Die 5 besten Cookie Plugins für Eure WordPress Website

Diese Cookie-Banner solltet Ihr unbedingt kennen.

Von Website Cookies habt Ihr vermutlich schon einmal etwas gehört. Diese Datenpakete werden von so gut wie jeder Internetseite erstellt, damit individuelle Daten über das Surfverhalten der Nutzer:innen gesammelt und gespeichert werden können. Um Eure WordPress-Website rechtssicher zu gestalten, solltet Ihr unbedingt ein Cookie-Plugin für WordPress verwenden. Denn gemäß der DSGVO müsst Ihr als Website-Betreiber auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten hinweisen. Ein Cookie-Plugin kann Euch dabei unterstützen, alle notwendigen Einstellungen und Anzeigen umzusetzen. Deswegen beschäftigen wir uns in diesem Artikel damit, wie Ihr erkennt, ob Eure WordPress-Website Cookies verwendet und wie Ihr Cookie-Plugins für Eure Website nutzt. Anschließend erläutern wir, ob Ihr für die Verwendung von Cookies in WordPress einen Opt-In Banner benötigt. Wir stellen Euch auch die fünf besten Cookie-Plugins vor, sodass Ihr einfach das am besten zu Euch und Eurer Website passende auswählen und installieren könnt.

So findet Ihr heraus, ob Eure WordPress-Website Cookies verwendet

In der Regel werdet Ihr nicht mit dem Standard-Theme von WordPress arbeiten, sondern ein anderes Theme installieren, welches besser zu Euch und Euren Inhalten passt. Neben dem Theme verwenden WordPress-Websites auch eine Vielzahl von Plugins, um das Nutzer:innen-Erlebnis so individuell und positiv wie möglich zu gestalten. Von Euch verwendete Themes und Plugins können allerdings eigene Cookies verwenden. Achtet dabei darauf, dass Cookie nicht gleich Cookie ist, denn diese unterscheiden sich in verschiedene Arten:

  • Unbedingt notwendige Cookies: Dies sind z. B. Authentifizierungscookies. Mit deren Hilfe wird erkannt, ob ein:e Benutzer:in bereits eingeloggt ist oder den Anmeldeschritt noch tätigen muss.
  • Präferenz-Cookies: In ihnen werden Einstellungen gespeichert, die von den Benutzer:innen individuell festgelegt wurden. Gängige Beispiele hierfür sind z. B. der User:innen-Name, die Sprache sowie der Standort und die Art der Anzeige Eurer Website (mobil oder Desktop)
  • Statistik-Cookies: Sie sammeln Daten darüber, wie Benutzer:innen mit Eurer WordPress-Website interagieren. Diese Daten werden oft verwendet, um die Leistung Eurer verschiedenen Website-Funktionen zu optimieren.
  • Marketing- und Tracking-Cookies: Sicherlich habt Ihr schon oft Werbung von Websites angezeigt bekommen, die Ihr zuvor besucht habt. Hierfür sind Marketing-Cookies verantwortlich. Mit diesen wird außerdem die Anzahl der Besucher:innen getrackt und wie oft diese auf eine bestimmte Anzeige geklickt haben. Dadurch kann der Erfolg einer Anzeigenkampagne gemessen werden.
  • Von Drittanbieter:innen gesetzte Cookies: Drittanbieter:innen Cookies werden bei der Verwendung verschiedener Anwendungen gesetzt, die das Erlebnis der Nutzer:innen auf Eurer Website optimieren sollen. Hierzu gehört z. B. die Verbindung Eurer WordPress-Website mit Instagram, Facebook, Twitter oder YouTube.

Auch Google Analytics und WordPress verwenden Cookies. Bei WordPress sind diese in der Regel technischer Art. Wenn Nutzer:innen einen Kommentar auf Eurer Website hinterlassen, speichert das CMS-System den Namen und die E-Mailadresse der kommentierenden Person ab.

Um zu prüfen, ob Eure WordPress-Website Cookies verwendet, solltet Ihr einen Cookie Scanner nutzen. Dieser analysiert Eure Website auf Plugins, die Cookies verwenden und weist diese aus, sodass Ihr diese in Eurem Plugin an der dafür vorgesehenen Stelle eintragen könnt. Ein solcher Scanner ist in verschiedenen Cookie-Plugins, die im weiteren Verlauf vorgestellt werden, integriert.

Um Eure Website-Besucher:innen über die Verwendung von Cookies auf Eurer WordPress-Website zu informieren, nutzt Ihr am besten ein Cookie-Plugin. Generell könnt Ihr zwischen drei Arten von Cookie-Bannern unterscheiden, die sich durch den Umgang mit den jeweiligen Cookies unterscheiden.


1. Einfacher Cookie-Hinweis

Bei einem einfachen Cookie-Hinweis wird, meist am oberen oder unteren Bildschirmrand, ein einfaches Banner angezeigt, das Eure Besucher:innen darüber informiert, dass Ihr auf Eurer WordPress-Website Cookies verwendet. Diesen Banner können die Suchenden einfach wegklicken und die Cookies werden platziert.

Einfacher Cookie-Hinweis

So kann ein einfacher Cookie Hinweis auf Eurer WordPress-Website aussehen

2. Cookie Opt-in

Die Cookie Opt-In Lösung berücksichtigt die aktuelle Rechtsprechung zum Datenschutz. Denn erst nach der expliziten Einwilligung der Surfenden werden die Cookies platziert, die z. B. zu Werbe- und Marktforschungszwecken verwendet werden.

Cookie Opt-In

So kann Euer Cookie Opt-In mit dem Plugin Borlabs Cookie aussehen

3. Cookie Opt-out

Die dritte Option sieht dem Opt-In Button zwar auf den ersten Blick sehr ähnlich, unterscheidet sich in seiner Funktionsweise aber grundlegend von ihm. Eine Cookie Opt-Out Lösung bezeichnet den Vorgang, dass bereits während des Ladens Eurer Website die Cookies gesetzt werden. Eure Website-Besucher:innen haben durch den Klick auf die Schaltfläche „Ablehnen“ die Möglichkeit, den zuvor gesetzten Cookies zu widersprechen. Beachtet bei dieser Option, dass ein Opt-Out keine Rechtssicherheit für den Umgang mit nicht essenziellen Cookies bietet, da sie ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer:innen gesetzt werden.

Cookie Opt-Out

So kann die Anzeige von Cookies in einer Opt-Out Lösung aussehen

Nachdem Ihr Euch für eine Option entschieden habt, könnt Ihr diese im Cookie-Plugin Eurer Wahl entsprechend einrichten.

Ob Eure Website einen Opt-In Cookie-Banner benötigt, hängt davon ab, welche Arten von Cookies Ihr verwendet. Seit Mai 2020 muss die Opt-In Lösung nämlich für alle nicht essenziellen Cookies ermöglicht werden. Damit diese Cookies gesetzt werden dürfen, müssen Eure Website-Besucher:innen eine aktive Handlung vornehmen, das bedeutet z. B. auf den „Cookies akzeptieren“-Button zu klicken. Dabei müssen sich Nutzer:innen im Vorfeld über die Verwendung der gesammelten Daten informieren können. Zu den Cookies, für die Ihr ein Opt-In benötigt, zählen z. B. Google Analytics, Facebook Pixel oder Cookies von Werbediensten wie beispielsweise Google AdSense. Für essenzielle Cookies, die für das Funktionieren Eurer WordPress-Website unbedingt erforderlich sind, benötigt Ihr kein Cookie Opt-In. Das gilt z. B. für

  • Cookies zum Speichern von Schriftgröße oder Sprachauswahl
  • Cookies zum Speichern des Login-Status der Nutzer:innen
  • Cookies zur Speicherung der Cookie-Einstellungen
  • Warenkorb-Cookies in Onlineshops
  • Cookies zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen
  • Cookies zum Load Balancing (zur Verteilung der Server-Last)

Im Zweifelsfall solltet Ihr lieber ein Cookie Opt-In zur Verfügung stellen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Bevor wir Euch die fünf besten Cookie-Plugins für WordPress vorstellen, solltet Ihr wissen, was ein gutes Cookie-Plugin mitbringen sollte:

  • Opt-In Funktion
  • Content-Blocker
  • Möglichkeit der Platzierung von Links im Cookie-Banner (z. B. zu Eurer Datenschutzerklärung oder Eurem Impressum)
  • Cookies können nach der Einwilligung wieder abgewählt werden
  • Protokollierung der Einwilligung
  • Anzeige zu den Detailinformationen direkt im Cookie-Banner

Jetzt stellen wir Euch auch schon das erste Cookie-Plugin für Eure WordPress-Website vor.

Starten wir mit dem Cookie-Plugin Borlabs Cookie. Dieses ist eines der beliebtesten Cookie-Plugins im deutschsprachigen Raum. Einer der Gründe hierfür ist das hohe Maß an individuellen Anpassungs- und Einstellungsmöglichkeiten, mit dem Ihr den Cookie-Banner nach Euren Bedürfnissen einrichten und optisch anpassen könnt. Ihr könnt hierbei die Farben, Schriftart und -größe sowie die Anzeigenposition und Animationen selbst bestimmen. Auf diese Weise könnt Ihr eine ansprechende Opt-In Box erstellen, die die Besucher:innen Eurer WordPress-Website um ihre Einwilligung bittet.

Borlabs Cookie Plugin

So könnte Euer Cookie Banner mit Borlabs Cookie aussehen

Der Customizer des Cookie-Banners verfügt allerdings nicht über eine Live-Vorschau, so dass das Ergebnis der vorgenommenen Einstellungen immer erst nach dem Speichern angesehen werden kann. Des Weiteren könnt Ihr die erteilten Einwilligungen einfach in das Plugin importieren oder daraus exportieren. Borlabs Cookie ist mit den meisten Caching-Plugins und Pagebuildern, wie z. B. Elementor, kompatibel. Wenn Ihr Inhalte von anderen Websites wie YouTube, Instagram oder Google Maps einbinden möchtet, ermöglicht Borlabs Cookie Euch dies über eine simple Zwei-Klick-Lösung. Eure Opt-In Statistiken könnt Ihr direkt im Dashboard des Plugins in Eurem WordPress-Backend einsehen. Dort könnt Ihr auch einzelne Cookies oder Cookies-Gruppen verwalten.

Dadurch, dass Eure Besucher:innen sowohl der Nutzung von essenziellen oder einzelnen Cookies sowie separaten Cookie-Gruppen zustimmen können, erfüllt Borlabs Cookie alle rechtlichen Anforderungen, sofern Ihr das Plugin zuvor korrekt eingerichtet habt. Die Cookies, die Eure Website oder andere Plugins verwenden, müsst Ihr allerdings manuell eintragen. Danach könnt Ihr diese in Cookie-Gruppen einteilen, wie z. B. „Essenziell“, „Marketing“ und „Statistiken“. Die Besucher:innen Eurer WordPress-Website können dann durch das Setzen eines Häkchens bei den verschiedenen Cookie-Gruppen ihre Zustimmung geben.

Das Borlabs Cookie Plugin verfügt über einen Shortcode, mit dem Ihr ausgewählte Inhalte zunächst blockieren könnt, so dass diese erst nach der expliziten Einwilligung der Nutzer:innen verfügbar werden. In diesem Schritt ersetzt es zunächst automatisch die Inhalte und stellt an deren Stelle die Frage nach der Nutzer:innen-Einwilligung. Es funktioniert ebenfalls mit mehrsprachigen WordPress-Websites. Allerdings müssen die Plugin-Einstellungen und die verwendeten Cookies für jede angebotene Sprache separat verwaltet werden.

Durch seine übersichtlichen Einstellungen lässt sich das Plugin auch bequem über mobile Geräte bedienen. Außerdem bietet Borlabs Cookie eine Unterstützung für TCF 2.0. und erkennt den Einsatz von Bots und „Do Not Track“ Headern. Durch hinterlegte Shortcodes können erteilte Cookie-Einwilligungen einfach geändert oder widerrufen werden. Falls Fragen zu diesem Cookie-Plugin für WordPress auftreten sollten, steht Euch ein deutschsprachiger Support zur Seite.

Nicht außer Acht zu lassen ist auch das faire Preis-Leistungs-Verhältnis von 39€ brutto pro Jahr und Website. Zwei kleine Wermutstropfen des Plugins sind allerdings, dass Ihr bei der Cookie-Abfrage nicht zwischen EU- und Drittländern unterscheiden könnt und die Cookies bei einem Widerruf Eurer Nutzer:innen nicht vollkommen automatisch entfernt werden. Hierzu müsst Ihr als Website-Betreiber:in im Nachgang noch ein paar Handgriffe tätigen.

Hier gibt es nochmal alle Vor- und Nachteile des Cookie-Plugins von Borlabs Cookie auf einen Blick:

Borlabs Cookie Vorteile:

  • Vielzahl an Einstellung- und Anpassungsmöglichkeiten
  • Schickes Design der Opt-In Box
  • Einstellungen und Einwilligungen können einfach importiert und exportiert werden
  • Zwei-Klick-Lösung für eingebundene Inhalte
  • Shortcode, der ausgewählte Inhalte erst nach der Zustimmung lädt
  • Mit den meisten Caching-Plugins kompatibel
  • Auch bei mehrsprachigen Websites einsetzbar
  • Übersichtliche Plugin-Einstellungen
  • Unterstützung für TCF 2.0.
  • Kompatibel mit vielen Pagebuildern
  • Opt-In Statistiken einsehbar
  • Verwaltung von Cookies und Cookie-Gruppen
  • Deutschsprachiger Support
  • Plugin erkennt Bots und „Do Not Track“ Header
  • Shortcodes ermöglichen Widerruf und Änderung von Einwilligungen
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Cookie-Banner entspricht rechtlichen Anforderungen bei richtiger Pflege

Borlabs Cookie Nachteile:

  • Rechtliche und technische Expertise zur vollständigen Einrichtung notwendig
  • Keine Unterscheidung zwischen EU- und Drittland-Nutzer:innen
  • Banner-Customizer ohne Live-Vorschau
  • Cookies müssen manuell eingetragen werden
  • Für mehrsprachige WordPress-Websites müssen Einstellungen und Cookies separat verwaltet werden
  • Cookies werden nach Widerruf der Einwilligung nicht vollständig automatisch entfernt

Das nächste WordPress Cookie-Plugin, das wir uns anschauen, ist Complianz. Es bietet Euch 25 Anpassungsmöglichkeiten für den Cookie-Banner sowie einen Content-Blocker, der Inhalte erst nach der Zustimmung der Nutzer:innen lädt. Durch die Einschränkung der Designanpassungen kann es unter Umständen vorkommen, dass Ihr den Cookie Banner nicht vollständig an Euer Corporate Design anpassen könnt.

Complianz Cookie Plugin

Ein Cookie Banner durch das Plugin Complianz könntet Ihr so gestalten

Ebenfalls gibt es keine Live-Vorschau im Banner-Customizer. Der beschriebene Content-Blocker ist zudem verbesserungswürdig, da er nicht jeden eingebetteten Inhalt zuverlässig vor dem Opt-In blockt. Mit Complianz könnt Ihr verschiedene Cookie-Gruppen erstellen. Bei der Einrichtung bekommt Ihr einen digitalen Assistenten zur Seite gestellt, der Euch hierbei unterstützt. Complianz kann zwischen den Rechtsräumen EU-DSGVO (Europäische Union), PECR (Vereinigtes Königreich), PIPEDA (Kanada) und CCPA (USA) unterscheiden. So könnt Ihr sicher sein, dass die jeweils im Herkunftsland geltende Rechtslage bei der Abfrage von Cookies berücksichtigt wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Cookie-Plugin über einen eingebauten Cookie-Scanner verfügt, der wöchentlich kontrolliert, welche Cookies auf Eurer WordPress-Website aktiv sind. Leider weist der Scanner in der Dokumentation der Cookies Lücken auf, da Drittanbieter:innen Cookies, wie beispielsweise Google Analytics, teilweise nicht erkannt werden. Die Einwilligung zu den Cookies ist für Eure Nutzer:innen einfach zu handhaben. Nachdem diese erteilt ist, dokumentiert Complianz diese inklusive weiterer individueller Nuter:innen-Einstellungen. Allerdings kann nur kompletten Cookie-Gruppen zugestimmt werden, was im Zweifelsfall nicht vollkommen rechtssicher ist. An einigen Punkten ist die Übersetzung des ursprünglich englischsprachigen Plugins in die deutsche Sprache ausgeblieben. Hierdurch wird die Bedienung erschwert, was sich unter Umständen negativ auf die Rechtssicherheit des Plugins auswirken kann.

Das Complianz Cookie-Plugin bietet Euch eine Vielzahl an weiteren Features, die Ihr in WordPress nutzen könnt. Durch den großen Umfang wirkt das Backend allerdings deutlich unübersichtlicher als z. B. bei Borlabs Cookie. Dafür verfügt es allerdings über eine praktische To-Do-Liste auf dem Dashboard, das Euch an alle wichtigen Aufgaben hinweist. Auch dieses Plugin bietet eine Unterstützung für TCF 2.0. und ist für mehrsprachige Websites geeignet. Ein weiterer Vorteil von Complianz ist, dass CSS- und Java Script Daten lokal und nicht von Drittservern geladen werden. Die Basisversion ist kostenlos, die Pro-Version kostet 49 € brutto pro Website und Jahr. In der Pro-Version ist zusätzlich ein Generator für Eure Cookie-Richtlinien integriert.

Hier kommen nochmal alle Vor- und Nachteile von Complianz auf einen Blick.

Complianz Vorteile:

  • Einrichtung über Assistenten
  • Kostenlose Version mit abgespecktem Umfang
  • Cookie-Scanner
  • Unterscheidung in verschiedene Rechtsräume
  • Pro-Version: Generierung der Cookie-Richtlinie, des Impressums und der Datenschutzerklärung
  • Anpassung des Cookie-Banners möglich
  • To Do Liste im Dashboard
  • Vollständige Dokumentation der Einwilligungen
  • Verwendung für mehrsprachige Websites möglich
  • Unterstützung für TCF 2.0.
  • Laden von CSS- und Java Script-Dateien erfolgt lokal

Complianz Nachteile:

  • Keine Live-Vorschau des Cookie-Banners möglich
  • Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten im Design
  • Cookie-Scanner bei Drittanbieter:innen Cookies teilweise unzureichend
  • Einwilligung nur in gesamte Cookie-Gruppen möglich
  • Unübersichtliche Bedien-Oberfläche

Weiter geht es mit dem WordPress-Plugin „Real Cookie Banner“. Dieses bietet Euch 101 Cookie-Vorlagen, womit schätzungsweise zwischen 80 – 90 % aller von WordPress-Websites verwendeten Dienste abgedeckt werden. Das spart Euch viel Zeit bei der Einrichtung des Plugins. Visuelle Veränderungen am Cookie-Banner könnt Ihr direkt über den WordPress-Customizer vornehmen. Das heißt, Ihr seht direkt, wie der fertige Banner Euren Besucher:innen angezeigt wird.

Real Cookie Banner

Die vorgenommenen Änderungen an Eurem Cookie Banner könnt Ihr direkt im Customizer sehen

Wenn Ihr z. B. einen zu geringen Kontrast zwischen Button- und Schrift-Farbe auswählt, warnt Euch das Plugin vor diesen Designverstößen, so dass Ihr diese direkt beheben könnt. Zudem bietet das Cookie-Plugin eine Einwilligungshistorie, in der Ihr einsehen könnt, wie die Banner zu dem Zeitpunkt ausgesehen haben, zu dem Eure Nutzer:innen Ihre Zustimmung erteilt haben. Wenn der Inhalt oder das Verhalten des Cookie-Banners verändert worden ist, weist Real Cookie Banner Euch darauf hin und empfiehlt Euch, lieber von allen Website-Besucher:innen eine erneute Einwilligung einzuholen.

Im Gegensatz zu Complianz kann dieses Plugin keinen Einrichtungsassistenten vorweisen, dafür allerdings eine Einrichtungs-Checkliste, an der Ihr Euch orientieren könnt, um nichts Wichtiges zu vergessen. Real Cookie Banner funktioniert auf mehrsprachigen Websites und ermöglicht es Euch, die Cookie-Einwilligungen Eurer Website-Besucher:innen an zu Eurer Website zugehörigen Seiten weiterzuleiten. So muss nicht für jede Seite eine eigene Einwilligung eingeholt werden. Im Cookie-Banner von Real Cookie Banner können Eure Interessent:innen festlegen, welchen Cookies oder Cookie-Gruppen sie zustimmen wollen. Weiterhin erkennt es „Do Not Track“ Header. Änderungen und Widerrufe der Einwilligungen können einfach über einen Shortcode umgesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil ist der integrierte Cookie-Scanner, der die jeweiligen Seiten und ihre Unterseiten crawlt und die verwendeten Cookies somit ausfindig machen soll. Allerdings gibt es keine Garantie, dass auch wirklich alle Cookies vom Scanner gefunden werden. Ebenso verwendet Real Cookie Banner einen Content-Blocker und verarbeitet die Einwilligungen Eurer Nutzer:innen ausschließlich auf dem eigenen Server. Dadurch wird nichts auf die Browser der Besucher:innen heruntergeladen. Zusätzlich wird auch hier TCF 2.0. unterstützt und für auftretende Fragen gibt es einen deutschen Support. Ein großer Vorteil ist zudem, dass das Plugin vollständig in Deutsch und Englisch übersetzt wurde, wodurch die Bedienung für Euch deutlich erleichtert wird. Der Import und Export von Einstellungen und Einwilligungen ist leicht zu handhaben. Real Cookie Banner ist in einer kostenlosen und einer umfänglicheren Variante, die 49 € pro Jahr und Website kostet, erhältlich.

Dies sind die Vorteile und Nachteile von Real Cookie Banner.

Real Cookie Banner Vorteile:

  • Design des Cookie Banners im WordPress Customiser anpassbar
  • 101 Cookie Vorlagen
  • Unterstützung für TCF 2.0.
  • Kostenlose und Pro-Version vorhanden
  • Durch Einwilligungshistorie kann jeweiliger Banner-Inhalt nachvollzogen werden
  • Zwei-Klick-Lösung (Content-Blocker) für eingebettete Inhalte (z. B. von YouTube, Google Maps, Instagram, Twitter oder Vimeo)
  • Unterstützung für TCF 2.0
  • Deutscher Support
  • Einrichtungs-Checkliste mit 10 Punkten
  • Einfacher Import und Export von Einwilligungen und Einstellungen
  • Integrierter Service-Scanner
  • Vollständig ins Deutsche und Englische übersetzt
  • Shortcodes ermöglichen einfach das Ändern und Widerrufen der Einwilligung

Real Cookie Banner Nachteile:

  • Kein Einrichtungsassistent
  • Cookie-Scanner bei Drittanbieter:innen Cookies teilweise unzureichend

Das Cookie-Plugin DSGVO Pixelmate wurde in Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwältin entwickelt und lässt sich einfach und schnell konfigurieren. Je nach Art der Cookies könnt Ihr diese in verschiedene Gruppen wie „Notwendig“, „Tracking“, „Marketing“ oder „Sonstige“ einteilen. Eine individuelle Benennung der Gruppen ist hierbei nicht möglich.

DSGVO Pixelmate Cookie Plugin

So kann die Cookie-Einwilligung für Eure Nutzer:innen aussehen

Ein Vorteil ist jedoch der integrierte Content-Blocker, der bestimmte Inhalte blockiert, bis der Verwendung von Cookies zugestimmt wurde. Wenn Ihr lediglich wenige Plugins, wie z. B. Facebook Pixel oder Google Analytics einbinden wollt, ist DSGVO Pixelmate hierfür gut aufgestellt. Wenn allerdings viele Cookies gesetzt werden, wird die Darstellung innerhalb des Plugins schnell unübersichtlich. Der Cookie-Banner kann individuell angepasst werden und auch die Einblendung eines Widerruf-Buttons ist möglich. Das Plugin kostet einmalig 39 €, wird hierfür aber lediglich mit minimalen Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten ausgeliefert.

Zusammengefasst stellen sich die Vorteile und die Nachteile von DSGVO Pixelmate wie nachfolgend aufgeführt dar.

DSGVO Pixelmate Vorteile:

  • Einmaliger Preis, kein Abo-Modell
  • Leichte Bedienung
  • Einfache Einbindung von Google Analytics und dem Facebook Pixel
  • Cookie-Banners individuell anpassbar
  • Unterteilung in vorgegebene Cookie-Gruppen möglich
  • Integrierter Content-Blocker
  • Rechtssicherheit durch Entwicklung mit Rechtsanwältin gegeben
  • Einblenden eines Widerrufs-Buttons im Footer möglich

DSGVO Pixelmate Nachteile:

  • Wenig Anpassungsmöglichkeiten
  • Cookie-Gruppen können nicht individuell benannt werden
  • Keine Designanpassung beim Content-Blocker möglich
  • Unübersichtlichkeit bei Vielzahl an Cookies

Das letzte Cookie-Plugin, welches wir uns anschauen wollen, ist Cookiebot. Es ist einfach zu installieren und verfügt über den Vorteil, dass Ihr Eure Cookies nicht manuell eintragen müsst, denn es scannt diese direkt und sortiert sie auch in Cookie-Gruppen. Wenn ein Cookie doch einmal nicht zugeordnet werden kann, könnt Ihr ihn manuell zu einer Kategorie hinzufügen. Auch Cookiebot unterstützt TCF 2.0. und ist mit einer Vielzahl von Drittanbieter:innen-Tools kompatibel.

Cookiebot Plugin

Der durch Cookiebot bereitgestellte Cookie Banner für Eure Website könnte z. B. so aussehen

Nachteile dieses Cookie Plugins sind zum einen die Einbindung über ein externes Skript in WordPress, wodurch kein vollständiger Datenschutz gewährleistet werden kann, und zum anderen das unzureichende Aussehen und der Umfang des Content-Blockers. Der Blocker blockiert deutlich weniger Inhalte als z. B. Borlabs Cookie und zeigt anstatt des blockierten Inhaltes lediglich einen unschönen Platzhalter-Text an, dessen Optik Ihr nicht anpassen könnt. Bis zu einer Anzahl von 100 WordPress-Websites ist Cookiebot kostenlos, zwischen 100 und 499 Seiten kostet es 9 € pro Monat und zwischen 500 und 4999 Seiten 21 €. Was sich im ersten Moment viel anhört, ist es im Praxistest leider nicht. Ihr solltet beachten, dass auch Unterseiten, Kategorien, Medienseiten und z. B. Blogartikel hierunter fallen. Im Vergleich zu den anderen vorgestellten Cookie-Plugins für Eure WordPress-Website ist Cookiebot somit bis zu achtmal teurer.

Hier findet Ihr nochmal alle Vor- und Nachteile von Cookiebot zusammengefasst.

Cookiebot Vorteile:

  • Einfache Installation
  • Bis zu 100 Seiten kostenlos
  • Unterstützung für TCF 2.0.
  • Automatischer Cookie Scan
  • Cookies werden automatisch in Cookie-Gruppen eingeteilt
  • Mit vielen Drittanbieter:innen Tools kompatibel
  • Content-Blocker

Cookiebot Nachteile:

  • Nutzung eines externen Skripts zur Einbindung in WordPress notwendig
  • Keine Vorschaubilder bei geblockten Inhalten
  • Content-Blocker blockt wenig Inhalte
  • Vergleichsweise teuer in der Nutzung

Jede WordPress-Website und ihre Plugins verwenden Cookies und es gibt eine Vielzahl von Cookie-Plugins hierfür. Welches das Richtige für Euch ist, hängt von den Bedürfnissen Eurer Website, den Individualisierungswünschen und Euren Ansprüchen an das Erlebnis für Eure Website-Besucher:innen ab. Achtet darauf, dass Ihr die korrekte Art der Cookie-Einwilligung auswählt und Eure WordPress-Website dadurch auf rechtssicheren digitalen Füßen steht. Plugins wie Borlabs Cookie oder Real Banner Cookie sind zwar in der Einrichtung etwas aufwändiger, bieten Euch allerdings einen höheren Funktionsumfang. Wer einen Einrichtungsassistenten bevorzugt, sollte über die Nutzung von Complianz nachdenken. Aber auch Cookiebot und DSGVO Pixelmate können Euch Vorteile bieten. Nehmt Euch Zeit und vergleicht die vorgestellten Cookie-Plugins miteinander und stellt ihnen Eure eigenen Anforderungen gegenüber. Dann könnt Ihr den Besucher:innen Eurer WordPress-Website nach der Einwilligung zu den gesetzten Cookies einen der DSGVO-konformen Surfspaß bieten, der nicht nur sie, sondern auch Euch zufriedenstellen wird.

Auf OMR Reviews findet Ihr noch weitere WordPress Cookie-Plugins mit echten Nutzerbewertungen und Nutzererfahrungen.

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