Digitaler Premiumverkauf: Remote Closing als Game Changer in einem umkämpften Markt

High-Ticket-Verkauf durch Remote Closing neu gedacht: Digital, effizient und skalierbar

Inhalt
  1. Remote Closing versus klassischer Vertrieb
  2. Psychologie bei Online-Kaufentscheidungen
  3. So funktioniert der Remote-Sales-Funnel 
  4. Herausforderungen bei High-Ticket-Sales
  5. Das digitale Setup für Remote Closing
  6. Entscheidende KPIs für High-Ticket-Verkäufe
  7. Typische Stolpersteine beim Remote Closing
  8. Ausblick
Das Wichtigste in Kürze
  • Remote Closing bezeichnet den kompletten, ortsunabhängigen Verkaufsprozess von High-Ticket-Produkten über digitale Kanäle.
  • Die zentralen Vorteile sind räumliche Unabhängigkeit, zeitliche Flexibilität und eine deutliche Steigerung der Skalierbarkeit.
  • Der Erfolg basiert auf absoluter Offenheit, der Verbindung von Fakten und Visionen sowie der Fokussierung auf die rationale Denkweise der Zielgruppe.
  • Ein strukturierter 8-Phasen-Sales-Funnel, der von der Lead-Generierung bis zum Abschluss reicht, ist für diesen Vertriebsansatz essenziell.
  • Der erfolgreiche Einstieg erfordert fundierte Verkaufserfahrung, umfassendes Fachwissen und einen finanziellen Puffer für die bis zu einjährige Anlaufphase.
 
 
Stell dir vor: Ein*e Käufer*in investiert 400.000 Euro in eine Immobilie, ohne sie jemals tatsächlich vor Ort gesehen zu haben. Vor zehn Jahren hätte das wie Science-Fiction geklungen. Heute ist es Realität, nennt sich Remote Closing und bezeichnet den kompletten Verkaufsprozess hochwertiger Produkte über digitale Kanäle, angefangen bei der ersten Kontaktaufnahme bis hin zum Vertragsabschluss. 
Besonders spannend wird es bei High-Ticket-Produkten im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Hochpreisige Beratungsleistungen oder exklusive Finanzprodukte erfordern normalerweise intensive persönliche Betreuung. Doch der ortsunabhängige Vertrieb eröffnet völlig neue Möglichkeiten – räumliche Grenzen lösen sich auf, Zyklen verkürzen sich und die Effizienz steigt deutlich.
In diesem Artikel zeige ich dir aus meiner Praxis im Verkauf von High-Ticket-Immobilien auf, wie Remote Closing funktioniert, welche psychologischen Faktoren Online-Kaufentscheidungen beeinflussen und wie du einen professionellen Remote-Sales-Funnel etablierst.

Remote Closing versus klassischer Vertrieb

Mit Remote Closing ist gemeint, dass der gesamte Verkaufsprozess über Online-Kanäle stattfindet. Sämtliche Vertragsverhandlungen, Entscheidungen sowie Abschlussgespräche erfolgen ohne physische Präsenz der Beteiligten. Allerdings ist das nicht der einzige Unterschied zum klassischen Vertrieb: Umfassendes Remote Closing geht über das Medium selbst hinaus, diese Art von Handel ist die Philosophie des jeweiligen Unternehmens. 
Im herkömmlichen Tagesgeschäft stellte die reale Gegenwart von Personen das Herzstück dar. Du hast Interessent*innen persönlich getroffen, ihnen die Hand geschüttelt und über das gemeinsame Mittag- oder Abendessen hinweg Vertrauen aufgebaut. Beim Remote Closing ersetzt du das durch digitale Touchpoints: Videokonferenzen statt Treffen in Persona, Online-Präsentationen statt gedruckter Exposés und Messengerdienste statt Telefonaten.
Folgende drei zentrale Aspekte machen das Remote Closing aus: 
  1. Räumliche Unabhängigkeit, da ich eine*n Kund*in in München beraten kann, obwohl ich in diesem Moment in Kassel sitze. 
  2. Zeitliche Flexibilität, weil sich auf dieser Basis Verkaufsgespräche effizienter takten lassen, beispielsweise durch das Entfallen von Anfahrten zu potenziellen Kund*innen.
  3. Skalierbarkeit infolge des Umstands, dass ich aufgrund der Zeitersparnis deutlich mehr qualifizierte Gespräche pro Tag führen kann als im gewöhnlichen Außendienst.
Mein Time Management und meine Verkaufsaktivitäten haben sich durch Remote Closing revolutioniert. Früher benötigte ich für drei Termine bei der Kundschaft nahezu einen ganzen Tag, heute realisiere ich sechs bis acht intensive Beratungsgespräche in der gleichen Zeitspanne. Die Effizienzsteigerung liegt bei knapp 200 Prozent. Mehr zum Thema Optimierung findest du im OMR-Beitrag Online-Vertrieb.

Warum High-Ticket-Produkte ideal sind

Bei High-Ticket-Produkten handelt es sich um Investitionen über 10.000 Euro, die sowohl physische Produkte als auch Dienstleistungen umfassen. In meinem Fall geht es regelmäßig um Immobilien zwischen 300.000 und 600.000 Euro. Die Zielgruppe verfügt zwar über Kapital, hat jedoch wenig Zeit.
Seien es Unternehmer*innen, Mediziner*innen oder IT-Führungskräfte, sie alle verdienen oftmals im sechsstelligen Bereich, können sich aber tagsüber kaum für private Termine loseisen. Exakt hier greift das Remote-High-Ticket-Closing: Beratungsgespräche finden per Videokonferenz statt, ganz ohne Aufwand für ein physisch persönliches Gegenüber.  
Auf Basis meiner Erfahrungen kann ich sagen, dass die vorgenannte Kundengruppe in Zahlen denkt, definitiv kaum in Emotionen. Zeige ich einem Geschäftsführer auf, dass ein WG-Konzept seine Steuerlast von 52.000 Euro auf 22.000 Euro senken kann, dann interessiert ihn die Tapete der Zimmer in dieser WG nicht. Sein Augenmerk gilt einzig der Renditekalkulation. Aufgrund dieser rationalen Logik zeigt sich das Remote Closing für High-Ticket-Produkte und Dienstleistungen absolut überlegen.
Verdeutlichen kann ich dies anhand eines konkreten Beispiels aus meinem beruflichen Alltag: Ein Software-Engineer wollte seine Steuerlasten optimieren und suchte nach einer passenden Anlagelösung. Der Erstkontakt lief über Social Media. Danach folgten zwei Videocalls, in denen wir das Konzept Schritt für Schritt dargelegt haben, plus Rückfragen per E-Mail. Parallel verglichen wir mehrere Objekte im Detail und stimmten eine mögliche Finanzierung ab. Nach zehn Wochen mit nur kurzem weiteren Austausch stand der Notartermin – das erste und einzige persönliche Treffen im gesamten Prozess.

Psychologie bei Online-Kaufentscheidungen

Beim Remote Closing ist Psychologie ausschlaggebend für den Erfolg. Sich auf sechsstellige Geschäfte ohne physischen Kontakt einzulassen, widerspricht eigentlich allem, was wir in unserem Leben gelernt haben. Hierzu im Einzelnen:
Vertrauen aufbauen im virtuellen Raum funktioniert anders als offline. Ein Händedruck, der erste Sicherheit vermittelt, existiert nun mal nicht. Stattdessen muss ich mit absoluter Offenheit und Klarheit agieren. Dabei zeige ich nicht nur Erfolgsbeispiele, sondern erkläre darüber hinaus, welche Risiken bestehen und was realistisch zu erwarten ist.
Die fehlende physische Erfahrbarkeit ist besonders bei Immobilien eine echte Herausforderung. Mein Ansatz: Ich arbeite mit qualitativ sehr hochwertigen Videos, 3D-Rundgängen und präsentiere beim Notartermin eine bereits fertig sanierte Referenzwohnung. So können sich Käufer*innen mühelos vorstellen, wie ihr Objekt aussehen wird.
Nicht unwesentlich ist weiterhin eine gewisse Balance zwischen Emotion und Ratio. Bei High-Ticket-Investitionen dominieren zwar sachliche Überlegungen zu Ertrag, Steuervorteilen und Wertsteigerung. Doch nur Zahlen allein bringen Deals selten in trockene Tücher. Auch emotional muss es passen. Deshalb verbinde ich Fakten mit Visionen: finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau, Altersvorsorge. Kund*innen generieren neben lukrativen Renditen mehr, nämlich nachhaltige Perspektiven.
Mitunter höre ich den Einwand: "Das klingt zu schön, um wahr zu sein." In derartigen Situationen lösen absolute Nachvollziehbarkeit in der Kalkulation sowie Social Proof durch Referenzen bestehende Zweifel auf. Authentizität ist das Fundament, ich verkaufe nur Objekte, die ich selbst erwerben würde. Und diese persönliche Überzeugung spüren die Interessent*innen auch bei einem Videocall.
Lesetipp

Lesetipp: Du willst mehr über Vertriebsoptimierung erfahren? Wir zeigen dir alles, was du wissen musst.

So funktioniert der Remote-Sales-Funnel 

Für einen lohnenden Remote-Sales-Funnel für High-Ticket-Produkte sind klare Strukturen unumgänglich. Diese unterteilen sich in acht Phasen:
Phase 1: Lead-Generierung – Meta-Anzeigen auf Instagram und Facebook werden auf eindeutig definierte Zielgruppenmerkmale ausgerichtet. Statt großer Versprechen stehen nachvollziehbare Szenarien und transparente Annahmen im Fokus.
Phase 2: Vorqualifizierung – Externe Setter*innen klären vorab die wichtigsten Rahmenbedingungen: Budget und Liquidität, Ziel und Zeithorizont sowie den Entscheidungsweg. Dadurch startet das Erstgespräch nicht bei den Basics, sondern bei den relevanten Punkten.
Phase 3: Strategiesession – Das initiale Gespräch dauert 45 Minuten. Ich stelle eine Vielzahl von Fragen, wobei ich mehr zuhöre als rede. Keine Verkaufsveranstaltung, vielmehr eine ehrliche Bedarfsanalyse.
Phase 4: Angebotspräsentation – Es werden 2 bis 3 passende Optionen vorgestellt. Anhand nachvollziehbarer Annahmen wird alsdann durchgerechnet, welche Effekte realistisch zu erwarten sind. 
Phase 5: Follow-up – Nach fünf bis sieben Tagen werden alle bis dahin noch offenen Fragen geklärt. Verbleibende Punkte werden geschlossen, im Anschluss wird entschieden, ob und wie es weitergeht.
Phase 6: Finanzierungsprüfung – Externe Partner evaluieren Unterlagen, Bonität und Finanzierungsrahmen. Ein CRM-System sorgt dafür, dass Aufgaben, Dokumente und Status für alle Beteiligten stets transparent bleiben.
Phase 7: Reservierung und Kaufvertragsvorbereitung – Nach der positiven Entscheidung wird das Objekt reserviert und der Vertragsentwurf erstellt. Die Kernpunkte werden unmissverständlich zusammengefasst, damit etwaige noch bestehende Unklarheiten vor dem Unterschriftstermin sauber abgeklärt sind.
Phase 8: Abschluss – Im persönlichen Termin, meist dem ersten und einzigen, wird der Vertrag unterzeichnet und die Umsetzung der nächsten Schritte fixiert.
Die Timeline zur Umsetzung dieses Konzepts liegt bei durchschnittlich acht bis zwölf Wochen. Dabei sind effiziente Sales-Tools unverzichtbar. 
OMR Remote Sales Funnel Prozess.png

Herausforderungen bei High-Ticket-Sales

Lange Verkaufszyklen erfordern Ausdauer

Während niedrigpreisige Produkte oft in ein bis zwei Gesprächen verkauft werden, erstrecken sich High-Ticket-Sales regelmäßig über Wochen oder Monate. Diese Zeit muss intensiv mit Beratung und Vertrauensaufbau gefüllt werden, auch wenn es keine Garantie für einen Abschluss gibt.

Komplexe Finanzierungsstrukturen als Risikofaktor

Ein negativer Bescheid einer Bank kann das Geschäft platzen lassen. Verkäufer tun gut daran, alternative Finanzierungswege zu eruieren und vorzubereiten und sollten idealerweise mit mehreren hierauf spezialisierten Partnern kooperieren.

Hohe Verantwortung und psychischer Druck

Sechsstellige Investitionen, die auf Fehlberatungen beruhen, vermögen bei Kund*innen existenzielle Folgen auszulösen. Verkäufer wiederum sehen sich in solchen Fällen erheblichen rechtlichen und meist auch reputationsschädigenden Konsequenzen gegenüber. Deshalb ist durchgehend höchste Sorgfalt notwendig.

Umfassendes Fachwissen als Voraussetzung

Es bedarf weit mehr als klassischem Verkaufsgeschick. Essenziell sind das Verständnis branchenspezifischer Besonderheiten, steuerlicher Implikationen und komplexer Finanzierungsstrukturen.

Cashflow-Management

Die Provisionsauszahlung erfolgt oft erst Monate nach Vertragsabschluss. Mindestens ein Jahr Vorlauffinanzierung muss man einplanen, um die laufenden Kosten zu decken. Tipps zur Sales Performance Management helfen bei der Optimierung.

Das digitale Setup für Remote Closing

Elementar sind die richtigen Tools. Nachstehend einige bewährte Möglichkeiten:
Videokonferenz-Tools wie Zoom sind das Herzstück. Die Bildqualität muss perfekt sein, die Verbindung stabil. Investiere in gute Hardware – eine 4K-Webcam und ein professionelles Mikrofon machen definitiv den Unterschied.
CRM-Systeme wie cobra CRM oder weclapp zeigen: Wo steht jeder Kunde? Welche nächsten Schritte sind erforderlich? In der CRM-Kategorie findest du eine Übersicht aller Optionen.
Im Rahmen der Vertragsverwaltung kann sproof sign für digitale Signaturen genutzt werden. ContractHero hilft beim Vertragsmanagement und erinnert an Fristen.
Die Kommunikation mit Kund*innen, Backoffice und Finanzierungspartner*innen erfolgt vorzugsweise über WhatsApp-Gruppen oder dergleichen. Hierdurch ist gewährleistet, dass alle Beteiligten Updates in Echtzeit sehen.
Für Präsentationen arbeite ich mit einem Excel-basierten Kalkulationstool, das ich live über Bildschirmfreigabe zeige. Diese direkt übertragene Berechnung ist überzeugender als statische PowerPoints.
Das Dokumenten-Management läuft über Google Drive. Jede*r Kund*in bekommt einen passwortgeschützten Ordner für Upload per Drag-and-Drop.
Bei der Automatisierung bieten sich Inhubber für E-Mail-Sequenzen und Zapier für Tool-Verbindungen an. In der Sales-Kategorie sind weitere hilfreiche Werkzeuge aufgeführt.
Agenturen wie ahorn.gmbh, Consileon oder Cremanski & Company assistieren bei der professionellen CRM-Implementierung.
OMR Tools für effektiven Remote-Vertrieb.png

Entscheidende KPIs für High-Ticket-Verkäufe

Präzise Kennzahlen sind fundamental, um Verkaufsprozesse zu optimieren, Ergebnisse abzubilden und  Engpässe zu identifizieren.
Zunächst geht es um die Conversion vom Lead zum qualifizierten Beratungsgespräch, die aufzeigt, wie gut die Lead-Generierung funktioniert. Noch wichtiger ist jedoch die Abschlussquote vom Beratungsgespräch zum Kaufvertrag. Sie spiegelt die tatsächliche Verkaufsleistung wider und variiert stark nach Produktkomplexität und Preissegment.
Das durchschnittliche Deal-Volumen hängt erheblich von der Branche ab. Bei Immobilien kann sich das im Bereich sechsstelliger Summen bewegen, wobei die Zyklusdauer typischerweise vier bis acht Wochen beträgt, bei komplexen B2B-Lösungen auch drei bis vier Monate. Die Cost-per-Acquisition im High-Ticket-Segment liegt deutlich höher als bei niedrigpreisigen Produkten. Insgesamt sollten diese Kosten in Relation zum Deal-Volumen betrachtet werden.
Lead-Qualität-Scoring-Systeme helfen, Ressourcen auf die vielversprechendsten Interessent*innen zu konzentrieren. Es empfiehlt sich, Schwellenwerte wie finanzielle Qualifikation und Engagement-Level zu definieren, ab deren Erreichen mit den Leads in intensivere Prozesse eingestiegen wird. Eindeutiger Vorteil: Kaum Zeitverlust durch Bearbeitung unqualifizierter Anfragen.
Der wahre Wert eines ersten Verkaufsabschlusses zeigt sich in der Customer Lifetime. Folgegeschäfte und Weiterempfehlungen stehen exemplarisch für gut erbrachte Leistungen. Details hierzu können im Software-Guide Sales-Tech nachgelesen werden.
OMR High Ticket Sales Funnel.png

Typische Stolpersteine beim Remote Closing

Positive Abschlussgespräche gelingen beim Remote Closing insbesondere dann, wenn typische Hürden früh adressiert werden. Eine gute Remote-Closing-Erklärung beginnt mit Vertrauen auf Basis einer klaren Agenda, transparenter Unterlagen und einem sauber formulierten nächsten Schritt. Sofern es sich um rein digitale Produkte handelt, sind strukturierte Demos per Screensharing, kurze Videos oder ein Testrahmen überaus hilfreich. Ein Technikcheck vorab und ein Telefon als Backup halten den Prozess stabil. 
Im Falle komplexer Verträge oder Finanzierungen sorgen Klartext-Zusammenfassungen, Checklisten und ein kurzes Recap nach dem Call für einen ausführlichen Überblick. Negative Vorerfahrungen lassen sich durch offene Risikoansprache und nachvollziehbare Prüfschritte entkräften. Lange Zyklen profitieren von Meilensteinen mit Terminen. Missverständlicher Darlegung kann mit guten Kommunikationsfähigkeiten und präziser Gesprächsführung entgegengewirkt werden.

Erfolgreich mit Remote Closing durchstarten

Für den Einstieg zählen fundierte Verkaufserfahrung, ausgeprägte Dialogbereitschaft, gutes Zeitmanagement, solides Fachwissen und Durchhaltevermögen. Plane eine Anlaufphase ein, durchaus bis zu einem Jahr, bis sich das Modell zuverlässig und profitabel entwickelt. Wertvoll ist ein finanzieller Puffer, der Marketing, Tools und Lebenshaltung abdeckt.
Wähle ein Produkt, hinter dem du wirklich stehst, denn diese Überzeugung wirkt in Gesprächen immer glaubwürdig. Definiere die Zielgruppe so konkret, dass sie sich sofort wiedererkennt. Halte niemals etwas allgemein, sondern stets unter Darstellung aller denkbaren Nutzen. 
Im Marketing hilft der Fokus auf einen Hauptkanal, der konsequent getestet, gemessen und, falls funktionierend, ausgebaut wird. Sämtliche Prozesse sollten von Beginn an dokumentiert werden, damit sich später unproblematisch delegieren lässt. Beim Begründen eines Teams ist schrittweises Vorgehen indiziert, zuerst Backoffice und Content Support, später spezialisierte Partner. Setze realistische Erwartungen, das erste Jahr ist Aufbau, ab dem zweiten zahlt sich die Vorarbeit meist deutlich stärker aus.

Ausblick

Remote Closing ist die Zukunft des High-Ticket-Vertriebs. Vertrauen bleibt entscheidend, nur die Art, wie du es aufbaust, ändert sich. In diesem Zuge schlägt Transparenz Hochglanz-Marketing. Technologie ist der Enabler, aber du selbst verkaufst. Und Geduld ist Notwendigkeit.
KI und Automatisierung werden wichtiger: Chatbots für Qualifizierung, automatische Follow-ups, Kalkulationen basierend auf künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig nimmt die Relevanz menschlicher Verbindung erheblich zu. Insbesondere aufgrund der fortschreitenden Technologisierung avancieren persönliche Touchpoints zu echten Game Changern.
Remote Closing wird sich im High-Ticket-Bereich weiter durchsetzen: B2B-Software, Unternehmensberatung, Luxusgüter. Firmen, die schon heute auf den Zug aufspringen und die erforderlichen Prozesse implementieren, werden die Marktführer von morgen sein.
Fasse den Mut, neue Wege zu gehen. Die Zukunft gehört digitalen Abschlüssen. Wer High-Ticket-Produkte weiterhin offline verkauft, begrenzt sein Wachstum selbst.
 
 
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Fabian Preißler
Autor*In
Fabian Preißler

Fabian Preißler ist Gründer von WGKONZEPTE.DE. Mit über zwei Jahrzehnten Verkaufserfahrung und mehr als 20.000 Gesprächen mit Interessent*innen hat er sich auf die digitale Vermittlung von WG-Objekten als Kapitalanlage spezialisiert. Remote Closing im High-Ticket-Segment ist sein Fachgebiet. Der Unternehmer berät überwiegend Topverdiener ab 90.000 Euro Jahreseinkommen in Sachen steueroptimierter Immobilieninvestitionen – ohne intensive Reisetätigkeit auf Basis von Remote Closing.

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