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Clockodo vs. Clockify: Darum ist „Made in Germany“ bei der Zeiterfassung so wichtig
Nils Knäpper29.1.2026
Deutsche Qualität vs. internationale Standard-Lösung: Wir vergleichen DSGVO-Konformität, Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang
Inhalt
- Die Kontrahenten im Überblick
- So schätzen User die beiden Tools auf OMR Reviews ein
- Der Detailvergleich: Wo die Unterschiede wirklich liegen
- Branchenverteilung: Wo werden Clockodo und Clockify genutzt?
- Anwendungsfälle: die wichtigsten Features von Clockodo und Clockify
- Stärken und Schwächen laut OMR Reviews-Nutzer*innen
- Der deutsche Zeiterfassungs-Markt: Besonderheiten und Trends
- Fazit: Welches Tool passt zu wem?
Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts 2022 ist die Arbeitszeiterfassung in Deutschland Pflicht. Unternehmen müssen Arbeitszeiten lückenlos dokumentieren und das rechtskonform. Die Wahl der Software entscheidet dabei nicht nur über Bedienkomfort, sondern auch über DSGVO-Konformität, Serverstandorte und die Integration in bestehende Systeme.
Zeiterfassungssoftware gehört zu den meistgeklickten Kategorien auf OMR Reviews. Das zeigt: Die Nachfrage nach Softwares ist riesig, der Bedarf an Orientierungshilfen aber auch. Zwei besonders beliebte Anbieter aus diesem Bereich sind Clockodo aus Deutschland und Clockify aus den USA. Doch welches Tool passt zu welchen Anforderungen? In diesem Artikel vergleichen wir die beiden Lösungen anhand echter Nutzerbewertungen und der wichtigsten Kriterien.
Das Wichtigste in Kürze
- Clockodo bietet als deutsche Lösung volle DSGVO-Konformität und Hosting auf deutschen Servern.
- Clockify punktet durch ein dauerhaft kostenloses Freemium-Modell für unbegrenzte Nutzer und Projekte.
- Während Clockodo auf deutsche Arbeitszeitgesetze optimiert ist, verfolgt Clockify einen globalen Ansatz.
- Clockodo überzeugt mit Support auf Deutsch und direkten Schnittstellen zu hiesigen Buchhaltungs-Tools.
Mit unserem Format „Made in Germany“ stellen wir deutsche Softwarelösungen vor, die nicht nur mit internationalen Größen mithalten können, sondern in entscheidenden Bereichen sogar überlegen sind.
Die Kontrahenten im Überblick
Clockodo
Clockodo ist eine cloudbasierte Zeiterfassungssoftware aus Deutschland. Seit 2011 erfassen Unternehmen jeder Größe damit Arbeits- und Projektzeiten. Die Stoppuhr läuft auf PC, Mac sowie mobil auf Smartphones und Tablets. Erfasste Zeiten lassen sich optional Kund*innen, Projekten und Leistungen zuordnen.
Das Tool verwaltet außerdem Abwesenheiten wie Urlaub, Krankheit und Überstundenabbau. Rechtskonform sind dabei Stundenkonten mit Soll-Stunden und Pausenvorschriften hinterlegt. Für die Projektzeiterfassung stehen zudem Budgets, Stundensätze, Pauschalen und flexible Berichte zur Verfügung. Das Tool ermöglicht zudem eine detailliertes Zugriffs- und Rechtemanagement.
Die Daten werden in deutschen Rechenzentren in Frankfurt und Berlin gespeichert. Die Server werden von Microsoft betrieben und sind nach ISO 27001 zertifiziert. Dadurch ist Clockodo zu 100 % DSGVO-konform. Du kannst das System 14 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang testen; die bereits erfassten Zeiten bleiben dir nach Testende erhalten.
Clockify
Hinter Clockify steht das US-amerikanische CAKE.com Inc. Neben Clockify (Zeiterfassung) umfasst das Portfolio auch Pumble (Team-Chat) und Plaky (Projektmanagement).
Mit Clockify erfassen Teams projektübergreifend Arbeitsstunden und füllen digitale Stundenzettel aus. Das Tool trackt Anwesenheit und abgerechnete Stunden, um Produktivität messbar zu machen. Unternehmen können so die Gesamtzeit über alle Projekte hinweg auswerten und Ressourcen entsprechend steuern.
Clockify ist als Freemium-Tool kostenfrei nutzbar, bietet aber zusätzlich die Option, für mehr Funktionen auf eine der kostenpflichtigen Pro- oder Enterprise-Versionen aufzurüsten. Zu den Kernfunktionen gehören die Zeiterfassung per Stoppuhr, Stundenzettel-Management, fakturierbare Zeitsätze und mobile Zeiterfassung. Zusätzlich bietet das Tool Projektbuchhaltung, Integrationen zu anderen Business-Tools, automatische Erinnerungen und ebenfalls ein Nutzer- und Zugriffsmanagement.
So schätzen User die beiden Tools auf OMR Reviews ein
Kopf-an-Kopf-Rennen: In vielen Bereichen liegen Clockodo und Clockify gleich auf. Die Benutzerfreundlichkeit bewerten Nutzer*innen bei Clockify minimal besser. Beim Kundensupport liegt Clockodo dagegen weit vorne.
Der Detailvergleich: Wo die Unterschiede wirklich liegen
Auf den ersten Blick erfüllen beide Tools die Grundanforderungen an moderne Zeiterfassung. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Unterschiede, die für Unternehmen im DACH-Raum entscheidend sein können:
Datenschutz & Serverstandort: Rechtssicherheit vs. globale Infrastruktur
Clockodo hostet alle Daten in deutschen Rechenzentren in Frankfurt und Berlin. Die Server unterliegen deutschem Recht und sind nach ISO 27001 zertifiziert. Das Tool ist vollständig DSGVO-konform. Für dich bedeutet das: Sensible Mitarbeiterdaten verlassen die EU nicht. Rechtliche Unsicherheiten durch Drittlandübermittlungen entfallen komplett.
Clockify wird vom US-amerikanischen Unternehmen CAKE.com Inc. betrieben. Zwar erfolgt die Speicherung standardmäßig global, doch bietet Clockify für Pro- und Enterprise-Pläne die Option, operative Daten (wie Zeiteinträge und Rechnungen) in Deutschland (also der EU-Region) zu hosten. Da administrative Stammdaten weiterhin global verarbeitet werden können und der Anbieter US-basiert ist, bleibt eine sorgfältige Prüfung der EU-Standardverträge sowie eine Dokumentation des Datentransfers für deutsche Datenschutzanforderungen notwendig.
Bereitstellung: Cloud-first bei beiden
Sowohl Clockodo als auch Clockify Tools sind reine Cloud-Lösungen (SaaS). Es ist keine lokale Installation nötig, Wartung und Updates laufen automatisch. Eine On-Premise-Variante gibt es bei beiden Anbietern nicht.
Testphase: Kostenlos ausprobieren vs. dauerhaft kostenlos nutzen
Clockodo bietet eine 14-tägige Testphase mit vollem Funktionsumfang. Du kannst alle Features unverbindlich testen und nach Ablauf wählst du einen passenden Tarif. Die bereits erfassten Zeiten bleiben dir hierbei erhalten. Zusätzlich gibt es einen kostenlosen Free-Plan für Solo-Selbstständige mit einem User, der die Basis-Zeiterfassung, Projektzeiten und E-Mail-Support umfasst.
Clockify ist dauerhaft kostenlos nutzbar. Der Free-Plan hat keine Begrenzung bei Projekten oder User-Anzahl. Allerdings fehlen wichtige Funktionen wie Zeitimport, Pausen-Management oder erweiterte Berichte. Diese sind erst in den kostenpflichtigen Tarifen verfügbar.
Kundenservice: Deutscher Premium-Support vs. Community-fokussierter Ansatz
Clockodo bietet deutschsprachigen Support per Telefon und E-Mail für alle Kund*innen. Der persönliche Service ist in allen Tarifen inklusive. In den höheren Paketen (Basic Plus, Pro Plus) kommt priorisierter Support mit Service-Level-Agreement hinzu. Die Erreichbarkeit ist auf übliche Geschäftszeiten begrenzt, dafür erfolgt die Hilfe direkt auf Deutsch.
Clockify setzt primär auf englischsprachigen Support. Ein 24/7-Support ist laut eigenen Angaben verfügbar, allerdings hauptsächlich über Community-Foren und Wissensdatenbanken. Direkter persönlicher Support per E-Mail oder Chat ist vorhanden, aber je nach Tarif unterschiedlich priorisiert.
Integrationsmöglichkeiten: Deutscher Fokus vs. globales Ökosystem
Clockodo kombiniert spezifische Schnittstellen für den DACH-Markt mit einer offenen Systemarchitektur. Neben direkten Anbindungen an deutsche Lösungen wie Lexware Office oder sevDesk und verschiedene Lohnsysteme ist die Software über Zapier sowie eine API-Schnittstelle auch in globale Workflows integrierbar. Für das Projektmanagement stehen Browser-Extensions für Tools wie Jira, Asana oder Trello zur Verfügung, die eine Zeiterfassung direkt innerhalb der jeweiligen Tickets ermöglichen und die Daten automatisch zuordnen. Somit deckt Clockodo sowohl regionale Buchhaltungsanforderungen als auch den Bedarf an flexiblen, individuellen Software-Verknüpfungen ab.
Clockify bietet ebenfalls ein breites Ökosystem mit über 90 Integrationen. Dazu zählen internationale Tools wie Salesforce, Slack oder GitHub. Die Integration erfolgt häufig über Drittanbieter oder die API. Für global agierende Teams mit internationalen Tool-Stacks ist das ein klarer Vorteil. Deutsche Buchhaltungssysteme sind seltener direkt angebunden.
Preisstruktur: Transparente Staffelung vs. Feature-basierte Pakete
Clockodo rechnet pro User und Monat ab. Die Preise sind in Euro, transparent und ohne versteckte Kosten. Hier die Übersicht:
Preismodell | Kosten | Umfang |
|---|---|---|
Free | Kostenlos | 1 User, Arbeitszeiterfassung, Projektzeiterfassung, E-Mail-Support, PDFs mit Clockodo-Logo |
Basic | 4 € / User / Monat | Stempeluhr, mobile Apps, Stundenkonten, Sollstunden, Urlaubskalender, Abwesenheitsanfragen, persönlicher Support |
Pro | 10 € / User / Monat | Alle Basic-Features plus Kunden & Projekte, konfigurierbare Berichte, Stundensätze & Pauschalen, Rechnungstools-Anbindung |
Stand: Januar 2026. Mehr Details zu den Clockodo-Preisen findest du auf OMR Reviews oder der Website des Anbieters.
Clockify arbeitet mit gestaffelten Feature-Paketen. Die Preise sind in US-Dollar und variieren je nach Wechselkurs. Hier die Übersicht:
Preismodell | Kosten | Umfang |
|---|---|---|
Free | Kostenlos | Unbegrenzte Zeiterfassung, Kalender, Berichte |
Basic | 3,99 $ / User / Monat | Unbegrenzte Zeiterfassung, Timer, Stundenzettel, Kiosk, Apps, Berichte, API & Webhooks, unbegrenzte User & Projekte |
Standard | 5,49 $ / User / Monat | Alles in Basic plus Zeitimport, Pausen, Pflichtfelder, Zeitprüfung, Custom Exports, Massenbearbeitung, Projekt-Templates |
Pro | 7,99 $ / User / Monat | Alles in Standard plus Custom Fields, GPS-Tracking, Screenshots, Arbeitskosten & Gewinn, Budgets & Prognosen, Warnungen, Ausgaben |
Enterprise | 11,99 $ / User / Monat | Alles in Pro plus Single Sign-On (SSO), Custom Subdomain, Audit-Protokoll, erweiterte Kontrolle |
Stand: Januar 2026. Zusätzliche Kosten können durch Währungsumrechnung anfallen. Mehr Details zu den Clockify-Preisen findest du auf OMR Reviews oder der Website des Anbieters.
Branchenverteilung: Wo werden Clockodo und Clockify genutzt?
Eine Auswertung der beiden OMR Reviews Tool-Profile zeigt unterschiedliche Branchenschwerpunkte:
Clockodo wird vor allem in diesen Branchen genutzt:
- Informationstechnologie (23,3 %)
- Dienstleistungen (16,7 %)
- Elektrotechnik (13,3 %)
- Gesundheitswesen & Sozialwesen (10 %)
Die übrigen 36,7 % entfallen auf sonstige Branchen, darunter Marketing & Werbung, Software, Hotel & Gaststätten sowie Forschung & Entwicklung.
Clockify zeigt eine andere Verteilung:
- Baugewerbe (33,3 %)
- Informationstechnologie & -dienste (22,2 %)
- Elektrotechnik (11,1 %)
- Forschung & Entwicklung (11,1 %)
Die restlichen 22,3 % verteilen sich auf sonstige Branchen wie Bildungswesen und Metallindustrie/-verarbeitung.
Auswertung der Branchen, die die Tool-Profile auf OMR Reviews am häufigsten besuchen; Zeitraum: Oktober 2025 bis Januar 2026.
Anwendungsfälle: die wichtigsten Features von Clockodo und Clockify
Kernfunktionen: Stempeluhr, Projektzeiterfassung und Abwesenheiten
Clockodo deckt alle drei Bereiche umfassend ab. Die Stempeluhr läuft per Klick am Desktop oder mobil in der App. Mitarbeitende erfassen Kommen, Gehen und Pausen. Die Projektzeiterfassung ordnet Zeiten Kund*innen, Projekten und einzelnen Leistungen zu. Budgets, Stundensätze und Pauschalen lassen sich hinterlegen. Das Abwesenheitsmanagement verwaltet Urlaub, Krankheit und Überstundenabbau mit rechtssicheren Stundenkonten, Soll-Stunden und automatischen Pausenregelungen.
Clockify bietet ebenfalls Zeiterfassung per Timer und Stundenzettel, Projektzuordnung sowie fakturierbare Zeitsätze. Die Abwesenheitsverwaltung ist vorhanden, aber weniger stark auf deutsche Arbeitszeitregelungen ausgelegt. Pausenvorschriften und Soll-Stunden-Konten sind nicht standardmäßig integriert. Dafür punktet Clockify mit GPS-Tracking und Screenshot-Funktionen für mobile Teams.
Reporting und Auswertungen
Clockodo setzt auf individuell konfigurierbare Berichte. Du filterst nach Projekten, Kund*innen, Mitarbeitenden und Zeiträumen. Das System zeigt dir, wo Zeit effizient genutzt wurde und wo Optimierungsbedarf besteht. Die Berichte lassen sich als CSV und PDF exportieren oder direkt an Buchhaltungs- oder Lohnsysteme übergeben. Für Agenturen und Dienstleister*innen, die detaillierte Kundenabrechnungen brauchen, ist das ein großer Vorteil.
Clockify bietet ein umfangreiches Reporting-System mit verschiedenen Berichtstypen. Das Dashboard zeigt auf einen Blick die erfasste Zeit. Der Zusammenfassungsbericht schlüsselt nach Team, Projekt und Datum auf. Im detaillierten Bericht siehst du alle Zeiteinträge einzeln und kannst sie bearbeiten. Zusätzlich gibt es Kosten- und Gewinnberichte, wöchentliche Übersichten und Ausgabenberichte. Alle Daten lassen sich als CSV, Excel oder PDF exportieren. Berichte können per Link geteilt oder automatisch per E-Mail verschickt werden.
Branchenspezifische Zeiterfassung
Clockodo richtet sich gezielt an deutsche Branchen und deren Anforderungen. Typische Einsatzbereiche sind Agenturen, Kanzleien, Architektur- und Ingenieurbüros, Handwerksbetriebe, Dienstleister*innen im Außendienst, Arztpraxen, öffentliche Verwaltungen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Die Software kennt deutsche Besonderheiten wie Feiertage, Tarifverträge und Pausenregelungen. Für Bau- und Montagebetriebe gibt es mobile Erfassung, für Agenturen und Systemhäuser Projektzeiterfassung mit Kundenabrechnungen. All das bietet Clockodo sowohl mit deutscher als auch englischsprachiger Bedienoberfläche, sodass auch internationale Teams das Tool nutzen können.
Clockify deckt eine breite Palette internationaler Branchen ab. Dazu gehören Buchhaltung, Agenturen, Anwaltskanzleien, Beratung, Softwareentwicklung, Marketing, Design, PR, Architektur sowie Bereiche wie Callcenter, Logistik, Produktion, Einzelhandel, Gastronomie, Gesundheitswesen, Bildung, Bauwesen, Landschaftsbau, Reinigung und viele mehr. Die Ausrichtung ist global, weniger auf deutsche Arbeitszeitregelungen zugeschnitten. Für internationale Teams mit englischsprachiger Kommunikation ist das passend.
Stärken und Schwächen laut OMR Reviews-Nutzer*innen
Aktuell zählt Clockodo über 760 Bewertungen und kommt dabei auf einen OMR Score von 4,6. Clockify zählt 56 Bewertungen und schafft es auf eine Bewertung von 4,3 Sternen (Stand: Januar 2026). Hier findest du einige Punkte, die die Nutzer*innen begeistern und solche, die sie für verbesserungswürdig halten:
Das sagen Nutzer*innen über Clockodo
Stärken | Potenziale |
|---|---|
Einfache Bedienung, schnelle Einarbeitung | Zwei-Faktor-Authentifizierung fehlt |
Support reagiert schnell und hilft zuverlässig | Zeiten nachtragen bei Timer-Fehlern umständlich |
Integration mit lexoffice, sevdesk und Co. funktioniert schnell und einfach | Reports können nicht direkt im Tool miteinander verknüpft werden |
„Kompaktes und einfaches Design, welches sich intuitiv nutzen lässt. Dadurch braucht es keine längere Onboarding-Phase, um Clockodo einzuführen. Durch das Sparen von viel Schnickschnack kommt es schnell auf den Punkt und überfordert die Mitarbeiter nicht.“ – Senthu, CarbonFreed GmbH
Das sagen Nutzer*innen über Clockify
Stärken | Potenziale |
|---|---|
Kostenlose Version mit vielen Funktionen | Oberfläche wirkt veraltet und wenig modern |
Detaillierte Reports und Auswertungen | Soll-Arbeitszeiten nur in kostenpflichtigen Tarifen |
Funktioniert geräteübergreifend (App & Browser) | Keine vollständige Compliance mit deutschen Arbeitszeitgesetzen |
„Clockify ist sehr einfach zu bedienen. Die Dashboard-Funktion hilft mir, die gesamten Stunden und Kosten im Blick zu haben. Mittels Report-Funktion können sehr granulare und Mitarbeiter spezifische Reports erstellt werden.“ – Michael, Digital Hub AG
(Stand aller Nutzer-Angaben: Januar 2026)
Der deutsche Zeiterfassungs-Markt: Besonderheiten und Trends
Gesetzliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung
Seit September 2022 müssen Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten erfassen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG diese Pflicht begründet. Unternehmen müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit dokumentieren – inklusive Überstunden. Das gilt für alle Unternehmen, unabhängig von der Größe. Eine reine Überstundendokumentation reicht nicht. Elektronische Systeme sind zwar noch nicht zwingend vorgeschrieben, gelten aber als Standard, weil sie die Anforderungen an Verlässlichkeit und Zugänglichkeit erfüllen.
Hohe Sensibilität bei Mitarbeiterdaten
Arbeitszeitdaten sind personenbezogene Daten und unterliegen vollständig der DSGVO und dem Bundesdatenschutzgesetz. Aus ihnen lassen sich Rückschlüsse auf Verhalten, Leistung, Pausenverhalten und Aufenthaltsorte ziehen. Besonders kritisch sind Funktionen wie GPS-Tracking oder detaillierte Auswertungen pro Mitarbeiter*in. Sie müssen begründet, auf das Nötigste beschränkt und transparent dokumentiert werden. Gute Zeiterfassungssysteme arbeiten mit rollenbasierten Zugriffsrechten, kurzen Löschfristen und klarer Information der Beschäftigten.
Integration in HR- und Lohnabrechnungssysteme
Zeiterfassung funktioniert am besten, wenn sie direkt mit Lohnabrechnung und HR-Stammdaten zusammenarbeitet. Typische Schnittstellen sind Personalnummern, Kostenstellen, Schichtmodelle, Zuschläge und Abwesenheitsarten. Saubere Anbindungen an SAP, Lexware oder HR-Systeme reduzieren manuellen Aufwand und Fehler bei der Abrechnung. Deutsche Anbieter können hier mit vorkonfigurierten Lohnarten, tariftypischen Regeln und deutschsprachigem Support punkten.
Betriebsrat und Mitbestimmung
Zeiterfassungssysteme unterliegen in der Regel der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Sie gelten als technische Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle. Das BAG hat klargestellt: Die Einführung ist gesetzlich vorgeschrieben, aber der Betriebsrat hat bei Ausgestaltung und Anwendung ein Mitspracherecht. Das betrifft Umfang der Daten, Auswertungsrechte, Löschfristen und mobile Nutzung. Erfolgreiche Projekte setzen auf Betriebsvereinbarungen, klare Zweckbindung und Transparenz gegenüber der Belegschaft.
Trend zu mobiler Erfassung und Flexibilität
Digitale Zeiterfassung ist Standard. Die meisten Unternehmen nutzen heute PC-Systeme, Smartphone-Apps oder stationäre Terminals – oft in Kombination. Treiber der mobilen Erfassung sind Homeoffice, Außendienst und wechselnde Einsatzorte. Unternehmen brauchen flexible Apps, die gleichzeitig rechtssichere Dokumentation und DSGVO-Konformität bieten. Excel und handschriftliche Zettel sind rückläufig, aber noch verbreitet.
Fazit: Welches Tool passt zu wem?
Beide Tools erfüllen die Grundanforderungen moderner Zeiterfassung. Die Wahl hängt davon ab, welche Prioritäten du setzt.
Clockodo punktet mit deutschem Datenschutz, rechtssicherer Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes und gezielten Integrationen für den DACH-Markt. Die Projektzeiterfassung mit Kundenabrechnungen ist stark ausgeprägt. Wer mit Betriebsrat arbeitet oder DSGVO-konforme Dokumentation braucht, findet hier eine hervorragende Basis.
Clockify überzeugt durch ein dauerhaft kostenloses Angebot und eine breite Feature-Palette in den höheren Tarifen. Das Tool ist international ausgerichtet und eignet sich für Teams, die weniger Wert auf deutsche Rechtssicherheit legen (müssen). Die englischsprachige Oberfläche und das globale Ökosystem passen zu Unternehmen mit internationalen Strukturen.
Clockodo ist eine gute Wahl, wenn du …
- Wert auf deutschen Datenschutz und Serverstandort legst
- Konformität mit dem Arbeitszeitgesetz benötigst
- Deutschen Support und rechtssichere Dokumentation bevorzugst
- Projektzeiterfassung mit Kundenabrechnung verbinden willst
- Mit Betriebsrat oder Datenschutzbeauftragten zusammenarbeitest
Clockify ist eine gute Wahl, wenn du …
- Ein kostenloses Tool für kleine Teams suchst
- Internationale Teams mit englischsprachiger Oberfläche koordinierst
- Einfache Zeiterfassung ohne komplexe Compliance-Anforderungen brauchst
- Viele globale Integrationen nutzen möchtest
Unser Tipp: Beide Tools bieten kostenlose Testversionen. Prüfe deshalb einfach selber, welches besser zu deinen Workflows und Unternehmensstrukturen passt.