Bewertung
Marktsegment

A/B Testing Software & Tools im Vergleich

A/B-Testing-Tools testen mehrere Versionen von Webseiten und von anderen digitalen Auftritten, um diese zu vergleichen und die mit der besten Leistung zu wählen. Marketer:innen und Webentwickler:innen nutzen A/B-Testing-Tools, um verschiedene Versionen digitaler Inhalte, wie Call-to-Actions (CTAs) oder Bilder bereitzustellen und zu tracken, welche Variante zu mehr Conversions durch Nutzer:innen führt. Die Ergebnisse können mit Segmentierungsdaten, zum Beispiel dem Alter der Besucher:innen oder der Besucherquelle (z. B. organische Suche oder Social Media) kombiniert werden, um die Inhalte für jede:n Besucher:in zu personalisieren. Marketer:innen verwenden die Softwares, um ihre digitalen Inhalte und die damit verbundene Digital Experience zu verbessern und so Conversion Rates und das Engagement mit ihrer Marke online zu erhöhen.

A/B-Testing-Softwares bauen auf der Web-Developement-Infrastruktur und Web-Content-Management-Systemen auf. Sie lassen sich mit Web-Analytics-Software und Heatmap-Tools integrieren, um das Nutzerverhalten zu verfolgen.

A/B-Testing-Softwares ermöglichen die Durchführung von A/B-Split-Traffic-Tests mit klar definierten, messbaren Zielen, um die Webinhalte mit der besten Leistung zu ermitteln. Sie stellen mehrere Versionen eines Webinhalts in Echtzeit bereit und mit ihnen lassen sich Split-URL-Experimente durchführen. Außerdem können mithilfe von A/B-Testing-Tools die Traffic-Volumen angepasst und verwaltet werden. Zudem bieten die Tools sowohl Werkzeuge für technische und nicht technische Nutzer:innen zur Durchführung von A/B-Tests.

Kameleoon

Was ist Kameleoon?

Kameleoon ist ein System für AI-Personalisierung und A/B-Testing, welches Product-Owner und conversion-orientierte Marketer:innen fokussiert. Das Tool kann sowohl client- als auch server-seitig genutzt werden. Mithilfe von Kameleoon soll es Anwendern:innen ermöglicht werden, für ihre Zielgruppe komplett individualisierte digitale Erfahrungen zu erstellen. Hauptziel ist die Schaffung einer perfekten User-Experience, die nach und nach über Testing und entsprechende Anpassungen der Personalisierung erreicht werden soll. Das gleichnamige Entwicklerunternehmen mit Sitz in Frankreich gibt an, dass Firmen mit Kameleoon eine 15-prozentige Verbesserung ihrer Conversion-Rate erzielen konnten. Außerdem wirbt das Unternehmen mit einem durchschnittlichen ROI (Return on Investment) von 291 Prozent über drei Jahre bei Betrieben, die in Kameleoon investiert haben. Interessierte können zunächst eine Demo anfragen und erhalten dann ein individuell abgestimmtes Angebot.

Trbo

Was ist Trbo?

Trbo, ein Unternehmen aus München, bezeichnet sich selbst als “Onsite-Personalisierungs-Plattform”, mit der sich Kund:innen in Echtzeit individuell und persönlich ansprechen lassen. Im Bestfall werden damit Besucher:innen zu Kund:innen. Eignen soll sich die Lösung für die unterschiedlichsten Branchen - von Travel über Sports bis hin zu Retail. Das Besondere daran: Trbos selbstlernender Algorithmus soll das User:innen-Verhalten auf Basis von über 50 Besucher:innen-Merkmalen analysieren können. Die Daten erlauben im nächsten Schritt eine “zielgerichtete Auslieferung verschiedener Layer im Design des Online-Auftritts”, die das Einkaufserlebnis von Website:besucherinnen nachweislich optimieren sollen.

AB Tasty

Was ist AB Tasty?

AB Tasty bezeichnet sich selbst als Lösung zur Optimierung von Experiences, die auf einer Suite von Experimentier- und Personalisierungstools, leistungsstarken Analysen und maschinellem Lernen basiert. Das Tool will Marketing- und Produktteams eine einfach zu bedienende Plattform bieten, die dabei hilft, digitale Erlebnisse zu optimieren, um Besucher:innen in Kunden:innen, Abonnenten:innen oder Leads zu verwandeln und gleichzeitig einen unvergleichlichen Kundensupport zu bieten. Dabei stellt die Software bspw. KI-gestütze Testing- und Personalisierungsmöglichkeiten, Templates für Segmentierungsmöglichkeiten, aber auch für hinzufügbare Elemente, wie etwa Social Proof, NPS oder Countdown Banner. Derzeit soll das Tool aus Berlin von über 900 Unternehmen genutzt werden. Die Preispakete werden individuell zusammengestellt und lassen sich über die Website anfragen.

uptain

Was ist uptain?

uptain ist eine Software gegen Kaufabbrüche im E-Commerce. Das Tool geht davon aus, dass 70 % der gefüllten Warenkörbe verlassen werden und allein in Deutschland Online-Händler:innen ein jährliches Umsatzpotenzial zwischen 500 Mio. und 1 Mrd. Euro entgeht. Dieser Umsatzverlust soll durch uptain präventiv, unmittelbar und reaktiv verhindert werden. Dies soll zum Beispiel durch Newsletter Popups, Exit-Intent Popups oder Abbrecher-Mails gelingen. Nutzer:innen von uptain zahlen eine erfolgsbasierte Provision auf den Netto-Zusatzumsatz. Außerdem ist der Vertrag monatlich kündbar und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für Integration und Support.

Zoovu

Was ist Zoovu?

Mit der ‚AI Conversational Commerce und Search Plattform‘ von Zoovu können Unternehmen digitale Berater erstellen, die Konsumenten:innen bei der Kaufentscheidung unterstützen sollen, indem dynamische Konversationen erstellt und angepasst werden können. Nutzer:innen stehen conversion-optimierte Berater-Templates als Ergebnis einer permanenten Optimierung durch KI zur Verfügung, welche jede Interaktion analysiert und identifiziert. Die Plattform als digitales Beratungssystem soll als Produktfinder, Kaufberater und Konfigurator funktionieren. Eigenen Angaben zufolge nutzen bisher über 2.500 Unternehmen das Tool von Zoovu.

MoEngage

Was ist MoEngage?

MoEngage ist eine Insights-geführte Customer Engagement Plattform, die für kundenorientierte Marketer und Produktverantwortliche entwickelt wurde. Über mehrere Kanäle hinweg ermöglicht MoEngage eine Hyper-Personalisierung für verschiedene Interaktionen mit Kund:innen über E-Mail, Mobile-Push, SMS, On-Site Messaging und viele weitere. Verbraucher:innen können somit über jeden Touchpoint im Lebenszyklus angesprochen werden. Marken können dabei das Nutzerverhalten mithilfe von KI-gestützter Automatisierung und Optimierung analysieren. MoEngage kann zunächst kostenlos getestet und anschließend auf einen von drei Tarifen hochgestuft werden.

Unbounce

Was ist Unbounce?

Unbounce ist eine Plattform zum Aufbau und Optimierung von Landing Pages und wird eigenen Angaben zufolge von über 15.000 Marken genutzt. Nutzer:innen sollen über 100 Landing-Page Templates nutzen können und auch individuelle Landing Pages mithilfe von Drag-and-Drop erstellen. Weitere Features bilden z.B. die automatische Anpassung an Mobile Devices, ein Script Manager, Dynamic Text Replacement oder die Auswahl von über 850.000 professionellen Bildern über Unsplash. Auch das Einfügen von Popups und Sticky Bars ist möglich. Die Landing Pages können direkt in WordPress oder auf einer eigenen Business Domain veröffentlicht werden. Nutzer:innen können die sogenannte ‚Unbounce Conversion Intelligence‘ nutzen, um auf Basis von AI die Conversion zu pushen und die cost-per-acquisition zu senken. Unbounce soll sich in über 1.000 Tools integrieren lassen. Im jährlichen Abonnement startet das ‚Launch‘ Paket bei $72 monatlich. Das ‚Optimize‘ Paket kostet monatlich $108, das ‚Accelerate‘ Paket monatlich $180 und das ‚Scale‘ Paket liegt monatlich bei $270 im.

SALESmanago

Was ist SALESmanago?

Das 2011 in Krakau in Polen gegründete Unternehmen SALESmanago vereint mehrere Funktionen in einer Marketing Automation Software. Als Basis dient das eigene CRM, daran angeschlossen sind unter anderem eine E-Mail-Marketing-Lösung, eine Web-Push-Funktion, ein Live-Chat-Tool und mit APPmanago Marketing Automation die nach eigenen Angaben erste polnische Automatisierungsplattform für mobile Andwendungen. Das Unternehmen beschäftigt 200 Mitarbeiter in Büros in New York, London, Krakau, Warschau und Bukarest.

Dynamic Yield

Was ist Dynamic Yield?

Dynamic Yield ist eine Plattform zur Kundenerlebnis-Optimierung. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat ihren Hauptsitz in New York sowie weitere internationale Standorte, darunter auch in Deutschland. Die Plattform bietet seinen Kund:innen acht verschiedene Schlüsselfunktionen. Dazu gehören zum Beispiel die Segmentierung von Kundendaten sowie die Personalisierung der Kundeninteraktionen. Entscheidungsalgorithmen sorgen für die optimalen Inhalts- und Produktempfehlungen entlang der Customer Journey. Darüber hinaus bietet das Tool ein eigenes öffentliches Learning Center, in dem Mitarbeiter:innen Lektionen über Testing, Targeting, Growth Marketing und vieles mehr absolvieren können. Dynamic Yield hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kund:innen agile digitale Erlebnisse zu schaffen, ihrem Umsatz zu steigern und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

NOSTO

Was ist NOSTO?

Die Nosto Commerce Experience Platform ermöglicht es Händler:innen, auf einfache Weise personalisierte digitale Erlebnisse zu entwickeln, zu erstellen und zu launchen, die jede Interaktion entlang der Customer Journey relevanter und wertvoller machen können. Vom kompletten Merchandising bis hin zu automatisierten Dynamic Bundles bietet das Tool verschiedene Möglichkeiten Personalisierung und Merchandising in mehr Onsite-Interaktionen zu nutzen. Darüberhinaus arbeitet Nosto mit ausgewählten Technologieanbieter:innen zusammen, um ein einheitliches, optimiertes Einkaufserlebnis für ihre Kund:innen zu gewährleisten. Über die Website des Anbieters kann eine kostenlose Demoversion getestet werden.

Adobe Target

Was ist Adobe Target?

Die „Optimierungs-Engine“ Adobe Target von Adobe stellt seinen Nutzer:innen Optimierungs- und Personalisierungsanwendungen zu Verfügung. Durch die Applikationen können Besucherinteraktionen auf Webseiten verbessert und Daten zur automatisierten Personalisierung verwendet werden. Unterstützt wird das Ganze durch künstliche Intelligenz, Omni-Channel-Personalisierung sowie A/B- und multivariate Tests, um weitere digitale Marketing-Aktivitäten zu ergänzen. Adobe Target bietet flexible Lizensierungs- und Konfigurationsoptionen mit einer individuellen Preisgestaltung für Unternehmen an.

Optimizely Web Experimentation

Was ist Optimizely?

Optimizely bezeichnet sich selbst als Digital Experience Plattform und bietet Lösungen für die Optimierung der gesamten User Experience an. Marketingteams können über Optimizely neuen Content validieren und das Kundenerlebnis auf Grundlage von datengestützten Entscheidungen personalisieren. Auf der anderen Seite können Produktteams durch digitale Experimente neue Funktionen und Veränderungen ausprobieren sowie die Customer Journey optimieren. Test-Ideen können dabei in einem visuellen Editor ohne Programmierkenntnisse umgesetzt und gezielt an Nutzer:innen ausgespielt werden. In zwei Modulen bietet Optimizely ein „Full Stack“ sowie eine Web Variante mit jeweils drei unterschiedlichen Tarifen an.

ClickFunnels

Was ist ClickFunnels?

ClickFunnels ist ein Tool, welches Unternehmer:innen ermöglicht, Webseiten innerhalb eines Sales Funnels ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Besucher:innen einer Website können Schritt für Schritt durch den Verkaufsprozess einer Website geführt und direkt auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen geleitet werden. Ein Drag & Drop Editor ermöglicht ein einfaches Erstellen der Seiten inklusive Sales Funnel. Weitere Funktionen sind integrierte E-Mail- und Facebook-Marketing-Automatisierungen sowie ein intelligenter Einkaufswagen mit 1-Klick-Upsell Option. Neben einer 14-tägigen kostenlosen Probeversion bietet ClickFunnels drei verschiedene Tarife an, die ab $97 pro Monat starten.

InstaPage

Was ist InstaPage?

InstaPage ist nach eigenen Angaben eine Plattform, die verschiedene Produkte und Funktionen anbietet, um die Conversion-Rates digitaler Werbung zu erhöhen. Mit dem Tool lassen sich Landing-Pages und “Experiences” ganz ohne Entwickler-Tools erstellen. Diese lassen sich personalisieren und mithilfe einer A/B-Test-Funktion optimieren. Außerdem bietet InstaPage eine “AdMap” für die Visualisierung von Kampagnen und Collaboration-Möglichkeiten für ein “effizientes Zusammenarbeiten”. Das “Optimizing”-Paket liegt bei $149 im Monat, Preise für das “Converting”-Paket sind kundenabhängig.

SiteSpect

Was ist SiteSpect?

SiteSpect ist eine A/B-Testing- und Optimierungslösung, mit der Nutzer:innen Ideen A/B-testen, Erkenntnisse gewinnen und die gesamte Customer Journey personalisieren können. Die Plattform ermöglicht es das Erscheinungsbild auf der Client-Seite zu analysieren, um personalisierte Kundenerlebnisse zu schaffen und das Engagement auf der Website zu steigern. Zudem kann das Tool für multivariate Tests eingesetzt werden, um verschiedene Elemente einer Website zu bewerten und zu optimieren. Zu den weiteren Funktionen gehören ein visueller Editor, Segmentierung, automatische Optimierung, Session-Tracking, Feature-Flags, vollständige Release-Tests und intelligentes Traffic-Management. Über die Anbieterwebsite kann eine kostenlose Demoversion angefragt werden.

Yieldify

Was ist Yieldify?

Yieldify ist eine Plattform zur Optimierung der Customer Journey, die Personalisierung für die gesamte Customer Journey bietet. Die Plattform funktioniert mit KI-gestützten Vorhersage, Tests und Messungen und mit einer No-Code-Einrichtung und -Erstellung. Zudem ermöglicht Yieldify die Implementierung von benutzerdefinierten Integrationen sowie das Erweitern der Personalisierungsfunktionen anderer Tools über die E-Commerce-Kanäle hinweg. Nach eigenen Angaben nutzen bereits mehr als 1000 etablierte und aufstrebende Unternehmen Yieldify als A/B Testing Tool. Über die Website des Anbieters ist eine kostenlose Demoversion verfügbar.

Omniconvert

Was ist Omniconvert?

Omniconvert ist nach eigenen Angaben ein Wachstumstreiber für seriöse eCommerce-Unternehmen, die ihre Kunden in den Mittelpunkt stellen wollen. Omniconvert bietet globalen E-Commerce-Unternehmen durch fortschrittliche Segmentierungsalgorithmen, AB-Tests, Web-Personalisierung und Kundenforschung eine hohe Kundenorientierung. Die Preise des Tools richten sich nach den zu testenden Seitenaufrufen sowie Unternehmensgröße. Der “Platform” Plan startet bei einem Preis von 167$ pro Monat, für den Enterprise Plan kann ein individuelles Angebot angefragt werden.

VWO Testing

Was ist VWO Testing?

VWO Testing ist ein Tool von VWO, einem Visual Website Optimizer. Das Tool ermöglicht die Gestaltung individueller Besuchererlebnisse durch A/B-Testing, Multivariate-Testing und Split-URL-Testing. Um die bestmögliche Variante zu ermitteln, können Änderungen in einem visuellen Editor per Drag & Drop vorgenommen werden. VWO Testing weist jedem Test eindeutige Besucher:innen zu, um Überschneidungen zu verhindern und unbedeutende Ergebnisse herauszufiltern. Es gibt verschiedene Tarife mit diversen Zusatzfunktionen sowie eine kostenlose Probeversion. Die Preise dafür starten ab $199 pro Monat.

Mehr über A/B Testing Software & Tools im Vergleich

A/B-Testing-Tools-Definition: Was ist ein A/B-Tool und wozu wird A/B-Testing-Software benötigt?

Genau wie physische Waren sind auch digitale Produkte, wie Websites und Apps, nicht unbedingt direkt nach ihrer Herstellung perfekt. Darüber hinaus bleiben sie langfristig nicht ohne Weiteres ideal funktionsfähig. Ganz typische Beispiele für Optimierungsbedarfe sind folgende:

  • Einzelne Seiten oder spezielle Features auf den Seiten funktionieren unmittelbar nach dem Launch nicht wie gewünscht bzw. bieten nicht die erwarteten Leistungen.
  • Langfristig ergeben sich Defizite bei der Zweckdienlichkeit bestimmter Pages und deren Inhalten oder speziellen Funktionen.

Tritt ein solcher oder ein ähnlicher Fall ein, gilt es zunächst abzuschätzen, woran die Schwierigkeiten liegen könnten. Häufig sind für die jeweilige Zielgruppe ungünstige oder nicht (mehr) zeitgemäße Texte, Schaltflächen und/oder Layouts Gründe dafür, dass manche Bereiche von Websites oder Apps nicht (mehr) so performen, wie es eigentlich angedacht ist.

An diesem Punkt kommen A/B-Testing-Tools ins Spiel. Wie die Bezeichnung schon sagt, unterstützen sie User bei der Durchführung und Auswertung von sogenannten A/B-Tests.

Hierbei handelt es sich um ein Experimentierverfahren, im Zuge dessen Website-Besucher:innen bzw. App-Nutzer:innen zwei oder auch mehrere getrennte Versionen einer Seite präsentiert werden. Diese Varianten weisen in aller Regel nur geringe Abweichungen voneinander auf – normalerweise in einem bestimmten Punkt. Der Unterschied betrifft bestenfalls genau die Stelle, welche höchstwahrscheinlich dafür verantwortlich ist, dass die gewünschte Leistung nicht erzielt wird.

Bei A/B-Tests bezieht sich das „A“ auf die ursprüngliche Version, also die, die es zu prüfen gilt. Das „B“ steht hingegen für die optimierte Variante, also die Ausprägung mit der veränderten Variablen. Wird bei der angepassten B-Version ein Anstieg der Performance gegenüber der A-Version registriert, stellt dies ein klares Indiz dafür dar, dass die B-Variante zweckdienlicher ist.

Ein A/B-Testing-Tool übernimmt in diesem Verfahren in erster Linie die Aufgaben des Trackings von Usern und der Analyse der Performance. Dies basiert insbesondere auf der Interaktion der Nutzer:innen mit dem Digitalprodukt und der Vorgabe spezieller Ziele sowie KPIs innerhalb der jeweiligen Testing-Software. Das A/B-Programm liefert schließlich konkrete Daten, anhand derer der Nutzen einer oder auch mehrerer Anpassungen in Folge belegt werden kann. Website- oder App-Betreiber:innen wie auch Verkäufer:innen entsprechender Produkte sind damit in der Lage, ihre Lösungen datenbasiert zu optimieren.

Übrigens: Da mit A/B-Testing-Tools immer voneinander getrennte Varianten von Seiten untersucht werden, nennt man sie (speziell im englischen Raum) auch Split-Testing-Software.

Wie funktionieren A/B-Testing-Tools?

Mithilfe von A/B-Testing-Tools können ganz unterschiedliche Zielsetzungen und betreffende Leistungen bzw. Bereiche von Websites oder Apps untersucht werden. Typische Ziele sind mehr Conversions (Käufe, Anmeldungen, Kontaktaufnahmen etc.), eine längere Verweildauer und eine geringere Absprungrate.

Das Erreichen dieser Anliegen ist über die A/B-Tests von Button-Layouts, Call-to-Actions, Überschriften, Formularaufbauten, Checkout-Prozessen sowie anderen Elementen von Websites oder Apps zu überprüfen und im Anschluss zu optimieren.

Die strategische Herangehensweise ist von Kontext zu Kontext unterschiedlich. Der reine Software-gestützte A/B-Test auf Websites oder in Apps funktioniert jedoch fast immer nach demselben Muster.

  1. Kampagne anlegen: Bevor ein Testing-Tool zum Einsatz kommt, werden normalerweise die Ausgangslage/das Problem festgestellt, die Zielsetzung sowie KPIs definiert und die Verbesserungsmaßnahmen beschlossen. Nun gilt es im A/B-Testing-Tool eine Kampagne anzulegen. Je nach A/B-Test-Anbieter:in müssen Code-Snippets an den richtigen Stellen der Seitenvarianten platziert oder die Änderungen in einem speziellen Editor eingestellt werden. Die Messung erfolgt auf der Grundlage der KPIs, also Kennzahlen, zu den jeweiligen Zielen. Weiterhin wird häufig eine Segmentierung nach mobilem A/B-Test und Desktop-A/B-Test vorgenommen. Auch eine Unterscheidung der Besucher:innen nach Herkunft ist typisch.

  2. A/B-Testing-Tool arbeiten lassen: Je nachdem, wie viel Traffic für den Test nötig ist, liegen früher oder später signifikante Ergebnisse vor. Schon nach wenigen Sessions kann eine erste Tendenz zu sehen sein. Anwender:innen haben die Möglichkeit, in den Einstellungen ihres AB-Testing-Tools genau festzulegen, wie viel Traffic für den Test verwendet werden soll. Diese Einstellung ist insofern sehr wichtig, da der Test auch negativ ausgehen kann. Kommt es bei einer sehr geschäftswichtigen Anwendung dazu, wurde so wenigstens nur ein Teil des Traffics für den Test „verschwendet“.

  3. Ergebnisse auswerten: Ist der Test beendet, kann auf Basis der vorher gesetzten KPIs eine eindeutige Aussage zur Performance bzw. zum Erreichen des jeweiligen Ziels getroffen werden. Zentral ist hier die Frage, ob die Änderung etwas Positives bewirkt hat oder eher nicht?

  4. Nach dem Test ist vor dem Test: Werden positive Effekte durch die Daten nahegelegt, können die Änderung final umgesetzt werden. Manchmal ist die A-Variante aber auch besser als die B-Variante. Dann sollte letztere verworfen werden. In beiden Fällen folgt im Allgemeinen schnell nach einem Test ein weiterer. Es gibt was immer etwas zu optimieren!

Welche Vor- und Nachteile bieten Tools für A/B-Tests?

A/B-Testing-Software ist ein wichtiges Instrument für Optimierungen und Wachstum bei Websites oder Apps. Der beste Weg, die Leistung eines Produkts zu verbessern, ist die kontinuierliche Durchführung neuer Tests, um zu sehen, was funktioniert und was nicht. Im Folgenden werden die zentralen Gründe genannt, warum Website- und App-Anbieter:innen vom Einsatz dieser Tools enorm profitieren können.

  • Höheres Engagement und Conversion-Rate: Unternehmen können A/B-Testings vornehmen, um herauszufinden, welche Ausrichtung einer Page die beste Konversionsrate und das optimale Engagement ergibt. Beispielsweise sind Webdesigner im E-Commerce durch aufeinander aufbauende A/B-Tests in der Lage, unter anderem genau zu erkennen, wie schnell die Nutzer:innen ein gesuchtes Produkt auf der betreffenden Website finden. Entsprechende Daten sind schließlich dazu verwendbar, eine Seite so zu optimieren, dass Kund:innen schneller und sicherer kaufen. Das Engagement und die Conversion-Rate können faktisch in weiteren Bereichen (Kontaktaufnahme, Downloads etc.) mithilfe von A/B-Testing verbessert werden. Das führt schließlich zu höheren Einnahmen für das Unternehmen.

  • Testen in Echtzeit: Mit A/B-Tests sind Unternehmen in der Lage, viel Zeit zu sparen, da sie Varianten in Echtzeit prüfen können. Anstatt Menschen zur Seite zu nehmen, um Tests durchzuführen, werden rotierende Tests mit echten Nutzer:innen durchgeführt, die sowieso gerade die Website oder die App besuchen.

  • Echte Tests: Ein weiterer großer Vorteil von A/B-Tests ist, dass sie authentische Ergebnisse liefern. Die Tests werden mit tatsächlichen Besucher:innen durchgeführt und nicht mit Proband:innen in einem speziellen Experimentkontext. Das bedeutet, dass die Ergebnisse nicht durch eine spezielle Situation verzerrt werden.

  • Leichte Analysen: In der Vergangenheit waren die Metriken für A/B-Tests mehr oder weniger rohe Zahlen. Diese musste man selbstständig interpretieren. Heute gibt es dagegen immer intelligentere Split-Test-Tools, welche ihren Usern mit Statistik-Engines und Best-Practices viele manuelle Schritte bzw. Entscheidungen abnehmen können.

  • Flexible Nutzung: Mithilfe von A/B-Testing-Software können Anwender:innen alle möglichen Sachverhalte bzw. Ziele von Websites oder Apps untersuchen und daraufhin datenbasierte Optimierungen anstoßen. Die Conversion-Rate und das Engagement sind nur zwei ganz zentrale Beispiele. Darüber hinaus sind die Bounce-Rate, Warenkorbabsprünge, der Content, die Lead-Generierung und viele andere Faktoren in ihren einzelnen Bestandteilen untersuchbar. Jedes Element einer Seite oder App kann getestet werden!

Gibt es überhaupt Nachteile im Zusammenhang mit Tools für A/B-Testing bei Websites oder Apps? Solange ein Programm gewählt wurde, das für die eigenen Anforderungen optimal passt, sollten eigentlich keine Nachteile entstehen. Es können aber durchaus gewisse Herausforderungen bei der Verwendung eines Split-Test-Tools aufkommen. Am häufigsten machen folgende Sachverhalte Schwierigkeiten.

  • Testen zu vieler Variablen: Websites und Apps sollen stets möglichst schnell möglichst viel leisten. Für prompte Ergebnisse ist die Versuchung bei Verantwortlichen groß, übertrieben komplexe Tests durchzuführen. Wenn zu viele Variablen geprüft werden, ist es kaum möglich, sicher festzustellen, welche von ihnen das Ergebnis besonders beeinflussen. Dieses Problem lässt sich am besten vermeiden, indem man sich auf kleine Testschritte konzentriert.

  • Zu kleine Stichprobengrößen: Häufig werden A/B-Tests mit einer zu kleinen Stichprobe bzw. über einen zu kurzen Zeitraum durchgeführt. Das bedeutet dann, dass es nicht genügend Daten gibt, um mit Sicherheit sagen zu können, dass eine Variante erfolgreicher ist als eine andere. Es haben einfach nicht genügend Personen zugegriffen, um belastbare Facts zu erhalten. Moderne A/B-Testing-Tools können Nutzer:innen Tipps zu sinnvollen Testzeiträumen und –volumen geben.

Wie wählt man die passende A/B-Testing-Plattform aus bzw. worauf sollte man dabei besonders achten?

Es gibt viele unterschiedliche A/B-Testing-Solutions am Markt, die teils ganz verschiedene Anforderungen bedienen. Um das für die eigenen Zwecke beste Testing-Tool herauszufiltern, sollten Interessierte vor allem folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Das technische Know-how: Wer ein A/B-Tool verwenden möchte, muss dieses erst einmal installieren bzw. innerhalb eines CMS implementieren. Die Frage ist dabei, ob dafür eine IT-Fachkraft erforderlich ist oder entsprechende Schritte selbst durchzuführen sind? Ohne IT-Expert:innen im Team sollte eher auf ein breites Service-Paket zur Einrichtung oder eine generell simpel zu startende Lösung gesetzt werden.

  • Die Fähigkeiten für die Nutzung der A/B-Software: Technische Ressourcen sind eine Sache, aber auch die analytischen Fähigkeiten des Teams (sowohl quantitativ als auch qualitativ) sollten bei der Suche nach einem geeigneten A/B-Testing-Tool in die Kalkulation genommen werden. Unerfahrene Nutzer:innen produzieren schnell Fehler. Ist das eigene Team in der Lage, effizient A/B-Tests mit dem angepeilten Tool durchzuführen? Wenn keine kleinteiligen Analysekompetenzen vorliegen, wird eine Software gebraucht, die möglichst viele Aufgaben übernimmt. Die meisten A/B-Testing-Tools verfügen zwar über eine integrierte statistische Analyse, wenden aber oft ganz unterschiedliche statistische Ansätze an. Zu bedenken ist dabei auch, dass die Wahl eines Tools mit einem weniger ausgefeilten statistischen Rechner die Dauer der Tests erheblich verlängern kann.

  • Das Maß an Unterstützung: Je weniger Erfahrungen im Zusammenhang mit A/B-Testing im Team vorhanden sind, desto mehr lohnt es sich, auf ein System zu setzen, welches einen guten Support bietet. Interessierte sollten genau schauen, welche Art von Unterstützung mit dem angepeilten Tool angeboten wird. Möglich sind zum Beispiel ein Live-Kundendienst per Telefon oder per Live-Chat, eine automatisierte Unterstützung per Chatbot und/oder FAQ, klassischer E-Mail-Support, Online-Tutorials, Dokumentationen und/oder Community-Support. Man sollte ebenfalls darüber nachdenken, ob das Team Zugang zu CRO-Expert:innen benötigt, um den Prozess zu begleiten. Es ist eher selten, dass kostenloser Support von echten Profis geleistet wird. Manchmal sind sogar spezifische A/B-Test-Kurse möglich.

  • Funktionen: A/B-Testing läuft stets nach einem ähnlichen Muster ab. Entsprechende Tools können trotzdem mehr oder weniger Funktionen mitbringen, um diesen Prozess zu stützen. Um die für die eigenen Zwecke vorteilhaftesten Funktionen zu erkennen, sollten sich Interessierte Gedanken machen, mit welchen Mitteln und in welchen Punkten sie ihre Website oder ihre App testen bzw. optimieren möchten. Das passende A/B-Testing-Tool wird daraufhin nach diesen Kriterien ausgewählt. Eine moderne Software für A/B-Testing auf Websites oder in Apps kann vielfältige Automatisierungen und sogar künstliche Intelligenz mitbringen. Diese ermöglichen besonders einfache Prüfungen. Gerade dann, wenn es um die Auswahl der Funktionen geht, ist ein praktischer Tool-Test meistens unumgänglich.

  • Zusätzliche Tools: Ein A/B-Testing-Tool ist manchmal nur ein Teil einer umfangreicheren Software-Suite. Tatsächlich müssen für die effiziente Optimierung von Websites oder Apps fast immer zusätzliche Programme neben der Software zum A/B-Testing eingesetzt werden. Das sind insbesondere Heatmap- und Scrollmap-Tools. Um die Besucher:innen noch besser zu verstehen, könnte auch ein Umfrage-Tool sinnvoll sein. Oft wird ein Tool zur Analyse der Customer-Journey benötigt. Ein A/B-Testing-Tool ist keine Analyseplattform, aber eine Analyseplattform kann eine Software für A/B-Tests auf Webseiten oder App-Seiten enthalten.

Was kosten A/B-Testing-Tools?

Ganz an der Basis ist für die Kosten einer Split-Test-Software entscheidend, welche Art von Programm genutzt werden soll und welchen Funktionsumfang dieses mitbringt. Es gibt zum einen proprietäre A/B-Testing-Tools und zum anderen Open-Source-Lösungen.

Proprietäre Programme lassen sich häufig recht komfortabel nutzen. Sie umfassen – je nach Bedarf – zahlreiche Features und manchmal weitere Services, welche die Verwendung angenehmer und effizienter gestalten sollen. Zudem bieten sie spezifischen Support. Mithilfe von proprietärer Test-Software lässt sich idealerweise der gesamte Prozess der Einrichtung, Verfolgung und Analyse von Tests in einer einzigen Anwendung rationalisieren. Das kann aber auch einiges kosten. Je nach Funktionsumfang, User-Anzahl und Testvolumen liegen die Preise zwischen rund 50 und mehr als 1.000 Euro.

Open-Source-A/B-Testing-Software hat üblicherweise einen sehr viel geringen Preis (wenn überhaupt). Es ist in der Tat manchmal möglich, A/B-Tests kostenlos durchzuführen. Ein solches Tool für A/B-Testing bietet oftmals nicht die gleiche Art von Berichten, fein abgestimmten Funktionen oder Zusatzservices wie eine proprietäre Lösung. Dafür sind Anwender:innen hier allerdings flexibel, was die Umgestaltung und Nutzung solcher Programme angeht. Aber: Programmierkenntnisse und anderes tiefergreifendes technisches Know-how sind für einen effizienten Betrieb einer solchen Lösung oftmals erforderlich.