Tech Stack für Gründer*innen: Mit diesen Tools gelingt deine Unternehmensgründung

Hilfreiche Tools und Tipps für deine Unternehmensgründung

In unserer Artikelreihe Tech Stack für Gründer*innen stellen wir dir praktische Tools für dein Start-up vor. Von Vorplanung bis Vermarktung bekommst du hilfreiche Softwarelösungen für dein neues Business an die Hand. On top gibt’s außerdem Tipps von echten Gründer*innen.

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Du hast eine Business-Idee und fragst dich, wie es jetzt weitergeht? Dein Onlineshop würde das Internet bereichern, da bist du dir sicher? Ganz egal, was du vorhast: In diesem Artikel geben wir dir hilfreiche Tools an die Hand, wie z.B. awork

, die dein Leben auf dem Weg ins Dasein als Unternehmer*in erleichtern. Damit die ersten Schritte mit deinem Start-up gelingen, teilen Gründer*innen außerdem ihre wichtigsten Tipps mit dir. Viel Erfolg!

Businessplanung ist das halbe Leben

Die Geschäftsidee ist eingeschlagen wie ein Geistesblitz und deine Euphorie kennt kein Halten mehr: Die Aufregung ist groß – absolut verständlich! Statt jetzt aber in blinden Aktionismus zu verfallen, solltest du dich lieber gut strukturieren und dich um deinen Businessplan kümmern.

Wer coole Produkte herstellen will oder ein Team braucht, kommt um eine Finanzierung nämlich oft nicht drumherum, das hat uns spätestens die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ gelehrt. Ein Businessplan leistet hierfür wichtige Überzeugungsarbeit vor potenziellen Investor*innen, deiner Bank oder der Agentur für Arbeit (Stichwort Gründungszuschuss). Zusätzlich kann er dabei helfen, deine Geschäftsidee realistisch zu betrachten, finanzielle Hürden zu erkennen und den Markt zu analysieren.

Das gehört in einen Businessplan

Es gibt keine allgemeingültige Vorgabe für die Gliederung eines Businessplans. Einige Punkte sind aber für potenzielle Geldgeber*innen relevant und haben sich vor Banken bewährt. Am Ende schreibst du den Geschäftsplan aber auch für dich selbst – was also auf den ersten Blick mühsam wirkt, solltest du eher als Chance sehen, dich von Anfang an gut aufzustellen.

Damit deine Idee da draußen bestehen kann, solltest du im Businessplan vor allem Fragen rund um Geschäftsidee und Vertrieb klären. Und auch ein Finanzplan ist Teil deiner Geschäftsplanung. Sinnvoll ist zum Beispiel eine Unterteilung in folgende Abschnitte:

1. Zusammenfassung (Executive Summary)

Hier stellst du deine Geschäftsidee kurz und prägnant vor und gibst den Leser*innen einen schnellen Überblick, bevor sie tiefer in deinen Businessplan eintauchen. In der Zusammenfassung – die du am besten ganz zum Schluss schreibst – solltest du auch schon wichtige Zahlen erwähnen.

2. Textteil

Der Textteil ist das erste Herzstück deines Businessplans. In ihm beschreibst du deine Geschäftsidee und alles, was dazugehört, en détail. Dazu zählen unter anderem eine Vorstellung der Gründer*innen selbst, des Produkts bzw. der Dienstleistung, ein Überblick über Markt und Wettbewerb und über geplante Marketing-Maßnahmen.

3. Zahlenteil

Zwar ist der Textteil erstes Herzstück deines Businessplans, der Zahlenteil ist aber das wichtigere: Er ist nämlich für potenzielle Geldgeber*innen entscheidend. Der Zahlenteil gibt Aufschluss über deinen Finanzplan und somit über deinen Kapitalbedarf in der Anlaufphase und über die Finanzierung. Außerdem gibst du darin einen Ausblick auf geplante Umsätze und auf Kosten, die deinem Unternehmen in den ersten drei Jahren entstehen werden.

4. Anhang

Am Ende deines Businessplans stellst du den Leser*innen alle wichtigen Dokumente zur Verfügung. Das sind ein tabellarischer Lebenslauf und – je nach Business und Rechtsform – technische Unterlagen, Gutachten und Verträge.

Hier gibt’s Hilfe bei der Erstellung deines Businessplans

So umfangreich Businesspläne sind, so wichtig sind sie in den meisten Fällen auch. Damit du beim Schreiben nichts vergisst, gibt’s im Netz, z. B. von der Gründerplattform, detaillierte Anleitungen und Vorlagen für die Erstellung eines Businessplans.

Auf die Gründerplattform haben auch Marie Brandenburg und Sebastian Wenning gesetzt: Ihr Kerzen-Start-up Vandlez gründeten die beiden 2021 zwar ohne Fremdfinanzierung, aber nicht ohne Plan: “Wir haben einen Businessplan mit einer Vorlage von der Gründerplattform geschrieben”, sagt Marie. “Die haben viele Beispiele und Vorlagen für Pitch-Decks. Das war super hilfreich.”

Wenn du darüber hinaus Input für deinen Businessplan oder generell etwas Orientierung brauchst, solltest du dich außerdem über Start-up-Programme informieren. In vielen Städten und online gibt es Förderprogramme, Gruppen und Events für den Austausch mit anderen Gründer*innen. Außerdem wirst du hier beim Nachschärfen deiner Geschäftsidee unterstützt und bekommst wertvolle Tipps.

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“Ich hatte das Glück, dass ich relativ früh in Programme vom Media Lab Bayern gekommen bin”, sagt Wolf Weimer. Er hat 2020 Articly gegründet, eine App, mit der du Zeitung hören kannst. Beim Media Lab Bayern hat Wolf seine Idee mit Unterstützung der Coaches und der Community konkretisiert und seinen Businessplan geschrieben. “Da hat es auch ein bisschen Startkapital gegeben”, erzählt der Gründer. “Grundsätzlich sind Accelerator Programme sehr sinnvoll.” Das sind intensive Programme, die Start-ups zum schnellen Erfolg bringen sollen und in der Regel auf wenige Monate begrenzt sind. Häufig gibt es hier auch eine Finanzierung oder sogar richtige Gehälter.

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Businessplan schreiben – mit diesen Tools klappt’s

Vorlagen für Businesspläne gibt’s wie Sand am Meer. Einfacher kann die Erstellung mit einem Businessplan-Tool sein. Das führt dich Schritt für Schritt durch alle wichtigen Abschnitte des Plans, inklusive Einschätzung zur Finanzierung.

Businessplan-Tool von der Gründerplattform

Die Gründerplattform wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der KfW Bankengruppe betrieben. Hier finden Gründer*innen und alle, die es werden wollen, hilfreiche Tipps für die Schritte von der Idee bis zur finalen Unternehmensgründung.

Wenn deine Idee steht, kannst du mit dem Gründerplattform Businessplan-Tool in den nächsten Abschnitt starten und eine Argumentationsgrundlage für Geldgeber*innen (und dich selbst) erstellen.

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Cuttles Startup Builder

Der Cuttles Startup Builder ist ein Businessplanning Tool made in Denmark, mit dem du easy deinen Businessplan schreiben kannst – auch mit mehreren Usern. Die interaktive App führt dich durch alle wichtigen Abschnitte. In der Cuttles Academy findest du zusätzliche Guides, die dir bei der Erstellung deines Businessplans helfen.

Du kannst Cuttles sieben Tage lang kostenlos testen. Danach geht’s in der Basisversion ab 8 € pro Monat los.

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Lexrocket Businessplan-Tool

Die LEXROCKET Toolbox ist ein Angebot von Lexware, das Gründer*innen in der Anfangsphase ihres Start-ups begleitet. Hierfür hat der Allrounder für Unternehmenssoftware nicht nur ein Businessplan-Tool in petto, sondern unterstützt zum Beispiel auch bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und bei der Erstellung der ersten Rechnungen.

Deinen Businessplan kannst du mit Lexrocket kostenlos schreiben. Für die später anfallende Buchhaltung bekommst du die ersten 12 Monate ab Gründung einen kostenlosen Zugriff auf Lexoffice.

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Businessplan-Tools können dir den Einstieg in die Gründungsphase definitiv erleichtern. Tobias Hagenau, Mitgründer des Work-Management-Tools awork, findet aber: “Es geht nichts über eine gute Vorlage.” Vor allem im SaaS-Bereich seien die Details so vielschichtig und müssten oft individuell angepasst werden, dass den Businessplan-Tools meistens die Dynamik fehle. Dabei komme es aber auf dein Business an. Am Ende könnte ein Businessplan-Tool trotzdem die richtige Wahl für dich sein. Weitere Tipps für die Gründung einer Software-Firma gibt's übrigens auf OMR Reviews.

Dein Businessplan steht schon, du brauchst aber einen besseren Überblick über deine Finanzen? Dann solltest du dir unsere (Tool-)Tipps für die Erstellung einer Finanzplanung angucken.

Das Business Model Canvas: Zeit für Vor-Vorarbeit

Bevor du dich jetzt sofort an das Schreiben deines Businessplans machst, kann übrigens etwas Vorarbeit in Form eines Business Model Canvas helfen, deine Idee zu konkretisieren und zu optimieren. So erfährst du auf schnellem Wege, was du den Leser*innen deines Plans eigentlich vorstellen willst und ob deine Idee Hand und Fuß hat. Für manche Businessmodelle und insbesondere, wenn du keine Investor*innen brauchst, kann ein BMC außerdem voll ausreichen. Für die Erstellung beschäftigst du dich mit neun Kategorien rund um dein Business:

  1. Value Proposition (Wertversprechen) → Welchen Nutzen bringst du deiner Kundschaft?
  2. Customer Segments (Kundensegment) → Wer ist deine Zielgruppe?
  3. Key Partners (Kernpartner) → Mit wem wird dein Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten?
  4. Key Activities (Kernaktivitäten) → Mit welchen Aktivitäten kannst du dein Wertversprechen erfüllen?
  5. Key Resources (Kernressourcen) → Was sind die wichtigsten Ressourcen, die dir dabei helfen, dein Wertversprechen zu erfüllen?
  6. Customer Relationship (Kundenbeziehung) → Wie kannst du eine Beziehung zu deiner Kundschaft aufbauen?
  7. Channels (Vertriebs- und Kommunikationskanäle) → Über welche Kanäle kannst du deine Kundschaft erreichen?
  8. Cost Structure (Kostenstruktur) → Welche Kosten musst du für dein Business berücksichtigen?
  9. Revenue Streams (Einnahmequellen) → Was ist dein Preismodell?

Einfacher und flexibler als mit Stift und Papier kannst du dein Business Model Canvas mithilfe digitaler Tools füllen. So hast du außerdem die Möglichkeit, ortsunabhängig mit Gründungspartner*innen oder anderen Unterstützer*innen zu brainstormen.

Business Model Canvas erstellen: besonders easy mit Whiteboard Tools

Dafür gibt es eine Reihe praktischer Whiteboard-Tools, in denen du sogar schon Vorlagen für dein Business Model Canvas findest. Eine Auswahl sind Miro, MURAL oder FigJam von Figma. Die eignen sich nicht nur für die ersten Steps, sondern eigentlich für immer. Auf den riesigen (!) digitalen Whiteboards kannst du dich austoben, Post-its verteilen, Roadmaps erstellen und den Überblick über deine Pläne behalten.

Marie und Sebastian halten in Miro beispielsweise ihr Visionboard für Vandlez fest und strukturieren ihr B2B-Geschäft. Das Team von awork nutzt FigJam fürs Brainstormen und in Team-Workshops, um beispielsweise Gedanken zu organisieren oder Moodboards zu erstellen. Das Beste: Die Basis-Versionen der Tools sind kostenlos und dürften mindestens für den Start vollkommen ausreichen.

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Miro ist wohl eines der bekanntesten Whiteboard Tools. Hier findest du praktische Vorlagen für alle möglichen Anwendungen – oder du tobst dich einfach selbst aus.

Business-Idee abgenickt? Fehlt noch die Website

Eigentlich liegt’s auf der Hand, aber: damit dein Start-up auffindbar ist, solltest du dich um eine aussagekräftige Webpräsenz kümmern. Dabei kommt es natürlich darauf an, was du deinen Kund*innen anbietest. Von einer einfachen Landingpage bis zum riesigen Onlineshop ist hier alles möglich – entscheidend ist, dass du die richtigen Tools nutzt.

Besonders einfach kannst du deine Website oder deinen Onlineshop mithilfe eines Website-Baukastens erstellen. Der hält die wichtigsten Features bereit, die du für eine funktionierende Seite brauchst. So kannst du schon ohne Programmierkenntnisse einiges umsetzen. Und auch für die Erstellung von Onlineshops gibt es viele verschiedene Software-Lösungen und Shopsysteme.

Wie du deinen Onlineshop oder deine Website aufbaust, hängt stark von Zielgruppe und Business ab. Mach dir also vor der Erstellung Gedanken über Umfang, Design und die Ansprache deiner Kund*innen. Eine gute Hilfestellung und vielseitige Templates bieten z. B. der STRATO Homepage-Baukasten sowie die Baukästen von Wix und Squarespace. Mit den All-in-one-Lösungen kannst du sowohl Websites als auch Onlineshops und in der Regel auch eine eigene Domain erstellen. Alternativ kannst du dich für einen externen Webhosting-Anbieter entscheiden und deine Domain mit den Website- bzw. Shopsystemen verknüpfen. Was für deinen Start in den E-Commerce wichtig ist, haben wir übrigens auch in unserem Tool Talk über Shopsysteme für KMU besprochen.

Auf diese Website- und Shop-Tools setzen Gründer*innen

Auch Wolf hat die erste Landingpage für Articly mit einem Baukasten-Tool erstellt und schwört noch immer drauf: “Ich bin da von Anfang an mit Wix unterwegs”, sagt er. Der Vandlez-Shop von Marie und Sebastian läuft über Shopify. Dafür hat Marie sich unermüdlich in das Tool eingearbeitet und sich sogar Programmier-Basics beigebracht. Shopify lässt sich außerdem mit vielen Tools und Integrationen erweitern. Ihre Favoriten stellt Marie im zweiten Teil von Tech Stack für Gründer*innen vor.

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Die drei Gründer von awork haben für ihre Website zunächst auf einen Klassiker gesetzt: “Wir sind mit WordPress gestartet und sind da auch gerade noch, wechseln jetzt aber zu Webflow”, sagt Tobias. Er und seine Mitgründer haben schon vor awork erfolgreich ein Tool entwickelt und auf den Markt gebracht. Sie kennen sich also gut aus im SaaS-Business und haben keine Angst davor, auch mal ein Tool zu wechseln, wenn es sinnvoll erscheint. Und das ist etwas, was Tobias Gründer*innen grundsätzlich rät: “Wir wechseln unseren kompletten Tool Stack regelmäßig. Die Tool-Landschaft entwickelt sich so schnell, dass es oft sinnvoller ist, einen Anbieter zu wechseln, statt auf die Weiterentwicklung einer Software zu setzen. In der Regel werden Tools nicht besser, sondern es kommen bessere Tools raus”, findet der Gründer.

Auf eine etwas unbekanntere Lösung, die sich aber für ihr Geschäftsmodell bewährt hat, setzt Lisa Rosa Bräutigam. Sie hat 2021 nuwo gegründet. Mit ihrem “Home Office as-a-Service” unterstützt sie Firmen dabei, ihre Mitarbeitenden im Homeoffice ergonomisch auszustatten. Für das eigentliche B2B-Geschäft, das sich über eine Art Webshop letztlich aber auch direkt an die Mitarbeitenden der Unternehmen richtet, nutzt Lisa Crystallize. Hier war zwar etwas mehr Programmieraufwand nötig als bei anderen Tools. “Es ist aber gut für unsere Anforderungen”, sagt sie.

Diese Tools nutzen Gründer*innen für ihr Design

Dank der vielen Templates und Anpassungsmöglichkeiten, die Baukastensysteme dir bieten, musst du kein Designprofi sein, um eine ansprechende Website zu erstellen. Für einen gelungenen Auftritt deines Start-ups braucht es aber noch ein bisschen mehr: Wichtig ist beispielsweise ein ansprechendes Logo, das du auf Website, Dokumenten und Social-Media-Kanälen einsetzen kannst.

Marie und Wolf nutzen für ihre Vandlez- und Articly-Designs beide Canva. “Ich habe das erste Logo und Design in Canva erstellt”, sagt die Vandlez-Gründerin. “Für die Grobplanung der CI ist das Tool optimal. Die groben Entwürfe machen wir auch immer noch auf Canva.”

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Das Screendesign für awork und das App-Design für Articly entstehen in Figma. Das Prototyping für die Zeitungsapp erfolgt über Moqups und Marvel. Seine Idee für Articly hat Wolf damals auf Twago vorgestellt und über die Plattform eine Agentur gefunden, die die technische Umsetzung in die Hand genommen hat. Solche Agentur- und Freelancer-Plattformen können hilfreiche Anlaufstellen sein, wenn du Support für bestimmte Tasks brauchst. Seine Voice Actor für das Einsprechen der Zeitungsartikel für Articly bucht Wolf beispielsweise über fiverr oder Upwork. Auch Marie und Sebastian setzen für Vandlez auf die Zusammenarbeit mit Freelancern, die sie zum Beispiel auf Malt finden.

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Die Tool-Tipps der Gründer*innen im Überblick

Zugegeben: Die Gründung eines Unternehmens ist oft mit viel Aufwand verbunden und erfordert eine Menge Hingabe. Wenn du aber für etwas brennst, solltest du mutig sein und deine Idee weiter verfolgen. Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bist du außerdem nicht allein: In Slack-Gruppen, Accelerator-Programmen und Start-up-Inkubatoren kommen erfahrene Coaches und eine Community zusammen, die sich gegenseitig unter die Arme greifen und dir dabei helfen, dein eigenes Business auf die Beine zu stellen. Von solchen Communitys haben auch die Gründer*innen in unserem Artikel profitiert – und tun es noch immer.

Was ihnen außerdem für den Start geholfen hat, ist eine Reihe praktischer Tools. Am Ende gilt aber: Probieren geht über Studieren. Die passenden Softwares für deine To-dos lernst du am besten kennen, indem du sie selbst nutzt. Dafür gibt es von den meisten Anbietern kostenlose Basis- oder Testversionen.

Articlys Tool Stack für den Start

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Das Screen-Design und die Prototypes für Articly entstehen in Figma, Moqups und Marvel. Foto: Articly

Bei Articly, dessen Team seit Kurzem übrigens nicht mehr nur aus Wolf, sondern auch aus Lukas Paetzmann besteht, hält außerdem der Google Workspace alles zusammen. “Google ist unser Backbone”, sagt Lukas. Mit der Business-Suite bekommst du E-Mails, Kalender, Online-Meetings, Docs, Präsentationen und viele weitere Funktionen in einem Ökosystem.

Diese Tools nutzt Articly außerdem:

involve.me

Penta


Vandlez Tool Stack für den Start

Quasi seit Tag eins nutzen Marie und Sebastian zudem Microsoft 365 für ihre To-dos wie E-Mails, Termine oder Online-Meetings über Microsoft Teams. “Das hat uns mehr geboten als der Google Workspace”, sagt Marie.

Diese Tools nutzt Vandlez außerdem:


nuwos Tool Stack für den Start

Lisa und ihr Team haben jede Menge Tools ausprobiert. “Du fängst immer irgendwie an und merkst dann im Prozess: ‘Ah, ich brauche ein Tool.’ Da ist es schon wertvoll, wenn man die Relevanz von Tools von Anfang an erkennt”, rät die Gründerin. Was Lisa gern schon an Tag eins gekannt hätte, ist Docsend von Dropbox für den Versand von Dokumenten: “Das ist ein wahrer Gamechanger, gerade auch beim Fundraising, weil man da alle möglichen Insights erhält.” Mit dem Tool kannst du z. B. Pitch Decks versenden, ohne auf die Dateigröße achten zu müssen und bekommst einen Überblick über Werte wie Öffnungsraten oder darüber, wie lange einzelne Slides angeschaut werden.

Diese Tools nutzt nuwo außerdem:


aworks Tool Stack für den Start

Das Team von awork besteht aus ca. 35 Leuten. Da muss man sich tool-mäßig gut aufstellen. Für die erfahrenen Gründer war das allerdings kein Problem. Vielmehr setzen Tobias und seine Kolleg*innen auf eine ganze Bandbreite technischer Lösungen: “Moderne Arbeit geht einfach nicht ohne sinnvolle Tools”, findet der Gründer. “Wir führen erstmal ein Tool ein und merken dann, dass wir die Kategorie verstanden haben.” So kannst du ihm zufolge deine Bedürfnisse und Anforderungen am besten kennenlernen.

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Diese Tools nutzt awork außerdem:


Sometimes you win, sometimes you learn

Der Weg als Gründer*in verläuft selten geradlinig. Da ist es wichtig, dass du den Glauben an deine Idee behältst und keine Angst davor hast, Neues auszuprobieren. Die hier vorgestellten Tools können dich dabei unterstützen, dich möglichst von Beginn an gut aufzustellen und alles aus deinem Business rauszuholen.

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Neben diesem allgemeinen Überblick hilft es außerdem, dich zu vernetzen und dich mit anderen Gründer*innen auszutauschen. So hat es Lisa für ihr Business nuwo z. B. über LinkedIn gemacht. Und auch Marie setzt nach wie vor auf ihre Netzwerke: “Jeder struggelt an den gleichen Stellen. Da kann man sich gegenseitig zuhören und helfen”, sagt die Vandlez-Gründerin, die auch in Gruppen speziell für weibliche Gründerinnen ist. Hilfreiche Veranstaltungen kannst du zum Beispiel auch über Meetup oder Eventbrite finden. Klar ist jedenfalls: In deiner Position waren schon viele vor dir und die meisten sind bereit, etwas an ihre Start-up-Community zurückzugeben.

Und wenn diese ersten, richtig großen Schritte erstmal geschafft sind, kannst du in Teil zwei von Tech Stack für Gründer*innen nachlesen, wie du am besten weitermachst. Happy founding!

Chantal Seiter
Autor*In
Chantal Seiter

Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.

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