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Marktsegment

Nachhaltigkeitsmanagement Software & Tools im Vergleich

Nachhaltigkeitsmanagement-Software ermöglichen es Unternehmen ökologische, ökonomische und soziale Handlungsfelder messbar zu machen und sorgen somit für ein verantwortungsvolles Wirtschaften des eigenen Unternehmens. Typische Anwendungsbeispiele ist die Minimierung des Ausstoßes von Schadstoffen, das Einhalten gesetzlicher Vorschriften, die Überwachung von nicht erneuerbarer Energien und kann so mit einer Senkung von Betriebskosten einhergehen. Ein nachhaltiges Management mithilfe der Softwares ist in der Regel Teil einer groß angelegten Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsstrategie (ESG), die durch die vielen neu angelegten Vorschriften ein wichtiges Instrument geworden sind, um (Regierungs)konforme Prozesse zu gewährleisten.

Der Hauptunterschied zu Energiemanagement-Software liegt darin, dass diese sich eher auf den Energieverbrauch konzentrieren. Das interagieren mit bereits vorhandenen Systemen und der bestehenden IT-Infrastruktur, wie bei Nachhaltigkeitsmanagement-Tools, ist bei diesen Softwares nur eingeschränkt möglich.

Nachhaltigkeitsmanagement-Softwares bieten demzufolge Funktionen zur Planung und Steuerung aller Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -ziele, zum Erfassen aller Nachhaltigkeitsdaten, sowie zur Auswertung und zum Reporting dieser Daten für eine interne oder externe Berichterstattung.

The Climate Choice

Was ist The Climate Choice?

The Climate Choice ist eine klimadaten-getriebene B2B-Plattform
zur Dekarbonisierung von Unternehmen und ihren Lieferketten. Dabei helfen Klima-Ratings Unternehmen und Lieferanten, ihre klimarelevanten Chancen, Potentiale und Risiken strukturiert zu erfassen. Die Saas-Plattform macht die Klima-Daten sichtbar und ermöglicht so eine transparente und verbesserte Zusammenarbeit entlang der Lieferkette. Zudem zeigt sie passgenaue Dekarbonisierungsmaßnahmen in 9 Impact-Kategorien von validierten Partner:innen auf.

workiva

Was ist workiva?

workiva ist eine cloudbasierte End-to-End-Lösung, die sich auf Nachhaltigkeit in Unternehmen spezialisiert hat. Nach eigenen Angaben nutzen bereits Tausende von Unternehmen in 180 Ländern das Tool. Mit workiva können Berichterstattungs- und Compliance-Prozesse vereinfacht und automatisiert werden. Außerdem können Kund:innen kritische Geschäftsdaten direkt von Quellsystemen mit workiva verbinden und so eine Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Integration in bestehende Arbeitsabläufe ermöglichen. Eine unverbindliche und kostenlose Demoversion ist über die Website des Anbieters erhältlich.

Planetly

Was ist Planetly?

Die Softwarelösung von Planetly untersützt Unternehmen dabei, ihre Kohlenstoffemissionen ganzheitlich zu managen. Dabei wird der CO2-Fußabdruck transparent analysiert, mit effektiven Maßnahmen reduziert und mit Hilfe von zertifizierten Klimaprojekten kompensiert. Der Climate Impact Manager von Planetly vereint den gesamten Prozess des CO2-Managements in einer Plattform. Dazu gehört die vollständige Anpassung der Software an die Bedürfnisse einer Organisation, einschließlich eines umfassenden Aktivitäts-Scopings, der Einrichtung von mehreren Benutzerrollen und eines umfassenden Onboardings. Darüber hinaus wird eine effiziente Datenerfassung durch Kooperationsworkflows, Integrationen, Umfragefunktionen und Projektmanagement-Dashboards zur Überwachung des Fortschritts ermöglicht. Ein kostenloses Produktdemo ist auf Anfrage erhältlich.

Tanso

Was ist Tanso?

Tanso Technologies ist eine Software für Industrieunternehmen, mit der Prozesse in der CO2-Bilanzierung automatisiert werden könnt und schafft eine Basis für effektive CO2-Reduktionen. Die End-to-End-Plattform von Tanso ermöglicht es Unternehmen, datengestützte Entscheidungen zur Emissionsreduktion zu treffen, Fortschritte zu verfolgen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Eine Demoversion und Preise können auf der Website von Tanso angefordert werden.

ecochain

Was ist ecochain?

Ecochain ist eine Software, die hilft, den ökologischen Fußabdruck von Produkten zu reduzieren. Ecochain beinhaltet zwei Bereiche. Mit Ecochain Helix können die Auswirkungen großer Produktportfolios gemessen werden. Das Activity-Based-Footprinting folgt einem Top-Down-Ansatz. Das bedeutet, dass pro Werk alle Inputs, Prozesse und Outputs gemessen und auf Produkte verteilt werden. Ecochain Mobius bezieht sich auf objektbasiertes Footprinting und richtet sich an nachhaltiges Produktdesign. Mit Ecochain Mobius können nachhaltigere Produktalternativen geplant, gestaltet und verglichen werden. Die Preise starten bei 245 € pro Monat. Ebenso steht eine Demoversion zur Verfügung.

Resourcify

Was ist Resourcify?

Resourcify hilft Unternehmen dabei, vollständige Transparenz über das Abfallmanagement- und Recyclingaktivitäten zu erlangen und gleichzeitig die Prozesse sicher und konform mit den geltenden Vorschriften zu erstellen. Unabhängig von der Anzahl der Standorte, Regionen oder Länder, stellt Resourcify eine digitale Verbindung zu Recyclern her. Die Plattform integriert Informationen aus verstreuten Daten und standardisiert sie. Ebenso enthalten ist ein eANV-Modul und Integration mit NSUITE, End-to-End-Auftragsmanagement, Verwaltung und Integration von Entsorgern sowie die Verwaltung von Nutzer:innen und Standorten. Preise und eine Demoversion können auf der Website der Software angefragt werden.

Greentrax

Was ist Greentrax?

Greentrax unterstützt Marktteilnehmer:innen dabei, vom Einsatz für Elektromobilität aus erneuerbaren Energien zu profitieren. Dazu steht eine Plattform, die Prozesse für den THG-Quotenhandel digitalisiert, die Abwicklung vereinfacht und die Transparenz erhöht, zur Verfügung. Dazu ermöglicht Greentrax allen Akteur:innen der Elektromobilität, die Teilnahme am THG-Quotenhandel und fairen Zugang zum Markt. Preise können auf der Website von Greentrax angefordert werden.

cirplus

Was ist cirplus?

Mit cirplus können standardisierte Rezyklate auf sichere, rückverfolgbare und kosteneffiziente Art und Weise weltweit gekauft werden. cirplus entwickelt den globalen B2B-Marktplatz für recycelte Kunststoffe. Der B2B-Online-Marktplatz von cirplus beinhaltet die gesamte Kette von kunststoffverarbeitender Unternehmen. cirplus beinhaltet zudem eine eigene App, mit der Leads, die Kommunikation, Materialprüfungen und Verhandlungen gesteuert werden können. Das Unternehmen sitzt in Deutschland. Eine Demoversion und Preise können auf der Website angefordert werden.

Makersite

Was ist Makersite?

Makersite liefert digitale Entscheidungsunterstützung in komplexen Geschäftsumgebungen. Die Plattform ist cloudbasiert und kombiniert die Datenaggregation und Live-Anwendungen für ein agiles Produktlebenszyklus-Management. Integrationen mit ERP-, PLM-, PDM- und CAD-Systemen über offene API. 10+ Standard-Importer sind möglich. Produkteinblicke über eine proprietäre Mapping-Engine, die auf KI, maschinellem Lernen und Graphdatenmodellen basiert, sind ebenso in Makersite enthalten. Makersite Pro startet bei 12.000 € jährlich, weitere Preise können auf der Website des Tools angefordert werden.

Cyrkl

Was ist Cyrkl?

Cyrkl ist eine Plattform für gewerbliche Abfälle und nachhaltige Rohstoffbeschaffung. Über Cyrkl können potenzielle Partner für jede Art von Material, Gewerbeabfall, Nebenprodukt oder Recyclat gefunden werden. Das Unternehmen erstellt eine Übersicht über die Abfallströme eines Unternehmens und schlägt Möglichkeiten zur Einsparung von Geld und Emissionen vor. Registrierte Benutzer:innen können dazu Abfallvergaben erstellen. Abfälle und Materialien können zu eigenen Konditionen ausgeschrieben und in einem verdeckten Bieterprozess an den/die Bieter:in zu den gewählten Bedingungen vergeben werden. Eine Registrierung ist kostenlos möglich. Preise lassen sich auf der Website des Tools anfragen.

node.energy

Was ist node.energy?

node.energy ist ein digitales Werkzeug für das energierechtliche und kaufmännische Management von Erzeugungsanlagen und Privilegierungen in Industrie & Gewerbe. Automatisierung von energiewirtschaftlichen Meldepflichten, kontinuierliches Energierechtsmonitoring aller gesetzlichen Anforderungen und eine zentrale Übersicht über Standort-, Anlagen- und Messdaten sind mit node.energy möglich. Die Anwendungsbereiche von node.energy sind,
Stromsteuer und EEG-Umlage in Wind- und Solarparks, Solarstrom Abrechnungen für Gewerbeimmobilien und PV Eigenverbrauch in Industrie & Gewerbe. Auf der Website steht eine Demo zu Verfügung. Preise lassen sich auf der Website des Tools anfragen.

circula

Was ist circula?

circula ist eine intelligente Software-Plattform zur Verwaltung von Mitarbeiterauslagen, Reisekosten- und Benefits. Die All-in-One-App ermöglicht es, einen Überblick über alle täglichen Transaktionen von Mitarbeiter:innen zu erhalten. Dazu zählen unter anderem Reisekosten, Belege, Pauschalen, Essenszuschüsse und Mobilitätsbudgets. Nahtlose Integrationen mit offiziellen DATEV-Softwarepartnern decken Buchhaltungs- und Lohnabrechnungs-Integrationen ab. Die Preise im Basic-Paket starten bei 85 Euro. Ebenso ist eine Testversion vorhanden.

Mobiko

Was ist Mobiko?

Mobiko ist ein Tool für flexibles Mobilitätsmanagement und bietet ein handhabbares Tool, um Mitarbeitermobilität zu verwalten, steuerkonform abzurechnen sowie nachhaltiges Mobilitätsverhalten belohnen zu können. Die MOBIKO App ermöglicht es Arbeitgeber:innen, ihren Mitarbeiter:innen ein digitales Mobilitätsbudget zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter:innen können dieses für alle Verkehrsmittel weltweit nach individuellem Bedarf und Umweltbewusstsein nutzen und bei den Arbeitgeber:innen per App abrechnen. Die eingereichten Mobilitätsausgaben werden mit dem Gehalt im Folgemonat automatisch zurückerstattet. Weitere Preise und Informationen können auf der Website des Tools erhalten werden.

circularise

Was ist circularise?

Circularise ist eine Softwareplattform für die Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Lieferkette, welche 2016 in den Niederlanden gegründet wurde. Das Softwaresystem von Circularise hilft Lieferant:innen von Chemikalien und Kunststoffen, Batteriematerialien, Metallen und anderen Branchen, den ökologischen Fußabdruck von Materialien zu teilen, ohne dabei sensible Daten zu riskieren. Darüber hinaus hilft es Marken, Einblicke in ihre eigenen Scope-3-Emissionen und andere Metriken zu erhalten. Circularise verfügt über einen eigenen Knowledge-Hub, welche Whitepaper, Guides und Case Studys enthält. Preise können auf der Website des Tools angefordert werden.

Mehr über Nachhaltigkeitsmanagement Software & Tools im Vergleich

Definition Nachhaltigkeitsmanagement-Software: Was ist Sustainability Software und wozu wird sie benötigt?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wirtschaftlich ein wichtiger Faktor. Unternehmen sind mehr und mehr dazu verpflichtet, transparent sowie allgemein gewissenhaft mit benötigten Ressourcen umzugehen. Das gilt insbesondere dann, wenn es um nichterneuerbare Energien, Schadstoffe bzw. deren Ausstoß und generell die Effizienz im Umgang mit kritischen Betriebsmitteln oder Rohstoffen geht. Dabei stehen nicht nur direkt – zum Beispiel für die Produktion von bestimmten Waren – benötigte dingliche Ressourcen im Fokus, sondern ebenfalls Arbeitsbedingungen, Lieferketten und weitere Aspekte. Unternehmen, die sich weitreichend mit Nachhaltigkeit beschäftigen (müssen), zielen in aller Regel darauf ab, ideale ökologische, ökonomische und soziale Handlungsfelder zu schaffen. Um bei der Erfüllung dieses Anliegens nicht im Dunkeln zu stochern, sollten die damit verbundenen Vorgänge messbar gemacht und daraufhin datenbasiert optimiert werden. Die klassische Methode dafür ist ein aufwendiges sowie fehleranfälliges manuelles Zusammentragen sämtlicher relevanter Fakten in Excel-Tabellen und deren Auswertung. Hier kommt nun die Nachhaltigkeitsmanagement-Software ins Spiel, auf Englisch Sustainability-Management-Software und häufig auch Environmental-Sustainability-Software, Sustainability-Assessment-Tool oder Sustainability-Reporting-Software genannt. Mithilfe dieser lassen sich alle benötigten Fakten weitgehend automatisiert erfassen. Sie bietet unterschiedliche Tools zur Organisation sowie Bewertung der gewonnenen Daten – teils mithilfe von künstlicher Intelligenz - und lässt mit wenig Aufwand umfassende Berichte erstellen. Damit trägt sie optimalerweise stark dazu bei, dass der Prozess des Nachhaltigkeitsmanagements deutlich effizienter wird.

Wie funktionieren Nachhaltigkeitsmanagement-Softwares?

Wie Nachhaltigkeitsmanagement-Software funktioniert, hängt immer auch etwas von der jeweiligen Lösung ab. Folgende Funktionsschritte können jedoch durchaus als typisch für derartige Anwendungen angeführt werden. Gute, umfassende Sustainability Tools bilden eine zentrale Plattform, auf der alle Vorgänge des Nachhaltigkeitsmanagements bzw. spezifische Daten zusammenlaufen. Eine solche Nachhaltigkeitsmanagement-Software unterstützt Unternehmen dabei, ihre sozialen, ökologischen und ökonomischen Handlungsfelder zu bewerten. Dabei wird unter anderem eine wichtige Grundlage geschaffen, um entsprechende Prozesse an alle relevanten Stellen zu kommunizieren und generell sämtliche Mitwirkende durch eine gemeinsame Plattform zu verbinden. Nachhaltigkeits-Software kann schließlich zu einem optimierten Informationsaustausch führen – sowohl intern als auch extern – und die unternehmensweite Kooperation am Nachhaltigkeitsmanagement sowie betreffende Kenndaten verschiedener Fachbereiche bündeln. Klimaschutz, Arbeitsbedingungen, Lieferketten und weitere Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements sind mithilfe von Sustainability Solutions kleinteilig unter die Lupe zu nehmen. Unternehmen können bestimmen, welche Nachhaltigkeitsaspekte besonders zu betrachten sind und wie diese analysiert werden sollen. Die Auswertung erfolgt auf der Basis standardisierter Indikatorenkataloge, beispielsweise nach GRI oder DNK. Individuelle Kenngrößen können ergänzt werden. Sustainability-Management-Tools ermöglichen weiterhin eine breite Organisation des Nachhaltigkeitsmanagements. Es ist festzulegen, wer wann was berichten soll – auch langfristig. Bei Bedarf können betreffende Personen sehr effizient direkt über die Software benachrichtigt werden. Auf einem oder mehreren Dashboards werden alle wichtigen Reporting-To-dos und Fortschritte angezeigt. Durch ein standardisiertes Vorgehen ist der Erhalt von konsistenten und verlässlichen Informationen sichergestellt. Die Kenndaten aller Fachbereiche werden vollständig, unmittelbar und eindeutig nachvollziehbar zusammengeführt und schließlich ausgewertet. Sind die gesammelten Informationen freigegeben worden, erfolgt die Aufbereitung. Mithilfe von vielfältigen Auswertungen sind Unternehmen in der Lage, die gewünschten Inhalte unter verschiedenen Gesichtspunkten transparent zusammenzustellen. Daraufhin können zielgenau strategische Entscheidungen und überaus zweckmäßig Folgemaßnahmen ausgerichtet werden. Die resultierenden Diagramme und Tabellen bilden eine anschauliche Grundlage für den Nachhaltigkeitsbericht an die unterschiedlichen Anspruchsgruppen. Die Software bietet idealerweise Reports nach bestimmten nationalen und/oder internationalen Standards – GRI, DNK etc. Diese sind damit nicht nur intern für die Betrachtung der Nachhaltigkeit verwendbar, sondern auch extern als offizielle Dokumente.

Welche Vor- und Nachteile haben Nachhaltigkeitsmanagement-Softwares?

Nicht erst seit dem Aufkommen der Fridays-for-Future-Bewegung ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Entsprechende politische und unternehmerische Strategien sind eng miteinander verbunden – ganz einfach deshalb, da Betriebe verschiedenster Ausrichtungen die Nachhaltigkeitsentscheidungen der Politik als eine der ersten Gruppen umsetzen müssen. Internationale Beschlüsse und Richtlinien, wie das Klimaabkommen von Paris oder die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, unterstreichen dies in ihren Zielen massiv. Immer mehr Firmen sind unter diesen Entwicklungen dazu verpflichtet, ihre Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit offenzulegen und anzukurbeln. Neben den Regularien von offizieller Seite erkennen Firmen aber auch zunehmend, dass sie unter einer Betriebsführung mit stärkerem Fokus auf die Nachhaltigkeit messbare unternehmerische Mehrwerte schaffen. Es lassen sich insbesondere eine erhebliche Effizienzsteigerung und Kosteneinsparungen auf mehreren Ebenen erreichen. Darüber hinaus beeinflussen ein transparenter Umgang mit Ressourcen und das Bekennen zu nachhaltigem Handeln die öffentliche Wahrnehmung einer Marke stark positiv. Das kann ein wichtiger Marketing-Vorteil sein, eine attraktive Arbeitgebermarke bilden und/oder sogar zukunftsweisende Geschäftsstrategien begünstigen, für die weniger nachhaltig agierende Firmen nicht infrage kämen. Um von diesen und weiteren Vorzügen profitieren zu können, sollte unternehmerische Nachhaltigkeit als eine zentrale Management-Aufgabe etabliert sein. Diese gilt es professionell zu planen, zu steuern und zu kommunizieren. Genau solche Voraussetzungen zu schaffen, ist wiederum nur mit einer geeigneten Software-Architektur effizient möglich, innerhalb derer die Nachhaltigkeitsmanagement-Software das Herzstück bildet. Sie nimmt eine Schlüsselposition ein, über welche Orientierung und ökonomisierte digitale sowie integrierte Prozesse zu schaffen sind - weg von ineffizienten, fehleranfälligen Excel-Tabellen hin zu smarten, zentralisierten und kollaborativen Lösungen. Wirkliche Nachteile bestehen dabei für Unternehmen nicht – solange sie eine Software für Nachhaltigkeit verwenden, die genau zu ihren Anforderungen passt. Ist das nicht der Fall, wird kaum das volle Potenzial eines solchen Helfers erreicht werden. Schlimmstenfalls behindert ein unpassendes Tool sogar gewisse Vorgänge und/oder verbrennt unnötig viel Kapital.

Wie wählt man die passende Nachhaltigkeitsmanagement-Software aus bzw. worauf sollte man achten?

Es gilt zunächst zu schauen, ob es eine Lösung gibt, die eigens auf die Branche des jeweiligen Unternehmens oder auf einen bestimmten Nachhaltigkeitsbereich, der vornehmlich fokussiert werden soll, ausgerichtet ist. So bietet der Markt beispielsweise spezielle Supply-Chain-Sustainability-Software. Dabei und ebenso bei der Betrachtung allgemeinerer Sustainability Tools sollten sich Interessierte über die konkreten Bedarfe ihres Unternehmens im Klaren sein – jetzt sowie in Zukunft – und vornehmlich anhand dieser eine passende Lösung recherchieren. Dabei nehmen die Funktionalitäten bzw. die Erfassung der diesbezüglichen Must-haves natürlich eine wichtige Position ein. Nachhaltigkeitsmanagement-Software enthält normalerweise diverse Funktionen zur Erfassung und Analyse von Daten sowie zur Berichterstattung und zur Organisation der für all das nötigen Prozesse. Die folgenden Features sind für die meisten Betriebe relevant, wenn es um die Anschaffung und Nutzung von Software für Nachhaltigkeitsmanagement geht, und sollten immer in Erwägung gezogen werden.

  • Unterschiedliche Möglichkeiten zur Datenerfassung: Nachhaltigkeitsmanagement-Software bietet Features zum Import von Rechnungen direkt vom Energieversorger, kann mit Energiezählern verbunden werden und ebenso Kohlenstoffemissionen überwachen. Sie ist mit allen möglichen Systemen im Unternehmen zu verbinden, die sich mit Energie und Ressourcen befassen.
  • Leistungsmanagement: Software für Sustainability Management kommt häufig mit Funktionen, die einen umfassenden Blick auf aktuelle Nachhaltigkeitspraktiken sowie die Organisation dieser zulassen. Über anpassbare Dashboards und Benchmarking werden die Nachhaltigkeits- oder Energiemanagement-Leistung eines Betriebs auf der Basis von festgelegten Richtlinien analysiert oder mit den Anstrengungen anderer Unternehmen verglichen.
  • Normalisierung und andere Auswertungen: Die Normalisierung hilft bei der Ermittlung von Durchschnittswerten. Zum Beispiel kann im Gebäudemanagement die Belegung normalisiert werden, um zu zeigen, wie sich die Aktivitäten der Mitarbeiter:innen auf den Energieverbrauch auswirken, sodass Unternehmen genauere Budgets und Prognosen erstellen können. Es sind noch zahlreiche weitere Auswertungsschwerpunkte möglich.
  • Compliance-Management: Compliance-Management-Funktionen unterstützen Unternehmen dabei, gesetzliche Anforderungen in Bezug auf Energieverbrauch, Abfallreduzierung, Kohlenstoffemissionen etc. zu erfüllen.
  • Dokumentenmanagement: Software für Nachhaltigkeitsmanagement lässt wichtige Dokumente zu Nachhaltigkeitspraktiken, wie Berichte, Prüfbögen, Geräte- sowie Anlagenauswertungen und viele andere, direkt innerhalb der Anwendung abspeichern und verwalten.
  • Berichterstellung: Eines der absoluten Kern-Features von Nachhaltigkeitsmanagement-Software bilden verschiedene Berichterstellungsfunktionen. Unternehmen können damit zum Beispiel Reports über den Energieverbrauch oder auch allgemein zu den Kosten im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsprogrammen erstellen.

Neben den Funktionen sollte insbesondere klar erfasst werden, wozu bzw. in welchen Unternehmensbereichen Nachhaltigkeitsmanagement-Software vorteilhaft eingesetzt werden kann. Daran lässt sich dann weiter differenzieren, welche abteilungs- oder fachbereichstypischen Anforderungen Nachhaltigkeits-Software bedienen können muss. Sie wird von vielen verschiedenen Fachleuten genutzt. Einige davon sind folgende:

  • Manager:innen für die soziale Verantwortung: Manager:innen für die soziale Verantwortung werden immer häufiger eingesetzt, da sich Betriebe immer mehr Gedanken darüber machen (müssen), wie sich ihre Tätigkeiten und Praktiken auf die Umwelt auswirken. Diese Fachleute verwalten interne und externe Initiativen und verwenden Nachhaltigkeits-Software, um Aufgaben zuzuweisen, die Leistung zu verfolgen und Berichte zu erstellen, welche den Erfolg der Programme nach innen und außen vermitteln.
  • Supply-Chain-Manager:innen: Supply-Chain-Manager:innen stehen vor der Herausforderung, unterschiedlichste Betriebsmittel von verschiedenen Lieferanten (weltweit) zu beschaffen und müssen sich dabei mit einer langen Liste externer Faktoren auseinandersetzen, die ihre Effizienz beeinträchtigen können – Ressourcenknappheit, Klima, Konflikte usw. Software für Nachhaltigkeitsmanagement kann dabei helfen, eine optimal effiziente und ökologisch vertretbare Lieferkette zu gewährleisten.
  • Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanager:innen: Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanager setzen sich – vereinfacht ausgedrückt - für die Belange der Mitarbeiter:innen und der Umwelt ein. Sie arbeiten daran, sichere und nachhaltige Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Entsprechende Kräfte unterstützen Unternehmen auch bei der Einhaltung von Vorschriften zu Kohlenstoffemissionen, Abfall und Arbeitssicherheit. Sie verwenden Nachhaltigkeits-Software, um Daten zu sammeln und Berichte zu erstellen, welche die Einhaltung der Vorschriften belegen.
  • Gebäudemanager:innen: Gebäudemanager:innen müssen den Energieverbrauch in ihren Gebäuden überwachen, was die Erfassung von Daten aus verschiedenen Systemen im gesamten Unternehmen erfordert. Schließlich soll so festgestellt werden, wo eventuell Energie verschwendet wird. Durch den Aufbau von Verbindungen zwischen spezifischen Gebäudeinformationssystemen unter anderem mithilfe von Nachhaltigkeitsmanagement-Software können die Verantwortlichen schließlich sogar Automatisierungen für die Optimierung des Energieverbrauchs schaffen. Nachhaltigkeits-Software ist hier im Allgemeinen ein wichtiger Teil des verwendeten Technologiepakets.

Was kostet Nachhaltigkeitsmanagement-Software?

Erst einmal hängen die Kosten von Nachhaltigkeitsmanagement-Software von deren Funktionsumfang ab. Manche Lösungen gibt es sogar in einer kostenlosen Version. Diese ist dann jedoch in puncto Funktionalität stark eingeschränkt. Es gilt im Allgemeinen Folgendes: Je komplexer und spezialisierter eine Sustainability Software ist, desto teurer wird sie. Des Weiteren hat das Bereitstellungsmodell Einfluss auf die Kosten. Nachhaltigkeitsmanagement-Tools sind on-premise und in der Cloud als Software-as-a-Service-Dienste erhältlich. Je nach Modell wird die Software als unbefristete Lizenz (einmaliger Kauf) oder als Jahres- bzw. Monatsabonnement (wiederkehrende Kosten) angeboten. Cloud-basierte Lösungen gibt es schon ab rund 50 Euro monatlich. Mit umfangreichen Ausstattungen, zum Beispiel mit KI-Features, können die Preise aber schnell auch zwischen 500 und 800 Euro pro Monat liegen. On-Premise-Nachhaltigkeitsmanagement-Software, die normalerweise gekauft und dann selbst verwaltet wird, ist noch einmal deutlich teurer, muss aber eben nicht fortlaufend bezahlt werden.