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Marktsegment

Podcast Software & Tools im Vergleich

Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen starten ihren eigenen Podcast – umso wichtiger, dass man mit einer guten Audioqualität heraussticht. Dabei hilft die richtige Podcast-Software. Für den Anfang sind vor allem Tools für die Aufzeichnung der Stimme, für Remote-Aufnahmen (auch mit Video), wenn die Gesprächspartner:innen nicht im selben Raum sitzen können, und für die anschließende Postproduktion, also um die Aufnahmen zu bearbeiten, wichtig. Unter den aufgelisteten Podcast-Softwares gibt es sowohl solche für Anfänger:innen als auch für den professionellen Gebrauch sowie kostenlose als auch kostenpflichtige Podcast-Software.

Sind die Podcast-Aufnahmen erstmal im Kasten, stellt sich die Frage: Bei welchem Anbieter soll ich meine Episoden hosten? Denn auch wenn die Hürden für das Podcasting sehr niedrig sind, könnt Ihr Euren Podcast nicht einfach ins Internet laden, sondern Ihr müsst Euch eine Hosting-Plattform aussuchen, auf der Ihr Euren Podcast hochladen könnt. Mittlerweile gibt es jede Menge verschiedener Podcast-Hosting-Anbieter – eine Auswahl findet Ihr in der Liste unserer Podcast-Software-Empfehlungen.

Aber beim Hochladen hört die Arbeit nicht auf. Denn wie sollen die potenziellen Hörer:innen von Eurem Format erfahren? Mit dem richtigen Marketing! Es gibt Podcast-Software, die aus Teilen Eurer Aufnahme kurze Videos mit visualisierten Tonspuren – auch Audiograms genannt – erstellen, die Ihr auf Social Media teilen könnt. Damit Eure Follower:innen den Podcast auf der Plattform ihrer Wahl hören können, gibt es Tools, auf denen Ihr alle Verlinkungen zu Spotify, Apple Podcasts und Co. unter einem Link versammeln könnt. Oder Ihr wollt einzelne Passagen in Textform zweitverwerten? Dann haben wir die richtige Transkriptionssoftware für Euch.

Ihr möchtet Euch im Podcasting fortbilden und von Expert:innen lernen? Dann ist der OMR Professional Guide to Podcast genau das Richtige für Euch! Im Report warten mehr als 100 Seiten geballtes Expertenwissen auf Euch: alles zu Konzeption, Produktion, Analyse und Vermarktung, Screencast zur Postproduktion, Interviews und Templates sowie Jura-Tipps vom Rechtsanwalt Nico Brunotte. Praxisnah und direkt umsetzbar!

Für alle, die lieber in einem flexiblen E-Learning Format lernen möchten, bieten wir auch einen OMR Deep Dive „How to Podcast“ als Live-Webinar an. Dort könnt Ihr nicht nur von den Kolleg:innen von Podstars lernen, sondern im anschließenden Q&A alles fragen, was Ihr rund ums Podcasting schon immer wissen wolltet.

In dieser Sammelkategorie befinden sich folgende Lösungen für Podcast-Software:
- Podcast-Aufnahme-Programm / Podcast-Recording-Software
- Remote-Podcast-Recording-Software
- Video-Podcast-Software
- Podcast-Editing-Software
- Podcast-Schnittprogramm
- DAW (Digital Audio Workspace)
- Podcast-Hosting-Anbieter
- Audiogramm-Software
- Transkriptionssoftware

Podigee

Was ist Podigee?

Podigee ist eine der größten Hosting Plattform für Podcasts. Hier können Podcast-Kanäle (genauer: RSS-Feeds von Podcasts) erstellt werden, die dann mithilfe von Podigee auf den verschiedenen Podcast-Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, Deezer etc. distributiert werden. Hier wird der Podcast erstellt, Coverart, Titel, Texte und Audio-Dateien hochgeladen und verwaltet. Außerdem enthalten sind verschiedene Analytics zu Hörer:innen. Außerdem können hier Ads per Ad Server automatisch integriert werden. Die verschiedenen Abo-Modelle staffeln sich von 12€, zu 25€ und 65€ bis hin zu einem individuellen Plan für Companys. Hier variieren vor allem die Anzahl der Dateien, die encodet werden können, der Umfang der Analytics und die Priorität des Kunden-Supports.

Riverside

Was ist Riverside?

Mit Riverside kann man Podcastgespräche, bei Bedarf auch mit Video, remote aufzeichnen. Dieses web-basierte Tool eignet sich für Beginner und Fortgeschrittene und ist ausschließlich mit Google Chrome komptaibel. Der große Vorteil liegt darin, dass Riverside die Spuren der einzelnen Teilnehmenden lokal aufzeichnet und anschließend auf Riverside hochlädt. Diese Funktion ermöglicht Usern, trotz möglichen Internetlags, eine flüssige Audioaufnahme zu bekommen. Außerdem ist eine Video- sowie Chatfunktion enthalten. Darüber hinaus gibt es im Tool vier Rollen: Producer und Host können z.B. das Recording starten, Guests und Audience hingegen nicht. Das Tool kann man kostenlos ausprobieren, das kleinste Abo startet bei 15$/Monat.

Headliner

Was ist Headliner?

Headliner ist ein Video-Editor, welcher aus Audiospuren Waveformen erstellt und diese kombiniert mit Fotos zu Videos verarbeitet. Waveform, Farbe und Untertitel sind anpassbar. Das Tool bietet die Möglichkeit Audiogramme von bis zu 10 Minuten oder sogar bis zu 2 Stunden in verschiedenen Formaten, von Instagram Stories bis YouTube-Videos zu erstellen. Die Software ist sowohl als kostenlose Version verfügbar, als auch als Basic- (7,99$ / Monat) und eine Pro-Version (19$ / Monat).

Audacity

Was ist Audacity?

Audacity ist eine Freeware-DAW für Beginner. Wer noch nie mit einer DAW gearbeitet hatte, für die Person ist Audacity ein einfacher Einstieg in die Audioaufnahme. Die UI ist simpel gestaltet, die Handhabung (z.B. Schneiden) in der DAW gestaltet sich allerdings als ein wenig krampfhaft. Darüber hinaus gibt es noch eigene Plugins zum Bearbeiten der Audiospuren, die für den Anfang okay funktionieren, allerdings keine Wunderwerkzeuge sind. Dafür, dass es for free gibt, ist Audacity ein solider Start in die Audiobearbeitung.

Squadcast

Was ist Squadcast?

Mit Squadcast kann man Podcastgespräche, bei Bedarf auch mit Video, remote aufzeichnen. Dieses web-basierte Tool eignet sich für Beginner und Fortgeschrittene. Für mobile Aufnahmen gibt es leider keine App. Der große Vorteil liegt darin, dass Squadcast die Spuren der einzelnen Teilnehmenden lokal aufzeichnet und anschließend auf Squadcast hochlädt. Diese Funktion ermöglicht Usern, trotz möglichen Internetlags, eine flüssige Audioaufnahme zu bekommen. Außerdem gibt es eine Videofunktion. Neben der mobilen App fehlt bei Squadcast im Vergleich zu Riverside die Rollenverteilung der verschiedenen Personen (vor allem Producer und Audience). Das Abo-Modell beginnt bei 20$/Monat bei limitierter Stundenzahl an Aufnahmen bis hin zu einem individuellen Enterprise Account, der neben unbegrenzten Aufnahmen auch die Möglichkeit, Video aufzunehmen und ein priorisierter Support-Kontakt.

FL Studio

Was ist FL Studio?

FL Studio ist eine Musikproduktionssoftware des belgischen Unternehmens Image-Line. Das Tool bietet eine Vielzahl an Funktionen für die Erstellung, Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe von Musik.
Die Software verfügt über einen integrierten Sequencer, mit dem Nutzer:innen Melodien erstellen und aufnehmen können. Es gibt auch eine große Auswahl an Instrumenten- und Effektpacks, die in die Software integriert sind. Die Software ist sowohl für Windows- als auch für macOS-Computer verfügbar. FL Studio bietet fünf Varianten, mit unterschiedlichen Funktionen, startend ab 94 € an.

Ableton Live

Was ist Ableton Live?

Live von der Berliner Softwareschmiede Ableton ist eine Digital Audio Workstation (kurz DAW), die speziell für (Live-)Musikerinnen ausgelegt ist. Das Herzstück von Ableton sind die verschiedenen Warp-Modi für Timestretching, damit lässt sich praktisch jedes Audiomaterial an das Tempo der Session anpassen. In der Clip-View lassen sich loopbasiert komplette Live-Sets steuern. Die mitgelieferten Effekte und Instrumente in Ableton sind vielseitig einsetzbar und erfüllen alles was man als Toningenieurin benötigt, außerdem kann man durch die Max4Live Schnittstelle eigene Effekte und Instrumente bauen oder auf Kreationen der Community zurückgreifen. Standardanwendungen, wie das Aufnehmen und Schneiden von Audiomaterial ist ebenfalls problemlos möglich. Durch die Midi und CV-Funktionen lassen sich außerdem externe Synthesizer und Midi-Interfaces einfach steuern. Ableton gibt es in 3 Versionen, die sich in der Anzahl der verfügbaren Spuren und der internen Effekte unterscheiden. Den einstieg kann man mit der Intro Version für 79€ machen, oder direkt zu Standard Version für 349€ greifen. Die Suite mit Max4Live kostet 599€.

iZotope RX9

Was ist RX9?

Diese Plugin-Suite deckt alle Reperatur-Plugins ab, die man speziell für Podcast gut gebrauchen kann z.B. der De-Plosive (gegen Explosivlaute), Mouth De-Click (gegen Schmatzgeräusche), De-Bleed (gegen Übersprechungen), De-Noise (gegen Rauschen), Breath-Control (gegen sehr laute Atmer), De-Esser (gegen Zischen bei S-Lauten) oder De-Clip (gegen Übersteuerungen), um nur “ein paar” aufzuzählen…sogesehen, die Avengers der Audioplugins. Einige Plugins können nur im Standalone-Programm Audio Editor genutzt werden, jedoch bietet RX Connect (Teil der Suite) Abhilfe, mit dem die Audiospuren aus der DAW in den Audio-Editor hin und auch zurück importieren werden können. Und dabei bleibt es nicht: Auch der Repair-Assistent hilft dabei, Audiorobleme zu erkennen und schlägt die passenden Lösungsansätze vor. Das Plugin-Bundle haben wir von Podstars im Sale für um die 110€ geschossen, neu liegt der Preis bei etwa 395€ als Standard Version. Für uns ein echter Game-Changer.

Acon Digital DeVerberate

Was ist DeVerberate?

Remote-Aufnahmen sind mittlerweile standart, die Räume sind daher in vielen Fällen akustisch nicht optimiert. Große, leere Räume mit hohen Decken führen zu starken Raumnachhall, darunter leidet die Sprachverständlichkeit. Mit dem Plugin Deverberate kann man den Raumhall sehr effektiv reduzieren (oder bei Bedarf verstärken). Das große Problem bei herkömmlichen Hallreduzierungs-Plugins ist die Entstehung von sogenannten störtgeräusch-artigen “Artefakten”. Acon Digital Deverberate arbeitet sehr präzise. Dabei werden die Anteile des Raumhalls durch einen Deep-Learning-Algorithmus aus der Audiospur herausgerechnet, welches man im Plugin steuern kann. Das Plugin bietet verschiedene Voreinstellungen an, in denen man die einzelnen Eigenschaften vom Raumhall detailliert bearbeiten kann wie z.B.Konzert-Nachhall reduzieren, Remove Reverb, Reduce Reverb. Die einzelnen Parametern beschränken sich dabei auf gerade mal 4 Funktionen: Nachhall-Pegel, Direkt-Signal, Spektralglättung und Nachhall-Schätzung. Das macht die Benutzung sehr übersichtlich und intuitiv. Das Plugin kostet um die 100€, aber die Investition lohnt sich.

Youlean Loudness Meter

Was ist YouLean Loudness Meter?

Wie der Name schon verrät, misst das Tool die Lautheit der Audiospur, um sicherzugehen, dass das finale Audio den Vorgaben der Plattformen wie Podigee entspricht (-16dB LUFS). Lautheit ist die vom Menschen wahrgenommene Lautstärke. Einen Lautheitsmeter findet man in der Regel standartmäßig in den meisten DAWs, der YouLean schlüsselt die Lautheit nochmal genauer auf: den Short term-Wert, sprich wie laut das Signal über eine kurze Zeitspanne gemessen ist, den Integrated-Wert, der für uns relevanteste Wert, in dem die Lautheit über eine längere Zeit gemessen wird und weitereren Parameter wie Loudness Range, True Peak etc. Auch die grafische Darstellung zeigt wie sehr die Lautheit während der Episode variiert. Den YouLean Loudness Meter gibt es kostenlos, die ProVersion kostet 57€.

SpeakPipe

Was ist Speakpipe?

Mit Speakpipe können Zuhörer:innen intuitiv Voice-Messages an Podcast-Hosts versenden. Hierfür richten sich die Podcast-Hosts ihre eigene Speakpipe-Page ein, worüber die Zuhörer:innen eine Sprachnachricht aufnehmen und absenden können. Desweiteren können die Zuhörer:innen ihre Message anhören und wiederholen, sowie ihre Kontaktdaten hinterlassen. Auf die gesendeten Sprachnachrichten können die Podcast-Hosts auch mit ihrer eigenen Sprachnachricht persönlich antworten.

Adobe Audition

Was ist Adobe Audition?

Audition ist die Digital Audio Workstation (kurz DAW) in Adobes Creative Cloud Softwarepaket. Das Programm ist vor allem für die Produktion von Sprache und anderem Audiomaterial ausgelegt. Man kann Spuren einfach aufnehmen, schneiden und mischen. Für Nutzer von Adobe Premiere bietet sich Audition durch die nahtlose Integration zur Bearbeitung von Videoton an. Auditions interne Effektlibrary deckt alle wichtigen Effekte ab, dabei sind auch speziell für Einsteiger nützliche Automatiken zur Stimmbearbeitung, Rauschminderung und Loudness Normalisierung. Für fortgeschrittene Nutzer ist die Spektralbearbeitung, sowie das hosting von VST-Plugins praktisch. Für Musikproduktion eignet sich Adobe Audition wenig, aufgrund der fehlenden Midi-Funktionalitäten.
Für Unternehmen kostet Audition alleine monatlich 31,49€, während die gesamte Adobe Creative Cloud bei 73,49€ liegt. Für Einzelanwender ist es günstiger. Wer also die Creative Cloud eh schon abonniert hat und ein Programm zur Audiobearbeitung braucht hat mit Audition ein umfangreiches Tool zur Hand.

Zencastr

Was ist Zencastr?

Mit Zencastr kann man Podcastgespräche, bei Bedarf auch mit Video, remote aufzeichnen. Dieses web-basierte Tool eignet sich vor allem für Beginner. Der große Vorteil liegt darin, dass Zencastr die Spuren der einzelnen Teilnehmenden lokal aufzeichnet und anschließend auf Zencastr hochlädt. Diese Funktion ermöglicht Usern, trotz möglichen Internetlags, eine flüssige Audioaufnahme zu bekommen. Die Grundfunktionen von Zencastr sind zudem kostenlos. Hier wird allerdings die Audioqualität etwas eingeschränkt und die Editierungsmöglichkeiten sind hier nicht enthalten. Für 20$/Monat ist die Professional Variante erhältlich, mit der man 16-bit WAV-Dateien erhält (hohe Audioqualität) und Zugang zu Post-Produktionsmöglichkeiten und Transkription erhält.

Trint

Was ist Trint?

Trint ist eine Software zum Transkribieren von Audiodateien, die Anwender:innen das Bearbeiten im Nachhinein erleichtert. Das Tool ist für Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen geeignet, die Audioproduktionen erstellen und zeiteffizient (nach-) bearbeiten wollen. Der Trint-Editor verbindet den Texteditor mit einer gewählten Audiodatei, sodass mithilfe der automatischen Spracherkennung anschließend Änderungen direkt im Editor vorgenommen werden können: markieren, streichen, kommentieren. Trint übersetzt in über 30 Sprachen, fügt benutzerdefiniertes Vokabular hinzu und identifiziert die Sprecher:innen automatisch. Die Software kann 7 Tage kostenfrei getestet und anschließend in zwei verschiedenen Preismodellen erworben werden.

Anchor

Was ist Anchor?

Anchor ist eine kostenlose Hosting Plattform für Podcasts aus dem Hause Spotify. Die Plattform bietet unbegrenztes Hosting und distribuiert Podcasts auf allen gängigen Podcast–Plattformen. Außerdem enthalten sind verschiedene Analytics und Informationen zu Hörer*innen, Tools zur Monetarisierung sowie zur Erstellung von Folgen und Cover-Art, Vermarktung und Einbindung von Musik und Videos.

Rev

Was ist Rev?

Rev ist ein Serviceanbieter für Transkriptionen und Untertiteln für Video- und Audioaufnahmen. Transkripte in Englisch können von Mitarbeitern (1.50$ pro Minute, 99% Richtigkeit, durchschnittliche Bearbeitungsdauer 5h), oder einer AI-Software erstellt werden (0.25$ pro Minute, 90% Richtigkeit, durchschnittliche Bearbeitungsdauer ca. 5 min) und können daraufhin auf der interaktiven Plattformen bearbeitet werden. Deutsche Transkripte werden nicht angeboten. Dagegen bietet Rev jedoch mehrsprachige Untertitel für englische Videos, die innerhalb von 48h erstellt werden und über die Plattform nach Bearbeitung ins Video eingebettet werden oder separat exportiert werden können. Die Preise für Englische Videos mit Deutschen Untertiteln liegen bei 5$ pro Minute. Rev arbeitet nur mit Englischem Rohmaterial.

Logic Pro

Was ist Logic Pro?

Logic Pro ist quasi die Profi-Version von Garageband. Die DAW empfiehlt sich folglich logischer Schritt zur Professionalisierung des eigenen Audio-Workflows für Mac-User. Die UI von Logic ist besonders übersichtlich und intuitiv, was den Umgang mit der DAW sehr angenehm gestaltet. Neben der Übersichtlichkeit glänzt Logic mit seinen Plug-Ins, die großteils an analoge Hardware angelehnt ist. Dadurch ist es möglich ein Verständnis für Audio abseits der digitalen Welt zu entwickeln. Die Möglichkeiten mit Logic Pro reichen von Musikproduktion über Podcast-Aufnahme bis zu professionellem Mixing und Mastering.

REAPER

Was ist Reaper?

Reaper ist eine DAW für Beginner und Fortgeschrittene. Reaper kann alles, was eine DAW können muss: Schneiden, Mischen, Recorden. Darüber hinaus bietet das Programm eine nützliche Effektlibrary an, die auf jeden Fall ihren Zweck erfüllt. Die Handhabung der DAW ist userfreundlich, ohne viel Schnick Schnack und kryptischen Funktionen. Hinzu kommen das bereits integrierte Loudness-Metering, verbraucht nicht zu viel CPU und lässt sich durch Scripts erweitern für individuelle Bedürfnisse. Für diesen Step sollte man schon ein paar gute Programmierungsgrundkenntnisse (LUA) mitbringen. Der große Vorteil bei Reaper ist, dass das kostenlose Trial für unbegrenzte Zeit zur Verfügung steht. Nichtsdestotrotz ist Reaper bei 60$ bei privater und 220$ bei kommerzieller Nutzung im Vergleich zu den anderen bezahlten DAWs sehr kostengünstig.

Linkfire

Was ist Linkfire?

Linkfire ist eine Plattform auf der die Anwender:innen Landingpages erstellen, die zu unterschiedlichen Entertainmentplattformen, für beispielsweise Musik oder Podcasts, weiterleiten. Das Verhalten der User:innen wird bei jedem Klick verfolgt. Es gibt Abomodelle für Einzelpersonen und für Teams. Das Team-Paket beginnt preislich bei 50$ pro Monat, Einzelpersonen starten bereits ab 10$ pro Monat.

GESCHRIEBEN VON
Dennis Deben
Teamlead Audio Production bei
Podstars by OMR

Mehr über Podcast Software & Tools im Vergleich

Was ist eine Podcast-Software?

Es hält sich immer noch das Gerücht, für einen Podcast brauche man nur ein Handy mit Aufnahmefunktion. Aber so einfach ist das leider nicht. Natürlich könnte man einen Podcast aus Sprachmemos hochladen und als Podcast verkaufen – die Audio-Qualität dürfte die meisten Hörer:innen aber abschrecken. Deswegen sind neben dem Equipment die richtigen Podcast-Tools essenziell bei der Produktion.

Es gibt aber nicht nur Podcast-Softwares für (Remote-)Aufnahmen, sondern auch für die Postproduktion (Bearbeitung der Audio-Aufnahmen), für das Hosting (Hochladen der Folgen, damit sie auf Spotify, Apple Podcasts und Co. zu finden sind) und für das Marketing auf Social Media. In allen Bereichen gibt es sowohl kostenlose Podcast-Software für Anfänger:innen als auch kostenpflichtige Programme für echte Profis.

Funktionen von Podcast-Softwares

Welche Funktionen die jeweilige Podcast-Software hat, liegt daran, für welchen Zweck sie genutzt werden soll. Die Palette reicht von Aufnahme über Postproduktion bis Marketing.

DAW (Digital Audio Workstation):
- Aufnahme von einzelnen Spuren jeder Person, die im Podcast spricht
- Schnitt der einzelnen Spuren und Folgen
- Soundbearbeitung mit Hilfe von Plugins

Plugin:
- Soundbearbeitung einzelner Spuren, um den Klang zu perfektionieren (vor allem durch Kompression, Equalizer, Gates etc.)
- Reparatur von Aufnahmen, die nicht ideal sind (bspw. ausgelöst durch Hall, Hintergrundgeräusche, Rauschen, Plosive u. Ä.)

Hosting-Plattform:
- Hochladen des Podcastkanals und deren Folgen sowie deren Bearbeitung (Audio-Dateien, Titel, Texte, Cover)
- Distribution an die Podcast-Plattformen (Spotify, Apple Podcasts etc.)
- Einsicht in die Statistiken eines Podcasts (Zahlen zu Streams & Downloads, Abonnent:innen, Retention Rate, Demografie)

Remote-Recording-Software:
- Qualitativ hochwertige Aufnahme von Personen, die sich nicht am gleichen Ort befinden
- Video-Verbindung, damit man sich beim Gespräch auch sehen kann (Aufnahme des Videos oft möglich)
- Möglichkeit, die Aufnahme zentriert zu starten, um die Spuren direkt zu synchronisieren (ohne dass alle Gesprächspartner:innen klatschen müssen, um die beiden Aufnahmen in der Postproduktion zu synchronisieren)

Audio-Transcription-Software:
- Erstellung von Transkripten der einzelnen Podcastfolgen

Tools für Marketing und Community Building:
- Individualisierte Landingpages mit Links zu den verschiedenen Plattformen, auf denen der Podcast zu finden ist (Spotify, Apple Podcasts und Co.)
- Erstellung von Audiograms (Videos mit visualisierter Tonspur oder Untertiteln, damit Audio visuell ansprechend auf Social Media geteilt werden kann)
- Versenden von Voice Messages an Podcast-Host:innen

Weshalb sollten Unternehmen Podcast-Tools einsetzen?

Wie schon gesagt, reicht die Qualität einer Handyaufnahme ohne Postproduktion nicht mehr aus, um Podcast-Fans zu gewinnen. Dafür gibt es mittlerweile einfach viel zu viel Konkurrenz. Vor allem bei Branded Podcasts, die in der Regel von Unternehmen in Auftrag gegeben oder selbst produziert werden, ist es eine Herausforderung, Hörer:innen zu finden.

Deswegen sollten sich Marken und Firmen schon vorab informieren, welche Podcast-Tools sie brauchen, um einen qualitativ hochwertigen Podcast zu produzieren. Oder sie wenden sich an eine Podcast-Produktionsfirma wie Podstars by OMR.

Wie wählt man die passende Podcast-Software aus?

Bei der Wahl der Podcast-Software stellt sich zu Beginn erstmal die Frage, mit welcher Intention man ein Format starten möchte. Will man es einfach mal ausprobieren? Soll die eigene (Personal) Brand bekannter werden? Möchte sich ein Unternehmen in einem bestimmten Themenfeld positionieren?

Bei Anfänger:innen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie den Podcast langfristig produzieren wollen, bietet sich eine kostenlose Podcast-Software an. Diese gibt es sowohl für die Aufnahme, die Postproduktion und das Marketing. Will man professionell ins Podcast-Business einsteigen, sollte man überlegen, ob es sich nicht lohnt, in kostenpflichtige Podcast-Tools, die zum Beispiel mehr Funktionen und Optionen bieten können, zu investieren.

Wichtig ist also, vorab zu klären, welche Anforderungen die Podcast-Software für den eigenen Zweck erfüllen muss und welche man überhaupt benötigt. Für einen Interview-Podcast braucht man wahrscheinlich weniger Postproduktions-Tools als für ein Storytelling-Format, in dem mit Sounddesign gespielt wird.

Was kostet eine Podcast-Software?

Da die Podcast-Softwares so unterschiedliche Anforderungen erfüllen können und müssen, ist es pauschal kaum zu sagen, welche Kosten auf einen zukommen. Von kostenloser Freeware bis Plugins für über 1000 Euro ist alles dabei.

Bei den Hosting-Kosten ist außerdem entscheidend, wie viele verschiedene Formate gehostet werden sollen. Es gibt kostenlose Angebote, die decken meist nur einzelne Formate ab. Will man sich ein Portfolio mit sehr vielen Podcasts aufbauen, kommt man um ein Abo nicht drumherum. Diese werden oft teurer, je mehr Podcasts gehostet und Funktionen zur Verfügung sehen sollen.

Man kann also Low-Budget starten – oder viel Geld in die Hand nehmen.