Website-Personalization Software & Tools im Vergleich

Unternehmen setzen Website-Personalization-Tools ein, um personalisierte beziehungsweise individualisierte Website- oder Webshop-Erlebnisse auf Basis von Nutzerpräferenzen zu erschaffen. Die Personalisierungssoftwares nutzen dafür Cookies, kollaboratives Filtern, Nutzerprofile und Datenanalyse-Tools. Durch den Einsatz von Personalization-Software schaffen es Unternehmen besser auf die Bedürfnisse der Website- oder Onlineshop-Besucher:innen einzugehen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Besonders häufig setzen Produkt- und Web-Development-Teams Personalisierungssoftwares ein, um die Website-Performance zu optimieren und Websitebesucher:innen in Käufer:innen zu konvertieren. Website-Personalization-Tools werden häufig auch als E-Commerce-Personalization-Tools bezeichnet.

Die Personalisierungssoftwares sind häufig als Teil anderer Website-Performance-Tools wie A/B-Testing-Tools oder Digital-Analytics-Tools implementiert. Häufig lassen sich die Softwares auch mit E-Commerce-Plattformen, Shopping-Cart-Tools oder Product-Information-Management-Systemen (PIM) integrieren, um die passenden Produktinformationen für potenzielle Käufer:innen anzuzeigen.

Website- und E-Commerce-Personalization-Tools monitoren das Nutzerverhalten auf diversen Kanälen wie Mobile, Web und E-Mail und bieten alle Funktionen, um personalisierte Nachrichten zu versenden und individualisierte Produktempfehlungen anzuzeigen. Die benutzerdefinierten Nachrichten basieren auf zuvor erhobenen Daten zum Nutzerverhalten oder zur -historie. Außerdem bieten die Softwares meist Machine-Learning-Funktionen, welche Nutzerempfehlungen verwendet und mit Website-Analysen verknüpft.

Bewertung
Marktsegment

Klaviyo

Was ist Klaviyo?

Klavyio ist ein US-amerikanisches Marketing-Automation-Tool, das sich insbesondere an E-Commerce-Unternehmen wendet. Es ist mit gängigen Shop-System wie Shopify, Woo Commerce und Magento kompatibel. Klaviyo ermöglicht es den Nutzer:innen, ihre Kundendaten zu segmentieren und aus der Kundendatenbank heraus automatisiert E-Mails und SMS zu versenden, um den Umsatz pro Kund:in zu steigern. Dabei können die Nutzer:innen auch mehrstufige "E-Mail-Flows" bauen, mit Willkommens-Mails, Discounts oder Bewertungsaufforderungen. Außerdem kann die Datenbank an die Social-Advertising-Maßnahmen gekoppelt werden, um Custom oder Lookalike Audiences auf Facebook zu targeten. Bei Klaviyo handelt es sich um eine DSGVO-konforme E-Mail-Marketing-Software.

Eine Beratung zu E-Mail Marketing mit Klaviyo erhälst du bei unserem Partner Inbox Marketing.

Kameleoon

Was ist Kameleoon?

Kameleoon ist ein System für AI-Personalisierung und A/B-Testing, welches Product-Owner und conversion-orientierte Marketer:innen fokussiert. Das Tool kann sowohl client- als auch server-seitig genutzt werden. Mithilfe von Kameleoon soll es Anwendern:innen ermöglicht werden, für ihre Zielgruppe komplett individualisierte digitale Erfahrungen zu erstellen. Hauptziel ist die Schaffung einer perfekten User-Experience, die nach und nach über Testing und entsprechende Anpassungen der Personalisierung erreicht werden soll. Das gleichnamige Entwicklerunternehmen mit Sitz in Frankreich gibt an, dass Firmen mit Kameleoon eine 15-prozentige Verbesserung ihrer Conversion-Rate erzielen konnten. Außerdem wirbt das Unternehmen mit einem durchschnittlichen ROI (Return on Investment) von 291 Prozent über drei Jahre bei Betrieben, die in Kameleoon investiert haben. Interessierte können zunächst eine Demo anfragen und erhalten dann ein individuell abgestimmtes Angebot.

Bloomreach

Was ist Bloomreach?

Bloomreach, 2015 gegründet, ist eine Commerce Experience Cloud, die es Marken ermöglicht, ihre Customer Journeys zu optimieren und Kundenanforderungen erfolgreich umzusetzen. Das Portfolio steht im Zeichen von Personalisierung und profitablem, digitalem Wachstum und bietet mit Produkten wie Discovery beispielsweise Suchfunktionen und Merchandising auf Basis von AI. Mit Content liefert Bloomreach ein Headless CMS, und mit Engagement eine professionelle Customer Data Platform, inklusive diverser, nativ integrierter Marketing Automation Lösungen. Gemeinsam vereinen diese Lösungen sowohl die Power von Kunden- und Produktdaten als auch den Speed und die Skalierbarkeit von AI-Optimization. So entstehen personalisierte Commerce-Experiences, die zu Conversions über alle Kanäle und Customer Journeys hinweg führen können. Mehr als 850 Brands weltweit nutzen Bloomreach bereits – darunter Deutsche Telekom, Peek & Cloppenburg, FC Bayern München.

AB Tasty

Was ist AB Tasty?

AB Tasty bezeichnet sich selbst als Lösung zur Optimierung von Experiences, die auf einer Suite von Experimentier- und Personalisierungstools, leistungsstarken Analysen und maschinellem Lernen basiert. Das Tool will Marketing- und Produktteams eine einfach zu bedienende Plattform bieten, die dabei hilft, digitale Erlebnisse zu optimieren, um Besucher:innen in Kunden:innen, Abonnenten:innen oder Leads zu verwandeln und gleichzeitig einen unvergleichlichen Kundensupport zu bieten. Dabei stellt die Software bspw. KI-gestütze Testing- und Personalisierungsmöglichkeiten, Templates für Segmentierungsmöglichkeiten, aber auch für hinzufügbare Elemente, wie etwa Social Proof, NPS oder Countdown Banner. Derzeit soll das Tool aus Berlin von über 900 Unternehmen genutzt werden. Die Preispakete werden individuell zusammengestellt und lassen sich über die Website anfragen.

MoEngage

Was ist MoEngage?

MoEngage ist eine Insights-geführte Customer Engagement Plattform, die für kundenorientierte Marketer und Produktverantwortliche entwickelt wurde. Über mehrere Kanäle hinweg ermöglicht MoEngage eine Hyper-Personalisierung für verschiedene Interaktionen mit Kund:innen über E-Mail, Mobile-Push, SMS, On-Site Messaging und viele weitere. Verbraucher:innen können somit über jeden Touchpoint im Lebenszyklus angesprochen werden. Marken können dabei das Nutzerverhalten mithilfe von KI-gestützter Automatisierung und Optimierung analysieren. MoEngage kann zunächst kostenlos getestet und anschließend auf einen von drei Tarifen hochgestuft werden.

searchhub

Was ist Searchhub?

Searchhub ist ein Autopilot zur Verbesserung der eigenen Commerce-Suche. Die Software basiert auf KI, um die Bedürfnisse von Käufer:innen zu verstehen und die Formulierungen in die bestmögliche Suchanfrage zu übersetzen. Gleichzeitig bietet das Tool tiefgreifende Einblicke in die Suche, die dabei helfen, die Website-Suche kontinuierlich zu verbessern. Dies findet unabhängig von der Suchplattform und direkt durch die intuitive searchub-Benutzeroberfläche statt. searchhub nutzt Data Science, um verbesserungswürdige Bereiche zu identifizieren und behebt diese entweder automatisch mit voller Transparenz oder führt die Nutzer:innen zur besten Lösung. Eine Demo sowie Preise können auf der Website des Tools angefragt werden.

NOSTO

Was ist NOSTO?

Die Nosto Commerce Experience Platform ermöglicht es Händler:innen, auf einfache Weise personalisierte digitale Erlebnisse zu entwickeln, zu erstellen und zu launchen, die jede Interaktion entlang der Customer Journey relevanter und wertvoller machen können. Vom kompletten Merchandising bis hin zu automatisierten Dynamic Bundles bietet das Tool verschiedene Möglichkeiten, Personalisierung und Merchandising in mehr Onsite-Interaktionen zu nutzen. Darüber hinaus arbeitet Nosto mit ausgewählten Technologieanbieter:innen zusammen, um ein einheitliches, optimiertes Einkaufserlebnis für ihre Kund:innen zu gewährleisten. Über die Website des Anbieters kann eine kostenlose Demoversion getestet werden.


Alle Bedürfnisse im Bereich E-Commerce-Personalisierung und Merchandising in einer leistungsstarken, benutzerfreundlichen Plattform. Nutzer:innen können Ihr Publikum segmentieren und handelsspezifische Erkenntnisse sammeln.


Kundendaten einsetzen, um großartige Onsite-Shopping-Erlebnisse zu schaffen.


Nahtlose Omnichannel-Erlebnisse mit integrierten Integrationen und APIs pflegen.

Dynamic Yield

Was ist Dynamic Yield?

Dynamic Yield ist eine Plattform zur Kundenerlebnis-Optimierung. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat ihren Hauptsitz in New York sowie weitere internationale Standorte, darunter auch in Deutschland. Die Plattform bietet seinen Kund:innen acht verschiedene Schlüsselfunktionen. Dazu gehören zum Beispiel die Segmentierung von Kundendaten sowie die Personalisierung der Kundeninteraktionen. Entscheidungsalgorithmen sorgen für die optimalen Inhalts- und Produktempfehlungen entlang der Customer Journey. Darüber hinaus bietet das Tool ein eigenes öffentliches Learning Center, in dem Mitarbeiter:innen Lektionen über Testing, Targeting, Growth Marketing und vieles mehr absolvieren können. Dynamic Yield hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kund:innen agile digitale Erlebnisse zu schaffen, ihrem Umsatz zu steigern und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Moosend

Was ist Moosend?

Moosend ist eine E-Mail-Marketing- und Automatisierungssoftware, mit der E-Mail-Marketingkampagnen erstellt, versendet und automatisiert werden können. Funktionen wie Drag & Drop-E-Mail-Editor, A/B-Tests, Datenanalysen und Listensegmentierungen sind in der Software enthalten. Die Marketing-Automatisierung von Moosend unterstützt zudem mit Funktionen wie E-Mail-Automatisierungsvorlagen, einen Drag & Drop-Automatisierungseditor, Website- und Benutzer-Tracking und erweiterte Berichterstattung. Die Software ist dabei DSGVO-konform und verfügt über einen Anti-Bot-Schutz. Es gibt eine kostenlose Testphase von 30 Tagen. Danach starten die Kosten bei 9 $ monatlich im Profi-Paket.

Optimizely Web Experimentation

Was ist Optimizely?

Optimizely bezeichnet sich selbst als Digital Experience Plattform und bietet Lösungen für die Optimierung der gesamten User Experience an. Marketingteams können über Optimizely neuen Content validieren und das Kundenerlebnis auf Grundlage von datengestützten Entscheidungen personalisieren. Auf der anderen Seite können Produktteams durch digitale Experimente neue Funktionen und Veränderungen ausprobieren sowie die Customer Journey optimieren. Test-Ideen können dabei in einem visuellen Editor ohne Programmierkenntnisse umgesetzt und gezielt an Nutzer:innen ausgespielt werden. In zwei Modulen bietet Optimizely ein „Full Stack“ sowie eine Web Variante mit jeweils drei unterschiedlichen Tarifen an.

Webtrends Optimize

Was ist Webtrends Optimize?

Webtrends Optimize ist eine Experimentierplattform mit einer Reihe von Website-Optimierungstools zur Verbesserung der digitalen Erfahrung von Besucher:innen. Alle Nutzer:innen haben standardmäßig vollen Zugriff auf alle Funktionen. Das bedeutet, dass keine Paywall-Funktionen, keine Stufen und keine Upgrades erforderlich sind. Verfügabr sind A/B-Tests, multivariate Tests, serverseitiges Testen sowie eine volle Personalisierung und die Verwendung von Echtzeitdaten. Integrationen von Drittanbietern wie Google Analytics oder HotJar sind ebenso möglich. Auf der Website des Anbieters kann eine personalisierte und unverbindliche Demo angefordert werden.

WebEngage

Was ist WebEngage?

WebEngage ist eine Benutzerbindungsplattform und bietet eine Kundendatenplattform, eine Personalisierungs-Engine, ein Omnichannel-Kampagnenmanager und eine Analyse-Engine, die alle in einem nahtlosen Full-Stack- Retention-OS integriert sind. Ebenso enthalten sind Echtzeitanalysen für beschleunigtes Wachstum und branchendefinierte Tools wie Kohorten, Trichtern, Pfaden, Deinstallationen und Ereignisanalysen in Echtzeit. Kundensegmente können mit RFM-Modellierung oder On-Demand-Segmente basierend auf Kundenpersönlichkeiten und -verhalten in Echtzeit identifiziert werden. Auf der Website kann eine Demo angefordert werden, Preise lassen sich auf der Website anfragen.

edrone

Was ist edrone?

Bei edrone handelt es sich um eine CRM-Software, mit der E-Commerce-Unternehmen ihre Marketingkampagnen für potenzielle Kund:innen anpassen können. Zu den Funktionen zählen Produktempfehlungen, Marketingautomation, Newsletter- und Content-Personalisierung sowie die Integration künstlicher Intelligenz. edrone bietet vier Preispakete an, die Kosten können auf der Homepage angefragt werden.

XMPie

Was ist XMPie?

XMPie bietet Softwarelösungen für den variablen Datendruck, integrierte medienübergreifende Kampagnen, Web-to-Print und Marketingautomatisierung an. XMPie nutzt die Adobe®-Plattform und ermöglicht es Anwender:innen, individualisierte, kanalübergreifende Marketingkampagnen effizient und effektiv zu verwalten. Darüber hinaus bietet die Software Verpackungslösungen, Ustore Ng Technology und Digitale Signaturen an. Auf der Website stehen kostenlose Testversionen zum Testen von uDirect, uImage und uChart zur Verfügung. Preise können auf der Website des Tools angefragt werden.

Bluecore

Was ist Bluecore?

Bluecore ist ein Unternehmen für Marketingtechnologie, das Gelegenheitskäufer:innen in lebenslange Kund:innen umwandeln will. Durch das patentierte Shopper- und Produkt-Matching und die Veröffentlichung von Bluecore Communicate™, Bluecore Site™ und Bluecore Advertise™ sind Marken in der Lage, 100 % der Kommunikation zu personalisieren, die an Verbraucher:innen über ihre E-Mail-, E-Commerce- und Paid-Media-Einkaufserlebnisse geliefert wird. Bluecore ersetzt manuelle Prozesse durch einen intelligenten, KI-gesteuerten Workflow und ermöglicht es Marken, diese Kommunikation über eine einzige Schnittstelle zu verwalten. Bluecore verdoppelt den E-Mail-Umsatz und erhöht die Kundenbindung, den Lebenszeitwert und die Gesamtgeschwindigkeit des Marketings für mehr als 400 Marken, darunter Express, Tommy Hilfiger, The North Face, Teleflora und Bass Pro Shops. Über die Homepage kann ein Demo angefragt werden.

dotdigital

Was ist Dotdigital?

dotdigital bietet kanalübergreifende Marketinglösungen, kombiniert mit datengesteuerte Personalisierung. Zu den Funktionen zählen Automatisierungen von beispielsweise E-Mail-Marketing-Kampagnen. Zudem haben Nutzer:innen mit Hilfe der Kampagnenberichten die Möglichkeit, ihre Kampagnen neu zu bewerten oder neu auszurichten. Über die Homepage kann ein Pricing sowie ein Demo angefordert werden.

e-Spirit

Was ist e-Spirit?

e-Spirit ist eine digitale Experience Plattform. Enthalten sind hierbei Funktionen wie hybrid headless CMS, personalisierte und Content-getriebene Digital Experience, KI-gesteuerte Personalisierung und Hybrid Headless-Funktionen. Es steht eine Cloud oder eine On-Premises-Lösung zur Verfügung. Die Anwendungen sind zudem auf jedem mobilen Endgerät verfügbar. Auf der Website stehen Webinare, Reportings und E-Books zur Verfügung. Dazu kann eine Demo angefordert werden. Preise lassen sich direkt auf der Plattform erfragen.

Kumulos

Was ist Kumulos?

Kumulos unterstützt Marketing-Teams bei der Umsetzung von Push-Benachrichtigungen und In-App-Nachrichten. Mit der Software können Marken die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt an ihre Zielgruppe verschicken. Zu den Zielen gehören die Stärkung der Kundenbindung, das Engagement der Fans zu fördern sowie die Besucherzahlen in Einzelhandelsgeschäften zu erhöhen. Die Preispakete sowie eine Demoversion können auf der Homepage angefragt werden.

Qubit

Was ist Qubit?

Bei Qubit handelt es sich um eine Kundenanalyseplattform, die sich in erster Linie an die Branchen Luxus, Mode, Fluggesellschaften, Online-Wetten, Kosmetik, Schönheit, Reisen und Tourismus richtet. Die Plattform nutzt maschinelles Lernen und hilft Unternehmen dabei, Kund:innen besser zu verstehen, zu identifizieren und zu beeinflussen. Über die Homepage kann ein Demo angefordert sowie weitere Informationen angefragt werden.

Mehr über Website-Personalization Software & Tools im Vergleich

Website-Personalization-Tools-Definition: Was ist Website-Personalization-Software?

Die Strategie der Website-Personalisierung wird von Marketer:innen eingesetzt, um einzigartige Online-Erlebnisse zu schaffen. Diese können auf unterschiedliche Weise ausgerichtet sein – von maßgeschneiderten Empfehlungen über dynamische Inhalte bis hin zu exklusiven Funktionen.

Das Hauptziel der Website-Personalisierung besteht darin, das Benutzererlebnis zu verbessern. Das geschieht dadurch, dass genauestens, sprich personalisiert, auf die Bedarfe und Wünsche der einzelnen Kundentypen eingegangen wird – schon bevor jene diese äußern. Wer etwa ein Lieblingscafé hat und dort vielleicht schon beim Eintreten in den Laden seine bevorzugte Kaffeevariante serviert bekommt, kennt das positive Gefühl, das mit einem personalisierten Service vermittelt wird, nur zu gut. Genauso fühlt sich die Personalisierung idealerweise auch in der Online-Welt an.

Bis vor einigen Jahren war es für Marketer:innen sehr zeitaufwendig und mühsam, für alle Benutzer:innen eine direkte Personalisierung vorzunehmen. Es gab zwar Tools, die Verantwortliche bei ihrer Arbeit unterstützten, aber kaum Lösungen, die entsprechende Aufgaben präzise und in großem Umfang selbstständig erledigen konnten. Wenn doch, waren solche Programme sehr kostenintensiv. Gut ausgestattete Helfer sind auch heute noch keinesfalls Schnäppchen, aber für die meisten Betriebe erschwinglich. Tatsächlich kann aus einer immer größeren Zahl von teils sehr gut ausgestatteten und dabei preiswerten Website-Personalization-Tools gewählt werden.

Weshalb sollten Unternehmen ein Website-Personalization-Tool einsetzen?

Website-Besucher:in ist nicht gleich Website-Besucher:in. Internetnutzer:innen haben individuelle Voraussetzungen sowie Bedürfnisse oder Herausforderungen, die sie unter anderem durch den Besuch spezifischer Webpräsenzen zu lösen hoffen. Es ist für Website-Betreiber:innen heute essenziell, die damit verbundenen Erwartungen möglichst umfassend zu erfüllen.

Interessenten wie bestehende Kund:innen bevorzugen Unternehmen, die ihre Anforderungen wirklich verstehen. Sie schrecken nicht davor zurück, sich anderswo umzusehen, wenn sie das Gefühl haben, dass eine Marke lediglich eine offensichtliche One-fits-all-Website bietet. Ein Website-Personalization-Tool kann maßgeblich dazu beitragen, diese potenzielle Abwanderung zu verhindern. 

Die nachfolgenden Zahlen sprechen in diesem Zusammenhang Bände:  * 90 Prozent der Marketer:innen sind davon überzeugt, dass Personalisierung die Rentabilität ihres Unternehmens deutlich steigert – Google.

  • 91 Prozent der Kund:innen kaufen lieber und wiederholt bei Marken, die ihr Einkaufserlebnis personalisieren – Accenture.

  • 83 Prozent der Nutzer:innen sind der Abgabe ihrer Daten wohlgestimmt, wenn sie dazu verwendet werden, ein personalisiertes Einkaufserlebnis zu schaffen – Accenture.

*Weit mehr als 50 Prozent der Marketer:innen haben eine Steigerung der Conversion-Raten durch Personalisierung festgestellt – Statista.

  • 31 Prozent von ihnen beobachteten einen Anstieg des E-Commerce-Umsatzes im Zuge der Personalisierung – Statista. Personalisierung-Software verringert aber nicht nur die Kundenabwanderung, sondern erhöht auch die Kundenzufriedenheit. Das führt in der Regel zu mehr Umsatz und kann schließlich langfristig starke Geschäftsbeziehungen bringen.

Wie funktionieren Website-Personalization-Tools?

Verschiedene Personalization-Tools können durchaus unterschiedliche Funktionsansätze haben. Diese resultieren unter anderem aus ihrer grundlegenden Ausrichtung. So gibt es Personalisierungs-Anwendungen als Teil von umfangreichen Analytics-Programmen, eigenständige SaaS-Lösungen, Personalization-Features als Online-Dienste oder als Elemente bzw. Add-ons von Content-Management-Systemen und personalisierungsfähige Marketing-Automation-Programme.

Sie alle haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie verwenden Nutzerdaten, um Personalisierungen weitgehend automatisiert auszuspielen.

Im Fall der Website-Personalization werden entsprechende Tools gemeinhin in eine bestehende Software-Architektur und einen daraus resultierenden Datenpool integriert. CRM-Systeme, Tracking-Tools, User-Identification-Anwendungen und/oder Marketing-Suiten sind in der Lage, eine enorme Masse an Nutzerinformationen zu erfassen. Diese bilden die Basis für die Prozesse eines Website-Personalization-Tools.

Bei den eingespeisten bzw. aus den anderen Systemen abgefragten Daten handelt es sich um demografische, psychografische, geografische oder verhaltensbezogene Informationen und weitere Formate. Sie werden über die Website-Personalization-Software interpretiert und schließlich in individualisierte Online-Erfahrungen umgewandelt. Letztere zeigen sich insbesondere in maßgeschneidertem Content. Aber auch andere Personalisierungen, wie einzeln abgestimmte Layouts, spezielle Funktionen oder sogar eine genaue Ansprache des jeweiligen Users, sind möglich.

Bei der Auswertung der Daten für die Personalisierung kommt bei Website-Personalization-Tools nicht selten künstliche Intelligenz (KI) bzw. Machine-Learning zum Einsatz. Dennoch muss derartiger Software nach, wie vor – zumindest zu Anfang - durch eine Konfiguration geholfen werden, die richtigen Personen zu fokussieren bzw. die idealen Daten zu nutzen.

Welche Vor- und Nachteile bietet Personalisierung-Software?

Einige klare Vorzüge von Website-Personalization-Tools sind bereits angeklungen. An dieser Stelle werden nun die zentralen Benefits im Detail zusammengefasst.

  • Relevante Produktempfehlungen: Der größte Vorteil der Website-Personalisierung liegt in der damit gegebenen Möglichkeit einer absolut relevanten Produktempfehlung. Auf der Grundlage der Daten der Nutzer:innen bzw. Kund:innen können Commerceler:innen bedarfsgerechte und zeitlich genau passende Empfehlungen für den nächsten Kauf aussprechen. Retargeting-Anzeigen sind eine hervorragende Möglichkeit, zukünftige Kaufanliegen vorwegzunehmen. Anhand der von diesen Werbekampagnen gelieferten Engagement-Informationen können zum Beispiel automatisch und personalisiert bestimmte Artikel auf der Startseite der Website eingeblendet werden.

  • Besseres Verständnis von Kund:innen und Kundenbindung: Wenn Marketer:innen ihre Kund:innen optimal verstehen, können sie ihnen ein besseres Online-Kauferlebnis bieten. Ein guter Startpunkt ist die Entwicklung von Buyer-Personas für die häufigsten Kund:innen. Danach kann mit dem IT-Team bzw. mit den Verantwortlichen für die Website-Personalization-Software damit begonnen werden, die Lösung auf die verschiedenen Personas auszurichten. Je individueller die Personalisierung erfolgt, desto mehr Potenzial besteht für eine intensive Kundenbindung. Des Weiteren fallen bei der Ausspielung und der Nutzung von Personalizations abermals Nutzerdaten an. Diese sind genauer einzelnen Personen zuzuordnen, all es jede Buyer-Persona ermöglicht. Somit können die eigenen Zielkund:innen umso umfassender kennengelernt werden.

  • Erhöhte Verweildauer auf der Website: Es liegt in der menschlichen Natur, Dingen, die uns persönlich ansprechen und wirklich interessieren, tendenziell eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Das gilt auch im geschäftlichen Rahmen. Unternehmen haben durchschnittlich nur acht Sekunden Zeit, bevor diese Aufmerksamkeit nachlässt. Es gilt also für maximale Erfolge möglichst schnell und zielführend höchst personalisierte Webangebote zu vermitteln. Gelingt dies, steigt die Verweildauer auf den eigenen Seiten erheblich. Diese Website-Kennzahl haben Markter:innen normalerweise sehr genau im Auge. Sie bedeutet zumeist erhöhtes Potenzial für Engagement und Conversions. Nicht zuletzt ist sie überaus SEO-relevant. Google und Co. leiten daraus nämlich eine große Relevanz für die jeweilige Zielgruppe ab. Das wiederum begünstigt ein gutes Ranking.

  • CTAs und Landingpages mit hoher Konversionsrate: Die Möglichkeit, über Website-Personalization-Tools die Conversion-Rate anzuheben, wurde bereits angesprochen. Gerade für Landingpages ist eine hohe Rate erfolgsentscheidend. Wird angepeilten Conversions hier lediglich sporadisch nachgekommen und sind CTAs kaum ausschlaggebend, verfehlen solche Seiten ihre Kernintention. BCG fand heraus, dass Unternehmen, die hoch personalisierte Landingpage-Erlebnisse schaffen, nicht nur tendenziell starke Conversion-Rates verzeichnen, sondern auch eine Umsatzsteigerung von mindestens sechs Prozent schaffen können. Das ist ein mehr als ordentliches Plus, aber bei genauerer Betrachtung nicht verwunderlich. Denn natürlich zeigen sich Menschen eher bereit, bestimmte Aktionen auszuführen, wenn diese genau auf ihre zum jeweiligen Zeitpunkt vorliegenden persönlichen Bedarfe ausgerichtet sind.

Die bis hierher genannten Vorteile sind zweifelsohne gewichtig. Dennoch können auch bei der Nutzung eines Website-Personalization-Tools gewisse Nachteile - oder eher Schwierigkeiten - auftreten. Zwei typische Herausforderungen sind folgende.

  • Skalierbarkeit der Leistung: Wenn Unternehmen ihre Website personalisieren, bedeutet dies einen erhöhten technischen Aufwand. Alleine die Bereitstellung der nötigen Rechenleistung und das Zwischenspeichern entsprechend dynamischer Websites sind für herkömmliche Serverumgebungen mitunter ein Problem. Wer hier nicht auf eine optimale technische Basis zurückgreifen kann, macht bei personalisierten Websites fast immer einen Kompromiss zwischen Leistung und Geschwindigkeit. Das wiederum kann die Güte der User-Experience und schließlich die der Customer-Experience erheblich schmälern.

  • Datenschutz: Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat die Regeln, wie mit Online-Nutzerdaten umgegangen werden darf, und die bei Nichtbeachtung drohenden Strafen noch einmal verschärft. Die DSGVO verlangt unter anderem eine ausdrückliche Zustimmung von Website-Besucher:innen zur Nachverfolgung und Speicherung ihrer Daten - dies gilt auch für Personalisierungs-Zwecke. Die Einholung dieser Einwilligung ist nicht unbedingt Teil einer Website-Personalization-Software. Somit besteht eine erhöhte Gefahr, sie zu vergessen und dann womöglich rechtlich belangt zu werden. Auch die Speicherung der Daten ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema. Unternehmen sollten daher unbedingt auf ein Tool setzen, das in puncto Datenschutz möglichst breit und ganz im Sinne der DSGVO aufgestellt ist.

Wie wählt man das passende Website-Personalization-Tool aus?

Es gibt mittlerweile tatsächlich eine große Auswahl an Web-Personalisierung-Tools. Neben speziellen Anwendungen für die Personalisierung von Websites sind unter anderem auch Programme für die E-Mail- oder Social-Media-Personalization auf dem Markt. Alleine im Bereich der Website-Personalization sind die Optionen riesig. Das macht es Verantwortlichen natürlich nicht leichter, die richtige Software herauszustellen. Unter der Berücksichtigung der nachfolgenden Tipps kann die Suche jedoch erheblich einfacher werden.

Exkurs – Personalization vs Customization:
Wer auf der Suche nach einer passenden Personalisierung-Software ist, sollte sich des Unterschieds zwischen Personalization und Customization bewusst sein. Erfahrungsgemäß werden die Begriffe gerne synonym verwendet. Was betreffende Softwares angeht, besteht hier jedoch ein klarer Gegensatz. Wird dieser nicht berücksichtigt, kann das den Findungsprozess einer passenden Lösung verzögern oder schlimmstenfalls sogar zur Anschaffung eines falschen Tools führen.

Der Unterschied zwischen Website-Personalisierung und Website-Customization lässt sich folgendermaßen erklären. Die Customization wird von den Benutzer:innen selbst gesteuert, während die Personalisierung vom Unternehmen kontrolliert wird. Der beliebte Dark-Mode, individuelle Chat-Räume und E-Mail-Filter sind allesamt Arten von Customizations. Sie können von (potenziellen) Kund:innen konfiguriert werden, um ihre spezifischen Bedürfnisse zu erfüllen. Die Personalisierung wird aber vom Unternehmen vorgenommen, das Daten nutzt, um Kund:innen ein besonders relevantes Online-Erlebnis zu bieten.

Persönliche Anforderungen definieren
Um die beste Technologie für das eigene Unternehmen auswählen zu können, müssen Verantwortliche zunächst wissen, welche Anforderungen sie damit bedienen möchten. Was ist das Ziel? Was soll bis wann erreicht werden? Welche Probleme sind zu lösen? Vor der Entscheidung für eine Personalisierungs-Plattform gilt es zunächst diese Fragen zu beantworten. Entsprechende Antworten bilden die Basis für alle folgenden Schritte.

Weiterhin muss schon frühzeitig klargestellt sein, welche Voraussetzungen in puncto Omni-/Cross-Channel-Personalisierungs-Funktionen das Website-Personalization-Tool mitbringen sollte. Heute ist es sinnvoll, möglichst viele der verwendeten Kanäle zu personalisieren. Darüber hinaus sind Bedarfe zur Kundensegmentierung einzubeziehen (firmenbezogen, verhaltensbezogen, technografisch, psychografisch, demografisch, geografisch usw.). Eine weitere frühzeitig zu klärende Frage ist, ob die Lösung prädiktive oder regelbasierte Personalisierungs-Möglichkeiten bieten sollte.

Umfang der Prozesse feststellen
Der nächste Schritt fokussiert die Definition des Prozessumfangs in Bezug auf Größe, Komplexität und Geschäftsziele. Einzelne Personalisierungs-Vorgänge brauchen unterschiedliche Ressourcen und Funktionen eines bestimmten Tools. Diese sind wiederum mit weniger oder mehr Kosten verbunden. Deshalb ist es wichtig, den Umfang der Prozesse möglichst genau zu beschreiben.

Kleinere Vorgänge erfordern oft weniger anspruchsvolle Personalisierungs- und/oder Segmentierungstechnologien und können schneller durchgeführt werden – mit relativ wenig Budget. Mittelgroße Projekte sind im Allgemeinen mit einem höheren Maß an technologischem Engagement verbunden. Sie verlangen für eine hinreichende Effizienz mächtigere Personalisierungs-Funktionalitäten und mehr Ressourcen im Hintergrund. Breitere Integrationen mit anderen Plattformen sind ebenfalls typisch. Bei komplexen Prozessen sind für Verantwortliche häufig zahlreiche unterschiedliche Personalisierungen zu organisieren. Daher muss auch der betreffende technische Stack auf einem hohen Niveau sein. Hier ist der Einsatz von KI und Machine-Learning die Regel.

Zeit bis zur Einsatzbereitschaft abwägen
Personalisierung-Tools unterscheiden sich auch darin, wie lange es dauert, bis sie voll einsatzbereit sind. Einige Lösungen können sofort genutzt werden, während andere mitunter mehrere Monate benötigen, um sie durch Kodierungs- und Designprozesse zu implementieren.

Auf dem heutigen wettbewerbsintensiven Markt ist es entscheidend, dass Unternehmen die Personalisierung schnell umsetzen, damit sie nicht von ihrer Konkurrenz abgehängt werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte das Website-Personalization-Tool unbedingt eine möglichst kurze „Time-to-Market“ haben.

Skalierbarkeit checken
Es braucht mehr als nur eine gute Idee und irgendein Website-Personalization-Tool, um erfolgreich zu werden. Auch die Ressourcen im Hintergrund bzw. in der Hinterhand sollten stimmen. Dazu gehören Technologien, die schnell skaliert werden können, um auf eventuelles Wachstum zu reagieren und ebenso mit den sich ändernden Marktanforderungen schrittzuhalten.

Wer ein schnelles Wachstum prognostiziert, sollte sicherstellen, dass die gewählte Personalisierungs-Lösung möglichst flexibel und schnell skalierbar ist. So kann der vielleicht rapide steigende Bedarf an Personalisierungen sicher bewältigt werden. Neue Funktionen sind prompt zu ergänzen oder aber nicht mehr gebrauchte abzustoßen.

Sicherheit gewährleisten
Sicherheit – und vor allem Datenschutz - sind weitere Faktoren, die bei der Auswahl einer Personalisierung-Software unbedingt berücksichtigt werden sollten. Manche Unternehmen betrachten dieses Thema im Vergleich zu anderen Prioritäten immer noch als nachrangig.

Durch das Inkrafttreten der DSGVO werden Firmen jedoch immer stärker in die Pflicht genommen, Kundeninformationen vor unbefugtem Zugriff bzw. Offenlegung zu schützen. Wer hier nachlässig ist und deshalb Daten verliert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Somit ist es überaus wichtig, eine Lösung zu wählen, die der Datenschutzgrundverordnung nachkommt. Auf der sicheren Seite ist man hier natürlich mit Website-Personalization-Tools aus Deutschland oder Europa.

Was kosten Personalization-Tools?

Die Preise für Website-Personalisierung-Software gestalten sich sehr unterschiedlich. Von wenigen Euros monatlich bis hin zu 1.000 Euro und mehr besteht eine enorme Spanne.

Die günstigsten Lösungen sind oft Add-ons bzw. Plug-ins für CMS- oder E-Commerce-Plattformen. Hier werden relativ simple Aspekte der Personalisierung abgedeckt, wie zum Beispiel spezielle Angebote oder Produktempfehlungen für bestimmte Nutzergruppen auf Basis einer einfachen Logik. 

Teurere Lösungen verfügen über ein breiteres Spektrum an Personalisierungs-Funktionen. Sie ermöglichen anspruchsvolle Segmentierungen, Eins-zu-eins-Personalisierungen, Tests und Analysen. Dabei lassen sie sich mit anderen Systemen integrieren und ziehen hilfreiche Daten aus diesen.

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