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Marktsegment

Warenkorb Software & Tools im Vergleich

Shopping-Cart-Softwares, in Deutsch Warenkorb-Softwares, helfen Online-Händler:innen beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf E-Commerce-Websites, indem sie eine nahtlose Online-Shopping-Erfahrungen für Kund:innen schaffen. Die Softwares wickeln Zahlungen ab und ermöglichen reibungslose Bezahlvorgänge mithilfe diverser Bezahlmethoden wie Kreditkarte, Kauf auf Rechnung, Vorkasse, PayPal und vielen mehr. Außerdem beinhalten sie Sicherheitsfunktionen und Datenverschlüsselung, um Richtlinien zur Online-Bezahlung zu erfüllen. Viele Shopping-Cart-Tools bieten Möglichkeiten zur Erstellung von E-Commerce-Websites, zum Berechnen der Steuersätze und zur Organisation des Versands. 

Warenkorb-Softwares sind entweder als eigenständige Software-Lösungen erhältlich, die sich mit E-Commerce-Plattformen und Shopsystemen integrieren lassen oder Teil einer vollumfänglichen E-Commerce-Plattform. Shopping-Cart-Softwares, von Anbietern, die bei der Versandabwicklung unterstützen, haben Gemeinsamkeiten mit Versandsoftwares.

Vue Storefront

Was ist Vue Storefront?

Vue Storefront ist eine Software zur Gestaltung und Optimierung der Customer Journey und des Frontends von E-Commerce-Unternehmen. Händler:innen werden durch eine UI-Bibliothek und Storefront-UI diverse Anpassungsmöglichkeiten für ihre UI-Komponenten geboten. Dabei unterstützt ein integrierter Service-Worker-Cache die Offline-Funktionalität der Software. Auch die Benutzerfreundlichkeit wird durch Vue Storefront mithilfe einer Mobile-first-Gestaltung berücksichtigt.
Eine Demoversion kann auf der Website des Tools angefragt werden.

degaso-cash

Was ist degaso-cash?

degaso-cash ist eine vollständig hardwareunabhängige und flexible Softwarelösung für Kassensysteme in der Gastronomie. Die Hauptzielgruppe sind kleine bis mittelgroße Gastrobetriebe, welche von der Digitalisierung des Bestellvorgangs profitieren. Zusätzlich bietet das Tool offene Schnittstellen, damit auch andere Hersteller:innen ihre Software mit degaso-cash verbinden können. degaso-cash kostet immer 66 Euro pro Monat. Die Einrichtungsgebühr liegt aktuell bei 699 Euro. Die Anschaffungskosten sind dank der Hardwareunabhängigkeit flexibel, wodurch auch wieder aufbereitete oder aber auch gebrauchte Geräte zum Einsatz kommen können.

Foxy.io

Was ist Foxy.io?

Foxy.io ist eine Warenkorb-Software, die Händler:innen durch die Integration des bestehenden CMS beim E-Commerce von physischen und digitalen Produkten unterstützt. Das Tool bietet über 90 unterschiedliche Zahlungsgateways und Methoden. Weitere Features sind der konfigurierbare Warenkorb, die benutzerdefinierten Checkout-Felder und Subdomains sowie die Internationalisierungs-Funktionen. Letzteres bietet mehrere Sprachen und Vorlagensets sowie konfigurierbare Steuersätze für unterschiedliche Regionen an.
Das Tool bietet auf seiner Website eine kostenlose Testversion. Danach kann dieses in drei unterschiedlichen Plänen, startend ab 21 $ pro Monat.

X-Cart

Was ist X-Cart?

X-Cart ist eine Warenkorb-Software, die als E-Commerce-Plattform dient.
Mit Lösungen für eine Vielzahl von SKUs, wie schnelleren Intergrationsadaptern oder unterschiedlichen Analyse-Tools, wie Google Analytics oder Yandex.Metrica wird der Online-Handel durch das Tool unterstützt. Beim Design können Händler:innen auf vorgefertigte Themen, die sich per Drag-and-Drop anpassen lassen, auf ein eigenes Design oder das des internen Designteams zurückgreifen.
X-Cart bietet drei Preisoptionen, mit unterschiedlichen Features, beginnend ab 199 $ pro Monat an. Eine Demo des jeweiligen Pakets kann auf der Website von X-Cart vereinbart werden.

OpenCart

Was ist OpenCart?

OpenCart ist eine kostenlose Warenkorb-Software zur Verwaltung von (mehreren) Onlineshops.
Das Tool bietet unter anderem Funktionen, wie integriertes SEO, eigene Backups, ein Affiliate-System, ein Shop-Management oder eine Auswahl an über 13.000 Modulen und Themes zur Erweiterung der Funktionalität. Weiterhin steht ein Administrator-Dashboard zum Überblick über Themen wie Gesamtbestellungen, Verkäufe, Kunden oder Verkaufsanalysen bereit.
Eine Demoversion sowie der kostenlose Download befindet sich auf der Website von OpenCart.

MONEI

Was ist MONEI?

MONEI ist ein Zahlungs-Gateway, welches zahlreiche Zahlungsmethoden in einer Plattform für E-Commerce-Unternehmen anbietet. Die Software lässt sich durch ihre API in bestehende E-Commerce-Plattformen integrieren. So können Unternehmen ihren Kund:innen mehr Zahlungsmethoden bereitstellen und dadurch die Konversionsrate erhöhen. Weiterhin kann die Checkout-Seite nach dem eigenen Branding gestaltet werden.
Das Tool bietet drei unterschiedliche Preispakete an. Das kostengünstigste kann für 0,1 % bis 0,9 % + 0,24 € je Transaktion erworben werden.

CS-Cart

Was ist CS-Cart?

CS-Cart ist eine Warenkorb-Software zur Unterstützung von Unternehmen im E-Commerce. Die On-Premise-Software ist sowohl für große Unternehmen, als auch Nischen-Händler:innen geeignet. Dabei werden Features wie die CI-angepasse Gestaltung der App, ein Multi-Vendor-Service für automatisierte Auszahlungen, konfigurierbare Vendor-Pläne sowie Analysen des Marktplatzes durch Google Analytics angeboten.
CS-Cart bietet eine kostenlose Testversion sowie eine Demo auf der Website an. Danach kann die Software auf Anfrage in vier unterschiedlichen Paketen erworben werden.

Zen Cart Pro

Was ist Zen Cart Pro?

Zen Cart Pro ist eine kostenfreie Open-Source-Shopsoftware zur Verwaltung und Optimierung von Online-Shops. Dabei bietet die Software Funktionen wie einen PDF-Rechnungsgenerator, eine Schnittstelle zu IT-Recht mit Rechtstexten oder DSGVO-Funktionalitäten. Weiterhin beinhaltet die Software Google Analytics sowie ein Modul für Cross Sells, um eigene Artikel zu empfehlen. Zur Optimierung der Benutzerfreundlichkeit unterstützt das Tool einen Lightbox-Effekt. Dieser zeigt die Detailseiten in einer Lightbox, statt eines Pop-up-Fensters an.

Die Software kann auf der Internetseite von Zen Cart Pro kostenlos heruntergeladen werden.

Verifone (zuvor 2Checkout)

Was ist Verifone?

Verifone (zuvor 2Checkout) ist eine Software, die Unternehmen im E-Commerce beim Verkauf über mehrere Kanäle unterstützt. Unter anderem fokussiert sich die Software auf globale Steuer- und Finanzdienstleistungen, Risikomanagement und Compliance und auf den Partnervertrieb. Dafür werden Features wie vorgefertigte Zahlungs- und Steuerbeziehungen, CPQ-Funktionen für die Angebotserstellung sowie Marketing und Merchandising Tools zur Planung von Omnichannel-Erweiterungsstrategien bereitgestellt.
Die Software bietet drei unterschiedliche Preispakete an. Das kostengünstigste Paket “2Sell” berechnet pro Verkauf eine Rate von 3,5 % + 0.30 Euro.

plug&paid

Was ist plug&paid?

plug&paid ist eine Warenkorb-Software, die Unternehmer:innen ohne Programmierkenntnisse bei der Erstellung eines Online-Shops hilft. Dabei sind die meisten Funktionen in der Software bereits integriert und müssen nicht durch Drittanbieter bezogen werden. Zu diesen Funktionen gehören unter anderem ein Affiliate Center, welches beim Aufbau des Partner-Netzwerkes hilft, ein Rechnungsgenerator und eine automatisierte EU-Mehrwertsteuerberechnung. Das Tool bietet über 30 Zahlungsmethoden für rund 50 Währungen an. Weiterhin wird die Markenbildung, durch die Anpassung der Domain und des Checkouts nach dem eigenen Corporate Designs, unterstützt.
plug&paid bietet eine kostenlose Testversion an. Danach kann die Software in zwei unterschiedlichen Paketen erworben werden, deren Preis prozentual an den Transaktionen berechnet wird.

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Shopping-Cart-Software-Definition: Was sind Warenkorb-Softwares und wozu werden sie benötigt?

Laut aktuellen Studien geben viele deutsche Verbraucher:innen mehr als 1.000 Euro im Jahr für das Onlineshopping aus. Über 85 Prozent der Deutschen Konsument:innen bestellen mehr als einmal monatlich im Internet. Das bedeutet fraglos enormes Potenzial für alle Unternehmen, die ihre Produkte online anbieten können.

Immer mehr Waren oder auch Dienstleistungen können ganz einfach online erworben werden. Für Verbraucher:innen ist Onlineshopping in vielen Bereichen bereits seit Jahren gang und gäbe. Mode, Elektroartikel, Musik, Bücher oder ebenso Reisen, Ausbildungskurse, Beratungsangebote sowie andere Services werden längst vornehmlich im Web gekauft bzw. gebucht. Selbst B2B fasst der E-Commerce zunehmend Fuß. Insbesondere Betriebsmittel beziehen mittlerweile viele Einkäufer:innen bevorzugt online. Mit der Corona-Krise stiegen die kundenseitige Annahme und damit der Absatz des Online-Handels noch einmal stark an.

Dabei werden Onlineshopper:innen jedoch auch immer anspruchsvoller. Expert:innen aus dem Bereich E-Commerce, die ihrer Zielgruppe kein rundum flüssiges Shoppingerlebnis bieten, haben es schwer. In diesem Zusammenhang sind primär aktuelle Statistiken zur Shopping-Cart- oder Warenkorb-Abbruchrate höchst interessant. Demnach verwerfen knapp 70 Prozent aller Online-Kund:innen ihren Kauf noch beim Checkout-Prozess, also im Warenkorb. Wichtige Gründe dafür sind unpassende Zahlungsmethoden, ein umständlicher Kaufprozess, technische Probleme, fehlende Motivation durch den Shop-Betreiber oder auch ein schlechter visueller Eindruck.

Genau diese Faktoren verhindert eine gute Shopping-Cart-Software. Zwar gibt es so gut wie keine E-Commerce-Systeme bzw. Onlineshops ohne Warenkorb – die integrierten Lösungen sind allerdings in zahlreichen Fällen nicht ausreichend. Das liegt vor allem daran, dass sie für die breite Masse entwickelt wurden. Die individuellen Vorlieben spezieller Zielkund:innen können sie selten abfangen.

Mithilfe einer passenden Shopping-Cart-Software für erweiterte Online-Checkout-Systeme kann hingegen ein Warenkorb erstellt werden, der sehr viel genauer auf die eigene Zielgruppe abgestimmt ist. Für die Kund:innen kann der Einsatz eines solchen Tools den gesamten Kaufprozess – vom Hinzufügen von Produkten zum Warenkorb bis hin zur Zahlung und zum Kaufabschluss – sehr viel angenehmer gestalten und so die Abbruchrate senken.

Mit Software einen Warenkorb erstellen: Wie funktionieren Shopping-Cart-Software?

Die meisten haben mit den grundsätzlichen Funktionen von Shopping-Carts im E-Commerce bereits Erfahrungen sammeln können. Der Warenkorb ist der Bereich, in dem Kund:innen die Produkte, die sie für einen Kauf vorsehen, sammeln. Schließlich erhalten sie eine Liste aller ausgewählten Angebote, die sie ändern oder zum Kaufabschluss bringen können. Über die Bestimmung einer Zahlungsmethode und einer Versandoption wird das Geschäft schließlich abgeschlossen.

Dieser Frontend-Vorgang ist bei nahezu jedem Shopping-Cart identisch. E-Commerceler:innen sind sogar gut beraten, keine allzu sehr von diesem Standard abweichende Struktur zu verwenden. Denn eine ungewohnte Verfahrensweise beim Kaufabschluss ist tatsächlich eine der zentralen Gründe für einen Abbruch.

Wie sich die Shopping-Cart-Abfolge im Hintergrund mithilfe der Warenkorb-Software organisieren lässt bzw. wie diese funktioniert und was damit möglich ist, hängt insbesondere von den integrierten Features ab. Die nachfolgenden Elemente sind typisch.

  • Eine Katalogverwaltung: Der Einkaufswagen ermöglicht eine aufgelistete Darstellung aller Artikel, die Kund:innen online erwerben möchten. Die Software lässt dabei klare Produkttitel, Bilder, Preise und weitere Informationen angeben. Zudem sollten Käufer:innen die Möglichkeit bekommen, Mengen oder Größen zu bearbeiten. In manchen Warenkörben können auch Cross- sowie Up-Selling-Strategien und/oder andere verkaufsfördernde Maßnahmen angewendet werden.

  • Lösungen für abgebrochene Warenkörbe: Der Abbruch im Einkaufswagen ist ein großes Problem für E-Commerceler:innen. Selbst dann, wenn Kund:innen erst einmal nur stöbern und den Warenkorb für eine Übersicht der Produkte nutzen, die sie vielleicht später noch kaufen möchten, führt das bei Standard-Internet-Shopping-Carts zu einem Abbruch. Eine gute Cart-Software hält jedoch Lösungen bereit, um dies zu vermeiden. Hier können Warenkörbe gespeichert und die Interessenten per E-Mail gezielt an ihre dort verbliebenen Produkte erinnert werden.

  • Eine Integration von zielkundenspezifischen Zahlungsgateways: Shopping-Cart-E-Commerce-Software kann stark dazu beitragen, Kund:innen ein nahtloses Zahlungserlebnis zu bieten. Ein solches ist alleine deshalb wichtig, da tatsächlich mehr als 50 Prozent der Warenkorbabbrüche aus unpassenden Zahlungskonditionen resultieren. Mit einer guten Online-Shopping-Cart-Software sind E-Commerceler:innen in der Lage, die Zahlungsbedingungen – und insbesondere die gebotenen Methoden – genauestens auf die Erwartungen ihrer Zielgruppen abzustimmen.

  • Eine Berechnung von Steuern und Versandgebühren: Durch die automatische Berechnung der Umsatzsteuer und Versandgebühren kann Kund:innen Transparenz vermittelt werden. Gleichzeitig sind entsprechende Angaben natürlich gesetzlich vorgeschrieben. Gerade bei Shopsystemen, die außerhalb der EU entwickelt wurden, kann es für die Rechtskonformität oder auch einfach für die Schaffung hierzulande gewohnter Strukturen sinnvoll sein, eine externe Online-Shopping-Cart-Solution zu implementieren.

  • Ein Benutzerfreundliches Interface: Ein weiterer zentraler Faktor für Warenkorbabbrüche sind Schwierigkeiten bei der Navigation durch den Warenkorb bis zur Kasse. Mithilfe mancher Shopping-Cart-Softwares können nicht nur bestimmte Features integriert werden, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Auch das Interface-Layout und -Design sind mit ihnen entsprechend vorteilhaft anpassbar.

  • Shopping-Cart-Analysen und Leistungs-Management: Online-Einkaufswagen können Informationen zu Käufen in historischen Abschnitten organisieren und kategorisieren. Es ist möglich, aufbereitete bzw. visuell zweckdienlich dargestellt Reports zu erhalten. Diese wiederum geben E-Commerceler:innen einen Überblick zur Performance ihres Warenkorbs und weitere geschäftsrelevante Insights.

Welche Vor- und Nachteile bieten E-Commerce-Shopping-Cart-Systeme?

Warenkorbsysteme für Homepages und Onlineshops unterstützen den E-Commerce auf vielfältige Weise. Im Folgenden werden die wichtigsten Vorteile einer Einkaufswagen-Software erläutert.

  • Ein besseres Einkaufserlebnis: Viele Kund:innen kaufen insbesondere deshalb online ein, weil sie nicht den mühsamen Prozess des Shoppings im Laden durchlaufen wollen. Aber auch im Onlineshop kann es Stolpersteine geben, welche die Güte des Kauferlebnisses stark schmälern können. Der Warenkorb ist dabei oft entscheidend. Online-Einkaufswagen mit Komfortfunktionen, wie Katalogverwaltung, Warenkorbabbruchsicherung, zielgruppenpräzisen Zahlungsgateways, Gutscheineingabefeldern, Rabattrechnern, Schnellzahlungsoptionen usw., tragen erheblich zu einem bequemeren Einkaufen bei. Damit kann normalerweise wiederum der Absatz signifikant angehoben werden.

  • Eine verbesserte Auftragsverwaltung: Shopping-Cart-Software ermöglicht es Verkäufer:innen, eine Bestellung von der Zusammenstellung bis hin zur Lieferung optimal zu organisieren und zu verfolgen. Jedes Mal, wenn eine neue Order aufgegeben oder eine bestehende Bestellung storniert wird, können Benachrichtigungen erfolgen. Diese informieren Verantwortliche nicht nur über die Ereignisse an sich, sondern liefern auch sehr einfach zentrale Daten, die für die Bearbeitung einer Bestellung erforderlich sind. Dazu zählen unter anderem Produktvarianten, Artikelcodes, Bestellnummern, Versand- und Zahlungsdetails etc. Diese können im Folgenden wiederum automatisiert weiterverarbeitet werden.

  • Datenerfassung und -analyse: Einkaufswagenlösungen liefern eine Vielzahl von Informationen. Diese können nicht nur für die optimierte Kaufabwicklung verwendet, sondern zum Beispiel auch für Verkaufs- und Marketing-Kampagnen eingesetzt werden. Wenn Warenkorb-Software selbst keine Analytics mitbringt, sind entsprechende Daten meistens dennoch mit einer externen Anwendung integrierbar oder exportierbar.

Für den Einsatz von Warenkorb-Software sprechen fraglos einige starke Argumente. Trotzdem kann es bei der Verwendung zu spezifischen Nachteilen oder Schwierigkeiten kommen. Die zentralen Herausforderungen, mit denen Unternehmen oder Kund:innen konfrontiert werden können, sind folgende:

  • Datensicherheit: Lösungen für Online-Einkaufswagen müssen einen 100-prozentigen Schutz der Verbraucherdaten gegen möglichen Diebstahl gewährleisten. Weiterhin sollten sie mit übermittelten Informationen streng gemäß den europäischen Datenschutzrichtlinien verfahren. Hier können bei Systemen, die nicht in der EU entwickelt wurden, Defizite bzw. Nachbesserungsbedarfe vorkommen.

  • Kompatibilitätsprobleme: Externe Shopping-Cart-Software ist ein Faktor, der auf technischer Ebene Probleme bereiten kann. Ist die Anwendung nicht mehr aktuell oder funktioniert sie generell nicht gut mit dem Basissystem, kann das zu Abstürzen, langen Ladezeiten, fehlerhaften Darstellungen oder ähnlichen Schwierigkeiten führen. Diese wiederum schwächen den Online-Shopping-Cart und das Kauferlebnis erheblich. In einem solchen Fall hilft selbst, eine über die Software visuell und funktional noch so genau auf die jeweiligen Bedarfe abgestimmte Ausrichtung des Warenkorbs nicht mehr weiter!

Den besten Shopping-Cart finden: Wie wählt man die passende Shopping-Cart-Solution aus bzw. worauf sollte man besonders achten?

Es sollte immer eine möglichst gut zu den Unternehmensanforderungen und Kund:innen passende Software gewählt werden. Dies sollte unabhängig davon, ob eine E-Commerce-Website von Grund auf neu erstellt werden soll oder ein Onlineshop bzw. dessen Einkaufswagen zu optimieren ist, erfolgen. Zielgruppen unterschiedlicher Branchen haben stets verschiedene Erwartungen an ihr Online-Kauferlebnis. Somit kann ein Warenkorb auch nur dann maximal effektiv sein, wenn er diese hinlänglich zu erfüllen weiß. In diesem Zusammenhang sollten Interessierte bei der Auswahl eines geeigneten Shopping-Cart-Services vor allem auf die nachfolgenden Faktoren achten.

  • Eine Software-as-a-Service (SaaS) oder ein selbst-gehosteter Einkaufswagen: Bei selbst gehosteten Warenkörben müssen Unternehmen die Anwendung komplett selbst verwalten. Dafür wird einiges an Erfahrung in der Entwicklung benötigt. SaaS-Lösungen hingegen werden vom Anbieter gewartet. Sie sind besser geeignet für Betriebe mit geringeren personellen Ressourcen.

  • Der Funktionsumfang: Typische Funktionen wurden oben bereits angesprochen. Auf diese sollten Interessierte immer achten. Mitunter sind aber noch weitere Features nötig, um die eigenen Anforderungen bzw. die der Zielkund:innen bedienen zu können. Beispiele sind Versandintegrationen oder schnelle Kaufabwicklungen per Amazon und PayPal.

  • Die laufenden Kosten: Jeder Einkaufswagen hat seine eigenen Preispläne. Je höher die Kosten sind, desto größer ist natürlich auch der Funktionsumfang. Es gilt bei der Auswahl einer Preisstufe oder eines Plans jedoch Vorsicht walten zu lassen. Denn möglicherweise werden gar nicht alle angebotenen Funktionen und/oder Services benötigt. Dann bezahlt man mitunter deutlich zu viel. Eine Free-Shopping-Card-Software ist nur in seltenen Fällen die richtige Lösung. Sie bietet normalerweise lediglich stark eingeschränkte Funktionen (gilt nicht für Open-Source-Lösungen).

  • Die Kundenbetreuung: Da der Einkaufswagen ein sehr wichtiger Aspekt für erfolgreiche Online-Geschäfte bzw. für die Verhinderung von Kaufabbrüchen ist, sollten Interessierte generell eine optimal zur übrigen Software-Architektur kompatible Lösung wählen. Dennoch kann es dann und wann zu Problemen oder geschäftsrelevanten Fragen kommen, die nur durch einen Profi zu lösen sind. Daher ist die Wahl einer Software mit einem möglichst breit aufgestellten Support fast immer empfehlenswert. Gerade Einsteiger:innen im E-Commerce sollten hier nicht sparen.

  • Ein Einfaches Aktualisieren und Skalieren: Der E-Commerce ist ein fortlaufender Prozess. Die gewählte Shopping-Cart-Software sollte dementsprechend mit der Fortentwicklung des eigenen Geschäfts und ebenso mit der Veränderung der Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe mitwachsen können.

Was kosten Shopping-Cart-Softwares?

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Einkaufswagen-Software. Neben dem Funktionsumfang bestimmen insbesondere diese Bereitstellungsmodelle, wie viel eine Shopping-Cart-Lösung kostet.

1. Open-Source-Warenkorb-Software

Open-Source-Software wird mit einer offenen Lizenz veröffentlicht, die es allen Entwickler:innen erlaubt, auf den Quellcode zuzugreifen und ihn zu bearbeiten. Ein Open-Source-Einkaufswagen hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. In der Regel ist ein solches Warenkorbsystem kostenlos. Da der Quellcode frei zugänglich ist, sind dabei flexible Erweiterungen möglich.

Solche Programme sind allerdings eher etwas für erfahrene Nutzer:innen und/oder Unternehmen mit entsprechenden personellen Ressourcen. Ein zentraler Kundendienst ist nicht immer gegeben. Wenn doch, dann ist er mit den individuellen Anpassungen des Unternehmens meist nicht vertraut. Darüber hinaus muss eine derartige Software heruntergeladen und auf einem Webserver installiert werden. Das ist nicht nur kurzfristig mit Aufwand verbunden, sondern auf lange Sicht müssen sich Nutzer:innen selbst um die Verwaltung und Wartung kümmern.

2. Lizenzierte Einkaufswagen-Software

Lizenzierte Shopping-Cart-Software ist wesentlich unkomplizierter als Open-Source-Anwendungen. Sie wird von bestimmten Anbietern entwickelt und steht nach dem Kauf in der jeweils erworbenen Version zur Verfügung. Die Preise reichen dabei von rund zehn Euro bis zu mehreren hundert Euro.

Die gesamte Fortentwicklung der Software erfolgt durch das Unternehmen, welche sie entwickelt hat. Häufig wird es unabhängigen Developer:innen zwar ermöglicht, Add-ons oder andere Erweiterungen zu realisieren. Allerdings ist dies lediglich mit einer ausdrücklichen Genehmigung möglich. Man ist mit einer solchen Lösung weitgehend an den Funktionsumfang gebunden, den der Provider vorgibt.

Normalerweise wird für die Nutzung der Software eine einmalige Gebühr fällig. Einige Anbieter gehen allerdings auch mit einem monatlichen oder jährlichen Abo-Modell vor. Der (technische) Support ist möglicherweise nicht in der Lizenz enthalten bzw. muss extra erworben werden oder läuft nach einer bestimmten Zeit ab.

Lizenzierte Warenkorb-Software kann auf dieselbe Weise installiert und gewartet werden wie Open-Source-Software. Es gibt aber auch gehostete Lösungen als Software-as-a-Service. Diese Varianten eignen sich meistens am besten für Unternehmen, die keine IT-Profis beschäftigen und/oder Neueinsteiger:innen im E-Commerce.

3. Gehostete E-Commerce-Plattformen bzw. umfangreiche Online-Shopping-Software

Größere gehostete E-Commerce-Plattform, die auch als SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) bezeichnet werden, kombinieren die Shopping-Cart-Software mit diversen anderen nützlichen Funktionen und dem Webhosting. Sie bieten normalerweise eine webbasierte Schnittstelle für die Verwaltung des gesamten Shops. Gehostete E-Commerce-Plattformen sind im Allgemeinen die unkomplizierteste Art, einen zweckdienlichen E-Commerce-Warenkorb zu erhalten.

Die meisten Anbieter verlangen eine monatliche Gebühr, die je nach Paket variiert. Teurere Tarife können mehrere hundert Euro kosten. Sie bringen dann im Regelfall aber auch mehr integrierte Funktionen und andere Vorteile mit. Viele gehostete E-Commerce-Plattformen bieten eine kostenlose Testphase an. Von einem kostenlosen Test-Shop aus können jedoch keine Produkte verkauft werden. Er dient hier lediglich dazu, den Umgang mit der Software einschätzen zu können.

Shopping-Software-Freeware oder Plattformen, die ein kostenloses Paket anbieten, sind im Allgemeinen sehr begrenzt. Hier können Nutzer:innen beispielsweise nur relativ wenige Produkte für den Shopping-Cart verwalten oder sie eignen sich nicht für Analytics.