Product Information Management (PIM) Sponsored

Composable Commerce: Definition und Umsetzung

Carolin Puls 11.7.2022

Wir erklären Euch, was Composable Commerce genau ist und wie Ihr es erfolgreich einsetzt

Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie wisst Ihr, dass der Onlinevertrieb von Produkten und Dienstleistungen sich steigender Nachfrage erfreut. Aber mit dem Aufbau eines eigenen Onlineshops ist noch lange nicht das Ende Eurer Vertriebsschiene erreicht. Wenn Ihr in den Köpfen Eurer Kund:innen präsent sein wollt und das Ziel habt, Eure Verkäufe auszubauen, müsst Ihr auf verschiedenen Hochzeiten tanzen – also in unterschiedlichen Shops und auf unterschiedlichen Plattformen vertreten sein.

Ganz gleich, ob Ihr Euren Onlineshop überarbeiten, Eure primäre E-Commerce-Plattform wechseln oder über die Nutzung von Click & Collect oder eines Ship-from-Shops nachdenkt, Ihr benötigt eine solide Basis, auf der Ihr Eure E-Commerce-Präsenz aufbaut. Und wie so häufig im World Wide Web und Marketing lautet die Antwort: Daten, Daten, Daten. In diesem Fall ist die Rede von Produktinformationen. Wenn Ihr Eure potenziellen Kund:innen mit den richtigen Informationen zu Euren Produkten versorgt, Ihnen verschiedene Bilder zur Verfügung stellt und über verschiedene Plattformen eine konsistente Markenbotschaft vermittelt, werdet Ihr langfristig erfolgreich sein können. Die informierten Verbraucher:innen treffen ihre Kaufentscheidungen auf einer fundierten Basis, wodurch Ihr Unzufriedenheit und Retouren vermeiden könnt. Vor diesem Hintergrund ist es allerdings besonders wichtig, Eure Produktinformationen laufend aktuell zu halten.

Ob es sich um Inhaltsstoffe, Verpackungsdesigns oder Sonderaktionen handelt – niemand mag veraltete Daten. Mit einem Product-Information-Management-System, kurz PIM, könnt Ihr alle durch Eure Kolleg:innen eingespeisten, qualitativ hochwertigen Produktinformationen mit einem Klick auf allen Plattformen aktualisieren. Denn ganz gleich, wie gut Ihr Euren eigenen Shop aufgebaut habt, die Marktplätze von Drittanbieter:innen sind aus dem Netz nicht mehr wegzudenken. Um Eure Markenbotschaft effektiv zu vermitteln, müsst Ihr Euren Kund:innen die gleiche Product Experience bieten, wie in Euren Filialen, bei Eurem Kundendienst oder in Eurem Onlineshop. Daher ist die schnelle und effektive Übermittlung von relevanten Produktinformationen an die wichtigen Kanäle für Euch keine Option, sondern ein absolutes Muss.

Ein PIM-System erleichtert Euch diese Aufgabe und ermöglicht Euch dadurch, Eure Produkte schneller auf den Markt zu bringen, da Ihr alle Informationen gesammelt vorliegen habt und direkt übermitteln könnt. Durch seinen Einsatz könnt Ihr Euch innerhalb kürzester Zeit an geänderte Sortimente und Kundenwünsche anpassen und die Markentreue durch eine überzeugende und durch das PIM-Tool bereitgestellte Product Experience stärken. Außerdem könnt Ihr durch die Investition in diesen digitalen Helfer Eure Conversion Rate steigen, die Produktivität Eures Teams erhöhen sowie Retouren reduzieren und Kosten minimieren.

Mit dem alleinigen Einsatz einer solchen Software könnt Ihr aber noch nicht die bestmöglichen Ergebnisse für Eure Marke herausholen. Da dies mit großer Wahrscheinlichkeit aber Euer Ziel ist, solltet Ihr jetzt unbedingt weiterlesen. Denn wir stellen Euch jetzt einen Ansatz vor, der genau dieses Ziel verfolgt. Die Rede ist von Composable Commerce.

Was ist Composable Commerce?

Vielleicht habt Ihr schon einmal von Composable Commerce gehört, denn dieser Ansatz ist aktuell in aller Munde und wird auch in der Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Ansprüche der Kund:innen immer schneller verändern und die Kanäle, über die Ihr sie erreichen könnt, immer diverser werden. Aber was genau könnt Ihr Euch unter Composable Commerce vorstellen?

Im Kern geht es darum, dass Ihr Eure Customer Experience Architektur durch die Nutzung zahlreicher Komponenten optimiert – also keine Komplettsysteme verwendet. Stattdessen werden mehrere leistungsstarke Einzellösungen individuell für Euer Unternehmen passend zusammengestellt. Ihr baut Euch also aus den besten Branchenlösungen Eure maßgeschneiderte Systemlandschaft, um die Anforderungen, die Ihr bewältigen müsst, zu erfüllen.

Dabei bleibt jede Softwarekomponente modular und repräsentiert eine sinnvolle Funktionalität für Euren E-Commerce. Hierfür bieten sich PIM- und CMS-Systeme, Produktkataloge, Newsletter- und Social Selling-Tools sowie Marktplatzintegrationen, Rezensions- und Bewertungstools an. Weiterhin könnt Ihr Commerce Frontends, Tools für Technical SEO, Payment Services und Analytics sowie viele weitere modulare Anwendungen einbinden. Um diese Module miteinander kombinieren zu können, benötigt Ihr ein stabiles technisches Grundgerüst. Dieses wird auch als Headless Commerce bezeichnet, da Ihr neue Funktionen innerhalb der entkoppelten Module implementieren könnt, ohne Eure gesamte Backend-Infrastruktur upgraden zu müssen. Ihr könnt das Frontend als beliebig austauschen, während Euer Backend als Zentrum des E-Commerce bestehen bleibt.

Was bringt Euch Composable Commerce?

Wenn Ihr bisher klassische Commerce-Plattformen für Euer Unternehmen nutzt, könnt Ihr Euch diese wie eine Art Ein-Mann-Orchester vorstellen. Bei ihnen handelt es sich um All-in-One-Lösungen von einer Firma, die ein komplettes Frontend und Backend enthalten. Im Grunde sind dies starre, geschlossene Systemarchitekturen, die deshalb auch als Monolithen bezeichnet werden.

Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt, was falsch daran sein soll, diese Systeme für das Management Eurer Produktinformationen und den Vertrieb Eurer Produkte zu nutzen. Wenn wir bei der musikalischen Metapher des Ein-Mann-Orchesters bleiben, ist es wahrscheinlicher, dass dieses einen Song mit verschiedenen Komponenten eher holprig spielen wird, als dass es jedes Instrument perfekt spielen kann. Nicht ohne Grund haben sich die meisten professionellen Musiker:innen nur auf ein einziges Instrument spezialisiert. Ein:e Virtuos:in an der Querflöte wird am Klavier vermutlich nicht genauso gut spielen können wie an dem besagten Blasinstrument. Genauso verhält es sich auch bei den Commerce-Komplettlösungen.

Die verschiedenen Funktionen, die diese beinhalten, erfüllen zwar ihren Zweck, stellen letztendlich aber lediglich einen Kompromiss dar. Durch die sich immer schneller verändernden Kundenbedürfnisse und das vermehrte Bestellaufkommen in der Pandemie hat sich die Welt des Onlinehandels stark verändert. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Monolithen den Tool-Markt dominiert. In der Zwischenzeit hat sich allerdings gezeigt, wie wichtig Agilität und Flexibilität für Euer Unternehmen und Euer Onlinebusiness sind, da Ihr durch sie schnell auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren könnt. Das genaue Gegenteil dieser beiden Eigenschaften bilden die starren Systemarchitekturen der All-in-One-Lösungen ab.

Durch die Nutzung von Composable Commerce habt Ihr mehr Kontrolle über die Erlebnisse, die Kund:innen mit Eurer Marke haben und könnt Euch schnell an Veränderungen anpassen. Neue Kanäle könnt Ihr innerhalb kürzester Zeit erschließen und somit Euer Wachstum auf ein neues Level bringen. Composable Commerce unterstützt Euch bestmöglich dabei, den Anforderungen Eurer Kund:innen und des Marktes gerecht zu werden. Ihr vereint die besten Softwares ihrer Art unter einem Dach und erhaltet hierdurch die jeweils besten Ergebnisse für die verschiedenen Bereiche Eures Product Experience Managements. Letzteres ist für Eure E-Commerce-Strategie das, was die Bassline in der Musik ist – die passende Basis, auf der Ihr Euren Markenhit schreiben könnt. Composable Commerce ist also wie gemacht für die große Bühne.

So setzt Ihr Composable Commerce um

Um mit diesem Ansatz zu starten und Eure Marke zu einem echten Hit bei Euren Kund:innen zu machen, benötigt Ihr eine Bassline. Diese bildet gemeinsam mit der Drumline das Fundament eines jeden Songs. Gemeinsam geben sie den Rhythmus vor und ziehen sich wie ein roter Faden vom Intro bis zum Outro. Die Bassline ist nicht nur der Puls des Stücks, sondern gibt ihm auch Halt, wenn die Melodien ihr Feuerwerk zünden. Hier kommen wir erneut zurück zu der Aussage „Was die Bassline in der Musik ist, ist das PXM im Commerce“ – ein starkes Fundament. Wenn Ihr also mit Composable Commerce starten möchtet, müsst Ihr bei Euren Produktinformationen anfangen. Ohne sie könnt Ihr keine Product Experience für Eure Kund:innen schaffen. Beim Wechsel auf ein neues Shop-System bilden die Produktinformationen das Fundament für eine überzeugende Product Experience und eine hervorragende Customer Experience.

Composable Commerce am Beispiel von Akeneo

In diesem Bereich kennt sich Akeneo bestens aus, die auch in der Kategorie PIM auf unserer Softwarebewertungsplattform OMR Reviews gelistet sind. Sie sind der weltweit führende Anbieter von Product Experience Management und Product Information Management Lösungen. Durch diese unterstützen die mehr als 250 Mitarbeiter:innen weltweit mehr als 550 Händler:innen und Marken dabei, über alle Vertriebskanäle hinweg ein überzeugendes Kundenerlebnis zu erschaffen, die Qualität der Produktdaten zu verbessern und die Verwaltung von Produktkatalogen zu vereinfachen.

Im Akeneo App-Store findet Ihr über 130 zertifizierte Integrationen, die Ihr in das Akeneo PXM Studio einbinden und nutzen könnt. In diesem könnt Ihr auf hoch skalierbare REST- und Eventbasierte APIs zugreifen. Eure Produktinformationen könnt Ihr in Akeneo PIM einfach und flexibel anreichern, aktualisieren und exportieren. Die zum Akeneo PXM Studio gehörenden Connectors und Apps wurden gemeinsam mit E-Commerce- und PIM-Expert:innen entwickelt, um sie schneller implementieren und warten zu können. Durch seine umfangreiche Erfahrung im Bereich der E-Commerce Lösungen wurde Akeneo zum Premium-Partner von führenden E-Commerce-Plattformen wie Salesforce, Adobe und commercetools.

Diese hohe Expertise und Chancen für die eigene Marke hat auch der Akeneo-Kunde Butlers erkannt. Um seinen digitalen Vertrieb auf eine solide Basis zu stellen, startete Butlers im Jahr 2021 einen Relaunch seines gesamten Onlineshop-Ökosystems auf Basis von Shopify. Der zentrale Baustein dieses Relaunches war die Einführung eines Product Information Management Systems, welches Butlers bisher noch nicht genutzt hatte. Hier kam Akeneo ins Spiel, die mit ihrem PIM den Grundstein für den Wechsel auf das neue Shop-System legten. Hierdurch versprach sich Butlers eine höhere Effizienz bei der Pflege von Produktinformationen, einen Single Point of Truth für Produktdaten sowie eine klare Prozesskontrolle und ein effektives Monitoring der Aktivitäten. Innerhalb von acht Wochen, vom Kick-Off bis zum Go-Live, schaffte Akeneo die Umsetzung des Kundenwunsches. Andere Unternehmen benötigen für ein solches Unterfangen teilweise bis zu einem Jahr oder länger. Das macht deutlich, dass Akeneo die besten Voraussetzungen mitbringt, um seine Kund:innen bei einem Wechsel von einer All-in-One-Lösung auf eine Composable Commerce-Lösung zu begleiten. Durch die Nutzung von Akeneo PIM als Best-of-Breed hat Butlers die besten Voraussetzungen geschaffen, um das eigene Onlinegeschäft zu skalieren und weiter zu wachsen und Akeneo stellt aus dem Backstage-Bereich sicher, dass ihnen nichts für den ganz großen Bühnenauftritt fehlt.

Fazit

Ihr erlangt Kontrolle und Flexibilität über das Kauferlebnis Eurer Kund:innen, indem Ihr Euch Composable Commerce zu Nutze macht. Die wichtigste Grundlage für dessen Erfolg ist die Umstellung auf ein PIM-System. Die Umstellung auf Composable- und Headless-Strukturen können zunächst entmutigend auf Euch wirken, da es zu Verzögerungen und Umsatzeinbußen kommen kann, wenn Ihr nicht die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge macht. Um diese Risiken zu minimieren, solltet Ihr zuerst Eure Produktdaten und Inhalte für die Migration vorbereiten. Bedenkt dabei, dass das Produkterlebnis der erste Kontaktpunkt Eurer Kund:innen mit Eurem Unternehmen ist und die Inhalte entsprechend aufbereitet sein müssen. Nehmt Euch einmal ausführlich Zeit für diesen Schritt, schließlich müsst Ihr sie nur noch einmal und nicht mehr für jeden Vertriebskanal neu erstellen. Wenn Ihr die Daten eingepflegt habt, teilt die Composable Commerce-Architektur Eure Inhalte und Daten zuverlässig und konsistent über standardisierte APIs auf den verschiedenen Plattformen.

Ein gutes PIM-Tool erkennt Ihr daran, dass es sich um eine cloudbasierte SaaS-Anwendung handelt, die für alle neuen Kanäle funktioniert. Außerdem befähigt das System Euer Team, schnell und einfach produktiv zu werden. Zusätzlich kann es aktuelle und zukünftig relevante Handelsplattformen nahtlos integrieren und verfügt über eine hochgradig skalierbare API-first-Struktur.

Traut Euch einfach und geht den ersten Schritt auf Eurem E-Commerce-Relaunch-Weg. Und wer weiß – vielleicht legt Ihr damit das Fundament für den nächsten großen Markenhit.

Carolin Puls
Autor:In
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Carolin Puls

Carolin ist freie Redakteurin bei OMR und mit ganzem Herzen Autorin. Als Brand Managerin war sie bereits bei verschiedenen Unternehmen aus der FMCG-Branche für das Marketing zuständig. Währenddessen hat Carolin berufsbegleitend Ihr Studium zur Marketing-Betriebswirtin abgeschlossen.

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