Bewertung
4
9
5
Marktsegment
Kleinunternehmen
14
Mittelstand
10
Enterprise
6

Shop Systems Software

Shopsysteme sind die Werkzeuge, die zur Eröffnung und zum Betrieb eines eigenen Webshops gebraucht werden. Von den üblichen und erwarteten Funktionalitäten eines Internet-Shops bis zu Kund*innen- und Produktdaten, Inhalt und Layout bis hin zur Optimierung und Anpassung gibt es viele verschiedene Features, bei denen sich Online-Shops unterscheiden. Während die Mehrzahl der Lösungen in erster Linie auf den Online-Verkauf von B2C-Produkten ausgerichtet ist, gibt es auch auf B2B zugeschnittene Lösungen. Während B2C-Lösungen traditionell auf den physischen Handel ausgerichtet waren, bieten mittlerweile eine Reihe von Lösungen jetzt auch Funktionen für digitale Produkte.
Von dem Moment an, in dem ein*e Kund*in in dem Online Shop landet, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bestellung bearbeitet und versandt wird, schaffen E-Commerce-Plattformen ein nahtloses Erlebnis, das sowohl auf der Grundlage vorhandener Daten optimiert wird als auch neue Erkenntnisse für eine laufende Kund*innenkommunikation erfasst. Bei der Bewertung von E-Commerce-Plattformen sind unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen: Kompatibilität mit vorhandener Software, wie z.B. Bestandsmanagement und CRM, erforderliches technisches Know-How des Teams für die Implementierung und Verwaltung der Software-Lösung, möglicher Grad der Anpassung der Plattform und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. Return on Investment.

shopware

Shopware bezeichnet sich selbst als "zukunftsweisende" E-Commerce-Lösung, die durch "mehr Flexibilität und weniger Komplexität" überzeugt. Anders gesagt: Shopware ist ein modulares Shopsystem, mit dem man relativ einfach einen eigenen Shop erstellen können soll. Die Grundversion kann dabei beliebig verändert und erweitert werden. Wer schnell und unkompliziert in den Onlinehandel starten möchte, kann sich für die kostenlose Starter Edition entscheiden und dann, bei Bedarf, die flexiblen Upgrade-Möglichkeiten nutzen. Handelt es sich um komplexere Projekte, empfiehlt das Unternehmen die selbst gehostete Edition, die sich unbegrenzt individualisieren lässt – vorausgesetzt, ausreichend Budget ist vorhanden.

WooCommerce

Woo Commerce ist möglicherweise das meistverbreitete Online-Shop-System im Netz. Aus mehreren Gründen: Zum einen baut Woo Commerce auf Wordpress auf, dem meistverbreiteten Content Management System (beide Produkte befinden sich im Besitz des Unternehmens Automattic). Für Betreiber*innen einer Wordpress-Website ist der Verkauf über Woo Commerce also die naheliegende Lösung. Zum anderen kann Woo Commerce kostenlos genutzt werden. Für Hosting, Support sowie Plugins (die Zusatzoptionen bieten) und Themes (Shop-Layouts) können jedoch Kosten anfallen. Woo Commerce wird vor allem von einzelnen Händler*innen und kleineren Unternehmen genutzt. Rund um die Open-Source-Software ist eine rege Community entstanden.

Shopify

Shopify ist ein "cloudbasiertes Omnichannel-Shopsystem", mit dem sich ein Webshop auf möglichst einfache Art und Weise starten, ausbauen und verwalten lassen soll. Was einst vom Koblenzer Tobias Lütke (Tipp: zu hören im OMR Podcast #293) entwickelt wurde, um Snowboards online zu verkaufen, gehört inzwischen zu den "größten E-Commerce-Unternehmen der Welt". Nach eigenen Angaben vertrauen weltweit "über 1 Million Unternehmen" jeder Größe darauf - seien es Start-Ups, schnell wachsende Marken oder etablierte Firmen. Für die Nutzung verlangt Shopify eine Art monatliche Miete, die bei der Basic Version bei 29 $/Monat beginnt und sich bis hin zur Advanced Version auf 299 $/Monat erhöht.

Magento Commerce

Magento bezeichnet sich selbst als eines der "führenden Shopsysteme", das sowohl im B2C- als auch B2B-Umfeld von unterschiedlichsten Kundinnen erfolgreich eingesetzt werden soll. Geeignet ist die flexible "All-in-One-Cloud-Lösung", die übrigens Teil der Adobe Experience Cloud ist, nach eigenen Angaben für Unternehmen jeder Größe. Grund dafür sollen u.a. die umfangreichen Funktionslisten sein. Gerade international ausgerichtete Projekte sollen von der nativen Mehrsprachenfähigkeit profitieren. Bei Interesse an der Nutzung kann über die Website eine kostenlose Produktdemo angefragt werden. Das Angebot an Extensions ist riesig und wächst kontinuierlich.

Shopify Plus

Shopify Plus ist eine "vollständig in der Cloud gehostete E-Commerce-Plattform", die global vor allem von großen Unternehmen und wachstumsstarken Marken genutzt wird. Im Fokus stehen Skalierbarkeit und die Lösung technischer Probleme, um ein möglichst schnelles Markenwachstum zu erzielen. Relevant sind hier also strategische und operative Ziele. Was Shopify Plus Nutzer*innen von klassischen Shopify Kund*innen unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie als VIPs bezeichnet werden könnten - sie haben nämlich Zugang zu exklusiven Funktionen, Prio in Sachen 24/7 Support und eine Stabilitätsgarantie. Die Kosten für die Nutzung werden auf Grundlage der monatlichen Umsätze des eigenen Online-Shops berechnet. Genutzt wird das Tool weltweit aktuell von 7.000+ Marken.

OXID

OXID bezeichnet sich selbst als "Shopsystem mit Herz und Verstand" und verspricht minimale TTM bei maximaler Skalierbarkeit. Es steht sowohl als Open-Source-Software als auch in kommerziellen Editionen zur Verfügung (Professional Edition und Enterprise Edition). Eignen soll es sich für B2B und B2C. Durch die Vielzahl an Schnittstellen für die Integration von Drittsystemen lässt es sich stark individualisieren. Aktuell zählt die Software laut eigener Angabe 500.000+ Downloads und 52.000+ Community Mitglieder. Die Preise variieren kundenbezogen.

JTL Shop

JTL gibt an, keine "Stand-alone-Lösung" zu sein, sondern um zahlreiche Plattformen und Verkaufskanäle ergänzt werden zu können. Was der Shop als Basis benötigt, ist das Warenwirtschaftssystem JTL-Wawi. Bei einem Sortiment von bis zu 500 Artikeln, lässt sich das Tool in der Einsteiger-Version kostenfrei nutzen - samt responsivem EVO-Template. Übersteigt das Sortiment die angegebene Zahl, kann auf alternative Versionen gesetzt werden (Bronze, Silber oder Gold). Der monatliche Preis beginnt bei 19,99 Euro. Möglich ist hier auch ein "bequemer Einstieg" mit Hosting-Paketen.

SAP Commerce Cloud

Die SAP Commerce Cloud soll Kund*innen kanalübergreifend ein "erstklassiges Omnichannel-Einkaufserlebnis" bieten und so Interaktionen und Kaufabwicklungen optimieren. Die Erlebnisse können mithilfe des Tools kontextabhängig gesteuert werden, sind also rundum personalisierbar. Die Integration in das SAP ERP System ermöglicht zudem, dass Kund*innen das Tool auch selbst jederzeit nutzen können - sei es um eigene Aufträge zu platzieren, Produkte zu konfigurieren oder relevante Preise einzusehen. Der Preis für die Software hängt von der Edition ab, die am besten den eigenen Anforderungen und dem Budget entspricht. Individuelle Angebote für die Standard bzw. Professional Edition können über die Website angefragt werden.

PrestaShop

Weltweit werden nach Angaben des Unternehmens, das ursprünglich übrigens als Studentenprojekt geboren wurde, inzwischen "mehr als 300.000 E-Commerce-Shops" mit der PrestaShop-Technologie betrieben. Die Open-Source-Software kann über die Website kostenlos heruntergeladen und direkt genutzt werden. Darüber hinaus bietet PrestaShop die Möglichkeit, den eigenen Shop beliebig zu personalisieren (600+ Funktionen, 5.000+ Module und Templates) sowie Produkte in verschiedenen Sprachen und Währungen (70+ Lokalisierungspakete) anzubieten. Getragen wird die Software von einer großen und aktiven Community mit rund 1 Million Mitgliedern.

Spryker

Spryker ermöglicht es Unternehmen mit seiner E-Commerce Platform "Spryker Cloud Commerce OS" nach eigenen Angaben, "digitale Vorreiter im B2B, B2C und auf Marktplätzen zu werden". Die Plattform verfügt über 800 API-basierte Module und wurde kürzlich übrigens in den "Magic Quadrant für Digital Commerce 2020" von Gartner aufgenommen. Im Fokus stehen die Optimierung und höchstmögliche Flexibilität für das eigene Business. Dabei bietet Spryker keine "Out-of-the-Box-Lösung", sondern einen agilen, dynamischen Ansatz. Spryker spricht von 150 Unternehmen in über 200 Ländern weltweit, die auf die Lösung vertrauen.

Salesforce B2C Commerce

Salesforce B2C Commerce verspricht, sich zu jeder Zeit, überall und auf jedem Kanal mit (potentiellen) Käufer*innen vernetzen zu können. Online und Offline. Laut Forrester gilt Salesforce B2C Commerce als "eine der führenden B2C-Commerce-Lösungen". Damit lassen sich nach eigenen Angaben bessere, kanalübergreifende Einkaufserlebnisse schaffen, beliebig viele Marken managen und zugleich - neue Märkte erobern. Salesforce B2C Commerce ist in verschiedenen Varianten erhältlich - Starter, Growth und Plus. Ein individuelles Angebot kann über die Website angefordert werden.

commercetools

commercetools, 2006 gegründet und heute Teil von REWE digital, bezeichnet sich selbst als "eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen weltweit", das mit seiner "cloudbasierten, headless E-Commerce-Plattform inspirierende Einkaufserlebnisse über alle Kanäle" ermöglichen soll. Von mobilen Apps über Sprachassistenten, Chatbots, AR/VR- und IoT-Anwendungen bis hin zu Car Commerce, deckt die Plattform viele Funktionen ab, die über klassische Web Shops hinausgehen. Daneben stellt commercetools über das eigene Partnernetzwerk externe Integrationen bereit. Im Moment sollen über 200 internationale Kund*innen auf die Lösung vertrauen.
Mehr über

Shop Systems Software

Shopsysteme: Der Shopsystem Vergleich zeigt die besten Online Shop Softwares - hier liest Du, was es sonst noch zu wissen gilt

Shopsysteme ermöglichen es auch ungeübten Nutzer*innen, mit wenigen Klicks zum eigenen Online Shop zu gelangen. Andererseits können Profis mit entsprechender Software das Maximum aus ihrem E-Commerce herausholen. Große Shops sind tatsächlich gar nicht mehr ohne ein passendes Webshop System zu organisieren. Sie bieten unter anderem ein breites Produkt-(Informations-)Management, schaffen die Verbindung zu den wichtigsten Zahlungsdiensten sowie Warenwirtschaftssystemen, erleichtern Mehrkanalverkäufe und haben Tools für SEO an Bord.

Die grundsätzlichen Varianten von Shopsystemen auf einen Blick:

  • Mietlösungen

  • Kaufsysteme

  • Plugins - CMS-Erweiterungen

  • Open-Source-Lösungen

Welches Shopsystem ist für wen das richtige: mieten, kaufen, Plugin oder Open-Source?

Welches Shopsystem gewählt werden sollte, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie Budget, Individualisierungsanforderungen, Sortimentsumfang sowie der organisatorischen Strukturierung des Unternehmens. Nicht jede E-Commerce Plattform kann sinnvoll mit allen Unternehmensvoraussetzungen kooperieren.

Wenn ein Online Shop mit nicht mehr als 100 Produkte geplant ist, kann in vielen Fällen getrost auf eine kostenlose Variante, wie beispielsweise ein Plugin, gesetzt werden. Hier sind keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Dafür werden ambitionierteren Shop-Betreiber*innen aber auch relativ schnell Grenzen gesetzt.

Miet- oder Kauflösungen sind vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) geeignet, die keinen Programmierer*innen haben bzw. engagieren möchten. Mit einer gekauften Shop-Lizenz erhält man den klaren Vorteil, auf deutlich mehr Individualisierungsmöglichkeiten zurückgreifen zu können. Das ist unter anderem wichtig, um den eigenen Online Shop von der Konkurrenz abzuheben.

Größere Unternehmen, die ihren Fokus verstärkt oder hauptsächlich auf den Online-Handel richten, sind häufig mit der Verwendung einer Open-Source-Variante gut beraten. Diese Shopsysteme sind sehr kleinteilig anpassbar und bieten viele Schnittstellen zu weiteren wichtigen Programmen.

Online Shop Software auf Basis einer Open-Source-Lizenz ist insbesondere aufgrund der Tatsache, dass sie kostenlos bereitsteht, auch für kleinere Betriebe oder Selbstständige interessant. Das Problem dabei: Soll der Online Shop nach den eigenen Wünschen und Anforderungen individualisiert werden, ist schnell doch Budget notwendig. Entsprechende Arbeiten müssen dann nämlich von einer Fachperson vorgenommen werden.

Fest steht: Für eine professionelle und letztendlich zweckdienliche Ausrichtung eines Online Shops und ein zutreffendes Shopsystem ist in jedem Fall Geld in die Hand zu nehmen. Viele Lösungen können jedoch erst einmal für 14 oder 30 Tage kostenlos getestet werden. Das ist natürlich sehr von Vorteil, da so die Möglichkeit besteht, die Optionen gegenüberzustellen und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die jeweiligen Zwecke auszusuchen. Unser Shopsystem Vergleich bildet dafür die ideale Informationsbasis.

Auf welche Kriterien sollte man zur Auswahl des richtigen Shopsystems unbedingt achten?

Welche Shop Software im jeweiligen Unternehmenskontext die beste Lösung darstellt, hängt von vielen individuellen betriebsseitigen Faktoren ab. Folgende Voraussetzungen sollte das Shopsystem jedoch in praktisch jedem Fall erfüllen.

Kundenseitige Usability

Ein Online Shop kann noch so viele und vielleicht ganz besondere Features haben – wenn sich Kund*innen beim Surfen nicht zurechtfinden, sind keine hohen Umsätze zu erzielen. Deshalb ist es überaus wichtig, dass das Shopsystem einen guten Usability-Ansatz bietet. Es gilt den Shop diesbezüglich präzise auf die Erwartungshaltung der eigenen Zielgruppe zuzuschneiden. Die Basis dafür sind eine übersichtliche sowie detaillierte Produktdarstellung und eine klare, verständliche Navigation.

Suche und Filter

Je mehr Artikel in einem Shop vereint sind, desto schwieriger wird es für Kund*innen, das gewünschte Produkt zu finden. Eine Suchfunktion und Filter helfen bei der Orientierung. Grundsätzlich bieten alle E-Commerce Plattformen derartige Features, die Qualitätsunterschiede können je nach Shopsystem jedoch enorm sein. Ein ausführlicher Test ist hier daher angebracht.

Bezahlsysteme

Welche Zahlungsoptionen ein Shop bietet, entscheidet heute maßgeblich über dessen Inanspruchnahme. Wird das von den Kund*innen bevorzugte Bezahlverfahren nicht bereitgestellt, verlassen jene den Shop wahrscheinlich wieder, ohne eine Bestellung gemacht zu haben. In den meisten Shopsystemen sind Schnittstellen zu den großen Zahlungsdienstleister*innen zu finden. Aber nicht alle Plattformen haben sämtliche Zahlungsmethoden im Portfolio. Es ist also wichtig, sich darüber zu informieren, ob eine angepeilte Shop Software die bei der jeweiligen Zielgruppe favorisierten Dienste unterstützt.

Warenwirtschaftssystem

Genauso wichtig wie eine Schnittstelle zu den passenden Bezahlsystemen ist die zwischen dem Shopsystem und dem Warenwirtschaftssystem. Schließlich sollen Kund*innen unter anderem in Echtzeit erfahren, ob die gewünschten Produkte aktuell auf Lager sind oder wann sie wieder hereinkommen. Daher sollte im Vorfeld geprüft werden, ob eine Anbindung des Warenwirtschaftssystems an die ins Auge gefasste Online Shop Software möglich ist.

Multichannel

Plant ein*e Einzelhändler*in zusätzlich zum stationären Geschäft, einen Online Shop zu launchen, dann sollte auf die Möglichkeiten der Vernetzung des lokalen Ladens mit der E-Commerce Plattform geachtet werden. Ein Mix verschiedener Kanäle bringt heute viele Vorteile. Insbesondere lieben es Kund*innen, die Verfügbarkeit von Produkten online checken und diese dann direkt im Laden abholen zu können. Multichannel ist dennoch kein Standard bei Shopsystemen.

Mobiloptimierung

Der Anteil der per Smartphone und Tablet bestellten Produkte steigt von Jahr zu Jahr. Außerdem kann auch - der im letzten Absatz angesprochene - Multichannel-Vertrieb seine Vorteile nur dann voll entfalten, wenn der Online Shop mobil optimale Mehrwerte bringt. Daher ist es notwendig, dass eine E-Commerce Plattform beste Voraussetzungen für eine Mobilnutzung des damit betriebenen Shops bietet.

Marketing

Marketing ist auf ganz unterschiedlichen Ebenen überaus wichtig, damit ein Shop effektiv aus der Masse heraussticht. Dementsprechend gilt es bei der Auswahl eines Shopsystems darauf zu achten, welche Marketing-Funktionen out of the box an Bord bzw. welche hinzufügbar sind: Ist es möglich, Gutschein-Codes zu erstellen? Sind Schnittstellen zu Preis- und Produktsuchmaschinen vorhanden, wie beispielsweise idealo oder Google Shopping? Oder ist eine automatisierte Anbindung an weitere Vertriebskanäle, wie Amazon oder eBay, gegeben? Diese und weitere Fragen gilt es sich – je nach Marketing-Anforderungen – zu stellen.

SEO

Heute beginnen Kund*innen ihre Produktrecherche in erster Linie via Google. Der Shop sollte dort dementsprechend bestens aufzufinden sein. Dafür sind spezifische Maßnahmen der SEO (Suchmaschinenoptimierung) zu vollziehen. Das kann sehr viel Aufwand bedeuten - zum Glück sind die meisten Shopsysteme in puncto SEO aber ziemlich gut aufgestellt. Sie bieten grundsätzlich suchmaschinenfreundliche Architekturen und bringen diverse wichtige Features zur Einbindung von Keywords oder auch zur idealen Ausrichtung von Produktseiten mit.

Rechtssicherheit

Nicht erst seit der DSGVO sind die gesetzlichen Anforderungen an Shopsysteme in Deutschland sehr hoch. Die europäische Datenschutzverordnung hat der Thematik jedoch zusätzliche Brisanz verliehen. Da viele Shopsysteme aus den Vereinigten Staaten stammen, kann es hier und auf anderen rechtlichen Ebenen zu Problemen kommen. Die Online Shop Software sollte zur Rechtskonformität folgende Voraussetzungen erfüllen oder zumindest durch Erweiterungen eine diesbezügliche nachträgliche Anpassung erlauben:

  • Die Preisauszeichnungen der Produkte müssen mit spezifischen Informationen zur Mehrwertsteuer erfolgen.

  • Die Button-Bezeichnungen beim Bestellprozess müssen den rechtlichen Anforderungen entsprechen.

  • AGB und Widerrufsrecht müssen vor dem Abschluss des Kaufs durch den Kund*innen aktiv anerkannt sowie bestätigt werden.

  • Ein vollständiges und korrektes Impressum muss vorhanden sein.

  • Die Datenschutzerklärung und der Umgang mit Nutzer*inneninformationen müssen den Anforderungen der DSGVO genügen.

Die Liste stellt natürlich keine verbindliche Rechtsberatung dar.

Mit den meisten Shopsystemen ist ein Online Shop rechtssicher auszurichten. Als Betreiber*in sollte man dennoch nicht auf eine juristische Beratung verzichten.

Kosten

Die Gegenüberstellung der Kosten der zur Auswahl stehenden Shopsysteme ist selbstverständlich ebenfalls sehr relevant, um das passende Programm zu finden. Je nachdem, ob eine Agentur beauftragt wird, welche die Gestaltung und Wartung des Shops übernimmt oder alles in Eigenregie abläuft, fallen unterschiedliche Kosten an. Manche Systeme sind durchaus einfach zu handhaben und ermöglichen sogar Laien die Erstellung eines erstklassigen Shops. Diese Lösungen bringen dann aber in der Regel einmalige Kosten oder auch monatliche Gebühren mit sich. Ferner ist zu kalkulieren, dass ein Shop nach dem Launch permanent Pflege und Optimierung bedarf, um langfristig Erfolge verschaffen zu können. Das funktioniert natürlich ebenfalls nicht ohne finanzielle Aufwände. Eine Open-Source-Software ist generell vollkommen kostenlos. Damit zum optimalen Ergebnis zu gelangen, bedeutet aber immer erheblichen Aufwand. Häufig können solche Systeme nicht vollkommen eigenständig gelauncht und betrieben werden. Ob ein Unternehmen alleine zu Werke gehen kann oder Unterstützung benötigt, hängt maßgeblich von den eigenen Kompetenzen bzw. der Arbeitskraft im Betrieb, den im Shopsystem integrierten digitalen Helfern und dem Umfang des E-Commerce-Projekts ab.