Bewertung
11
14
Marktsegment
Kleinunternehmen
23
Mittelstand
12
Enterprise
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SEO Software

Search Engine Optimization (SEO)-Software dient dazu, die sogenannte natürliche oder organische Sichtbarkeit einer Website auf der Ergebnisseite einer Suchmaschine (also meistens Google) zu verbessern bzw. Anhaltspunkte und Verbesserungsvorschläge dafür zu liefern. Anders formuliert: Um eine Website bei den Suchresultaten, einen Ort bei Maps oder ein Foto bei der Bildersuche besser auffindbar zu machen, ohne dafür zu bezahlen, braucht es Optimierungsarbeit, Insights, Kennzahlen und Orientierung. Die aufgelisteten Tools ermöglichen diese SEO-Einblicke und -Analysen indem sie z.B. die Sichtbarkeitsentwicklung einer Website über die Zeit, Wettbewerbsdaten, wichtige Suchbegriffe, Trend-Daten oder Hinweise auf technische Ansatzpunkte für eine Verbesserung aufzeigen.

Unter den SEO-Tools gibt es sowohl Spezial-Tools für einzelne Funktionen als auch All-in-One Lösungen, die (fast) alle SEO-Funktionen abbilden und zum Teil sogar Lösungen für andere Bereiche bieten.

Alle Produkte, die in der SEO-Kategorie gelistet sind, müssen mindestens einen der folgenden Bereiche abdecken: SEO Monitoring & Tracking, Keyword-Recherche, Content-Optimierung, Crawling und/oder Offpage-SEO. Mit SEO Monitoring & Tracking-Tools können Keywords getrackt und somit die SEO-Performance überwacht werden. Mithilfe von Keyword-Recherche-Tools können Content-Lücken identifiziert werden. Content-Tools helfen bei der Content-Erstellung und -Optimierung. Crawler- und Log-File-Tools testen die eigene Website hinsichtlich technischem SEO und erstellen Log-File-Analysen. Für die Überprüfung, das Monitoring und die Identifizierung von (potentiellen) Backlinks gibt es Offpage-SEO-Tools.

Sistrix

Wer im deutschsprachigen Raum ansatzweise mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat, dürfte sicher schon vom Analyseprogramm Sistrix gehört haben. Und weil sich beim SEO-Erfolg so ziemlich alles um Sichtbarkeit dreht, hat das Team um Gründer Johannes Beus bereits 2008 den Sichtbarkeitsindex ins Leben gerufen. Auf Basis der Daten eines riesigen Keyword-Pools bildet der eine zentrale Metrik zur SEO-Vergleichbarkeit verschiedener Domains. Zusätzlich lassen sich mit dem SEO-Tool aber Domains (insgesamt über 100 Millionen) deutlich tiefer analysieren, egal ob auf Domain-, Host-, Verzeichnis- oder URL-Ebene. Neben der Kernfunktion SEO bietet Sistrix zusätzlich die Module Optimizer, Links, Ads, Social und Marketplace. SEOs in über 30 Ländern sollen Sistrix bereits nutzen.

Screaming Frog SEO Spider

Hinter Screaming Frog SEO Spider steckt ein sogenannter Crawler, also eine Software, die gezielt eine Webseite oder Teile durchsucht und einmal komplett scannt. Per Voreinstellung oder individuell angepasster Eigenschaften sammelt das häufig nur „Frog“ genannte Tool verschiedenste SEO-relevante Daten wie Verlinkungen, (Zwischen-) Überschriften oder Seiten mit 404-Fehler. Alle Daten können exportiert und anschließend beispielsweise in Excel bearbeitet werden. Kleinere Webseiten mit bis zu 500 URLs können mit dem Screaming Frog SEO Spider gratis gecrawlt werden. Die schon seit 2011 verfügbare Software ist aber vor allem bei SEOs mit etwas Erfahrung extrem beliebt – weil sich durch das schlichte Erfassen von Rohdaten und der Möglichkeit, Googles Search Console und Analytics zu verknüpfen, ein enormer Spielraum für eigene Analysen ergibt.

Ahrefs

Ahrefs bezeichnet sich selber als „komplette SEO-Toolbox“ und bringt dafür fünf verschiedene Funktionen mit. Mit „Site Audit“ kann die eigene Seite analysiert werden; Ahref liefert mittels des Health Scores Empfehlungen zur Optimierung. Der „Site Explorer“ ermöglicht eine Wettbewerbsanalyse durch Einblicke in organischen Traffic und Backlinkprofile von Webseiten. Mit dem „Keyword Explorer“ kann das Traffic-Potenzial von Keywords ermittelt werden, der „Content Explorer“ findet erfolgreiche Inhalte in individuellen Nischen und der „Rank Tracker“ versendet automatische Reports über Ranking-Veränderungen der eigenen Webseite und denen von Wettbewerbern.

Google Search Console

Rund 90 Prozent Marktanteil hat Google im weltweiten Markt der Suchmaschinen. Neben der Nutzung externer SEO-Tools ist es also absolut sinnvoll, auch direkt an der Quelle nach Infos und Daten zur Sichtbarkeit der eigenen Domain zu suchen. Und genau das ermöglicht die Google Search Console (GSC, früher Google Webmaster Tools). Das Google-eigene Tool liefert Einblicke in verschiedenste Statistiken der eigenen Webseite und ermöglicht gleichzeitig die Optimierung. Wer, wenn nicht Google, weiß, was wirklich zu einer hohen Sichtbarkeit in den Suchergebnislisten führt? Die Funktionen reichen dabei von der Überprüfung technischer Fehler inklusive Empfehlung zur Verbesserung (zum Beispiel in Sachen Optimierung für Smartphones) über das Auswerten von Keywords bis zur Übersicht aller interner Verlinkungen.

SEMrush

SEMrush als SEO-Tool zu bezeichnen, wäre zwar auch irgendwie richtig, würde dem Funktions-Umfang aber nicht wirklich gerecht werden. Denn: SEMrush ist viel mehr eine riesige Toolbox ; insgesamt über 40 Tools für spezielle Funktionen stehen zur Auswahl. Zu Kategorien wie Social Media Management, On-Page-SEO, Keyword Research, Link Building, Paid Advertising und vielen mehr gibt es jeweils mehrere Tools, die noch einmal tiefer in bestimmte Anwendungszwecke der Oberkategorie einsteigen. Über 900 Expert*innen arbeiten mittlerweile an sieben Standorten in den USA und Europa für das 2008 gegründete Unternehmen. Eigenen Angaben zufolge kommt SEMrush auf mehr sechs Millionen Nutzer*innen.

Ryte

Viele Marketers dürften sich noch an OnPage.org erinnern. Seit einem Relaunch 2017 heißt die All-in-One-Plattform jetzt zwar Ryte, am Schwerpunkt Webseitenoptimierung hat sich beim Münchener Unternehmen aber nichts geändert. Die Ryte Suite besteht aus insgesamt drei Tools. Website Success checkt die eigene Seite unter anderem auf technische Fehler, eingebaute Tracking-Skripte und die Ladegeschwindigkeit. Search Success ermöglicht eine automatisierte SEO-Analyse, die beispielsweise über ungewöhnliche Ranking-Veränderungen informiert. Und Content Success schlägt Keywords schon während der Erstellung von Inhalten vor.

Searchmetrics

Searchmetrics dürfte zu den bekanntesten Anbieter*innen von SEO-Tools zählen. Mit der Searchmerics Suite positionieren sich die Macher*innen gezielt als Suchmaschinenmarketing-Lösung für große Unternehmen. Die SEO- und Content-Software-Suite besteht aus mehreren Tools. Mit der Research Cloud lassen sich Webseiten in Sachen Sichtbarkeit, Rankings, Potenzial und Wettbewerb analysieren. Content Experience soll dabei helfen, für Suchmaschinen und die jeweilige Zielgruppe optimale Inhalte zu erstellen. Search Experience trackt die Performance von Keywords und Website Performance liefert beinhaltet unter anderem Crawler Tools und Link Checker.

Mangools

Seit 2014 entwickelt das Unternehmen Mangools jetzt schon SEO-Software. Was mit dem bis heute vermutlich bekanntesten Tool, dem Keyword-Research-Tool KWFinder begonnen hat, ist heute ein Bundle aus verschiedenen Tools mit individuellen Funktionen. Nach dem KWFinder kam zuerst der SERPChecker dazu, der die Suchergebnisse für mehr als 50.000 verschiedene Orte auswertet und aufbereitet. Außerdem Bestandteil des Bundles von Mangools: SERPWatcher, ein Ranking-Tracker, der täglich Updates verschickt, LinkMiner, ein Tool zum Auswerten von Backlinks und SiteProfiler, eine Software, die die Popularität von Webseiten analysiert.

Xovi

Die XOVI Suite besteht aus mehreren Tools, die alle jeweils eine bestimmte Funktion im Suchmaschinenmarketing erfüllen. Mit dem Keyword Tool lassen sich beispielsweise Suchbegriffe recherchieren, zu denen die eigene Webseite oder die eines Mitbewerbers in Suchergebnissen rankt. Ein Monitoring ermöglicht tagesaktuelle Reportings zu diesen Rankings. Das Onpage Analyse Tools macht auf technische und inhaltliche Fehler der eigenen Seite aufmerksam und hilft bei deren Behebung. Weitere Tools, die zu Suite gehören, sind unter anderem ein Backlink Checker, eine Analytics-Verknüpfung, eine Konkurrenzanalyse für SEM-Kampagnen und eine individualisierbare Reporting-Funktion.

Termlabs.io

TermLabs.io ist ein noch sehr junges Tool der Bonuris GmbH aus Darmstadt. Auch wenn die Webseite Besucher*innen noch mit einem „coming soon“ vertröstet und nur das Anfordern von Test-Accounts möglich ist, scheint die Anwendung bereits im Einsatz zu sein. TermLabs.io soll Keyword-Analysen für Webseiten ermöglichen, Optimierungspotenziale für Content vorschlagen und sich so am Ende positiv auf Rankings der Seite auswirken. Wann die finale Version veröffentlicht wird, steht noch nicht fest.

seobility

Das Suchmaschinenmarketing-Tool Seobility umfasst die drei Funktionen Onpage Optimierung, Rank Tracking und Backlink Analyse. Ein Crawler wertet alle verlinkten Seiten aus und identifiziert sowohl technische, als auch inhatlliche (zum Beispiel Duplicate Content) Fehler. Die Ergebnisse können per Listenansicht oder zusammengefasst direkt im Browser ausgewertet werden. Das Monitoring sorgt dafür, dass Nutzer*innen über alle relevanten Veränderungen per Mail informiert werden. Bis zu 1.000 gecrawlte Seiten pro Projekt ist Seobility kostenlos. Zusätzlich bietet Seobility mit einem SEO Check, Keyword Check, Ranking Check und einer WDF*IDF-Funktion vier Tools gratis und ohne Registrierung an.

SimilarWeb Pro

Seit der Gründung 2009 in Israel spezialisiert sich die SimilarWeb Ltd. mit der gleichnamigen Plattform auf Statistiken, Daten- und Traffic-Analysen – erst nur für Webseiten, inzwischen aber auch für Mobile Apps. Die Marketing Intelligence Solution bietet recht umfangreiche Research-Möglichkeiten. Für Domains lassen sich beispielsweise der Traffic- und Engagement-Verlauf ausweisen, die Zielgruppe definieren und aufschlüsseln, von welchen anderen Seiten oder Werbenetzwerken die Besucher der Seite häufig kommen. Auch für Apps weist SimilarWeb Statistiken, wenn auch im geringeren Umfang, aus. Insgesamt konnte das Unternehmen in acht Finanzierungsrunden über 110 Millionen US-Dollar einsammeln.

AnswerThePublic

AnswerThePublic macht sich die Funktion Google Suggest zunutze. Weil die Vorschläge, die beim Eintippen von Suchanfragen in der Suchmaschine erscheinen, auf den realen Fragen und Suchbegriffen der Nutzer*innen basieren, können hilfreiche Insights entstehen, was zu einem bestimmten Themenbereich besonders von Interesse ist. AnswerThePublic visualisiert diese Anfragen in einer Mindmap, listet die Ergebnisse auf und stellt sie in der kostenpflichtigen Version zum Download zur Verfügung.

PageRangers

Die gleichnamige SEO-Suite der PageRangers GmbH aus Köln ist eine Toolbox mit verschiedenen Anwendungen – jeweils auf eine Funktion spezialisiert. Mit dem Monitoring-Modul lassen sich beispielsweise die eigenen Keyword-Rankings überwachen, anhand von hochgeladenen Keyword-Sets Mitbewerber identifizeren und auch die Keywords dieser Webseiten dann analysieren. Die weiteren Module umfassen Funktionen zur Optimierung der eigenen Seite, einzelner Landingpages, der Überwachung von Backlinks und dem Import von Daten aus Googles Search Console. Das neueste Feature von PageRanger ist die Content-Suite, die Nutzer*innen schon beim Erstellen von Texten dabei helfen soll, sie für Suchmaschinen zu optimieren.
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SEO Software

Was ist ein SEO-Tool?

SEO-Tools sind Software oder SaaS-Lösungen, die bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) einer Webseite helfen. Unterschieden werden kann dabei zwischen “All-In-One”-Lösungen und “Spezial-Tools”. Ebenfalls unterscheiden lässt sich zudem in kostenlose SEO-Tools – vor allem für sehr kleinere Webseiten geeignet – und bezahlte Tools, die sich vor allem für Webseiten ab einer Größe von 100 URLs und mehr eignen.

Welche SEO-Tools sollte ich nutzen?

Unabhängig von der Art der Tools, gibt es leider kein Patentrezept für „das beste SEO-Tool“. Das Beantworten folgender Fragen kann dir jedoch dabei helfen, die für dich passenden SEO-Tools zu finden. Stehst du dabei noch ganz am Anfang deiner Suche, solltest du dir diese Fragen stellen:

  • Welche Daten & KPIs möchtest du regelmäßig erfassen?

  • Welche Daten brauchst du davon wirklich und welche wären einfach nur „nice to have“?

  • Wie viel Budget hast du für Tools zur Verfügung?

  • Wer soll sich in deinem Unternehmen mit den Tools beschäftigen und sie auswerten?

  • Wie viele Zugänge benötigst du für die jeweiligen Tools?

  • Kennt sich schon jemand mit bestimmten Tools aus?

  • Für welche Länder bzw. Sprachen musst du Daten erfassen?

Solltest du diese Fragen bereits beantwortet haben und möchtest nun deine engere Auswahl an Tools vergleichen, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Wer soll das Tool bedienen und stimmt die Usability hier?

  • Gibt es gute Tutorials oder Workshops, die du nutzen kannst, um das Tool kennen zu lernen?

  • Gibt es Unterschiede in der Qualität der Daten?

  • Welches Tool lässt sich am besten in deinen Workflow integrieren?

Sind SEO-Tools ihr Geld wert?

Ob sich die Anschaffung kostenpflichtiger SEO-Software und -Tools lohnt, hängt ganz davon ab, wie diese im Anschluss genutzt werden. Vor allem All-In-One-Tools sind oftmals mit hohen monatlichen oder jährlichen Kosten verbunden. Aber auch Spezialtools können – je nachdem welche Teilbereiche des SEOs im Fokus der eigenen Optimierung liegen – nicht gerade günstig sein. Deshalb sollten dir die Tools im Alltag auch wirklich einen echten Mehrwert bieten.

Bezahlte Tools sind kostenlosen SEO-Tools oft stark voraus: sowohl was den Umfang der gebotenen Informationen, die Zuverlässigkeit oder die Qualität der gebotenen Auswertungen und Daten angeht. Vor allem in Branchen, in denen ein hoher Wettbewerb im SEO besteht, können bezahlte Tools daher oft besser relevante Insights liefern als kostenlose Tools. Dadurch lässt sich viel Zeit sparen, die du für die tatsächliche Optimierung deiner Webseite nutzen kannst. Um herauszufinden, ob sich ein bezahltes Angebot also für dich lohnt, solltest du die Tools einfach einmal ausprobieren. Viele Anbieter*innen bieten dir dafür einen kostenlosen Test der Software oder auch individuelle Beratung an.

All-In-One-Toolbox vs. SEO-Spezialtool – ein Vergleich

Toolboxen (auch SEO-Suiten genannt) decken oftmals viele verschiedene Bereiche der Suchmaschinenoptimierung ab. Sie eignen sich vor allem dafür, einen umfassenden Überblick über die SEO-Performance der eigenen Webseite und die der Wettbewerber*innen zu bekommen. Oftmals werden zudem weitere „Module“ angeboten, die zusätzlich Einblicke in die PPC- / Ads-Performance geben und den Erfolg der eigenen Social-Media-Kanäle monitoren. Spezial-Tools hingegen eignen sich vor allem für das gezielte Optimieren von Unterdiziplinen des SEO, wie die Content-Optimierung & Keyword-Recherche, das Optimieren technischer Themen oder auch das Überwachen wichtiger Offpage-KPIs.

Vor und Nachteile von All-In-One-SEO-Tools

SEO-Toolboxen können dir dabei helfen, einen generellen Überblick über deine Such-Performance zu bekommen. Ebenfalls berechnen viele Tools sogenannte Sichtbarkeitindizes (SI), die es dir ermöglichen, dich mit Wettbewerber*innen zu vergleichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du viele Kennzahlen und Daten an einem Ort hast: Die Toolbox bietet dir einen zentralen Anlaufpunkt, wenn du deinen SEO-Erfolg bewerten möchtest. Auch wenn es dir wichtig ist, andere Online-Marketing-Kanäle im Blick zu behalten, bieten dir viele Tool-Anbieter*innen die Möglichkeit, relevante Daten zu sammeln und auszuwerten.

Beispiele für Tool-Suiten sind:

  • SISTRIX

  • Searchmetrics

  • Ahrefs

  • Ryte

  • SEMrush

Zu den Nachteilen von SEO-Suiten zählt, dass hier auch Funktionen verfügbar sind, die du nicht unbedingt brauchst oder die sehr komplex sind. Hier solltest du deshalb auch immer Zeit einplanen, um dich mit Hilfe von Workshops oder Tutorials in die Funktionen der Toolboxen gründlich einzuarbeiten. Solltest du also im Alltag oder grundsätzlich nur einen kleinen Teil der Funktionen wirklich nutzen, lohnt sich ein Blick auf Spezial-Tools.

Wenn du dich für eine Tool-Suite entscheidest, musst du dir zudem genau überlegen, wer sie alles nutzen würde. Davon hängt die Anzahl deiner Zugänge ab, was sich mitunter stark auf die Kosten auswirken kann. Auf der anderen Seite kannst du dir diese Tools vielleicht mit anderen Abteilungen teilen und somit auch die Kosten sparen.

Vor und Nachteile von SEO-Spezial-Tools

Neben den Allrounder*innen gibt es auch „Spezialist*innen“, also Tools, die sich nur auf einen Teilbereich von SEO spezialisiert haben. Diese Tools glänzen vor allem dann, wenn du dich intensiv mit der Optimierung deiner Webseite befasst. Ebenfalls liefern dir die Spezial-Tools meist umfangreiche Insights, aus denen sich schnell konkrete Handlungsempfehlungen und To-Dos ableiten lassen. Für die verschiedenen Bereiche des SEO lohnt es sich daher oft, neben den All-In-One-Lösungen auf unterschiedliche Tools zurückzugreifen oder sie zumindest als Ergänzung hinzu zu ziehen. Die Bereiche der SEO-Optimierung sind:

  • Technische Optimierung (Audit- & Crawling-Tools)

  • Content-Optimierung (Keyword- & Content-Recherche, Ranking-Tracking)

  • Offpage-Optimierung (Backlinks & Digital-PR)

Der Größte Vorteil von SEO-Spezial-Tools kann jedoch gleichzeitig auch der größte Nachteil sein: Da die erhobenen und ausgewerteten Daten in solchen Tools sehr spezifisch und umfangreich sind, lohnt sich die Anschaffung der Spezial-Tools nur dann, wenn man sich intensiv mit der entsprechenden Teildisziplin der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Ein zweiter Punkt, welcher bedacht werden sollte, ist, dass viele der Spezial-Tools nur die eigene Webseite im Fokus haben. Wem es also um den Vergleich mit den Wettbewerber*innen geht, sollte stattdessen zu Toolboxen greifen.

Spezial-Tools im Detail

Die technische Optimierung: SEO-Audit- und Crawling-Tools

Der erste Schritt für die technische Analyse einer Webseite aus SEO-Sicht ist das Erfassen aller URLs, die eine Webseite enthält. Da du das in den meisten Fällen nicht händisch machen kannst, bist du auf Tools angewiesen, die diesen Job für dich übernehmen. So genannte „Crawling-Tools“ simulieren den Google Bot und erfassen alle URLs, die Google auch sehen kann.

Neben der reinen Datenerhebung liefern die meisten „Crawler“ auch eine direkte Auswertung der Daten mit – inklusive konkreter Handlungsempfehlungen. Auch SEO-Performance-Daten wie Impressions und Klicks lassen sich oft direkt mit den Crawl-Daten verbinden. Mithilfe von SEO-Crawlern lässt sich dadurch oft der technische Grundstein für die eigene SEO-Strategie und den Erfolg der eigenen Webseite legen.

Beispiele für Audit- und Crawler-Tools sind:

  • Screaming Frog

  • Sitebulb

  • RYTE „Website Success“

  • Deepcrawl

Die Content-Optimierung

Zwar geben dir Tool-Suiten bereits nützliche Hinweise zu Keyword- und Content-Potenzialen für deine Webseite: Für ganzheitliche Keyword- und Content-Strategien lohnt sich aber der Einsatz von darauf spezialisierten Tools.

Tools für Keyword- & Content-Strategien

Wenn du recherchieren möchtest, auf welche Keywords du deine Webseite optimieren kannst und welchen Content du dafür schreiben solltest, helfen dir auch hier Tools dabei, die für deine Webseite passenden Keywords zu finden. Mit ihnen kannst du z. B. das monatliche Suchvolumen einzelner oder mehrerer Keywords recherchieren und dir zusätzliche Keyword-Ideen anzeigen lassen. Je nach Umfang der Recherche und der Vielfalt der Themen können dabei kostenlose oder kostenpflichtige Keyword-Tools zum Einsatz kommen.

Der Keyword Planer, der von Google als Tool für Ads-Kampagnen betrieben wird, ist zwar kostenlos, aber für die Recherche nach Keywords und das Erheben des monatlichen Suchvolumens pro Keywords leider nur noch eingeschränkt nutzbar. Exakte Daten zum Suchvolumen für Keywords bekommen beispielsweise nur noch Nutzer*innen von Accounts, die aktive Ads-Kampagnen über das Tool geschaltet haben. SEO-Professionals nutzen daher mittlerweile oftmals Tools von Drittanbieter*innen. Die meisten Tools bieten dabei eine begrenzte kostenlose Recherche oder zumindest kostenlose Testzeiträume.

Beispiele für Keyword-Tools & Content-Strategie-Tools sind:

  • Keyword Tool

  • KWFinder

  • Keyword Planer

  • Answer the Public

Tools für die Content-Erstellung & -Optimierung

Wenn du herausgefunden hast, welchen Content du für deine Webseite schreiben musst, stehst du anschließend – vor allem bei großen Textmengen – möglicherweise vor der Herausforderung der Planung und Organisation deines Contents. Um dich nicht in Excel-Tabellen zu verstricken, gibt es Content-Tools die dir bei der Erstellung und dem Verwalten deines Contents helfen. Neben der Organisation der Content-Erstellung bieten solche Tools aber auch nützliche Funktionen für Redakteur*innen, um die Texte aus SEO-Sicht optimal zu gestalten. Die meisten Tools verfügen über Funktionen wie:

  • einer Snippet-Vorschau, in der du siehst, wie dein Snippet – bestehend aus Title und Metadescription – voraussichtlich in den organischen Suchergebnissen angezeigt wird

  • einer WDF*IDF-Recherche, der dir Hinweise dazu gibt, welche weiteren Keywords du in den Texten einbinden solltest

  • W-Fragen-Tool, das dir Hinweise dazu gibt, wie du deine Texte strukturieren kannst und welche Fragen du für deine Leser*innen beantworten solltest

Beispiele von Tools für die Content-Optimierung sind:

  • SEOlyze

  • Contentbird

Ranking-Tracking

Für das kontinuierliche Monitoring von Keyword-Rankings deiner Webseite bieten sich Tools wie der KeywordMonitor oder AccuRanker an. Vor allem wenn du eine größere Anzahl an Keywords und in verschiedenen Sprachen monitoren willst, sind diese Spezial-Tools eine günstige Alternative zu den Tool-Suiten.

Beispiele für Ranking-Tracking-Tools sind:

  • AccuRanker

  • KeywordMonitor

Offpage- & Backlink-SEO-Tools

Ein weiteres Thema, das SEO-Expert*innen schon lange begleitet, ist die Offpage-Optimierung. Backlinks, also die Verlinkung von anderen Webseiten zu URLs deiner eigenen Webseite, tragen mit dazu bei, auf welcher Position eine Webseite in den Suchergebnissen ausgespielt wird. Backlinks können nach Qualität unterteilt werden.

Als hochwertig gelten Links die a) thematisch passend sind und b) von Webseiten stammen, die selbst wiederum gut im Internet verlinkt sind, also ein „gutes“ Backlinkprofil besitzen. „Schlechte“ Backlinks, also vor allem thematisch unpassende oder von Spam-Seiten stammende Links, lassen sich dabei schnell mit Hilfe von Offpage-Tools identifizieren. Für eine datenbasierte Analyse der eigenen Backlinks kommt man daher um Backlink-Tools nicht herum. Zu den Fragen, die Offpage-Tools beantworten können, zählen folgende:

  • Wie viele und welche Webseiten verlinken auf meine Webseite?

  • Wie lauten die Ankertexte der Verlinkungen?

  • Welche Verlinkungen habe ich neu dazu gewonnen? Und welche habe ich verloren?

  • Wieviel “Trust” haben die verlinkenden Webseiten? Können die Verlinkungen für meine Webseite ggf. schädlich sein?

  • Gibt es wichtige Backlinks, die auf nicht mehr vorhandene URLs verweisen?

Im Vergleich zu den Tool-Suiten haben Spezial-Tools für die Offpage-Optimierung häufig die besseren Datenbanken von Backlinks, sodass sie in der Regel mehr Backlinks finden.

Beispiele für Offpage-Tools sind:

  • LinkResearchTools

  • Majestics

  • ahrefs.com

SEO-Tools von Google

Neben den bisher genannten Tools von Drittanbieter*innen, bietet auch Google selbst SEO-Tools an, die bei der SEO-Optimierung helfen können. Die kostenlosen SEO-Tools von Google, vor allem die Google Search Console, zeigen zudem viele SEO-Daten, die dir kein anderer Tool-Anbieter*innen zeigen kann. Dazu zählen Daten zur Index-Abdeckung, also welche deiner URLs in der Google-Suche zu finden sind und wo es Probleme gibt, sowie Klicks, Impressionen und auch durchschnittliche Rankings deiner Keywords. Viele der genannten SEO-Tools bieten dir jedoch oft auch die Möglichkeit, die Search Console direkt zu verknüpfen. Unabhängig davon, ob du dich also für ein All-In-One-SEO-Tool oder auch Spezial-Tools entscheidest: Die Google Search Console lohnt sich auf jeden Fall.

Google Analytics hingegen kann dir wichtige Insights zum Verhalten deiner Nutzer*innen bieten. Auch dies kann dabei helfen, den Erfolg der eigenen Webseite weiter auszubauen.

Fazit

Wer SEO-Tools richtig zu nutzen weiß, dem können die daraus gewonnenen Insights mitunter den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in den Suchergebnissen bringen. Kostenlose SEO-Tools bieten Anfänger*innen dazu einen wunderbaren Einstieg in die datengetriebene Analyse und Optimierung der eigenen Webseite. SEO-Expert*innen hingegen setzen meist auf einen Mix aus vielen verschiedenen Tools und SEO-Suiten.

Bei dem sich schnell wandelnden und immer größer werdenden Angebot an SEO-Software kann es eine Herausforderung sein, das individuell passende Tool zu finden. Um die richtige Entscheidung treffen zu können, ist ein Vergleich der verschiedenen SEO-Tools daher unabdingbar. Auch die Tool-Reviews anderer SEO-Expert*innen können helfen, einen Überblick über das Tool-Angebot zu gewinnen.

SEO Software von Lennart Leienbach, Claneo