Tech Stack für Gründer*innen: Mit diesen Tools gelingt deine Unternehmensgründung

Hilfreiche Tools und Tipps für deine Unternehmensgründung

Inhalt
  1. Businessplanung ist das halbe Leben
  2. Businessplan schreiben – mit diesen Tools klappt’s
  3. Das Business Model Canvas: Zeit für Vor-Vorarbeit
  4. Business Model Canvas erstellen: besonders easy mit Whiteboard Tools
  5. Business-Idee abgenickt? Fehlt noch die Website
  6. Auf diese Website- und Shop-Tools setzen Gründer*innen
  7. Diese Tools nutzen Gründer*innen für ihr Design
  8. Die Tool-Tipps der Gründer*innen im Überblick
  9. Sometimes you win, sometimes you learn
In unserer Artikelreihe Tech Stack für Gründer*innen stellen wir dir praktische Tools für dein Start-up vor. Von Vorplanung bis Vermarktung bekommst du hilfreiche Softwarelösungen für dein neues Business an die Hand. On top gibt’s außerdem Tipps von echten Gründer*innen.
Tech Stack für Gründerinnen Übersicht.png
Du hast eine Business-Idee und fragst dich, wie es jetzt weitergeht? Dein Onlineshop würde das Internet bereichern, da bist du dir sicher? Ganz egal, was du vorhast: In diesem Artikel geben wir dir hilfreiche Tools an die Hand, wie z.B. awork , die dein Leben auf dem Weg ins Dasein als Unternehmer*in erleichtern. Damit die ersten Schritte mit deinem Start-up gelingen, teilen Gründer*innen außerdem ihre wichtigsten Tipps mit dir. Viel Erfolg!
Das Wichtigste in Kürze
  • Struktur und Planung: Ein gut durchdachter Businessplan, unterstützt durch Tools wie die Gründerplattform oder Cuttles, ist entscheidend für den Start.
  • Projektmanagement leicht gemacht: Tools wie Notion, awork und Asana helfen dabei, Aufgaben zu organisieren und Teams zu koordinieren.
  • Effiziente Kommunikation: Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams sorgen für reibungslose interne und externe Abstimmungen.
  • Website und Design: Baukastensysteme wie Wix und Shopify ermöglichen es, schnell professionelle Webpräsenzen zu erstellen, während Canva und Figma beim Design unterstützen.
  • Flexibilität im Tool-Stack: Gründer*innen sollten Tools regelmäßig evaluieren und wechseln, um stets mit den besten Lösungen zu arbeiten.

Businessplanung ist das halbe Leben

Die Geschäftsidee ist eingeschlagen wie ein Geistesblitz und deine Euphorie kennt kein Halten mehr: Die Aufregung ist groß – absolut verständlich! Statt jetzt aber in blinden Aktionismus zu verfallen, solltest du dich lieber gut strukturieren und dich um deinen Businessplan kümmern.
Wer coole Produkte herstellen will oder ein Team braucht, kommt um eine Finanzierung nämlich oft nicht drumherum, das hat uns spätestens die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ gelehrt. Ein Businessplan leistet hierfür wichtige Überzeugungsarbeit vor potenziellen Investor*innen, deiner Bank oder der Agentur für Arbeit (Stichwort Gründungszuschuss). Zusätzlich kann er dabei helfen, deine Geschäftsidee realistisch zu betrachten, finanzielle Hürden zu erkennen und den Markt zu analysieren.

Das gehört in einen Businessplan

Es gibt keine allgemeingültige Vorgabe für die Gliederung eines Businessplans. Einige Punkte sind aber für potenzielle Geldgeber*innen relevant und haben sich vor Banken bewährt. Am Ende schreibst du den Geschäftsplan aber auch für dich selbst – was also auf den ersten Blick mühsam wirkt, solltest du eher als Chance sehen, dich von Anfang an gut aufzustellen.
Damit deine Idee da draußen bestehen kann, solltest du im Businessplan vor allem Fragen rund um Geschäftsidee und Vertrieb klären. Und auch ein Finanzplan ist Teil deiner Geschäftsplanung. Sinnvoll ist zum Beispiel eine Unterteilung in folgende Abschnitte:
1. Zusammenfassung (Executive Summary)
Hier stellst du deine Geschäftsidee kurz und prägnant vor und gibst den Leser*innen einen schnellen Überblick, bevor sie tiefer in deinen Businessplan eintauchen. In der Zusammenfassung – die du am besten ganz zum Schluss schreibst – solltest du auch schon wichtige Zahlen erwähnen.
2. Textteil
Der Textteil ist das erste Herzstück deines Businessplans. In ihm beschreibst du deine Geschäftsidee und alles, was dazugehört, en détail. Dazu zählen unter anderem eine Vorstellung der Gründer*innen selbst, des Produkts bzw. der Dienstleistung, ein Überblick über Markt und Wettbewerb und über geplante Marketing-Maßnahmen.
3. Zahlenteil
Zwar ist der Textteil erstes Herzstück deines Businessplans, der Zahlenteil ist aber das wichtigere: Er ist nämlich für potenzielle Geldgeber*innen entscheidend. Der Zahlenteil gibt Aufschluss über deinen Finanzplan und somit über deinen Kapitalbedarf in der Anlaufphase und über die Finanzierung. Außerdem gibst du darin einen Ausblick auf geplante Umsätze und auf Kosten, die deinem Unternehmen in den ersten drei Jahren entstehen werden.
4. Anhang
Am Ende deines Businessplans stellst du den Leser*innen alle wichtigen Dokumente zur Verfügung. Das sind ein tabellarischer Lebenslauf und – je nach Business und Rechtsform – technische Unterlagen, Gutachten und Verträge.

Empfehlenswerte Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme. Mehr als 120 verschiedene Systeme stehen zur Verfügung. Unsere Plattform bietet umfassende Unterstützung in allen Bereichen der Buchhaltung und Rechnungsstellung. Nutze die Gelegenheit, verschiedene Buchhaltungsprogramme zu vergleichen, und berücksichtige dabei echte Nutzerbewertungen, um die ideale Lösung für deine individuellen Anforderungen zu finden:

Hier gibt’s Hilfe bei der Erstellung deines Businessplans

So umfangreich Businesspläne sind, so wichtig sind sie in den meisten Fällen auch. Damit du beim Schreiben nichts vergisst, gibt’s im Netz, z. B. von der Gründerplattform, detaillierte Anleitungen und Vorlagen für die Erstellung eines Businessplans.
Auf die Gründerplattform haben auch Marie Brandenburg und Sebastian Wenning gesetzt: Ihr Kerzen-Start-up Vandlez gründeten die beiden 2021 zwar ohne Fremdfinanzierung, aber nicht ohne Plan: “Wir haben einen Businessplan mit einer Vorlage von der Gründerplattform geschrieben”, sagt Marie. “Die haben viele Beispiele und Vorlagen für Pitch-Decks. Das war super hilfreich.”
 
 
Tipp: Der Support von mittwald Webhosting ist auf Agenturen und Businesskunden ausgerichtet die auch bei den ersten Schritten deines Unternehmens, über das Hosting hinaus, unterstützen.
 
 
Wenn du darüber hinaus Input für deinen Businessplan oder generell etwas Orientierung brauchst, solltest du dich außerdem über Start-up-Programme informieren. In vielen Städten und online gibt es Förderprogramme, Gruppen und Events für den Austausch mit anderen Gründer*innen. Außerdem wirst du hier beim Nachschärfen deiner Geschäftsidee unterstützt und bekommst wertvolle Tipps.
zitat-wolf-weimer-1.png
“Ich hatte das Glück, dass ich relativ früh in Programme vom Media Lab Bayern gekommen bin”, sagt Wolf Weimer. Er hat 2020 Articly gegründet, eine App, mit der du Zeitung hören kannst. Beim Media Lab Bayern hat Wolf seine Idee mit Unterstützung der Coaches und der Community konkretisiert und seinen Businessplan geschrieben. “Da hat es auch ein bisschen Startkapital gegeben”, erzählt der Gründer. “Grundsätzlich sind Accelerator Programme sehr sinnvoll.” Das sind intensive Programme, die Start-ups zum schnellen Erfolg bringen sollen und in der Regel auf wenige Monate begrenzt sind. Häufig gibt es hier auch eine Finanzierung oder sogar richtige Gehälter.

Businessplan schreiben – mit diesen Tools klappt’s

Vorlagen für Businesspläne gibt’s wie Sand am Meer. Einfacher kann die Erstellung mit einem Businessplan-Tool sein. Das führt dich Schritt für Schritt durch alle wichtigen Abschnitte des Plans, inklusive Einschätzung zur Finanzierung.

Businessplan-Tool von der Gründerplattform

Die Gründerplattform wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der KfW Bankengruppe betrieben. Hier finden Gründer*innen und alle, die es werden wollen, hilfreiche Tipps für die Schritte von der Idee bis zur finalen Unternehmensgründung.
Wenn deine Idee steht, kannst du mit dem Gründerplattform Businessplan-Tool in den nächsten Abschnitt starten und eine Argumentationsgrundlage für Geldgeber*innen (und dich selbst) erstellen.
Gründerplattform_Businessplan-erstellen.png

Cuttles Startup Builder

Der Cuttles Startup Builder ist ein Businessplanning Tool made in Denmark, mit dem du easy deinen Businessplan schreiben kannst – auch mit mehreren Usern. Die interaktive App führt dich durch alle wichtigen Abschnitte. In der Cuttles Academy findest du zusätzliche Guides, die dir bei der Erstellung deines Businessplans helfen.
Du kannst Cuttles sieben Tage lang kostenlos testen. Danach geht’s in der Basisversion ab 8 € pro Monat los.
cuttles.io_Businessplanner.png

Lexrocket Businessplan-Tool

Die LEXROCKET Toolbox ist ein Angebot von Lexware, das Gründer*innen in der Anfangsphase ihres Start-ups begleitet. Hierfür hat der Allrounder für Unternehmenssoftware nicht nur ein Businessplan-Tool in petto, sondern unterstützt zum Beispiel auch bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und bei der Erstellung der ersten Rechnungen.
Deinen Businessplan kannst du mit Lexrocket kostenlos schreiben. Für die später anfallende Buchhaltung bekommst du die ersten 12 Monate ab Gründung einen kostenlosen Zugriff auf Lexware Office.
Lexrocket_Businessplan-Tool.png
Businessplan-Tools können dir den Einstieg in die Gründungsphase definitiv erleichtern. Tobias Hagenau, Mitgründer des Work-Management-Tools awork, findet aber: “Es geht nichts über eine gute Vorlage.” Vor allem im SaaS-Bereich seien die Details so vielschichtig und müssten oft individuell angepasst werden, dass den Businessplan-Tools meistens die Dynamik fehle. Dabei komme es aber auf dein Business an. Am Ende könnte ein Businessplan-Tool trotzdem die richtige Wahl für dich sein. Weitere Tipps für die Gründung einer Software-Firma gibt's übrigens auf OMR Reviews.
Dein Businessplan steht schon, du brauchst aber einen besseren Überblick über deine Finanzen? Dann solltest du dir unsere (Tool-)Tipps für die Erstellung einer Finanzplanung angucken.

Das Business Model Canvas: Zeit für Vor-Vorarbeit

Bevor du dich jetzt sofort an das Schreiben deines Businessplans machst, kann übrigens etwas Vorarbeit in Form eines Business Model Canvas helfen, deine Idee zu konkretisieren und zu optimieren. So erfährst du auf schnellem Wege, was du den Leser*innen deines Plans eigentlich vorstellen willst und ob deine Idee Hand und Fuß hat. Für manche Businessmodelle und insbesondere, wenn du keine Investor*innen brauchst, kann ein BMC außerdem voll ausreichen. Für die Erstellung beschäftigst du dich mit neun Kategorien rund um dein Business:
  1. Value Proposition (Wertversprechen) → Welchen Nutzen bringst du deiner Kundschaft?
  2. Customer Segments (Kundensegment) → Wer ist deine Zielgruppe?
  3. Key Partners (Kernpartner) → Mit wem wird dein Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten?
  4. Key Activities (Kernaktivitäten) → Mit welchen Aktivitäten kannst du dein Wertversprechen erfüllen?
  5. Key Resources (Kernressourcen) → Was sind die wichtigsten Ressourcen, die dir dabei helfen, dein Wertversprechen zu erfüllen?
  6. Customer Relationship (Kundenbeziehung) → Wie kannst du eine Beziehung zu deiner Kundschaft aufbauen?
  7. Channels (Vertriebs- und Kommunikationskanäle) → Über welche Kanäle kannst du deine Kundschaft erreichen?
  8. Cost Structure (Kostenstruktur) → Welche Kosten musst du für dein Business berücksichtigen?
  9. Revenue Streams (Einnahmequellen) → Was ist dein Preismodell?
Einfacher und flexibler als mit Stift und Papier kannst du dein Business Model Canvas mithilfe digitaler Tools füllen. So hast du außerdem die Möglichkeit, ortsunabhängig mit Gründungspartner*innen oder anderen Unterstützer*innen zu brainstormen.

Business Model Canvas erstellen: besonders easy mit Whiteboard Tools

Dafür gibt es eine Reihe praktischer Whiteboard-Tools, in denen du sogar schon Vorlagen für dein Business Model Canvas findest. Eine Auswahl sind Miro, MURAL oder FigJam von Figma. Die eignen sich nicht nur für die ersten Steps, sondern eigentlich für immer. Auf den riesigen (!) digitalen Whiteboards kannst du dich austoben, Post-its verteilen, Roadmaps erstellen und den Überblick über deine Pläne behalten.
Marie und Sebastian halten in Miro (Jetzt kostenlos anmelden) beispielsweise ihr Visionboard für Vandlez fest und strukturieren ihr B2B-Geschäft. Das Team von awork nutzt FigJam fürs Brainstormen und in Team-Workshops, um beispielsweise Gedanken zu organisieren oder Moodboards zu erstellen. Das Beste: Die Basis-Versionen der Tools sind kostenlos und dürften mindestens für den Start vollkommen ausreichen.
miro_business-model-canvas-vorlage.png
Miro ist wohl eines der bekanntesten Whiteboard Tools. Hier findest du praktische Vorlagen für alle möglichen Anwendungen – oder du tobst dich einfach selbst aus.

Business-Idee abgenickt? Fehlt noch die Website

Eigentlich liegt’s auf der Hand, aber: damit dein Start-up auffindbar ist, solltest du dich um eine aussagekräftige Webpräsenz kümmern. Dabei kommt es natürlich darauf an, was du deinen Kund*innen anbietest. Von einer einfachen Landingpage bis zum riesigen Onlineshop ist hier alles möglich – entscheidend ist, dass du die richtigen Tools nutzt.
Besonders einfach kannst du deine Website oder deinen Onlineshop mithilfe eines Website-Baukastens erstellen. Der hält die wichtigsten Features bereit, die du für eine funktionierende Seite brauchst. So kannst du schon ohne Programmierkenntnisse einiges umsetzen. Und auch für die Erstellung von Onlineshops gibt es viele verschiedene Software-Lösungen und Shopsysteme.
Wie du deinen Onlineshop oder deine Website aufbaust, hängt stark von Zielgruppe und Business ab. Mach dir also vor der Erstellung Gedanken über Umfang, Design und die Ansprache deiner Kund*innen. Eine gute Hilfestellung und vielseitige Templates bieten z. B. der STRATO SmartWebsite sowie die Baukästen von Wix und Squarespace. Mit den All-in-one-Lösungen kannst du sowohl Websites als auch Onlineshops und in der Regel auch eine eigene Domain erstellen. Alternativ kannst du dich für einen externen Webhosting-Anbieter entscheiden und deine Domain mit den Website- bzw. Shopsystemen verknüpfen. Was für deinen Start in den E-Commerce wichtig ist, haben wir übrigens auch in unserem Tool Talk über Shopsysteme für KMU besprochen.

Auf diese Website- und Shop-Tools setzen Gründer*innen

Auch Wolf hat die erste Landingpage für Articly mit einem Baukasten-Tool erstellt und schwört noch immer drauf: “Ich bin da von Anfang an mit Wix unterwegs”, sagt er. Der Vandlez-Shop von Marie und Sebastian läuft über Shopify. Dafür hat Marie sich unermüdlich in das Tool eingearbeitet und sich sogar Programmier-Basics beigebracht. Shopify lässt sich außerdem mit vielen Tools und Integrationen erweitern. Ihre Favoriten stellt Marie im zweiten Teil von Tech Stack für Gründer*innen vor.
zitat-tobias-hagenau-1.png
Die drei Gründer von awork haben für ihre Website zunächst auf einen Klassiker gesetzt: “Wir sind mit WordPress gestartet und sind da auch gerade noch, wechseln jetzt aber zu Webflow”, sagt Tobias. Er und seine Mitgründer haben schon vor awork erfolgreich ein Tool entwickelt und auf den Markt gebracht. Sie kennen sich also gut aus im SaaS-Business und haben keine Angst davor, auch mal ein Tool zu wechseln, wenn es sinnvoll erscheint. Und das ist etwas, was Tobias Gründer*innen grundsätzlich rät: “Wir wechseln unseren kompletten Tool Stack regelmäßig. Die Tool-Landschaft entwickelt sich so schnell, dass es oft sinnvoller ist, einen Anbieter zu wechseln, statt auf die Weiterentwicklung einer Software zu setzen. In der Regel werden Tools nicht besser, sondern es kommen bessere Tools raus”, findet der Gründer.
Auf eine etwas unbekanntere Lösung, die sich aber für ihr Geschäftsmodell bewährt hat, setzt Lisa Rosa Bräutigam. Sie hat 2021 nuwo gegründet. Mit ihrem “Home Office as-a-Service” unterstützt sie Firmen dabei, ihre Mitarbeitenden im Homeoffice ergonomisch auszustatten. Für das eigentliche B2B-Geschäft, das sich über eine Art Webshop letztlich aber auch direkt an die Mitarbeitenden der Unternehmen richtet, nutzt Lisa Crystallize. Hier war zwar etwas mehr Programmieraufwand nötig als bei anderen Tools. “Es ist aber gut für unsere Anforderungen”, sagt sie.

Diese Tools nutzen Gründer*innen für ihr Design

Dank der vielen Templates und Anpassungsmöglichkeiten, die Baukastensysteme dir bieten, musst du kein Designprofi sein, um eine ansprechende Website zu erstellen. Für einen gelungenen Auftritt deines Start-ups braucht es aber noch ein bisschen mehr: Wichtig ist beispielsweise ein ansprechendes Logo, das du auf Website, Dokumenten und Social-Media-Kanälen einsetzen kannst.
Marie und Wolf nutzen für ihre Vandlez- und Articly-Designs beide Canva. “Ich habe das erste Logo und Design in Canva erstellt”, sagt die Vandlez-Gründerin. “Für die Grobplanung der CI ist das Tool optimal. Die groben Entwürfe machen wir auch immer noch auf Canva.”
canva-design.png
Das Screendesign für awork und das App-Design für Articly entstehen in Figma. Das Prototyping für die Zeitungsapp erfolgt über Moqups und Marvel. Seine Idee für Articly hat Wolf damals auf Twago vorgestellt und über die Plattform eine Agentur gefunden, die die technische Umsetzung in die Hand genommen hat. Solche Agentur- und Freelancer-Plattformen können hilfreiche Anlaufstellen sein, wenn du Support für bestimmte Tasks brauchst. Seine Voice Actor für das Einsprechen der Zeitungsartikel für Articly bucht Wolf beispielsweise über fiverr oder Upwork. Auch Marie und Sebastian setzen für Vandlez auf die Zusammenarbeit mit Freelancern, die sie zum Beispiel auf Malt finden.
Anmeldung zum Newsletter von OMR Reviews

Die Tool-Tipps der Gründer*innen im Überblick

Zugegeben: Die Gründung eines Unternehmens ist oft mit viel Aufwand verbunden und erfordert eine Menge Hingabe. Wenn du aber für etwas brennst, solltest du mutig sein und deine Idee weiter verfolgen. Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bist du außerdem nicht allein: In Slack-Gruppen, Accelerator-Programmen und Start-up-Inkubatoren kommen erfahrene Coaches und eine Community zusammen, die sich gegenseitig unter die Arme greifen und dir dabei helfen, dein eigenes Business auf die Beine zu stellen. Von solchen Communitys haben auch die Gründer*innen in unserem Artikel profitiert – und tun es noch immer.
Was ihnen außerdem für den Start geholfen hat, ist eine Reihe praktischer Tools. Am Ende gilt aber: Probieren geht über Studieren. Die passenden Softwares für deine To-dos lernst du am besten kennen, indem du sie selbst nutzt. Dafür gibt es von den meisten Anbietern kostenlose Basis- oder Testversionen.

Articlys Tool Stack für den Start

Articly_Screens.png
Das Screen-Design und die Prototypes für Articly entstehen in Figma, Moqups und Marvel. Foto: Articly
Bei Articly, dessen Team seit Kurzem übrigens nicht mehr nur aus Wolf, sondern auch aus Lukas Paetzmann besteht, hält außerdem der Google Workspace alles zusammen. “Google ist unser Backbone”, sagt Lukas. Mit der Business-Suite bekommst du E-Mails, Kalender, Online-Meetings, Docs, Präsentationen und viele weitere Funktionen in einem Ökosystem.
Diese Tools nutzt Articly außerdem:

Vandlez Tool Stack für den Start

Quasi seit Tag eins nutzen Marie und Sebastian zudem Microsoft 365 für ihre To-dos wie E-Mails, Termine oder Online-Meetings über Microsoft Teams. “Das hat uns mehr geboten als der Google Workspace”, sagt Marie.
Diese Tools nutzt Vandlez außerdem:

nuwos Tool Stack für den Start

Lisa und ihr Team haben jede Menge Tools ausprobiert. “Du fängst immer irgendwie an und merkst dann im Prozess: ‘Ah, ich brauche ein Tool.’ Da ist es schon wertvoll, wenn man die Relevanz von Tools von Anfang an erkennt”, rät die Gründerin. Was Lisa gern schon an Tag eins gekannt hätte, ist Docsend von Dropbox für den Versand von Dokumenten: “Das ist ein wahrer Gamechanger, gerade auch beim Fundraising, weil man da alle möglichen Insights erhält.” Mit dem Tool kannst du z. B. Pitch Decks versenden, ohne auf die Dateigröße achten zu müssen und bekommst einen Überblick über Werte wie Öffnungsraten oder darüber, wie lange einzelne Slides angeschaut werden.
Diese Tools nutzt nuwo außerdem:

aworks Tool Stack für den Start

Das Team von awork besteht aus ca. 35 Leuten. Da muss man sich tool-mäßig gut aufstellen. Für die erfahrenen Gründer war das allerdings kein Problem. Vielmehr setzen Tobias und seine Kolleg*innen auf eine ganze Bandbreite technischer Lösungen: “Moderne Arbeit geht einfach nicht ohne sinnvolle Tools”, findet der Gründer. “Wir führen erstmal ein Tool ein und merken dann, dass wir die Kategorie verstanden haben.” So kannst du ihm zufolge deine Bedürfnisse und Anforderungen am besten kennenlernen.
zitat-tobias-hagenau-2.png
Diese Tools nutzt awork außerdem:

Sometimes you win, sometimes you learn

Der Weg als Gründer*in verläuft selten geradlinig. Da ist es wichtig, dass du den Glauben an deine Idee behältst und keine Angst davor hast, Neues auszuprobieren. Die hier vorgestellten Tools können dich dabei unterstützen, dich möglichst von Beginn an gut aufzustellen und alles aus deinem Business rauszuholen.
zitat-marie-brandenburg-1.png
Neben diesem allgemeinen Überblick hilft es außerdem, dich zu vernetzen und dich mit anderen Gründer*innen auszutauschen. So hat es Lisa für ihr Business nuwo z. B. über LinkedIn gemacht. Und auch Marie setzt nach wie vor auf ihre Netzwerke: “Jeder struggelt an den gleichen Stellen. Da kann man sich gegenseitig zuhören und helfen”, sagt die Vandlez-Gründerin, die auch in Gruppen speziell für weibliche Gründerinnen ist. Hilfreiche Veranstaltungen kannst du zum Beispiel auch über Meetup oder Eventbrite finden. Klar ist jedenfalls: In deiner Position waren schon viele vor dir und die meisten sind bereit, etwas an ihre Start-up-Community zurückzugeben.
Und wenn diese ersten, richtig großen Schritte erstmal geschafft sind, kannst du in Teil zwei von Tech Stack für Gründer*innen nachlesen, wie du am besten weitermachst. Happy founding!
Das Wichtigste in Kürze
  • Struktur und Planung: Ein gut durchdachter Businessplan, unterstützt durch Tools wie die Gründerplattform oder Cuttles, ist entscheidend für den Start.
  • Projektmanagement leicht gemacht: Tools wie Notion, awork und Asana helfen dabei, Aufgaben zu organisieren und Teams zu koordinieren.
  • Effiziente Kommunikation: Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams sorgen für reibungslose interne und externe Abstimmungen.
  • Website und Design: Baukastensysteme wie Wix und Shopify ermöglichen es, schnell professionelle Webpräsenzen zu erstellen, während Canva und Figma beim Design unterstützen.
  • Flexibilität im Tool-Stack: Gründer*innen sollten Tools regelmäßig evaluieren und wechseln, um stets mit den besten Lösungen zu arbeiten.
Chantal Seiter

Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Alle Artikel von Chantal Seiter

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

Buchhaltung
Buchhaltungssoftware, auch Buchführungssoftware genannt, erleichtert das Alltagsgeschäft von Mitarbeiter:innen der Buchhaltungsabteilung, indem sie alle wichtigen Aufgaben und Prozesse der Buchhaltung bzw. Buchführung oder Teilbereiche dieser digital abbildet. Somit trägt sie auch zur Digitalisierung von Unternehmungen bei. Die Softwares werden in allen Teilbereichen der Buchhaltung wie beispielsweise der Finanzbuchhaltung, der Debitorenbuchhaltung oder auch der Lohnbuchhaltung eingesetzt und ermöglichen es, in kleinen, mittleren und großen Unternehmen, effiziente Buchhaltungsprozesse umzusetzen und die unternehmensinterne Kollaboration zu verbessern. Wichtige Funktionen von Buchhaltungssoftware sind beispielsweise die digitale Belegerfassung, die Anbindung zum Onlinebanking und Zahlungsdienstleistern, ein integriertes CRM oder eine Schnittstelle zu einem Customer-Relationship-Management-System, die Inventarverwaltung und die Auftragsübersicht sowie das Projektmanagement. Zur Buchhaltung gehört auch die Rechnungserstellung. Während einige Buchhaltungssoftwares diese integriert haben, gibt es auch spezialisierte Rechnungsprogramme. Buchhaltung kann auch ein Modul eines ERP-Systems sein oder in ein solches integriert sein. Da die Buchhaltung mitunter sehr aufwendig und komplex ist, unterstützen Buchhaltungsprogramme Unternehmen dabei, immer alle Finanzen im Blick zu haben, womit schwerwiegende Fehler wie falsche Buchungen schneller erkannt und behoben werden können. Dadurch können Probleme mit Finanzbehörden häufig abgewendet werden, bevor sie entstehen. Zu den größten Vorteilen der Softwares zählen außerdem mögliche Kosten- und Zeitersparnisse.
Liquiditätsplanung
Liquiditätsplanung bezeichnet den systematischen Prozess der Planung, Steuerung und Überwachung von Ein- und Auszahlungen innerhalb eines Unternehmens, um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Lösungen aus der Kategorie Liquiditätsplanung richten sich insbesondere an Finanzabteilungen, Controllerinnen, Geschäftsführerinnen sowie Treasury-Verantwortliche in kleinen, mittleren und großen Unternehmen. Sie unterstützen dabei, Zahlungsströme transparent darzustellen, Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen. Zum Einsatz kommen Tools zur Liquiditätsplanung unter anderem in der Finanzplanung, im Cashflow-Management, im Risikomanagement sowie bei Budgetierungs- und Forecast-Prozessen. Durch automatisierte Datenauswertungen und Szenarioanalysen ermöglichen sie eine verlässliche Grundlage für strategische und operative Maßnahmen. Zudem erleichtern sie die Abstimmung zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen und erhöhen die Planungssicherheit nachhaltig. Um in der Kategorie Liquiditätsplanung aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen: - Cashflow-Prognosen und Liquiditätsforecasting - Integration von Finanzdaten aus verschiedenen Quellen - Szenarioanalysen und Simulationen - Automatisierte Berichts- und Reportingfunktionen - Transparente Visualisierung von Zahlungsströmen
Website-Baukasten
Ein Website-Baukasten gibt Nutzer:innen die Möglichkeit, auch ohne Programmierungskenntnisse oder sonstigem technischen Know-how in einfachen Schritten eine individuelle Website zu erstellen. Somit eignen sich Website-Baukästen vor allem für Selbstständige, Freiberufler:innen, Blogger:innen und kleinen Unternehmen, die nicht das Budget haben, um sich eine professionelle Website erstellen zulassen. Viele Website-Baukästen bieten den Nutzer:innen an, die eigenen Webseiten mithilfe von Drag & Drop super leicht und schnell zu erstellen. So lassen sich beispielsweise Überschriften- und Textelemente auf die leere Webseite ziehen, Bilder und Videos können hinzugefügt werden, Weißraum kann durch Abstandshalter erzeugt werden und auch in der Farbgestaltung gibt es viele Möglichkeiten. So sind Webseiten in relativ kurzer Zeit gestaltbar und realisierbar. Mit einem Website-Baukasten ist also jeder in der Lage, sein Content-Marketing auch auf einer eigenen Website auszuüben und nicht nur über Social-Media oder E-Mail-Marketing. Auch das Thema Suchmaschinenoptimierung bekommt mit einer eigenen Website einen ganz neuen Stellenwert im eigenen Online-Marketing. Denn mit einer Website können Nutzer:innen dafür sorgen, dank SEO organisch über Google gefunden zu werden. Wer schneller Website-Besucher:innen anziehen möchte, für denjenigen sind Google-Ads eine gute Alternative. Aber auch hierfür wird eine Website benötigt, die mithilfe eines Website-Baukasten-Systems einfach erstellt werden kann.
Wireframing
Wireframing-Tools werden eingesetzt, um Entwürfe einer Website, einer Seite oder einer Applikation in der Wireframing-Phase, einer frühen Phase der Entwicklung eines Prototyps, zu skizzieren und zu erstellen. Bei Wireframes handelt es sich um einfache Skizzen und Seitenlayouts. Mockups hingegen meinen realistische und bedienbare Darstellungen von Websites oder Anwendungen mit grundlegenden Funktionen. Oftmals lassen sich sowohl Wireframes als auch Mockups mithilfe von Wireframing-Tools erstellen. Diese können dann an Mobil- oder Desktop-Geräten getestet werden. Designer:innen und Entwickler:innen nutzen Wireframing-Software, um sich einen Überblick über die Anforderungen vor der Entwicklung der Anwendung zu verschaffen. Sie designen den Look-and-Feel von Anwendungen mithilfe der Wireframing-Tools, um anschließend Anforderungen zu definieren und Ressourcen für die Entwicklung zu allokieren. Die Nutzer:innen setzen Wireframing-Lösungen ein, um die Position von Headern, Texten und weiteren grafischen Elementen zu bestimmen. Anschließend setzen Development-Teams die Wireframes in einen Prototyp oder in das Endprodukt um. Wireframing-Tools besitzen ähnliche Funktionen wie Prototyping-Tools, allerdings bieten die vorläufigen Entwürfe, die sich mit Softwares für Wireframing erstellen lassen, einen deutlich geringeren Realitätsgrad und weniger Funktionalität. Zudem gibt es Funktionsüberschneidungen von Wireframing-Tools und Mockup-Tools, da sich häufig auch Mockups mit Wireframing-Tools erstellen lassen und vice versa. Wireframing-Tools bieten demnach alle Werkzeuge zur Skizzierung von Strukturen und Inhalten von Applikationen, besitzen Bibliotheken bestehend aus Strukturen, Umrissen, Symbolen und weiteren Elementen und müssen mindestens minimal interaktive Mockups mit niedrigem Realitätsgrad erstellen können. Außerdem müssen sie Tools für die Erstellung und Bearbeitung von Oberflächen bereitstellen, über Requirement-Management-Tools verfügen und die Möglichkeit bieten, Wireframes zu exportieren und freizugeben.
E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme
Shopsysteme und E-Commerce-Plattformen sind Softwares, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden und es ermöglichen E-Commerce zu betreiben. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. B2C-Lösungen waren traditionell eher auf den physischen Handel ausgerichtet. Mittlerweile bieten eine Reihe von Lösungen auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu verkaufen. Von dem Moment an, in dem ein:e Kund:in in dem Online-Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kundenkommunikation erfasst. E-Commerce-Plattformen lassen sich in der Regel mit Lagerverwaltungssoftware und Dropshipping-Software integrieren. Außerdem bieten Shopsysteme auch Schnittstellen und Integrationen zu CRM-Softwares, ERP-Systemen, Supply-Chain- und Logistik-Softwares und Zahlungsdienstleistern. Zu einigen Webshop-Softwares gehören zudem integrierte SEO-Tools. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment. Ihr möchtet Eure E-Commerce-Strategie verbessern und von Expert*innen lernen? Dann ist der OMR Strategy Guide to E-Commerce genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch über 100 Seiten Praxiswissen für den E-Commerce-Einstieg.
Graphic Design
Unternehmen und Selbstständige setzen Grafikdesign-Softwares ein, um Grafiken zu erstellen oder zu bearbeiten. Zur Kategorie der Grafikdesign-Softwares gehören Layout- und Desktop-Publishing-Softwares, Vektorgrafikprogramme, Zeichenprogramme und Flipbook-Softwares.  Mit Layout- und Desktop-Publishing-Softwares lassen sich Layouts von Text- und Mediendateien für die Veröffentlichung in gedruckter und digitaler Form, wie Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, E-Books, Blogs und weiteren Online-Publikationen, erstellen. Ähnlich wie mit Desktop-Publishing-Tools können mit Flipbook-Softwares digitale Publikationen gestaltet werden, welche sich, ähnlich wie eine physische Publikation, blättern lassen.  Mit Vektorgrafikprogrammen können Nutzer*innen computergenerierte Bilder und Vektorgrafiken mittels geometrischer und mathematischer Befehle erstellen und bearbeiten. Vektorgrafiken lassen sich unendlich skalieren, ohne Qualität zu verlieren. In Zeichenprogrammen hingegen erstellen Nutzer*innen Zeichnungen und Grafiken mithilfe digitalen Zeichenwerkzeugen sowie Klicks und Strichen. Meist werden Grafikdesign-Softwares von Grafikdesigner*innen, Layouter*innen, Illustrator*innen und ähnlichen Berufsgruppen verwendet. Aber auch Social-Media-Manager*innen nutzen diese Softwares, um Grafiken zu erstellen. Grafikdesign-Tools sind mit Fotobearbeitungsprogrammen verwandt; der größte Unterschied liegt aber darin, dass erstere auf die Erstellung und Bearbeitung von Grafiken und letztere auf die Nachbearbeitung von Fotos spezialisiert sind. Um sich als Grafikdesign-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * Teil einer der oben genannten Software-Kategorien sein (Layout- und Desktop-Publishing-Software, Flipbook-Software, Vektorgrafikprogramm oder Zeichenprogramm)
Whiteboard
In Online-Whiteboard-Software kollaborieren mehrere Nutzer*innen in einem geteilten, einzelnen und offenen Entwurfsbereich (Whiteboard) und führen gleichzeitig und von anderen Geräten aus Änderungen vor und teilen Inhalte. Whiteboard-Tools ähneln einem physischen Whiteboard und bieten in einem anpassbaren Bereich viele Funktionen zum Designen, Zeichnen, Schreiben, Kommunizieren, Speichern und Teilen von Inhalten. White-Board-Prorgamme & -Apps werden vor allen in Design- und Projektmanagement-Teams eingesetzt. Da sich die Tools besonders für das Brainstorming eignen, können die Softwares aber die Zusammenarbeit anderer Teams in Unternehmen bereichern. Die meisten Lösungen von Whiteboard-Anbietern sind eigenständige Lösungen, einige sind aber auch in Design-Softwares oder Visual-Collaboration-Tools integriert. Um sich als Whiteboard-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: über einer einen anpassbaren und bearbeitbaren, leeren Entwurfsbereich verfügen, auf den mehrere Personen gleichzeitig zugreifen und ihn nutzen können Design-Tools bieten, die es den Benutzer*innen ermöglichen, zu zeichnen und Anmerkungen zu hinterlassen die Möglichkeit bieten, das beschriftete Whiteboard zu speichern
Webhosting
Webhosting bietet die Infrastruktur und den Speicherplatz, um eine Webseite zu betreiben und für Besucher erreichbar zu machen. Unternehmen und Selbständige nutzen Webhosting-Services, wenn Server-Speicher und Internet-Konnektivität benötigt, aber kein eigenes Hosting oder eigene Server vor Ort betrieben werden sollen. Anstelle des Unternehmens oder des Selbstständigen übernimmt der Webhosting Provider den Betrieb und die Konfiguration von eigenen, weltweit verteilten Servern. Hierfür stellt der Internet Service Provider (ISP), auch Webhoster oder Webhosting-Anbieter genannt, in der Regel einen Hostrechner (Host), eine dauerhafte Netzwerkanbindung und Webspace im World Wide Web zur Verfügung. Diesen Speicherplatz können Kundinnen und Kunden der Hosting-Anbieter nutzen, um Inhalte wie HTML, Text, Bilder und Videos in beispielsweise einem Content Management System (CMS) oder einem Shopsystem bereitzustellen. Die Webseite oder der Onlineshop können anschließend über die dazugehörige Domain von Nutzer*innen abgerufen werden. Je nach Bedarf halten Webhoster eine Reihe von Webhosting-Paketen bereit, die sich in Support, Kosten, Serverstandort, Performance und Art des Hostings unterscheiden. Hosting-Pläne der Anbieter können Shared Hosting, Reseller Hosting, Virtual-Private-Server (VPS) Hosting, dezidiertes Hosting oder Colocation-Dienste umfassen. Einige Hosting Provider bieten zusätzliche Services an, die automatische Backups und erweiterte Sicherheit umfassen.

Ähnliche Artikel