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Content-Management-Systeme (CMS) Software & Tools im Vergleich

Mit einem Content-Management-System (kurz: CMS) lassen sich Texte, Videos, Grafiken und jegliche andere Form von digitalen Inhalten gemeinschaftlich auf und für Websites erstellen, bearbeiten, organisieren, veröffentlichen und darstellen. Meist arbeiten Anwendende dabei auf einer einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche, für die keine oder nur wenige Programmier- bzw. HTML-Kenntnisse erforderlich sind und in vorgefertigten Templates, die die Erstellung, den Upload und die optisch ansprechende Aufbereitung von Inhalten vereinfachen. Gleichzeitig arbeiten in der Regel mehrere Personen mit unterschiedlichen Funktionen in einem CMS, sodass Inhalte auch optimal von verschiedenen Personen bearbeitet und gemanagt werden können.

Ein Content-Management-System ist also ein einfach zu bedienendes System, um den Content für eine Website zu managen und damit die vermutlich einfachste Lösung Inhalte aus Texten und Mediadateien online zu bringen und zu verwalten. Speziallösungen aus dem Bereich und Integrationen mit Software aus anderen Bereichen können außerdem dafür sorgen, dass die mit dem CMS aufgebauten Seiten direkt auf verschiedene Faktoren optimiert sind.

Viele Content-Management-Systeme bieten Integrationen zu Shopsystemen und Marketing Softwares wie beispielsweise SEO-Tools oder Content-Marketing-Tools. Einige CMS verfügen zudem über Funktionen zum Digital-Asset-Management und Web Design.

WordPress

Was ist WordPress?

Wordpress ist eine Open-Source Software, mit der Nutzer:innen Websites, Blogs oder Apps erstellen und gestalten können. Die Lösung soll individualisierbare Designs, responsive Mobile Websites, hohe Sicherheit oder eine leistungsfähige Medienverwaltung bieten. Zudem sollen Nutzer:innen die Lösung mit über 55.000 Plugins erweitern können. Eigenen Angaben zufolge arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen mit der Lösung.

Storyblok

Was ist Storyblok?

Storyblok ist ein Softwareunternehmen aus Österreich, das 2017 gegründet wurde und ein CMS Tool anbietet. Mit dem Tool sollen leistungsstarke “Content-Erlebnisse” auf verschiedenen Plattformen wie der Unternehmenswebsite oder App bereitgestellt werden können. Das besondere an Storyblok ist, dass sich das Tool sowohl an Entwickler als auch an Marketer richtet. Derzeit soll das Tool von fast 54.000 Entwickler:innen und Marketern in über 86.000 Projekten genutzt werden. Funktionen liegen u. a. in einem Visual Editor, verschiedenen Inhaltsblöcken, Workflow-Phasen für einen besseren Überblick und einem Aktivitätsprotokoll. Storyblok bietet eine kostenlose Version an, “Basic” liegt bei 7€, “Advanced” bei 12€ und “Premium” kostet 21€ pro Monat und pro Anwender:in.

Contao

Was ist Contao?

Contao lässt Anwender:innen neben Websites jeglicher Ausrichtung auch skalierbare Webanwendungen entwickeln. Grundsätzlich möchte das Wuppertaler Unternehmen laut eigener Aussage eine sehr flexibel einsetzbare Lösung bieten. Egal, ob mehrere Webseiten in einer Installation betrieben werden sollen, eine Seite in mehreren Sprachen zu pflegen ist oder detaillierte Benutzerrechte für das gemeinsame Arbeiten im Team zu vergeben sind – Contao soll für alles standardmäßig die passenden Optionen an Bord haben. Darüber hinaus kann das System durch Extensions flexibel und schnell ausgebaut werden. Dazu gibt es aktuelle Sicherheitsstandards, DSGVO-Konformität, einfache Bedienoberflächen und einiges mehr. Contao ist kostenlos erhältlich. Ein Online-Demo steht ebenfalls bereit.

TYPO3

Was ist TYPO3?

Mithilfe des kostenfreien open source- CMS Typo3 ermöglicht können Nutzer:innen ihre Websites und kanalübergreifenden Content gestalten und verwalten. Die Software soll um weitere externe Marketing- Tools erweitert werden können. Weiterhin sollen Nutzer:innen verschiedene Widgets in das Dashboard einbinden und nutzen, Sprachelemente übersetzen lassen und ein fluidbasiertes Frontend- Formular einbinden können.

Pimcore

Was ist Pimcore?

Pimcore ist eine frei verfügbare digitale Plattform zur zentralen Verwaltung von Daten und personalisierter Customer Experience für jeden Kanal und jedes Gerät. Im Moment sollen über 100.000 Unternehmen in 56 Ländern auf die Lösung vertrauen. Produkte, die die Plattform bietet, sind u.a. Produktinformationsmanagement, Master Data Management, Digital Asset Management und eine Kundendatenplattform. Genutzt werden kann Pimcore im Rahmen einer Enterprise-Subscription oder einer kostenlosen Open Source Community Edition. Eine Produkt-Demo kann online angefordert werden.

HubSpot CMS Hub

Was ist HubSpot CMS Hub?

CMS Hub ist ein von Hubspot angebotenes Content-Management-System, das insbesondere schnell wachsenden Unternehmen die Content-Verwaltung erleichtern soll. Features, die das System bietet, sind u.a. SEO-Empfehlungen, Adaptive Tests, Website-Designs, Code-Warnungen und verschiedenste Features für IT-Teams. Der Preis für die Nutzung variiert je nach gewähltem Paket - Professional oder Enterprise (ab 400 $/Monat). Hubspot CMS Hub kann 14 Tage lang kostenlos getestet werden.

Joomla

Was ist Joomla?

Das kostenfreie open-source CMS Joomla! Bietet Nutzer:innen die Möglichkeit, Web Content zu veröffentlichen. In einer Grundinstallation sollen verschiedene Kernfunktionen wie Benutzerverwaltung, Formulare, Menüs und Artikel enthalten sein. Diese lässt sich durch verschiedene externe Komponenten, Module und Plugins erweitern. Eine globale Community steht Nutzer:innen für den Austausch zur Verfügung.

Contentful

Was ist Contentful?

Contentful ist eine API-first Content Management Platform, die Unternehmen dabei unterstützt, möglichst schnell digitale Erlebnisse zu schaffen und entsprechend zu verwalten. Lösungen, die Contentful mit Offices in Berlin, San Francisco und Denver bietet, sind u.a. Onsite Experiences, Global Marketing & Localization, Mobile Apps, Agile Commerce und ein Content Hub. Aktuell soll das Tool weltweit von rund 2.200 Kund:innen genutzt werden. Im Angebot sind neben einer Community-Version (kostenlos) auch eine Team- und Enterprise-Version (ab $489/Monat).

Magnolia

Was ist Magnolia?

Die Content-Plattform Magnolia ermöglicht es ihren Nutzer:innen Content und Medien aller Art an einem Ort zu verwalten und personalisierte Experiences über mehrere Kanäle hinweg zu erstellen. Magnolia setzt sich zusammen aus einer Digital Experience Plattform, einem Headless CMS, Personalisierung, Digital Asset Management, E-Commerce und vieles mehr. Die Features des Tools strecken sich von der Erstellung und Verwaltung über die Bereitstellung bis hin zur Optimierung des Contents. Eine persönliche Demo kann über die Website angefragt werden.

Adobe Experience Manager

Was ist Adobe Experience Manager?

Der Adobe Experience Manager soll Digital Asset Management mit der Leistungsfähigkeit eines CMS verbinden können und bei der Gestaltung, dem Managen und der Optimierung der digitalen Customer Experience auf allen Kanälen unterstützen. Mit dem Feature ‚Content Management‘ werden Nutzer:innen eine KI-gestützte Skalierbarkeit, Personalisierungen oder Cross Channel- Inhalte ermöglicht. Über das Feature der Asset Verwaltung ist eine Asset- Automatisierung sowie die Bereitstellung von sogenannter ‚Rich Media‘ möglich und die Creative Cloud steht zur Verfügung. Das Feature ‚Digitale Formulare‘ ermöglicht Nutzer*innen die Digitalisierung von Anmelde- und Onboarding Prozessen und anderen Kommunikationsvorgängen.

Drupal

Was ist Drupal?

Drupal, 2001 gegründet, ist eine Open-Source Plattform, mit der sich digitale Erlebnisse gestalten lassen. Angeboten wird die Lösung für Entwickler:innen, Marketers und Agenturen. Eignen soll sie sich für die unterschiedlichsten Bereiche - von Fintech über Sports & Entertainment bis hin zu Healthcare. Hinter dem Tool steht eine sogenannte Open-Source Community. Features, die es bietet, sind u.a. Performance & Scaling, Accessibility, Marketing Automation, Content Authoring und Content-as-a-Service.

Sitecore Experience Platform

Was ist Sitecore Experience Platform?

Die Sitecore Experience Plattform (XP) ist eine Kombination aus Experience Manager (XM) und Experience Database (xDB). Sie vereint Kundendaten, Analysen und Marketing-Automatisierung, um Kund:innen während ihrer Customer Journey in jedem Kanal in Echtzeit mit personalisiertem Content zu versorgen. Das Tool unterstützt u.a. bei der Omnichannel-Bereitstellung und der Automatisierung von Cross-Channel-Kampagnen. Darüber hinaus bietet es maschinelles Lernen und eine sogenannte “Headless-Architektur”, die es Nutzer*innen ermöglicht, den gewünschten Content einmal zu erstellen und anschließend überall zu präsentieren bzw. streuen.

node.js

Was ist node.js?

node.js bietet Anwender:innen als plattformübergreifende Open-Source-JavaScript-Laufzeitumgebung die Chance, JavaScript-Code außerhalb eines Browsers auszuführen. node.js ist laut dessen Schirrmunternehmen OpenJS und Joyent Inc. speziell für die Entwicklung skalierbarer Netzwerkanwendungen konzipiert. Es ist dabei ähnlich aufgebaut und inspiriert von Systemen wie Rubys Event Machine und Pythons Twisted. node.js führt deren Grundsätze jedoch noch ein wenig weiter. Als allgemeine Vorteile gelten die Ermöglichung einer erhöhten Produktivität und Effizienz, Data-Streaming, Kompatibilität zu Microservices, eine schnelle Funktionsweise, die Nutzbarkeit als Proxy-Server, die Verwendbarkeit als Codebasis für Frontend sowie Backend und die ideale Eignung für IoT-Anwendungen. node.js ist vollkommen kostenlos nutzbar. Es steht für alle wichtigen Plattformen bereit.

FirstSpirit

Was ist FirstSpirit?

Die FirstSpirit Digital Experience Platform (DXP) von e-Spirit soll zur Unterstützung für Multiexperience und Omnichannel Marketing Funktionen geeignet sein. Mit dem ‚hybriden headless CMS‘ sollen Nutzer:innen Inhalte schnell über alle Kanäle ausspielen können und die ‚KI-Personalisierung’ personalisiert die gesamte Customer Journey. Durch die Microservice-Architektur und API-gesteuerten Kompatibilität ist die Plattform mit jedem System kompatibel. Weitere Features sind der ‚FirstSpirit Experience Accelerator’ sowie der ‚Fragment Creator‘

React

Was ist React?

React richtet sich als JavaScript-Bibliothek an Entwickler:innen von User-Interfaces von Websites. In React können Nutzer:innen Komponenten hierarchisch aufbauen. Das Tool verspricht mit seinem Modell eines Virtual-DOM-Ansatzes einen einfachen und performanten Aufbau entsprechender Anwendungen. Typischerweise bildet die Bibliothek die Basis für Single-Page-Webanwendungen, es sind auch viele andere Einsatzbereiche etabliert. React wird unter einer Open-Source-Lizenz angeboten und kann absolut kostenlos verwendet werden.

Kirby

Was ist Kirby?

Kirby möchte laut Anbieteraussage ein CMS sein, dass sich ganz den Anforderungen des jeweiligen Projekts anpassen lässt. Zielgruppe sind Entwickler, Designer bzw. Agenturen und Endkund:innen. Dabei verfolgt das System den Flat-File-Ansatz. Das heißt, es gibt keine Datenbank im Hintergrund. Alles wird über Text-Files und Folders geregelt. Dementsprechend ist die Lösung aber eher nicht für aufwendige Websites oder Onlineshops geeignet, sondern fokussiert eher kleine Konferenz-Websites, statische Unternehmensseiten, Blogs, Online-Visitenkarten und One-Pager als Landingpage. Eine Lizenz bietet das deutsche Entwicklerunternehmen – die Bastian Allgeier GmbH aus Neckargemünd – für einmalig 99 Euro an. Hier sind sämtliche Features – vom individualisierbaren Interface über spezifische Sicherheitsmerkmale bis hin zur umfassenden DSGVO-Konformität - enthalten.

Syndigo Content Experience Hub

Was ist Syndigo Content Experience Hub?

Die Content Experience Hub Plattform von Syndigo ermöglicht Einzelhändlern, Distributoren und Herstellern den Zugriff auf alle ihre Produktdaten und digitalen Assets von einem einzigen Ort aus. Damit können Händler und Hersteller nun sicher sein, dass alle ihre Vertriebskanäle über die gleichen, umfangreichen Produktinformationen verfügen. Durch die standardisierten Inhalte können Einzelhändler nun weit mehr Daten als je zuvor konsumieren. Das ermöglicht eine schnellere Markteinführung und eine Erweiterung der Produktlinien im Laden und online.

django CMS

Was ist Django CMS?

Django CMS baut, wie der Name schon vermuten lässt, auf dem Web-Framework Django auf. Die Lösung wird von dem Schweizer Cloud-Anbieter Divio AG bereitgestellt und kann seit 2007 unter einer Open-Source Lizenz (BSD) frei genutzt werden. Im Fokus stehen hier Developer:innen und Content-Editor:innen. Als eines der Haupt-Benefits nennt der Entwickler die Fähigkeiten des Systems, relativ einfach mit anderen Anwendungen integriert und flexibel erweitert werden zu können. Für Content-Editor:innen hat Django CMS insbesondere eine intuitive Nutzer:innen-Oberfläche mit einfachen Drag-and-Drop-Elementen zu bieten. Dabei ist Django CMS standardmäßig auf die Anforderungen von mehrsprachigen Veröffentlichungen ausgerichtet. Darüber hinaus gibt es direkt oder als Plug-ins bzw. Services von Drittanbietern Statistics, SSL-Unterstützung, APIs, Marketing-Tools und mehr.

Neos CMS

Was ist Neos CMS?

Neos CMS möchte seinen Anwender:innen eine einfache Erstellung, Bearbeitung und Änderung von Webinhalten unter anderem via Drag-and-Drop bieten. Weiterhin ist das System laut Entwickleraussage von Developern für Developer entworfen. Das zeigt sich unter anderem in den Möglichkeiten einer benutzerdefinierten Inhaltsmodellierung, einer geplanten Erweiterbarkeit und einer einfachen Integration von Drittanbieter-Systemen. Darüber hinaus setzt die Dresdener Neos Foundation e.V., die hinter Neos CMS steht, stark auf Nachhaltigkeit. Es handelt sich um ein langjähriges Open-Source-Projekt, das für umfangreiche Integrationen generiert wurde – LTS inklusive. Als Open-Source-System kann Neos CMS vollkommen kostenlos verwendet werden. Vor der Installation steht eine Demo zur Auswahl.

Laravel

Was ist Laravel?

Laravel ist ein freies PHP-Webframework. Es folgt dem MVC-Muster und wird heute in verschiedensten Anwendungsbereichen genutzt. Typisch ist der Einsatz unter anderem im E-Commerce, bei Ticket- und Bestellsystemen, im Zusammenhang mit Dashboards und bei Admin-Backends komplexer Echtzeit-Anwendungen. Mittlerweile bietet der Entwickler Taylor Otwell eine ganze Sammlung von Tools rund um das Framework. Das sogenannte Laravel Ecosystem deckt die Bereiche Server-Management, Queue-Monitoring, Micro-Framework, Full-Text-Search, App-Scaffolding und viele weitere mit spezifischen Werkzeugen ab. Laravel wird unter einer MIT-Open-Source-Lizenz angeboten. Das Framework kann kostenlos genutzt werden.

Mehr über Content-Management-Systeme (CMS) Software & Tools im Vergleich

Content Management Systeme: In unserem Vergleich gibt’s die besten Content Management Tools - hier erhältst Du weitere nützliche Infos

Websites erreichen erst durch ihren Content und dessen perfekter Ausrichtung eine wirklich herausragende Schlagkraft. Entsprechende Inhalte sind insbesondere Texte, Bilder, Grafiken, Videos und Audio. Diese verschaffen ihren Betrachtern:innen idealerweise einen echten Mehrwert, womit sie jene letztendlich von der gesamten Marke überzeugen, und auch auf das Ranking der großen Suchmaschinen haben sie eine positive Wirkung. Solcher Content muss zum einen erstellt, dann zum anderen aber auch hinreichend verwaltet, ausgespielt und aktualisiert werden. Je größer die Website und die damit zu erledigen Aufgaben sind, desto mehr kann das sogenannte Content-Management zu einer echten Mammutaufgabe werden. Diese effizient zu bewältigen, ist ohne eine passende Content Management Software bzw. ein Content Management System (CMS) heute selbst in kleineren Betrieben kaum noch möglich. Zumal moderne CMS in aller Regel noch weitaus mehr können, als Website-Betreiber:innen bei der Organisation von Inhalten zu unterstützen.

Das sind beliebte Content-Management-Systeme:

Vorteile und Features von Content Management Systemen auf einen Blick:

  • Sie ermöglichen die Bearbeitung und Veröffentlichung von Texten, Bildern, Audio, Video und anderen Inhalten auf einer Webpräsenz ohne große technische Kompetenzen.

  • Content Management Systeme bieten Vorlagen für die Erstellung von Inhalten bzw. entsprechende Editoren.

  • Sie ermöglichen es Benutzern:innen, bestimmte Berechtigungen bei der Ausspielung und Bearbeitung von Inhalten zuzuweisen.

  • Sie bieten Erweiterungsoptionen und Schnittstellen zu anderen Programmen.

  • Oftmals lassen sie die Veränderung des Layouts und Designs einer Website zu bzw. bilden die Basis für das gesamte Konstrukt.

  • Sie ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit sowie Freigabe bei der Erstellung und der Veröffentlichung von Content.

Was sind Content Management Systeme genau und welche Typen gibt es?

Content Management Systeme, kurz CMS, sind Software-Lösungen, welche Betreibern:innen von Webpräsenzen jeglicher Art vorwiegend dabei helfen sollen, dort zu veröffentlichende Inhalte zu verwalten, zu erstellen und schließlich auszuspielen. Im Fokus stehen hier Texte, Bilder, Videos und Audio, aber auch Webanwendungen oder andere komplexere Formate können darüber organisiert werden. Neben Online-CMS gibt es ebenfalls solche für Offline-Content, die zum Beispiel in Intranet-Netzwerken oder im Kontext von Printmedien eingesetzt werden. In letzterem Fall spricht man jedoch eher von Datei-Management-Software. Weite Verbreitung unter den Content Management Systemen haben vor allem spezifische Open-Source-Programme. Diese sind sowohl für professionelle als auch private Anwender:innen geeignet. Nutzer:innen haben hier die Möglichkeit, Anpassungen bzw. Verbesserungen für ihre Zwecke und generelle Erweiterungen relativ einfach vorzunehmen. Sie können das jeweilige System recht schnell an ihre individuellen Anforderungen anpassen. Es fallen dabei keine Lizenzkosten an. Alternativ gibt es proprietäre Software, die von einem bestimmten Unternehmen für einen spezifischen Unternehmenskontext oder Einsatzbereich entwickelt und in aller Regel als kommerzielles Produkt vertrieben wird. Solche proprietäre Content Management Systeme sind praktisch immer mit dem Erwerb einer Lizenz verbunden. Sie können bzw. dürfen von den Anwender:innen nicht ohne Weiteres verändert werden. Weiterhin gibt es – egal, ob Open-Source-Software oder proprietäres Programm - spezialisierte Content Management Systeme bzw. Module für einzelne Anwendungsbereiche. Zu unterscheiden sind hier vornehmlich folgende.

Content Management Systeme für Websites

Der Fokus von Content Management Software für Websites liegt darauf, Inhalte für das World-Wide-Web und insbesondere Unternehmens-Websites zu verwalten und zu erstellen. Derartige Programme werden aber auch privat verwendet. Im kommerziellen Zusammenhang ist es in der Regel erforderlich, dass mehrere Mitarbeiter auf das Backend und dessen Features zugreifen können und auch hier eine Organisation – insbesondere in puncto Rechte – ermöglicht wird. Heute basieren die meisten Websites vollkommen auf solchen Systemen. Das heißt, nicht nur Texte, Bilder und Co. werden darüber gemanagt - auch das Design, das Layout und alle weiteren wichtigen Bestandteile einer Website laufen dort zusammen bzw. können über das CMS organisiert werden.

Content Management Systeme für Blogs

Es gibt spezielle Content Management Systeme für Blogs und deren Inhalte. Häufig können solche Programme aber auch für komplexere Websites verwendet werden. Im Fokus stehen - natürlich abermals - die Bereitstellung und die Bearbeitung von Inhalten, aber ebenfalls eine sinnvolle Verknüpfung und Kategorisierung dieser im Sinne der Blog-Ziele sowie die einfache Kopplung mit Social-Media oder anderen Web-2.0-Funktionen. Sie bieten zudem spezifische Features zur Interaktion mit den Blog-Leser:innen.

Content Management Systeme für Social Media

Soziale Medien oder andere Online-Communitys, wie Foren, bedürfen beim Management von Content deutlich mehr Aufwand als Blogs. Das ist schon deshalb der Fall, da es hier im Allgemeinen einen noch größeren Nutzer:innen-Kreis zu betreuen und noch mehr mit diesem zu interagieren gilt. Demzufolge haben betreffende Content Management Systeme einen größeren Funktionsumfang als Blog-Programme. Es muss damit nicht auf eine vorwiegend passive Leser:innen-Schaft, sondern auf eine immer aktiver werdende Nutzer:innen-Gruppe eingegangen werden können. Dabei ist es sehr wichtig, dass nicht nur der eigene Content ideal verwaltet werden kann. Die Inhalte der Follower, Fans oder Mitglieder - sogenannter User-Generated-Content - also in erster Linie Reaktionen auf die eigenen Unternehmensaktivitäten, sollten damit ebenfalls optimal zu organisieren sein. Hier liegt für Betriebe eine Menge Potenzial.

Welche zentralen Vorteile verschafft ein CMS?

Ohne Content Management Systeme geht im modernen Online-Marketing nichts! Sie bilden nicht nur das Zentrum des aktiven Content-Marketings, sondern ebenfalls der SEO, des Lead-Managements, in spezielleren Fällen der Maßnahmen rund um Online-Werbeanzeigen, des E-Mail-Marketings sowie Social-Media-Marketings, Influencer-Marketings, Affiliate-Marketings und weiterer Disziplinen. Ihre Verwendung setzt dabei in aller Regel keinerlei Programmierkenntnisse oder sonstige weiterführende technische Kompetenzen voraus. Durch Drag-and-Drop-Funktionen, Rechtezuweisungen, Monitoring-Tools und weitere Helfer sowie ihrer – im Fall von Open-Source-Software – generell hohen Anpassungsfähigkeit führen sie idealerweise zu einer starken Ökonomisierung des gesamten digitalen Marketings. Content Management Systeme können zur Erreichung einer Vielzahl von zentralen Zielen im Online-Marketing einen erheblichen Beitrag leisten. Sie sind maßgeblich an der Einrichtung von Webpräsenzen, der Steigerung des Web-Traffics auf jenen und natürlich an der Gestaltung sowie Verwaltung digitaler Inhalte beteiligt. CMS können gezielt eingesetzt werden, um die Wirkung innerhalb der Marketing-Bemühungen eines Unternehmens zu erhöhen. Das erfolgt zum Beispiel im Zuge der Erstellung von speziellen Landingpages für bestimmte Marketing-Kampagne, deren Steuerung und nicht zuletzt von damit zu erreichendem langfristigem Monitoring dieser. Administratoren:innen können die Veröffentlichung von Inhalten zudem automatisieren und das Content Management Tool mit anderen Softwares – zum Beispiel einer E-Mail-Marketing-Lösung - verbinden, um noch einmal effizienter und effektiver zu verfahren. Content Management Systeme haben außerdem bestenfalls bereits out of the Box gute SEO-Eigenschaften bzw. verschaffen Möglichkeiten, Inhalte suchmaschinenfreundlich auszurichten. Gekoppelt mit spezialisierten Plugins bieten sie Funktionen, die enorm dabei helfen können, das Ranking der einzelnen verwalteten Pages deutlich zu steigern. Häufig gibt es spezifische Plugins für soziale Medien, die dazu führen, dass Web und Social-Web näher zusammenrücken und Aktivitäten in den einzelnen Kanälen voneinander profitieren. Websites oder Blogs, die von einem Content Management System verwaltet werden, können unter anderem automatisch RSS-Feeds generieren, welche nicht nur für einen größeren inhaltlichen Zusammenhalt sorgen, sondern ebenso die Anzahl der Abonnenten und Leser:innen einer Website erhöhen. Weiterhin lassen sich durch Erweiterungen beispielsweise natürlich auch Social-Media-Buttons auf Websites integrieren. Die Editoren für den Content, Implementierungsstrukturen für Plugins und weitere typische Vorgänge in Content Management Systemen sind zudem in aller Regel einfach gehalten, sodass wirklich keine umfangreichen technischen Kenntnisse für den Betrieb einer solchen Software benötigt werden. Auf der anderen Seite können erfahrene Anwender:innen mit einem Open-Source-CMS aber auch sehr spezielle, hochkomplexe Aufgaben angehen.

Typische Funktionen von Content Management Software

Content Management Tools können sehr unterschiedlich sein, aber alle haben im Kern ungefähr die gleichen Basisfunktionen. Folgende Features kannst Du in den meisten, wenn nicht sogar in allen CMS erwarten.

  • Content-Authoring: Das Verfassen und Veröffentlichen von Inhalten ist intuitiv möglich.

  • Rich-Text-Editoren: Die Formatierung von Content erweist sich als unkompliziert und mühelos.

  • Versionierungs-Controlling: Anwender:innen behalten den Überblick der sich schrittweise ändernden Versionen desselben Inhalts.

  • Plugins/Widgets/Apps: Verfügbare Gadgets und Module sind entsprechend der Bedarfe der jeweiligen Webpräsenz anzuwenden und lassen sich leicht einbinden.

  • Genehmigungen: Es ist einfach, spezifische Genehmigungsprozesse zwischen Autoren und Redakteuren einzurichten.

  • Inhaltswarteschlangen: CMS ermöglichen es, die Veröffentlichung von Inhalten ganz einfach zu Planen und diese dann zu einem bestimmten Zeitpunkt sowie in einer bestimmten Reihenfolge zu veröffentlichen.

  • Asset-Management: Entsprechende Systeme ermöglichen die Speicherung und Verwaltung von Rich-Media-Dateien.

  • Interne Suche: Inhalte können anhand von Schlüsselwörtern, Metadaten, Tags usw. kategorisiert und schnell gefunden werden.

  • Content-Repository: Inhalte - sowohl veröffentlichte als auch noch zu veröffentlichende - können intuitiv verwaltet, bearbeitet, mit Tags versehen, freigegeben und gespeichert werden.

Weiterhin Features von Content Management Systeme sind beispielsweise:

  • Vorgefertigte Templates: Die Software bietet eine gewisse Bandbreite an kostenlosen oder erwerbbaren Site-Templates, die auf die Anforderungen der jeweiligen Webpräsenz abgestimmt werden können.

  • Mobile Templates: Dasselbe gilt für mobile Templates.

  • Branding-Themes: Konsistente Designelemente in vorgefertigten Themes machen die Webpräsenz zu einem kohärenten und potenziell sehr wirkungsvollen Online-Auftritt.

  • Generelle Anpassung: Neben Templates bzw. Themes - oder auch innerhalb dieser - kann das visuelle Erscheinungsbild von Webseiten relativ leicht an die Bedarfe der CMS-Anwender:innen und letztendlich der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden.

  • Community: Manche Content Management Systeme verfügen über eine große Community, die unter anderem bei Problemen behilflich ist.

  • SEO: CMS ermöglichen die suchmaschinenfreundliche Einstellung von Meta-Daten und anderen SEO-wichtigen Faktoren oder erledigen dies sogar automatisiert.

  • Flexible Navigationsstrukturen: Die Benutzer:innen von CMS können die Programme verwenden, um Seiten und deren Inhalte in Menüs zusammenzufassen, welche Endnutzern:innen dann im Frontend zur Verfügung stehen.

  • Mehrsprachigkeit: Manche CMS haben spezielle Features zur Organisation mehrsprachiger Inhalte und Websites.

  • Dashboards und Berichte: Monitoring-Funktionen ermöglichen eine fortwährende Kontrolle von unternehmensinternen Usern und generellen Leistungen der jeweiligen Webpräsenz.

  • Application-Programming-Interface (API)/Integrationen: APIs verschaffen die Chance, andere Software in Kooperation mit einem CMS zu verwenden und ganzheitlicher zu verfahren.