E-Mail-Marketing Trends 2021

Ein Gastartikel über die größten E-Mail-Marketing Trends in 2021

E-Mail-Marketing ist fast so alt wie das Internet selbst und das Format ist in den letzten Dekaden mal mehr, mal weniger in den Fokus von Marketing Manager:innen geraten. Das Thema ist vor allem nach Beschluss (16. April 2016) und der verbindlichen Einführung der neuen DSGVO (25. Mai 2018) noch einmal stark in die Kritik geraten. Allerdings war E-Mail-Marketing noch nie populärer und umso wichtiger in Zeiten der Corona-Pandemie 2020/2021. Welche Trends sich daraus für uns als Marketing Manager:innen ergeben haben und welches Tool Ihr nutzen solltet, um Eurer E-Mail-Marketing auf das nächste Level zu bringen, erfahrt Ihr in diesem Gastartikel.

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing (auch oftmals als Newsletter-Marketing bezeichnet) ist eine Form des Online- und Direkt-Marketings und dient der Kontaktaufnahme zu einer Kunden – oder Interessentengruppe mit Werbebotschaften, Informationen oder Angeboten im B2C und B2B Umfeld. Basis sind die dafür bereitgestellten Kontaktdaten, meist mindestens Name und E-Mail-Adresse, sowie die Zustimmung zur Speicherung und Weiterverarbeitung dieser Daten, bedingt durch die DSGVO (Europäische Datenschutz-Grundverordnung).

E-Mail-Marketing ist nach wie vor einer der meistverbreiteten und genutzten Formen des Online-Marketings und ist einer der Eckpfeiler in jeder Unternehmenskommunikation, neben klassischer PR oder Social Media.

Welche E-Mail-Marketing-Trends 2021 gibt es?

Der Markt um das Thema E-Mail-Marketing hat sich enorm gewandelt in den letzten Jahren und es war noch nie einfacher, das Thema für ein kleines Unternehmen oder ein Start-up einzuführen, oder ein bereits etabliertes und komplexes System für eine intuitive und schlanke Lösung auszutauschen. Bevor wir in die konkrete Empfehlung für die beliebtesten E-Mail-Marketing-Tools gehen, gibt es hier 10 Trends, die das Jahr 2021 geprägt haben.

Wer darüber hinaus auch weitere Anregungen und Ideen sucht, findet hier weitere Tools und Tricks für erfolgreiches E-Mail-Marketing.

1. Flexibles E-Mail-Marketing für kleine und große Unternehmen!

Einer der wichtigsten Trends ist die Verfügbarkeit und beliebige Skalierung von E-Mail-Marketing-Lösungen von einer Vielzahl von Tool-Anbietern, wobei wirklich jeder sich in den Preisstrukturen wiederfinden wird. Egal ob ich als Einzelperson oder Start-up in meiner Nische starte und für meine 50 Nutzer:innen eine saubere Lösung mit professionellem Look und Tracking-Funktionen benötige, oder ich mit meinem Unternehmen regelmäßig 30.000 Kund:innen adressieren möchte, das Angebot ist groß.

Dabei starten die meisten E-Mail-Marketing-Anbieter mit einem kostenlosen Account und Basis-Funktionen, wie bspw. Mailchimp oder Sendinblue die für die jeweilige 0€ Basis-Version und einem einfachen Drag-and-Drop Editor jede E-Mail-Kampagne zu einem Kinderspiel machen. Hierbei müsst Ihr bei der ein oder anderen weiterführende CRM-Funktion Abstriche machen, habt ansonsten aber eine solide Anzahl von freien Werbe-E-Mails und müsst lediglich ein kleines Banner am Ende der Mail in Kauf nehmen.

Andere Anbieter wie rapidmail oder Mailingwork starten nur begrenzt oder sehr klein kostenlos und skalieren dann preislich an Funktionen und Anzahl möglicher Werbe-Mails im Monat. Auch hier sind der Einstieg und die Bedienung kinderleicht und bieten auch großen Unternehmen eine gute Basis sich weiterzuentwickeln.

2. Fokus auf Nischen-Produkte und Themen

Es war noch nie einfacher mit E-Mail-Marketing durchzustarten, allerdings war der Markt auch noch nie umkämpfter und jede:r die:der einen neuen Newsletter oder E-Mail-Kampagne starten möchte, sollte sich sehr gut überlegen, wo genau der Mehrwert für die Leser:innen ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass E-Mails besonders gut ankommen, wenn sie eine Nische bedienen, sprich also sehr fokussiert und spitz über ein Thema berichten und tiefes Wissen zur Verfügung stellen, im Vergleich zu generischen Botschaften mit nutzlosen Coupons von Shops, wo Ihr wahrscheinlich sowieso nicht einkaufen möchtet.

Als Konsument möchte ich nur noch weniger, aber dafür sehr spezifische Inhalte bekommen, die mich wirklich interessieren und die mir einen Mehrwert bieten, die ich auch beispielsweise sonst nicht bekommen würde. Was mich zu dem nächsten Punkt bringt…

3. Mehrwert durch Hyper-Personalisierung

Wer sich in 2021 ein neues E-Mail-Marketing-Tool zulegt, wird feststellen, dass die Personalisierungsoptionen innerhalb eines jeden Tools keine Wünsche offenlassen. Auch hier liegt ein Trend, den ich zum einen als Marketer, aber auch als Konsument mehr als schätze. Wenn ich einem Unternehmen schon Zugang und Erlaubnis gebe, meine Daten zu verarbeiten, erwarte ich auch einen entsprechenden Mehrwert innerhalb der Kommunikation, gerade, weil ich keine sture Zahl in einer Excel-Tabelle bin, sondern ein transparentes Datenbündel. Wir reden hier nicht darüber, ob ich mit Vornamen angesprochen werde oder ich einen Gutschein nach meinem letzten Kauf erhalten. Sondern wie gut mich das Unternehmen auf Basis meines Verhaltens in deren Kosmos kennt. Erhalte ich gezielt Informationen zu einem Produkt, was ich vielleicht schon mehrmals im Warenkorb hatte (nehmen wir das Beispiel E-Commerce) oder den Kauf abgebrochen habe. Eventuell gibt es zu dem Artikel konkret noch eine Sonderkondition, die mir die Entscheidung erleichtert? Was haben andere eventuell auch gekauft? Was sind die Bewertungen oder die generelle Zufriedenheit auch anderer Nutzer:innen?

All diese Informationen können in einem guten E-Mail-Marketing-System nachgehalten und optimiert werden. Vielleicht wird mir proaktiv eine zweite Bestellung zwei bis drei Wochen im Anschluss in reduzierter Rate angeboten, wenn es um ein Gebrauchsgut geht? Why not? Die Daten sind da. Dies sind nur rudimentäre Beispiele an möglicher Hyper-Personalisierung, die uns moderne Tools ermöglichen und uns immer mehr auch im Alltag begegnen werden, nicht nur im E-Commerce.

4. Optimierung durch künstliche Intelligenz

Stichwort: Künstliche Intelligenz im E-Mail-Marketing. Die meisten Tools bieten inzwischen auch eine KI-Komponente in ihrer Software an. Ein gutes Beispiel hierfür habe ich beim Austesten von Sendinblue gefunden. Hier bietet die Software an, bei dem Versand der E-Mails für eine gegebene Kampagne das Öffnungs-Verhalten der Empfänger:innen zu analysieren, um dann beim nächsten Versand die E-Mails zu einer optimierten Zeit zu versenden. Je öfter der:die Empfänger:in mit meinen E-Mails interagiert, desto besser findet Sendinblue das Fenster für den optimalen Versand.

Denn wer kennt es nicht: Montagmorgens öffnet sich das Postfach und Ihr habt unzählige ungelesene Mails in der Inbox! Je nach der verfügbaren Zeit an dem Morgen geht Ihr mit mehr oder weniger Sorgfalt durch die E-Mails und löscht rigoros. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine E-Mail meine Aufmerksamkeit bekommt, ist demnach eher gering. Bekommt Ihr allerdings eine Mail montagnachmittags, oder gar dienstagvormittags, habt Ihr vermutlich deutlich mehr Ruhe und Zeit, diese zu lesen. Jede:r arbeitet aber natürlich anders oder startet zu einem anderen Zeitpunkt.

Mithilfe von Algorithmen oder künstlicher Intelligenz kann unser E-Mail-Marketing-Tool uns helfen, den richtigen Zeitpunkt abzupassen für eine maximale Aufmerksamkeit. Dies ist definitiv ein Trend, der uns auch in Zukunft weiter begleiten wird.

5. E-Mails entlang des Customer Lifecycles

Für viele scheint es eine Selbstverständlichkeit, aber die tatsächliche Definition und Ausführung von E-Mail-Touchpoints entlang des Kundenlebenszyklus kann herausfordernd sein, besonders bei heterogenen Zielgruppen und Produktklassen. Je nach Komplexität solltet Ihr hier mindestens jemanden als E-Mail-Marketing Manager:in oder sogar ein kleines Team auf das Thema setzen. Vor allem, wenn Ihr gerade erst anfangt, die Potenziale heben zu wollen. Dabei ist es essenziell wichtig, E-Mail-Marketing nicht nur als „Newsletter“ abzustempeln. Klar, das Gewinnen potenzieller Kundinnen und Kunden über beispielsweise die Website, indem sie zu einer Registrierung animiert oder regelmäßige Updates zu Produkten und dem Unternehmen sollten der Standard sein.

Aber insbesondere, wenn Ihr ein digitales Produkt oder einen Service anbietet, könnt Ihr E-Mails vorplanen und automatisieren und weitere Inhalte zum Abruf bereitstellen. Dazu zählen Willkommens-E-Mails, Onboarding-E-Mails, Tipps & Tricks, Informationen zu möglichen Webinaren, eine Datenbank mit FAQ oder Tech Support, eine Community in Foren wie Discord oder ähnliches und schließlich auch Exit-E-Mails, damit Kunden eine positive Erinnerung behalten.

Zugleich solltet Ihr auch nicht den Loyalitätsgedanken vergessen. Dankes-E-Mails nach 12 Monaten, kleine Benefits oder Goodies, all das kann durch E-Mails maßgeblich gesteuert und kommuniziert werden mit äußerst effektivem Tracking und transparenten Daten. Hier solltet Ihr Euch früh Gedanken machen, wie Ihr nicht nur begeistert und Mehrwert bietet, sondern auch bindet und nicht als „Spam“ wahrgenommen wird.

6. Mehr Sicherheit im Rahmen der DSGVO

Wie anfangs bereits erwähnt, hat das Thema „DSGVO“ viel Unruhe erzeugt und auch für viel Unsicherheit – besonders bei Marketing Manager:innen – gesorgt. Allerdings hat sich das Thema mehr als Sturm im Wasserglas entpuppt. Und selbst wenn die Auflagen, rechtliche Informationen und Prozesse etwas aufwendiger gestaltet sind, sind sie alles andere als unmöglich umzusetzen. Viele E-Mail-Marketing-Tools bieten ganze Leitfäden zu dem Thema und helfen Unternehmen, alle wichtigen Fragen vor Versand der ersten E-Mail zu klären. Ein besonders gutes Beispiel ist aus meiner Sicht CleverReach.

Auf deren Website gibt es einen einfachen DSGVO-Guide, der Euch durch die einzelnen Schritte führt, inklusive einer Checkliste. Ohne hier tiefer ins Detail zu gehen, werden in dem Guide alle wichtigen Fragen beantwortet und Ihr könnt Euch optimal auf Eure ersten E-Mail-Kampagne vorbereiten, auch zur Freude der Datenschutzbeauftragten in Eurem Unternehmen.

Die wichtigsten Themen, um die Ihr Euch kümmern solltet, sind hier noch einmal kurz aufgelistet:

  1. Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV) mit dem E-Mail-Software Provider
  2. Einwilligung der Kunden via Double-Opt-In Verfahren
  3. Nur absolut notwendige Daten erheben und speichern
  4. Jederzeit und unproblematische Abmeldung und Löschung der Daten

7. Kontextsensitive Drip-Kampagnen

Ein weiterer Trend im E-Mail-Marketing ist die Drip-Kampagne. Hierbei handelt es sich um eine Abfolge von kleineren Informationsschüben nach einer gewissen Handlung der Kund:innen oder Interessenten via E-Mail. Dies ist ein wichtiger Baustein in einer ganzheitlichen Kundenbetrachtung und gerade bei komplexeren Produkten oder längeren Vertriebsphasen wichtig. Dabei werden Häppchen an Informationen auf einem längeren Zeitraum verteilt und in gewissen Abständen ausgespielt oder durch eine Aktion getriggert.

Vom einfachen Registrieren für einen Newsletter, bis hin zu konkreten Downloads von Whitepapern oder Klicks auf der Website können so gezielte Mini-Kampagnen gespielt werden, die sich genau auf ein Thema konzentrieren und das Onboarding erleichtern. Dabei solltet Ihr von riesigen Textbergne oder umständliche E-Mail-Formaten absehen, und Euch auf ganz konkrete Informationen oder Tipps konzentrieren, die einen Mehrwert bringen. Idealerweise könnt Ihr so Interessent:innen an ein komplexes Produkt heranführen, und in kleineren Abständen Features hervorheben oder erklären. Dadurch entgeht Ihr auch der schnellen Ermüdung von Nutzer:innen, die eventuell anfänglich von der Feature-Vielfalt erschlagen werden, aber durch gezielte Drip-Kampagnen langsam aber sicher an das Produkt herangeführt werden können. Grundsätzlich könnt Ihr dadurch auch Klick-Zahlen, Logins oder Kundeninteresse als Nebenprodukt gut messbar machen.

8. Word-Of-Mouth – Inhalte von Nutzer:innen

Zufriedene Kund:innen sind die beste Werbung für jedes Produkt oder jeden Service. Noch besser funktioniert das Ganze, eingebettet in E-Mail-Marketing wo reale Erfahrungen mit einem Produkt geteilt werden, ohne das übliche Marketing-Blabla. Oftmals lohnt es sich im Bereich Influencer-Marketing bestimmte Kompetenz-Träger:innen zu suchen, die Teil der Content Strategie sind. Im Regelfall haben bestehende Nutzer:innen auch ein besseres Gespür dafür, was ein:e potenzielle:r neue:r Nutzer:in an Bedürfnissen hat und wie das Tool diese am besten lösen kann.

So werden oft auch Wikis mit der Community gemeinsam erarbeitet. Neben den Tech-Mitarbeiter:innen gibt es dann auch Nutzer:innen, die noch einmal einen ganz neuen Blick auf Dinge werfen und deutlich näher am Daily Business sind. Wenn Ihr es schafft, genau diese Inhalte passend in bestehende E-Mail-Kampagnen zu gießen, könnt Ihr das Engagement deutlich erhöhen und Neukunden schneller an das Unternehmen beziehungsweise das Produkt binden.

9. Mehr Interaktivität

Schon in der Schule ist das Thema „Frontalunterricht“ negativ belastet. Genauso sind statische oder eintönige Newsletter und E-Mail-Kampagnen langweilig und fordern den:die Empfänger:in nicht gerade zur Interaktion auf. Inhalte sollten zum Mitmachen animieren und nicht rein statisch sein.

Klassische CTAs in E-Mails sind auch beliebt und können der richtigen Zielgruppe einen Mehrwert bieten. Außerdem bieten Empfehlungs-Links, ein kleines Quiz oder weitere Gamification-Ansätze deutlich höhere Interaktionsraten im Vergleich zu statischen E-Mail-Kampagnen.

Neben den aktiven Inhalten muss aber auch das Design interaktiv sein und sich beispielsweise über den immer größer werdenden Trend von Dark Modes, Gifs und Animationen etablieren. Frei nach dem Motto: Das Auge isst mit!

10. Mehr Transparenz zwischen Vertrieb und Marketing

Last but not least, das Thema Transparenz. Etwas, was nicht nur im E-Mail-Marketing ein wichtiger Trend war und ist, sondern auch in vielen anderen Disziplinen, besonders auch bedingt durch die Pandemie, ist der Schulterschluss zwischen Vertrieb und Marketing. Es ist nach wie vor keine Seltenheit, das Unternehmen sehr Silo-lastig aufgestellt sind und wenig Interaktion, Datenaustausch oder Zielabgleiche zwischen unterschiedlichen Abteilungen zulassen.

E-Mail-Marketing in 2021 sollte anders sein und durch die Vielzahl von Tools und Möglichkeiten sollten keine Türen mehr verschlossen sein. Die meisten E-Mail-Tools bringen auch schon rudimentäre CRM-Fähigkeiten mit, die dem Vertrieb ebenfalls einen Mehrwert bieten. Ein Parade-Beispiel ist hier Hubspot.

Hubspot ist kein klassisches E-Mail-Marketing-Tool, sondern bietet eine ganze Suite an möglichen Modulen und Möglichkeiten an. Dabei ist der Einstieg auch bei Hubspot erst einmal kostenlos für die Basics. Und hier ist schon eine Menge drin! Neben dem Marketing Hub, gibt es auch einen Sales Hub, Service Hub, CMS Hub oder Operations Hub. Je nach Belieben könnt Ihr Eure gesamten Marketing und Sales Prozesse und Tools abbilden. Durch gemeinsame Kontaktlisten, E-Mail-Marketing-Automationen, E-Mail-Tracking, Landing Pages, Help Desk, Social Media Integrationen und vielem mehr bietet Hubspot eine super Brücke für eben genau diesen Trend.

Dazu ist es leicht zu bedienen und kann durch seine schlanke Preisstafflung besonders gut in agilen und kleinen Teams integriert werden. Der Komplexitätsgrad lässt sich beliebig nach Oben skalieren, sodass sich auch weitere Apps oder Systeme bequem über Schnittstellen anbinden lassen. Wer Silos eindämmen möchte, hat hier ein starkes Tool für den ersten Schritt an der Hand.

Welches sind die besten E-Mail-Marketing-Tools?

Die Frage nach den besten E-Mail-Marketing-Tools ist unter den gegebenen Umständen nicht einfach zu beantworten, weil es immer auch vom Umfang und Wunschvorstellungen des jeweiligen Marketing-Managements abhängt. Hier sind fünf populäre Tools aus der OMR Reviews Welt, die Euch aber grundsätzlich bei jeder Art von Problemstellung helfen können:

1. rapidmail

Wer eine starke, unkomplizierte und deutsche Lösung im Newsletter-Marketing sucht, kommt an rapidmail nicht vorbei. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg bringt auf den Punkt, worum es geht. Ohne großen Schnickschnack oder unnötigem Ballast in Funktionalitäten. Mit einer Vielzahl von Vorlagen, Bildern und einer überdurchschnittlichen Zustellrate solltet Ihr hier vor allem als KMU zuschlagen. Zwar bietet rapidmail einen nur stark begrenzten kostenlosen Account, dafür aber auch eine Möglichkeit, ohne Abo und nur nach Bedarf zu zahlen. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die sehr punktuell E-Mail-Kampagnen fahren oder eher einen kleinen aber feinen Kundenkreis pflegen.

2. Mailchimp

Mailchimp ist eines der populärsten E-Mail-Marketing-Tools und das zu Recht! Das Tool ist super intuitiv, benutzerfreundlich und hat über die Jahre viele neue Funktionalitäten aufgebaut. Der zusätzliche Fokus auf eCommerce und die direkte Anbindung an Online Shops ist nur einer der vielen Vorteile des Anbieters. Neben den klassischen Funktionen gibt es in den Bezahl-Abos umfassende Marketing-Automationen, Postkartenversand, Social Ads und vieles mehr, was sich über das Tool realisieren lässt. Durch seine Einfachheit und den relativ großem Umfang, vor allem in der kostenlosen Version, ist es vor allem Start-ups und kleinen Unternehmens zu empfehlen.

3. Hubspot Marketing Hub

Auch Hubspot bietet eine E-Mail-Marketing-Lösung an. Wo viele E-Mail-Marketing Anbieter ihr Angebot schrittweise um CRM-Funktionalitäten erweitern, kommt Hubspot mit einer ganzen Suite einher, wobei E-Mail-Marketing wirklich die absolute Spitze des Eisbergs ist. Der Mehrwert kommt durch die allumfassende Plattform im Hintergrund, die modular erweitert werden können. Mit Marketing, Sales, Service und sogar einem CMS-Modul, bietet Hubspot die umfassendste Lösung an. Auch hier ist der eingeschränkte Einstieg über ein kostenloses Konto möglich.

Dabei ist Hubspot trotz ganzheitlichem Anspruch kinderleicht zu bedienen! Gerade wenn Ihr an eine Lösung denkt, die bereichsübergreifend sein und auch der Vertrieb einen Zugang bekommen soll, ist das Onboarding und die Plattform angenehm intuitiv und einfach zu bedienen. Allerdings solltet Ihr den Hubspot Marketing Hub auch nur nutzen, wenn Ihr entsprechend größere Pläne habt, denn im direkten Vergleich sind reine E-Mail-Marketing-Tools etwas kostengünstiger und umfangreicher in kleineren Paketen.

4) Sendinblue

Sendinblue ist wie viele andere Tools wirklich sehr einfach zu bedienen und bietet direkt einen kostenlosen Einstieg. Die Preis-Staffelung ist besonders interessant für Marketing Manager:innen die auf Masse gehen wollen und möglichst viele E-Mails versenden möchten. Darüber hinaus bietet auch Sendinblue einige Basis CRM-Elemente wie Kontakte, Landing Pages oder Formulare an, mit vielen Beispiel-Templates zur einfachen Anpassung.

Besonders ist hier auch die recht prominente Positionierung des SMS-Marketings. Hier könnt Ihr relativ einfach und nach Belieben Guthaben hinterlegen und neben E-Mail-Kampagnen auch mobile Kampagnen steuern. Es ist kinderleicht mit Sendinblue zu arbeiten und vorzeigbare Ergebnisse, auch im Tracking, zu erhalten. Es ist eines meiner persönlichen Favoriten in dieser Auswahl.

5) CleverReach

Last but not least! CleverReach ist ebenfalls einer der Top-Anbieter im Bereich E-Mail-Marketing und bietet ein umfangreiches und einfaches Tool mit viel Spielraum für Individualisierung, Automation-Workflows und Integration über E-Commerce bis hin zu CMS- und CRM-Systemen. CleverReach gehört eher zu den teureren Lösungen, dafür bekommt Ihr aber auch ein wasserdichtes Tool für jede Situation an die Hand. Dies wird vor allem durch die prominent platzierten B2B-Lösungen hervorgehoben, hier bietet CleverReach ganz gezielt auch Lösungen für Agenturen oder andere spezifische Branchen an.

Wer ein langfristiges und erfolgreiches E-Mail-Marketing plant, sollte CleverReach definitiv auf dem Schirm haben.

So bringt Ihr Euer E-Mail-Marketing ins Rollen

Trotz der vielfältigen Trends und zahlreichen Alternativen an E-Mail-Marketing-Tools bleibt sicherlich trotzdem für einige die Frage im Kopf: Wo fange ich denn jetzt an? Verständlicherweise ist es immer schwierig von 0 auf 1 zu kommen oder ein bestehendes System zu evaluieren und einen neuen Invest anzustoßen. 2020 und 2021 haben die Industrie noch einmal gepusht und auch die Anbieter von E-Mail-Tools herausgefordert.

Einen erweiterten Überblick liefert übrigens die Reviews-Database von OMR in der Kategorie E-Mail-Marketing mit allen gängigen Tools.

Je nach Eurer Voraussetzung, fangt ganz einfach an. Nehmt Euch eines der kostenlosen Basic Tools zur Hand und sendet einfach mal einen Test-Newsletter an Eure Kontakte oder auch in Euren privaten Kreis, um ein Gefühl für das Handling und auch die Ergebnisse zu bekommen, inklusive dem Tracking.

Dazu gibt es hier einen ausführlichen Artikel, wie Ihr ganz leicht einen kostenlosen Newsletter erstellen könnt.

Von den ersten Prototypen würde ich mir dann ein konkretes Thema aus Eurem Alltag herausnehmen und dafür einen Test entwickeln und diesen intern im Team oder dem Management pitchen. Da die meisten Tools kostenlos oder bis 50€ im Monat zur Verfügung stehen, sollte die Entscheidung nicht allzu lange dauern, selbst wenn Ihr das Thema erst einmal intern testen wollt, bevor es in Richtung Kund:innen geht.

Es ist etwas anderes, wenn Ihr ein bestehendes System mit bereits 50.000 E-Mail-Kontakten habt. Hier würde es eher um das Thema Effizienz und Transparenz gehen. Sind die Kampagnen, die Ihr fahrt, erfolgreich und transparent messbar? Sind alle Stakeholder:innen zufrieden oder gibt es Pain Points. Hier kann es dann sinnvoll sein, den Markt zu screenen und sich Alternativen zum eigenen System anzuschauen. Ist das Handling einfacher, der E-Mail-Konfigurator schicker oder gibt es erweiterte CRM-Funktionen, die Abteilungen näher zusammenbringen würden?

Wo auch immer Ihr Euch wiederfindet, geht das Thema proaktiv an, denn selbst wenn Ihr aktuell gut versorgt seid, entwickelt sich der Markt rasant weiter und jeder einzelne Trend aus 2021 kann auch im Jahr 2022 weiter voranschreiten und die Markt-Landschaft massiv beeinflussen. Wer aber noch immer unsicher ist, kann auch in diesem Artikel weiterführende Informationen und eine Checkliste zum Thema E-Mail-Marketing finden.

Nutzt Ihr aktuell schon eine Software-Lösung? Was sind Eure Erfahrungen im E-Mail-Marketing? Lasst gerne eine Bewertung da und helft anderen OMR-Lesern bei der Auswahl, indem Ihr ein Review auf OMR Reviews schreibt, hier geht es zur Softwarebewertungsplattform.

Sebastian Förster ist CX Manager bei der RLE INTERNATIONAL Gruppe mit dem Schwerpunkt auf Kreation und Implementierung digitaler Produkte und Services. Die RLE Gruppe ist ein führender Anbieter von Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen und bietet effektive Lösungen für die technische Zukunft im internationalen Automotive- und IT-Umfeld. Die Unternehmensgruppe setzt sich besonders für Nachhaltigkeit in der E-Mobilität sowie für die digitale Transformation für ihre Kunden ein.

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