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Dropshipping Software & Tools im Vergleich

Dropshipping-Tools ermöglichen es Online-Händler:innen Produkte zum Verkauf anzubieten, ohne dass sie dafür vorab Inventar einkaufen oder lagern müssen. Stattdessen bezahlen die Einzelhändler:innen die Produkte erst, sobald eine Kundin oder ein Kunde eine Bestellung tätigt. Die Lagerung, die Verpackung und den Versand übernehmen – anders als bei klassischen Online-Shops – Drittanbieter:innen, bei denen es sich meist um Großhändler:innen handelt. 

Dropshipping-Tools verbinden Unternehmen mit Dropshipping-Anbieter:innen und lassen sich mit geringem Aufwand in E-Commerce-Plattformen integrieren. Dadurch entsteht ein nahtloses Einkaufserlebnis für Kund:innen und ein simples Backend-Erlebnis für Unternehmen. Durch viele Funktionen zur Automatisierung fallen zudem manuelle Aufgaben aus dem Tagesgeschäft weg.

Dropshipping-Softwares ermöglichen es somit E-Commerce-Unternehmen Personal- und Lagerkosten einzusparen. Anstelle dessen können Unternehmer:innen andere Investitionen tätigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein vergleichsweise geringes Startkapital benötigt und so der Einstieg ins E-Commerce-Business erleichtert wird. Auf Dropshipping basierende Online-Shops können zudem schnell Ihr Produktsortiment anpassen und erweitern, was zur Beschleunigung des Unternehmenswachstums beitragen kann.

Des Weiteren bieten Dropshipping-Tools eine Bestellverfolgung für Online-Shops und deren Kund:innen sowie manuelle oder automatische Preis- und Bestandskontrolle. Einige Dropshipping-Lösungen unterstützen zudem bei der Recherche von passenden Produkten oder von Lieferant:innen durch entsprechende Verzeichnissen und dem Import von Produkten aus dem Angebot von Großhändler:innen in den eigenen Online-Shop. Weitere Funktionen sind die Automatisierung von Bestellungen, die Verwaltung des Kundendienstes sowie die Aktualisierungen von Tracking-Nummern. Außerdem lassen sich mit Dropshipping-Tools Statistiken und Analysen zur Leistung erstellen, um die Performance der angebotenen Produkte zu beobachten.

Shopify

Was ist Shopify?

Shopify ist ein “cloudbasiertes Omnichannel-Shopsystem”, mit dem sich ein Webshop auf möglichst einfache Art und Weise starten, ausbauen und verwalten lassen soll. Was einst vom Koblenzer Tobias Lütke (Tipp: zu hören im OMR Podcast #293) entwickelt wurde, um Snowboards online zu verkaufen, gehört inzwischen zu den “größten E-Commerce-Unternehmen der Welt”. Nach eigenen Angaben vertrauen weltweit “über 1 Million Unternehmen” jeder Größe darauf - seien es Start-Ups, schnell wachsende Marken oder etablierte Firmen. Für die Nutzung verlangt Shopify eine Art monatliche Miete, die bei der Basic Version bei 29 $/Monat beginnt und sich bis hin zur Advanced Version auf 299 $/Monat erhöht.

Wie funktioniert Shopify?

Shopify ist eine Software-as-a-Service (SaaS) Lösung. Das bedeutet, dass das Shopsystem in der der Cloud des Anbieters Shopify läuft. Der Vorteil hierbei ist, dass Ihr keine eigene IT-Infrastruktur benötigt. Um Shopify zu verwenden, müsst Ihr Euch lediglich auf der Shopify Webseite oder in der Shopify App einloggen und schön könnt Ihr Euren gesamten Webshop in der Admin-Oberfläche verwalten.

Für wen ist Shopify geeignet?

Shopify eignet sich aufgrund seiner sehr guten Skalierbarkeit sowohl für Einzelunternehmer:innen als auch für kleine und mittelständische Unternehmen. Mit Shopify Plus bietet der Softwarehersteller weitere Anpassungsmöglichkeiten für große Unternehmen (Enterprises).

Droppery

Was ist Droppery?

Droppery ist eine Plattform die es Hersteller:innen, Lieferant:innen und Marken ermöglicht, Webshops als Wiederverkäufer:innen anzuschließen. Als Lieferant und/oder Eigenmarke können Nutzer:innen mit Droppery mehrere Verkaufskanäle von einem zentralen Lager aus erstellen. Die Webshops betreiben ihr eigenes Online-Marketing und sorgen so für einen größeren Absatzmarkt, mehr Markenbekanntheit und eine höhere Umsatzrate.
Droppery für Webshop startet bei 19 € pro Monat und für Lieferanten bei 149 € pro Monat.

Oberlo

Was ist Oberlo?

Nach eigenen Angaben wurden bereits mehr als 100 Millionen Produkte über das Dropshipping Toolkit Oberlo verkauft. Oberlo unterstützt Unternehmen bei der Anpassungen von Produkten im Onlineshop sowie deren Datenauswertungen. Außerdem können Wunschprodukte direkt in den Onlineshop durch Oberlo importiert werden. Außerdem ist das Tool in 6 verschiedenen Sprachen verfügbar. Der Explorer-Plan von Oberlo ist zu 100 Prozent kostenlos, während die Pro Version bei $79,90 pro Monat liegt.

Logicbroker

Was ist Logicbroker?

Logicbroker ist ein Dropshipping-Tool, welches Unternehmen bei der Interaktion mit Käufer:innen, Verkäufern:innen und Versendern:innen aus dem Bereich der Drittlogistik sowie bei der Abwicklung von EDI-Vorgängen unterstützt. Dazu inkludiert Logicbroker neben einer Commerce API zur Kommunikation über den gesamten Lebenszyklus einer Bestellung auch inviduelle Dashboards und Reports sowie Produkt- und Inventarlisten. Über die Website des Anbieters ist eine kostenlose Demoversion verfügbar.

Sellvia

Was ist Sellvia?

Sellvia ist ein E-Commerce Ecosystem mit Sitz in Irvine, Kalifornien, welches alle E-Commerce, Kundendienst und Marketingfunktionen in einem inkludiert und nach eigenen Angaben Zugang zu rund 256 Millionen Käufer:innen hat. Sellvia kümmert sich um alle Dropshipping Prozesse von Erfüllung bis hin zur Produktlieferung, sodass sich die Nutzer:innen nur darauf konzentrieren müssen, neue Kunden zu gewinnen. Der Service zielt auch darauf ab, auf der Plattform nur Produkte anzubieten, die derzeit heiß verkauft und im Trend sind. Das Tool ist 14 Tage kostenlos zu testen über die Anbieter-Website.

AliDropship

Was ist AliDropship?

AliDropship ist eine All-in-One Lösung für Dropshipping mit AliExpress & WordPress. Das Tool ermöglicht es, Produkte mithilfe eines Plugin in den eigenen Shop zu integrieren und einen eigenen Shop aufzubauen. Dabei sind Nutzer:innen in der Lage eigene Verkaufspreise festzulegen und das Geschäft jederzeit zu erweitern. Das Dropshipping Plugin ist für 89$ einmalig oder 39$ monatlich verfügbar. Eine unverbindliche Demoversion ist über die Website des Anbieters verfügbar.

Shiprocket

Was ist Shiprocket?

Nach eigenen Angaben ist Shiprocket Indiens Nr.1 eCommerce Versandlösung, der über 100.000 Marken und Unternehmer:innen vertrauen. Die Dropshipping Software soll Unternehmen dabei unterstützen Versandkosten zu reduzieren, die Transportqualität zu verbessern und Prozesse zu automatisieren. Zudem ist Shiprocet mit über 17 Kurierdiensten und allen relevanten Kanälen (Amazon, Shopify, Magento) intergrierbar. Die Software eignet sich sowohl für Verkäufe in den sozialen Medien, Marktplätzen und Verlader:innen mit hohem Volumen. Shiprocket ist in vier Preispaketen verfügbar: Smart, Lite, Professional und Enterprise. Das Tool kann kostenlos geutzt werden und kostenpflichtig nach den individuellen Anforderungen angepasst werden.

AutoDS

Was ist AutoDS?

AutoDS ist eine All-in-One-Versandplattform, die den Produktimport und die Auftragsabwicklung automatisiert und Preis- und Bestandsänderungen von über 20 Lieferanten aus den USA, der EU und CN überwacht. Zu den wesentlichen Funktionen gehören die Verfolgung von Seriennummern, geplante und wiederkehrende Uploads, Gewinnberechnung und automatische Preisoptimierung.Die Preise richten sich nach der gewünschten Plattform und der Art der Berechnung. Das Tool ist 7 Tage kostenlos testbar.

Spocket

Was ist Spocket?

Spocket ist eine Dropshipping Software, die in Shopify und WooCommerce Shops integriert werden kann. Die Software ermöglicht es Nutzer:innen, die besten Produkte für das Dropshipping aus verschiedenen Kategorien von Dropshipping-Lieferant:innen weltweit auszuwählen. Außerdem beinhaltet Spocket individuelle Dashboards und Automatisierungen zu Versänden und Produktimporten. Spocket ist kostenlos nutzbar und in drei kostenpflichtigen Versionen verfügbar: Starter, Pro und Empire. Die Preise liegen zwischen $24.99 und $99.99. Zudem kann das Tool 14 Tage lang kostenlos getestet werden.

SaleHoo

Was ist SaleHoo?

SaleHoo ist eine Dropshipping-Software, die sich für jede:n eignet, der:die ein Online-Business gründen oder ausbauen wollen. Durch ein zentrales Verzeichnis überprüfter Großhandels- und Dropship-Lieferant:innen, vorab genehmigte Produkte und eine robuste Dropship-Automatisierung kann so der Online-Verkauf rationalisiert werden. Mitglieder nutzen SaleHoo vor allem als Recherchetool, um auf Informationen wie Trendprodukte, Durchverkaufsraten und Gewinnspannen zuzugreifen. Das Tool richtet sich an erfahrene E-Commerce Händler:innen und bietet eine breite Auswahl an unterschiedlichen Zuliefere:innen für die eigene Produktauswahl. Zudem besitzt der Dropshipping Anbieter eine eigen Community, welche viele nützliche Informationen für den eigenen E-Commerce Shop bereithält.

Dropified

Was ist Dropified?

Dropified ist eine Dropshipping Software, die tägliche Aufgaben automatisiert, die für ein erfolgreiches Dropshipping-Geschäft erforderlich sind. Mit der Dropified Suite können Produkte von Alibaba, AliExpress, eBay und 75+ anderen Websites importiert und verkauft und der gesamte Dropshipping-Prozess von der Auftragsabwicklung bis zur Lieferung automatsiert werden. Das Tool ist in drei Preisversionen verfügbar: Dropified Pro, Dropified Elite und Dropifiied Enterprise. Die Preise starten bei 77$ monatlich bei jährlicher Abrechnung.

Easyship

Was ist Easyship?

easyship ist eine Cloud-Versand-Software für globalen eCommerce. Das All-in-One-System bietet Nutzer:innen Tools zur Verwaltung des nationalen und internationalen Versands durch mehr als 100 Kuriere und Versandanbieter, darunter DHL, UPS, USPS und FedEx. Store-Sync-Integrationen ermöglichen die automatische Aktualisierung von Kuriernamen und Tracking-Nummern in eCommerce-Stores sowie das Versenden von Tracking-Informationen per E-Mail an Kunden. Easyship bietet außerdem Lösungen für eFulfillment und Versand für Crowdfunding-Kampagnen sowie ein Dashboard, über das Nutzer:innen Sendungen, Updates und Finanzen verwalten und verfolgen können. Easyship ist in vier Preisvarianten verfügbar: Free, Plus, Premier und Enterprise, die Preise starten bei 19€ monatlich. Das Tool kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden.

Commercehub

Was ist Commercehub?

CommerceHub ist ein Anbieter von cloudbasierten E-Commerce-Fulfillment- und Marketinglösungen für große Einzelhändler:innen, Marktplätze, Verbrauchermarken und deren Lieferanten. Die Software unterstützt ihre Kund:innen bei der Umsetzung von Strategien, die den Umsatz durch hochvolumige Streckengeschäfte steigern und mit maßgeschneiderten Geschäftsregeln und -prozessen eine sinnvolle betriebliche Effizienz in ihrer E-Commerce-Lieferkette schaffen wollen. Zu den Kunden zählen mehr als 15.000 führende Einzelhändler:innen, Marken und Lieferanten.

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Dropshipping-Software-Definition: Was ist Dropshipping, was sind Dropshipping-Softwares und wozu werden sie benötigt?

Der E-Commerce dringt heute in mehr und mehr Produktbereiche vor. Außerdem wird das Verkaufen über einen Onlineshop mit ausgeklügelten Shopsystemen immer praktischer und effizienter. Im Gegensatz zum klassischen Einzelhandelsverkauf vor Ort müssen Unternehmen keine Ladenmiete bezahlen, benötigen durchschnittlich deutlich weniger Mitarbeiter:innen und können dabei normalerweise sogar sehr viel mehr Produkte anbieten. Dennoch ist der Verkauf im Internet kein Selbstläufer. Insbesondere die Logistik hinter dem Shopbetrieb bedeutet für viele E-Commerce-Manager:innen eine große Herausforderung. Ein Onlineshop kann mühelos tausende, zehntausende oder gar hunderttausende Produkte fassen. Das Problem besteht vielerorts aber darin, die entsprechenden Lagerkapazitäten und Versandressourcen zu schaffen. Hier muss mitunter viel investiert werden, was schließlich vom Gewinn abgeht und die Hürde, überhaupt erst in den E-Commerce einzusteigen, oftmals sehr hoch macht. Dropshipping (zu Deutsch „Direktversand“ oder „Streckengeschäft“) kann bei dieser Logistikproblematik effektiv Abhilfe schaffen und den gesamten Online-Verkauf noch einmal effizienter gestalten! Im Zuge des Dropshippings bekommen Online-Händler:innen die Möglichkeit, Produkte anzubieten, die sie nicht selbst lagern. Sie nehmen dabei praktisch die Rolle von Mittelsleuten zwischen Anbieterunternehmen und Kund:innen ein. Sie verkaufen und promoten Dropshipping-Waren zwar, für die Logistik – von der Lagerung über den Versand bis hin zur möglichen Retoure – sorgen jedoch spezifische Lieferant:innen. Dropshipping-Software bildet wiederum eine technische Schnittstelle zwischen E-Commerce-Manager:innen und ihren Anbieterunternehmen bzw. Logistikpartnern. Dropshipping-Tools übernehmen speziell zentrale Organisationsaufgaben zwischen diesen Parteien und deren Systemen, sodass flüssige Verkaufsprozesse gewährleistet sind. Idealerweise bemerken Kund:innen bei einem Dropshipper-Kauf keinen Unterschied zu einem herkömmlichen Online-Geschäft.

Wie funktionieren Dropshipping-Softwares?

Beim Dropshipping werden die Online-Handelnden, wenn der Verkauf eines oder mehrerer Produkte erfolgt, in der Lieferkette praktisch übersprungen. Das bedeutet im Detail, dass entsprechende Onlineshop-Betreiber:innen die Lieferung und auch die Lagerung der angebotenen Waren nicht selbst übernehmen. Der Vorgang ist dabei folgender (hier vereinfacht):

1. E-Commerce-Manager:innen wählen zunächst Lieferant:innen aus, die Waren anbieten, welche für ihre Zielgruppe interessant sind. Bereits bei diesem grundlegenden Schritt greift eine gute Dropshipping-Software ihren Nutzer:innen unter die Arme. Sie bietet in aller Regel vorgefertigte Schnittstellen zu verschiedenen Lieferanten, über die E-Commerce-Manager:innen deren Produkte abermals per Schnittstelle in ihr Shopsystem integrieren können.

2. Einzelne Produkte aus den Beständen der Anbieterunternehmen sind dann im eigenen Shop zu einem individuellen Preis anzubieten und/oder – je nach Schnittstellen - auch auf externen Marktplätzen, wie beispielsweise Amazon, eBay oder AliExpress. Tatsächlich sind viele Lösungen mit Marktplatzanbindungen ausgestattet. eBay- und Amazon-Dropshipping-Software ist dann die Regel, da es sich hierbei zweifelsohne um die größten bzw. erfolgversprechendsten Marktplätze handelt. AliExpress-Dropshipping-Software ist international aber ebenfalls immer stärker gefragt.

3. Erst dann, wenn ein:e Kund:in ein Produkt in einem Dropshipping-Onlineshop oder auf einem angebundenen Marktplatz kauft, wird die Ware beim liefernden Unternehmen bestellt, welches sie schließlich direkt zum Käufer oder zur Käuferin versendet. Dropshipping-Softwares können – je nach Ausstattung – neben ihrer Funktion als technische Schnittstelle zwischen Händler:innen, Lieferanten, Onlineshop, Marktplätzen und Kund:innen vielfältige weitere Aufgaben übernehmen. Diese reichen vom Auftragsmanagement und der Bestandsverfolgung über Support-Features bis hin zu automatisierbaren Workflows und Marketing-Tools.

Welche Vor- und Nachteile bieten Dropshipping-Softwares?

Dropshipping-Software ist ideal für Unternehmen oder Startups mit wenigen Ressourcen, um ein E-Commerce-Geschäft einzurichten. Ein kleiner Betrieb kann mithilfe eines Dropshipping-Tools relativ leicht ein Online-Geschäft aufbauen. Das Dropshipping-Modell bedeutet für E-Commerce-Manager:innen keinerlei Aufwand in der Warenlogistik. Die Lieferketten sind stark reduziert. Die Dropshipping-Software macht es ihren Anwender:innen wiederum besonders einfach, passende Lieferant:innen auszuwählen sowie Produkte zu einem bestehenden E-Commerce-Shop hinzuzufügen und sonstige zentrale To-dos rund um den Direktverkauf zu erledigen. Sie übernimmt den Großteil der Logistik, sobald eine Bestellung aufgegeben wurde. Bestenfalls bekommen Betreiber:innen von Dropshipping-Shops Software, die ihnen vieles abnimmt und erhalten somit mehr Zeit, sich um wichtige Vorgänge zu kümmern, die nicht oder zumindest deutlich weniger durch digitale Helfer zu stützen sind, wie zum Beispiel einen persönlichen Kundenservice und strategische Überlegungen. Das führt zu mehr Effizienz auf unterschiedlichen Ebenen und kann den Absatz – unter anderem durch sehr flüssige software-gesteuerte Verkaufsprozesse und mehr Zeit für einen besseren Support – massiv ankurbeln. Darüber hinaus bestehen folgende Vorteile, die natürlich alle in das mögliche Plus an Effizienz einspielen.

  • Skalierbarkeit: Ein großer Vorteil von Streckengeschäften ist, dass bereits eine Infrastruktur vorhanden ist, die Händler:innen nach Bedarf nutzen können. Dies erleichtert die Skalierung, da die Lieferkette nicht selbst aufzubauen ist.
  • Geringe Gemeinkosten: Mit dem Streckengeschäft werden die Kosten, die für die Gründung eines E-Commerce-Unternehmens erforderlich sind, erheblich reduziert. Zwar sind die Gewinnspannen dabei auch geringer als beim traditionellen Online-Handel, die recht übersichtlichen Gemeinkosten machen die Gründung dennoch meistens zu einer lohnenden Sache.
  • Schnelle Einrichtung: Neben den geringen Gemeinkosten ermöglicht es eine Dropshipping-Software, unvergleichlich schnell mit dem Verkauf von Artikeln in einem E-Commerce-Shop zu beginnen. Wird eine eBay-Dropshipping-Software oder eine Amazon-Dropshipping-Software genutzt, muss nicht einmal eine eigene Online-Verkaufsplattform geschaffen werden. Viele Softwares für Dropshipping lassen sich mit wenigen Klicks in E-Commerce-Plattformen integrieren und nutzen. Das jeweilige Dropshipping-Tool kann die komplette Auftragsabwicklung im Backend abdecken und direkt mit dem Lieferanten zusammenarbeiten. Anwender:innen müssen nicht viel mehr tun, als die optimalen Grundeinstellungen und passende Produkte für ihr E-Commerce zu wählen.

Haben Dropshipping-Tools bei all diesen klaren Vorzügen überhaupt Nachteile?
Durchaus - wie bei praktisch jeder Software können immerhin spezifische Einschränkungen oder Probleme auftreten. Bei Dropshipping-Lösungen sollten diesbezüglich folgende Faktoren immer bedacht werden.

  • Geringe Gewinnspannen: Einer der ganz zentralen Nachteile beim Streckengeschäft ist, dass die Gewinnspannen viel geringer sind als bei der Selbstorganisation der Logistik. Bei letzterem Ansatz erweist sich der Aufbau von Lieferketten im Vorfeld zwar als relativ teurer, dafür muss aber auch nicht für die bestehende Infrastruktur eines Lieferanten bzw. deren Nutzung zusätzlich bezahlt werden. Der potenzielle Gewinn pro Verkauf ist beim Dropshipping durch entsprechende Gebühren recht gering.
  • Wenig Kontrolle: Die Inanspruchnahme eines Dropshipping-Programms bedeutet, dass E-Commerce-Manager:innen wenig bis gar keine Kontrolle über die Verfügbarkeit ihrer Bestände, über deren Qualität oder auch die Versandgeschwindigkeit haben. All dies liegt in den Händen der jeweiligen Dropshipping-Partnerunternehmen. Darum ist es für Onlineshop-Betreiber:innen sehr wichtig, die angebotenen Dropshipping-Produkte zuvor genauestens auf ihre Qualität zu prüfen und ebenso die Versandkonditionen möglicher Direktversender unter die Lupe zu nehmen.
  • Kommunikationsprobleme: E-Commerce-Manager:innen arbeiten bei Dropshipping direkt an den Kund:innen. Daher fungieren sie in speziellen Kontexten auch als Vermittler:innen zu den Lieferanten. Wenn es zum Beispiel ein Problem gibt, das sich auf einzelne Bestellungen auswirkt, sollten Anbieterunternehmen ihre Online-Händler:innen darüber informieren, damit jene wiederum die Endkund:innen benachrichtigen können. Das geschieht nicht immer zuverlässig und prompt, was zu verärgerten Kund:innen führen kann.

Wie wählt man die passende Dropshipping-Software aus bzw. worauf sollte man besonders achten?

Der Markt bietet mittlerweile vielfältige Dropshipping-Lösungen. Manche von ihnen bedienen spezielle Bereiche dieser Commerce-Variante und bieten zum Beispiel vornehmlich Tools für die Bestands-, Auftrags- und Einkaufsverwaltung. Andere wiederum sind als umfangreiche Suiten ausgelegt. Bei entsprechend üppig ausgestatteter Dropshipping-Shop-Software wird die Möglichkeit der Erstellung eines Onlineshops und vieles, was für dessen zweckdienlichen Betrieb nötig ist, mitunter gleich mitgeliefert. Der Schlüssel zum Verständnis, welche Plattform die richtige für das eigene Unternehmen ist, liegt zunächst in der Beantwortung folgender Fragen:

  • Auf welcher E-Commerce-Plattform und auf welchen Marktplätzen soll verkauft werden?
  • Woher sollen Produkte und Lieferanten bezogen werden – bestimmte Branchen, national, international etc.?
  • Ist ein All-in-One-Tool für das Omnichannel-Management samt Shopgestaltung gewünscht oder eine mehr oder weniger einfache Integration?
  • Wie hoch ist das Budget für die Lösung?
  • Bestehen bereits Expansionspläne, mit denen die Dropshippng-Software schritthalten können muss?

Mit entsprechenden Antworten haben Interessierte schon einen genauen Überblick, was ihre künftige Dropshipping-Anwendung leisten muss. Genaueren Aufschluss bringt dann die Betrachtung einzelner Funktionen. Die folgenden Features sollten bei der Recherche immer berücksichtigt werden.

  • Produktsuche und –import: Mit der Produktsuche können E-Commerce-Manager:innen die Produkte, die sie verkaufen möchten, bei beliebten Dropshipper-Unternehmen auswählen und importieren. Zu den fortgeschritteneren Tools gehören Produktrecherche-Funktionen zur Identifizierung besonders profitabler Waren.
  • Produktbewertungen: Um Nutzer:innen zu helfen, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, welche Produkte sie in ihren Shop aufnehmen, enthalten einige Dropshipping-Plattformen Produktbewertungen von Kund:innen. Auch Bewertungen von anderen Händler:innen können zu finden sein.
  • Listing-Verwaltung: Dropshipping-Software beinhaltet häufig spezielle Tools zur Verwaltung von Produktlisten. So können E-Commerce-Manager:innen einfach Produktinformationen herunterladen, bearbeiten und Produktlisten veröffentlichen - idealerweise in großen Mengen.
  • Automatisierung der Bestellung und der Auftragsabwicklung: Bei der Automatisierung von Bestellungen und deren Erfüllung werden diese aus den Vertriebskanälen automatisch an die Lieferanten weitergeleitet, welche sie daraufhin bearbeiten bzw. ausführen. Wenn geplant ist, mit mehreren Lieferant:innen zusammenzuarbeiten, sollte nach einem Tool gesucht werden, mit dem es möglich ist, Lieferant:innen auf Produktebene zu priorisieren.
  • Automatisierung der Lagerhaltung: Die Bestandsautomatisierung synchronisiert Produktdaten direkt von den Lieferant:innen, einschließlich Bestands-, SKU- und Preisinformationen.
  • Automatisierung der Preisgestaltung: Mittels Preisautomatisierung können E-Commerce-Manager:innen Preisregeln erstellen, um die Anschaffungskosten für Produkte automatisch festzulegen und zu ändern. Von Vorteil ist es häufig, auf ein Tool zu setzen, mit dem Höchst- und Mindestpreise festzulegen sind und das Preise auf allen Marktplätzen synchron aktualisieren kann.
  • Sendungsverfolgung: Eine Sendungsverfolgung aktualisiert die Versand- und Verfolgungsdaten von Lieferant:innen automatisch und gibt diese auch an die Endkund:innen weiter.
  • Analytics und Reporting: Schließlich können E-Commerce-Manager:innen mithilfe von Analytics- und Reporting-Features ihre Leistung und ihren Umsatz überwachen. Daraus lassen sich wiederum Schlüsse für Optimierungen und ganz neue Strategien ziehen.
  • Marketing Tools: Einige Dropshipping-Softwares haben Marketing Tools an Bord, die E-Commerce-Manager:innen helfen, ihr Geschäft bzw. die angebotenen Produkte zu promoten. Dies kann beispielsweise in Form von gezielten E-Mails oder Beiträgen in den sozialen Medien erfolgen.

Was kosten Dropshipping-Softwares?

Wer auf der Suche nach einer geeigneten Dropshipping-Software ist, wird durchaus einige kostenlose Anwendungen vorfinden. Diese bieten dann allerdings normalerweise lediglich Basisfunktionen, mit denen nur die wenigsten E-Commerce-Manager:innen zweckdienlich arbeiten können. Gerade Einsteiger:innen sind häufig gut beraten, eine möglichst ganzheitliche Lösung zu wählen, um Software-Brüche bzw. nötige Verknüpfungen mit anderen Systemen, welche natürlich immer zu gewissen Schwierigkeiten führen können, gering zu halten. Dropshipping-Tools werden meistens in Abonnementmodellen bereitgestellt. Unternehmen zahlen hier monatlich oder jährlich und teilweise pro Benutzer:in. Um Dropshipping-Prozesse effektiv zu stützen, werden im Allgemeinen diverse Tools und Verbindungen bzw. Verkaufskanäle benötigt, die kaum komplett kostenlos bereitzustellen sind. Gute Lösungen mit einem vorteilhaften Funktionsumfang beginnen preislich bei ca. 30 bis 40 Euro monatlich. Je nach Ausstattung kann Dropshipping-Software aber auch deutlich teurer sein. 300, 400 oder 500 Euro monatlich sowie pro Nutzer:in und mehr sind möglich. Hierbei handelt es sich dann aber oftmals um Allround-Multichannel-E-Commerce-Software, mit der Anwender:innen alle ihre Vertriebskanäle über eine einzige Plattform verwalten können, um ganze Shopsysteme mit Dropshipping-Optionen oder ähnlich umfangreiche Programme.