Bewertung
6
6
2
Marktsegment
Kleinunternehmen
13
Mittelstand
8
Enterprise
6

Project Management Software

Projektmanagement-Lösungen unterstützen Nutzer*innen bei der Verwaltung von Teamzielen und langfristigen Projekten sowie bei der Koordination einzelner Aufgaben. Kurz gesagt: Sie unterstützen Projektmanager*innen bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte. Damit lässt sich u.a. die eigene sowie die Team-Produktivität steigern, Aufgaben können übersichtlich unterteilt und individuell zugeteilt, Fortschritte gemessen werden. Darüber hinaus können Zeitpläne erstellt und jederzeit eingesehen werden. Dank integrierter Chat-Funktionen bleiben Teams laufend in Kontakt. Gerade bei größeren Projekten können Projektmanagement-Lösungen dazu beitragen, Aufgaben ideal zu koordinieren. Einsetzen lassen sie sich grundsätzlich in jeder Branche.

Manche Lösungen sind mehr auf den Bereich Planung (Kalender, To-Do-Listen, Milestones etc.), andere mehr auf den Bereich Kollaboration (Foren, Chats, Whiteboards etc.) fokussiert. Inzwischen gibt es aber auch so manche Hybrid-Lösung. Entscheidend ist hier, welche Lösung am besten zu den eigenen bzw. (Unternehmens-)Bedürfnissen passt. Oftmals macht es vielleicht auch Sinn, mehrere Lösungen miteinander zu kombinieren.

Gut zu wissen: Projektmanagement-Lösungen sind eng mit Aufgabenverwaltungs-Lösungen verwandt, unterscheiden sich jedoch in Größe und Umfang. Während erstere dafür sorgen, dass Benutzer*innen Teams von Einzelpersonen verwalten, Ressourcen sinnvoll planen und die Effektivität messen können, zeigen zweitere lediglich die individuellen Anstrengungen und Deadlines und sorgen dafür, dass sich Projekte selbstständig verwalten lassen.

Trello

Trello bezeichnet sich selbst als "unkompliziertes, flexibles und visuelles Gratis-Tool", mit dem sich Projekte verwalten und organisieren lassen. Verfügbar sind eine Free, eine Business Class, eine Enterprise und eine Gold Version (ab 9,99 $). Was die Software, die übrigens zu Atlassian gehört und auf Kanban basiert, bietet: die Möglichkeit, mit jedem beliebigen Team zusammenzuarbeiten, alle Informationen an einem Ort zu sammeln und einen Roboter, einen sogenannten "Butler", einzusetzen. Geeignet soll Trello dank Flexibilität und Funktionen für jede Art von Team sein.

Asana

Mit Asana sollen ortsunabhängige Teams Projekte organisieren, auf neue Prioritäten reagieren und ihre Arbeit effizienter erledigen können. Entstanden ist die Software aus einer Idee des Facebook-Mitbegründers Dustin Moskovitz und des früheren Ingenieurs Justin Rosenstein. Ursprünglich sollte Asana lediglich die Produktivität der Facebook-Mitarbeiter*innen steigern, gehört inzwischen aber wohl zu den bekanntesten Programmen für Projektmanagement. Genutzt werden kann sie in verschiedenen Versionen - Basic (kostenlos für Teams bis zu 15 Personen), Premium, Business und Enterprise (ab 10,99 Euro im Monat). Weltweit soll die Software nach eigenen Angaben aktuell von "mehr als 70.000 Unternehmen" genutzt werden.

Jira

Jira, von Atlassian entwickelt, bezeichnet sich selbst als "leistungsstarkes Tool für das Aufgabenmanagement", das sich für verschiedenste Anwendungsfälle eignet - vom Anforderungs- und Testmanagement bis hin zur agilen Softwareentwicklung. Mithilfe von Jira können Teams ihre Aufgaben planen, zuweisen, verfolgen, verwalten und Berichte dazu erstellen. Im Fokus stehen drei Produkte: Jira Software, Jira Service Desk und Jira Core. Für bis zu 10 Benutzer*innen gibt es eine kostenlose Version des Projekt- und Produktmanagement Tools. Ab 10 Benutzer*innen stellt das Tool $7 pro Nutzer*in/Monat in Rechnung.

awork

Die von HQLabs kreierte Software awork kann am einfachsten als automatisches Projektmanagement für Teams umschrieben werden. Das Tool - made in Hamburg - bündelt alle To-Dos an einem einzigen Ort und stellt diese in Listen-Form, in agilen Kanban-Boards oder auf einer "intuitiven Timeline" dar. awork unterstützt also Teams bei der täglichen Projektarbeit, zu der auch die vollständig automatisierte und über den Autopiloten laufende Benachrichtigungsfunktion beitragen soll. Als weitere Vorteile von awork gibt HQLabs u.a. die Zeiterfassungsfunktion sowie die nach eigenen Angaben DSGVO-konformen Serverstandorte, die sich alle garantiert in Deutschland befinden, an.

monday.com

Mit monday.com sollen sich nach eigener Angabe Projekte und Workflows in wenigen Minuten gestalten lassen. Ziel ist es, Teams dabei zu unterstützen, Projekte effizienter anzugehen und umzusetzen. Nutzen lässt sich die Software in verschiedenen Varianten - Basic (mindestens drei Nutzer*innen), Standard, Pro und Enterprise. Die Preise pro Benutzer*in starten bei 8 Euro im Monat. Damit lassen sich individuelle Boards erstellen, Workflows optimieren und Tools integrieren, die sowieso schon in Verwendung sind. "Über 100.000 Organisationen" sollen aktuell darauf vertrauen.

Wrike

Die Online-Projektmanagement-Software Wrike bezeichnet sich selbst als "cloud-basierte, teamübergreifende Software für Collaboration und Projektmanagement". Eignen soll sie sich für Unternehmen jeder Größe und Branche. Für kleine Teams (bis zu 5 Nutzer*innen) ist die Nutzung kostenlos, darüber hinaus ist sie in einer Professional, Business, Marketers, Marketers Perfomance, Professional Services, Professional Services Performance und Enterprise Version erhältlich. Wrike spricht selbst von "20.000+ Unternehmen" und "über 2 Millionen Nutzer*innen", die aktuell auf die Software vertrauen. Weltweiter Hauptsitz ist San Jose, CA.

Microsoft Project

Die Projektmanagement-Software Microsoft Project bezeichnet sich selbst als "einfaches, leistungsfähiges Tool" mit dem sich Projekte planen, verwalten und realisieren lassen. Die Lösung soll sich sowohl für Einzelprojekte als auch für große Kampagnen eignen. Um nach eigenen Angaben gerade agile Projekte erfolgreich meistern zu können, bietet die Lösung u.a. visuelle Task Boards, die Scrum, Kanban oder kundeneigene Workflows unterstützen. Das Tool ist Teil von Microsoft 365.

Notion

Notion bezeichnet sich selbst als "All-in-One Workspace" für Notizen, Aufgaben, Wikis und Datenbanken, das sich besonders für die Bereiche Product, Engineering, HR, Design, Sales und Marketing eignet. Das Tool soll nicht nur als Notizprogramm, sondern vielmehr als Werkzeug zur Organisation dienen. Genutzt wird das Tool nach eigenen Angaben im Moment sowohl von Startups als auch von Fortune 500 Companies, von Einzelnutzer*innen sowie Teams. Für den privaten Gebrauch ist Notion i.d.R. kostenlos, die Teamversion ist ab $8 pro Nutzer*in/Monat erhältlich.

Taskworld

Gestartet als interne Lösung, um Aufgaben nicht zu vergessen, hat sich Taskworld über die letzten Jahre zu einer globalen Applikation entwickelt. Das Unternehmen hat aktuell Büros in vier Ländern und betreut nach eigenen Angaben "tausende führende Unternehmen weltweit". Im Angebot sind eine kostenlose 30-Tage-Testversion sowie eine Professional, Business und Enterprise Version (ab 10 Euro im Monat bei monatlicher Bezahlung). Das Tool vespricht, Projekte problemlos managen, Aufgaben verfolgen und mit Teams jeder Größe über verschiedenste Projekte hinweg zusammenarbeiten zu können. Und das alles mit nur einer Lösung - Taskworld.

projectfacts

Mit projectfacts sollen sich Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe in einem System integrieren, abbilden und zugleich automatisieren lassen. Das Unternehmen blickt auf eine 20-jährige Erfahrung zurück und soll aktuell mit über 10.000 Nutzer*innen zusammenarbeiten. Besonders geeignet soll projectfacts für IT-Unternehmen, Unternehmensberatungen, Personaldienstleister und Agenturen sein. Als Highlight-Funktionen nennt das Unternehmen folgende: Ticketsystem, Zeiterfassung, Faktura, Projektmanagement und CRM. Entscheiden kann man sich hier für einzelne Module oder alle Module zu einem Preis (ab 16,50 Euro pro Nutzer*in/Monat).
Mehr über

Project Management Software

Projekt Management Software: Alle Tools in einer Übersicht

Unternehmen arbeiten und denken in Projekten. Um die Vielzahl an Projekten übersichtlich verwalten zu können, bedarf es einer Projekt Management Software. Die Software bietet Nutzern umfangreiche Projektmanagement Tools. Diese sorgen für eine sinnvolle Aufgabenverteilung, ein fortlaufendes Controlling und eine effektive Kommunikation zwischen den Projektmitgliedern. Lerne die Vorzüge von Projekt Management Software im Detail kennen.

Grundzüge einer Projekt Management Software

Laut allgemeiner Definition ist ein Projekt ein vorübergehendes Bestreben, ein einzigartiges Produkt oder eine einzigartige Dienstleistung zu schaffen. Dabei wird ein Projekt grundsätzlich in fünf Phasen unterteilt: Initiierung, Planung, Ausführung, Steuerung und Abschluss. Eine Projekt Management Software sollte Tools für alle fünf Projektphasen bereitstellen, die das Arbeiten erleichtern und so effektiv wie möglich gestaltet.

Projektmanagement-Ansätze:

  • Wasserfall Methode: Aufgaben werden nacheinander erledigt, bevor die nachfolgende Projektphase eröffnet wird. Aufgrund der linearen Aufgabenbetrachtung kann es schwierig sein Fehler aus vorangegangenen Phasen auszubessern.

  • Iterative Methode: Die Projektarbeit erfolgt in Zyklen. Nach der Fertigstellung eines Projektteilabschnitts erfolgt zunächst eine eingehende Prüfung. Identifizierte Fehler werden gelöst. Erst dann beginnt ein neuer Teilabschnitt.

  • Lean Methode: Diese Methode zielt auf das effektive und ressourcenschonende Arbeiten ab. Sie hilft Projektaufgaben bereits in frühen Projektstadien auszuschließen, die keinen Mehrwert bieten. Dadurch steigt die Produktivität.

  • Kritische Ketten: Basiert auf einer altbewährten Managementphilosophie, die sich auf Einschränkungen konzentriert, die den Erfolg eines Projekts gefährden können. Durch die Ermittlung der kritischsten Einschränkungen können sich Unternehmen darauf vorbereiten, Projektprobleme zu vermeiden.

  • Prozessbasierte Methode: Konzentration auf Ergebnisse zur Realisierung von Vorteilen. Diese Methode soll während der Projektarbeit zusätzliche Optimierungsvarianten für Produkte oder Dienstleistungen identifizieren, die einen ungeahnten Mehrwert bieten.

Nach einem kurzen Einblick in die Grundzüge des Projektmanagements richten wir den Blick nun auf die Vorteile einer Projektmanagement Software. Die Übersicht ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Funktionen. Dadurch erleichtert sich der interne Abstimmungs- und Entscheidungsprozess.

Projekt Management Software – die Vorteile für Unternehmen

Einer der Hauptgründe für die Nutzung von Projektmanagement Software liegt in der übersichtlichen Verwaltung von Aufgaben, Ressourcen und Kosten in Abhängigkeit von der Zeit. Darüber hinaus sprechen folgende Punkte für die Nutzung.

Hauptvorteile einer Projekt Management Software:

  • Übersichtliche Verwaltung von parallel ablaufenden Projekten.

  • Verbesserung der Teamarbeit aufgrund praktischer Kommunikations-Tools.

  • Intelligente Überwachung der jeweiligen Projektphasen anhand eines leicht verständlichen Bewertungssystems.

  • Steigert langfristig die Produktivität und das zielgerichtete Arbeiten von Projektmitarbeitern.

  • Deckt freie Ressourcen auf. Daraus entstehen neue Möglichkeiten.

  • Erstklassiges Design von Kalender- und Projektansichten.

  • Sinnvolle Integration weitere Software-Komponenten.

Für die Implementierung einer Projekt Management Software stehen Unternehmen übrigens unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Best-of-Breed-Software-Lösungen stellen ausschließlich Tools für das Projektmanagement zur Verfügung. All-in-One-Suiten bieten Kunden abteilungsübergreifende Softwarelösungen an. Punktlösungen ergänzen Projekt Management Tools durch Funktionen wie Projektzusammenarbeit oder Projektanalyse. Branchenspezifische Softwareanbieter richten ihr Angebot an bestimmte Branchen.

Hauptfunktionen von Projekt Management Software

Folgende Standardfunktionen sind in den meisten Projektmanagementlösungen enthalten:

  • Tools für die Projektdefinition: Anhand der Projektdefinitionsfunktion lässt sich die Projektstruktur definieren und festlegen. Nach der Implementierung der Projektstruktur können Projektbeteiligte Aufgaben anpassen.

  • Projektplanvorlagen: Projektmitglieder nutzen Vorlagen für die Anlage neuer Projekte. Projektplanvorlagen gelten als Ausgangspunkt für ein Projekt. Sie enthalten wichtige Regeln, die Projektfristen, Aufgabenabhängigkeiten und Workflows betreffen. Sie stehen allen zur Einsicht bereit.

  • Meilensteine: Ein Projekt wird in fünf Phasen unterteilt. Den Phasen werden Meilensteine, ein Bündel an Aufgaben, zugeordnet, die in einem festgelegten Zeitraum erledigt werden müssen. Um Projekte sinnvoll planen zu können, sind Meilenstein-Tools ein Must-have in einer Projekt Management Software.

  • Visualisierungen: Visualisierungs-Tools stellen Aufgaben, Fristen und Meilensteine visuell dar. Sie ermöglichen Benutzern einen Drilldown zu jeder Ebene der Projektstruktur, um Aktivitäten, Kosten, Produktivität und freie Ressourcen übersichtlich belegen zu können. Sie lassen sich mit wenigen Klicks in Berichte integrieren.

  • Prozess- und Workflow: Diese Tools definieren die Aktivitäten in den jeweiligen Phasen eines Projekts. Diese Funktionen sind flexibel nutzbar und können mit Genehmigungen hinterlegt werden.

  • Ressourcenmanagement: Das Ressourcenmanagement ist besonders wichtig, da es erhebliche Auswirkungen auf die Projektkosten haben kann. Projektteams profitieren von der Möglichkeit, Ressourcen auf mehrere Aktivitäten eines Projektes zu verteilen, wodurch sie Materialien in großen Mengen beschaffen und Einkaufskosten sparen können. Zudem können nicht verfügbare Ressourcen durch kompatible Alternativen ersetzt werden.

  • Tools für die Projektdokumentation: dienen der Verwaltung von Dokumenten, die grundsätzlich für die Projektarbeit benötigt werden. Verträge, Arbeitserklärungen, Angebote und Vorschläge werden elektronisch gespeichert, sodass Benutzer sie jederzeit leicht freigeben können. Es ist wichtig, dass eine Projektmanagementlösung diese Funktion enthält.

  • Analyse-Tools: Berichterstellung, Analyse und Dashboards werden von allen an einem Projekt beteiligten Parteien verwendet. Es ist daher wichtig, dass die Analysefunktion flexibel nutzbar ist. Gleichzeitig sollten vertrauliche Informationen wie private Daten oder finanzielle Daten nur über sichere Portale an autorisierte Benutzer weitergegeben werden und nicht allen Projektbeteiligten frei zur Verfügung stehen.

Zusätzliche Software-Lösungen für die Arbeit in Projekten

Einige Software-Anbieter haben ihr Software-Angebot bereits aufgestockt. Andere Anbieter stellen Software-Funktionen separat, als Add-Ons, ihren Kunden zur Nutzung bereit. Dies betrifft folgende Softwarearten:

  • Kollaborations-Software: Kollaborationsplattformen können getrennt von Projektmanagement Software verwendet werden. Die Vorteile liegen jedoch in der Systemeinbindung, insbesondere bei komplexen Projekten.

  • Dokumenten-Management-Software: Die Dateifreigabe ist eine wichtige Funktion mit der alle Parteien auf Dokumente zugreifen können. Mit erweiterten Funktionen zur Dokumentenverwaltung können Benutzer beim Erstellen und Ändern von Dokumenten zusammenarbeiten. Der Zugriff auf Dokumente sollte nach Aufgabenbereichen verwaltet werden, um den Zugriff auf vertrauliche Informationen zu beschränken.

  • Abrechnung- und Kostenmanagement-Software: sind für das Projektmanagement nicht immer erforderlich, können jedoch für komplexe Projekte sehr wichtig sein. Wenn mehrere Parteien an einem Projekt beteiligt sind, muss sichergestellt werden, dass die verwendeten personellen und materiellen Ressourcen angemessen in Rechnung gestellt werden.

  • Projekt-Optimierungs-Software: dient der Analyse abgeschlossener Projekte. Die Software deckt Engpässe und andere Faktoren auf, die sich negativ auf frühere Projekte ausgewirkt haben. In der Analyse von Projekten liegt ein enormes Verbesserungspotential für zukünftige Projekte, die keinesfalls ungenutzt bleiben sollten.

  • Simulations-Software: Mithilfe der Projektsimulation können Szenarien für Projekte erstellt und verglichen werden, um die bestmögliche Option für ein neues Projekt zu ermitteln. Jedes Szenario beschreibt Möglichkeiten zum Zuweisen von Ressourcen und Meilensteinen und kann auch Einschränkungen und Engpässe berücksichtigen. Komplexe Projekte profitieren von der Softwareintegration.

  • Projektbuchhaltungs-Software: Hierbei handelt es sich um ein Modul aus der Buchhaltung. Der Hauptvorteil der Integration besteht in der transparenten Verfolgung von Projektkosten und -einnahmen, denn die Projektbuchhaltung liefert wichtige Informationen zur finanziellen Leistung jedes Projekts und diese fließt letztendlich in den Gewinn ein.

  • Earned Value Management Software (EVM): Eine weitere Möglichkeit, Projektleistungen transparent zu verfolgen. EVM hilft Unternehmen, Projektkosten einzuschätzen, tatsächliche Kosten zu ermitteln und zu verfolgen sowie den erzielten Wert des Projekts zu berechnen. Die hochfunktionale Software ist teuer und daher eher für Unternehmen mit einem hohen Projektaufkommen vorteilhaft in der Anschaffung.

  • Risikomanagement-Software: Trotz intensiver Planung und Überwachung können Projekte durch unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen, Hacking oder Personalveränderungen negativ beeinflusst werden. Mithilfe von Projektrisikomanagement-Software können potenzielle Horrorszenarien durchgespielt werden – ein erheblicher Lerneffekt, der sich positiv auf die Projektarbeit auswirken kann.

  • Kundendienst-Software: Wird für die Sicherstellung der Einhaltung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen in einer Kunden-Projektdienstleister-Beziehung gewinnbringend eingesetzt. Die Kundendienstabteilung ist normalerweise der Hauptansprechpartner zwischen Unternehmen und Kunde. Für sie ist es wichtig, schnell und effizient auf Kundenwünsche reagieren zu können. Sie sind auch dafür verantwortlich, Probleme zu identifizieren, die die Beziehung zum Kunden gefährden können, und sie an Projektmanager weiterzuleiten.

  • HR-Software: HR-Software ist für große Unternehmen mit vielen Mitarbeitern unverzichtbarer Bestandteil – auch im Projektmanagement. HR-Software wird für die Aufstellung von Arbeitsplänen, Vergütungsmodellen und die Einhaltung von Arbeitsgesetz und Tarifverträgen benötigt. Da die Lohnkosten ein wichtiger Teil der Gesamtkosten eines Unternehmens sind, sollten sie klar und übersichtlich nachzuverfolgen sein.

  • Beratungs-Software: Projektberatungsdienste unterstützen Unternehmen in der Weiterentwicklung ihrer Projektarbeit. Berater arbeiten mit Führungskräften und Projektmanagern zusammen, um zu bestimmen, wie die Projektarbeit sinnvoll optimiert werden kann. Durch die Integration entsteht eine dauerhafte Beratungsmöglichkeit.

  • Content-Management-System-Software: Abhängig von der Branche und Komplexität der zu erbringenden Projektleistung müssen Projektmanager auf Marketing-Tools zurückgreifen, um korrekt mit unterschiedlichsten Interessengruppen zu kommunizieren und ihre Ansichten sinnvoll zu vertreten.

  • Partnerverwaltungs-Software: Projektmanager arbeiten häufig mit externen Unternehmen zusammen, die auf Geschäftsbereiche spezialisiert sind, für die das Unternehmen nicht über das erforderliche Fachwissen verfügt. Beispielsweise müssen Unternehmen möglicherweise mit Rechtsberatern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Verträge und andere Dokumente den Vorschriften entsprechen. Das Auslagern bestimmter Aufgaben an Freiberufler kann außerdem vorteilhafter sein als die Einstellung von neuen Mitarbeitern. In diesen Fällen müssen Projektmanager nachverfolgen können, mit wem sie arbeiten, wofür sie verantwortlich sind und wie sie arbeiten.

  • Prozessautomatisierungs-Software: Dient der Definition von Teamprozessen in Unternehmen mit einer großen Mitarbeiterzahl, um das Arbeiten zu optimieren. Während eine Projekt Management Software einige Funktionen für das Workflow-Management enthält, ermöglichen die Tools einer Prozessautomatisierungs-Software die Integration in die Geschäftsprozessmanagementsoftware.

Zugriffsrechte und Verwendungsmöglichkeiten im beruflichen Kontext

Leitende Projektmanager benötigen vollen Zugriff auf alle Funktionen der Software. Sie legen neue Projekte an, definieren Ziele und Aufgaben und überwachen alle Phasen eines Projekts. Sie erkennen Abweichungen und greifen lenkend in das Projekt ein. Projektmanager sollten darüber hinaus die Verwaltung von Zugriffsrechten für interne und externe Mitarbeiter übernehmen können. Am Projekt beteiligte Mitarbeiter verwenden Projekt Management Software für Aktualisierungen ihres Arbeitsfortschrittes und zur Kommunikation mit internen und externen Stakeholdern. Sie erhalten so jederzeit einen aktuellen Einblick in das Projekt.

Externe Dienstleister sollten einen eingeschränkten Zugriff haben. Der Schutz von betriebsinternen Daten steht im Vordergrund. Kunden erhalten ein automatisches Feedback und die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Dienstanbieter. Sie nutzen die Funktion zur Vereinbarung von Terminen und dem Austausch wichtiger Projektdaten.

Führungskräfte verwenden hauptsächlich Analyseberichte, um Projekte unkompliziert überwachen zu können. Neben Statusberichten ist die Gesamteffektivität der Projektarbeit von Interesse. Zudem profitieren sie von automatischen Hinweisen, wenn wichtige Meilensteine in der Projektarbeit ihrer Mitarbeiter erreicht wurden.

Aktuelle Trends im Zusammenhang mit Projektmanagement Software

In Zukunft werden immer mehr Anbieter ihre Funktionen innerhalb einer Multi-Cloud bündeln. So wird es neben den eigentlichen Funktionen für die Projektarbeit auch Programme für die Kundenverwaltung, Buchhaltung oder den Kundensupport geben. Das führt zu einer Senkung der Kosten bei gleichzeitiger Steigerung der Funktionalität. Dadurch werden sich in Zukunft auch viele kleinere Unternehmen die Software leisten können. Das wirkt sich letztendlich positiv auf interne Arbeitsweisen, die Projektarbeit und Teamkommunikation aus.

Ein weiterer Trend betrifft die von Toyota entwickelten Lean-Manufacturing-Prinzipien. Im Kern geht es um die Ressourcenschonung im gesamten Projektverlauf. Projektmanager werden angehalten, im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit, unnötige Verschwendung zu reduzieren. Andere Anbieter lenken ihren Fokus auf das virtuelle Projektmanagement. Aufgaben sollen in virtuellen Teams erledigt werden, um intern Kosten zu senken. Virtuelle Teams beziehen sich auf Mitarbeiter, die an mehreren Standorten remote arbeiten. So lässt sich unabhängig vom Arbeitsort ein Projektteam aus hochqualifizierten Mitarbeitern zusammenstellen, die ihre Erfahrungen und Sichtweisen miteinander austauschen und für das Projekt bündeln.

Mögliche Probleme während der Nutzung von Projektmanagement Software

Probleme betreffen in der Regel die Projekt Management Tools oder die Integration der Software. Je nach Größe des Unternehmens wachsen die Anforderungen an eine Software im Laufe der Jahre. Einzelne Funktionen reichen dann eventuell nicht mehr aus. Ärgerlich wird es immer dann, wenn die einzige Lösung ein teurer Umstieg auf einen anderen Software-Anbieter ist. Unser Tipp: Bewerte eine neue Projekt Management Software nicht nur aus dem aktuellen Blickwinkel, sondern werfe den Blick in die Zukunft. Besteht die Software bereits heute aus allen notwendigen Tools? Kleine Unternehmen sollten sich hingegen die Frage stellen, ob der Umfang der Software-Tools zu umfangreich ist und folglich zu hochpreisig.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter die neue Software ablehnen. Sie greifen auf eine frei erhältliche Software oder alt bewährte Arbeitsmethoden zurück. Dadurch entstehen sogenannte Informationssilos. Diese führen wiederum zu Fehlern in der Datenverarbeitung. Auch hier gilt: Kommunikation! Projektmitarbeiter sollten in die Entscheidungsprozess eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten eine neue Software vorab zu testen. So können mögliche Schwachstellen der Software aufgedeckt werden und Probleme in der Nutzung bereits deutlich früher vermieden werden.