Inhalt
  1. Was ist Google Analytics?
  2. Welche Vorteile hat die Verknüpfung von WordPress und Google Analytics?
  3. Für wen ist es sinnvoll, Google Analytics in WordPress einzubinden?
  4. Was muss ich bei der Verknüpfung von WordPress und Google Analytics beachten?
  5. Wege, um Google Analytics DSGVO-konform in WordPress installieren
WordPress ist das am häufigsten eingesetzte Content-Management-System weltweit. Knapp 43 Prozent aller Webseiten setzen auf WordPress, gefolgt von  Shopify mit einem Anteil von gerade einmal rund 4 Prozent. Auch Website-Baukästen, wie  Wix können hier nicht mithalten und kommen lediglich bei ca. 2 Prozent der untersuchten Webseiten zum Einsatz.
Unter den diversen Web-Analytics-Tools, die mittlerweile auf dem Markt sind, nimmt  Google Analytics eine ähnlich dominierende Stellung ein. Google selbst veröffentlicht keine Zahlen zur Anzahl der Websites, die Google Analytics nutzen, einer Analyse von W3Techs.com zufolge, beträgt der Marktanteil weltweit rund 86 Prozent. Google hält mit Google Analytics also auch im Bereich der Web-Analyse die Pole Position.
In seinem Artikel erklärt Euch Niklas Buschner aus seiner Erfahrung als Geschäftsführer der Digitalagentur Radyant, was Google Analytics überhaupt ist und welche Vorteile die Verknüpfung von WordPress und Google Analytics haben. Außerdem erfahrt Ihr, wann es sinnvoll ist, die Verknüpfung einzurichten und wie Ihr Google Analytics Schritt-für-Schritt DSGVO-konform in Eurer WordPress-Website einbindet.

Empfehlenswerte Web Analytics Software

Auf unserer Vergleichsplattform OMR Reviews findest du weitere empfehlenswerte Web Analytics Software. Wir stellen über 60 Lösungen vor, die speziell auf die Bedürfnisse von Web-Analyse-Profis, Unternehmen und Online-Marketing-Spezialisten zugeschnitten sind. Diese Web-Analyse-Software bietet umfassende Unterstützung in allen Aspekten der Datenanalyse und Website-Optimierung. Nutze diese Gelegenheit, die verschiedenen Softwarelösungen zu vergleichen und dabei auf authentische und verifizierte Nutzerbewertungen zurückzugreifen:

Was ist Google Analytics?

Google Analytics ist ein umfangreiches Web-Analyse-Tool von Google, das Euch ermöglicht, Daten über die Nutzung Eurer Web-Angebote zu erheben. Google Analytics ist für viele Online-Marketing-Manager:innen das digitale Schweizer Taschenmesser, da es zu sehr vielen unterschiedlichen Fragen Daten und damit Antworten bereithält.
Um Google Analytics nutzen zu können, müsst Ihr zunächst ein Konto erstellen. Wie das geht, verraten wir Euch in unserem Beitrag zum Thema: „Google-Analytics mit diesem Schritt-für-Schritt-Fahrplan einrichten“.
Wenn Ihr bereits ein Konto bei Google Analytics habt, müsst Ihr eigentlich nichts weiter tun, als den Tracking-Code von Google Analytics in Eure Webseite einzubinden und schon könnt Ihr umfangreiche Daten zu Euren Website-Besucher:innen auswerten.
Wäre das so einfach, gäbe es aber vermutlich diesen Artikel nicht. Aber keine Sorge, mit der richtigen Anleitung ist die Einrichtung des Google-Analytics-Trackings in WordPress für jede:n umsetzbar.
Tipp: Es gibt noch viele weitere Web-Analyse-Tools, die auf der Softwarebewertungsplattform OMR Reviews umfangreich vorgestellt und bewertet werden.

Welche Vorteile hat die Verknüpfung von WordPress und Google Analytics?

Ihr könnt mit Google Analytics etwa erfassen, wie viele Nutzer:innen Eure Webseite in einem bestimmten Zeitraum aufgerufen haben. Ebenso erhaltet Ihr Informationen dazu, wie Eure Nutzer:innen auf Eure Website gelangt sind. Haben sie etwa auf eine Eurer Facebook-Werbeanzeigen geklickt, haben sie bei Google nach einem bestimmten Begriff gesucht und Euch durch eine saubere SEO-Strategie für Eure WordPress-Webseite gefunden oder sind sie über einen Link auf einer anderen Webseite zu Euch gelangt.
Die Einbindung von Google Analytics ist neben Webseiten auch in Apps möglich, sodass ihr umfassende Erkenntnisse zu Euren digitalen Angeboten erhaltet. Unternehmen, die Webseiten und Apps betreiben, möchten zum Beispiel herausfinden, welche Inhalte Nutzer:innen sowohl im Web als auch in ihren Apps konsumieren.
Um gerade diese geräteübergreifenden Customer Journeys optimal zu analysieren, hat Google sich dazu entschieden, den bisherigen Standard von Google Analytics, Universal Analytics, auslaufen zu lassen und Google Analytics 4 ab 1. Juli 2023 zum neuen Standard zu machen. Google Analytics 4 ist besonders für derartige Anwendungsfälle interessant und bietet mit einem konsistenten Datenmodell eine bessere Grundlage in der Analyse.
Tipp: Gründer- und Geschäftsführer Bjoern Sjut erklärt in seinem Gastbeitrag die wichtigsten Unterschiede von Universal Analytics und Google Analytics 4.

Für wen ist es sinnvoll, Google Analytics in WordPress einzubinden?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, Google Analytics in WordPress einzubinden und Daten zu Euren digitalen Angeboten zu erheben. So habt Ihr nämlich die Möglichkeit, besser zu verstehen, wie Eure Angebote genutzt werden und könnt Fehler oder Optimierungspotenziale schneller aufdecken. Das gilt besonders für Personen und Unternehmen, die Ihre WordPress-Webseite im Online-Marketing aktiv einsetzen.
Dazu zählt etwa die Nutzung als Landingpage für Werbeanzeigen, die Lead-Generierung als B2B-Unternehmen oder die Nutzung als Onlineshop mit  WooCommerce. Insbesondere in diesen Fällen ist es für Euch entscheidend genau zu verstehen, wie Eure Nutzer:innen mit der Webseite interagieren, aus welchem Kanal sie auf die Webseite gelangt sind, wo sie die Webseite ggf. wieder verlassen oder welche Zielvorhaben (Conversions) sie durchführen.

Was muss ich bei der Verknüpfung von WordPress und Google Analytics beachten?

Ihr habt bereits eine Webseite oder sogar einen Onlineshop gebaut und setzt dabei auf WordPress? Google Analytics könnte für Euch entscheidende Erkenntnisse bereithalten, um die Leistung Eurer Webseite zu messen und daraus kluge Schlüsse für Euer Online-Marketing zu ziehen. Wenn Ihr nun also darüber nachdenkt, Google Analytics in WordPress einzubinden, müsst Ihr dabei einige rechtliche und auch technische Details beachten.
Nachdem die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bereits am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, herrschte zunächst Unsicherheit darüber, ob es für die DSGVO-konforme Nutzung von Google Analytics (und weiteren Analyse-Tools) lediglich eines Hinweises oder einer Einwilligung bedarf.
Nach Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und des Bundesgerichtshofs (BGH) aus den Jahren 2019 und 2020 steht allerdings fest: Tracking-Tools, die Cookies setzen, dürfen nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung der Nutzer:innen genutzt werden. Ein einfacher Cookie-Hinweis reicht also definitiv nicht mehr aus, um das Google-Analytics-Tracking zu nutzen.
Diese rechtlichen Anforderungen wirken sich auch auf die technische Implementierung von Google Analytics in WordPress aus. Während Ihr vor Inkrafttreten der DSGVO das Script von Google Analytics noch einfach in die header.php schreiben konntet, ist diese Lösung nach aktueller Rechtslage nicht mehr möglich.
Ihr benötigt jetzt eine aktive Einwilligung, ein sogenanntes Opt-in, um den Tracking-Code von Google Analytics auslösen zu lassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ihr Google Analytics nicht mehr nutzen könnt, Ihr müsst lediglich eine Lösung zur Erfassung und Verwaltung der Einwilligungen Eurer Nutzer:innen einbinden – ein sogenanntes Consent-Management-Tool.

Wege, um Google Analytics DSGVO-konform in WordPress installieren

Es gibt diverse Möglichkeiten, Google Analytics in WordPress zu installieren. Das liegt insbesondere daran, dass es unzählige Tag Manager, Tracking-Plugins und Consent-Management-Tools gibt. Um Euch möglichst konkrete Hilfestellung zu geben, beschränke ich mich auf zwei Wege, die ich so auch bereits für diverse Kund:innen implementiert habe und die sauber funktionieren.
Wichtige Hinweise zur DSGVO-Konformität:
  • Die DSGVO-Konformität der Implementierung hängt nicht nur daran, dass Ihr ein Consent-Management-Tool verwendet.
  • Wenn Ihr Universal Analytics nutzt, müsst Ihr immer die IP-Anonymisierung aktiveren, in Google Analytics 4 ist das bereits automatisch aktiviert.
  • Außerdem müsst Ihr die Zusätze zur Datenverarbeitung akzeptieren.
  • Letztlich müsst Ihr Eure Datenschutzerklärung aktuell und rechtssicher gestalten. Hier helfen Euch Anbieter wie eRecht24, die kostenlose Muster für Datenschutzerklärungen zur Verfügung stellen.

Borlabs Cookie ist ein in Deutschland entwickeltes WordPress-Plugin, das Ihr für die DSGVO-konforme Einbindung von diversen Tracking-Codes nutzen könnt. Es ist vermutlich das umfangreichste und benutzerfreundlichste Plugin für das Consent-Management und wurde explizit für WordPress entwickelt. Um es mit den Worten eines Anwenders zu sagen, der Borlabs auf der Softwarebewertungsplattform OMR Reviews bewertet hat: „Wenn du Wordpress nutzt, kommst du an Borlabs nicht vorbei!“
Bild 1.1 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Voraussetzung für die Nutzung von Borlabs Cookie

Das Plugin ist nicht kostenlos, daher müsst Ihr zunächst eine Lizenz erwerben. Der Preis ist in Anbetracht des großen Funktionsumfangs allerdings sehr angemessen. Zusätzlich sind die Bußgelder, die bei Datenschutzverstößen drohen, so hoch, dass sich die Investition in eine gute Consent-Management-Lösung definitiv lohnt.

Schritt 1: Installation von Borlabs Cookie

Um Google Analytics über Borlabs Cookie in WordPress einbinden zu können, ist zunächst die Installation und Aktivierung des Plugins erforderlich. Hierzu findet Ihr direkt bei Borlabs zwei gute und kompakte Anleitungen. Zunächst müsst Ihr Borlabs Cookie installieren und Eure Lizenz aktivieren und im Anschluss die Cookie-Box einrichten. Diese wird Nutzer:innen Eurer Webseite angezeigt, wenn sie diese aufrufen und fragt ab, ob Cookies gesetzt werden dürfen oder nicht.

Schritt 2: Tracking-Code von Google Analytics einbinden

Um nun Euren Tracking-Code von Google Analytics einzurichten, navigiert Ihr in Borlabs zum Reiter „Cookies“ und klickt dort in der Gruppe „Statistiken“ auf den Button „Neu hinzufügen“.
Bild 2 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Anschließend müsst Ihr einen Service auswählen. Hier hat Borlabs bereits einige bekannte Tracking-Tools hinterlegt. Neben Google Analytics findet Ihr dort auch den Google Tag Manager,  Hotjar oder  Matomo (zuvor Piwik). Ihr wählt hier nun Google Analytics aus.
Bild 3 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Borlabs Cookie hat so bereits einige Standardinformationen für Euch hinterlegt. Das umfasst insbesondere den Namen des Anbieters, den Zweck der Cookies, einen Link zur Datenschutzerklärung des Anbieters und den Tracking-Code.
Ihr müsst jetzt nur noch unter „Zusätzliche Einstellungen“ Eure Tracking-ID eintragen. Dies sollte zunächst Eure Property-ID von Universal Analytics sein.
Bild 4 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Diese findet Ihr in den Einstellungen von Google Analytics unter „Property-Einstellungen“. Ihr erkennt, dass Ihr in einer Universal Analytics Property seid daran, dass hinter dem Namen der Property „UA-...“ steht.
Bild 5 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Schritt 3: Universal Analytics und Google Analytics 4 parallel nutzen

Wenn Ihr Universal Analytics und Google Analytics 4 parallel nutzen möchtet, müsst ihr die ID anpassen. Ihr könnt zuerst Google Analytics 4 einrichten und lasst die ID des Cookies auf google-analytics stehen und legt dann einfach einen weiteren Cookie mit dem Service Google Analytics an und passt die ID dann für Universal Analytics auf universal-analytics an.

Schritt 4: Cookie-Version aktualisieren und neue Konfiguration live schalten

Als letzten Schritt navigiert Ihr zum Reiter „Einstellungen“. Klickt dort zunächst im Auswahlfeld neben „Update Cookie Version & Neuauswahl erzwingen“ auf „An“ und anschließend auf „Alle Einstellungen speichern“. So sind Eure soeben hinterlegten Cookies live.
Bild 6 + 15 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Schritt 5: Korrekte Einbindung von Google Analytics mit Borlabs Cookie überprüfen

Ihr könnt die fehlerfreie Einbindung überprüfen, indem Ihr Eure Webseite in einem Inkognito-Fenster öffnet. Je nach Browser und Betriebssystem geht das über die Systemleiste des Programms. Stimmt im Inkognito-Fenster allen Cookies zu und ruft parallel den Echtzeit-Bericht in Google Analytics auf. Ihr solltet dort nun Eure Aktivitäten live auf der Webseite nachverfolgen können.
Bild 7 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Echtzeit-Ansicht in Universal Analytics nach korrekter Implementierung von Google Analytics in WordPress
Bild 8 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Echtzeit-Ansicht in Google Analytics 4 nach korrekter Implementierung von Google Analytics in WordPress

Google Analytics mit Borlabs und dem Google Tag Manager in Wordpress einbinden

Wenn Ihr den Google Tag Manager bereits nutzt, könnt Ihr Google Analytics auch darüber in Verbindung mit Borlabs Cookie einbinden. So profitiert Ihr von der Flexibilität des Google Tag Managers, gepaart mit der benutzerfreundlichen Consent-Management-Lösung von Borlabs Cookie.

Schritt 1: Google Tag Manager in Borlabs Cookie einbinden

Zunächst müsst Ihr den Google Tag Manager in Eure WordPress-Seite einbinden, da dieser alle Eure Tracking-Codes und damit auch Google Analytics enthält. In Borlabs Cookie navigiert Ihr darüber zum Reiter „Cookies“ und klickt dort auf den blauen Button „Neu hinzufügen“ innerhalb der Cookie-Gruppe „Essenziell“.
Bild 9 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Ihr wählt dann unter den vorgeschlagenen Services den Google Tag Manager aus. Wählt hier nicht „Google Tag Manager - Consent“. Ob der Google Tag Manager als essenziell oder technisch notwendig eingestuft wird, ist aktuell zwar rechtlich umstritten. Wir gehen allerdings davon aus, da er selbst kein eigenes Tracking auslöst, sondern lediglich das technische Behältnis (Container) für andere Tracking-Codes ist.
Tragt dann eure GTM-ID ein und wählt „An“ beim Schalter neben „Cookie vor Einwilligung“. Anschließend klickt Ihr auf „Alle Einstellungen speichern“ und der Google Tag Manager ist als Dienst in Borlabs Cookie hinterlegt.
Bild 11 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Eure Container-ID findet Ihr direkt in der Übersicht, wenn Ihr https://tagmanager.google.com/ aufruft.
Bild 12 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Schritt 2: Google Analytics einbinden

Als Nächstes müssen wir ein Cookie für Google Analytics in Borlabs Cookie anlegen. Diesen benötigen wir, um den Status der Einwilligung Eurer Besucher:innen an den Google Tag Manager zu senden.
Dafür navigiert Ihr in Borlabs zum Reiter „Cookies“ und klickt dort in der Gruppe „Statistiken“ auf den Button „Neu hinzufügen“.
Bild 2 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Anschließend wählt Ihr Google Analytics aus.
Bild 3 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Im Unterschied zur direkten Einbindung des Tracking-Codes von Google Analytics, müssen wir jetzt keine Tracking-ID eintragen. Ihr schreibt in das Feld einfach „none“ oder „000“. Den Code im Feld „Opt-in-Code“ löscht Ihr und fügt dort folgenden Code ein. Dieser sendet ein Event an den Google Tag Manager, wenn die Einwilligung der Besucher:innen erteilt wurde.
<script>
⁠window.dataLayer = window.dataLayer || [];
  window.dataLayer.push({
⁠    event: 'borlabsCookieOptInGoogleAnalytics',
  ⁠});
⁠</script>
Bild 14 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Der Name des Events ist frei gewählt und kann auch anders lauten. Wichtig ist lediglich, dass er eindeutig ist und nicht von anderen Scripts genutzt wird.

Schritt 3: Cookie-Version aktualisieren und neue Konfiguration live schalten

Um die beiden neuen Cookies in Borlabs Cookie zu aktivieren, navigiert Ihr zum Reiter „Einstellungen“. Dort klickt Ihr zunächst im Auswahlfeld neben „Update Cookie Version & Neuauswahl erzwingen“ auf „An“ und anschließend auf „Alle Einstellungen speichern“. So sind Eure soeben hinterlegten Cookies live und Ihr könnt die Konfiguration nach den folgenden Einrichtungsschritten im Google Tag Manager überprüfen.
Bild 6 + 15 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Schritt 4: Tag und Trigger im Google Tag Manager anlegen

Jetzt müsst Ihr nur noch im Google Tag Manager ein Tag und den richtigen Trigger für Google Analytics anlegen. Klickt dafür im Reiter „Tags“ auf „Neu“.
Bild 16 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Es öffnet sich anschließend ein Overlay. Dort klickt Ihr einfach in die Mitte des Bereichs Tag-Konfiguration. Wählt anschließend das passende Tag für Euch aus, entweder Universal Analytics oder GA4-Konfiguration.
Bild 17 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Wenn Ihr Universal Analytics einrichten wollt, müsst Ihr eine Variable für die Google-Analytics-Einstellungen anlegen. Dafür klickt Ihr unter „Google Analytics-Einstellungen“ auf „Neue Variable“.
Bild 18 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Unter Tracking-ID tragt Ihr die mit UA-... beginnende Tracking-ID ein und unter den festzulegenden Felder fügt Ihr ein Feld mit dem Namen „anonymizeIp“ und dem Wert „true“ hinzu. Die Konfiguration sollte dann so aussehen, wie in dem folgenden Screenshot. Nennt die Variable zum Beispiel „Universal Analytics“ und speichert sie.
Bild 19 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Wenn Ihr ein Tag für Google Analytics erstellt, könnt Ihr direkt in der Tag-Konfiguration die Mess-ID eintragen. Dort sind keine weiteren Einstellungen erforderlich.
Bild 20 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Damit das Tag nun auch ausgeführt werden kann, benötigen wir noch einen Trigger. Dafür klickt Ihr im Bereich „Trigger“ wieder einfach in die Mitte und im sich öffnenden Overlay rechts oben auf das Plus.
Bild 21 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Im neuen Overlay klickt Ihr wieder in die Mitte und wählt den Trigger-Typ „Benutzerdefiniertes Ereignis“ aus.
Bild 22 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Im Eingabefeld „Ereignisname“ gebt Ihr den in Borlabs Cookie verwendeten Namen des Events an: borlabsCookieOptInGoogleAnalytics. Gebt Eurem Tag am Ende einen sprechenden Namen und speichert es.
Bild 23 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

[Optional] Events im Google Tag Manager auslösen

Nachdem Ihr jetzt die Einwilligung mit Borlabs Cookie und Auslösen von Google Analytics mit dem Google Tag Manager eingerichtet habt, könntet ihr weitere Events anlegen. Normalerweise sind das Klicks auf bestimmte Buttons oder der Aufruf einer Danke-Seite nach einem Formular. Um sicherzustellen, dass diese Events nur dann ausgelöst werden, wenn die Zustimmung in Borlabs Cookie erteilt wurde, müsst Ihr eine entsprechende Consent-Variable im Google Tag Manager einrichten.
Borlabs Cookie stellt hierfür eine weiterführende Anleitung zur Verfügung, die Euch Schritt-für-Schritt zeigt, wie Ihr so eine Variable anlegt und Events nur dann auslöst, wenn die Einwilliung für Google Analytics erteilt wurde.
Bild 24 - Google Analytics in WP einbinden.png.png

Schritt 5: Korrekte Einbindung von Google Analytics mit Borlabs Cookie und dem Google Tag Manager überprüfen

Es ist wichtig, dass Ihre Eure Einrichtung überprüft, um sicherzustellen, dass die Tags auch korrekt ausgelöst werden. Klickt dafür zunächst im Google Tag Manager rechts oben auf „In Vorschau ansehen“.
Bild 25 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Es öffnet sich anschließend ein Eingabefeld, in dem Ihr Eure URL eintragt. Klickt anschließend auf „Connect“.
Bild 26 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Ihr habt dann einen Tab vom Google Tag Assistant offen und einen Tab, in dem Eure gerade eingetragene URL angezeigt wird. Im Tab Euer URL müsst Ihr einmal die Cookies akzeptieren. Ihr solltet dann im Tab des Google Tag Assistants sehen können, dass sowohl das Event als auch das entsprechende Tag ausgelöst wurde.
Bild 27 - Google Analytics in WP einbinden.png.png
Wenn alles so aussieht, wie im Screenshot habt Ihr Google Analytics erfolgreich mit Borlabs Cookie und dem Google Tag Manager implementiert.

Checkliste zur Einbindung von Google Analytics in WordPress

Wenn Ihr aktuell darüber nachdenkt, Google Analytics in WordPress zu implementieren, dann gibt es einiges zu beachten. Um den Prozess für Euch so einfach wie möglich zu gestalten, haben wir diese kurze Checkliste für Euch entwickelt.
  1. Habt ihr bereits eine Property für Google Analytics 4 angelegt? Wenn nicht, solltet ihr das unbedingt tun, da Universal Analytics ab dem 1. Juli 2023 keine Daten mehr verarbeiten wird. Eine frühzeitige Implementierung der neuen Version von Google Analytics ist daher wichtig.
  2. Habt Ihr bereits eine Consent-Management-Lösung im Einsatz? Wenn nicht, dann schaut Euch Borlabs Cookie an. Das ist ein Tool, das explizit für WordPress entwickelt wurde und die Einholung von Einwilligungen für den DSGVO-konformen Einsatz von Tracking-Tools erheblich erleichtert.
  3. Nutzt Ihr den Google Tag Manager und wollt Google Analytics darüber einbinden? Kein Problem, auch das ist mit Borlabs Cookie und der Anleitung in diesem Artikel problemlos möglich.
  4. Habt Ihr Eure Datenschutzerklärung bereits aktualisiert und weist dort auf den Einsatz von Google Analytics hin? Wenn nicht, dann schaut Euch den Datenschutzgenerator von eRecht24 an, mit dem Ihr in wenigen Klicks eine von Jurist:innen bereitgestellte Datenschutzerklärung erstellen könnt.

Fazit zur Einbindung von Google Analytics in Eure WordPress-Webseite

In diesem Artikel habe ich Euch einen umfassenden Einblick in die Einbindung von Google Analytics in WordPress gegeben. Ihr wisst jetzt, wie die aktuelle Rechtslage ist und wie eine DSGVO-konforme Implementierung aussieht. Bitte beachtet, dass ich keinen rechtlichen Rat geben kann und die Informationen zwar nach bestem Wissen aufbereitet wurden, allerdings immer ohne Gewähr sind.
Zudem habt ihr ein Consent-Management-Tool für WordPress kennengelernt, mit dem Ihr Google Analytics in nur fünf Schritten implementieren könnt. Dabei ist es egal, ob Ihr Eure Tracking-ID direkt einbindet oder den Google Tag Manager nutzen möchtet. Ihr solltet jetzt gut gerüstet sein, die Leistung Eurer Webseite noch besser zu beurteilen und ich bin gespannt, welche Analysen Ihr macht.
Interessiert ihr euch für weiterführende Inhalte zum Thema Digital Marketing Analytics? Dann sind die Weiterbildungsprogramme unserer Kolleg*innen von OMR Education genau das Richtige für dich.
Niklas Buschner

Niklas Buschner ist Gründer und Geschäftsführer der Organic-Growth-Agentur Radyant aus Berlin. Die Agentur ist spezialisiert auf SEO, AI Search und Content Marketing und betreut Unternehmen mit ambitionierten Wachstumszielen. Niklas ist Host des Masters of Search Podcasts und mit über 32.000 Follower:innen auf LinkedIn und über 5.500 Abonnent:innen auf YouTube eine der reichweitenstärksten Stimmen in diesem Bereich in Deutschland und Europa.

Alle Artikel von Niklas Buschner

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme
Shopsysteme und E-Commerce-Plattformen sind Softwares, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden und es ermöglichen E-Commerce zu betreiben. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. B2C-Lösungen waren traditionell eher auf den physischen Handel ausgerichtet. Mittlerweile bieten eine Reihe von Lösungen auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu verkaufen. Von dem Moment an, in dem ein:e Kund:in in dem Online-Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kundenkommunikation erfasst. E-Commerce-Plattformen lassen sich in der Regel mit Lagerverwaltungssoftware und Dropshipping-Software integrieren. Außerdem bieten Shopsysteme auch Schnittstellen und Integrationen zu CRM-Softwares, ERP-Systemen, Supply-Chain- und Logistik-Softwares und Zahlungsdienstleistern. Zu einigen Webshop-Softwares gehören zudem integrierte SEO-Tools. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment. Ihr möchtet Eure E-Commerce-Strategie verbessern und von Expert*innen lernen? Dann ist der OMR Strategy Guide to E-Commerce genau das richtige für Euch! Darin erwarten Euch über 100 Seiten Praxiswissen für den E-Commerce-Einstieg.
Web Analytics
Web Analytics Tools messen den Traffic auf Webseiten und Online Shops und geben den Betreiber:innen einen Überblick, wie viele Nutzer:innen diese täglich besuchen. So wissen Inhabende einer Internetpräsenz, wer die eigene Webseite besucht, woher die Nutzer:innen kommen und welche Inhalte und Bereiche gut funktionieren. Demografische Daten, Online Conversions und weitere Metriken bieten Unternehmen Einblicke in das Kund*innenverhalten und somit Potenziale zur Optimierung der Webseite. Somit kann der Einsatz eines Web Analytics Tools entscheidend für den Erfolg und die Abgrenzung zum Wettbewerb sein. Web Analytics Tools bestehen meist aus folgenden Funktionen: Messung des Traffics (Besuche insgesamt, Sitzungen einzelner Besucher:innen, Verhaltensanalysen sowie das Medium, über das der Besucher:innen kam), Segmentierung des Traffics nach Device, Demografie, Geografie und Personengruppen, Echtzeitmessungen sowie die Verfolgung spezieller Conversions wie bspw. einem Kaufabschluss. Um die eigene Webseite oder Onlineshop vollständig zu verstehen, zu analysieren und zu optimieren, sind Web Analytics Tools also nicht mehr wegzudenken. Web Analytics Tools werden häufig in Verbindung mit Content-Management-Systemen oder Shopsystemen eingesetzt, um das Nutzerverhalten zu analysieren. Außerdem bieten sie häufig Integrationen zu Conversion-Rate-Optimization-Softwares sowie A/B-Testing-Softwares, um die User Experience zu optimieren. Ihr wollt Euch im Bereich Web Analytics verbessern und von Expert:innen lernen? Dann ist der OMR Professionals Guide to Digital Marketing Analytics mit über 100 Seiten geballtem Expertenwissen genau das richtige für Euch. Falls Ihr ein E-Learning Format bevorzugt, dann könnt Ihr Euch im 10-wöchigen OMR Academy Digital Marketing Analytics E-Learning Kurs fortbilden und erfahrt alles, was Ihr zu Web Analytics wissen müsst.
Content Management Systeme (CMS)
Mit einem Content-Management-System (kurz: CMS) lassen sich Texte, Videos, Grafiken und jegliche andere Form von digitalen Inhalten gemeinschaftlich auf und für Websites erstellen, bearbeiten, organisieren, veröffentlichen und darstellen. Meist arbeiten Anwendende dabei auf einer einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche, für die keine oder nur wenige Programmier- bzw. HTML-Kenntnisse erforderlich sind und in vorgefertigten Templates, die die Erstellung, den Upload und die optisch ansprechende Aufbereitung von Inhalten vereinfachen. Gleichzeitig arbeiten in der Regel mehrere Personen mit unterschiedlichen Funktionen in einem CMS, sodass Inhalte auch optimal von verschiedenen Personen bearbeitet und gemanagt werden können. Ein Content-Management-System ist also ein einfach zu bedienendes System, um den Content für eine Website zu managen und damit die vermutlich einfachste Lösung Inhalte aus Texten und Mediadateien online zu bringen und zu verwalten. Speziallösungen aus dem Bereich und Integrationen mit Software aus anderen Bereichen können außerdem dafür sorgen, dass die mit dem CMS aufgebauten Seiten direkt auf verschiedene Faktoren optimiert sind. Viele Content-Management-Systeme bieten Integrationen zu Shopsystemen und Marketing Softwares wie beispielsweise SEO-Tools oder Content-Marketing-Tools. Einige CMS verfügen zudem über Funktionen zum Digital-Asset-Management und Web Design.
Website-Baukasten
Ein Website-Baukasten gibt Nutzer:innen die Möglichkeit, auch ohne Programmierungskenntnisse oder sonstigem technischen Know-how in einfachen Schritten eine individuelle Website zu erstellen. Somit eignen sich Website-Baukästen vor allem für Selbstständige, Freiberufler:innen, Blogger:innen und kleinen Unternehmen, die nicht das Budget haben, um sich eine professionelle Website erstellen zulassen. Viele Website-Baukästen bieten den Nutzer:innen an, die eigenen Webseiten mithilfe von Drag & Drop super leicht und schnell zu erstellen. So lassen sich beispielsweise Überschriften- und Textelemente auf die leere Webseite ziehen, Bilder und Videos können hinzugefügt werden, Weißraum kann durch Abstandshalter erzeugt werden und auch in der Farbgestaltung gibt es viele Möglichkeiten. So sind Webseiten in relativ kurzer Zeit gestaltbar und realisierbar. Mit einem Website-Baukasten ist also jeder in der Lage, sein Content-Marketing auch auf einer eigenen Website auszuüben und nicht nur über Social-Media oder E-Mail-Marketing. Auch das Thema Suchmaschinenoptimierung bekommt mit einer eigenen Website einen ganz neuen Stellenwert im eigenen Online-Marketing. Denn mit einer Website können Nutzer:innen dafür sorgen, dank SEO organisch über Google gefunden zu werden. Wer schneller Website-Besucher:innen anziehen möchte, für denjenigen sind Google-Ads eine gute Alternative. Aber auch hierfür wird eine Website benötigt, die mithilfe eines Website-Baukasten-Systems einfach erstellt werden kann.
Consent Management Plattform (CMP)
Eine Consent Management Software – auch Consent Management Platform (CMP) – dient in erster Linie dazu, die Besucher:innen einer Website oder App über die auf der Website oder in der App verwendeten Cookies zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, optionale Cookies und andere Tracking Technologien (z.B. in die Website oder App eingebettete Videos) zu akzeptieren oder auch abzulehnen. User geben über Consent Management Software also ihren „Consent“ (engl. für Zustimmung), dass die Betreiber von Website oder App die bei Besuch und Nutzung entstehen Daten sammeln, teilen und ggf. auch verkaufen dürfen. Dass es Usern auch möglich sein muss, diese Zustimmung für alle nicht notwendigen Tracking Technologien zu verweigern, wird in Deutschland und anderen EU-Ländern u.a. durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt. Consent Management Plattformen dienen am Ende also dazu, eine datenschutzkonforme Website oder App für Nutzerinnen und Nutzer bereitstellen zu können. Die Software hat sowohl Berührungspunkte mit den Legal als auch mit den Marketing Teams von Unternehmen und wird gern mit Software aus anderen Bereichen, wie z.B. CRM Systemen, Marketing Automation Software, Customer Data Platforms oder Web Analytics Tools, integriert.

Ähnliche Artikel