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Marktsegment

OKR Software & Tools im Vergleich

Objectives-and-Key-Results-Softwares (OKR) helfen beim Definieren, Kommunizieren, Tracken, Messen und Visualisieren von Unternehmenszielen und -ergebnissen. Mit OKR-Tools kann das Management problemlos Teamziele und persönliche Ziele setzen und monitoren. Die Softwares fungieren als wirksame Alternative zu informellen Kommunikationskanälen wie Instant-Messaging-Tools oder Kommentaren in simplen Zielverfolgungstools, in denen der Fortschritt schwer zu messen ist und oder nicht festgehalten wird. Mit OKR-Software hingegen haben Mitarbeiter:innen einen zentralen Ort um ihren Zielfortschritt, Hindernisse und Zielerreichungen zu dokumentieren, was es dem Management ermöglicht die Produktivität des gesamten Unternehmens zu messen und überblicken.

Einige Performance-Management-Systeme beinhalten, neben umfassenden Feedback- und Bewertungsmechanismen, OKR-Funktionen. Sie eignen sich daher zum Erstellen, Messen und Auswerten von OKRs. OKR-Software teilt auch einige Funktionen mit Aufgabenmanagement- und Projektmanagement-Softwares, allerdings konzentrieren sich letztere eher auf die Umsetzung von Aufgaben beziehungsweise Projekten, um Team- oder Unternehmensziele zu erreichen. Zudem bietet OKR-Software Integrationen zu Instant-Messaging-Tools, CRM-Systemen, Aufgabenmanagement- und Projektmanagement-Software und weiteren Tools.

Demnach erlauben OKR-Tools Nutzer:innen das Erstellen, Kategorisieren und visuelle Priorisieren von Zielen, stellen Überprüfungstools für Zielverantwortliche bereit, enthalten Feedback- und Anerkennungsfunktionen sowie Berichts- und Nachverfolgungsfunktionen zur Produktivitätsmessung.

Mooncamp

Was ist Mooncamp?

Mooncamp ist eine OKR-Software, die bei der Entwicklungen agiler und leistungsstarker Teams unterstützt. Mit den Tools, wie OKRs und wöchentlichen Check-ins, hilft Mooncamp sowohl schnellwachsenden Start-ups als auch großen DAX-Konzernen ihre Strategien umzusetzen. Mooncamp ist DSGVO-konform und wird in Köln entwickelt und in Frankfurt gehostet. Die Software steht in drei Preispaketen zur Verfügung und startet ab 5 € pro Monat und Nutzer:in. Zudem können über die Homepage eine kostenlose Testversion und ein Demo angefragt werden.

Leapsome

Was ist Leapsome?

Leapsome ist eine Personalmanagement-Software, die das Engagement der Mitarbeiter:innen und den Erfolg des Unternehmens durch einen kontinuierlichen Kreislauf aus Performance Management und personalisiertem Lernen stärken soll. Die Plattform kombiniert Funktionen wie Mitarbeitergespräche, Ziele und OKR, Onboarding, Meetings, Mitarbeiterbefragungen und vieles mehr. Jeder Schritt wird dabei von einem persönlichen Customer Success Manager begleitet. Die Kosten für Leapsome starten ab 6 Euro pro Mitarbeiter pro Monat. Insgesamt gibt es vier verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Fokus-Funktionen.

LoopNow

Was ist LoopNow?

LoopNow ist eine Cloud-Lösung für kontinuierliche, automatisierte Mitarbeiterbefragungen und 360-Grad-Feedback. Die Software stellt wissenschaftlich fundierte Fragenkataloge zu Themen wie Onboarding, Führungsstil und Mitarbeiterzufriedenheit zur Verfügung. Alle Antworten können mit einem Klick eingesammelt werden. So sehen Nutzer:innen innerhalb kurzer Zeit die Ergebnisse. Der Mindestpreis für LoopNow liegt bei 240 € pro Monat.

Workpath

Was ist Workpath?

Workpath unterstützt dabei, die Erfolgsprinzipien eines Unternehmens in den Kernprozessen der Zusammenarbeit und Strategieumsetzung zu etablieren. Mit der Software können klare gemeinsame Ziele festgelegt und so Doppelarbeit vermieden werden. Zudem verbindet Workpath die Strategien mit operativen Aufgaben. Nutzer:innen können mit der Software Hindernisse bei der Strategieumsetzung identifizieren, Ergebnisse messen und Daten zu diversen Prozessen erhalten. Auf der Homepage können die individuellen Preispakete angefragt sowie ein kostenloses Demo gebucht werden.

Loopline

Was ist Loopline?

Loopline ist die Performance-Management-Software für bessere Feedbackgespräche, Leistungsbeurteilungen und Mitarbeiterentwicklung. Ein zweiseitiger Feedbackprozess führt die Nutzer:innen und ihre Mitarbeiter:innen durch die Vorbereitung des Feedbackgesprächs. Zudem hilft ein integriertes Notizbuch dabei, Infos über gut gelungene Meetings, verbesserungswürdige Präsentationen oder andere Feedbackpunkte aufzuschreiben. So können am Ende des Feedbackgesprächs gemeinsam konkrete Entwicklungsschritte festgehalten werden. Eine kostenlose Testversion kann über die Homepage angefragt werden.

Weekdone

Was ist Weekdone?

Weekdone ist eine OKR-Tracking- und Mitarbeiterleistungsmanagement-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen. Damit können OKRs, Wochenberichten, Dashboard und Feedback erstellt und verwendet werden. Zudem dient es zur Produktivität von Teams und deren Manager:innen. Die Dashboards von Weekdone geben Nutzer:innen die Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, wie ihre Teams bei den OKRs vorankommen. Zudem können sie dazu E-Mail-Berichte zugeschickt bekommen oder PDF-Berichte herunterladen, um so den Unternehmensfortschritt zu verfolgen. Die Software ist für bis zu 3 User:innen kostenlos nutzbar, danach startet sie ab 90 $ pro Monat. Über die Homepage kann ein Demo angefragt werden.

Zielnavigator

Was ist Zielnavigator?

Zielnavigator ist eine Zielmanagement-Software, die Unternehmen dabei hilft, die eigene Strategie umzusetzen. Dabei bringt das Tool alle Nutzer:innen bezüglich Mission, Vision und Strategie auf einen einheitlichen Stand. Zusätzlich wird der Fortschritt der Strategieumsetzung in Echtzeit transparent gestaltet. Handlungsfelder werden in operative Ziele und Maßnahmen umgewandelt. Ebenso werden eine API-Schnittstelle, ein Kennzahlenmodul, ein individuelles Zielmodell sowie Arbeitsbereiche angeboten.
Eine Demo kann auf der Website des Tools angefragt werden. Zielnavigator ist je nach Nutzeranzahl ab 1.800 € im Jahr erhältlich und kann kostenlos getestet werden.

Haufe OKR

Was ist Haufe OKR?

Haufe OKR ist eine Softwarelösung, die den OKR-Prozess in Unternehmen vereinfacht, zentralisiert abbildet und unterstützt. Ziel ist es, mit der Software, die Überführung strategischer Unternehmensziele in den Alltag von Teams zu gewährleisten. Die Software macht neben den Objectives und Key Results auch Abhängigkeiten transparent und fördert das Alignment im Unternehmen. Zu den Funktionen gehören beispielsweise Feedbackoptionen, um Fragen oder Unklarheiten zu klären sowie das Messen der OKR und deren Fortschritt. Neben der reinen Software-Unterstützung hilft Haufe Kund:innen dabei, das richtige Mindset einzuführen und die Prinzipien und Prozesse von OKR nachhaltig und effizient in den Unternehmens- und Teamalltag zu integrieren.

WorkBoard

Was ist WorkBoard?

Workboard bietet Echtzeit-Zielmanagement-Lösungen, um Geschäftsergebnisse zu verbessern und Karrieren zu fördern. Die Mobile- und Web-App der nächsten Generation hilft Geschäftsführer:innen dabei, dynamische, kurzfristige Ziele und moderne Leistungsmodelle wie Ziele und Schlüsselergebnisse umzusetzen, die Ausführung zu rationalisieren und ihr Coaching und ihre Anerkennung zu verbessern. Mehrere Tausend von Unternehmen verwenden Workboard, um die Arbeit einfacher, aussagekräftiger und erfolgreicher zu machen. Auf der Homepage kann eine kostenlose Demo-Version angefragt werden.

15Five

Was ist 15Five?

Das 2011 gegründete Unternehmen 15Five befähigt Personalleiter:innen dazu, eine strategische Rolle beim Wachstum ihres Unternehmens zu spielen. HR-Führungskräfte nutzen 15Five, um Engagement, Leistung und OKRs auf einer Plattform zu kombinieren, damit sie aufschlussreiche Entscheidungen treffen und strategische Maßnahmen ergreifen können. Um den Einfluss von Talenten auf das Unternehmenswachstum zu fördern, bietet 15Five auch Schulungen, Coaching und eine Community für Personalleiter:innen, Manager:innen und Mitarbeiter:innen. Personalleiter in über 3.000 Unternehmen, darunter Credit Karma, Spotify und Pendo, vertrauen auf die Software und Dienstleistungen von 15Five. Die Software steht in 4 Preispaketen zur Verfügung und startet bei 4 $ pro Monat und Nutzer:in. Eine kostenlose Version kann zudem angefragt werden.

Mirro.io

Was ist Mirro.io?

Mit Mirro können OKRs (Objectives and Key Results) festgelegt und verfolgt werden. So wird das Wachstum und die Entwicklung von Mitarbeiter:innen mit Einzelgesprächen, kontinuierlichem Feedback und öffentlichem Lob gestärkt. Die Software eignet sich vor allem an zielorientierte Unternehmen, die eine transparente, „People-First“-Kultur entwickeln, sich für die Automatisierung von Aufgaben interessieren und den Verwaltungsaufwand reduzieren möchten. Es stehen zwei Preiskategorien zur Verfügung, die ab 7 $ pro Monat und Nutzer:in starten. Auf der Homepage kann zudem eine kostenlose Testversion angefragt werden.

Ally.io

Was ist Ally.io?

Die OKR-Software von Ally verschafft Führungskräften, Teams und Einzelpersonen Einblick in den gesamten Arbeitsprozess und verbindet alltägliche Aufgaben mit den wichtigsten Zielen des Unternehmens. Ally.io lässt sich in die Systeme und Tools integrieren, die ein Team täglich nutzt, sodass die tägliche Arbeit eng mit den Zielen des Unternehmens oder einer Abteilung verbunden ist, ohne dass hohe Migrationskosten anfallen. Preislich startet die Software ab 7 $ pro Monat und Nutzer:in. Auf der Homepage können ein kostenloses Demo sowie eine Testversion angefragt werden.

Gtmhub

Was ist Gtmhub?

Die Software Gtmhub ermöglichet Nutzer:innen, einen festen Rahmen im Hinblick auf die Anwendung von OKRs einzustellen. Das trägt dazu bei, dass es im Unternehmen keine unterschiedlichen Auffassungen im Hinblick auf die Anzahl von Objectives und Key Results pro User:in gibt. Zudem besteht die Möglichkeit, Daten direkt aus einer Vielzahl anderer Tools zu importieren und Key Results automatisch zu aktualisieren: u.a. Twitter, Zendesk, Salesforce, Mailchimp, LinkedIn, Facebook, Pipedrive oder Google Analytics. Zudem ermöglicht Gtmhub User:innen, über eine API Daten aus Gtmhub in anderen Systemen zu nutzen – z.B. in einem ERP-System. Über das OKR Dashboard und die verschiedenen Insightboards bekommen alle Teams einen Überblick aller Daten und KPIs. Auf der Homepage kann ein Demo angefragt werden.

Betterworks

Was ist Betterworks?

BetterWorks bietet ein kontinuierliches Leistungsmanagement, um Mitarbeiter:innen dabei zu helfen, Ziele einfach festzulegen und kontinuierliches Feedback zu geben. Die Plattform verbindet nahtlos die vier Aspekte eines Leistungsprozesses, Check-in-Gespräche, Peer-Feedback und Reviews, um Unternehmen dabei zu helfen, die Leistung und das Engagement ihrer Mitarbeiter:innen zu verbessern. Die Software steht ab 2 $ pro Monat und User:in zur Verfügung.

KeepSolid Goals

Was ist KeepSolid Goals?

KeepSolid Goals ist ein Online-Tool, das auf dem MBO-Ansatz (Management by Objectives/Führung durch Zielvereinbarung) basiert. Es wurde entwickelt, um Geschäftsinhaber:innen und Projektmitarbeiter:innen dabei zu helfen, zielorientiertes Management in der Welt von VUCA (Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit) durchzuführen. Das Tool unterstützt dabei, zielorientierte KPIs zu etablieren und das Erreichen von Plänen zu erleichtern. Mit KeepSolid Goals können Nutzer:innen darüber hinaus Mind Maps und Kanban Tafeln erstellen sowie Teamstatistiken einsehen. Preislich startet das Tool ab 9,99 $ pro Monat und Nutzer:in. Auf der Homepage kann eine kostenlose Version angefragt werden.

Perdoo

Was ist Perdoo?

Perdoo wurde 2014 in Berlin gegründet und soll Unternehmen dabei unterstützen, Strategien in Ergebnisse zu verwandeln und diese übersichtlich darzustellen. Dabei können Roadmaps erstellt, Ziele definiert und Verantwortlichkeiten eingeteilt werden. Die Software basiert auf der sog. OKR-Methode (Objectives and Key Results). Eignen soll sich das Tool für Unternehmen jeder Größe. Perdoo bietet eine kostenlose “Starter”-Version und eine “Premium”-Version für 6,00 € pro Monat an.

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Objectives and Key Results Definition (OKR)

OKR steht als Abkürzung für Objectives and Key Results, was auf Deutsch so viel bedeutet wie Ziele und Schlüsselergebnisse. Es handelt sich hierbei um die Bezeichnung einer Methode zur gemeinschaftlichen Zielsetzung, die von Teams oder auch Einzelpersonen verwendet wird, um anspruchsvolle, ehrgeizige und zumeist unternehmerische Bestrebungen mit messbaren Ergebnissen vorzugeben sowie effizient zu erreichen. Mit OKRs können Firmen den Fortschritt auf dem Weg hin zu bestimmten Anliegen verfolgen, eine Ausrichtung schaffen und das Engagement fördern. Egal, ob es um Büroabläufe, Software-Entwicklung, gemeinnützige Organisationen oder andere Bereiche geht - OKRs funktionieren auf vielen Unternehmensebenen gleich. Sie eignen sich ebenfalls für persönliche Bestreben. OKRs werden normalerweise mit einem Ziel an der Spitze und drei bis fünf unterstützenden Schlüsselergebnissen darunter definiert. Sie können alternativ als Aussage formuliert werden: Ich werde „Ziel erreichen“ gemessen an „Key Results“. Ein Ziel ist einfach das, was erreicht werden soll, nicht mehr und nicht weniger. Per Definition sind Ziele signifikant, konkret, handlungsorientiert und (idealerweise) inspirierend. Wirksame Key Results sind spezifisch und zeitgebunden, aggressiv, aber realistisch. Vor allem aber sind sie messbar und überprüfbar. Entweder man erfüllt die Anforderungen eines Schlüsselergebnisses oder nicht; es gibt keine Grauzone. Am Ende des festgelegten Zeitraums - in der Regel ein Quartal - führen Verantwortliche eine Überprüfung durch und stufen die Schlüsselergebnisse als erfüllt oder nicht erfüllt ein. Während ein Ziel langfristig sein kann und für ein Jahr oder darüber hinaus festgelegt wird, entwickeln sich die Schlüsselergebnisse mit dem Fortschreiten der Arbeit. Sobald sie alle erfüllt sind, ist das Ziel erreicht.

Was sind OKR-Softwares und wozu werden sie benötigt?

Eine OKR-Software (Objectives-and-Key-Results-Software), auch OKR-Management-Tool oder Zielsetzungssoftware genannt, übernimmt bzw. erleichtert weite Teile der Definition und der Verfolgung von Objectives and Key Results. Benutzer:innen können eine OKR-Plattform nutzen, um Objectives bzw. Ziele zu visualisieren, entsprechende Fortschritte zu messen, direkt mit Mitgliedern betreffender Teams zu interagieren oder auch relevante Kommentare von Kolleg:innen zu sammeln. Dabei unterstützt OKR-Software Betriebe – immer unter der Bedingung, dass sie passend gewählt und richtig eingesetzt wird – die Arbeit ihrer Angestellten präzise auf die unternehmerischen Kernziele auszurichten. Zu den wichtigsten Funktionen gehören natürlich die Möglichkeit zur Definition von Objectives and Key Results, aber ebenso Dashboards zur Visualisierung von Zielen auf Unternehmens-, Team- und individueller Ebene, spezifische Grafiken und Diagramme, Tracking zur unmittelbaren Messung des Fortschritts sowie Team-Kommunikationsfunktionen für Mitarbeitergespräche, Feedback-Sessions oder andere wichtige Meetings. Objectives and Key Results sind grundsätzlich nichts Neues. Generell verfolgen Unternehmen spezifische Ziele und schon immer wurden diese bzw. deren Erreichen in gewisser Weise nachverfolgt. Traditionell geschieht dies jedoch händisch mithilfe von OKR Templates, in Excel-Tabellen oder mittels PowerPoint. Ein solch manuelles Vorgehen ist selbstverständlich vergleichsweise ineffizient und zudem sehr fehleranfällig. Eine OKR-Software schafft hier Abhilfe. Mit dieser sind relativ einfach Objectives und Key Results zu definieren, abzustimmen, zu tracken und zu visualisieren. Überdies können derartige Tools vollständig in die jeweils vorhandene IT-Architektur integriert werden. Somit begünstigen OKR-Tools den Erhalt ganzheitlich effizienter Prozesse auf dem Weg zur Erfüllung der jeweiligen Unternehmensziele massiv.

Wie funktionieren OKR-Tools?

Es hängt natürlich immer vom Umfang beziehungsweise von den Funktionen einer OKR-Software ab, wie sie letztendlich genau funktioniert oder genutzt werden kann. Folgender Prozess ist jedoch typisch.

  1. OKRs definieren: Normalerweise bieten OKR-Tools eine intuitiven Bedieneroberfläche, über die Nutzer:innen mittels OKR-Vorlagen und andere Assistenten schnell entsprechende Werte definieren können.
  2. OKR Planning: Nutzer:innen haben mit einer OKR-Software oftmals verschiedene Möglichkeiten des OKR-Plannings (top-down oder bottom-up). So lassen sich spezifische OKR-Sets präzise ausrichten – ganz gemäß der Strategie-Planung.
  3. Abstimmung der Teams: Auf Ebene der Teams hilft OKR-Software, Ziele und Key Results genauestens zu organisieren. Verantwortliche können verfolgen, in welcher Qualität die Mitarbeiter:innen auf das Erreichen der Ziele hinarbeiten und entsprechend reagieren. Ein bestimmter Score vermittelt einen klaren Eindruck davon, wie gut die OKR-Sets der Teams abgestimmt sind.
  4. Ganzheitlicher Blick: Schließlich kann sichtbar gemacht werden, wie alle Mitarbeiter:innen ihre spezifischen OKRs erreichen. Die Statusberichterstattung erfolgt direkt über das Tool und ist als Agenda für Meetings und Einzelgespräche einsetzbar.
  5. OKR-Weiterentwicklung: OKR-Software lässt Verantwortliche genau eingrenzen, was für sie entscheidend ist. OKR-Tools bieten diverse Filter, um die wichtigsten OKRs zu fokussieren und weiterzuentwickeln bzw. gegebenenfalls anzupassen.

Welche Vor- und Nachteile bieten OKR-Softwares?

Hier die Top-Vorteile, von denen Unternehmen beim Einsatz einer OKR-Software profitieren können:

  • Mitarbeiter:innen können präzise auf das Erreichen der Unternehmensziele gebrieft werden.
  • Verantwortliche sind in der Lage, jedem Team und jedem Einzelnen eine klare Richtung vorzugeben.
  • Optimalerweise erfolgt eine Produktivitätssteigerung durch die Fokussierung auf spezifische Ziele.
  • Fortschritte beim Bearbeiten der Unternehmensziele sind regelmäßig und kleinteilig zu erfassen.
  • Anhand von OKR-Daten können effektivere und fundiertere Entscheidungen getroffen werden.
  • Durch Messungen und eine klare Datenbasis steigt die Transparenz.
  • Wöchentliche Aktualisierungen verschaffen kurzfristige Erkenntnisse und damit die Flexibilität schneller Anpassungen.
  • Es lässt sich eindeutig erkennen, wie die Zielerreichung mit der Vision, der Strategie und den obersten Prioritäten des Unternehmens übereinstimmt.
  • OKR-Software ermöglicht die effiziente Festlegung klarer und spezifischer Ziele.
  • Verantwortliche bekommen ein Werkzeug, mit dem sie das Erreichen von Zielen bzw. die Ausführungen auf dem Weg dorthin umfassend und transparent organisieren können.
  • Der klare Zielsetzungsprozess hilft dabei, das Engagement und die Eigenverantwortung des Einzelnen zu steigern.
  • Ursachen für das Nichterreichen von Zielen sind ebenfalls deutlich nachzuvollziehen.
  • Anhand von Daten der Zielerreichung können die Ressourcenzuweisung und das betreffende Management effizienter gestaltet werden.
  • Es lassen sich auch funktionsübergreifende Abhängigkeiten zwischen Teams erfassen.

Und was ist mit den Nachteilen – gibt es überhaupt welche? Die kurze Antwort lautet: bei richtiger Anwendung kaum. Tatsächlich können aber zumindest einige Fallstricke auftreten, die man beachten sollte:

  • Nutzen Führungskräfte OKR-Software als Instrument der Kontrolle, reagieren Mitarbeiter:innen möglicherweise ablehnend, womit die Potenziale des OKR-Ansatzes nicht ausgeschöpft werden.
  • Die Einführung von OKR-Software und entsprechender Prozesse erfordert in aller Regel einen erheblichen zusätzlichen Aufwand.
  • Der Einsatz eines OKR-Software-Tools verlangt auch auf lange Sicht zusätzliche (personelle) Ressourcen, deren Kosten Unternehmen mitunter zunächst nicht kalkulieren.
  • OKR für Teams spielt sein volles Potenzial in aller Regel nur unter einer offenen Unternehmenskultur, die Agilität fokussiert, aus.
  • OKR-Software kann vieles vereinfachen und verbessern, auf der anderen Seite aber auch zu ineffizienten Vorgängen führen – insbesondere dann, wenn ein unpassendes Tool oder eine falsche Strategie gewählt wurden.

OKR-Vergleich: Wie wählt man die beste OKR-Software aus bzw. worauf sollte man besonders achten?

Da es viele unterschiedlich ausgestattete OKR-Lösungen auf dem Markt gibt, sollten Unternehmen ihre Anforderungen sorgfältig abwägen, bevor sie in eine Software investieren. Im Folgenden werden die beiden häufigsten Kategorien von Käuferfirmen von OKR-Software und deren typische Bedarfe aufgeführt. Interessierte können sich somit als primären Schritt auf dem Weg zur Bestimmung einer passenden OKR-Anwendung in eine dieser beiden Gruppen einordnen und schnell erste Insights erhalten, welche OKR-Möglichkeiten für sie wahrscheinlich besonders relevant sind.

Kleine Unternehmen
Diese Unternehmen beschäftigen normalerweise weniger als 100 Mitarbeiter:innen und suchen eine kostengünstige sowie benutzerfreundliche OKR-Lösung. Anwender:innen in kleinen Betrieben haben in der Regel nicht viel Zeit, um eine neue Software anzupassen und zu erlernen. Sie benötigen Tools mit vorinstallierten Funktionen, während größere Unternehmen Lösungen bevorzugen, die mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten. Grundsätzlich sind für kleine Unternehmen Funktionen wie Drag-and-Drop oder einfache Schiebregler mit eingängigen Erklärungen ideal. Darüber hinaus ist eine Zentralisierung, durch die Informationen und Funktionen leicht auffindbar sind, ein wichtiger Faktor für die Benutzerfreundlichkeit. So sollten die User:innen beispielsweise in der Lage sein, an einer zentralen Stelle Feedback zu ihren Zielen zu erhalten und weiterzugeben. Visuelle Dashboards sollten auch die Verfolgung von Leistungsberichten einfach und schnell machen. Kleine Unternehmen brauchen kaum ein OKR-Tool mit einer großen Anzahl an Funktionen. Ihr primäres Ziel ist es vielmehr, den Return-on-Investment (ROI) der Gesamtausgaben für die Software und deren Nutzen zu bestätigen. Sie suchen nach Anbieterfirmen, die keine zusätzlichen Gebühren für das Hinzufügen neuer Nutzer:innen oder die Bereitstellung eines persönlichen Supports verlangen.

Größere Unternehmen
Diese Art von Unternehmen hat speziellere Anforderungen an die Verwaltung von OKRs. Sie müssen ihre Ziele über eine große Belegschaft hinweg organisieren, die wahrscheinlich sogar auf mehrere Standorte verteilt ist. Oft brauchen größere Enterprises eine OKR-Software mit einer Vielzahl von Funktionen und der Möglichkeit, Anwendungen von Drittanbietern zu integrieren, um alle ihre Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Großfirmen wünschen sich typischerweise präzise Berichtsfunktionen, mit denen sie die aktuelle und historische OKR-Leistung ihrer Mitarbeiter:innen vergleichen sowie genauestens analysieren können. Außerdem möchten sie in der Lage sein, schnell personalisierte Reports in einer Vielzahl von Formaten, einschließlich PDF, XLS und HTML, zu erhalten, die Informationen darüber zusammenfassen, wer für bestimmte Ziele verantwortlich ist, wann sie abgeschlossen werden und mehr. Darüber hinaus sind eine Aufgabenzuweisung und -verfolgung, visuelle Organigramme, White-Label-Optionen und Push-Benachrichtigungen in Echtzeit für mobile Anwendungen weitere oft geforderte Funktionen für diese Betriebe. Großunternehmenskunden wünschen sich weiterhin eine Technologie, die sich bestens in ihre bestehende - häufig sehr umfangreiche - System-Infrastruktur einfügen lässt. Folglich muss die OKR Software mit Anwendungen wie Projektmanagement-Software, Kollaboration-Tools, HR-Software und weiteren Programmen zu verknüpften sein. Mit anderen Worten, die Daten sollten dank der Integrationen nahtlos zwischen den verschiedenen Systemen fließen.

Die wichtigsten Funktionen von OKR-Systemen
Viele in spezifischen Fällen oft wichtige OKR-Möglichkeiten wurden bereits angesprochen. Nun sollen diese anhand von typischen Funktionen konkretisiert werden. Interessierte können so genauer erfassen, wonach sie im Detail Ausschau halten müssen, wenn sie sich auf die Suche nach einem passenden OKR-Tool machen. Mit folgenden Funktionen und Voraussetzungen sollten sich Verantwortliche immer vertraut machen.

  • Benutzerfreundlichkeit: Es ist wichtig, darauf zu achten, dass sich die fokussierte OKR-Software leicht in die bestehende Systemlandschaft integrieren lässt, einen einfachen Einführungsprozess mitbringt und Anwender:innen sie im tagtäglichen Einsatz leicht nutzen kann.
  • OKR Management: Die Organisation bzw. Erstellung von OKRs ist normalerweise über Vorlagen bzw. Assistenten und/oder individuell möglich. Ziele und wichtige Ergebnisse können für das Unternehmen, Teams und Einzelpersonen erstellt werden. Außerdem sind Fristen für die Erreichung dieser Ziele festzulegen. Individuelle Ziele können mit abteilungs- oder unternehmensweiten Zielen auf einer zentralen Plattform verknüpft werden.
  • Feedback Management: Es ist häufig hilfreich, Beiträge von Mitarbeiter:innen und anderen Interessengruppen zu den festgelegten Zielen einzuholen und zusammenzustellen. Dies dient schließlich als Leitfaden für die Strukturierung von OKR-Techniken und -Methoden, die angesichts der Rückmeldungen erforderlich sind.
  • Fortschrittsverfolgung: Die Festlegung von messbaren Schlüsselergebnissen und die Definition von Leistungsindikatoren können helfen, die Fortschritte in Richtung der Ziele sehr klar zu verfolgen.
  • Gamification: Gamification-Funktionen helfen dabei, die Erfüllung von Zielen und entsprechendes Feedback verlockender zu machen – zum Beispiel, indem sie es den Mitarbeiter:innen ermöglichen, sich bei Kolleg:innen mit High-Fives und Sternen zu bedanken oder sogar in Bestenlisten gegeneinander anzutreten.
  • Analysen und Berichte: Die Leistungen der Mitarbeiter:innen und andere wichtige Faktoren für das Erreichen spezifischer Ziele können präzise untersucht und in Reports gefasst werden, um zu erfahren, was funktioniert hat und was nicht. Die Berichte unterstützen dann unter anderem die Prognose und Planung von Ressourcen, damit die Unternehmensziele termingerecht zu erreichen sind.

Was kosten OKR-Softwares und gibt es kostenlose OKR-Tools?

Die meisten OKR-Anbieter stufen ihre Preise ab, indem sie zwei bis fünf Kosten- bzw. Lizenzpläne bereitstellen. Auf diese Weise decken sie Unternehmen verschiedener Größe und mit dementsprechenden Bedarfen sowie finanziellen Möglichkeiten ab. Die Pläne unterscheiden sich in der Regel vor allem in Bezug auf die Funktionsumfänge. Sie kosten entweder eine pauschale monatliche/jährliche Gebühr für eine unbegrenzte oder begrenzte Anzahl von Mitarbeiter:innen oder sie nutzen ein Abonnementmodell pro Monat und eventuell pro Mitarbeiter:in. Bei einer monatlichen Bezahlung entstehen normalerweise Kosten zwischen rund zehn und 20 Euro. Umfangreiche Suiten sind deutlich teurer. Tatsächlich gibt es auch kostenlose OKR-Software. Solche OKR Freeware kommt dann im Allgemeinen mit stark eingeschränkten Funktionalitäten, kann von kleineren Unternehmen oder Einzelpersonen aber durchaus zweckdienlich eingesetzt werden. Sowohl bei kostenpflichtigen OKR-Systemen als auch bei Freeware sollte immer daran gedacht werden, dass eventuell zusätzliche Gebühren für individuelle Dienste, sprich Produktschulungen, Anpassungen, Anleitung zur Einhaltung von Vorschriften, spezielles Account-Management und andere, anfallen können.