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HubSpot Implementierung für Vereine und NGOs: So gelingt die Einführung

Nils Knäpper16.2.2026

Was Implementierung-Expert*innen sozialen Organisationen wirklich empfehlen: Unser praxisnaher Guide inkl. Checkliste für deinen Start

Inhalt
  1. Die 4 kritischen Implementierungspunkte
  2. 1. Datenmigration: Qualität vor Quantität
  3. 2. Technische Integration: Komplexität reduzieren
  4. 3. Prozessanpassung: Struktur statt Chaos
  5. 4. Nutzerakzeptanz und Schulung
  6. Deine Implementierungspartner für HubSpot
  7. Fazit: So gelingt die HubSpot Implementierung für NGOs und Vereine
Vereine und NGOs arbeiten mit einer Vielzahl an Daten: Spenderinformationen, Mitgliederlisten, Newsletter-Kontakte, Event-Teilnahmen. Oft verteilt sich alles auf Excel-Tabellen, verschiedene Tools und E-Mail-Postfächer. Um diese Daten-Silos aufzubrechen, führt der Weg häufig zu einem CRM-System wie HubSpot. Doch vor dem operativen Arbeiten steht ein kritischer Schritt: die Implementierung. Und genau die unterschätzen viele Organisationen, die über keine IT-Abteilung verfügen und sich nebenbei um die Digitalisierung kümmern müssen.
Damit es dir nicht so ergeht, haben wir mit den Implementierungs-Expert*innen York Karsten und Deniz Bergmann von Njiuko gesprochen. Sie begleiten Vereine und NGOs täglich bei der HubSpot-Einführung und kennen die typischen Stolpersteine: unsaubere Datenmigration, überkomplexe Systemanbindungen und Teams, die das neue Tool ablehnen. Ihre Erfahrung zeigt, welche vier strategischen Punkte über Erfolg oder Misserfolg entscheiden und wie du Monate an Nacharbeit vermeidest.
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine erfolgreiche HubSpot-Einführung erfordert eine selektive Datenmigration, bei der Qualität und Aktualität vor reiner Quantität stehen.
  • Bevorzugen Sie native Integrationen gegenüber komplexen Eigenentwicklungen, um technische Fehlerquellen zu minimieren und Kosten zu sparen.
  • Strukturierte Prozesse sind die Basis; analysieren und definieren Sie Ihre Arbeitsabläufe, bevor Sie das System technisch konfigurieren.
  • Die Nutzerakzeptanz entscheidet über den Projekterfolg und muss durch frühzeitige Kommunikation sowie rollenspezifische Schulungen gefördert werden.
  • Ein spezialisierter Implementierungsansatz hilft NGOs, Datensilos aufzubrechen und Ressourcen durch Automatisierung effizienter zu nutzen.
Implementierungsguide
Dein Onboarding in Bestzeit: Mit unserem „Implementierungsguide” erhältst du die wichtigsten Insights von Expert*innen. Wir zeigen die entscheidenden Schritte, um dein System in Bestzeit live zu schalten.

Die 4 kritischen Implementierungspunkte

Im Wesentlichen sind vier Punkte entscheidend dafür, ob deine HubSpot-Einführung gelingt oder scheitert. In diesem Implementierungsguide schauen wir uns die folgenden Aspekte genauer an:
Punkt 01
Datenmigration
Dieser Schritt betrifft die Überführung deiner bestehenden Daten ins neue System. Welche Spenderdaten, Mitgliederinformationen und Kontakthistorien müssen mit? Welche können archiviert bleiben?
Punkt 02
Technische Integration
Hier geht es um die Anbindung deiner bestehenden Systeme an HubSpot. Das betrifft vor allem deinen Online-Shop, dein Newsletter-Tool oder möglicherweise ein ERP-System für die Buchhaltung.
Punkt 03
Prozessanpassung
Dieser Punkt beschreibt die Anpassung deiner Arbeitsabläufe an das neue System. Wie qualifizierst du künftig Interessent*innen? Wie läuft das Lead Management ab? Welche Prozesse kannst du automatisieren?
Punkt 04
Nutzerakzeptanz
Hier steht dein Team im Fokus. Wie holst du alle Mitarbeitenden ab? Wer wird geschult? Wie vermeidest du Widerstand gegen neue Arbeitsweisen?

Über die Implementierungsexpert*innen

Damit die Theorie auch in der Praxis funktioniert, haben wir uns für diesen Artikel zwei Profis an die Seite geholt: York Karsten (Principal Solutions Engineer bei HubSpot) unterstützt mit seiner tiefen technischen Expertise in der Datenmigration, während Deniz Bergmann (CEO von Njiuko) Organisationen strategisch bei der Prozessoptimierung und dem Change Management begleitet. Gemeinsam schlagen sie die Brücke zwischen komplexer IT und dem Arbeitsalltag in NGOs, damit die HubSpot-Einführung in deinem Verein nicht nur technisch reibungslos verläuft, sondern auch langfristig von deinem Team akzeptiert und gelebt wird.

1. Datenmigration: Qualität vor Quantität

Einige der größten Fehler bei der HubSpot-Einführung passieren oft ganz am Anfang: Du lädst alle vorhandenen Daten ins neue System. Excel-Listen aus 2015, inaktive Kontakte, längst veraltete Spenderinformationen. Das Ergebnis ist ein aufgeblähtes CRM, hohe Kosten durch volumenbasierte Tarife und ein Team, das sich durch Datenleichen kämpft. Damit das nicht passiert, musst du einen selektiven Ansatz fahren: 

Zeitliche Filterung anwenden 

Migriere nur Daten der letzten zwei Jahre. Ältere Datensätze verlieren in den meisten Fällen ihre Relevanz. Wenn 75 Prozent deiner Kontakte aus 2015 stammen und seitdem keine Aktivität zeigen, frage dich ehrlich: Brauchst du diese Information wirklich im operativen System?

Aktivitätsbasiert auswählen

Konzentriere dich auf Kontakte mit tatsächlichem Engagement: aktive Spender*innen, Newsletter-Abonnent*innen mit Interaktionen, Event-Teilnehmer*innen der letzten Monate. Diese Filterung reduziert nicht nur die Datenmenge, sondern senkt auch deine monatlichen Kosten bei HubSpot deutlich.

Kostenfallen vermeiden 

HubSpots Preismodell orientiert sich an der Anzahl der Marketing-Kontakte. Eine reduzierte, saubere Datenbank bedeutet niedrigere Kosten und einfachere Datenpflege. York Karsten warnt vor den technischen Hürden bei der Übernahme komplexer Spenderhistorien:
York Karsten

„Viele Vereine wollen ihre gesamte Spendenhistorie migrieren. Das klingt erst mal nachvollziehbar, führt aber zu massiven Problemen. HubSpot ist kein Archiv-System. Die Datenstruktur unterscheidet sich fundamental von Excel oder alten Datenbanken. Wer hier ohne Vorbereitung startet, riskiert Datenverlust oder inkonsistente Zuordnungen. Unser Rat: Definiere vorab klare Kriterien, welche Daten wirklich ins operative System gehören. Der Rest kann als CSV-Backup archiviert bleiben."

– York Karsten, Principal Solutions Engineer bei HubSpot

Checkliste: Welche Daten müssen mit?

Datentyp
Migrieren?
Begründung
Aktive Spender*innen (letzte 2 Jahre)
✅ Ja
Operative Relevanz, laufende Kommunikation
Inaktive Kontakte (>3 Jahre keine Interaktion)
❌ Nein
Keine operative Nutzung, nur Archiv
Newsletter-Abonnent*innen mit Engagement 
✅ Ja
Aktive Zielgruppe für Marketing
Event-Teilnehmer*innen (letzte 12 Monate)
✅ Ja
Relevanz für zukünftige Events
Einmalige Anfragen ohne Follow-up
❌ Nein
Keine strategische Relevanz
Mitgliederdaten (aktive Mitgliedschaft)
✅ Ja
Vertragliche Grundlage, operative Pflicht

Datenvorbereitung: Die wichtigsten Schritte

Bevor du den Import startest, bereite deine Daten vor:
  • Duplikate bereinigen: Durchsuche deine Listen nach doppelten E-Mail-Adressen oder Namen
  • Felder standardisieren: Einheitliche Schreibweisen für Städte, Postleitzahlen, Anreden
  • Pflichtfelder prüfen: HubSpot benötigt mindestens eine E-Mail-Adresse oder einen Namen pro Kontakt
  • Feldmapping planen: Ordne deine Excel-Spalten den HubSpot-Feldern zu, bevor du importierst
  • Test-Import durchführen: Starte mit 50 Kontakten als Probe, um Fehler früh zu erkennen
 
 

2. Technische Integration: Komplexität reduzieren

Um sein volles Potenzial auszuschöpfen, muss dein HubSpot CRM mit deinem Online Shop kommunizieren, vielleicht mit einem Newsletter Tool, eventuell mit deinem ERP-System für die Buchhaltung. Hier lauert eine weitere Falle: Viele Organisationen versuchen, alle Systeme sofort miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist ein komplexes Geflecht aus Schnittstellen, bei dem niemand mehr durchblickt, welche Daten woher kommen und wohin sie fließen.

Die Über-Integrations-Falle

Der typische Fehler sieht so aus: Dein Online Shop ist bereits mit dem ERP-System verbunden. Bestellungen, Rechnungen und Versandinformationen laufen dort zusammen. Jetzt kommt HubSpot dazu. Statt das CRM direkt mit dem Shop zu verbinden, wird eine zusätzliche Schnittstelle zum ERP aufgebaut. In der Folge fließen dieselben Daten doppelt aus verschiedenen Quellen ein. 

Smarte Datenflüsse planen 

HubSpot Daten-Routing-Planator
DATENQUELLE

Online-Shop / Spenden-Tool

(z.B. Shopify, WooCommerce, RaiseNow)
Basis-Kontaktdaten (E-Mail, Vorname, Nachname)
Interessen & Spendenkategorie (Themen, Projekte)
Marketing-Consent (Newsletter Opt-in Status)
Lifecycle-Trigger (Datum der letzten Spende)

HubSpot CRM

Fokus: Kommunikation & Wachstum
!
Zahlungsdetails (IBAN, Kreditkarten-Token)
!
Rechnungsadresse (Vollständige Anschrift)
!
Buchhaltungs-IDs (Transaktionsnummern)
!
Steuer-Dokumente (PDF-Spendenbescheinigung)

ERP / Buchhaltung

Fokus: Verwaltung & Archivierung
Warum diese Trennung?
HubSpot ist ein operatives System für Beziehungen, kein Archiv. Wenn du nur die „Marketing-relevanten“ Daten synchronisierst, sparst du massive Creditkosten (da weniger Marketing-Kontakte), erhöhst die DSGVO-Sicherheit und hältst die Datenbank für dein Team übersichtlich.

Standard-Integrationen vor Custom-Entwicklung

HubSpot bietet native Integrationen für viele gängige Systeme wie Shopify, WooCommerce oder Mailchimp. Diese Verknüpfungen funktionieren out-of-the-box und werden vom Hersteller gewartet. Bevor du also eine teure Custom-Integration entwickeln lässt, prüfe den HubSpot App Marketplace. Die meisten Use Cases sind bereits abgedeckt und können kostenfrei geladen werden.
Custom-Integrationen wirken vielleicht attraktiver, haben aber drei große Nachteile: Sie kosten viel Zeit und Geld in der Entwicklung, sie müssen bei jedem Update geprüft werden und wenn etwas schiefgeht, steht kein Support bereit, der sofort eingreift. 

Entscheidungshilfe: Welche Integration brauchst du wirklich?

System
Direkte Integration in HubSpot?
Begründung
Online-Shop (z. B. Shopify, WooCommerce)
✅ Ja
Wichtig für Kontaktdaten, Bestellhistorie, Warenkorbabbrüche fürs Marketing
Newsletter-Tool (falls extern)
✅ Ja
Synchronisation der Abonnent*innen, Engagement-Daten
ERP-System (Buchhaltung, Lagerverwaltung)
❌ Meistens nein
Shop ist bereits mit ERP verbunden, CRM braucht diese Details nicht
Event-Management-Tool
⚠️ Abhängig
Nur wenn Events zentral für deine Kommunikation sind
Social Media Tools
⚠️ Abhängig
Nur wenn du Social Ads direkt aus HubSpot steuerst

3. Prozessanpassung: Struktur statt Chaos

Ein neues CRM-System soll deine Arbeitsabläufe abbilden und verbessern. Genau hier scheitern viele Implementierungen. Teams installieren HubSpot, migrieren ihre Daten und wundern sich dann, warum niemand damit arbeitet. Der Grund: Die Prozesse wurden nie definiert. Oder schlimmer noch, sie wurden blind aus dem alten System übernommen, obwohl sie dort schon nicht funktioniert haben.

Den Ist-Zustand ehrlich analysieren

Bevor du HubSpot konfigurierst, musst du verstehen, wie dein Team aktuell arbeitet. Welche Prozesse existieren wirklich? Oft stellt sich dabei heraus: Vieles läuft zufällig. Ein Lead kommt per E-Mail rein, wird in eine Excel-Liste eingetragen, jemand kümmert sich irgendwann darum. Oder auch nicht.
Diese Analyse ist schmerzhaft, aber notwendig. Frag dein Team konkret: Woher kommen neue Interessent*innen? Wer trägt sie wo ein? Wie wird entschieden, wer sich wann kümmert? Wo gehen Informationen verloren?
Deniz Bergmann

„Auch wenn Prozesse heute nicht mehr sinnvoll oder effizient sind und natürlich optimiert werden müssen, sollte das Leadership vor der Veränderung verstehen:

  • Warum gab es diesen Prozess?
  • War er mal sinnvoll?
  • Wer sind die Menschen dahinter und warum haben sie diese Prozesse so gelebt?

Erst dann weiß es auch, wo die Veränderung und Optimierung ansetzen muss. Topdown-Strategien sind aus meiner Erfahrung selten erfolgreich und am besten nur der allerletzte Weg. Ich bin großer Fan von Bottom-Up!“

– Deniz Bergmann, CEO Njiuko GmbH

Prozesse logisch strukturieren

Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Auf Basis des Ist-Zustands definierst du klare Abläufe. Im Fundraising könnte das beispielsweise so aussehen:
  1. Interessent*in füllt Formular auf Website aus
  2. Kontakt landet automatisch in HubSpot mit Status „Neu"
  3. Zuständige Person erhält Benachrichtigung
  4. Erstes Gespräch wird dokumentiert, Status wechselt zu „Kontaktiert"
  5. Bei Interesse: Spendeninformation wird verschickt, Status wird „Qualifiziert"
  6. Nach Spende: Status wird „Aktiv", automatisches Nurturing startet
Das Gleiche gilt für dein Marketing. Der Weg könnte sein: Klick auf Social-Media-Anzeige → Landing Page mit Newsletter-Anmeldung → Willkommens-E-Mail → Nurturing-Serie über drei Wochen → Einladung zum Event.
York Karsten

„Viele Vereine haben nie bewusst über ihre Prozesse nachgedacht. Sie tun Dinge, weil sie schon immer so gemacht wurden. HubSpot zwingt dich, diese Abläufe zu definieren. Das ist unangenehm, aber der größte Mehrwert der Implementierung. Wir sehen oft, dass Teams plötzlich merken: Einen nicht unerheblichen Teil unserer manuellen Arbeit könnten wir (teil-)automatisieren. Aber diese Erkenntnis kommt nur durch strukturierte Prozessanalyse."

– York Karsten, Principal Solutions Engineer bei HubSpot

HubSpot-Standards als Ausgangspunkt nutzen

Das Gute: Du musst das Rad nicht neu erfinden. HubSpot liefert fertige Prozess-Templates mit. Deal Pipelines für Fundraising, Ticket Pipelines für Anfragen, Lead-Status-Stufen für Marketing. Diese Standards basieren auf jahrelanger Erfahrung und funktionieren für die meisten Use Cases.
Starte mit diesen Vorlagen. Passe sie an deine Realität an, aber versuche nicht, ein komplett individuelles System aufzubauen. Je näher du am Standard bleibst, desto einfacher wird die Wartung und desto besser funktionieren spätere Updates.
 
 

4. Nutzerakzeptanz und Schulung

Die Technik steht, die Daten sind migriert, die Integrationen laufen. Jetzt kommt der entscheidendste Teil: Dein Team soll mit HubSpot arbeiten. Und genau das stellt Unternehmen immer wieder vor Probleme. Nicht etwa weil das Tool schlecht wäre, sondern weil Menschen Veränderungen ablehnen. Besonders dann, wenn sie nicht verstehen, warum sich etwas ändern soll:

Warum Widerstand entsteht

Dein Team arbeitet seit Jahren mit Excel-Listen, E-Mail-Ordnern oder gar handgeschriebenen Notizen. Diese Methoden funktionieren. Vielleicht nicht optimal, aber sie sind vertraut. Jetzt kommt die Geschäftsführung und sagt: Ab nächsten Monat nutzen wir HubSpot. Niemand hat gefragt, welche Probleme das Team aktuell hat. Niemand erklärt, warum die Änderung nötig ist.
In der Folge fühlen sich Mitarbeitende übergangen. Sie interpretieren die neue Software als Kritik an ihrer bisherigen Arbeit. Der Widerstand wächst, egal welche Vorteile HubSpot bieten mag. Dabei hat dieses Problem eine ganz einfache Lösung:

Kommunikation von Anfang an

Starte früh mit der Kommunikation. Nicht erst zur Schulung, sondern schon bei der Prozessdefinition. Erkläre, warum HubSpot eingeführt wird. Welche Probleme soll es lösen? Wie profitiert das Team konkret davon?
Führe direkte Gespräche. Frag nach Herausforderungen im aktuellen Arbeitsalltag. Wo geht Zeit verloren? Wo fehlen Informationen? Welche manuellen Schritte nerven? Diese Antworten zeigen dir, wie du HubSpot so einrichtest, dass es echte Erleichterung bringt.

Das Champion-Modell nutzen

Identifiziere eine Person im Team, die Veränderungen offen gegenübersteht und gut mit anderen kommuniziert. Diese Person wird dein Champion. Sie versteht das Projekt, kennt aber auch die Realität im Team.
Binde den Champion früh ein. Nicht nur in Schulungen, sondern schon bei der Prozessgestaltung. Diese Person wird später die Brücke zwischen Management und Team, denn sie wissen, welche Themen für ihre Kolleg*innen relevant sind und wo Unsicherheiten bestehen.

Rollenbasierte Schulungen statt One-Size-Fits-All

Das Fundraising-Team braucht andere Inhalte als das Marketing- oder Sales-Team. Eine Person, die nur Kontaktdaten pflegt, braucht keine Einführung in Workflow-Automatisierung. Aus diesem Grund solltest du Schulungen immer nach den jeweiligen Teams ausrichten.
Was aber für alle Schulungen gilt: Die erste Session sollte niederschwellig sein. Plant einen Termin, bei dem sich alle gemeinsam in HubSpot einloggen. Zeigt die Oberfläche, richtet die Basiseinstellungen ein, erstellt den ersten Kontakt zusammen.
Dieser gemeinsame Start nimmt Berührungsängste. Deine Teams sehen: Das System ist nicht kompliziert. Der Login funktioniert. Die Oberfläche ist verständlich. Diese Erfahrung ist mehr wert als jede theoretische Präsentation.

Strukturierter Schulungsplan

Ein funktionierender Plan könnte beispielsweise so aussehen:
Woche 1: Kick-off
  • Transparenz über Ziele, Roadmap und Zeitplan schaffen
  • Fragen sammeln, Bedenken ernst nehmen
  • Champion vorstellen
Woche 2-3: Rollenbasierte Trainings
  • Separate Sessions für verschiedene Teams
  • Fokus auf konkrete Anwendungsfälle aus dem Arbeitsalltag
  • Übungsaufgaben mit echten Daten
Woche 4: Go-Live
  • System geht produktiv
  • Champion ist erste Anlaufstelle für Fragen
  • Tägliche Office Hours für schnelle Hilfe
Woche 5-8: Nachbetreuung
  • Wöchentliche Q&A-Sessions
  • Feedback sammeln und Prozesse anpassen
  • Erfolge sichtbar machen (z.B. eingesparte Zeit)

Der psychologische Faktor

Die psychologische Komponente der Implementierung wird häufig unterschätzt. Deine Kolleg*innen müssen verstehen, dass HubSpot nicht ihre Arbeit kontrollieren soll, sondern ihnen Routineaufgaben abnimmt. Wenn eine Fundraiserin 30 Minuten pro Tag spart, weil Follow-up-E-Mails automatisch rausgehen, ist das ein echter Gewinn. Aber sie muss diesen Gewinn spüren, nicht nur davon hören. Gestalte die Prozesse deshalb immer MIT dem Team, nicht FÜR das Team.
Die folgende Checkliste hilft dir dabei: 
 Kommunikation vor Technik: Erkläre das Warum, bevor du das Wie zeigst.
 Bedenken ernst nehmen: Widerstand ist kein Störfaktor, sondern wichtiges Feedback.
 Champion identifizieren: Suche die Person mit Akzeptanz im Team.
 Schulungen zuschneiden: Keine generischen Sessions, sondern rollenspezifisch.
 Gemeinsam starten: Führt die erste Login-Session zusammen durch.
 Office Hours anbieten: Lege Zeiten für Fragen in den ersten Wochen fest.
☑ Erfolge teilen: Zeige konkret, wo Zeit gespart oder Prozesse verbessert wurden.

Deine Implementierungspartner für HubSpot

York Karsten – Principal Solutions Engineer bei HubSpot
York Karsten ist Principal Solutions Engineer bei HubSpot und unterstützt Unternehmen bei der technischen Umsetzung komplexer CRM-Projekte. Sein Schwerpunkt liegt auf der Datenmigration und der strategischen Vertriebsberatung. Mit seiner IT-Ausbildung und jahrelanger Erfahrung in der HubSpot-Community kennt er die technischen Hürden bei der Implementierung genau. York teilt sein Wissen regelmäßig in Podcasts und auf Events.
Deniz Bergmann – CEO Njiuko
Deniz Bergmann ist CEO bei Njiuko, einer auf HubSpot und Software-Lösungen spezialisierten Agentur. Ihr Fokus liegt auf der Prozessberatung und dem Change Management bei der Software-Einführung. Sie begleitet Teams dabei, neue Arbeitsweisen zu etablieren und sorgt dafür, dass CRM-Projekte nicht an mangelnder Akzeptanz scheitern. Mit jahrelanger Erfahrung im Vertrieb und der strategischen Beratung bauen Deniz und ihr Team Brücken zwischen Management und operativer Ebene. 
Du brauchst Unterstützung bei deiner HubSpot-Implementierung? Dann kontaktiere die Expert*innen direkt über ihre Profile! 
 
 

Fazit: So gelingt die HubSpot Implementierung für NGOs und Vereine

Fassen wir die wichtigsten Learnings noch einmal zusammen: Hab den Mut zur Datenlücke. Migriere nur, was wirklich relevant ist. Nutze native Integrationen statt Custom-Entwicklungen. Und vor allem: Hol dein Team von Anfang an ab. Widerstand entsteht selten durch das Tool, sondern oft durch fehlende Kommunikation.
Das bedeutet für dich: Erst die Prozesse definieren, dann das Tool daran ausrichten. Nicht umgekehrt. HubSpot ist mächtig, aber nur wenn es zu deinen Abläufen passt. Nimm dir die Zeit für Analyse, Planung und Schulung. Diese Investition zahlt sich in den ersten Wochen nach dem Go-Live aus.
Disclaimer: Dieser Artikel wurde mit Hilfe des Inputs der Implementierungs-Expert*innen von HubSpot und Njiuko erstellt. Der Inhalt dieses Artikels wurde jedoch neutral aggregiert und spiegelt eine branchenweite Expertise wider, nicht nur die Kundenerfolge der Anbieter.
Nils Knäpper
Autor*In
Nils Knäpper

Nils ist SEO-Texter bei OMR Reviews und darüber hinaus ein echter KI-Enthusiast. Und als solcher ist er immer auf der Suche nach Anwendungsfällen und Workflows, die sich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (teil-)automatisieren lassen – egal, ob im Alltag oder auf der Arbeit. Nur bei einer Sache lässt er sich nicht von KI unter die Arme greifen: Nämlich dann, wenn er in Ableton Live seinem liebsten Hobby nachgeht und Techno produziert.

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