, die Automatisierung von Aufgaben, Employer Branding und Reportings, um Entscheidungen auf Basis von Daten treffen zu können. Im Moment sollen über 2.500 Unternehmen und mehr als 30.000 Recruiter*innen darauf vertrauen. Das Tool kann ab 60 Euro/Monat genutzt werden. Die Preise variieren je nach Anzahl der Benutzer*innen, aktiven Jobs, Anzahl an Mitarbeiter*innen und Umfang der gewählten Funktionen.

Cornerstone OnDemand

Cornerstone OnDemand® bietet weltweit cloudbasierte Anwendungen für das Talent Management und hilft Unternehmen dabei, Mitarbeiter*innen zu finden, zu entwickeln und zu managen. Genutzt werden soll die Lösung aus Kalifornien im Moment von mehr als 20,5 Millionen Anwender*innen in 191 Ländern. Produkte, die sie bietet, sind u.a. Recruiting, Learning & Compliance, Development, Performance und Careers. 2020 wurde Cornerstone OnDemand® zum insgesamt sechsten Mal als strategischer Leader im Fosway 9-GridTM für Talent- und Mitarbeitererfolg ausgezeichnet.

iCIMS Talent Cloud

Die iCIMS Talent Cloud ist eine sogenannte Talent Acquisition Software, die Nutzer*innen die Möglichkeit bietet, neue Talente zu finden, einzustellen und zu fördern. Die Software baut dabei u.a. auf Karriereseiten, ein Tracking-System für Bewerber*innen, Text- und Angebots-Management sowie Onboarding. Im Angebot sind verschiedene Lösungen, je nach Talent-Status, Business-Anforderungen und Industrie. Im Moment soll der Kundenstamm aus 4.000+ Kontakten bestehen, mehr als 10.000 individuelle Nutzer*innen sollen auf die iCIMS Talent Cloud vertrauen.

SmartRecruiters

SmartRecruiters ist eine moderne HR-Lösung, die Nutzer*innen mit ihrer Suite beim Anwerben, Auswählen und Anstellen neuer Talente unterstützt. Sie bietet eigenen Angaben zufolge ein umfassendes Produktangebot, verlässlichen technischen Support 24/7 und eine aktive Community mit 2.500+ führenden Experten in der Talentakquisition sowie 370+ Recruiting-Partnerlösungen auf dem Marketplace. In der Suite enthalten sind: SmartRecruit, SmartCRM, SmartAssistant, SmartJobs und SmartMessage.

ZOHO Recruit

Zoho Recruit ist ein cloudbasiertes Bewerbermanagementsystem, das verschiedene End-to-End-Personallösungen für Personaldienstleister*innen (u.a. schnelles Finden von Talenten, Erstellen von individuellen Lebenslaufvorlagen), Personalabteilungen (u.a. Mitarbeiterempfehlung, müheloses Versenden von Angeboten) und Zeitarbeitsfirmen (u.a. Zeitnachweise, schnellere Zahlungsvorgänge) bietet. Zoho Recruit kann 15 Tage lang kostenlos getestet werden, dann fallen für die Nutzung rund 21 Euro+ an (pro Monat/Nutzer*in in der Standard-Version).
Mehr über

Applicant Tracking Software

Applicant Tracking Software: In unserem Vergleich gibt’s die besten Applicant Tracking Tools - hier erhältst Du weitere nützliche Infos

Applicant Tracking Software (ATS) ermöglicht es, die Rekrutierung und Einstellung neuer Talente deutlich effizienter zu gestalten, als es bei einem herkömmlichen bzw. manuellen Verfahren der Fall wäre. Entsprechende Tools unterstützen idealerweise bei der Verwaltung des gesamten Rekrutierungsprozesses - von der Organisation der Karriereseite bis zur Planung der Vorstellungsgespräche. Die Systeme helfen Recruitern*innen, die Zeit für das Lesen von Lebensläufen und das allgemeine Screening potenzieller Mitarbeiter*innen stark zu reduzieren. Dokumente werden gesammelt, sortiert sowie organisiert - und das teils automatisiert. Sämtliche Bewerber*innen-Informationen befinden sich in einer zentralen für alle Zuständigen leicht erreichbaren Datenbank. Somit können schnell Talent-Pools entwickelt und überblickt werden. Applicant Tracking Software wird auch als Recruiting-Software, Recruitment-Software, Recruiting-Management-Software oder Bewerbungs-Management-Software bezeichnet. Dahinter steckt aber immer dieselbe Intention.

Das macht eine gute Applicant Tracking Software grundsätzlich aus:

  • Sie ermöglicht das Sichten, (automatisiertes) Sammeln sowie Sortieren von Bewerbungsdokumenten aller Art und weiteren zugehörigen Kandidaten*innen-Informationen.
  • Applicant Tracking Software lässt Talent-Pools innerhalb eines benutzerdefinierten Workflows anlegen, weiterentwickeln und verwalten.
  • Sie ermöglicht eine effiziente Kommunikation zwischen Abteilungen, Recruitern*innen und Bewerbern*innen.
  • Außerdem sollte sie DSGVO-Konformität bei der Datensammlung bieten bzw. entsprechend einzustellen sein.

Welche Vorteile bringt eine Applicant Tracking Software im Einzelnen?

Was Dir eine Applicant Tracking Software ermöglicht oder ermöglichen sollte bzw. wo spezifische Vorzüge liegen, ergibt sich selbstverständlich zu einem gewissen Teil bereits aus der eingangs gebotenen allgemeinen Beschreibung. An dieser Stelle wird es allerdings konkreter.

  • Talent-Pools: Der (automatisierte) Aufbau von Talent-Pools und Talent-Pipelines mit qualifizierten Kandidaten ermöglicht es dem Rekrutierungsteam, die Besetzungszeiten und die Kosten pro Einstellung zu reduzieren. So können die Personen, die in Zukunft vielleicht einzustellen sind, zielgenau und effizient warmgehalten werden. Auf diese Weise fängt der Rekrutierungsprozess bzw. dessen Organisation nicht jedes Mal bei null an, wenn eine neue Anfrage eintrifft.
  • Abteilungsübergreifende Prozesse: Die Applicant Tracking Software wird in erster Linie von Personalern*innen verwendet. Entsprechende Lösungen bieten jedoch häufig auch die Möglichkeit, Abteilungsleiter*innen und andere Mitarbeiter*innen weiterer Bereiche des Unternehmens direkt in den Rekrutierungsprozess einzubeziehen. So sind Mitarbeiterempfehlungen, die sich immer wieder als sehr ergiebig erweisen, aber auch direktes Feedback zu den Bewerbern*innen aus den Abteilungen, in denen sie später tätig sein sollen, möglich.
  • Social-Media: Soziale Netzwerke werden im Recruiting immer wichtiger. Potenzielle Mitarbeiter*innen sehen sich heute tatsächlich verstärkt in entsprechenden Kanälen nach passenden Stellen um. In vielen Branchen ist es bereits Teil der Erwartungshaltung von Bewerbern*innen, dort geeignete Positionen ausmachen zu können. Das bedeutet für Unternehmen natürlich zusätzliches Potenzial. Oft bietet Applicant Tracking Software die Möglichkeit, auch Social-Media-Recruitiung zu organisieren.
  • Einstellung und Onboarding: Bei der Verwendung einer Applicant Tracking Software geht es nicht nur um die Optimierung des Rekrutierungsprozesses, sie bietet auch Vorteile darüber hinaus. So hilft sie durch die Schaffung schneller, effizienter Abläufe beim Bewerbungsprozess unter anderem, sicherzustellen, dass neue Mitarbeiter*innen gleich ein gutes Gefühl bei ihrem Start im Unternehmen haben. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die Personalabteilung – gerade bei gefragten Fachkräften - in den ersten 90 Tagen besser einen besonders guten Eindruck auf neue Mitarbeiter*innen machen sollte, da sonst das Risiko für Probleme bei der Bindung dieser erheblich steigt.
  • Analytics: Arbeitgeber sollten ihren Einstellungsprozess durch den Einsatz intelligenter Applicant Tracking Software nicht nur optimal organisieren, sondern auch nachhaltig verstehen. Derartige Anwendungen bieten Gelegenheit, zahlreiche Daten zu erheben, die das Recruiting-Team noch effektiver machen. Zu erkennen sind unter anderem die Produktivität der Personaler*innen, die Kosten pro Einstellung, die Aufwände pro Bewerber*in für verschiedene Jobbörsen und andere bezahlte Medien sowie weitere Schlüssel-Metriken.
  • Cloud-basierte Lösung: Nicht wenige Personaler*innen arbeiten tatsächlich noch ausschließlich mit einer On-Premise-Lösung. Die faktisch zahlreichen Vorteile einer Cloud-Architektur werden nicht genutzt. In manchen Fällen sind solche vor Ort installierten Programme zwar sehr nützlich – sie bieten zum Beispiel Vorteile in puncto Datenschutz – die Cloud sollte jedoch immer in Erwägung gezogen werden. Denn hier sind langfristige Kosten sowie Verwaltungsaufwände in der Regel geringer und schnelle Zugriffszeiten bzw. flüssige Workflows gewährleistet – und das von überall her.
  • Angepasste feste Workflows: Eine moderne Applicant Tracking Software ermöglicht es Personalern*innen, einen festen Rekrutierungsprozess aufzubauen, der auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist. Einzigartige Workflows für die Bearbeitung von Bewerbungen, das Screening von Bewerbern, die Pflege mit Employer-Branding-Inhalten, das Sammeln von Feedback usw. können zu einem sehr effizienten Recruiting führen. Besondere Relevanz hat dies, wenn der Betrieb unterschiedliche Talent-Pools – zum Beispiel Software-Ingenieure wie auch LKW-Fahrer – vereint, die normalerweise immer ihre ganz eigenen Workflows im Recruiting erfordern.

Worauf sollte man bei der Anschaffung einer Applicant Tracking Software besonders achten?

Applicant Tracking Software bringt in der Regel enorm viele Funktionalitäten mit. Das macht es auf dem ohnehin schon großen Markt natürlich nicht einfacher, einen hinreichenden Überblick zu bekommen und schließlich das perfekte Tool für die eigenen Bedarfe zu finden. Daher haben wir Dir nachfolgend einige zentrale Faktoren zusammengestellt, auf die Du bei Deiner Wahl achten solltest.

Unternehmensanforderungen

Die Erfassung der geschäftlichen Anforderungen des Unternehmens bzw. deren Übertragung auf die Wahl der Applicant Tracking Software ist elementar, um das perfekte System zu finden. Der Markt bietet für nahezu jeden Unternehmenstyp die passende Lösung. Manche Anbieter haben verschiedene Pakte für unterschiedliche Anforderungen und Geldbeutel im Programm. Bei einer so wichtigen Sache wie dem Recruiting sollten keine Kompromisse gemacht werden. Entsprechende Prozesse sind fast immer aufwendig, womit unbedingt darauf zu achten ist, dass die Applicant Tracking Software diese auch speziell im eigenen Unternehmenskontext wirklich effizienter gestalten kann. Und letztendlich kann sich heute kein Betrieb mehr leisten, die besten Bewerber nicht auf sich aufmerksam zu machen. Die vollumfänglich vereinfachte Verwaltung des Recruitings und die optimale Ansprache der besten Bewerber bezogen auf die eigenen Unternehmensanforderungen sollten mit dem Tool der Wahl also möglich sein. Einfach eine Lösung zu wählen, die „alles“ kann, ist aber nicht zu empfehlen. Denn somit sind wahrscheinlich zahlreiche Funktionen integriert, die gar nicht gebraucht werden. Das wiederum kann zu Usability-Einschränkungen führen und dem Recruiting-Prozess wieder Effizienzeinbußen bescheren. Außerdem bedeutet eine solche Anschaffung rausgeschmissenes Geld – denn sehr leistungsstarke Programme kosten selbstverständlich auch mehr.

Kommunikations- und Kooperationsoptimierung

Einer der Hauptvorteile des Einsatzes einer Applicant Tracking Software besteht darin, dass das gesamte Rekrutierungsteam auf der Plattform kollaborativ zuarbeiten kann. Alle am Rekrutierungsprozess Beteiligten haben idealerweise zum richtigen Zeitpunkt Zugang zu den richtigen Informationen. So sind sämtliche Involvierten stets auf Stand und können sich präzise auf To-dos vorbereiten. Entsprechende Workflows sind bestenfalls individuell einstellbar. Weiterhin ist es oft sinnvoll, anderen Abteilungen – insbesondere diesen, in denen die potenziellen Mitarbeiter*innen schließlich arbeiten sollen - ebenfalls Zugang zu den Prozessen zu verschaffen, um direktes Feedback zu den Bewerbern*innen zu erhalten. Ein gutes Applicant Tracking System macht es sämtlichen Prozessbeteiligten leicht, auf die Software zuzugreifen und bei Bedarf miteinander zu kommunizieren – auch abteilungsübergreifend.

Social-Media-Rekrutierung

Personaler*innen müssen soziale Medien in aller Regel in ihre Mitarbeiter*innen-Suche einbeziehen. Die Spitzentalente, die jeder für die Besetzung der offenen Stellen sucht, halten sich in den meisten Branchen mittlerweile verstärkt in sozialen Medien auf - suchen dort nach Unternehmensinformationen, Stellen und vernetzen sich. Somit sollten auch Unternehmen dort hinreichend präsent sein. Es gilt also darauf zu achten, dass die Applicant Tracking Software der Wahl Social-Recruiting bestmöglich unterstützt. Das gilt nicht nur für die Verwaltung von Stellenanzeigen und die nachträgliche Organisation der Bewerber*innen, sondern auch in puncto Tracking bzw. Datenerhebung.

Unkomplizierte Integration

Abhängig von der Größe des Unternehmens kann es sinnvoll sein, das Applicant Tracking System mit einigen anderen Tools gemeinsam zu verwenden. Im Allgemeinen haben Unternehmen das Bedürfnis, ihre Website mit der ATS zu verbinden, damit sie Bewerber*innen direkt von dort beziehen können. Im Falle größerer Konzerne muss die Applicant Tracking Software unter Umständen mit einem Personalinformationssystem oder anderen Management-Programmen zusammenarbeiten. Bevor man sich für eine ATS entscheidet, sollte man also unbedingt klären, ob die richtigen Schnittstellen vorhanden sind.

Aufgaben- und Workflow-Automatisierung

Die Automatisierung von Aufgaben ist im Allgemeinen eine zentrale Erwartung an eine Applicant Tracking Software. Ein gutes System kann dabei helfen, unnötige Verzögerungen und Hindernisse aus dem Rekrutierungs-Workflow auszuschließen, indem zum Beispiel Erinnerungen und Benachrichtigungen automatisiert ausgespielt werden, um verschiedenste Erfordernisse einzuhalten. Weiterhin übernehmen einige Programme die Bewerberorganisation weitgehend ohne Zutun durch die Personaler*innen. Es ist zum Beispiel möglich, ungeeignete Kandidaten*innen sofort vom System herausfiltern zu lassen.

Datenmigration

Bei der Migration auf eine neue Applicant Tracking Software müssen Unternehmen – sofern bereits vorher digitalisiertes Recruiting betrieben wurde - ihre Bewerber*innen-Datenbank übertragen und umstellen. Ein Applicant Tracking System sollte es den Benutzer*innen ermöglichen, entsprechende Informationen ohne großen Aufwand zu importieren. Weiterhin ist es mitunter wichtig, auch systemexterne Daten und Dateien, wie beispielsweise direkte E-Mails und dortige Informationen, leicht einpflegen zu können. Somit muss – falls einmal Bewerbungen abseits der Software eintreffen - nicht wieder auf mehreren Wegen organisiert werden.

Monitoring

Applicant Tracking Software bietet Unternehmen mitunter Zugang zu verschiedenen Rekrutierungskanälen und lässt entsprechende Vorgänge verwalten. Optimalerweise bietet das System zudem spezifische Analytics-Tools für diese Vorgänge. Applicant Tracking Software macht es nicht nur allen Beteiligten leichter, wichtige Informationen zu speichern, zu organisieren und jederzeit auf sie zuzugreifen, sondern bietet über KPIs auch Einblicke in die Kandidatenqualitäten, die Annahme der einzelnen Kanäle sowie dortiger Anzeigen und einiges mehr. Falls solche Helfer nicht direkt integriert sind, sollten sie zumindest per Schnittstelle anzubinden sein. Diese Informationen und der darauf aufbauende organisierte Prozess können dem Unternehmen helfen, eine gezielte Rekrutierungs- und Einstellungsstrategie zu entwickeln bzw. umzusetzen. Unter fortwährendem Monitoring und betreffenden Anpassungen werden Prozesse zunehmend effizienter. Demzufolge verbessert sich aber nicht nur die Qualität des gesamten Recruitings, es können auch noch die Kosten pro Einstellung gesenkt werden. Am Ende steht ein besserer, schnellerer und kostengünstigerer Einstellungsprozess.