Die drei Säulen des E-Mail-Marketings: Welche Tools Ihr für Eure Newsletter braucht

Eine Übersicht von Bjoern Sjut über die Arten von Tools, die es im E-Mail-Marketing gibt

Unser E-Mail-Experte Bjoern Sjut von Finc3 meldet sich erneut zu Wort. Dieses Mal stellt er Euch die verschiedenen Säulen von Tools im E-Mail-Marketing vor. Grundlegend vorweg: Immer wenn Ihr ein E-Mail-Marketing-Tool verwendet, geht es um Templates und Personalisierung. Im Wesentlichen gibt es aber diese drei Säulen im E-Mail Marketing:

1. Newsletter und Marketing Automation Systeme:

Dabei geht es darum, dass E-Mails von einer Marketing Automation Plattform versendet werden. Tools dieser Art fokussieren sich grundsätzlich auf Templates, die Segmentierung der Kunden und das Tracking. Newsletter und Marketing Automation Tools sind zum Beispiel Mailchimp, Emarsys und Active Campaign.

2. Sales E-Mail Systeme:

Sales E-Mails werden meistens eher aus CRM-Systemen verschickt oder sind an die normalen E-Mail-Server eines Unternehmen angedockt, bspw. Office 365 oder der G-Suite. Bei diesen Systemen gibt es dann ein Software-Frontend, das Sales-Mitarbeitern die Arbeit vereinfachen soll. Das bedeutet z.B., dass nicht jede E-Mail mit einem leeren Fenster beginnt. Hierbei geht es also nicht darum, große Segmente anzusprechen, sondern darum, die Produktivität von einzelnen Personen aus dem Vertrieb oder auch dem Customer Success zu erhöhen. Sales-E-Mail-Systeme sind beispielsweise Tools wie Pipedrive und HubSpot Sales Hub.

3. Transaktionale E-Mail Systeme:

Auch transaktionale Mails können durch Templates unterstützt werden. Technisch werden diese E-Mails durch Applikationen getriggert und dann durch eine transaktionale Plattform gesendet. Das heißt: Hier handelt es sich auch um den E-Mail-Server der Plattform. Bei den transaktionalen E-Mail-Systemen geht es vor allem darum, schnell und direkt E-Mails versenden zu können, wie zum Beispiel Rechnungen, Anmeldebestätigungen und Ähnliches. Toolbeispiele sind hier SparkPost und SendGrid.

Die Grenzen zwischen den drei verschiedenen E-Mail-Marketing-Systemen verschwimmen stark

Das führt dazu, dass die Systeme sich nur schwierig voneinander trennen lassen. Es geht immer um Templates, aber der Unterschied liegt vor allem in der Technik, wer die E-Mail versendet. Außerdem geht es auch darum, was mit der E-Mail für ein Ziel verfolgt wird: Geht es darum, möglichst viele hübsche E-Mails an segmentierte Nutzer zu verschicken oder die Produktivität von einzelnen Sales-Personen zu steigern?

Wenn Ihr Verantwortung im E-Mail-Marketing-Bereich tragt, solltet Ihr diese vier Punkte für Eure Toolinfrastrukturen bedenken

Tracking-Consent über alle drei Systeme messen

Das ist wichtig, da alle drei Systeme die Möglichkeit haben, Zählpixel einzubauen und häufig passiert der Fehler, dass Opens und Clicks in Marketing Automation getrackt werden und in Sales-E-Mails dann wiederum nicht.

Die gesamte Customer Journey soll mit den Tracking-Daten abgedeckt werden können

Ihr braucht also auch die Öffnungen und Klicks von E-Mails über alle Arten von E-Mails hinweg und nicht nur aus Kampagnen-Mails. Euer Ziel sollte eine konsistente Daten-Infrastruktur sein.

Personalisierungsdaten sollten über alle drei Systeme hinweg genutzt werden

Auf Basis dessen, was die Kunden in den Newslettern anklicken, solltet Ihr zum Beispiel Sales Templates optimieren können.

Die Zustellbarkeit über alle drei Säulen hinweg muss gewährleistet bleiben

Selbst wenn Ihr unterschiedliche E-Mail-Sending-Domains habt, müsst Ihr darauf achten, dass Eure E-Mails auch ankommen.