HubSpot AI Tools: Funktionen, Nutzen und ehrliche Praxis-Kritik

HubSpot KI Tools im Praxistest: Funktionen, Chancen und Kritik für Marketing, Sales und Service.

Inhalt
  1. Was sind HubSpot AI Tools?
  2. Das sind die wichtigsten HubSpot AI Tool-Funktionen
  3. Welche Chancen haben HubSpot AI Tools für dein Unternehmen?
  4. Praxis, Herausforderungen und Kritik: Das musst du beachten
  5. Best Practices: Wie du das meiste aus HubSpot AI Tools herausholst
  6. Alternativen und Konkurrenz zu HubSpot AI Tools
  7. Fazit
Das Wichtigste in Kürze
  • Die HubSpot KI Tools haben 2025 einen großen Schritt nach vorne gemacht und ermöglichen eine spürbare Produktivitätssteigerung in Marketing, Sales und Service.
  • Wesentliche Funktionen sind der "Breeze" Copilot für schnelle CRM-Abfragen, spezialisierte Agenten (z. B. Deal Loss Agent, Customer Agent) und generative AI für Content-Erstellung und Übersetzungen (DeepL-Kooperation).
  • Die Wirksamkeit der KI-Tools ist direkt an die Qualität und die konsequente Pflege der Daten im HubSpot CRM geknüpft.
  • Trotz guter Ergebnisse ist eine manuelle Nachbearbeitung des KI-Outputs für eine optimale Qualitätssicherung immer notwendig.
  • Die Tools sind in allen HubSpot-Plänen enthalten, wobei komplexere Funktionen HubSpot Credits erfordern.
 
 

Was sind HubSpot AI Tools?

Als ich Ende 2024 meinen HubSpot-Test für OMR-Reviews schrieb, fiel mein Fazit zu den HubSpot AI Tools ernüchternd aus. Doch seitdem hat sich viel getan, insbesondere, seit HubSpot im September 2025 auf der hauseigenen Inbound-Konferenz Dutzende neuer AI Tools gelauncht hat. Nach mehreren Monaten Praxiseinsatz in unterschiedlichen Projekten ist es nun an der Zeit für ein Fazit.
Die HubSpot KI Tools decken nun alle wichtigen Bereiche ab: Marketing, Sales, Service und Content. Das Angebot reicht von einfachen Content Assistents über intelligente AI Agents bis hin zur Datenanreicherung.
Warum solltest du dich jetzt damit beschäftigen? Der Einsatz der HubSpot Artificial Intelligence ist keine Spielerei mehr, sondern mittlerweile Standard. Teams, die die HubSpot AI Tools sinnvoll nutzen, arbeiten effizienter und können sich auf strategische Aufgaben konzentrieren. In diesem HubSpot AI Tools Guide zeige ich dir, welche AI-Funktionen in HubSpot wirklich einen Mehrwert bieten und in welchen Bereichen HubSpot noch nachbessern muss.

Das sind die wichtigsten HubSpot AI Tool-Funktionen

Copilot und Chat-Integration

Der allgegenwärtige Copilot "Breeze" ist ein Chat-Assistent, mit dem du schnelle Abfragen im CRM durchführen kannst. Gerade für weniger versierte CRM-Nutzer*innen ist das ein guter Einstieg. Anstatt durch Menüs zu navigieren, kannst du einfach fragen: "Zeige mir alle offenen Deals über 50.000 €" und erhältst die Antwort direkt im Chat.
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Der Breeze Assistant hilft bei der Navigation durch das CRM.
Der Breeze Assistant kann insbesondere die Arbeit von Vertriebsmitarbeiter*innen im Sales Hub vereinfachen. In Kontakt-, Unternehmens- oder Deal-Ansichten fasst Breeze die Datensätze zusammen, um einen schnellen Überblick zu geben. Das funktioniert allerdings nur, wenn ausreichend Daten vorliegen und vorherige Sales-Aktivitäten erfasst wurden. Andernfalls beschränkt sich die Zusammenfassung auf eine Auflistung von Datenfeldern und bietet nur geringen Mehrwert. Verbesserungsbedarf besteht bei den Vorschlägen der nächsten Schritte. Diese sind noch wenig individuell und gehen selten über das Offensichtliche ("Sende eine Follow-up-E-Mail zum Meeting") hinaus. 
Der von der HubSpot AI ermittelte Deal Score überzeugt mich da schon mehr. Er bewertet Deals und gibt Hinweise, bei welchen Deals du aktiv werden musst. So erhältst du einen schnellen und visuellen Überblick über die wichtigsten Deals.
Tipp: Für Support-Fragen zur HubSpot-Plattform selbst funktioniert Breeze übrigens auch sehr gut, sodass ihr euren HubSpot-Admin entlasten könnt.

Agenten und Assistenten

Zur Individualisierung des Breeze Assistant bietet HubSpot weitere AI-Agenten und -Assistenten an.
Der Brand Assistant stellt beispielsweise sicher, dass die Corporate Identity in allen per HubSpot AI erstellten Inhalten wie Landing Pages, Blogs oder E-Mails eingehalten wird. Das ist sehr hilfreich und funktioniert sehr gut. Neben dem Brand Assistant gibt es noch den ICP Assistant, den Sales Coach Assistant und den FAQ Assistant. Die Assistenten solltest du in jedem Fall nutzen, denn je mehr dieser Assistenten du konfigurierst, desto besser werden deine Ergebnisse. Außerdem kannst du auch eigene Assistenten ähnlich leicht wie Custom GPTs erstellen.
Agenten sind noch umfangreicher als Assistenten und führen mehrere Schritte automatisiert durch. Hier gibt es zum Beispiel den Customer Agent, den Social Post Agent, den Research Agent, den Deal Loss Agent oder den Prospecting Agent.
Einige dieser Agenten sind wirklich leistungsstark. Einer meiner Favoriten ist der Deal Loss Agent, der eine beeindruckend schnelle Analyse verlorener Deals liefert und Muster erkennt – allerdings wie immer nur, wenn das CRM vorher gut gepflegt wurde und ausreichend Daten vorhanden sind.
Auch der Customer Agent ist spannend und funktioniert sehr gut. Es handelt sich um einen Agenten, den du beispielsweise auf der Website oder im Ticketing-System einbetten kannst, um Kundenanfragen oder Support-Fälle zu bearbeiten und zu koordinieren. Wenn du diesen Agenten vorher mit ausreichend Wissen "fütterst", erhältst du ein sehr mächtiges Werkzeug.
Bei anderen Agenten bin ich aktuell noch zurückhaltender. Der Prospecting-Agent beispielsweise möchte die komplette Vertriebskommunikation automatisieren, Outbound-E-Mails individuell schreiben und versenden. Hier finde ich die inhaltliche Qualität jedoch nicht ausreichend, um die Vertriebskommunikation zu automatisieren (ich bin da ohnehin skeptisch).
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Wenn auch noch in der Beta: Es gibt viele vorbereitete Agenten.

AI-gestützte Automatisierung und Segmentierung

Workflows sind in HubSpot das Herz der Automatisierung und manchmal ziemlich komplex aufzubauen. HubSpot bietet nun auch die Möglichkeit, Workflows per Prompt zu erstellen. Das funktioniert jedoch nur für einfache Workflows, die den HubSpot-Standards folgen. Hier sehe ich ehrlich gesagt wenig Mehrwert, da erfahrene Nutzer solche Workflows schneller manuell erstellen. Wenn es zu komplex oder individualisiert wird, führen die geprompteten Workflows nicht zum gewünschten Ergebnis.
Deutlich spannender sind dagegen Smart Properties oder Prompts, die du in Workflows auslösen kannst. Das eröffnet viele Möglichkeiten, allerdings werden dafür AI-Credits verbraucht (siehe unten).
Auch Segmente (früher Listen) kannst du nun per Prompt erstellen. Ein Beispiel: "Erstelle eine Liste aller Kontakte mit einem offenen Deal" – das funktioniert einwandfrei und hilft gerade weniger versierten Nutzern, schnell Listen zu erstellen. Komplexe Listen mit verschachtelten Bedingungen löst die AI jedoch nicht. Hierfür braucht ihr weiterhin den HubSpot-Experten im Unternehmen.
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Hier hat die KI aus dem Prompt die richtigen Segmentfilter erstellt.

Generative AI-Tools im Content Hub und Marketing Hub

Insbesondere im Content Hub und Marketing Hub entfalten die AI-Funktionen ihre volle Stärke. Die generative AI kann hier vieles übernehmen und erleichtern. Die Erstellung von Inhalten für E-Mails, Landing Pages und Blogs per HubSpot AI funktioniert sehr gut – vorausgesetzt, die Eingaben sind korrekt. Wie bereits erwähnt, solltest du dazu ein Brand Profile, ICP sowie User- und Buyer-Profile hinterlegen. Je besser diese formuliert sind, desto passender und spezifischer kann die HubSpot AI Inhalte erstellen. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Ein spannendes Feature ist der Content Remix: Hier werden basierend auf bestehenden Inhalten wie Seiten, Blogs oder E-Mails neue Inhalte generiert. Das geht sehr schnell und einfach. Natürlich müssen die Ergebnisse noch überarbeitet werden, aber als Inspiration und Startpunkt funktionieren sie gut.
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Der Content Remix macht Vorschläge für weitere Inhalte und bietet so eine gute Inspiration.
Auch die Übersetzungsfunktionen, bei denen HubSpot mit DeepL kooperiert, haben mich überzeugt. Gerade für international agierende Marketing-Teams können hier viel Zeit und vor allem fehleranfälliges Copy-and-Paste gespart werden. Aber auch hier gilt wie immer: Ein Check durch einen Muttersprachler ist empfehlenswert!

Datenanreicherung und Intelligence

Die automatische Firmendaten-Anreicherung ist nun sogar kostenfrei. Wie viel davon KI und wie viel einfache Datenbankabfragen sind, bleibt jedoch offen. Auch die Qualität und Verfügbarkeit der angereicherten Daten schwanken stark. 
Auf Unternehmensebene wirst du noch ziemlich viele Daten anreichern können. In den von mir betreuten Accounts konnten zu rund 80 Prozent der Unternehmensdatensätze weitere Informationen angereichert werden. Die Qualität schwankt allerdings. Oft passt zum Beispiel die Zuordnung zu Industrien und Keywords nicht; auch entsprechen die Segmentierungsmöglichkeiten oft nicht den Anforderungen europäischer B2B-Unternehmen sondern sind eher US-fokussiert. Hier muss nachgebessert werden. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Unternehmen in deiner Zielgruppe sind, desto schwieriger ist die Datenanreicherung.
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Für rund 80% der Unternehmensdatensätze können Daten angereichert werden. Die Qualität schwankt aber.
Auf Kontaktebene konnte ich in meinen Accounts im Schnitt zwar nur rund 20 Prozent der Datensätze anreichern. Diese waren dann aber überraschend gut, beispielsweise bei der Einordnung der Seniorität oder des Funktionsbereichs. 

Welche Chancen haben HubSpot AI Tools für dein Unternehmen?

Vertriebsunterstützung

Dein CRM lebt davon, dass es vom Vertrieb genutzt wird. Für viele Unternehmen ist das oft die größte Herausforderung. Die vielen Agenten und Assistenten helfen, das CRM leichter nutzbar zu machen. Vor allem die intelligente Deal-Priorisierung hilft Vertriebsteams, sich auf die vielversprechendsten Verkaufschancen zu konzentrieren. Viele weitere kleine Helfer, wie automatische Transkripte von Calls oder Meetings, erleichtern zudem die tägliche Arbeit deiner Vertriebsteams.
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Der Deal Score weiß zu überzeugen und gibt Vertriebsteams wichtige Einblicke.

Individualisierung im Marketing

Die Zeitersparnis bei der Content-Erstellung ist greifbar. Das Erstellen oder Übersetzen von Blogs und E-Mails geht deutlich schneller und bestehender Content kann remixt" werden. Wenn du zudem deine Hausaufgaben gemacht hast und deine Brand Voice, ICP und Buyer-Profile hinterlegt hast, stimmt auch die Qualität. Das ermöglicht dir letztlich eine schnellere Umsetzung von Kampagnen.

Service-Optimierung

Im Kundenservice kann die HubSpot AI deine Teams spürbar entlasten. Ein gut aufgesetzter Customer Agent kann die Anzahl der zu bearbeitenden Tickets massiv reduzieren und deinen Kunden schneller die benötigten Antworten liefern.
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Der Customer Agent beantwortet automatisiert Service-Anfragen.

Effizienzgewinn durch Konsolidierung

Ein oft unterschätzter Vorteil ist, dass dein (AI-)Tool-Stack verringert werden kann. HubSpot wird zum bzw. bleibt das zentrale Tool im Marketing, Service und Vertrieb, was es für die Teams einfacher macht. Wenn Daten und Content-Erstellung in einer Plattform stattfinden, reduziert das Brüche im Workflow. Das bedeutet am Ende weniger Kopieren und Einfügen zwischen Tools und damit auch weniger Fehler.
         Lesetipp          
        

Lesetipp: Lust auf weitere Use Cases? Wir zeigen dir, wie du HubSpot KI im Alltag nutzen kannst.

    

Praxis, Herausforderungen und Kritik: Das musst du beachten

Ehrliche Einschätzung der Qualität

Die HubSpot KI liefert vor allem bei standardisierten Abfragen und Aufgaben sehr gute Ergebnisse. Insbesondere die Content-Erstellung und Übersetzungen überzeugen. Auch gut "gefütterte" Customer Agenten oder der Deal Loss Agent sind starke Features. Auch der Breeze Assistant als Chat überzeugt und hilft bei der Navigation durch die Plattform.
Schwieriger wird es, wenn dein HubSpot-CRM stark individualisiert wurde. Gerade größere HubSpot-Setups mit vielen benutzerdefinierten Feldern und Objekten bringen den Copiloten dann an seine Grenzen.
Außerdem braucht die HubSpot KI Daten, mit denen sie arbeiten kann. Wird dein CRM nur wenig genutzt, kann die AI auch keine guten Ergebnisse erzielen. Das gilt jedoch letztlich für jedes AI-Tool.
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Bei nur wenig Daten hat die Zusammenfassung von Datensätzen wenig Mehrwert.
Auch bei stark individualisierten Inhalten, wie persönlichen 1:1-E-Mails, finde ich die Qualität der Ergebnisse noch nicht ausreichend.
Eine Nachbearbeitung ist meiner Meinung nach aber ohnehin immer notwendig. Die Kombination von AI und menschlicher Expertise ist der Schlüssel. Die HubSpot AI liefert den ersten Entwurf, den du dann verfeinerst. Etabliere Prozesse zur Qualitätssicherung – kein Output sollte ungeprüft verwendet werden.

Datenschutz und Compliance

Die DSGVO-Konformität der AI-Tools sollte in eurem Unternehmen geprüft werden. HubSpot stellt dazu umfangreiche Informationen bereit.
Ein wichtiger Punkt ist die Hosting-Location des Accounts. Denn es gibt noch einige ältere HubSpot-Accounts, die in den USA gehostet werden. Das solltet ihr in jedem Fall schnell in den Account-Einstellungen prüfen und ggf. auf EU-Hosting umstellen (was mittlerweile sehr komfortabel funktioniert). Bei EU-Hosting werden dann auch Sub-Prozessoren wie OpenAI in der EU gehostet. Positiv ist, dass HubSpot die Daten eigenen Angaben zufolge nicht für Trainings verwendet.

Kosten-Nutzen-Bewertung

Generell rechnet sich die Investition in AI-Tools in der Regel sehr schnell aufgrund des Effizienzgewinns. Das gilt auch für die Arbeit mit den AI-Funktionen in HubSpot.
Die AI-Tools sind in allen HubSpot-Plänen enthalten. Viele Funktionen sind kostenfrei, zum Beispiel der Breeze Assistant, Textoptimierungen, Übersetzungen und Data Enrichment. Für komplexe Funktionen wie Prompts, Smart Properties und Research Agenten benötigt man sogenannte HubSpot Credits. 
Jeder Account erhält bereits einige Credits gratis, deren Umfang sich nach dem jeweiligen HubSpot-Plan richtet. Sind die Gratis-Credits verbraucht (was bei kleineren Plänen schnell passiert), können Pakete hinzugebucht werden.
Die Frage ist: Sind HubSpot Credits günstiger als die Kosten für einzelne Softwarelösungen? Das muss individuell kalkuliert werden. Berücksichtige dabei auf jeden Fall auch die indirekten Kosten, die entstehen, wenn dein Team mehrere Tools lernen, konfigurieren und verwalten muss.
Erfahrenere Teams, die sich nicht davor scheuen auch die APIs der LLMs zu nutzen, können anstelle der nativen AI-Funktionen in HubSpot API-Verknüpfungen zu LLMs aufbauen. Das kann günstiger sein, da die API-Calls dort preiswerter sind. Das ist jedoch nur in Verbindung mit einem HubSpot-Enterprise-Account möglich, etwas komplexer aufzusetzen und ist nicht so gut in die Plattform integriert.

Lock-in-Effekt

Je mehr AI-Funktionen du direkt in HubSpot nutzt, desto höher wird natürlich der Lock-in-Effekt. Allerdings dürfte dieser, wenn du HubSpot bereits als CRM nutzt, ohnehin schon enorm hoch sein. Meiner Meinung nach überwiegen der Effizienzgewinn und der höhere ROI der Plattform.

Best Practices: Wie du das meiste aus HubSpot AI Tools herausholst

Implementierungsstrategie der AI-Funktionen

Ich empfehle eine schrittweise Einführung statt eines Big-Bang-Ansatzes. Richte zunächst die AI-Tools ein, insbesondere "Brand Voice", "ICP" und ähnliche Grundlagen. Das ist die Basis für gute Ergebnisse. Im nächsten Schritt solltest du alle HubSpot-User – insbesondere deinen Vertrieb – mit dem Breeze-Assistenten vertraut machen und ihnen zeigen, wie sie diesen nutzen können.
Ein guter Start für Marketing-Teams ist der Brand Assistant, um die Erstellung und Übersetzung von Inhalten zu automatisieren. Fange zum Beispiel mit deinem Newsletter an: Stelle mit dem Brand Assistant die Corporate Identity sicher, optimiere die Betreffzeilen und Vorschau-Texte mit AI und erstelle dann die mehrsprachigen Varianten. So bist du sofort effizienter.
Anschließend kannst du dich an Agenten wagen. Den Customer Agent solltest du dir auf jeden Fall anschauen. Auf meiner Website habe ich ihn zum Beispiel in wenigen Stunden mit relevantem Wissen "gefüttert" und eingerichtet. Besucher können jetzt über den Agenten HubSpot-Fragen beantworten, mit mir in Kontakt treten oder eine Service-Anfrage einreichen.
Wichtig: Wenn du feststellst, dass die AI-Tools in HubSpot nur wenig Mehrwert liefern, ist das ein Anzeichen dafür, dass in eurem CRM zu wenige Daten vorliegen, weil es zu wenig genutzt wird. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Bei einem Kunden hat der Deal Loss Agent nur wenige Erkenntnisse geliefert. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Vertriebsmitarbeiter*innen Deals erst kurz vor Abschluss des Verkaufsprozesses angelegt und dann direkt als gewonnen oder verloren markiert haben, ohne die Entwicklung des Deals kontinuierlich in HubSpot zu dokumentieren. Das war eine sehr wichtige Erkenntnis für die Zukunft!

Alternativen und Konkurrenz zu HubSpot AI Tools

Der Markt der Alternativen

Letztlich ist jedes AI-Tool ein Wettbewerber zu den HubSpot KI Tools. Die größte Konkurrenz ist die direkte Arbeit in LLMs wie OpenAIGemini oder Claude. Hier hast du dann aber den erwähnten Bruch und musst Inhalte zwischen den Tools kopieren und verwalten.
Daneben gibt es unzählige spezialisierte Anbieter insbesondere fürs Marketing wie z. B. Jasper oder Neuroflash, Anbieter wie Clay oder Cognism für Data Enrichment oder Call-und-Meeting-Tools wie Fireflies oder Fonio. Die spezialisierten Tools bieten unter Umständen mehr Individualisierungsraum und Einstellungsmöglichkeiten. Auf der anderen Seite musst du dann eben auch ein deutlich größeres Tool-Stack bedienen und regelmäßig anpassen – und die Tools lernen nicht voneinander.
Im Vergleich dazu: In HubSpot ist alles zentral definiert und mit CRM-Daten verknüpfbar und du musst dir keinen Gedanken über Schnittstellen machen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du keinen weiteren Provider erst durch Sicherheits-Assessments und Einkaufsprozesse schicken musst, wenn HubSpot bereits im Einsatz ist. Gerade größere Unternehmen mit komplexen Einkaufsmechanismen werden das zu schätzen wissen.

Meine Einschätzung

Wenn HubSpot bereits die zentrale Plattform für Marketing und Vertrieb ist, macht es Sinn, hier AI-Tools zu integrieren. Der Einstieg ist durch den No-Code-Ansatz wirklich einfach. Insbesondere kleinere Teams werden dadurch entlastet. HubSpot bietet so einen noch stärkeren Mehrwert und das CRM gewinnt an Relevanz und Akzeptanz.
Größere Teams mit mehr technischer Expertise und AI-Architekten im Team können noch individuellere Ergebnisse erzielen, indem sie HubSpot als CRM nutzen und es dann in ein weiteres AI-Tool-Stack integrieren. Dazu kannst du die API zu LLMs nutzen oder eigene Agenten mit Tools wie n8n oder Make erstellen und sehr individuell aufsetzen. Das erfordert allerdings Ressourcen und Experten im Haus.
Wenn du noch überlegst, ob HubSpot das richtige CRM für dich ist, dann sind die integrierten KI-Funktionen mit Sicherheit ein weiteres Argument. Informiere dich aber vor allem hinsichtlich der Usability, Skalierbarkeit und des Preismodells. Schau dir meinen ausführlichen Test an – und informiere dich auch über andere CRM-Anbieter.

Fazit

Die HubSpot KI Tools haben 2025 einen Riesenschritt nach vorne gemacht und sind nun wirklich empfehlenswert. Eine spürbare Produktivitätssteigerung ist möglich – insbesondere bei der Erstellung von Inhalten oder zur Unterstützung von Vertriebs- und Servicemitarbeiter*innen.
Die Tools sind insbesondere für kleinere oder mittelgroße Teams ideal. Hier können sie den größten Mehrwert schaffen, ohne dass ein großes Team von Spezialisten nötig wäre.
Wie immer gilt jedoch: Die HubSpot AI ist kein Ersatz für strategisches Denken oder Kreativität. Auch HubSpot-Experten, die den HubSpot-Einsatz im Unternehmen konzipieren und aufsetzen, werden dadurch nicht ersetzt.
Es gibt also keinen Grund zu warten. Mit den bereitgestellten Credits kannst du direkt mit dem Experimentieren beginnen. Starte klein, teste gründlich und skaliere dann. Die HubSpot AI ist ausgereift genug für den produktiven Einsatz, wenn du die Tipps aus diesem HubSpot KI Tools Guide berücksichtigst.
 
 
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Alexander Mrohs
Autor*In
Alexander Mrohs

Alexander Mrohs ist Experte für CRM, Marketing Automation und Lead Management. Er unterstützt B2B-Unternehmen bei der Konzeption und Implementierung von Marketing-Automation-Projekten in HubSpot (zertifizierter Partner), Salesforce, Dynamics und vielem mehr.

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