„Hype to Product“: Wie Knossi, Pamela Reif und Spreadshop Creator-Merch neu definieren

Hype District heißt das Joint Venture, das Top-Creator*innen mit einem neuen Ansatz bei der flexiblen, nachhaltigen und rentablen Produktion von Merchandise unterstützt

Inhalt
  1. Warum Creator-Merch nicht immer zum Dauerbrenner wird
  2. Momente zu Merch machen? Grundsätzlich eine gute Idee
  3. Das Powerhouse: die Gründung von Hype District
  4. In 6 Wochen vom Geistesblitz zum fertigen Online-Auftritt
  5. Knossi-Hypes ab jetzt sofort im Shop
  6. Aus Creator-Merch ganze Marken machen
Erfolgreiches Creator-Merchandising braucht mehr als eine gute Idee – es braucht ein professionelles Ökosystem. Genau hier setzt Hype District an: Das Joint Venture bündelt die Expertise von Top-Creator-Agenturen mit der E-Commerce-Infrastruktur von Spreadshop. Das Ziel: Hype-Momente sofort in nachhaltige Produkte umwandeln und Creator*innen zu Unternehmer*innen machen. Wir haben uns das Businessmodell näher angeschaut.

Warum Creator-Merch nicht immer zum Dauerbrenner wird

In der heutigen Creator-Economy ist Merchandise ein logischer und eigentlich lukrativer Schritt, um die eigene Marke auszubauen und neue Einnahmequellen zu erschließen. Doch die Realität sieht ernüchternd aus: Oft scheitern Creator*innen an logistischen Hürden wie Einkauf, Produktion, Lagerhaltung, der Einrichtung und Pflege eines Shopsystems und nicht zuletzt am Kundenservice. Robin Nitsch, Head of Ventures and Innovation bei der Spread Group, beschreibt das Kernproblem wie folgt: „Viele Creator*innen haben geniale Ideen und eine unfassbar loyale Community. Aber sie unterschätzen, was es bedeutet, ein E-Commerce-Business aufzubauen. Die Komplexität von Sourcing bis zum Retourenmanagement frisst Zeit, die dann für die Content Creation fehlt“.
Dazu kommt die entscheidende Frage der Relevanz. Gutes Merch muss aktuell sein. Es reicht nicht, einmalig ein T-Shirt herauszubringen. Creator*innen müssen kontinuierlich investieren und neue Designs entwickeln, die für ihre Community im Hier und Jetzt eine Bedeutung haben. Das führt direkt in die Geschwindigkeitsfalle: Der klassische Merch-Prozess ist meist quälend langsam. Wenden sich Creator*innen an Agenturen, liegen Entwürfe in der Regel erst Wochen oder Monate später vor. Anschließend folgt die Produktion hoher Stückzahlen in der Regel im Ausland – und bis die Ware da ist, ist der Hype nicht selten schon wieder vorbei.

Momente zu Merch machen? Grundsätzlich eine gute Idee

Jens „Knossi“ Knossalla macht es mit Hype District anders. Knossi ist längst nicht mehr nur Streamer, sondern eine Entertainment-Marke mit enormer Bindung zu seiner Community. Sein Management erkannte das Potenzial, virale Momente aus Knossis Shows und Streams direkt in Produkte zu verwandeln. Das Ziel: Den Hype greifbar machen, „Hype to Product“ also.
Der Wunsch nach einer professionellen Umsetzung war von Anfang an da. „Ich wollte schon immer Zeug machen, das meine Leute wirklich feiern und tragen wollen. Aber ich bin Entertainer, kein E-Commerce-Manager. Wenn wir so was machen, dann richtig oder gar nicht“, so Knossi, der als Streamer auf der Plattform Twitch und mit TV-Auftritten in Shows wie „7 vs. Wild“ bekannt wurde.

Das Powerhouse: die Gründung von Hype District

Um diese Lücke zu schließen, initiierte die Muttergesellschaft hinter dem Software-Anbieter Spreadshop gemeinsam mit den Managements von Top-Creator*innen das Joint Venture Hype District und arbeitet seitdem mit Knossi zusammen. Laut Mitgründer Robin Nitsch ist Hype District „ein Konsortium, das es so in Deutschland noch nicht gibt.“ An Bord sind PROGRESS, die Agentur hinter Pamela Reif und Gründer Houssein Ali Jaber, sowie das von David Leonard Stade gegründete DLS Consulting, das für Knossi und weitere große Influencer-Formate verantwortlich ist.
Die Rollen sind klar verteilt: Spreadshop bringt die gesamte E-Commerce-Infrastruktur, die jahrzehntelange Print-on-Demand-Expertise und ein globales Fashion-Sourcing-Netzwerk ein. DLS und PROGRESS liefern das Top-Tier-Creator-Netzwerk, ein tiefes Community-Verständnis und die Expertise für die Inszenierung von Marketing-Hypes.
So will Hype District ein Premium-Angebot schaffen, das sich gezielt an Top-Creator*innen (Tier 1 & 2) – also reichweitenstarke Profis mit einer bereits großen und etablierten Community – richtet, um skalierbare und nachhaltige Merch-Marken aufzubauen. Damit reagiert das Joint Venture auf die Herausforderungen großer Creator*innen, die bisher oft mit langsamen Agenturen und geringen Margen arbeiten. „Wir haben gemerkt, dass in Deutschland kein passendes Angebot für diese Leute existiert. Hype District ist unsere Antwort“, so Robin Nitsch.
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Was ist Spreadshop?

Spreadshop ist eine E-Commerce-Plattform, die auf dem Print-on-Demand-Modell basiert. Das bedeutet, Blanko-Produkte wie Kleidung oder Accessoires werden erst dann individuell bedruckt, wenn eine Bestellung eingeht. Für Creator*innen und Unternehmen entfallen dadurch der Aufwand für Lagerhaltung, Vorab-Investitionen in hohe Stückzahlen und das logistische Management. Spreadshop übernimmt die Abwicklung von der Produktion über den Versand bis hin zum Kundenservice. Das System kann als eigenständiger Shop genutzt oder über Spreadconnect in bestehende E-Commerce-Plattformen integriert werden.

Der Print-on-Demand-Ansatz erlaubt Flexibilität in der Erstellung neuer Designs und Merchandise-Marketing für Personen und Organisationen, die kein finanzielles Risiko eingehen können oder wollen. Der Service von Spreadshop ist kostenlos und in den Basis-Preisen der über 350 Print-on-Demand-Produkte enthalten.

In 6 Wochen vom Geistesblitz zum fertigen Online-Auftritt

Seit Sommer 2025 arbeitet Hype District mit Knossi zusammen und konnte bereits einige Merch-Erfolge erzielen. Von der ersten Idee bis zum Livegang des Shops vergingen gerade einmal sechs Wochen. Gemeinsam mit Hype District wählte Knossi aus über 350 Spreadshop-Produkten die passenden Artikel für seine Community aus und versah sein Merch mit authentischen Designs. Neben der Produktpalette des Print-on-Demand-Anbieters ist auch individuelles Produktsourcing möglich. So können Creator*innen ganz besondere Artikel finden, die perfekt zu ihrer Marke passen.
Das Team von Spreadshop kümmerte sich um Sampling-Runden und setzte binnen kurzer Zeit einen Shopify-Shop auf. Dieser ist über Spreadconnect nahtlos an die Print-on-Demand-Infrastruktur angebunden. Knossi profitiert so von weiteren Gestaltungsmöglichkeiten und gleichzeitig von den Vorteilen der Produktion auf Abruf.
Knossi_Spreadshop_Hype District_Knossi Shop.png
„Der anfängliche Zeitaufwand ist für die Creator*innen zwar etwas höher – schließlich muss das Merch-Projekt erst mal definiert werden. Es braucht Designs, Abstimmungen über die Marge und natürlich Ideen, über die sich die Community freut“, so Robin Nitsch. „Danach steuern sie ihren Input aber selbst. Das bedeutet auch: Sind sie gerade an anderer Stelle beschäftigt, ruht die Weiterentwicklung des Projekts einfach, bis die Creator*innen neue Ideen einbringen wollen.“

Knossi-Hypes ab jetzt sofort im Shop

Der Launch war ein voller Erfolg. Knossi erwähnte den neuen Shop nur kurz in seinem Twitch-Stream und sorgte für Tausende Bestellungen innerhalb der ersten Stunden. Dabei zeigt sich ein Muster: Spricht Knossi nicht aktiv über sein Merchandise, normalisiert sich das Bestellaufkommen. Erwähnt er es in seinen Streams, schießen die Verkäufe wieder in die Höhe.
Hier entfalten sich die vollen Möglichkeiten von Print-on-Demand. Der entscheidende Vorteil ist laut Robin Nitsch die Geschwindigkeit dieses Konzepts, mit dessen Hilfe Sprüche aus Knossis Streams und Shows binnen kurzer Zeit auf T-Shirts, Pullis und Co. landen. „Wenn Knossi denkt, das hat Potenzial, dann schickt er 'ne WhatsApp und dann ist die Idee am nächsten Tag bei uns im System.“ Diese Agilität mache „Hype to Product“ erst wirklich möglich.
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Auf seinem Twitch-Kanal verlinkt Knossi prominent auf seinen Merch-Shop
Das Businessmodell hinter Hype District ist für Creator*innen revolutionär. Es gibt kein finanzielles Risiko, keine Verantwortung für den Kundenservice, es ist kein eigenes E-Commerce-Know-how nötig – und der Onlineshop funktioniert ohne eigenes Lager. Stattdessen setze man auf Flexibilität und eine faire Partnerschaft mit einer 50/50-Gewinnbeteiligung, bei der die Marge gemeinsam und community-gerecht festgelegt werde. „Die Creator*innen müssen damit Geld verdienen können, sonst investieren sie keine Zeit. Wir stellen die komplette Maschine, sie liefern die kreative Energie für ihre Communitys“, erklärt Robin Nitsch.
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Während sich Hype District gezielt an die Großen der Branche richtet, bieten die Services von Spreadshop und Spreadconnect auch für kleinere Creator*innen, Künstler*innen und Organisationen umfassende Möglichkeiten für das eigene Merch-Business. Mit einem kostenlosen Spreadshop sind Ideen schnell umgesetzt und können risikofrei getestet werden.

Lies mehr über die Vorteile von Creator-Merch und die Möglichkeiten, die sich dir bieten:

Aus Creator-Merch ganze Marken machen

Hype District will nicht einfach nur T-Shirts verkaufen. Der Ausblick ist klar: Es gehe darum, langfristige Creator-Brands zu entwickeln. Gemeinsam mit Knossi lernt das Team gerade, wie das am besten funktioniert. „Wir haben außerdem zwei weitere Formate vor der Brust, wo wir Hype-Potenzial sehen“, so Robin Nitsch.
Hype District positioniert sich als die All-in-one-Lösung für etablierte Creator*innen, die ihr Business auf die nächste Stufe heben wollen. „Knossi war der perfekte Start. Wir haben jetzt schon weitere Top-Creator*innen in der Pipeline und sehen enormes Potenzial für Formate, die vor uns liegen. Die Frage ist nicht mehr, ob ein*e Creator*in Merch haben sollte, sondern wie wir daraus ein echtes, nachhaltiges Business bauen. Und dafür sind wir der beste Partner am Markt“, weiß Robin Nitsch und skizziert damit die Zukunft des Creator-E-Commerce.
Chantal Seiter
Autor*In
Chantal Seiter

Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.

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