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SEO-Strategie: In 6 Schritten zu mehr Sichtbarkeit in Google 

Katharina Korbelius erklärt Euch im Gastartikel in sechs Schritten, wir Ihr eine erfolgreiche SEO-Strategie für Euer Unternehmen aufsetzen könnt

Wer in Google für sein Thema ganz oben in den Suchergebnissen mit dabei sein will, braucht zu aller erst eine gut durchdachte SEO-Strategie. Und zwar nicht erst dann, wenn der digitale Content-Plan bereits in Stein gemeißelt ist. Eine erfolgreiche SEO-Strategie sollte in jedem digitalen Marketing-Konzept von Beginn an integriert werden. Und nicht nur das: Getreu dem Motto “Bake SEO into the product” sollte die strategische Suchmaschinenoptimierung (SEO) bereits bei der Produktentwicklung und -strategie mitgedacht werden.

Das klingt jetzt erst mal nach einer Menge Arbeit und das ist es auch! Doch wo solltet Ihr anfangen? Im Folgenden zeigen wir Euch anhand von 6 Schritten und mehreren Beispielen, wie Ihr eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche SEO-Strategie für Euer Online-Marketing aufbauen könnt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine SEO-Strategie?
  2. Eine erfolgreiche und nachhaltige SEO-Strategie erstellen in 6 Schritten
    1. SEO-Strategie Schritt 1: Kennen der Ziele und der Suchintention der Zielgruppe
    2. SEO-Strategie Schritt 2: Konkurrenzanalyse
    3. SEO-Strategie Schritt 3: Content- und Keyword-Strategie
    4. SEO-Strategie Schritt 4: Analyse und SEO-Audit
    5. SEO-Strategie Schritt 5: SEO-Maßnahmen
    6. SEO-Strategie Schritt 6: Monitoring, Reporting und Anpassung
  3. Checkliste: SEO-Strategie und -Maßnahmen

 

Was ist eine SEO-Strategie?

Einfach erklärt, besteht eine SEO-Strategie aus drei wesentlichen Elementen:

  1. Der Analyse, Ausarbeitung und Priorisierung von SEO-Zielen
  2. Der Planung und Durchführung von geeigneten SEO-Maßnahmen (Onpage und Offpage) und
  3. Dem kontinuierlichen Performance-Monitoring und -Reporting.

Dabei solltet Ihr immer im Hinterkopf behalten, dass eine SEO-Strategie nie ganz abgeschlossen oder gar final definiert ist. Google (und somit auch die Suchmaschinenoptimierung) entwickelt sich stetig weiter. Daher muss ein erfolgreicher SEO-Maßnahmen-Plan kontinuierlich hinterfragt und angepasst werden.

SEO-Unterteilung in Onpage, Offpage und Technik von OMR Reviews

SEO-Unterteilung in Onpage, Offpage und Technik

Eine erfolgreiche und nachhaltige SEO-Strategie erstellen in 6 Schritten

Ein SEO-Konzept besteht nicht nur aus einer Keyword-Recherche und darauf ausgerichteten Blogartikeln oder Landingpages. Vielmehr fängt man von ganz vorne an: Verstehen, was die Suchintention der angestrebten Zielgruppe ist. Das hilft langfristig dabei, nicht nur den organischen Traffic zu steigern, sondern nachhaltig neue Nutzer:innen für sich zu gewinnen.

Die sechs ersten Schritte, um eine erfolgreiche und nachhaltige SEO-Strategie für Eure Website aufzubauen, sind:

  1. Kennen der Ziele und der Suchintention der Zielgruppe
  2. Konkurrenzanalyse
  3. Content- und Keyword-Strategie
  4. Analyse & SEO-Audit
  5. SEO-Maßnahmen
  6. Monitoring, Reporting und Anpassung
Sechs Schritte zur erfolgreichen und nachhaltigen SEO-Strategie

Sechs Schritte zur erfolgreichen und nachhaltigen SEO-Strategie

SEO-Strategie Schritt 1: Kennen der Ziele und der Suchintention der Zielgruppe

Zu aller erst solltet Ihr die Basis für alle weiteren Vorgehen schaffen und SEO in den Marketing-Mix einordnen: Was ist das Ziel Eurer Website? Möchtet Ihr Nutzer:innen primär informieren, Eure Marke stärken oder etwas verkaufen? Diese SEO-Ziele müssen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein (kurz: SMART). Und das aus einem ganz einfachen Grund: Daran solltet Ihr regelmäßig den Erfolg Eurer SEO-Strategie messen und die einzelnen Maßnahmen anpassen.

Wichtig ist jedoch auch, sich über den Beitrag von SEO zum allgemeinen Unternehmenserfolg klar zu werden. Passen die SEO-Ziele mit denen des Unternehmens zusammen, fällt einem die Maßnahmenumsetzung später leichter.

Sich allerdings nur auf maximal viele Klicks zu fokussieren, ist nicht ausreichend. Entscheidend ist auch die Qualität des generierten Traffics: Bei wie viel Prozent kommt es zur gewünschten Conversion (Kauf, Registrierung o.ä.)? Wie viele Prozent springen sofort wieder ab (Bouncerate)?

Der zweite Teil des SEO-Strategie-Fundaments ist daher das Verstehen der Zielgruppen selbst. Die Suchintention (eng.: Search Intent) ist die Absicht, mit der Nutzer:innen eine Suchanfrage in Google eingeben. Und eine Website, die die Suchintention ihrer Zielgruppe nicht trifft, hat nach heutigem Stand der Suchmaschinenoptimiereung von vornherein eine geringe Chance auf gute Rankings oder gar zufriedene Nutzer:innen. Für Eure Strategie heißt das konkret: Was ist die Suchintention Eurer Zielgruppe, wenn sie Eure relevanten Themen bzw. Begriffe sucht?

Google unterscheidet dabei vier fest definierte Search Intents: Know, Go, Do, Buy. Zu verstehen, welche dieser vier ihr mit welchen Inhalten bedienen müsst, ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen SEO-Strategie.

SEO-Strategie Schritt 2: Konkurrenzanalyse

Wie bei allen Online-Marketing-Maßnahmen, solltet Ihr auch bei der Erstellung einer SEO-Strategie Eure Konkurrenz gut kennen. Allerdings ist Wettbewerb nicht immer gleich Wettbewerb. Prüft in erster Linie immer, welche Seiten bereits in den Top 3 für Eure wichtigsten Themen und Begriffe ranken. Das muss nicht immer der direkte und bereits bekannte Konkurrent sein. Manchmal ist es auch nur ein gut geschriebener Blogartikel, der auf die Suchintention des Suchbegriffs optimiert ist, oder ein Branchenneuling, den Ihr noch gar nicht auf dem Radar hattet.

Und was muss man tun, um seine Mitstreiter einzuholen oder gar zu übertrumpfen? Egal ob beim Leistungssport, im Job oder eben in der Suchmaschinenoptimierung – es gilt fast immer das Gleiche: Findet heraus, was die Konkurrenz so erfolgreich macht und dann macht es selbst noch besser.

Und das geht inzwischen ganz einfach, Ihr benötigt nur die richtigen SEO-Tools. Semrush bietet beispielsweise einen ganze Menge an Möglichkeiten, um Wettbewerber zu identifizieren, zu analysieren und zu vergleichen. Beispielsweise könnt Ihr mit der Funktion “Keyword Gap” Eure Domain mit einem oder mehreren Konkurrenten vergleichen und dabei neue Keyword-Ideen oder -Felder finden, die Ihr inhaltlich noch gar nicht abdeckt. Aber auch in Tools wie Sistrix und Ahrefs könnt Ihr mit einem Klick (oder eher Copy-Paste) die URL eines:r Mitstreiter:in analysieren und somit u.a. deren Rankings und Sichtbarkeit unter die Lupe nehmen.

SEO-Strategie – Konkurrenzanalyse mit Semrush

Wettbewerbsanalyse mit Semrush

SEO-Strategie Schritt 3: Content- und Keyword-Strategie

Ihr habt smarte SEO-Ziele, kennt die Suchintention und Eure Konkurrenz. Darauf könnt Ihr nun aufbauen. Mit einer Keyword-Strategie definiert Ihr den Fokus Eures Contents, der für die richtigen Nutzer:innen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort (=Suchanfrage in Google) sichtbar werden soll. Um eine Keyword-Strategie zu entwickeln, müsst Ihr zunächst eine Keyword-Recherche durchführen. Das Ziel dabei ist es, die für Euch relevanten Suchbegriffe mit dem meisten Suchvolumen zu finden. Je höher das Suchvolumen eines Keywords, desto häufiger wird es im Schnitt monatlich gesucht. Daher ist es mit der wichtigste Indikator, welche Begriffe Eure Zielgruppe verwendet und auf welche Keywords Euer Content optimiert werden sollte.

Beispiel: Ihr schreibt einen Artikel über die Schritte einer SEO-Strategie. Davor prüft Ihr alle möglichen Schreibweisen und Unterthemen, nach denen Eure Zielgruppe in Google suchen könnte (“SEO-Strategie, SEO-Konzept, SEO-Plan” etc.). Deren Suchvolumen gibt Eeuch Aufschluss darüber, auf welche der Begriffe und Themen Ihr Euch fokussieren solltet. Das Suchvolumen findet Ihr mit verschiedenen Keyword-Recherche-Tools heraus.

Da das Thema Keyword-Strategie allerdings einen eigenen Artikel verdient hat, um es ausreichend abzudecken, haben wir Euch die zwei wichtigsten Voraussetzungen für Eure nachhaltige Content- und SEO-Strategie zusammengefasst:

  1. Das Main Keyword: Jede URL Eurer Domain sollte auf ein einzigartiges Main Keyword optimiert werden. Das ist das Hauptthema der Seite und hat in der Regel das meiste Suchvolumen. Es signalisiert Google wofür Ihr mit der Seite hauptsächlich ranken wollt und sollte daher in allen wichtigen Content-Parts enthalten sein. Wichtig dabei ist, dass nicht mehrere Seiten auf ein gleiches Main Keyword optimiert werden, da diese sonst im Wettbewerb um das beste Ranking stehen würden (=Keyword Kannibalisierung).
  2. Die Suchintention: Nur weil ein Keyword ein hohes Suchvolumen hat, muss es noch lange nicht zum Search Intent der Seite passen. Man sollte nicht den Fokus seines Contents auf das Wesentliche verlieren, in der Hoffnung, durch das hohe Suchvolumen des Keywords mehr Traffic zu generieren.

Beispiel: Dieser Artikel ist auf das Main Keyword “SEO Strategie” optimiert. Ein verwandtes Keyword (“SEO-Analyse”) hat ebenfallsein hohes Suchvolumen, weshalb es maximal oft im Content erwähnt werden könnte. Die Chancen, für diesen Begriff in Google tatsächlich weit oben zu ranken, stehen allerdings ziemlich gering. Warum? Nutzer:innen, die nach “SEO-Analyse” suchen, haben nicht die Suchintention, erst einmal einen langen Artikel über “SEO-Strategie” zu lesen, sondern wollen direkt einen Deep Dive in das gesuchte Thema – und andersherum.

Die einfachste Art, die richtigen Keywords zu finden, sind SEO-Tools wie z.B. Keywordtool Pro, Moz, Semrush, Ahrefs oder Sistrix. Hier erhaltet Ihr passende Keyword-Empfehlungen basierend auf deren Suchvolumina, die häufigsten Nutzerfragen rund um das Thema sowie eine Info, von welcher Suchintention Google beim jeweiligen Keyword ausgeht.

Aber auch mit Google’s hauseigenen Tools wie Google Search Console, Google Keyword-Planner, Google Trends oder Google Suggest (auch: Google Autocomplete) könnt Ihr nach relevanten Keywords für Euren Content recherchieren.

SEO-Strategie – SEO-Strategie – Keyword-Recherche und Suchinteresse ermitteln mithilfe von Google Trends

SEO-Strategie – Keyword-Recherche und Suchinteresse ermitteln mithilfe von Google Trends

SEO-Strategie Schritt 4: Analyse und SEO-Audit

Um Eure strategische SEO-Planung abzuschließen, fehlt noch eine Bestandsaufnahme Eurer aktuellen Website- und SEO-Performance. Dadurch erschließen sich viele Optimierungspotenziale, die im Maßnahmen-Plan mit aufgenommen und priorisiert werden sollten. Außerdem definiert Ihr die Ausgangslage, an der Ihr Eure SEO-Ziele später messen könnt.

Da man auch zu diesem Thema schnell mehrere Artikel füllen könnte, erhaltet Ihr von uns zunächst einen Überblick über die wichtigsten SEO-Analysen:

  1. Performance-Check: Verschafft Euch einen Überlick, wie Eure Website derzeit in der organischen Suche performt. Wie haben sich Eure Klicks, Impressions und Ranking-Positionen im Laufe des letzten Jahres verändert? Was sind Eure am besten und am schlechtesten performenden URLs? Welche Keywords deckt Ihr bereits mit welchen URLs ab? Am einfachsten geht das in der Google Search Console, die Euch all diese Infos aus erster Hand aufbereitet.
  2. SEO-Audit: Mit professionellen SEO-Onpage-Tools, wie beispielsweise Ryte, analysiert Ihr neben Euren Rankings auch den bestehenden Content, die technische Basis Eurer Website und welche Ziele bisher erreicht worden sind. Es können gezielt Schwachstellen des aktuellen SEO-Statusquo identifiziert werden, woraus sich wiederum konkrete Handlungsanweisungen für den nächsten Schritt ergeben.
SEO-Strategie – SEO-Audit und Performance-Analyse in Ryte

SEO-Audit und Performance-Analyse in Ryte

SEO-Strategie Schritt 5: SEO-Maßnahmen

Ein langer Weg zum Ziel, der sich jedoch auszahlt. SEO-Erfolg funktioniert nur datengetrieben. Alle SEO-Maßnahmen, die Ihr auf Basis der durchgeführten Analysen definiert und priorisiert, bringen Euch langfristig mehr Sichtbarkeit, bessere Rankings und somit auch mehr Nutzer:innen bzw. Kund:innen.

Zu den SEO-Maßnahmen innerhalb der SEO-Strategie-Entwicklung zählen unter anderem:

  • Onpage-SEO
  • Technisches SEO
  • Offpage-SEO

Unter Onpage-SEO versteht man alle optimierenden Maßnahmen, die direkt auf einer Website unternommen werden. Auf der einen Seite beinhaltet das die Keyword-Optimierung aller SEO-relevanten Inhalte: Title Tag und Meta Description, Text, Überschriften, Alternativtexte von Bildern, URL, etc. Aber auch hier ist es wichtig, die Suchintention der Nutzer zu beachten und Eure Inhalte dementsprechend aufzubereiten. Somit erhöht Ihr nicht nur Rankings und Traffic, sondern schlussendlich auch Klicks und Conversions.

Neben der direkten Content-Optimierung zählt auch die interne Verlinkung zu den Onpage-SEO-Maßnahmen. Die interne Verlinkung ist nicht nur essentiell, um Inhalte für Google und Nutzer:innen erreichbar zu machen. Auch der Grad und die Anzahl der internen Verlinkungen auf eine Seite ist ein wichtiger Indikator für die Suchmaschine, ob und wie relevant der Inhalt im Gesamtkontext ist. Beispiel: Wird eine Seite sehr oft und an prominenten Stellen (z.B. Navigation, Startseite) verlinkt, erkennt auch Google die Wichtigkeit dieses Inhalts. Hat eine Seite allerdings nur einen internen und eher unprominenten Link (z.B. Textlink von einer einzelnen URL) wird sie auch dementsprechend weniger gewichtet als andere Inhalte.

Zusammengefasst solltet Ihr die folgenden Onpage-SEO-Maßnahmen in Eure SEO-Strategie integrieren:

  • Keyword- und Content-Optimierung: Meta Daten (Title Tag und Meta Description), Überschriften, Text, Bilder (Dateigröße, Alternativtexte), URL, etc.
  • Optimierung der internen Verlinkung: Erreichbarkeit aller Inhalte, Verlinkung aller relevanter Seiten in der Navigation, Keyword-Optimierung von Link- bzw. Ankertexten, Verlinkung auf weiterführende Inhalte, etc.

Zweiter wichtiger Baustein einer erfolgreichen SEO-Strategie-Umsetzung ist das technische SEO. Wie der Name schon verrät, geht es hier vor allem um die Suchmaschinenoptimierung des technischen Fundaments einer Website. Das ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren SEO-Maßnahmen, da somit die Crawlbarkeit und Indexierbarkeit Eurer Inhalte sichergestellt werden.

Diese Optimierungen solltet Ihr im technischen SEO zuallererst angehen:

  • URL-Struktur (hierarchisch aufgebaut, aussagekräftig und lesbar)
  • Robots.txt (Definition für die Suchmaschine, welche URLs der Website gecrawlt werden sollen)
  • XML-Sitemap (Auflistung aller verfügbaren Seiten für die Suchmaschine)
  • Website-Struktur (User Experience, nachvollziehbare Navigation, etc.)
  • Strukturierte Daten (standardisiertes Format, um Inhalte für die Suchmaschine besser verständlich zu machen)
  • Canonicals (jede URL sollte eine kanonische URL aufweisen, die entweder auf sie selbst oder im Falle eines Duplikats auf die Original-URL verweist)
  • Pagespeed (die Ladegeschwindigkeit ist ein wichtiges Rankingsignal und solte daher beschleunigt werden)
  • Mobile first (Google indexiert und ranked Websites nur noch nach Mobile, nicht nach Desktop)
  • Core Web Vitals (wichtiger Google-Rankingfaktor, der die User Experience Eurer Website anhand drei Metriken misst)

Den Status der aufgezählten Punkte könnt Ihr mit SEO-Tools wie beispielsweise ScreamingFrog analysieren. Der ScreamingFrog SEO Spider ist ein Website-Crawler, der die relevanten technischen Faktoren übersichtlich darstellen kann. Unter anderem lassen sich so Broken Links, Weiterleitungsketten, Canonicals und die Response Time identifizieren. Sicherlich hilfreich ist auch die Visualisierung der gecrawlten Website-Struktur und deren Qualität im “Kräftebasierenden Crawldiagram”.

SEO-Strategie – Visualisierung der Website-Struktur und der internen Verlinkung mit Screaming Frog

Visualisierung der Website-Struktur und der internen Verlinkung mit Screaming Frog

Neben der inhaltlichen und technischen Suchmaschinenoptimierung solltet Ihr Euch parallel auch zum Thema Offpage-SEO Gedanken machen. Hierunter fallen alle SEO-Maßnahmen, die auf anderen Websites Einfluss auf die Rankings und Sichtbarkeit Eurer eigenen Website nehmen können. Zu den wichtigsten Stellschrauben zählen dabei Backlinks (Verlinkung von anderen Websites auf Eure Website), ein gutes Brand-Marketing und Social Signs (externe Links von Social Media Plattformen durch beispielsweise geteilte Links auf Twitter).

SEO-Strategie Schritt 6: Monitoring, Reporting und Anpassung

Wie zu Beginn schon mehrfach erwähnt: SEO ist nie final oder gar abgeschlossen. Vielmehr ist es ein ständiger Kreislauf aus Maßnahmenplanung, Monitoring und Maßnahmenanpassung. Dabei ist es enorm hilfreich, wenn ihr Eure wichtigsten SEO-Kennzahlen ständig im Blick habt. Dadurch könnt Ihr einerseits Euren SEO-Erfolg messen, andererseits erleichtert es Euch auch die Analyse bei auftretenden SEO-Problemen. Eine erfolgreiche und nachhaltige SEO-Strategie sollte somit auch immer das Monitoring von vornherein mit einplanen.

Um Euch ein ganzheitliches Bild Eures organischen Erfolgs machen zu können, solltet Ihr Euch in erster Linie auf die wichtigsten SEO-Kennzahlen fokussieren:

  • Sichtbarkeit: Sichtbarkeitsindex, Impressionen, Rankingsposition, Anzahl der Keywords in den Top 10 und Top 100, Anzahl der rankenden URLs, Click-Through-Rate (CTR)
  • Keyword-Monitoring: Rankingposition einzelner Keywords, Entwicklung der Keyword-Segmente, verlorene und gewonnene Rankings, Anzahl der Keyword-Kannibalisierung
  • Traffic-Monitoring: Organischer Traffic allgemein sowie der einzelnen Content-Cluster, Impressionen, Klicks, Conversions (Zielabschlüsse) durch organischen Traffic
  • Technisches Monitoring: Core Web Vitals, Pagespeed, Mobile-Experience, Status Codes, Canonicals, Meta Tags, Hreflang
SEO-Strategie – Sichtbarkeitindex in Sistrix

Sistrix-Sichtbarkeitsindex als Möglichkeit zum Monitoring

Die einzelnen SEO-KPIs sind sehr unterschiedlich und haben je nach festgelegter Zielvorstellung eine andere Bedeutung und Relevanz. Daher solltet Ihr sie im besten Fall im Vorfeld mit allen Stakeholdern (insbesondere dem C-Level) festlegen.

Ein abgestimmtes und zielbasiertes SEO-Monitoring und -Reporting hilft Euch dabei, Eure datenbasierte SEO-Strategie und somit auch Eure Website stetig zu verbessern.

Checkliste: SEO-Strategie und -Maßnahmen

  1. Kennen der Ziele und der Suchintention der Zielgruppe:
    • Einordnung von SEO in den Marketing Mix und in die allgemeine Unternehmensstrategie
    • Formulieren von SMARTen SEO-Zielen
    • Verstehen der Zielgruppe und deren Suchintention
  2. Konkurrenzanalyse:
    • Top-3-Rankings für die wichtigsten Begriffe
    • Analyse und Vergleich der Wettbewerber-Domains
  3. Content- und Keyword-Strategie:
    • Keyword-Recherche und Identifikation der wichtigsten Begriffe und deren Suchvolumina
    • Definition eines einzigartigen Main Keywords pro Content (URL)
    • Analyse der Suchintention
  4. Analyse & SEO-Audit:
    • Analyse der bisherigen organischen Website-Performance
    • SEO-Audit und Identifikation des SEO-Statusquo
  5. SEO-Maßnahmen:
    • On-Page-SEO
    • Technisches SEO
    • Off-Page-SEO
  6. Monitoring, Reporting und Anpassung:
    • Zielbasierte Definition der relevanten SEO-Kennzahlen mit allen Stakeholdern
    • Kontinuierliches Reporting und datengetriebene SEO-Maßnahmenanpassung

Katharina Korbelius
Autor:In
Katharina Korbelius
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Katharina Korbelius

Katharina (Nina) Korbelius ist SEO Managerin bei StudySmarter und baut gemeinsam mit ihren Kolleg:innen alle wichtigen SEO-Prozesse für das internationale Edtech-Startup auf. Während ihrem Masterstudium hat sie sich in die Digital-Marketing-Disziplin SEO verliebt und arbeitete danach u.a. als SEO Consultant für BMW und die diva-e Advertising. Auch nebenbei berät sie Startups bei der Entwicklung und Implementierung von SEO-Strategien und -Maßnahmen.

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