Die besten Tools für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie

Wir zeigen Euch, wie Ihr eine Social-Media-Strategie erstellt und welche Tools Euch dabei unterstützen

Wir brauchen Euch nicht zu erzählen, dass Social Media eine immer größere Rolle für Unternehmen spielt. Darum ist es umso wichtiger, eine vernünftige Social-Media-Strategie auf die Beine zu stellen, damit Ihr die Zielgruppe Eures Unternehmens ansprechen, die Nutzer:innen und Leser:innen Eurer Seiten perfekt informieren und mit dem angepassten Content dafür sorgen könnt, dass es nicht langweilig wird.

Über Social Media wird Eure Zielgruppe nicht nur informiert, Ihr teilt dort auch Euren Content, Eure Expertise und haltet Kontakt zu Euren Follower:innen. Abgesehen davon verbreiten sich Inhalte in der heutigen Zeit nirgendwo schneller, als im Internet und nirgendwo sonst erreicht Ihr mehr Nutzer:innen auf einmal. Das Internet ist inzwischen weitaus mehr, als nur eine reine Informationsplattform und durch Influencer-Marketing & Co. ist die Reichweite, die Ihr für Eure Inhalte nutzen könnt, nahezu unbegrenzt. Warum also warten?

Warum ist eine Social-Media-Strategie so wichtig?

Wie eingangs bereits erwähnt, erreicht Ihr auf Social Media nicht nur Eure Zielgruppe, sondern Millionen von Nutzer:innen, die sich für Eure Inhalte interessieren könnten. Ihr kennt das selber, Ihr sucht im Internet nach einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Ansprechpartner, um Euer Problem zu lösen, und landet erstmal unzählige Treffer. Völlig logisch, dass Ihr zunächst die Euch am interessantesten erscheinenden Inhalte konsumiert.

Eine ausgefeilte Social-Media-Strategie dient nun dazu, dass Ihr Euch bei Euren Kund:innen und Eurer Zielgruppe klar positionieren könnt. Sie fasst Eure Ziele zusammen, misst den Erfolg Eurer Interaktionen und definiert Eure Zielgruppe. Ihr behaltet so auch den Überblick über Eure Kanäle und Euren Content und habt die Möglichkeit, Erfolge und Fehlschläge zu messen und Eure Aktionen so stetig zu optimieren.

Statista-Social-Media

Laut Statista gewann Social Media für Unternehmen schon in den Jahren 2015 und 2016 zunehmend an Relevanz, befragt wurden rund 130 Unternehmen (Quelle: Statista).

Die Vorteile einer Social-Media-Strategie:

  • Professionelles Auftreten gegenüber Eurer Zielgruppe
  • Klare Kommunikation & Interaktion mit den Interessent:innen Eures Contents
  • Definierte Ziele für Euer Business
  • Ein Content-Plan, um den Überblick über die Inhalte zu behalten
  • Zugänglichkeit auch „fremden Interessent:innen“ gegenüber
  • Messbare Zahlen, um Eure Kanäle jederzeit zu optimieren

Extra Boni, wenn Eure Strategie erfolgreich ist:

  • Erhöhte Neukundengewinnung
  • Kostenfreies, automatisches Marketing durch hohe Reichweite
  • Automatische Steigerung der organischen Reichweite durch vermehrtes Teilen der Inhalte durch Nutzer:innen

In 7 Schritten zur erfolgreichen Social-Media-Strategie

Nachdem wir nun besprochen haben, warum Ihr Euch unbedingt um eine gute Strategie kümmern solltet und was die Vorteile einer gelungenen Strategie sind, steigen wir nun mit den 7 Schritten für Eure erfolgreiche Social-Media-Strategie voll ins Thema ein.

Schritt 1: Definiert Eure Ziele

Bevor ihr Euch den Menschen und Kanälen widmet, solltet Ihr erstmal Eure Ziele klären. Wichtig dabei ist, dass diese klar definiert werden und im realistischen Rahmen bleiben. Steckt Euch gerne mehrere kleinere Ziele statt eines großen – durch das Erreichen der einzelnen Teilziele bleibt Ihr motiviert und verliert Euren Weg und Eure Ressourcen nicht aus den Augen. Hilfreich bei der Zielsetzung ist das S.M.A.R.T.-Verfahren, dieses stellt sicher, dass Eure Ziele spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert sind:

SM-Ziele

Stellt Euch also zunächst folgende Fragen:

  • Wo wollt Ihr mit Eurem Unternehmen hin? Das können Ziele wie Markenbekanntheit oder Reichweite sein, aber auch der Aufbau Eures Images oder einer stärkeren Neukundenakquise.
  • Was wollt Ihr bieten? Wollt Ihr Euren Service erweitern? Wollt Ihr besser für Eure Kund:innen erreichbar sein? Soll die Produkt-/Dienstleistungspalette erweitert werden
  • Wie sind diese (Teil-)ziele erreichbar und in welchem Zeitraum? Welche Kennzahlen wollt Ihr zur Orientierung und Messung nutzen?

Schritt 2: Definiert Eure Zielgruppe

Damit Ihr mit Euren Kanälen und Inhalten genau die Menschen erreicht, die Ihr erreichen wollt, solltet Ihr Euch nun im zweiten Schritt Gedanken um Eure Zielgruppe machen. Wenn Ihr Produkte oder Dienstleistungen anbietet, ist es außerdem hilfreich, sich über die Buyer Persona im Klaren zu sein. Was ist das? Die Buyer Persona beschreibt Euren idealen Kunden. Wo lebt er? Was arbeitet er und welche Bedürfnisse/Probleme hat er zu bewältigen? Auch der Geschlechter- und Altersschnitt Eurer Zielgruppe lässt sich so erforschen und besser definieren.

Die Definition der Buyer Persona und Zielgruppe ermöglicht Euch, ideal auf diese Menschen zugeschnittenen Content zu veröffentlichen und Dienstleistungen/Produkte anzubieten, die auch wirklich zur Lösung der Probleme dieser Menschen beitragen. Auch seid Ihr so einen Schritt voraus und könnt bereits Lösungen für zukünftige Probleme entwickeln, um ausgestattet zu sein, wenn Eure Zielgruppe anfängt, nach diesen Problemlösungen zu suchen.

Schritt 3: Definiert Eure Social-Media-Kanäle

Wenn Ihr jetzt wisst, wo Ihr mit Eurem Business hinwollt und wen Ihr ansprechen möchtet, könnt Ihr Euch nun um das Wie kümmern: Welche Social-Media-Kanäle kommen für Eure Inhalte infrage? Wie wollt Ihr Euch auf diesen Kanälen präsentieren und wie wollt Ihr Eure Zielgruppe ansprechen? Im Grunde basiert die Nutzung aller Kanäle auf 3 simplen Grundregeln:

  • Sympathie: Niemand konsumiert einen Kanal, wenn die Person ihm oder ihr unsympathisch erscheint. Freche Kommentare, unprofessionelle Antworten, düstere Profilbilder – in der Welt der sozialen Medien lauern viele Stolperfallen.
  • Infos im Snackformat: Der Mensch ist faul. Interessiert er oder sie sich nicht brennend für ein Thema, wird diese:r Nutzer:in niemals ellenlange Texte lesen oder sich umständlich in Material einarbeiten. Um viele Leute anzusprechen, sollte ein Teil des Contents daher aus sogenanntem „Snackable Content“ bestehen – beispielsweise in Form von Instagram-Stories, Zusammenfassungen, Teasern.
  • Optisch ansprechend: Nichtssagende Grafiken, ausdrucklose Bilder oder gar überhaupt kein Bildmaterial – Ihr solltet in Social Media unbedingt darauf achten, Euren Content optisch ansprechend zu präsentieren.

Zur Definition der geeigneten Social-Media-Kanäle eignen sich auch „echte“ Zahlen: Das Internet ist voll von Statistiken und Erhebungen darüber, welche Alters- und Interessengruppen sich bevorzugt auf welcher Plattform aufhalten.

SM-Kanäle-B2B

Bamboo Consulting hat eine Aufstellung auf seiner Homepage bereitgestellt, welche Social-Media-Kanäle einen guten ersten Überblick bieten und welche Alters- und Interessengruppen wo zu finden sind (Quelle: Bamboo Consulting).

Schritt 4: Plant Euren Content – Regelmäßigkeit ist King

In der Welt der sozialen Medien ist kaum etwas wichtiger als Kontinuität: Die Nutzer:innen lassen sich leicht für Informationen und Content begeistern, doch ebenso leicht verliert man sie wieder, wenn der Wunsch nach Regelmäßigkeit nicht bedient wird. Oft genug passieren im Leben unvorhersehbare Dinge und sei es nur eine Terminverschiebung – zack, hat man zwei Tage nichts gepostet und gerät in Vergessenheit bei den Follower:innen. Das ist jetzt überspitzt formuliert, dennoch solltet Ihr immer darauf achten, die Regelmäßigkeit der Contentlieferung nicht zu vernachlässigen.

Um regelmäßige Postings und Inhalte zu gewährleisten, kann man sich mittlerweile dutzende Programme und Apps zur Hilfe holen. Letzten Endes solltet Ihr einfach austesten, welche davon für Euch am besten und zuverlässigsten funktionieren. Nach den 7 Schritten für Eure Social-Media-Strategie findet Ihr zudem auch hier eine Liste von Tools, die wir von OMR Reviews Euch für Euer Social-Media-Management empfehlen können. Unter anderem gibt es dort auch Tools für die Planung Eurer Postings und Inhalte.

Schritt 5: Behaltet Eure Zahlen im Auge!

Dieser Schritt geht mit Schritt 4 praktisch Hand in Hand: Auch hier ist Regelmäßigkeit besonders wichtig. Eure Zahlen zeigen Euch, welche Inhalte generell funktionieren, auf welche Postings wie reagiert wird und welcher Content die größte Interaktion hervorruft. Eine regelmäßige Überprüfung dieser Zahlen (das ist normalerweise bei jeder beliebigen Plattform oder mithilfe eines entsprechenden Tools möglich) gewährleistet Euch ein stetiges Optimieren Eurer Seiten – was wiederum die Nutzer:innen Eurer Inhalte „bei Laune“ hält. Gehört man zu Eurer Zielgruppe, erwartet man auf sich zugeschnittenen Content. Wenn mal ein Inhalt nicht hundertprozentig zum eigenen Problem/zu den eigenen Interessen passt, ist das nicht weiter schlimm.

Wenn Ihr aber regelmäßig an Euren Nutzer:innen vorbei postet, wird es schwierig bis unmöglich, Eure Zielgruppe auf Dauer zu halten. Dann solltet Ihr entweder zurück zu „Schritt 2: Definiert Eure Zielgruppe“ gehen und schauen, warum das nicht passt und was Ihr bei der Definition Eurer Zielgruppe bisher übersehen habt, oder auf Eure Zahlen reagieren, indem Ihr einzelne Inhalte anpasst. So stellt Ihr sicher, dass der Content, den Ihr bietet, einen optimalen Mehrwert für die Konsument:innen Eurer Seiten darstellt und Ihr auch wirklich Lösungen für die Probleme Eurer Zielgruppe habt. Wenn Zielgruppe und Inhalte zusammenpassen, macht das Euren gesamten Online-Auftritt zudem auch professioneller, da Ihr Euch so als Experten für die Belange Eurer Zielgruppe positionieren könnt. Im besten Fall werdet Ihr im Nachgang von zufriedenen Kund:innen weiterempfohlen.

Schritt 6: Beachtet stets den Wettbewerb und Markt

Wie bei allem, was man tut, sollte man immer die Konkurrenz im Auge behalten. Das gilt natürlich auch für Social Media! Wenn Ihr also Eure Kanäle ans Laufen gebracht habt, Eure Profile stehen und sich eine gewisse Kontinuität eingestellt hat, dann könnt Ihr die Zwischenzeit dafür nutzen, bei der Konkurrenz zu spionieren: Sind die anderen Wettbewerber auf dem gleichen Wissenstand wie Ihr? Bieten sie ihren Follower:innen ähnliche Themen und Inhalte wie Ihr oder ziehen sie das Ganze anders auf? Was macht Ihr besser? Was könntet Ihr unter Umständen anpassen?

Das Umschauen auf „Konkurrenzkanälen“ kann auch dazu dienen, Inspiration zu finden. Was machen besonders erfolgreiche Profile anders als Ihr? Gibt es Nischen, die besonders zu Euch passen und Euch helfen würden, Eure Expertise noch genauer zu positionieren? Andererseits könnt Ihr so – auch das gibt es leider oft genug – Betrüger aufdecken. Eine Selbstverständlichkeit zum Schluss: Klaut keine Ideen! Sich mit fremden Federn zu schmücken mag den eigenen Prozess vereinfachen, jedoch ist es 1. unter Umständen verboten und wirft 2. absolut kein gutes Licht auf Euer Business. Entsprechend ist es auch absolut notwendig, dass Ihr reagiert, wenn Eure Inhalte geklaut/kopiert wurden.

Was ebenfalls nach Möglichkeit vermieden werden sollte, ist die Konkurrenten schlecht dastehen zu lassen. Privat dürft Ihr Euch selbstverständlich jederzeit über andere Kanäle oder schlechten Service aufregen, dieses jedoch in frechem Ton nach außen zu tragen, schadet Eurer Reputation mehr, als dass es nützt. Abgesehen davon, dass es unhöflich ist, lässt es den Eindruck entstehen, als hättet Ihr nichts Besseres zu tun. Nehmt die Fehler der anderen lieber als Learnings für Euer Business mit und macht es besser.

Schritt 7: Passt Eure Strategie an

Egal, wie viel man postet, egal, welchen Zielgruppen man sich widmet, es kann immer passieren, dass die Interessen kippen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Ihr immer ein Auge auf Eure Zahlen und Inhalte haltet und jederzeit in der Lage seid, Eure Strategie anzupassen. Zur besseren Übersicht darüber, was Eure Zielgruppe wirklich interessiert, könnt Ihr diese auch jederzeit in den Prozess mit einbeziehen. Dazu eignen sich beispielsweise simple Umfragen zu Themenwünschen oder bestehenden Inhalten, sowie eine regelmäßige Interaktion mit den Follower:innen. Auch Q & A – Formate sind eine gute Art, die Interessen Eurer Community zu filtern. Ihr gebt damit Euren Follower:innen den Ball in die Hand, auszusprechen, was sie wirklich interessieren würde.

Ihr seht also, eine eigene erfolgreiche Social-Media-Strategie zu entwickeln, ist kein Hexenwerk. Ein Tipp zum Abschluss: Reagiert auf das Feedback Eurer Nutzer:innen! Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man als Nutzer:in die eigene Zeit dafür opfert, einem Unternehmen Feedback zu geben und dann völlig ignoriert wird. Ihr sollt natürlich nicht auf jede Beleidigung persönlich eingehen, doch konstruktive Kritik und freundliches Feedback sollten bei Euch stets auf ein offenes Ohr stoßen. Kund:innen wissen es sehr zu schätzen, wenn Unternehmen mit ihnen zusammenarbeiten und sich um die realen Belange der Menschen kümmern. Oft genug hat man das Gefühl, etwas wird realitätsfern „aus dem Bürostuhl“ heraus entschieden, ohne, dass das Unternehmen je mit echten Menschen darüber gesprochen oder auf Feedback reagiert hätte.

Natürlich kann man nicht auf jeden einzelnen Wunsch eingehen, dennoch werdet Ihr nach und nach feststellen, welche Probleme Eurer Community am Herzen liegen. Das ist dann Euer Moment, um zu zeigen, dass Ihr die Meinung – und kostenfreie Hilfe – von außen schätzt.

Die Top-Tools für Euer erfolgreiches Social-Media-Management

Auf den letzten Seiten konntet Ihr nun viel darüber lernen, wie man sich relativ einfach eine zuverlässige und erfolgreiche Social-Media-Strategie erarbeiten kann und welche Nutzen diese für Euer eigenes Business mitbringt. Ergänzend zu diesem Prozess ist das generelle Social-Media-Management dafür natürlich besonders wichtig. Für dieses gibt es zahlreiche Tools, die wir Euch auf OMR Reviews zusammengestellt haben.

Hier erhaltet Ihr nun noch einen Einblick in eine Auswahl an Tools, die Ihr für die einzelnen Schritte Eurer Social-Media-Strategie nutzen könnt:

Later: Later zählt zu den ersten Tools, mit denen man Inhalte für verschiedene Plattformen planen konnte. Abgesehen von der Planung über einen Kalender oder einen Upload-Plan lassen sich die Zahlen auch im Nachgang analysieren. Das Ganze ist über eine Desktopversion nutzbar.

Facelift Cloud: Für größere Unternehmen eignet sich die Softwarelösung Facelift Cloud besonders gut. Auch hierüber könnt Ihr Inhalte planen und Daten analysieren, es werden auch Community Management und Kundenservice vereinfacht. Im Vergleich zu Later bietet dieses Tool auch für Euch idealen Service im Sinne von 24/7-Betreuung.

Falcon.io: Wer für die Datenanalyse einen Schritt tiefer gehen will und keine Kosten scheut, der ist bei Falcon.io richtig. Diese Plattform bietet Euch neben der Content-Planung auch das Feature, herauszufinden, worüber Eure Nutzer:innen sich austauschen und was sie bewegt.

Fanpage Karma: Sogar die Trendanalyse wird mit dieser Komplettlösung vereinfacht. Wenn Ihr also wissen möchtet, worüber die Welt morgen (noch mehr) spricht, seid Ihr hier richtig. Außerdem könnt Ihr auch mit diesem Tool ebenfalls Daten analysieren und Inhalte planen.

Blog2Social: Dieses WordPress-PlugIn ermöglicht Euch, Eure Social-Media-Aktivitäten zu automatisieren: Auto-Posting, Cross-Posting, Re-Posting sowie Posting-Planung für Blogs und Social Media werden hier vereinfacht, um Euch bei der Umsetzung einer kontinuierlichen Social-Media-Aktivität zu unterstützen und zudem auch Euer Social-Media-Marketing zeit- und aufwandunabhängig zu machen.

Clarabridge CX Social: Um das Feedback Eurer Community bestmöglich im Auge zu behalten, könnt Ihr dieses Tool optimal nutzen. Hier werden alle Nachrichten verschiedener Plattformen gesammelt und analysiert, damit Euer Team besser und schneller auf die Anmerkungen Eurer Nutzer:innen reagieren kann.

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