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Customer Data Platforms (CDP) Software & Tools im Vergleich

Eine Customer Data Platform (CDP) dient stark vereinfacht gesagt dazu, Kundendaten aus verschiedenen Quellen in einer Datenbank zusammenzuführen. So werden die Daten der im Unternehmen genutzten Cross-Channel Advertising, Search Advertising, Mobile Marketing, Web Analytics, Shop System und vieler weiterer Software sowie aus Social Media und weiteren Online- und auch Offline-Quellen mit einer CDP in Echtzeit aggregiert.

Im Anschluss können die aggregierten Daten dann z.B. ins Data Warehouse exportiert und dort weiterverarbeitet werden. Gerade im Vergleich zu einem Data Warehouse oder auch im Unterschied zu BI Plattformen werden CDPs allerdings vor allem in Marketing Teams genutzt und dienen, neben dem Sammeln und Zusammenführen von Daten, auch dazu, die generierten Insights für Marketingkampagnen zu nutzen. So beinhalten die meisten gelisteten Customer Data Platforms Funktionen für die Marketing Automation und fürs Email Marketing und/oder können zumindest mit der Software aus den entsprechenden Bereichen integriert werden.

Da eine gewisse Menge an Daten nötig ist, um eine Customer Data Platform effizient einsetzen zu können, werden CDPs vor allem in größeren Unternehmen genutzt.

econda

econda gibt an, “tagtäglich Milliarden von E-Commerce Daten von tausenden Online Shops weltweit zu erfassen” und bezeichnet sich selbst als “die mit Abstand meistgenutzte kommerzielle (Web-)Analyse-Lösung unter Deutschlands Top 100 Versandhändler:innen”. Aktuell sollen über 1.000 Kunden darauf vertrauen. Lösungen, die das Unternehmen bietet, sind u.a. Datenakquise, Analyse und Personalisierung (ca. 386.000 berechnete Analysen pro Tag), Recommendation, KI und Deep Learning.

CrossEngage

CrossEngage bezeichnet sich selbst als “flexible Customer-Data-Plattform für kanalübergreifendes CRM und Marketing”. Damit sollen sich Customer-Journeys personalisieren und über alle Kanäle in Echtzeit automatisieren lassen - und somit Kund:innen binden lassen. Nach eigenen Angaben setzt CrossEngage dabei auf die Integration spezialisierter Kanallösungen, u.a. für E-Mail, Push-Notification und Programmatic Advertising. Geeignet soll die Lösung für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und mit verschiedenen Geschäftsmodellen sein. Die Preise für die Nutzung des Tools variieren je nach individueller Anforderung.

Selligent Marketing Cloud

Selligent bezeichnet die Selligent Marketing Cloud als B2C-Plattform für Marketing-Automatisierung. Mit der Software sollen Marketingmacher:innen ihre Bestandskund:innen personalisiert und automatisiert ansprechen können, auf der eigenen Website, per E-Mail, in Mobile (SMS, Push-Nachrichten und In-App-Messages), Social (Bestandskund:innen in den großen sozialen Netzwerken targeten) und Print (Mailings oder andere Drucksachen). Als Basis dient dabei eine eigene Customer Data Platform. Die Nutzungsgebühren hängen von der Datenbankgröße ab. Selligent stammt aus Belgien und hat nach eigenen Angaben zehn Niederlassungen in den USA und Europa.

Piwik PRO Analytics Suite

Die Piwik PRO Analytics Suite bezeichnet sich selbst als “die perfekte datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics” mit Fokus auf User-Privatsphäre und Datensicherheit. Damit sollen sich u.a. eine bessere Customer Journey bieten, Kundenbetreuung und -beratung optimieren und Daten ideal schützen lassen. Die Suite bietet insgesamt vier Module: Analytics, Tag Manager, Consent Manager und die integrierte Customer Data Plattform. Eignen soll sich die Suite für unterschiedlichste Unternehmen - von öffentlichen Einrichtungen bis hin zu privaten Firmen, besonders im Finanz- und Gesundheitswesen.

Exponea

Exponea ist eine Customer Data & Experience Platform, die 2015 in der Slowakei gegründet wurde und mittlerweile ihren Hauptsitz in London hat. Von Gartner wurde Exponea 2020 zum “Cool Vendor” in Multichannel Marketing ernannt. Im Angebot sind insgesamt drei Pakete: CDP (Datensilos entfernen, Kundendaten vereinheitlichen etc.), Campaigns (Omnichannel-Marketing, personalisierte Nachrichten etc.) und CDXP (Nutzerverhalten verstehen, Einsatz von AI etc.). Die Lösung als solche ist skalierbar, sprich: Exponea-Nutzer:innen zahlen nur für das, was sie wirklich brauchen.

Tealium

Tealium bietet seinen Kund:innen, neben einer Lösung fürs Tag Management, mit dem Tealium Customer Data Hub eine CDP, die dabei hilft zielgruppenspezifische Daten in Echtzeit zu sammeln und anzureichern, darin enthaltene Zusammenhänge zu erkennen und die gesammelten Informationen anschließend ins unternehmenseigene Data Warehouse oder BI Tool zu integrieren. Die Daten können dabei aus über 1.000 Kundendatenquellen, wie z.B. aus den eigenen Social Media Accounts, dem eigenen Shop System, Marktplätzen oder dem verwendeten Cross-Channel-Advertising-Tool, zusammengeführt werden und das Anreichern der Daten findet im Anschluss flexibel auf Event-, Visit-, Visitor- oder Omnichannel-Level statt. Die Preise hängen vom Funktionsumfang ab und können direkt beim Unternehmen mit Sitz in München angefragt werden, ein Indikator: Tealium bietet vor allem Lösungen für Enterprises.

Mapp Cloud

Die Plattform Mapp Cloud bezeichnet sich selbst als “internationaler Anbieter für Insight-basiertes Customer Engagement”. Zum Einsatz kommen u.a. Customer Intelligence und Marketing Analytics. Damit sollen sich aus Daten möglichst einfach und effektiv kanalübergreifende Kunden-Insights gewinnen können, die im nächsten Schritt hochgradig personalisierte sowie automatisierte Marketing-Aktivitäten ermöglichen sollen. Kundinnen und Kunden sollen darüber hinaus von maßgeschneiderten und selbstoptimierenden Cross-Channel-Kampagnen profitieren, die auf KI-gestützten Prognosemodellen basieren. Nach eigenen Angaben im Fokus von Mapp Cloud: ein “Höchstmaß an Engagement” und eine “langfristige Kundenbindung” dank 1:1 Personalisierung.

ZAIUS

Zaius versteht es zumindest, ordentlich für den eigenen Service zu trommeln. Auf der eigenen Webseite spricht die Customer Data Platform von 40 Prozent mehr Umsatz, 60 Prozent höheren Öffnungsraten und 300 Prozent mehr Umsatz pro Kundenkontakt für Zaius-Kunden. Der Software-Anbieter richtet sich in seiner Ansprache vor allem an Online-Händler, die mit dem Tool Kundendaten an einem Ort sammeln. Mit Hilfe von Machine Learning könne Zaius Vorhersagen zum Kundenverhalten treffen und Entwicklungen aufzeigen, die andernfalls nie aufgefallen wären. Auf Grundlage dessen erlaube es das Tool mit eigenen Lösungen Kampagnen zu bauen und Nachrichten zu verschicken. Zaius selbst spricht von tausenden Unternehmenskunden. Zwar gibt es mehrere Pakete mit unterschiedlichen Funktionen – Preise kommuniziert Zaius jedoch nicht – die müssen Interessierte selbst erfragen.

Segment

Segment beansprucht für sich, mit über 20.000 Firmenkunden die weltweit führende Customer Data Platform zu sein. Der Software-Anbieter wirbt vor allem mit der klassischen Funktionalität, Nutzerdaten aus dem Web und aus Apps zu sammeln und allen Teams im Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Auf einen Blick werden so alle Touch Points der jeweiligen Kund:innen sichtbar. Segment gehört mittlerweile übrigens zu Twilio. Im November 2020 wurde der Kauf für 3,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Twilio liefert für Unternehmen die technologische Basis für Messaging-Funktionen. Deshalb passen die beiden Firmen ziemlich gut zusammen – für effektives Erreichen der Kund:innen sind Daten schließlich unerlässlich. Wer Segment nutzen will, kann das Tool als kleines Unternehmen mit 1.000 Visitors im Monat kostenlos nutzen. Wer mehr Traffic hat kann ab 120 US-Dollar im Monat starten.

Custobar

Custobar stellt bei der Beschreibung seiner Customer Data Platform vor allem die Kombination aus Online- und Offline-Daten in den Mittelpunkt. Das erlaube einen 360-Grad-Blick auf die Kund:innen. Die Software ist extrem modular aufgebaut und bietet neben grundlegenden Funktionen wie klassischem Datenmanagement auch Marketing-Automationen wie das Versenden von Push-Nachrichten, E-Mails und dem Erstellen von Multi-Channel-Kampagnen. Für Shop-Betreiber ist sicherlich auch die Integrations-Möglichkeit in Shopify oder WooCommerce spannend. So modular wie die Funktionen ist auch die Preisgestaltung bei Custobar. Die richtet sich nämlich nach den Kundenkontakten des Unternehmens. 1.000 Kontakte kosten z.B. 195 Euro pro Monat, bei 50.000 werden 640 Euro fällig und bei 150.000 sind es 1.550 Euro. Größere Firmen bekommen mit Custobar Plus auch eine auf sie abgestimmte Enterprise-Lösung.

Uniserv

Uniserv ist fast so etwas wie ein deutsches Traditionsunternehmen. Schon 1969 gegründet, entwickelte die Firma lange Zeit Software für Adressmanagement. Heute ist daraus eine Customer Data Platform geworden, die mit umfassendem Service und niedrigen Preisen wirbt. Dabei steht das Sammeln und Verfügbarmachen von Daten im Mittelpunkt. Aus verschiedenen Quellen erstellt Uniserv einen “Golden Record” der Kunden:innen. In Kombination mit immer weiter hinzukommenden Interaktions- und Transaktionsdaten werde daraus Stück für Stück ein “Golden Profil”. Wie günstig die Preise wirklich sind, müssen Interessierte in direktem Kontakt mit Uniserv erfragen.

BlueVenn

BlueVenn preist seine Customer Data Platform als besonders einfach an. Per Drag & Drop sollen Marketer ganz einfach Kundengruppen analysieren, segmentieren und bespielen können. Das Tool bietet die klassischen Funktionen einer CDP: Die Software sammelt die Daten der Kund:innen an einem zentralen Ort in der Cloud und macht sie so für alle Teams zugänglich. So lassen sich Customer Journeys einfacher planen und analysieren. Durch Machine-Learning-Funktionen sollen personalisierte Erlebnisse ermöglicht werden. BlueVenn zählt Unternehmen aus dem Handel, Tourismus, Finanzen, der Automobil- und der Medienbranche zu seinen Kunden. Der Preis für die Plattform startet bei 2.333 Euro pro Monat. Weitere Funktionalitäten gibt’s in Paketen für 2.666 und 5.000 Euro pro Monat.

mParticle

Das international tätige Unternehmen mParticle mit Sitz in London bietet eine gleichnamige Customer Data Plattform. Diese soll die Kundendaten- Infrastruktur vereinfachen und Daten mithilfe sicherer API’s und SDK’s sammeln können. Nutzer:innen sollen durch Nutzung von mParticle eine Struktur und Ordnung in Kundendaten erhalten können, um die User Experience zu personalisieren und zu optimieren. Verschiedene Tools, z.B. Analytic Tools sollen mit mParticle verknüpft werden können, um die Daten der Nutzer so weiterzuverwenden.

SAS® Customer Intelligence 360

Das hinter der ‚SAS® Customer Intelligence 360‘ stehende SAS Institute gilt als Pionier im Bereich Customer Analytics und unterstützt über 1.000 Kunden weltweit, Mehrwerte aus Kundendaten zu generieren. Die Lösung soll Unternehmen dabei helfen, die Customer Experience ihrer Endkunden über alle Kanäle umfassend zu personalisieren und zu optimieren. Dabei deckt die modular aufgebaute Plattform die gesamte Wertschöpfungskette im Marketing ab, von der Planung über die Aufzeichnung des Kundenverhaltens, die effektive Aussteuerung im Kanal bis hin zur Erfolgsmessung. Die Vorteile der mit jeder Menge analytischen Funktionen gespickten Plattform: Präzise Vorhersagemodelle, selbstlernende Systeme, kontinuierliche Optimierung der Customer Journey sowie eine schnellere und bessere Entscheidungsfindung.

Mehr über Customer Data Platforms (CDP) Software & Tools im Vergleich

Customer Data Platforms (CDP): In unserem Vergleich gibt’s die beste Customer Data Platforms Software - hier erhältst Du weitere nützliche Infos

Im heutigen Marketing und ebenso im Vertrieb sowie im Support sind Daten bzw. deren zweckdienliche Nutzung für maximale Erfolge elementar wichtig! Fest steht weiterhin, dass selbst die besten Informationen niemals ihr volles Potenzial entfalten, wenn sie nicht hinreichend organisiert werden. Und genau dabei können Customer Data Platforms überaus hilfreich sein: Es handelt sich hier in aller Regel um eine Sammlung von Tools, die es Unternehmen erlaubt, Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln und effizient zu verwalten. Oftmals beinhalten CDPs diverse weitere Features und bieten zusätzliche Möglichkeiten, die weit über diese Kernfunktionen hinausgehen. Gute Customer Data Platforms bringen unter anderem folgende Features und Vorteile mit:

  • Sie bieten eine datenbezogene 360-Grad-Sicht auf die Zielkunden:innen.

  • Customer Data Platforms sammeln Daten aus unterschiedlichen Quellen an einem zentral erreichbaren Ort, einschließlich First-Party-, Second-Party- und Third-Party-Daten – online sowie offline.

  • Sie lassen Kunden:innen-Profile über unterschiedliche Systeme hinweg vereinheitlichen.

  • Sie können mit weiteren Systemen verbunden werden, die beispielsweise Marketern:innen das Durchführen von Kampagnen erleichtern bzw. zielgenauer vollziehen lassen oder spezifische Prozesse im Vertrieb effektiver machen.

Was sind Customer Data Platforms genau?

Customer Data Platforms (CDPs) werden eingesetzt, um Kundendaten in einer zentralen Datenbank zusammenzuführen, zweckdienlich zu verwalten sowie zu kombinieren. Diese Tools bieten insbesondere Marketing-Teams relevante Einblicke, die für die effiziente Durchführung von Kampagnen benötigt werden. Eine CDP kann Informationen aus Online-Quellen, wie zum Beispiel Websites, Apps und E-Mail-Marketing-Software, abrufen, um einen vollständigen Überblick über Kunden:innen zu schaffen. Weiterhin ist es möglich, Offline-Daten von Umfragen oder Interviews zu integrieren. Nachdem diese Daten abgerufen wurden, kann eine CDP Unternehmen dabei helfen, den optimalen nächsten Schritt mit bestimmten Kunden:innen „vorherzusagen“. Betriebe erhalten die Chance, vieles Wichtiges über ihre Zielgruppe zu lernen und jene somit sehr effektiv zu Käufern:innen zu machen oder auch bestehende Kunden:innen zu binden. Customer Data Platforms werden ebenfalls von Sales- und Kundenservice-Teams verwendet, um den jeweiligen Support präzise auf einzelne Kunden:nnen abzustimmen. E-Mail-Software, Data-Warehouse-Software und andere Systeme, die Daten speichern, können in der Regel mit einer CDP verbunden werden.

Das sind beliebte Customer Data Platforms (CDP):

Wer benötigt Customer Data Platforms?

Customer Data Platforms werden normalerweise von den folgenden drei Gruppen oder Abteilungen im Unternehmen verwendet.

  • Marketing-Teams: Wie bereits erwähnt, ist ein großer Vorteil von CDPs, dass sie Marketern:innen erlauben, Daten sehr effizient zu verwalten, gegebenenfalls zusammenzuführen und auf weitere Weisen zu organisieren. Sie erhalten damit maximale Kontrolle über die Informationen. Diese Daten gelangen aus zahlreichen Quellen zur CDP, was einen ganzheitlichen Blick ermöglicht. Letztendlich erhalten Nutzer:innen somit die Gelegenheit, die Kundensegmentierung zu verbessern, ihre Kampagnentaktiken zu optimieren oder das Engagement für ihre Inhalte zu erhöhen.

  • Vertriebsteams: Vertriebsteams verwenden CDPs häufig sehr vorteilhaft im Zuge des Account-Based-Sellings. Ein solches System kann eine starke Stütze dabei sein, Accounts zu organisieren und stets optimal zu berücksichtigen. So spielen Customer Data Platforms zum Beispiel Echtzeit-Warnungen aus oder lassen Regeln dafür einrichten, wenn ein Kontakt innerhalb eines Accounts bestimmte Aktivitäten durchführt (beispielsweise eine bestimmte E-Mail öffnet oder eine Angebotsseite auf einer Website aufruft). CDPs können Vertriebsmitarbeiter benachrichtigen, wenn ihre Kunden:innen bestimmte Meilensteine erreichen und helfen zu bestimmen, wann der beste Zeitpunkt und welche die beste Methode sind, um Kontakt aufzunehmen. Darüber hinaus beliefern CDPs die Vertriebler:innen bei Gesprächen mit Interessenten:innen wie Kunden:innen schnell mit überaus detaillierten Informationen, welche es erlauben, sehr präzise auf die Bedarfe jener einzugehen, womit wiederum die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses immens steigt. Es können unter anderem Daten aus der Marketing-Automation- und der CRM-Software einfließen. Praktisch jedes unternehmens- oder abteilungswichtige Tool, das Daten erhebt, ist per Schnittstelle abzufragen.

  • Kundenservice: Auch Kundendienstmitarbeiter:innen können bei der Kommunikation mit Kunden:innen von einer CDP profitieren. Die dort gesammelten Informationen helfen dem Support, proaktiv auf Kunden:innen-Bedürfnisse und -herausforderungen zu reagieren. Idealerweise erhält der Kundendienst über die Software allgemein ein tieferes Verständnis für die Zielgruppe, kann deren Voraussetzungen bzw. Anforderungen besser verstehen und schließlich zielgenauer Probleme oder Wünsche lösen.

Welche typischen Funktionen bringt Customer Data Software mit?

Natürlich sind Customer Data Platforms – wie praktisch alle Software-Lösungen – immer etwas unterschiedlich ausgestattet. Sie haben spezielle Anwendungsbereiche oder sind im Kontext verschiedener Ausstattungen für diverse Anforderungen und Geldbeutel spezifisch abgestimmt. Daher ist es kaum möglich, festzuhalten, welche Funktionen CDPs generell haben können. Vielmehr geht es im Folgenden darum, einige Kernfunktionen, die viele Customer Data Tools mitbringen, aufzuzeigen.

Datenanreicherung mit CDPs

CDPs vereinheitlichen ganz an der Basis Kunden:innen-Profile und bieten eine vollständige Sicht auf die Zielkunden:innen. Viele nutzen ausschließlich First-Party-Daten, um solche Profile zu erstellen, aber einige reichern Informationen auch an, indem sie externe Datenquellen hinzuziehen - also Second-Party- und Third-Party-Daten integrieren.

Customer Data Platform Schnittstellen

Jede CDP bietet Schnittstellen. Ohne jene wäre die Datensammlung nicht möglich. Diese Schnittstellen, sind darüber hinaus wichtig, um den richtigen CDP-Typ für das eigene Unternehmen zu wählen. Es sollte sichergestellt werden, dass sämtliche Daten, die zu erheben sind, auch wirklich im CDP zusammenlaufen können, um eine zentrale Datenbank für alle Informationen zu schaffen und wirklich maximal zu profitieren. Zum Beispiel sollte das CRM immer mit dem CDP kompatibel sein. Dasselbe gilt für die genutzte ERP-Software, Social-Media-Management-Software, E-Commerce-Plattformen, Data-Management-Platforms (DMP) usw.

Sicherheit und Compliance von CPDs

Jede Software, die mit Kunden:innen-Daten zu tun hat, bringt Datenschutzbedenken mit sich. Die DSGVO verlangt von Unternehmen, dass sie die Daten ihrer Kunden:innen schützen und Datenlecks unbedingt verhindern. Verantwortliche sollten also sicherstellen, dass die ausgewählte CDP über zuverlässige Sicherheitseinstellungen verfügt und die Datenschutzbestimmungen einhält. Außerdem sollte klar sein, welche Systeme gegebenenfalls innerhalb der CDP interagieren und Daten abrufen sowie vielleicht weiterversenden. Entsprechende Informationen bzw. Voraussetzungen sind überaus wichtig für eine sichere Verwendung von Customer Data Platforms - ohne empfindliche Strafen befürchten zu müssen.

Reporting und individuelle Dashboards in Customer Data Systemen

CDPs können mit starken Reporting-Funktionen sowie kundenspezifischen Dashboards ausgestattet sein. Viele CDPs bieten eine Basis-Reporting-Funktion, aber einige umfassen auch differenzierter arbeitende Tools für anspruchsvollere Berichte und mit der Möglichkeit, Reports automatisch zu generieren sowie sie für weitere Visualisierungen, Analysen etc. zu exportieren. So können manche Customer Data Platforms Vergleiche des Kunden-Engagements über verschiedene Segmente hinweg sowie Umsatz-Attributions- und ROI-Berichte liefern. Benutzerdefinierte Dashboards helfen bei der Auswahl der Daten, die für das Unternehmen am wichtigsten sind und weiterer Segmentierungen, um maximal effizient Daten nutzen zu können.

Künstliche Intelligenz und Machine-Learning in CDPs

Immer mehr CDPs verfügen über Funktionen, die künstliche Intelligenz (KI) und Machine-Learning (ML) verwenden. So können beispielsweise automatisiert die besten Produkte oder andere Lösungen für Kunden:innen auf Grundlage ihres zurückliegenden Verhaltens ermittelt und sehr verlässlich Vorhersagen über wahrscheinliche zukünftige Aktivitäten getroffen werden. KI kann Marketer:innen weiterhin höchst effektiv bei der Anpassung von Nachrichten für einzelne Kunden:innen unterstützen. Es sind somit personalisierte Erfahrungen zu schaffen, die natürlich überaus überzeugend sein können, weil sie für die Kundenorientiertheit des Betriebs sprechen. Durch ML sind entsprechende Vorgänge mit der Zeit immer weiter optimierbar. Marketer:innen werden beispielsweise automatisch darüber informiert, welche Personalisierungstaktiken funktionieren und welche eher nicht.

Kanalübergreifende Automatisierung mit Customer Data Platforms

CDPs erweitern die „herkömmliche“ Marketing-Automation durch die Einbeziehung von Daten, die aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen – also nicht ausschließlich aus dem Marketing oder ausschließlich aus dem Vertrieb, sondern übergreifend. Herkömmliche Marketing-Automatisierungs-Software kann zwar kanalübergreifende Automatisierungen bzw. Cross-Channel-Automations durchführen, aber sie ist kaum in der Lage, Informationen aus Kunden:innen-Profilen zu verwenden, die aus mehreren Quellen resultieren. Es werden hier in der Regel nur Silos von Daten verwendet. CDPs können aber sehr wohl Kunden:innen-Profile, die aus Informationen aller Abteilungen zusammengestellt sind, nutzen und dann kanalübergreifende Marketing-Kampagnen per E-Mail, digitale Anzeigen, Direktwerbung oder auch SMS-Promotions automatisieren.