E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme

Umzug zu Shopify: Ergibt das Sinn?

Wir zeigen Euch, wie uns das Tool jetzt im Team OMR Education hilft und ziehen ein Fazit zum Wechsel

Unser Gastautor Chris aus dem OMR Education Team zieht nach seinem Feedback zur Zapier Integration in diesem Artikel ein kleines Fazit zu unserem Wechsel zu Shopify. Dafür stellt er sich die Fragen: Was hat uns der Wechsel zu Shopify gebracht? Welche Herausforderungen gab es mit der neuen Shopsystem-Software? Und welche Vor- und Nachteile bringt das Tool mit sich?

Vor fast einem Jahr sind wir mit unserem OMR Education Shop zu Shopify gezogen. Von WordPress und WooCommerce kommend, gab es diverse Pain-Points, die wir mit dem Umzug lösen mussten. Unser Ziel war es, die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen und weniger Tech-Ressource zu verbrauchen. Ob das alles so geklappt hat, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Endlich mehr Flexibilität im Marketing-Team 

Schnelligkeit in der Umsetzung ist im Marketing einfach alles. Um diese Schnelligkeit auch aktiv auf die Straße zu bringen, muss ein Marketing-Team autonom und möglichst ohne Inanspruchnahme von Tech-Ressourcen agieren können. In der Praxis müssen Marketeers in der Lage sein, schnell neue Features auszuprobieren und ggf. wieder zu verwerfen.

Häufig kommen neue Features in Form von Apps oder Plug-ins auf die Website. Das war bei WooCommerce leider nicht ohne Weiteres möglich, weil hier ein neues Plug-in gerne mal die komplette Seite zerschossen hat. Daher musste alles vorher sorgfältig getestet werden, was natürlich Tech-Ressource benötigt und damit den Verlust von Schnelligkeit bedeutet. 

Shopify’s Pagebuilder erleichtert den Alltag

Wird heute ein neues Template für eine Produkt- oder Collection-Seite gebraucht, können wir mehr oder weniger direkt mit der Umsetzung beginnen. Shopify bietet diverse Pagebuilder mit wirklich hervorragender Usability, die es selbst Laien ermöglichen, ansprechende Webseiten zu erstellen und für die unterschiedlichen Endgeräte zu optimieren. 

Und Landingpages?

Auch hier haben wir seit der Umstellung im Hinblick auf Umsetzungsgeschwindigkeit zugelegt. Je nachdem, wie komplex die gewünschten Designs sind, braucht die Umsetzung heute nur ein paar Stunden – Grüße gehen raus an meinen Kollegen Ravi. Der zaubert die Designs schneller als sein Schatten.

Updates sind weniger ein Problem

Im früheren Set-up stellten vor allem die wiederkehrenden WordPress-Updates eine Herausforderung dar. Mit jeder neuen Version mussten wir die Kompatibilität der installierten Plug-ins testen. Nicht selten gab es dabei Schwierigkeiten und wir mussten Set-ups komplett neu aufsetzen bzw. Alternativen suchen.

Dieser Punkt ist hier ebenfalls verschwunden, da die in Shopify installierten Apps nicht über die nötige Integrationstiefe verfügen, um den gesamten Shop nachhaltig zu stören. 

Closed vs. Open Check-out

Natürlich war es cool, dass man bei WooCommerce den gesamten Checkout-Prozess auf seine Bedürfnisse anpassen konnte. Das geht bei Shopify nur mit der Plus-Version.

Theoretisch hätte man eine 10-Step-Checkout-Form erstellen können. Mit unterschiedlichen Cross-Sells zum Beispiel zwischen der Vor- und Nachnamen-Abfrage. Natürlich ohne praktischen Sinn, aber möglich gewesen wäre es.

Manche Features, wie den "Order Bump", vermisse ich sogar auf der Checkout-Seite. 

Allerdings, und meine Meinung hat sich hier über die vergangenen Jahre immer weiter gefestigt: Eigentlich möchte ich mit dem Check-out meines Online-Shops gar nichts zu tun haben. 

Wieso?

Nun ja, wo ich nicht rankomme, kann ich auch nichts kaputt machen.

Außerdem ist der Shopify-Checkout weitverbreitet und daher auch bei den Nutzer*innen bekannt. Du kannst also davon ausgehen, dass Shopify alles getan (und getestet) hat, um diesen Check-out zu perfektionieren.

Parallel dürften aktuell die besten Programmierer für Shopify an der (Weiter-)Entwicklung des Check-outs arbeiten.

Für uns bedeutet das: Um diese wichtige Sache brauchen wir uns nicht mehr kümmern. Wir müssen nicht testen, ob im Check-out noch alles funktioniert. Das machen jetzt andere für uns.

Im Endeffekt haben wir also auch hier Zeit gewonnen. 

Viele Apps, die wirklich was bringen

Shopifys App Store ist voll mit nützlichen Apps, die schnell installiert sind und deinen Store sofort nach vorn bringen. Fast jeder Use Case ist denkbar:

  • Cross-Sells auf der Produktseite
  • Post-Purchase Upsells
  • "Wieder auf Lager"-Benachrichtigungen bei aktuell ausverkauften Produkten
  • Fulfillment von digitalen Produkten
  • Bundling von Artikeln
  • usw.

Aus Marketing-Sicht war der Umzug zu Shopify also ein echter Erfolg. Ein wirklicher Enabler und Time-Saver im Vergleich zu vorher. 

Diese frei gewordenen Ressourcen, die zuvor in die Fehlerbehebung und Wartung des Shops geflossen sind, setzen wir heute für die aktive Weiterentwicklung ein.

Übrigens: das hier ist kein Shopify-Affiliate-Artikel oder Ähnliches, sondern nur ein Erfahrungsbericht nach einem Jahr Arbeit mit diesem Shopsystem – aus Marketing-Sicht.

Falls Ihr jetzt Lust bekommen habt, einen E-Commerce zu starten, aber nicht mit Shopify arbeiten wollt, gibt es natürlich auch noch andere E-Commerce-Plattformen & Shopsysteme:

Und, wenn Ihr nicht sicher sein solltet, welches Tool zu Euch passt, haben wir schon mal ein Shopsysteme Briefing für Euch vorbereitet.

Christoph Mühle
Autor:In
Christoph Mühle
Autor:In
Christoph Mühle

Chris ist freier Online Marketing Consultant und seit sieben Jahren bei OMR zuständig für Marketing Tech- & Automation. Wenn er mal keine Workflows programmiert oder Dinge automatisiert, steht er in Bali auf dem Surfboard.

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software-Kategorien