Bewertung
7
6
Marktsegment
Kleinunternehmen
8
Mittelstand
9
Enterprise
7

Web Analytics Software

Web Analytics Tools messen den Traffic auf Webseiten und Online Shops und geben den Betreiber*innen einen Überblick, wie viele Nutzer*innen diese täglich besuchen. So wissen Inhabende einer Internetpräsenz, wer die eigene Webseite besucht, woher die Nutzer*innen kommen und welche Inhalte und Bereiche gut funktionieren. Demografische Daten, Online Conversions und weitere Metriken bieten Unternehmen Einblicke in das Kund*innenverhalten und somit Potenziale zur Optimierung der Webseite. Somit kann der Einsatz eines Web Analytics Tools entscheidend für den Erfolg und die Abgrenzung zum Wettbewerb sein.

Web Analytics Tools bestehen meist aus folgenden Funktionen: Messung des Traffics (Besuche insgesamt, Sitzungen einzelner Besucher*innen, Verhaltensanalysen sowie das Medium, über das der Besucher*innen kam), Segmentierung des Traffics nach Device, Demografie, Geografie und Personengruppen, Echtzeitmessungen sowie die Verfolgung spezieller Conversions wie bspw. einem Kaufabschluss.

Um die eigene Webseite oder Onlineshop vollständig zu verstehen, zu analysieren und zu optimieren, sind Web Analytics Tools also nicht mehr wegzudenken.

Google Analytics

Wer sich tagtäglich mit Webanalysen beschäftigt, kommt an Google Analytics wohl nicht vorbei. Mit dem in der Basis-Version kostenlosen Tracking-Tool lassen sich nach eigenen Angaben Unternehmensdaten zentral analysieren, Leistungen von Marketingaktivitäten, Content und eigenen Produkten messen und so "bessere Entscheidungen treffen". Websitebetreiber*innen können damit wichtige Statistiken und Kennzahlen einsehen. Geeignet ist das Tool für Einsteiger*innen und erfahrene Nutzer*innen gleichermaßen. Voraussetzung für die Nutzung ist die Einrichtung eines Google Kontos. Die Nutzungsdaten werden dann mithilfe eines Tracking-Codes von Google, der im Head-Bereich der eigenen Website eingefügt wird, ausgespielt.

Google Marketing Platform

Mit der Google Marketing Platform, einer "einheitlichen Werbe- und Analyseplattform," sollen Nutzer*innen die Möglichkeit haben, als Teams enger zusammenzuarbeiten. Das Tool baut auf der Integration zwischen DoubleClick und der Google Analytics 360 Suite auf. Als Vorteile der kostenpflichtigen Plattform werden schnelleres und intelligenteres Marketing, mehr Kontrolle über Investitionen und eine tiefere Einsicht in die eigene Zielgruppe genannt. Es beinhaltet: Display & Video 360, Search Ads 360, Analytics 360, Data Studio, Optimize 360, Surveys 360 und Tag Manager 360. Die Kosten sind von den eingesetzten Modulen und den tatsächlichen Schaltungskosten abhängig.

Adobe Analytics

Adobe gibt an, als einziger Anbieter die Möglichkeit zu bieten, Daten zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Customer Journey zu verknüpfen, abzugleichen und zu analysieren. Darüber hinaus spricht das Unternehmen von einem ROI von 224%. Mit Adobe Analytics lassen sich alle Daten an einem zentralen Ort zusammenfassen und sollen so mit dem traditionellen "Silo-Denken" brechen. Betrachtet wird hier also nicht nur ein Ausschnitt, sondern das gesamte Bild. Verfügbar ist das Tool in drei Varianten: Select, Prime und Ultimate. Die Preise können über die Website angefragt werden.

SimilarWeb Pro

Seit der Gründung 2009 in Israel spezialisiert sich die SimilarWeb Ltd. mit der gleichnamigen Plattform auf Statistiken, Daten- und Traffic-Analysen – erst nur für Webseiten, inzwischen aber auch für Mobile Apps. Die Marketing Intelligence Solution bietet recht umfangreiche Research-Möglichkeiten. Für Domains lassen sich beispielsweise der Traffic- und Engagement-Verlauf ausweisen, die Zielgruppe definieren und aufschlüsseln, von welchen anderen Seiten oder Werbenetzwerken die Besucher der Seite häufig kommen. Auch für Apps weist SimilarWeb Statistiken, wenn auch im geringeren Umfang, aus. Insgesamt konnte das Unternehmen in acht Finanzierungsrunden über 110 Millionen US-Dollar einsammeln.

econda

econda gibt an, "tagtäglich Milliarden von E-Commerce Daten von tausenden Online Shops weltweit zu erfassen" und bezeichnet sich selbst als "die mit Abstand meistgenutzte kommerzielle (Web-)Analyse-Lösung unter Deutschlands Top 100 Versandhändler*innen". Aktuell sollen über 1.000 Kunden darauf vertrauen. Lösungen, die das Unternehmen bietet, sind u.a. Datenakquise, Analyse und Personalisierung (ca. 386.000 berechnete Analysen pro Tag), Recommendation, KI und Deep Learning.

Matomo (zuvor Piwik)

Die Open-Source Lösung Matomo (früher unter dem Namen Piwik bekannt) wird oftmals als großer Konkurrent von Google Analytics gehandhabt. Sich selbst beschreibt die Software auf PHP-Basis als "Google Analytics Alternative, die Daten und die Privatsphäre des/der Nutzer*in schützt". Sie soll sich besonders dafür eignen, jede Menge nützliche und interessante Daten über das Verhalten der Website-Nutzer*innen zu erhalten. Genutzt werden kann Matomo sowohl in der Cloud als auch auf dem eigenen Server (zweiteres ist kostenlos). Im sogenannten Matomo Marketplace lassen sich zahlreiche kostenlose Plug-ins finden, mit denen sich der Funktionsumfang beliebig erweitern lässt.

Hotjar

Hotjar, 2014 gegründet, bezeichnet sich selbst als "die führende Lösung für Unternehmen, die online verkaufen, und deren Marketing-, Analyse-, UX- und CRO-Teams, die das Verhalten der Nutzer*innen besser verstehen und im nächsten Schritt ihr Feedback einsammeln wollen". Im Angebot sind u.a. Heatmaps, On-Page Polls (Pop-Ups) und Surveys. Im Moment soll die Lösung von mehr als 550.000 Websites in mehr als 180 Ländern weltweit genutzt werden. Die Preise für die Nutzung variieren je nach privater oder geschäftlicher Nutzung (Business / Agency).

AT Internet

AT internet, 1996 in Frankreich gegründet, sieht sich selbst als "vertrauenswürdiger und hoch angesehener globaler Marktführer im Bereich Digital Analytics". Ausgezeichnet wurde das Unternehmen mehrfach. Eignen soll sich die Analytics Suite für Unternehmen jeder Art - seien es Medienkonzerne, Banken oder B2B-Unternehmen. Nach eigenen Angaben wurden mit der Analytics Suite von AT weltweit schon über 20.000 Sites und Apps gemessen. Die Preise für die Business-Version starten bei 355 Euro/Monat; darüber hinaus ist eine Premium-Version verfügbar, mit Preis auf Anfrage.

Piwik PRO Analytics Suite

Die Piwik PRO Analytics Suite bezeichnet sich selbst als "die perfekte datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics" mit Fokus auf User-Privatsphäre und Datensicherheit. Damit sollen sich u.a. eine bessere Customer Journey bieten, Kundenbetreuung und -beratung optimieren und Daten ideal schützen lassen. Die Suite bietet insgesamt vier Module: Analytics, Tag Manager, Consent Manager und die integrierte Customer Data Plattform. Eignen soll sich die Suite für unterschiedlichste Unternehmen - von öffentlichen Einrichtungen bis hin zu privaten Firmen, besonders im Finanz- und Gesundheitswesen.
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Web Analytics Software

Web Analytics Tools: Der Web Analytics Vergleich zeigt die besten Analyse-Tools – hier liest Du, was es noch zu wissen gilt

Web Analytics Tools bringen Licht ins Dunkel: Sie geben Website- und Onlineshop-Betreibern einen Überblick, was auf ihren Internetpräsenzen passiert. Entsprechende Betrachtungen zeigen zum Beispiel, wer die eigene Website besucht, woher diese Personen kommen und welche Inhalte besonders gut ankommen. Anhand der Daten, die Web Analytics Programme sammeln, lassen sich wichtige Schlussfolgerungen zu Optimierungspotenzialen ziehen. Der Einsatz eines Web Analytics Tools ist für Betreiber von professionellen Websites und Onlineshops nichts weniger als wettbewerbs- bzw. erfolgsentscheidend.

In unserem Web Analytics Vergleich findest Du die besten Web Analytics Anbieter!

Diese Funktionen machen ein Web Analytics Tool grundsätzlich aus:

  • Web-Traffic-Messungen, einschließlich Besucherzahlen, Sessions, einzelnes Besucher-Tracking, Bestimmung der Ein- und Ausgangsseiten der Benutzer und Verhaltensanalysen

  • Verfolgung markierter Ereignisse, wie spezieller Conversions

  • Erhebung von Traffic-Daten über längere Zeiträume und in Echtzeit

  • Segmentierung des Traffics basierend auf Demografie, Geografie, Personengruppen und Device

Für wen sind Web Analytics Tools interessant?

Wer privat eine Website betreibt, die keinerlei monetären Hintergrund hat, kann getrost auf den Einsatz eines Web Analytics Tools verzichten. Bei professionellen Websites und Onlineshops sieht die Sachlage jedoch ganz anders aus. Wenn gewinnorientiert gewirtschaftet werden soll, ist es immer wichtig, die eigenen Stärken und ebenso Schwächen zu kennen, um gezielt an einer Verbesserung arbeiten zu können und somit den nötigen Umsatz zu gewährleisten. Da die optimale Präsenz im Internet heute für jedes Unternehmen erfolgsbestimmend ist – mehr als 90 Prozent aller Kaufentscheidungen werden online getroffen - sollten auch die dortigen Aktivitäten hinreichend gemessen und entsprechend weiterentwickelt werden. Nur so ist es möglich, langfristig am Markt zu bestehen. Demzufolge haben Web Analytics Programme höchste Priorität. Sie helfen, wichtige Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus zu treffen, sondern auf Basis fundierter Daten.

Warum sind Web Analytics Tools wichtig – welche zentralen Nutzen haben sie?

Die Verwendung eines Web Analytics Tools ist für effizient in Richtung Erfolg ausgerichtete Online-Aktivitäten heute unabdingbar, so viel steht fest. Das Hauptziel, welches mithilfe solcher Programme verfolgt wird, ist die eigenen Online-Besucher besser zu verstehen. Nur wer seine (potenziellen) Kunden kennt, kann passend auf deren Bedürfnisse oder Herausforderungen reagieren. Die von Web Analytics Anbietern bereitgestellten Tools helfen dabei, zu klären, warum die eine Kampagne bei den Interessenten weniger gut ankommt als die andere. Die zentralen Ziele bzw. der Nutzen von Web Analytics Programmen liegen in folgenden Möglichkeiten begründet:

  • Mithilfe von Web Analytics Tools lernt man seine Besucher kennen und verstehen: Entsprechende Programme zeigen, aus welchem Land der Großteil des Traffics stammt, über welche Suchbegriffe bei Google und Co. die eigenen Seiten vornehmlich gefunden werden, welche Landingpages besonders erfolgreich sind, wie lange sich Besucher durchschnittlich auf bestimmten Seiten aufhalten, wie die Annahme auf Mobilgeräten ist und vieles mehr. Das alles ist natürlich überaus nützlich, um der eigenen Zielgruppe online genau das zu bieten, was jene braucht/erwartet.

  • Web Analytics Programme lassen typische Nutzerpfade erkennen: Analytics erlauben es, festzumachen, in welcher Reihenfolge sich Besucher durch eine Webpräsenz klicken, welche Seiten eine erhöhte Absprungrate aufweisen, wie sich die Anzahl der Besucher, welche ein Produkt in den Warenkorb legen, zu jener verhält, die eine Bestellung abschließen, und mehr. Es kann somit festgemacht werden, wie sich Interessenten im Conversion-Trichter bewegen, womit dieser zielgenau zu optimieren ist. Der wünschenswerte (vereinfachte) Conversion-Trichter verläuft in einem Onlineshop vom Aufruf einer Seite über die Füllung des Warenkorbs bis hin zum Abschicken der Bestellung.

  • Web Analytics Anbieter lassen mit ihren Programmen Schlüsse zu, welcher Content gut ankommt und welcher weniger: Die Tools halten fest, welche internen Verlinkungen häufig geklickt werden, ob Texte, Videos oder Podcasts eine gute Annahme erfahren oder wie weit Besucher tatsächlich im Content scrollen. Das alles ist enorm wichtig, um herauszufinden, wie Inhalte optimal auszurichten sind. Das hat wiederum deshalb eine sehr große Relevanz, da Content mittlerweile zu den Hauptüberzeugungsvermittlern im Netz gehört. Unternehmen, die zielgruppengenaue Inhalte mit echtem Mehrwert ausspielen, werden besonders häufig gewählt.

Analytics Tools helfen also dabei, Webpräsenzen sehr zielgenau bzw. effizient auf die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe auszurichten. Wenn Kunden sich hinreichend verstanden fühlen, belohnen sie dies durch häufigere Conversions, was letztendlich einen höheren Umsatz für das eigene Unternehmen bedeutet.

Worauf gilt es bei Web Analytics Tools besonders zu achten?

Die Auswahl eines Web Analytics Anbieters ist kein leichtes Unterfangen. Der Markt ist riesig und die verfügbaren Funktionen ähneln sich stark. Unser Web Analytics Vergleich bietet natürlich eine ideale Informationsbasis für die Recherche. Die nachfolgenden Faktoren sind bei der Suche nach einem geeigneten Web Analytics Programm immer zu berücksichtigen.

Für welche Art Unternehmen ist das Tool gedacht?

Das mag sich trivial lesen, ist aber sehr wichtig. Es sollte vor der Auswahl eines Web Analytics Tools definiert werden, was das eigene Unternehmen ausmacht, was geleistet wird und was diese Leistungen auszeichnet. Je nach Branche und Unternehmensausrichtung müssen mitunter andere Schwerpunkte in der Webanalyse und damit beim Web Analytics Tool gesetzt werden. Beispielsweise weist ein Onlineshop ganz andere Conversion-Voraussetzungen auf als eine Affiliate-Seite.

Was gilt es zu verbessern?

Ideal ist es, wenn bei einer vorhandenen Webpräsenz bereits vor der Auswahl des Web Analytics Tools grob festgehalten wird, was womöglich besser zu machen ist. Wo die Online-Reise hingehen soll, muss sowieso klargestellt sein und spezifische Ziele müssen ebenfalls vorhanden sein. Nur diejenigen, die Ziele haben, können auch den Weg dorthin finden. Das Web Analytics Programm der Wahl sollte das Erreichen dieser präzise unterstützen.

Welche Variante wird bevorzugt/benötigt?

Grundsätzlich ist bei Web Analytics Tools zwischen der Implementierung vor Ort und einer cloudbasierten Lösung zu wählen. Erstere Variante wird auf den eigenen Servern gehostet, was den Vorteil hat, dass erst einmal keine Daten bei externen Anbietern ausgelagert sind. Die Datenhoheit über die gesammelten Informationen liegt beim Betreiber. Eine Cloudlösung ist dagegen einfacher, da kein Implementierungs- und Verwaltungsaufwand besteht. Dafür erhalten Unternehmen aber auch nur solange Zugang zu den Daten, wie der Vertrag mit dem Dienstleister läuft.

Eine gute Usability

Grundsätzlich achten alle Web Analytics Anbieter darauf, dass ihre Lösungen gut nutzbar sind. Manche Tools setzen jedoch durchaus mehr Erfahrungen voraus als andere. Um herauszufinden, ob die Usability passt, hilft nur ein Test. Fest steht: Die besten Analysefunktionen bringen nichts, wenn es in puncto Benutzerfreundlichkeit hapert. Bestenfalls sollte von den Implementierungsanforderungen der jeweiligen Lösung über deren visuelle Gestaltung bis hin zum Bedienkonzept alles passen.

Die folgenden Funktionen von Web Analytics Tools sind in vielen Unternehmenskontexten besonders wichtig.

Seitenaufruf-Tracking

Das Web Analytics Tool sollte unbedingt einen Tracker zur Feststellung der Seitenaufrufe haben. Ein solches Feature gehört zu den absoluten Basics – es ist damit eigentlich in jedem Tool enthalten. Viele Web Analytics Anbieter stellen hier aber über den Standard hinaus noch differenziertere Analyseoptionen zur Verfügung. Es gilt den Nutzen dieser für den eigenen Bedarf abzuwägen. Session-Tracking, einzelnes Besucher-Tracking sowie Tracking von Ein- und Ausgangsseiten sind oft ebenfalls möglich und sinnvoll.

Besucherzuordnung

Auch eine Zuordnung der Besucher sollte standardmäßig vorhanden sein. Damit ist zu erkennen, aus welchen Regionen Personen auf eine Webpräsenz zugreifen. Das funktioniert mithilfe der IP-Adresse. Weiterhin ist wichtig, erkennen zu können, wie User die Internetpräsenz gefunden haben (siehe auch den vorherigen Absatz). Ist dies über eine Suchmaschine geschehen oder vielleicht per Direkteingabe der URL? Diese und weitere im Bereich der Besucherzuordnung wichtige Fragen lassen sich mit dem Web Analytics Tool klären.

Pfadverfolgung

Das Web Analytics Tool sollte ein Feature bereithalten, mithilfe dessen Website- und Onlineshop-Betreiber typische Wege von Besuchern erkennen können. Dabei werden unter anderem das Scroll- und Klickverhalten analysiert (siehe auch „Heatmap“ im Folgenden).

Heatmap

Mit einer Heatmap-Funktion lassen sich die Bewegungen der Mauszeiger von Besuchern verfolgen. Infolgedessen ist es möglich, sehr genaue Aussagen über die Güte der Strukturierung einer Internetpräsenz zu treffen. In manchen Web Analytics Tools werden Heatmaps außerdem dazu verwendet, um die Herkunft der Besucher visuell besser darzustellen. Die Scroll Heatmap ist eine Variante der Heatmap, die speziell das Scroll-Verhalten analysiert. Damit lässt sich erfassen, wie weit Besucher auf einer Seite tatsächlich nach unten scrollen.