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Marktsegment

Payment Software & Tools im Vergleich

Formell stellt Payment Software, im digitalen Kontext auch als Payment Gateways bezeichnet, den Service zur Autorisierung von Zahlungen zwischen Shopper und E-Commerce-Händler bereit und übermittelt dabei sogenannte Transaktionsinformation an Banken. Ganz praktisch bedeutet das, dass die im Shopsystem eingebundene Payment Software einen Kauf ermöglicht, indem sie im Onlineshop eine oder mehrere Zahlungsoptionen einbindet. So können Händler, neben dem Kauf über die Kreditkarte, ihren Kunden auch viele neue direkte Zahlungsmöglichkeiten anbieten und über einige Anbieter außerdem den Kauf auf Rechnung oder per Ratenzahlung ermöglichen. Die letzten Optionen werden entweder direkt über den Anbieter oder in Zusammenarbeit mit externen Finanzdienstleistern bereitgestellt.

Eine weitere Kernfunktion der Payment Gateways beinhaltet, dass Informationen sicher, codiert und datenschutzkonform zwischen Kunde, Händler und Payment Anbieter weitergegeben werden.

PayPal

Was ist PayPal?

Paypal bezeichnet sich selbst als “offene digitale Bezahlplatfform”, die es rund 325 Millionen aktiven Kund:innen auf der ganzen Welt ermöglicht, sich auf neue Art und Weise zu verbinden und innerhalb weniger Sekunden Geschäfte zu tätigen. Gemeinsam mit Paypals weiteren Services Braintree, Venmo und Xoom steht die Plattform weltweit in mehr als 200 Märkten zur Verfügung. Verbraucher:innen und Händler:innen sollen damit Geld in mehr als 100 Währungen empfangen, in 56 Währungen auf ihr Konto abheben und in 25 Währungen Guthaben auf ihrem PayPal-Konto halten können. Im Online Shop lässt sich die Software sowohl direkt als auch über zwischengeschaltete Payment-Service-Provider (PSP) integrieren. Die angegebenen Vorteile: Absicherung von Kunde und Händler sowie “einfaches Online-Shoppen”.

Klarna

Was ist Klarna?

Klarna gibt als das am besten gefundete Fintech Europas an “das Bezahlerlebnis für Käufer:innen und Händler:innen grundlegend zu verändern”. 2005 gegründet, zählt Klarna inzwischen rund 200.000 aktive Händler*innen, rund 85 Mio. Endkund:innen und rund 1 Mio. Transaktionen pro Tag. 2014 übernahm Klarna die Sofort GmbH, drei Jahre später, also 2017, erfolgte dann die Akquisition der Billpay GmbH und die Lizensierung als Bank, die es der Klarna Bank (so lautet seitdem die offizielle Bezeichnung des schwedischen Unternehmens) erlaubt Käufer:innen und Händler:innen eine Bandbreite an eigenen Finanzprodukten anzubieten. Mit Klarna sollen sich offene Zahlungen schnell, einfach und sicher tätigen lassen - und zwar sofort, zu einem späteren Zeitpunkt oder in Raten. Nutzer:innen stehen außerdem eine Klarna App und eine Klarna Card zur Verfügung, die online und in Shops eingesetzt werden können.

Amazon Pay

Was ist Amazon Pay?

Amazon Pay bezeichnet sich selbst als “Online-Zahlungsoption, der Hunderte Millionen von Amazon-Kund:innen vertrauen”. Anders gesagt: Amazon Pay ist eine Zahlungslösung, bei der Amazon Kunden:innen im eigenen Online Shop des E-Commerce Händlers mit den Informationen bezahlen können, die bereits in ihrem Amazon Konto hinterlegt sind. Eignen soll sich die Lösung für die unterschiedlichsten Zahlungsbedürfnisse: von sofortiger Zahlung über wiederkehrende Zahlungen bis hin zu Rückerstattungen. Nach eigenen Angaben sind die Vorteile der Nutzung von Amazon Pay: Vertrauen schaffen, Hürde beim Bezahlen abbauen durch den optimierten Checkoutprozess und Spracherkennung anbieten.

Stripe Payments

Was ist Stripe Payments?

Stripe selbst ist ein Technologieunternehmen, das nach eigenen Angaben “Lösungen für die Wirtschaftsinfrastruktur des Internets aufbaut”. Mit Stripe Payments bietet das Unternehmen die Möglichkeit, über die eigene Website oder App weltweit Zahlungen anzunehmen und zu senden. Eignen soll sich das Tool dabei für Unternehmen jeder Größe und besonders für Einzelhändler:innen, die sowohl online als auch im stationären Bereich unterwegs sind, Unternehmen mit Abomodellen, Softwareplattformen und Marktplätze. Dabei wirbt das Unternehmen mit der Bereitstellung einer gehosteten Zahlungsseite (via Stripe Checkout), individuell anpassbaren Abläufen und einer Vielzahl von Integrationen zu anderen SaaS-Anbietern. Nach eigenen Angaben unterstützt Stripe Payments dutzende Zahlungsmethoden und 135+ Währungen.

Apple Pay

Was ist Apple Pay?

Apple Pay ist den meisten vermutlich durch das kontaktlose Bezahlen im lokalen Geschäft ein Begriff, kann aber auch in Apps und - über den Safari Browser - in Web Shop verwendet werden. Für die Nutzung auf Endkundenseite wird Bank- oder Kreditkarte auf iPhone oder Apple Watch hinterlegt, wobei die Kartennummer weder auf dem zur Einrichtung verwendeten Gerät, noch auf den Apple Servern gespeichert wird und damit als “ganz schön sicher” gilt. Im Vergleich zum stationären Handel ist eine Integration von Apple Pay im E-Commerce nicht automatisch möglich und so müssen Online Händler, die Apple Pay anbieten möchten, die Software mit ihrem Shop System integrieren. Dazu bietet Apple selbst alle erforderlichen Schnittstellen an, der einfachste Weg zur Integration führt aber über den meist ohnehin zwischengeschalteten Payment Anbieter des Vertrauens.

Klarna Sofort (zuvor Sofortüberweisung)

Was ist Klarna Sofort (zuvor Sofortüberweisung)?

Klarna gibt als das am besten gefundete Fintech Europas an “das Bezahlerlebnis für Käufer:innen und Händler:innen grundlegend zu verändern”. 2005 in Schweden gegründet, zählt Klarna inzwischen rund 200.000 aktive Händler:innen, rund 85 Mio. Endkund:innen und rund 1 Mio. Transaktionen pro Tag. 2014 übernahm Klarna die Sofort GmbH und damit auch die Zahlungsoption “Sofortüberweisung” des Münchner Unternehmens. Mit “Klarna Sofort” (so heißt die Sofortüberweisung seit der Übernahme) sollen sich Einkäufe direkt nach Bestellabschluss “bequem und sicher” mit der reinen Eingabe der eigenen Online-Banking Daten bezahlen lassen. Nutzer:innen müssen also keine persönlichen Informationen oder Kartendetails an Händler:innen übermitteln. Unmittelbar nach der Bestellung gibt es eine Transaktionsbestätigung.

Google Pay

Was ist Google Pay?

Google Pay, kurz G Pay, ermöglicht die kontaktlose Bezahlung in lokalen Geschäften, Apps oder in Webshops über Android Smartphones oder Smartwatches. Für die Nutzung auf Endkundenseite wird die Bank- oder Kreditkarte (auch mehrere Karten möglich) in der App hinterlegt und auch die Verknüpfung zu PayPal ist möglich. GPay speichert dabei die Kartennummer nicht, sondern verwendet eine verschlüsselte virtuelle Kartennummer, um so die Zahlungsinformationen neben weiteren Sicherheitsebenen zu schützen. Nutzer:innen können Google Pay auch in Geschäften verwenden, welche ‚kontaktloses Bezahlen‘ für Debit- und Kreditkarten anbieten. Außerdem werden die Webshops in der App angezeigt, bei denen Nutzer:innen G Pay verwenden können. Unternehmen sollen kostenlos die Zahlart unkompliziert über eine API integrieren können. Neben dem schnelleren Bezahlvoqrgang können Unternehmen auch ihre Treue- und Prämienprogramme in G Pay integrieren.

Unzer

Was ist Unzer?

Unzer ist der flexible Payment-Partner für Händler jeder Größe und Branche, egal ob online oder am POS. Mit der modularen Plattform und innovativster Technologie zur Datenanalyse ermöglicht Unzer es Händlern, ihr volles Potenzial zu entfalten und zu wachsen: Von der internationalen Zahlungsabwicklung über die Analyse von Kundenverhalten bis zu Risikomanagement. Unzer agiert dabei als Acquirer, technischer Netzbetreiber und Anbieter von eigenen Bezahlmethoden, wie dem Rechnungskauf. Das Tool bietet einen individuellen Zahlungsmix, Lösungen zur Steigerung der Conversions in Online-Shops sowie zur Steigerung des Umsatzes vor Ort und die Vereinfachung von wiederkehrenden Zahlungen in Form von 1-Click-Zahlungen und Abos.
Hinter Unzer steht ein Team aus über 700 Payment-Experten und Tech-Enthusiasten. Diese arbeiten daran, Händlern zu einem nachhaltigen Wachstum in einem dynamischen Markt zu verhelfen. Seit 2020 ist KKR Mehrheitseigner von Unzer.

Mollie

Was ist Mollie?

Mollie gibt an, den “digitalen Zahlungstransfer kontinuierlich verbessern zu wollen” und “zu den führenden Payment Service Providern (PSP) in Europa” zu gehören. Gegründet wurde das Unternehmen 2004 in den Niederlanden und zählt im Moment etwa 100.000 Kund:innen, die europaweit ihren Online-Zahlungsverkehr über die cloudbasierte Mollie-Plattform abwickeln. Nach eigenen Angaben integriert Mollie “alle wichtigen Zahlungsmethoden in Kürze” und zu den gängigen Shop Systemen gibt es Plugins, Module und Integrationen. In Rechnung gestellt werden nach eigenen Angaben nur erfolgreiche Transaktionen; angeboten werden volumengebundene Preismodelle.

BS PAYONE

Was ist BS PAYONE?

PAYONE bezeichnet sich selbst als “einer der führenden Payment-Anbieter Europas” und versteht sich als “Partner des Handels” - sei es am POS, online oder mobil. Die Lösung soll vor allem dafür sorgen, dass das Payment im Hintergrund einfach, schnell, sicher und nahezu unsichtbar funktioniert. Das Ziel für den Online Commerce: “Alle wichtigen E-Commerce Bezahlmethoden aus einer einzigen Quelle”. Nach eigenen Angaben nutzen im Moment rund 365.000 Kund:innen die Payment Plattform; pro Jahr sollen damit in der DACH-Region mehr als 2,5 Milliarden Transaktionen erfolgen. PAYONE ist ein Unternehmen der Ingenico Gruppe und der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag). Eignen soll sich PAYONE sowohl für namhafte globale Marken als auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Adyen

Was ist Adyen?

Adyen, 2006 von einer Gruppe von Payment-Experten gegründet, bezeichnet sich selbst als “Zahlungsdienstleister mit einer Payment-Plattform für jedes Unternehmen und jede Customer Journey”. Anders gesagt: als eine Plattform, die eine moderne End-to-End Infrastruktur bietet, um globale Zahlungen zu vereinfachen und zu beschleunigen - sowohl online, mobil als auch am Point-of-Sale. Als Ziel nennt Adyen, Händler:innen auf der ganzen Welt einen einheitlichen Handel (Unified Commerce / Omnichannel) und detaillierte Dateneinblicke über alle Verkaufskanäle zu ermöglichen. Auf der im Profil verlinkten Website ist die vollständige Preisliste verfügbar.

Ratepay

Was ist Ratepay?

Gegründet 2009 in Berlin als Fintech der ersten Stunde ist Ratepay heute eines der führenden Fintech für White-Label Zahlungslösungen in Europa. Ratepay steht vor allem für einfache und sichere Bezahllösungen für große Onlineshops und Marktplätze. Mehr als 350 Online-Shops verwenden die Lösungen von Ratepay. Mit den Produkten Rechnung, SEPA Lastschrift, Ratenzahlung und Vorkasse decken die Kunden rund 60 Prozent der beliebtesten Bezahlmethoden in der DACH-Region ab. Die speziellen White-Label Lösungen von Ratepay sollen zu einer höheren Conversion führen und die Kaufabbruchrate verringern. Ratepay ist da für alle, die sich einfache, sichere und maßgeschneiderte Bezahllösungen wünschen. Von der Vertragsgestaltung über das Onboarding bis zum Live-Betrieb richtet sich das Unternehmen ganz nach den Wünschen seiner Kunden, egal ob Händler, Marktplatz oder PSP.

Skrill

Was ist Skrill?

Skrill ist ein 2001 in London gegründeter digitaler Zahlungsdienstleister, der mittlerweile zu Paysafe gehört. Das Unternehmen bietet kostenlose Auslandsüberweisungen und seit Anfang 2021 auch Überweisungen Bitcoin oder Ethereum an Krypto-Wallets an. Im Unterschied zu Paypal können Zahlungen an jede Email-Adresse durchgeführt werden, dann aber nur nach Anlegen eines Skrill-Accounts abgerufen werden.

CopeCart

Was ist CopeCart?

Das Berliner Unternehmen CopeCart ist ein Landingpage-Builder und Zahlungsanbieter für digitale Produkte und verspricht “digital verkaufen in unter 2 Minuten”. Typische Produkte, die über CopeCart veräußert werden sind Onlinezugänge zu Mitgliederseiten, E-Books, Hörbücher, Online-Coachings und andere Download-Produkte, die nach eigenen Angaben von über 10.000 Nutzern über die Plattform angeboten werden. Dafür bietet CopeCart die Landingpage fürs jeweilige Produkt, einen Two-Step Checkout inklusive One-Click-Upsell-Feature, verschiedene Bezahloptionen, Auswertungen zu Kunden und Käufern sowie Integrationsmöglichkeiten zu den gängigen Software-Lösungen aus den Bereichen Email Marketing und Marketing Automation. Kosten fallen ausschließlich im Fall eines Kaufs an. Die Preise für CopeCart im Detail: 1€ + 4,9% des Warenkorbs.

Saferpay

Was ist Saferpay?

Saferpay ist ein elektronisches bargeldloses Bezahlsystem von dem Schweizer Unternehmen Six Payment Services. Die Einsatzmöglichkeiten sind Mail-/Phone-Order, Saferpay Secure PayGate, E-Commerce, Business sowie All-in-one Webshop Lösung. Das responsive Design, omni-channel- Unterstützung und die Anbindung an CRM- und ERP-System soll Nutzer:innen mehr Flexibilität ermöglichen. Saferpay ist PCI-DSS zertifiziert und mit einem integrierten Risikomanagement-System ausgestattet. Weitere Funktionen sind dynamische Währungsumrechnung, Tokenization- Lösung, optimierte Checkout-Pages, Bezahllinks via E-Mail oder in PDF-Dokumenten, Zahlungsreports, automatischer Tagesabschluss, Transaktionsübersicht sowie Zahlungssuche.

POS-cashservice

Was ist POS-cashservice?

POS-cashservice bezeichnet sich als Experte für EC-Terminals und die Abwicklung von EC- sowie Kreditkartenzahlungen. Darüber hinaus soll sich das Tool im Bereich der Online-Bezahllösungen einen Namen gemacht haben. POS-cashservice stellt hier kostenfreie Module für Magento, WooCommerce, Shopware, Oxid eSales, modified Shopsoftware, JTL-Shop, Randshop, APT Shop, Wordpress Plugin, Xonic Solutions, WHMCS_Plugin, Atrox Development und Auktion:NG bereit. Der gleichnamige Dresdener Anbieter lässt E-Commercelerinnen mit POS-cashservice Kreditkarten, Lastschrift, Sofort., Vorkasse, PayPal, Paydirekt und paysafecard in ihre Shopsysteme implementieren. Dabei profitieren Kundeninnen von Support bei der Einrichtung der Software, der Abwicklung der Zahlungen und sie erhalten zudem umfassende Statistiken und Auswertungen Ihrer Transaktionen.

Easy

Was ist Easy?

easy ist eine Zahlungslösung für Onlineshops der deutschen nets gruppe. Das Tool bietet nach eigenen Angaben einen nutzerfreundlichen und schnellen Check-out mit zahlreichen Zahlarten, wie Paypal, Kreditkarte, Rechnung oder Lastschrift. Mit der “Remember-Me-Funktion” können wiederkehrende Kunden außerdem erkannt werden und müssen Zahldaten und Adresse nicht erneut eingeben. Außerdem stellt die Software ein Dashboard für Nutzende bereit, das alle Transaktionsdaten und Bezahlinformationen übersichtlich darstellt und so Zeit und Kosten bei der Buchhaltung, Auswertung und Planung sparen soll.

elopage

Was ist elopage?

Mit elopage können Unternehmer digitale Produkte wie Online Kurse, Memberships, eBooks und andere Download-Produkte erstellen und verkaufen. Dafür stellt der Softwareanbieter aus Berlin die gesamte Infrastruktur, die nach eigenen Angaben alle wichtigen Bezahlarten (inkl. Abo und Ratenzahlung), Content-Auslieferung, Kunden- und Nutzermanagement sowie Kurs- und Mitgliederbereiche beinhaltet. Mit dem Pagebuilder sollen individualisierte Landingpages sowie Shop- und Produktdetailseiten ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können. Für die Automation von Prozessen und Integration weiterer Software gibt es eine elopage API, die Möglichkeit Webhooks zu erstellen sowie eine direkte Verknüpfung mit der iPaaS-Lösung Zapier. Das Pricing für elopage setzt sich aus den Softwarekosten und einer transaktionsbasierten Variable von maximal 3,9% zusammen.

Mehr über Payment Software & Tools im Vergleich

Payment Gateways: In unserem Vergleich findest Du die besten Zahlungs-Gateways – hier erhältst Du weitere wichtige Infos

Payment Gateways, auch Zahlungs-Gateways, Payment-Provider oder einfach Zahlungslösungen bzw. Bezahlsysteme genannt, übernehmen die Abwicklung von Online-Zahlungsvorgängen aller Art. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um Softwares, die Transaktionen automatisiert verarbeiten. Vereinfacht ausgedrückt, schaffen Payment Gateways die finanzenspezifische Verbindung zwischen Kunden/Kundinnen, Zahlungsdienstleistern, Onlineshops - oder anderen Webpräsenzen, innerhalb derer Zahlungen eine zentrale Rolle spielen - und Banken.

Das sind beliebte Softwares für Zahlungsabwicklung:

Das macht gute Payment Gateways grundsätzlich aus:

  • Sie sind einfach in bestehende spezielle E-Commerce-Lösungen oder auch andere Internetpräsenzen einzubinden.
  • Sie wickeln Zahlungen von Kunden/Kundinnen über Kreditkarten, E-Wallets, wie PayPal, digitale Überweisungen, wie Klarna, und/oder andere Formen von Online-Transaktionen verlässlich ab.
  • Sie schaffen eine direkte Verbindung zwischen (E-Commerce-)Websites, einem oder sogar mehreren Zahlungsdiensten, Kunden/Kundinnen und deren Banken.
  • Sensible Kundendaten/Kundinnendaten und Zahlungsprozesse an sich werden durch Payment Gateways ausreichend verschlüsselt verarbeitet.

Was sind Payment Gateways genau und wie funktionieren sie?

Payment Gateways ermöglichen einfache Transaktionen, indem entsprechende Vorgänge und Informationen zwischen Onlineshops, deren Kunden/Kundinnen und den zugehörigen Banken automatisiert bearbeitet werden. Dabei übernehmen Payment Gateways die komplette Verarbeitung und Autorisierung von Zahlungen für Online-Einzelhändler, andere E-Business-Unternehmen oder auch Betriebe, die online und offline verkaufen. Ein typischer Prozess läuft - vereinfacht beschrieben - wie folgt ab.

  1. Bestellung: Am Anfang steht eine aufgegebene Bestellung durch den/die Kunden/Kundin. Schon an dieser Stelle sollte eine ausreichende Verschlüsselung (SSL) vorliegen, die zunächst aber nicht vom Payment Gateway zu gewährleisten ist, sondern durch den/die Website-Betreiber:in.
  2. Zahlung: Das Payment Gateway nimmt die Daten der folgenden Zahlung nun direkt vom Browser des/der Kunden/Kundin auf. Die Systeme des/der Händlers/Händlerin werden dabei vollkommen umgangen. Damit profitiert der/die E-Commerceler:in von reduzierten Compliance-Verpflichtungen, ohne den/die Kunden/Kundin vom Onlineshop wegleiten zu müssen. Die Verschlüsselung wird an dieser Stelle vom Payment Gateway übernommen.
  3. Transaktions-Einleitung: Die Daten werden nun vom Payment Gateway verarbeitet und zur Bank des/der Händlers/Händlerin weitergeleitet. Es erfolgt zum Beispiel bei einer Kreditkartenzahlung eine Übermittlung der Transaktionsinformationen an die Kartengesellschaften, wie Mastercard, Visa oder American Express. Normalerweise leitet die Gesellschaft die Transaktion daraufhin an die richtige Bank des Endkunden weiter, welche die Karte ausgegeben hat.
  4. Autorisierung: Die Bank des/der Kunden/Kundin erhält eine Autorisierungs-Anforderung. Danach werden der verfügbare Kredit oder die Lastschrift überprüft und eine Antwort mit einem Code an das Payment Gateway zurückgesendet. Der Code bestätigt die Zahlung oder beschreibt, warum die Transaktion vielleicht fehlgeschlagen ist.
  5. Autorisierungs-Benachrichtigung: Nach dem Erhalt der Antwort durch das Payment Gateway, wird diese an den Onlineshop weitergeleitet – bzw. an den:die Händler:in und den:die Karteninhaber:in. Das alles dauert bis hier nur einige Sekunden.
  6. Transaktion: Der:die Händler:in erfüllt dann die Bestellung. Es erfolgt erneut eine Kommunikation zwischen Gateway, Zahlungsdienstleister und Bank – dieses Mal jedoch, um die Autorisierung durch das Ausführen der Transaktion zu vollenden.

Der gesamte Prozess von der Genehmigung bis zur tatsächlichen Transaktion dauert in der Regel ca. drei Tage. Das Payment Gateway ist dabei genau das, was der Name vermuten lässt - ein Portal oder Tor, welches die persönlichen Informationen des/der Kunden/Kundin über einen sicheren Kanal zum Zahlungsdienstleister bzw. letztendlich zur Bank des/der Händlers/Händlerin übermittelt.

Warum sind die richtigen Payment Gateways so wichtig für den digitalen Erfolg?

Ganz egal, ob der geschäftliche Fokus zu 100 Prozent auf das E-Commerce gerichtet wird oder im Rahmen einer Multichannel-Strategie zum stationären Handel zusätzlich noch die Eröffnung eines Onlineshops erfolgen soll – entsprechende Unternehmen stehen grundsätzlich vor der großen Herausforderung, ihr Online-Geschäft in Anbetracht einer stetig wachsenden Konkurrenz möglichst profitabel zu machen. Um maximale Erfolge zu gewährleisten, sind diverse Faktoren zu berücksichtigen. Einer der wichtigsten ist laut zahlreichen Studien, dass für die jeweilige Zielgruppe passende Angebot an Zahlungsmethoden zu implementieren. Heutige Erkenntnisse belegen, dass mehr als 70 Prozent der Käufer:innen ihren Einkauf sogar abbrechen, falls das von ihnen bevorzugte Bezahlsystem nicht angeboten wird. Als Folge häufen sich sogenannte Warenkorbabbrüche. Das bedeutet, dass eine Kundin oder ein Kunde sich bereits für ein Produkt entschieden hat und kaufbereit ist, dann aber doch noch vor dem letzten Schritt der Transaktion abspringt. Ein solcher Absprung ist natürlich höchst ärgerlich. Es gilt ihn unbedingt zu vermeiden. Trotzdem ist es kaum zielführend, wahllos möglichst viele Zahlungsmethoden zu implementieren. Es sollten jedoch genau die Dienste nutzbar sein, welche die eigene Zielgruppe vorwiegend verwendet. Weiterhin ist es sehr wichtig, eine möglichst einfache Handhabung für jene zu gewährleisten. Und genau das erreichen Onlineshop-Betreiber:innen durch den Einsatz von Payment Gateways. Diese vereinen nicht selten mehrere Zahlungsdienstleister und bieten Käufern/Käuferinnen schnelle, reibungslose Zahlungen.

Welche zentralen Vorteile bieten Payment Gateways für E-Commerceler:innen?

Ein gewichtiger Vorteil von Payment Gateways wurde bereits indirekt im letzten Abschnitt angesprochen: Sie bieten Kunden/Kundinnen die Möglichkeit, Zahlungen eines gekauften Produkts oder auch einer Dienstleistung schnell, sicher und mit genau der Methode durchzuführen, die jene besonders gerne verwenden. Damit können sich Händler:innen Marktvorteile sichern bzw. konkurrenzfähig online agieren. Darüber hinaus bildet das Angebot renommierter Zahlungsdienstleister, wie PayPal oder Apple Pay, ein deutliches Seriositätsindiz für Kunden/Kundinnen. Das bedeutet - vereinfacht ausgedrückt - dass zum Beispiel Onlineshops, die PayPal im Portfolio haben, ein generell großes Vertrauen genießen und somit vorzugsweise in Anspruch genommen werden. Händler:innen haben durch die Auswahl des passenden Payment Gateways mit den richtigen Zahlungsoptionen also praktisch die Möglichkeit, ganz neue Zielgruppen zu erschließen. Bereits das bloße Angebot hinterlässt in manchen Fällen einen Eindruck von Seriosität und stärkt damit das Branding. Für Unternehmen vereinfachen Payment Gateways – insbesondere solche, die mehrere Zahlungsdienste vereinen - zudem die Übersicht aller Transaktionen. Grundsätzlich bieten derartige Lösungen einen stark reduzierten Arbeitsaufwand. Verantwortlich dafür sind insbesondere die vielen vollkommen automatisiert ablaufenden Prozesse. Zum Beispiel werden auch Mahnungen bei Bedarf ohne weiteres Zutun versendet.

Worauf gilt es bei der Auswahl eines Payment Gateways besonders zu achten?

Gute Payment Gateways bringen immer einige Basisvoraussetzungen und –funktionen mit oder sollten dies zumindest tun. Dazu zählen unter anderem eine ausreichende Verschlüsselung und eine einfache Handhabung durch Shop-Betreiber:innen wie Endkunden/Endkundinnen. Es gibt jedoch auch Features, die nicht jeder Anbieter im Portfolio hat. Wie sich die Ausstattung der einzelnen Payment Gateways aus unserem Vergleich zusammensetzt, kann hier natürlich nicht im Detail beschrieben werden. Wir möchten Dir jedoch einen kompakten Überblick verschaffen, auf welche Merkmale Du als Shop-Betreiber:in unbedingt achten solltest.

Sicherheit

Die Sicherheit ist ein integraler Bestandteil aller Payment Gateways. Bei Online-Zahlungen werden viele sensible Daten übermittelt und diese sind unbedingt vor Kriminellen zu schützen. Es gelten eine Reihe von Regeln und Sicherheitsstandards. Die gute Nachricht: Payment Gateways berücksichtigen diese Standards in der Regel vollumfänglich und sehr penibel, da sie sonst gar keine Zahlungen abwickeln dürften.

Zahlungsoptionen

Bei den Zahlungsoptionen liegen schon deutlichere Unterschiede vor als bei den Sicherheitsstandards. Manche Payment Gateways sind auf einen Dienst spezialisiert bzw. bieten nur ihre eigene Zahlungsmethode an, andere vereinen mehrere Optionen. Fehlen durch die jeweilige Zielgruppe präferierte Zahlungsmethoden, kann das zu sich häufenden Abbrüchen führen. Ein/eine Webshop-Betreiber:in kennt die eigenen Kunden/Kundinnen bzw. deren bevorzugte Zahlungsoptionen normalerweise und sollte unbedingt darauf achten, diese anzubieten.

Barrierefreiheit

Optimalerweise bieten Onlineshop-Betreiber:innen auch Menschen mit Seheinschränkungen einen reibungslosen Einkauf – nicht nur bei der Bezahlung. Payment Gateways sollten aber auch generell möglichst barrierefrei sein. Das heißt, es darf nicht zu Problemen beim Prozess der Zahlungsabwicklung kommen. Ein hakender Checkout oder eine unzuverlässige Zahlungsabwicklung wirft immer ein sehr schlechtes Licht auf das jeweilige Unternehmen und führt ebenfalls zu Abbrüchen.

Kosten

Die Gebühren für Payment Gateways unterscheiden sich zum Beispiel in puncto Setup, monatlicher fixer Kosten und/oder Zahlungen pro Transaktion. Letztere sind nicht selten variabel und abhängig vom Gesamtumsatz. Ein kostenloses Setup und/oder der Verzicht auf fixe Gebühren werden häufig durch höhere Transaktionskosten ermöglicht. Fest steht: Gute Payment Gateways kann es kaum kostenlos geben. Alleine die zahlreichen Maßnahmen, die derartige Dienstleister kontinuierlich für die Gewährung der Sicherheit ihrer Kunden und letztendlich auch deren Kunden durchführen müssen, setzen die Investition enormer Summen voraus, welche natürlich auch wieder reinkommen müssen.

Betrugsprävention

Betrugspräventionsmaßnahmen sind tatsächlich sehr wichtig, denn entsprechende kriminelle Machenschaften sind leider keine Besonderheit im Online-Handel. Allen voran rangiert der Kreditkartenbetrug. Demzufolge bieten viele Payment Gateways spezifische Features zur Betrugsprävention, wie ein Address-Verification-System (AVS) oder Card-Validation-Code (CVC).

Recurring-Payments

Abonnements sind im E-Commerce in vielen Kontexten sehr nützlich und bilden einen festen Bestandteil der Handelsform. Payment Gateways bieten deshalb häufig auch Optionen, um wiederkehrende Zahlungen abzuwickeln, die auf einem Abo basieren.

Historie

Auch über verschiedene Zahlungsoptionen hinweg sollte der gesamte Zahlungsverlauf zentral gespeichert werden. Somit ist er für zukünftige Vorgänge, wie beispielsweise die Steuer, leicht zurückzuverfolgen oder anderweitig zu nutzen.

Blacklisting

Im Zusammenhang mit nicht unerheblichen Betrugsquoten und generell mit einem möglichst reibungslosen Betrieb eines Onlineshops ist die Option zum Blacklisting bestimmter Kunden/Kundinnen sehr nützlich. Hier können manuell oder automatisiert Zahlungsverweigerer/Zahlungsverweigerinnen oder andere Problemkäufer:innen unter anderem für folgende Geschäfte ausgeschlossen werden.