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Marktsegment

Pricing Software & Tools im Vergleich

Mithilfe von Pricing-Tools definieren, managen und analysieren Unternehmen Preisstrategien für ihre Produkte und Dienstleistungen. Obwohl Preise in der Regel zunächst in ERP- und CRM-Lösungen erstellt werden, können Vertriebsteams mithilfe der flexiblen Funktionen von Preismanagement-Softwares kundenspezifische Preise sowie Rabatte oder Nachlässe festlegen. Pricing-Software bietet Datenanalyse-Funktionen, mithilfe derer Unternehmen die Auswirkung ihrer Preisstrategien auf die Rentabilität von Verkäufen nachvollziehen. Basierend auf den Analysen können Unternehmen die Profitabilität Ihrer Verkäufe optimieren, in dem sie ihre Abschlussraten und Margen steigern. Deshalb werden die Lösungen auch häufig als Pricing-Optimization-Softwares bezeichnet. Pricing-Lösungen bieten die Möglichkeit, initiale Preislisten sowie Dynamic-Pricings für bestimmte Verkaufsszenarien zu erstellen.

Zu gängigen Integrationen von Pricing-Management-Tools gehören CRM-Systeme, ERP-Softwares, E-Commerce-Plattformen und CPQ-Lösungen. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich Preisgestaltungssoftwares mit CRM- und ERP-Systemen integrieren lassen, da es sich bei diesen Softwarelösungen um die wichtigsten Preisdatenbanken handelt. Durch diese Integrationen können Preisinformationen mit allen an einem Verkaufs- und Verhandlungsprozess beteiligten Parteien, wie Kund:innen, Vertriebsleiter:innen und weiteren, ausgetauscht werden.

Pricing-Softwares müssen demnach Funktionen bieten, mit denen Sales-Mitarbeiter:innen individuelle Preise für einzelne Kund:innen oder Kundenkategorien anlegen können. Dabei sollten sie Faktoren wie Volumen, Zahlungsbedingungen, Vertragsbedingungen, Kundenwert, Verkaufszielen, Zielsetzungen oder ähnliches berücksichtigen. Des Weiteren sollten sie diverse Preisfindungsmethoden, wie beispielsweise die nachfrageorientierte Preisgestaltung enthalten. Pricing-Lösungen sollten zudem Analysen liefern, die Vertriebsmitarbeiter:innen darin unterstützen, auf Grundlage der zuvor genannten Kriterien die beste Preisstrategie zu bestimmen. Außerdem sollte durch die Analysefunktionen einer solche Software die Einschätzung der Profitabilität von einzelnen Verkäufen, Produktlinien oder Kundenkategorien ermöglicht werden.

Quoter

Was ist Quoter?

Quoter ist eine cloudbasierte Angebotsplattform, die sich an MSPs, VARs und ISVs richtet. Das vorlagenbasierte System automatisiert den CPQ-Prozess, sodass Mitarbeiter:innen Angebote erstellen können. Nahtlose Integration mit PSAs, ConnectWise, Autotask und Kaseya können über Quoter getätigt werden. Weiterhin sind Integrationen für CRMs, Distributoren, Tech Data und Buchhaltungstools wie Xero und Quickbooks Online möglich. Die Plattform stellt Cross-Selling- und Up-Selling-Services zu Verfügung. Integrationen speziell für IT-Dienstleister:innen sind ebenso auf der Plattform erhältlich. Kundendaten werden dabei automatisch aus dem PSA oder CRM ausgefüllt. Die Kosten starten im Basis-Paket bei 99 Euro monatlich. Dazu kann auf der Website der Plattform eine Demoversion angefordert werden.

PriceEdge

Was ist PriceEdge?

PriceEdge ist eine All-in-One Pricing-Platform. Die PriceEdge PO&M-Plattform vereint alle Preisgestaltungsaktivitäten an einem Ort. Enthalten sind dabei unter anderem die Verfolgung von Wettbewerberpreisen über KI-gesteuerte Preisoptimierungen, Preismanagement und Preisanalysen. Die Plattform bietet eine REST-API, mit der Informationen zwischen Systemen und PriceEdge ausgetauscht werden können. PriceEdge ermöglicht, Preisstrategien aus den eigenen Bibliotheken von PriceEdge zu wählen, oder eigene Strategien innerhalb der Plattform zu erstellen. PriceEdge stellt eine Reihe von Add-ons zur Verfügung, die gegen eine zusätzliche Gebühr dem Konto hinzufügen werden können. Die Kosten starten bei 990 Euro monatlich.

Feedvisor

Was ist Feedvisor?

Feedvisor ist eine “AI-first” Optimierungs- und Intelligenzplattform für große Verkäufer und Marken auf Amazon. Feedvisor nutzt Datenintelligenz und automatisierte Maßnahmen in einer Plattform, um den Erfolg von Verkäufer:innen an jedem E-Commerce-Touchpoint zu messen. Das Unternehmen verfügt über eine patentierte Pricing-Technologie.
Angetrieben von KI reagiert der Repricer von Feedvisor in Echtzeit auf dynamische Marktbedingungen. Für Marken und Handelsmarken identifiziert die Pricing-Technologie ProductSphere™ von Feedvisor direkte und indirekte Konkurrenz auf Produktebene und optimiert die Preise gemäß von Geschäftszielen. Dazu kann über KI-gestützte Benutzeroberflächen auf Echtzeitanalysen zugegriffen und KPIs wie Rentabilität auf SKU-Ebene über Dashboards identifiziert werden. Feedvisor kann 60-Tage kostenlos genutzt werden. Preise lassen sich auf der Website des Tools anfragen.

PriceLabs

Was ist PriceLabs?

PriceLabs ist ein Tool für die Verwaltung von Einnahmen in der Ferien- und Kurzzeitvermietungsbranche. Ein datengesteuerter Ansatz, Automatisierungsregeln und Anpassungen zur Verwaltung von Preisen und Aufenthaltsbeschränkungen helfen Ferienvermieter:innen, ihre Einnahmen zu steigern und dabei Zeit zu sparen. Mit Integrationen in einer wachsenden Liste von Kanälen und Immobilienverwaltungssystemen ist automatisiertes Revenue Management möglich. Dynamische Preistools sind unter anderem für Airbnb, VRBO und Host away erhältlich. Das Tool kann 30-Tage kostenlos genutzt werden. Portfolioanalysen sind kostenlos erhältlich. Die Preise für dynamische Preisgestaltungen starten bei 19,99 $ monatlich.

Price2Spy®

Was ist Price2Spy®?

Price2Spy ist ein KI-basiertes Tool zur Online-Preisüberwachung, Preisanalyse und dynamischen Preisgestaltung für Einzelhandelsunternehmen jeder Größe, Hersteller/Marken und Distributoren. Price2Spy ist in der Lage, Websites zu überwachen, die so aufgebaut sind, dass sie vor Überwachungsanwendungen geschützt sind. Über das Tool können Einblicke in die Preisgestaltung der Konkurrenz getätigt werden. Die Haupteigenschaften der Plattform sind Preisvergleich, Preisänderungswarnungen, Berichterstattung & Preisanalyse, intelligentes Spinnen und API-Integrationen. Price2Spy kann 30-Tage kostenlos getestet werden. Die Price2Spy Basic-Preispläne starten bei 23,95 $ monatlich.

Netrivals

Was ist Netrivals?

Netrivals ist eine Preisintelligenz- und Marktanalyselösung für E-Commerce-Unternehmen und Marken in Wettbewerbssituationen.
Die Plattform bietet einen umfassenden Überblick über den Markt durch die Analyse von Wettbewerbspreisen. Informationen können genutzt werden, um effektivere Preisentscheidungen zu treffen und um Verkäufe und Einnahmen zu steigern. Die Pläne von Netrivals beinhalten,
Marktanalysen, ipps für die Wettbewerbsüberwachung, Zugriff auf eine echte Netrivals-Umgebung und Google Shopping Feed Optimierung. Preise können auf der Website des Tools über eine Terminbuchung erfragt werden.

Minderest

Was ist Minderest?

Minderest bietet Preisüberwachung und Preisoptimierung an. Mit Price Intelligence, können intelligente Preis- und Konkurrenzanalyse im eigenen Dashboard mit historischer Entwicklung und Tendenzen eingesehen werden. Das Tool bietet zudem eine MAP & UVP Überwachung. Überprüfung der UVP bei den Händler:innen und Aufdeckung von Verstößen durch Identifizierung der Verkäufer:innen ist somit möglich. Bedarfsweise können Pricingdaten über die API des E-Commerce für Händler:innen und Hersteller:innen angefordert werden. Das Unternehmen richtet sich an Retailers und Hersteller:innen. Auf der Website des Tools steht eine Demoversion zur Verfügung. Preise lassen sich auf der Website anfragen.

Wheelhouse

Was ist Wheelhouse?

Wheelhouse ist eine Ertragsmanagement-Software für die Kurzzeitvermietungsbranche. Die Software bietet neben dynamischer Preisgestaltung, Insights und personalisierte Strategien, einen All-in-one-Ansatz. Eine vollständige Integration mit Airbnb, TripAdvisor und anderen Anbietern ist möglich. Wheelhouse bietet über Partnerschaften auf der ganzen Welt, hyperlokale Einblicke in 540+ Märkte auf sechs Kontinenten. Wheelhouse stellt Videos und Reviews von Nutzer:innen zur Verfügung. Die Software kann kostenlos getestet werden. Wheelhouse Pro startet bei 19,99 $ monatlich.

PREIS.DE

Was ist PREIS.DE?

PREIS.DE ist eine Preissuchmaschine, die es ermöglicht, Preise für Produkte zu finden. PREIS.DE liefert unter anderem Preise für Haus, Garten & Tierbedarf, Elektronik & Computer, Freizeit und Mode. PREIS.DE bietet dazu Produktdetails und -beschreibungen, zu allen Produkten an. Ebenso zahlreiche Produktbewertungen und Testergebnisse. Als zusätzlichen Service stellt die Plattform Kauftipps und Ratgeber zur Verfügung. PREIS.DE ist als App verfügbar und ist SSL-verschlüsselt. Eine eigene Shopanmeldung ist auf PREIS.DE ebenso möglich. Voraussetzungen für eine Listung bei PREIS.DE können auf der Website eingesehen werden.

Pricefx

Was ist Pricefix?

Pricefix ist eine Software, die SaaS-Lösungen für Preismanagement und CPQ bietet. Das cloudbasierte Tool unterstützt den Handelsprozess von Unternehmen durch Controlling, Preisstrategien sowie durch Preisgestaltungen. Dabei berücksichtigt das Tool die Größen der Handelsunternehmen sowie deren geografischen Lage, um explizite Preisgestaltungen zu gewährleisten. Bereiche, wie Rabattmanagement oder Preisanalysen, werden ebenfalls umfasst. Das Tool macht es sich zum Ziel, durch Configure-Price-Quote-Funktion, Preissimulationen und Kalkulationen Angebotserstellungen zu verbessern. Eine Demoversion ist auf der Website der Software zu finden.

Vendavo

Was ist Vendavo?

Vendavo ist ein CPQ-Tool für B2B-Unternehmen zur Verbesserung der Preisgestaltung und des Vertriebs. Die Software fokussiert sich auf Preisanalysen, Preismanagement und -Optimierung. Ziel des Unternehmens aus Colorado ist es, durch das Tool den Gewinn und die Leistung ihrer Kund:innen zu steigern. Dies soll unter anderem durch die Features Deal-Price-Guidance, Margin-Bridge-Analyzer oder Commercial-Analytics gewährleistet werden. Eine Demo kann auf der Website der Software angefordert werden.

Zilliant

Was ist Zilliant?

Zilliant ist eine cloudbasierte Preis- und Vertriebssoftware, die ihre Nutzer:innen im Vertriebsprozess unterstützt.
Das Unternehmen aus Texas fokussiert sich dabei unter anderem auf Preis-Optimierungen, Preismanagement, B2B-Services oder automatisierte Verhandlungen. Die Data Science Plattform hilft den Nutzer:innen beispielsweise dabei, Herausforderungen aus den Bereichen Kosten, Category-Management oder Inventar zu lösen. Ziel ist es, den Return-of-Investment (ROI) durch die Preisoptimierungs-, Management- und Vertriebssteuerungssoftware zu steigern. Auf der Website des Tools kann eine Demoversion angefragt werden.

Prisync

Was ist Prisync?

Prisync ist eine Software zum Price Tracking und Monitoring von Wettbewerbern, die 2013 gegründet wurde. Dafür geht die Software in drei Schritten vor: Zunächst werden die eigenen Produkte sowie die Wettbewerber in das System hinzugefügt. Danach kann in dem Dashboard der Markt auf Preisänderungen und vergangene Trends untersucht werden. Abschließend können die Informationen aus dem Tool zur Erhöhung des Marktanteils und der Wettbewerbsfähigkeit verwendet werden. Kund:innen können zwischen den drei Tarifen Professional, Premium und Platinum wählen, die mit zusätzlichen Extras wie API Access oder Mail Reportings ausgestattet sind. Der Professional Tarif startet ab $59 im Monat. Jeder Tarif kann zunächst für 14 Tage kostenlos getestet werden.

Smart Pricer

Was ist Smart Pricer?

Die Preisoptimierungs-Lösung Smart Pricer fokussiert laut eigener Aussage die Unterhaltungsindustrie und bietet Dynamic-Pricing für Kino, Sport und andere entsprechende Bereiche. Die Software gibt automatische Preisempfehlungen auf Basis der Analyse von Kundendaten aus. Dabei werden Nachfragemuster analysiert und automatische Nachfrageprognosen ausgegeben, um Nutzern:innen die Gelegenheit zu bieten, ihr Produktangebot effizient zu optimieren. Das 2015 gegründete gleichnamige Berliner Unternehmen sieht die Zukunft der Preisgestaltung in Big-Data und verwendet diese für seine Dienste. Preise zu Letzteren gibt es auf Anfrage. Den Start markiert eine kostenlose Erstberatung, bei der im Kern die jeweiligen Business-Ziele und die Basisanforderungen thematisiert werden.

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Pricing-Tools-Definition: Was ist Pricing-Software?

Pricing-Tools werden grundsätzlich dazu genutzt, den optimalen Preis für Produkte zu bestimmen. Deshalb bezeichnet man sie auch als Price-Optimization-Software. Entsprechende Lösungen bieten verschiedene Funktionen, welche Vertriebsteams insbesondere die Möglichkeit geben, kundenspezifische Preise sowie Rabatte und Nachlässe festzulegen. Pricing-Tools beinhalten normalerweise Datenanalysefunktionen, mit denen die Auswirkungen von Preisstrategien auf die Rentabilität des Vertriebs verfolgt werden können. Letztendlich wird es Unternehmen somit ermöglicht, die Gewinnquoten bzw. die Margen ihrer Geschäfte zu erhöhen.

Weshalb sollten Unternehmen ein Preisanalyse-Tool einsetzen?

In nahezu jedem Bereich gibt es heute eine große Auswahl an Alternativen für Produkte, die ein und dasselbe Anliegen bedienen. Auf dem Online-Markt können (potenzielle) Kund:innen dabei enorm schnell und einfach Kosten vergleichen. Sie entscheiden sich in aller Regel schließlich für die Lösung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Für Unternehmen bedeutet dies eine erhöhte Relevanz einer flexiblen, kundenpräzisen Preisgestaltung. Eine entsprechende Preiskontrolle kann vielerorts nur noch mithilfe von spezifischen Technologien erfolgen. Denn nicht selten geht es in Onlineshops um hunderte oder tausende Angebote, deren Preise Verantwortliche optimal ausrichten müssen. Dies händisch zu erledigen, wäre kaum möglich, in jedem Fall aber höchst ineffizient.

Eine Preismanagement-Software unterstützt Verantwortliche bei entsprechenden To-dos. Mithilfe solcher Programme ist es möglich, verschiedene Preisaktionen zu organisieren, zu tracken und sogar zu automatisieren. Sie erlauben eine marktgenaue Festlegung von Preisen, ohne Margen zu verlieren. Der Aufwand ist dabei im Allgemeinen verschwindend gering.

Wie funktionieren Pricing-Tools?

Wie Pricing-Tools funktionieren, hängt selbstverständlich davon ab, welche Features sie mitbringen. Eine Preisoptimierung-Software kann sehr viel mehr bereitstellen, als „nur“ das Führen einer Liste von Verkaufspreisen der jeweils angebotenen Produkte. Entsprechende Lösungen bieten zeitnahe, automatisierte Aktualisierungen, unterstützen Sonderfälle und liefern Einblicke in die Preisentwicklung. Dabei sind folgende Funktionen typisch:

  • Benutzerdefinierte Preisgestaltung: Pricing-Software beinhaltet immer Funktionen, mit denen Vertriebsmitarbeiter:innen benutzerdefinierte Preise für einzelne Kund:innen bzw. Kundenkategorien festlegen können. Das geschieht im Regelfall auf der Grundlage von spezifischen Faktoren, wie Volumen, Nachfrage, Zahlungsvoraussetzungen, Vertragsbedingungen, Kundenwert und/oder Verkaufszielen.

  • Optimierung der Preisgestaltung: Pricing-Tools bieten im Allgemeinen Analyse-Tools, die den Vertriebsmitarbeiter:innen dabei helfen, die beste Preisgestaltungsstrategie zu ermitteln. Grundlage dafür sind die bereits oben genannten Faktoren. Dabei helfen sie dem Vertrieb bei der Einschätzung der Rentabilität jedes Verkaufs, jeder Produktlinie, jeder Kundenkategorie usw.

  • Integrationen: Pricing-Tools sind oftmals mit anderen kundenspezifischen Lösungen, wie einem ERP- und/oder CRM-System, integrierbar. Auch E-Commerce-, CPQ- und Retail-Software können normalerweise angeschlossen werden. Somit wird ein ganzheitlicherer Preisgestaltungsprozess ermöglicht. Entsprechende Strategien können unmittelbar und mithilfe zahlreicher Daten umgesetzt werden. Durch die Integration mit einem CRM kann Preismanagement-Software beispielsweise ein individuelles Angebot erstellen und die Informationen automatisch in das jeweilige CRM eingeben.

  • Strategische Unterstützung: Einige Preisgestaltung-Tools sind speziell auf die Optimierung von Gewinnspannen bzw. die diesbezügliche Automatisierung von Preisaktualisierungen ausgerichtet. Derartige Vorgänge werden je nach Marktbedingungen ausgelöst. Alternativ basieren sie auf der Analyse von Kundendaten. Kernziel ist es hierbei, zu verhindern, dass Unternehmen Zeit und Geld für Waren oder Dienstleistungen verschwenden, die sich nicht verkaufen. Durch die Quantifizierung von entsprechenden Informationen kann eine Software es Firmen ermöglichen, ihr Geschäft besser auf ihre Kund:innen auszurichten. Andere Betriebe – typischerweise Unternehmen, die Produkte herstellen – konzentrieren sich mehr auf die Kostenmodellierung und die Bereitstellung von Kostentransparenz. Dies kann einer Marke dabei helfen, die Preisstruktur unmittelbar vorherzusagen und so dem Vertriebsteam einen Vorsprung zu verschaffen.

  • Unterstützung mehrerer Währungen: Einige Pricing-Tools bieten eine Unterstützung für mehrere Währungen. Eine solche Funktionalität ermöglicht es Unternehmen, die international tätig sind, auch für das Ausland einfach und effizient Preise zu organisieren.

  • Mitbewerberanalysen: Immer mehr Unternehmen müssen sich in stark umkämpften Märkten behaupten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Preise der Konkurrenten im Auge zu behalten. Manche Pricing-Tools-Software verfügt dafür über Funktionen, mit denen Verantwortliche Preisdaten von den Websites ihrer Wettbewerber:innen auswerten können. Wenn Unternehmen die Produktkosten ihrer wichtigsten Konkurrenz kennen, können sie ihre eigenen Preise logischerweise effektiver gestalten.

Welche Vor- und Nachteile bieten Pricing-Tools?

Die drei wichtigsten Vorteile von Software zur Preisgestaltung sind folgende:

  • Die Zentralisierung von Datensätzen: Der Hauptvorteil von Pricing-Tools ist für viele Unternehmen nicht die damit erzielbare Preisoptimierung an sich, sondern die Zentralisierung entsprechender Daten. Unter ihrem Einsatz besteht eine einzige Datenquelle, die täglich für verschiedene typische Aufgaben der Preisgestaltung und betreffende Analysen verwendet wird. Darüber hinaus kann Preis-Software anhand der Daten sehr hilfreich sein, um zum Verkauf stehenden Produkte oder Dienstleistungen auch abseits der bloßen Kostenkalkulation zu organisieren. So können beispielsweise Produktgruppen ermittelt werden, für die aufgrund ähnlicher Merkmale dieselben Preisspannen und Interessenten gelten. Außerdem stellen Pricing-Softwares Kundensegmente mit ähnlichem Kaufverhalten fest, an die dieselben Marketing-Kampagnen gerichtet werden. Darüber hinaus ermöglicht eine datenbasierte Automatisierung die Wiederholung von typischen Analysen, um zahlreiche interne Prozesse zu beschleunigen.

  • Preisoptimierung: Pricing-Tools bieten nützliche Preisberechnungen auf der Grundlage von Analysen. Durch den Einsatz entsprechender Analytics-Tools können Verantwortliche sowohl Potenziale als auch Verluste erkennen, ohne die üblichen monatlichen oder vierteljährlichen Zeiträume abwarten zu müssen. Die Preisstrategie ist somit überaus schnell und zielgenau zu korrigieren, was schließlich den Gesamtgewinn steigern kann.

  • Planung für Preisänderungen: Unternehmen, die eine konkrete Preisstrategie verfolgen, müssen ihren Markt in der Regel genau beobachten und die Auswirkungen von Preisänderungen, Werbekampagnen etc. vorhersehen. Dabei sind spezifische Vorhersagemodelle überaus hilfreich, die wiederum mithilfe von Pricing-Software bereitgestellt werden können. Es ist ein detaillierter Blick auf gegenwärtige Vorgänge möglich. Betreffende Informationen sind dann überaus nützlich, für die Planung von vorteilhaften Preisänderungen, einsetzbar.

Gibt es bei diesen eindeutigen Vorteilen überhaupt Nachteile? Tatsächlich können – wie bei praktisch jeder Software – auch im Zuge der Verwendung eines Pricing-Tools gewisse Herausforderungen aufkommen. Typisch sind folgende Schwierigkeiten:

  • Kosten: Eine Price-Software ist nur dann sinnvoll, wenn deren Kosten die erreichte Gewinnspanne nicht aufzehrt. Einige Preisgestaltungsprogramme bieten Standard- und Premiumversionen an. Die Premiumpakete kommen natürlich mit mehr Funktionen, sind dann aber auch teurer. Monatlich können durchaus erhebliche Mehrkosten entstehen. Demgemäß ist es sehr wichtig, den Funktionsumfang, den das eigene Unternehmen benötigt, genau abzuwägen. Verantwortliche sollten sich schließlich für eine Lösung entscheiden, die ihre Anforderungen möglichst präzise erfüllt, aber sie nicht übertrifft.

  • Integrationsprobleme: Jedes Mal, wenn eine Software mit einer anderen Software integriert werden muss, können bestimmte Probleme auftreten. Erst einmal sollte ein Pricing-Tool natürlich mit der Software-Architektur, in welche sie eingebunden wird, kompatibel sein. Aber auch dann haben unerfahrene Nutzer:innen mitunter Schwierigkeiten, sie korrekt anzuschließen. Um den Prozess möglichst einfach zu gestalten, sollte auf ein Programm mit nutzerfreundlichen Implementierungsprozessen gesetzt werden. Hilfreich können auch zusätzliche Services zur Integration, durch Fachleute des Anbieters, sein. Generell sollten Kaufinteressierte auf einen guten bzw. umfassenden Support achten.

Wie wählt man das passende Pricing-Tool aus?

Die Anschaffung einer Pricing-Software kann den Umsatz des eigenen Business stark beeinflussen und dabei eine erhebliche Investition bedeuten. Daher sind Interessierte gut beraten, eine Lösung zu wählen, die optimal zu ihren Anforderungen passt. Die folgenden fünf Faktoren bzw. Fragen sind dabei besonders zu beachten/zu beantworten.

1. Erfüllt die Preisgestaltungs-Software alle gegebenen Anforderungen?

Beim Vergleich von Preisgestaltungssoftware-Optionen sollten Interessierte von Anfang an darauf achten, dass die ins Auge gefassten Lösungen alle benötigten Funktionalitäten mitbringen. Die Features sollten möglichst präzise auf das eigene Geschäft ausgerichtet sein.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Produktions- oder ein Handelsunternehmen handelt, ist es von großem Vorteil, einen Anbieter von Pricing-Software an Bord zu haben, der über Erfahrungen in der jeweiligen Branche verfügt. Optimale Ergebnisse sind nur dann zu erzielen, wenn spezielle Bedürfnisse bestens abgedeckt werden.

Ferner gibt es spezielle Arten von Pricing-Tools, die auf bestimmte Aufgaben ausgerichtet sind. So ist es beispielsweise sinnlos, eine Preisgestaltungs-Software in Betracht zu ziehen, die sich ausschließlich auf CPQs (Configure-Price-Quote – Individual-Angebote) bezieht, wenn man ein Einzelhandelsunternehmen betreibt, das ausschließlich Standardprodukte an Kund:innen verkauft.

Die Anforderung einer kostenlosen Demoversion ist eine hervorragende Methode, um festzustellen, ob die Funktionalität der Preis-Software den eigenen Geschäftszielen entspricht. Interessierte sollten sich aber schon im Vorfeld klar darüber sein, was sie wollen und wie ihr Unternehmen von der Lösung profitiert. Außerdem gilt es sich zu vergewissern, dass alle benötigten Ressourcen (einschließlich der IT-Abteilung) verfügbar sind, um die Funktionen, die auf der Wunschliste stehen, auch maximal umzusetzen.

2. Ist die von mir gewählte Preis-Software zukunftssicher?

Verantwortliche sollten sich vor der Anschaffung eines Pricing-Tools darüber im Klaren sein, wie sich die Geschäftsziele ihres Unternehmens in den nächsten zwei bis fünf Jahren womöglich ändern könnten.

Bei der Auswahl einer Preisgestaltungs-Software ist es wichtig, dass man seine Optionen gründlich auf Erweiterungsmöglichkeiten prüft. Idealerweise wird eine Lösung gewählt, die dem eigenen Betrieb durch regelmäßige Updates und eine flexible Ausbaufähigkeit auf lange Sicht Vorteile bringt.

So kann zum Beispiel am Anfang der Nutzung eines solchen Tools eine allgemeine Verbesserung der Preisgestaltung oberste Priorität haben. In drei bis fünf Jahren, wenn sich das Unternehmen international ausbreitet, müssen aber vielleicht auch regionalisierte Preisstrategien angewendet werden.

Häufig ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, sich für eine Preis-Software zu entscheiden, die eine flexibel anpassbare Gesamtlösung darstellt. Lediglich einzelne Komponenten zu integrieren, schafft vielleicht Barrieren. Dann müssen Software-Brüche in Kauf genommen werden. Allgemein ist zu bedenken, dass es stets effizienter ist, eine Preis-Software im Laufe der Zeit zu aktualisieren, als bei erweiterten Anforderungen eine vollkommen neue Lösung anzuschaffen.

3. Kann die Pricing-Software in mein bestehendes System integriert werden?

Vertriebler:innen und andere Verantwortliche, die normalerweise mit dem Pricing-Management in einem Unternehmen vertraut sind, haben vielfältige Aufgaben zu erledigen. Wird derzeit noch keine Preisoptimierungs-Software eingesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit allerdings groß, dass andere Systeme rund um die Preisgestaltung in Verwendung sind. Vielleicht ist das Preisgestaltungs-Team überlastet, weil es stapelweise manuelle Preiseingaben in Excel-Tabellen vornimmt. Oder es leidet unter "Tool-Müdigkeit", weil es einfach zu viele Einzelsysteme zur Verfolgung von Preisen, Kunden, Regionalität, Logistik, usw. einsetzt.

Ein Preisgestaltungs-Tool kann dabei helfen, solche Defizite zu beheben. Sie ermöglicht idealerweise eine umfassende Datenintegration mit der bestehenden Software-Architektur.

Unabhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell und den individuellen Datensätzen sollten sich Interessierte überlegen, mit wie vielen anderen Systemen sie die ins Auge gefasste Lösung jetzt und in Zukunft integrieren müssen.

4. Möchte ich autark sein oder enger mit einem Anbieter-Unternehmen für Pricing-Software zusammenarbeiten?

Eine vollkommen selbstständige Abwicklung aller Vorgänge rund um die Preisgestaltung mithilfe einer Software zu erledigen, ist durch viele anwenderfreundliche Lösungen am Markt kein Problem. Unternehmen bzw. betreffende Verantwortliche können so die volle Kontrolle über ihre Abläufe und betreffende Daten behalten.

In manchen Fällen ist es allerdings durchaus sinnvoll, auf ein Programm zu setzen, zu dem der Entwicklerbetrieb eine umfassendere Unterstützung anbietet. Gerade dann, wenn wichtige personelle Ressourcen fehlen, sollte eine solche Anwendung zumindest in Betracht gezogen werden. Interessierte können hier unterschiedlichste Hilfestellungen erhalten – von einem einfachen Implementierungs-Support bis hin zu umfangreichen strategischen Vorgängen.

Kommen zusätzliche Services infrage bzw. werden sie benötigt, sollten Verantwortliche genau prüfen, wo sie bekommen, was sie brauchen. Anbieter von Preisgestaltungs-Software weisen sich normalerweise als Beratungsunternehmen aus, wenn entsprechende Möglichkeiten bestehen.

5. Passt die Kultur des Anbieters zu der meines Unternehmens?

Viele Software-Anwendungen für die Preisgestaltung sind eher für allgemeine als für spezifische Anforderungen konzipiert. Dementsprechend sollten die Organisationen dahinter einen breit aufgestellten und für viele sehr gut geeigneten Service liefern. Das bedeutet aber nicht, dass sie unbedingt alle zum eigenen Betrieb passen.

Die Erstellung von Preisen und entsprechende Daten sind durchaus kritische Angelegenheiten. Es sollte dementsprechend viel Vertrauen zugrunde liegen, damit ein Pricing-Tool ohne Sorgen voll ausgenutzt werden kann.

Was kosten Pricing-Tools?

Was ein Pricing-Tool kostet, hängt in erster Linie von folgenden Faktoren ab:

  • Die Kosten richten sich nach der Komplexität der zu erledigenden Preisbildungsprozesse.
  • Je umfangreicher und tiefer die Analytics eines Pricing-Tools sind, desto teurer wird die Lösung.
  • Produkte mit vielen und/oder flexiblen Integrationspunkten sind normalerweise relativ kostenintensiv.
  • Implementierungs-Services und andere zusätzliche Dienste sorgen für zusätzliche Kosten.

Dabei ist manche Pricing-Software sogar vollkommen kostenlos erhältlich. Hier gibt es dann normalerweise lediglich einen eingeschränkten Funktionsumfang. Besser ausgestattete Lösungen sind zwischen 50 und 100 Euro im Monat erhältlich. Ein individuell abgestimmtes Tool kann samt Implementierung schnell eine sechsstellige Investition verlangen.