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Die 15 besten Affiliate-Programme aus dem Software- & Online-Business-Bereich

Jan Siebert 18.11.2022

Hohe Provisionen, schnelle Auszahlung, gute Conversion – wir zeigen Euch, welche Affiliate-Programme lukrativ sind

Als Grundlage für das Affiliate-Marketing solltet Ihr Folgendes wissen: Es gibt Publisher, die Beiträge auf Social Media erstellen, einen Blog betreiben, eine Website mit SEO optimieren oder über YouTube und andere Kanäle generell Content verbreiten. Und genau dieser Content kann für Unternehmen als eine Werbeplatzierung genutzt werden. Die werbenden Unternehmen werden dabei Advertiser genannt, da sie für erfolgreiche Ereignisse, wie etwa Neukunden-Vermittlungen, Provisionen bezahlen. Worauf Ihr bei dieser Art von Kooperation achten müsst und welche Affiliate-Programme sich lohnen, erklärt Euch unser Gastautor Jan Siebert in diesem Artikel. 

Kleiner Hinweis: Ihr seid thematisch noch nicht so weit? Dann könnt Ihr bei uns im ContentHub nachlesen, wie Ihr mit Affiliate-Marketing starten könnt.

Was sind Affiliate-Programme?

Affiliate-Programme sind Partnerschaften mit Unternehmen (Advertiser oder Merchants genannt), in denen das Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung vermarktet und der Affiliate (Publisher) eine Provision für jeden Kunden erhält, den er an das Unternehmen vermittelt.

Oftmals wird im deutschsprachigen Raum statt des Begriffes "Affiliate-Programm" auch "Partnerprogramm" verwendet. Die Registrierung für solch ein Partnerprogramm ist grundsätzlich kostenfrei, die Anbieter prüfen allerdings, ob Ihr als Publisher auch zum Unternehmen und den Werbezwecken passt. 

Habt Ihr also eine Website und damit Reichweite für das Thema Hunde, so könnte eine Bewerbung für ein Affiliate-Angebot bei einem Software-Unternehmen abgelehnt werden. Ein Onlineshop für Tiernahrung wäre dagegen für eine Affiliate-Kooperation ein perfektes Match.

Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing

Werdet Ihr als Publisher bei einem Affiliate-Programm akzeptiert, wird automatisch ein Provisionsvertrag geschlossen. Von Anbieter*in zu Anbieter*in kann hier natürlich die Höhe der Provision unterschiedlich sein. Auch für die Art der Provision gibt es mehrere Varianten. In der Regel werden Euch folgende Vergütungen angeboten:

CPO (Cost-per-Order)

Ihr werdet beim CPO nach tatsächlich generierten Sales vergütet. Oftmals hält sich der Advertiser hier ein Recht offen, Sales innerhalb einer bestimmten Zeit noch zu stornieren, falls der*die Kund*in doch nicht konvertiert ist.

Lifetime-Provision (Recurring Commission)

Die Lifetime-Provision ist eine spezielle Form des CPO. Auch hier geht es um vermittelte Kund*innen. Diese Provisionsart kommt häufig bei Software-Unternehmen vor, bei denen Ihr als Publisher am Umsatz beteiligt werdet. Und das, solange der vermittelte User Kunde bleibt.

CPL (Cost-per-Lead)

Bei der Vergütung nach CPL steht der Lead im Mittelpunkt. Es wird dafür bezahlt, dass sich Interessent*innen bei einem Unternehmen melden und somit der Vertrieb mit diesen weiterarbeiten kann. CPLs sind in der Regel feste Beträge.

CPC (Cost-per-Click)

Eine eher seltene Monetarisierung im Affiliate ist das CPC-Modell, das viele von Google Ads kennen und bei der Ihr pro Klick bezahlt werdet. Hier wird der reine Traffic, der sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessiert, vergütet.

Wie läuft eine Affiliate-Kooperation ab? 

Ihr solltet Euch thematisch auf die Suche nach passenden Partnerprogrammen machen. Dann habt Ihr vielversprechende Chancen, angenommen zu werden. Durch die Bestätigung erhaltet Ihr Zugriff auf das Affiliate-Dashboard des Advertisers mit seinen Werbemitteln. Das können Folgende sein: 

  • Text-Links
  • Display-Banner
  • animierte Anzeigen
  • Logos
  • Landingpages
  • Generatoren bzw. Rechner
  • Produktdaten-Feeds
  • Creatives für Aktionen

Hinter diesen Materialien verbirgt sich dann der Affiliate-Tracking-Link, mit dem ein User Euch als Publisher wieder zugeordnet werden kann. Ihr könnt die Materialien verwenden und auf Eurer Website einbinden bzw. mit Euren Followern teilen. 

Die Provision durch vermittelte Sales und Leads seht Ihr zentral bei Euch im Affiliate-Account in einem oftmals strukturierten Reporting. 

Seriöse Affiliate-Programme – worauf ist zu achten?

Grundsätzlich ist Affiliate-Marketing ein seriöses Geschäftsmodell. Es geht dabei in großen Teilen um Vertrauen, welches Eure Follower und Leser zu Euch aufbauen müssen. Erst dann könnt Ihr ein Affiliate-Produkt empfehlen.

Um Euch bei einem Partnerprogramm zu bewerben, solltet Ihr niemals etwas bezahlen müssen. Das wäre ein Anzeichen, dass der Anbieter nicht ganz geheuer ist und es sich eher um ein Schneeballsystem anstatt ein echtes Partner-Modell handelt. 

Zudem ist Affiliate-Marketing kein System, um schnell reich zu werden. Es ist eine Online-Marketing-Disziplin, die Ihr erlernen und perfektionieren könnt. Alles andere, was Euch bei YouTube und auf Blogs verkauft wird, ist oftmals Scam. 

Die besten Affiliate-Produkte

Mit welchen Partnern Ihr eine Affiliate-Kooperation eingeht, hängt ganz von Eurem eigenen Business ab. Als Content-Creator*in, Influencer*in, Blogger*in, YouTuber*in, Corporate-Influencer*in oder Website-Betreiber*in habt Ihr eine Reichweite zu einem thematischen Publikum. Die Auswahl eines Affiliate-Produkts sollte bestmöglich auf diese Zielgruppe zutreffen, da Ihr Euren Followern ja etwas empfehlen wollt, was diese dann kaufen. Je besser hier das Match ist, desto höher wird die Conversion Rate und somit die Provision für Euch sein. 

Affiliate-Programme gibt es für alles Mögliche. Zum Beispiel: 

  • physische Produkte 
  • digitale Produkte
  • Dienstleistungen
  • Tickets
  • Unterkünfte
  • etc.

Für jeden kann daher das beste Affiliate-Produkt etwas ganz anderes sein. Es kommt auf Eure Zielgruppe an, die Ihr erreicht. 

Was macht erfolgreiche Affiliate-Seiten aus? 

Es ist im Endeffekt kein großes Geheimnis und die Seiten lassen sich mit den richtigen SEO-Tools tiefgehend analysieren. Affiliate-Marketing kann nicht nur mit einer Website betrieben werden. Auch E-Mail-Listen, Social-Media-Profile oder YouTube Channel sind großartige Assets, um erfolgreich Affiliate-Marketing zu betreiben. 

Affiliate-Netzwerk oder einzelnes Programm?

Für Unternehmen gibt es im Prinzip zwei unterschiedliche Modelle, wie sie ein Partnerprogramm aufsetzen und anbieten können. Zum einen geht das über sogenannte Affiliate-Netzwerke, zum anderen gibt es auch spezialisierte Affiliate-Software für Einzelprogramme

Affiliate-Netzwerke sind so gesehen das Bindeglied zwischen Euch als Publisher und den Advertisern. In solch einem Netzwerk werden oftmals viele Advertiser aus einer Branche betreut. Ihr als Affiliate habt es dann einfach, da Ihr Euch über das Netzwerk direkt bei allen Partner*innen bewerben könnt und die Abrechnung und das Tracking einheitlich über das Netzwerk läuft. 

Manche Partnerprogramme werden allerdings über ein eigenes Tool aufgesetzt. Das hat für Unternehmen den Vorteil, dass sie die Gebühren für ein Netzwerk sparen und somit unabhängiger in der Betreuung sind. 

Für Euch sind Netzwerke normalerweise komfortabler bei der Bewerbung und Abrechnung, allerdings sind teils die Konditionen in eigens gehosteten Partnerprogrammen höher.

Ein Überblick über Affiliate-Netzwerke

Um Euch einen ersten Überblick zu verschaffen, stellen wir Euch zusammengefasst die wichtigsten Affiliate-Netzwerke einmal vor.

Die besten 15 Partnerprogramme für deutsche Publisher im Software- und Online-Business-Bereich

Kommen wir abschließend zu unseren Tipps, welche Partnerprogramme Ihr Euch unbedingt im Bereich Software und Online-Business einmal ansehen solltet. Die Programme unterscheiden sich natürlich anhand der Provision in Abhängigkeit, was für ein Produkt verkauft wird. Aber auch die Cookie-Lebensdauer ist ein Unterscheidungsmerkmal. Dieser Wert sagt aus, in welchem Zeitraum nach dem Klick ein von Euch übermittelter User noch als Lead oder Sale für Euch gezählt wird. 

neuroflash 

Das Tool neuroflash ist ein KI-Text-Generator. Damit lassen sich Texte ganz automatisiert erstellen. Die Tarife kosten zwischen 29 € und 199 € pro Monat. 

Provision: 35 % 

Art: CPO (Lifetime-Provision)

Netzwerk: eigenes Tool (Firstpromoter)

Cookie-Lebensdauer: 60 Tage

 

Hubspot 

Ihr bewerbt bei HubSpot CRM, einem der bekanntesten CRM-Systeme, die unterschiedlichen Produkt-Tarife für Marketing, Sales, Customer Service, CMS oder Operations. Die Preise starten bei 23 € pro Monat und gehen bis zu mehreren hundert Euro hoch. 

Provision: 100 % vom ersten Monatsbeitrag oder 15 % monatlich

Art: CPO – Einmalbetrag oder wiederkehrende Zahlung

Netzwerk: Impact

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

 

monday.com 

Bei monday.com handelt es sich um eine Projektmanagement-Software. Die Preisgestaltung umfasst vier kostenpflichtige Tarife und es wird pro User bezahlt. Wenn Ihr große Unternehmen werbt, kann das eine respektable Provision bedeuten.

Provision: 100 % Beitrag für das erste Jahr

Art: CPO

Netzwerk: PartnerStack

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

 

Moss

Das Fintech Moss bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Komplettlösung für Unternehmensausgaben. Die Tarife richten sich nach Anzahl der herausgegebenen Firmenkreditkarten.

Provision: 20 € bzw. 200 €

Art: CPL bzw. CPO

Netzwerk: financeAds

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

 

GetResponse

Das E-Mail Marketing Tool GetResponse kann für die gesamte Marketing-Automation eingesetzt werden. Die Preise beginnen bei 11 € pro Monat, können aber auch bis über 400 € pro Monat nach Anzahl der E-Mail Kontakte steigen.

Provision: 33 % oder 100 €

Art: CPO wiederkehrend oder einmalig

Netzwerk: eigenes Programm

Cookie-Lebensdauer: 120 Tage Laufzeit

 

ClickFunnels

Die amerikanische Online-Selling-Plattform ClickFunnels könnt Ihr bewerben und dafür Provision auf die monatlichen und jährlichen Tarife erhalten. Die Preise liegen bei 147 $ bis 297 $ pro Monat.

Provision: bis zu 40 %

Art: CPO 

Netzwerk: eigenes Programm

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

 

Perspective Funnels

Das Tool von Perspective Funnels ist ein Mobile Funnel Builder. Damit könnt Ihr zielgerichtet Leads einsammeln. Provision wird auf den jährlichen oder monatlichen Plan bezahlt. 

Provision: 10 % oder 30 %

Art: wiederkehrende Provision, jährlich oder monatlich

Netzwerk: PartnerStack

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

 

Digistore24

Bei dem Affiliate Programm Digistore24 dreht es sich um Neukunden für die Produkte, die über den Zahlungsanbieter Digistore24 verkauft werden. Der Check-out ist schnell und einfach, was die Conversion positiv beeinflusst. 

Provision: bis zu 70 %

Art: CPO

Netzwerk: Digistore24

Cookie-Lebensdauer: 180 Tage

 

Dirk Kreuter - Vertriebscoach

Eine Bekanntheit im Online-Business-Sektor ist Dirk Kreuter. Als Vertriebscoach schult er jährlich mehrere tausend Menschen mit seinen Kursen. Diese könnt Ihr als Affiliate selbstverständlich auch bewerben.

Provision: bis zu 80 % 

Art: CPO + Second-Level-Provision

Netzwerk: CopeCart

Cookie-Lebensdauer: 180 Tage

Tipp: Second-Level-Provision bedeutet, dass wenn Ihr einen anderen Affiliate werbt, bekommt Ihr auch Provision für dessen Verkäufe. 

 

SEMrush

Das SEO-Tool Semrush bietet umfangreiche Funktionen für das Analysieren von Keywords, Websites und Backlinks. Für die Tarife werden monatlich mindestens 120 $ bezahlt. 

Provision: 10 $ und 200 $

Art: CPL und CPO

Netzwerk: Impact

Cookie-Lebensdauer: 120 Tage

 

Amazon Partnernet

Das Amazon Partnerprogramm ist beinahe für jede produktseitige Nischen-Website ein Must-have. Amazon hat quasi für jedes Thema die passenden Produkte und die Conversion-Rate ist durch die Bekanntheit optimal.

Lest auch, wie für Euch Affiliate-Marketing mit Amazon funktionieren kann.

Provision: bis zu 12 %

Art: CPO

Netzwerk: eigenes Programm

Cookie-Lebensdauer: 24 Stunden

 

sevDesk

Das Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm von sevDesk ist beliebt bei Selbstständigen und kleinen Unternehmen. Das zeigt sich auch im Affiliate-Angebot. 

Provision: bis zu 90 €

Art: pro Lead

Netzwerk: Awin

Cookie-Lebensdauer: 60 Tage

 

ActiveCampaign

Das E-Mail Marketing und Automation Tool ActiveCampaign beteiligt Euch direkt an den Umsätzen Eurer geworbenen Kunden. Je nach Partner-Level gibt es gestaffelte Provisionen.

Provision: 20 - 30 %

Art: wiederkehrende Provision

Netzwerk: eigenes Programm

Cookie-Lebensdauer: 90 Tage

 

FINOM

Das Fintech-Geschäftskonto von FINOM ist für Selbstständige und Unternehmen geeignet. Demnach habt Ihr eine breite Zielgruppe für Eure Promotion.

Provision: 60,00 €

Art: Pay per Sale

Netzwerk: financeAds und Awin

Cookie-Lebensdauer: 30 Tage

 

raidboxes®

Webhosting steht am Anfang jedes Businesses. Wordpress ist zudem das bekannteste CMS auf der Welt. Die Produkte von raidboxes® sind daher gut zu empfehlen.

Provision: 15 %

Art: Lifetime Provision pro Neukunde

Netzwerk: eigenes 

Cookie-Lebensdauer: 60 Tage

Fazit zu unserem Affiliate-Programm-Vergleich

Besonders im Software- und Online-Business-Bereich gibt es einige spannende Affiliate-Programme. Die von uns hier vorgestellte Liste ist nur ein Auszug aus zahlreichen tollen Kooperationsmöglichkeiten. Ihr habt von wiederkehrenden Provisionen, über hochpreisige Sales-Vergütung bis zur schnellen Lead-Provision alles dabei.

Die Kernaussagen, die Ihr aus diesem Artikel mitnehmen solltet, wenn Ihr mit Affiliate Geld verdienen wollt, sind folgende: 

  1. Baut eine thematische Reichweite auf. Je qualifizierter Eure Follower oder Leser für ein Thema sind, desto besser passt das zum Affiliate-Partnerprogramm.

  2. Wählt Affiliate-Programme nicht nach der Provision, sondern nach Relevanz aus. Hohe Provisionen sind verlockend. Das spielt allerdings keine Rolle, wenn keiner Eurer Follower und Blog-Leser am Ende auch kauft. 

  3. Affiliate-Netzwerke bieten mehr Komfort bei der Verwaltung von vielen Programmen. Schafft Euch darüber hinaus eine Struktur, mit der Ihr alle Partnerprogramme im Blick behalten könnt. 

Damit steht Eurem erfolgreichen Affiliate-Business nichts mehr im Wege.

Jan Siebert
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Jan Siebert ist Gründer und Geschäftsführer der tomorrow web GmbH, einem Start-up Accelerator für digitale Geschäftsmodelle. Plattform-Modelle und SaaS zählen hier zu seinen favorisierten Cases. Jan kommt darüber hinaus aus dem Online-Marketing und weiß, wie sich Software-Startups mit gutem SEO-Content vermarkten lassen. 

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