Remote Work: Konzept, Umsetzung und Gen Z
Wie Remote Work in Deutschland Arbeitsmodelle verändert und warum das für die Generation Z wichtig ist
- Remote Work Definition
- Das Konzept von Remote Work
- Vorteile von Remote Work
- Nachteile von Remote Work
- Remote Work als Benefit – gerade für jüngere Generationen
- Verbreitung von Remote Work in Deutschland
- Remote-Work-Tipps für Unternehmen
- Remote-Work-Tipps für Arbeitnehmer*innen
- Remote Work vs. Homeoffice und Co.
- Fazit: Remote Work benötigt die richtige Strategie
Remote Work Definition
Das Konzept von Remote Work
Vorteile von Remote Work
- Erhöhte Flexibilität: Arbeitnehmer*innen können ihren Arbeitstag beim Remote Working nach ihren individuellen Bedürfnissen gestalten, was eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht und Stress reduziert.
- Zeit- und Kosteneinsparungen: Wegfallende Pendelzeiten sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kosten für Beförderung und Verpflegung. Die Praxis zeigt, dass Arbeitnehmer*innen jährlich mehrere tausend Euro sparen können.
- Mehr Zufriedenheit: In einer Umfrage von Buffer gaben 61 Prozent der Remote-Worker*innen an, dass sie diese Arbeitsweise weiterhin bevorzugen würden, weil sie dadurch produktiver und zufriedener sind.
- Verbesserte Gesundheit: Mehr Flexibilität führt oft zu einem entspannteren Alltag und unterstützt einen gesünderen Lebensstil, einschließlich besserer Ernährung, regelmäßiger Bewegung und ausreichendem Schlaf.
- Zugang zu globalen Jobmöglichkeiten: Arbeitnehmer*innen sind noch weniger auf lokale Stellenangebote angewiesen. Selbst wenn sie familiär oder anderswie örtlich gebunden sind, können sie sich durch die Möglichkeiten von Remote Work weltweit auf die besten Positionen bewerben, die ihren Fähigkeiten und Interessen voll entsprechen.
- Plus an Produktivität: Studien belegen, dass Angestellte, die die Möglichkeit erhalten, remote zu arbeiten – vor allem im Homeoffice – unter den richtigen Voraussetzungen deutlich produktiver sind, als solche, die ihren Tag ausschließlich im Büro verbringen müssen. Für maximale Effektivität ist die richtige Mischung oft entscheidend. So hat es sich vielerorts bewährt, neben Telearbeit auch Präsenztage zu integrieren, um unter anderem Abwechslung und einen persönlichen Austausch zu gewährleisten.
- Kostenreduktion: Unternehmen können Betriebskosten durch Remote Work senken, da sie weniger Bürofläche benötigen und generell Ausgaben für Infrastruktur, Energie und Bürobedarf reduzieren.
- Erweiterung des Talentpools: Remote Work ermöglicht es Arbeitgeber*innen, Talente aus der ganzen Welt zu rekrutieren, was die Vielfalt und Innovationskraft im Unternehmen steigert.
- Höhere Mitarbeiterbindung: Die Flexibilität von Remote Work ist ein starker Anreiz für Arbeitnehmer*innen. Wer die Mitarbeiterzufriedenheit entsprechend erhöht, hat mehr Chancen, die besten Fachkräfte anzuziehen (dazu unten noch genauer) und muss sich weniger Gedanken um Fluktuation machen. Schon 2017 hat eine Studie von OWL Labs gezeigt, dass Firmen mit ortsunabhängiger Arbeit eine um 25 Prozent niedrigere Fluktuationsrate haben als solche mit traditionellen Arbeitskonzepten.
- Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein: Weniger Pendeln und geringerer Energieverbrauch im Büro tragen zu einer besseren Umweltbilanz bei und unterstützen nachhaltige Unternehmensstrategien.
- Widerstandsfähigkeit und Geschäftskontinuität: Remote Work stärkt die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Krisen. Wie die Covid-19-Pandemie gezeigt hat, können Firmen ihre Geschäfte durch ortsunabhängiges Arbeiten auch bei unvorhergesehenen Ereignissen, die die Tätigkeit im Büro erschweren, aufrechterhalten.
Nachteile von Remote Work
- Soziale Isolation: Ohne den täglichen persönlichen Kontakt mit Kolleg*innen kann es zu einem Gefühl der Einsamkeit und Isolation kommen. Eine Studie von Buffer („State of Remote Work“) zeigt, dass sich 16 Prozent der Remote-Arbeiter*innen – vor allem im Homeoffice – einsam fühlen.
- Herausforderungen bei der Kommunikation: Die fehlende physische Präsenz kann Missverständnisse fördern und die Effektivität der Teamarbeit mindern. 16 Prozent der Remote Worker*innen sehen das laut Buffer als ein großes Problem.
- Ablenkungen: Heimische Aufgaben und familiäre Verpflichtungen können die Konzentration beim Remote Working extrem beeinträchtigen. Gleiches gilt für Zugverspätungen, Staus, Lärm, Mitmenschen und weitere Störfaktoren an anderen Lokationen ortsunabhängiger Arbeit. Die bereits bei den letzten beiden Punkten angesprochene Buffer-Erhebung belegt, dass 15 Prozent der Remote-Arbeiter*innen Schwierigkeiten haben, sich an anderen Arbeitsorten von Ablenkungen abzuschotten.
- Probleme bei der Trennung von Arbeit und Privatleben: Das Fehlen einer klaren Grenze zwischen Arbeitsplatz und Wohnraum bzw. Geschäft und Privatleben kann zu Überarbeitung und Stress führen. Remote Worker*innen laufen dadurch Gefahr, länger zu arbeiten und Pausen zu vernachlässigen, was schlimmstenfalls ihre Gesundheit beeinträchtigen kann.
- Technische Probleme: Remote Work ist stark abhängig von entsprechenden Technologien. Das bedeutet, dass technische Störungen, mangelnde IT-Unterstützung oder schon eine längere Unterbrechung der Internetverbindung die Produktivität erheblich beeinträchtigen können.
- Erschwerte Teamkoordination: Die Koordination von Projekten und die Aufrechterhaltung eines kohäsiven, in seinen Kompetenzen optimal zusammenspielenden Teams können beim Remote Work schwierig sein, da direkte Interaktion und spontane Besprechungen entfallen.
- Mangel an Kontrolle und Überwachung: Führungskräfte haben weniger direkte Kontrolle über die Arbeitsabläufe und müssen sich auf Vertrauen und digitale Überwachungsmechanismen verlassen. Dies kann das Management von Leistung und Engagement beträchtlich erschweren.
- Sicherheitsrisiken: Remote Work kann die Datensicherheit gefährden. Heimnetzwerke und private Geräte sind oft anfälliger für Cyberangriffe. Unternehmen müssen in zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen investieren, um sensible Informationen zu schützen.
- Kulturelle Herausforderung: Die Aufrechterhaltung einer starken Unternehmenskultur kann eine Herausforderung darstellen, wenn Mitarbeiter*innen remote arbeiten. Die fehlende physische Präsenz erschwert es, eine gemeinsame Identität, Vision und betreffende Werte zu vermitteln.
- Eingeschränkte Innovationsfähigkeit: Eine gewisse (spontane) Kreativität, die durch zufällige Begegnungen und Brainstorming-Sitzungen im Büro entstehen kann, geht beim Remote Work schnell verloren. Die Innovationskraft und die Problemlösungsfähigkeit des Teams werden dadurch beeinträchtigt.
Remote Work als Benefit – gerade für jüngere Generationen
Verbreitung von Remote Work in Deutschland
Remote-Work-Tipps für Unternehmen
- Klare Kommunikation und Zielsetzung: Eine klare Kommunikation der Erwartungen und Ziele an die Remote-Arbeit ist erfolgsentscheidend. Es sollten neben Arbeitszeiten, Erreichbarkeiten, Tools und weiteren Faktoren, die die Mitarbeiter*innen betreffen, auch weiterführende Unternehmensziele transparent gemacht werden. Je besser die Remote-Worker*innen informiert sind, desto mehr fühlen sie sich integriert und desto mehr tragen sie das System mit, was letztlich zu einer erhöhten Produktivität beiträgt.
- Sicherheit und Datenschutz: Mit der Nutzung von Remote Work steigt leider auch das Risiko von Cyberangriffen. Unternehmen sollten entsprechend robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um sensible Daten, Verbindungen und Tools umfassend zu schützen. Dies kann den Einsatz von VPNs, regelmäßige Schulungen zur Cybersicherheit, die Nutzung geschützter Cloud-Plattformen und weitere Maßnahmen einschließen.
- Führung und Team-Management: Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung von Remote Work. Sie müssen in der Lage sein, virtuelle Teams effektiv zu führen und zu motivieren. Die Beschäftigung mit den Konzepten des New Work und New Leadership ist absolut zu empfehlen.
- Technologische Infrastruktur: Unternehmen sollten für ihre Zwecke passende und zuverlässige Remote-Work-Technologien ausloten. Gute Collaboration Software, Social Intrantes, Projektmanagement-Lösungen etc. sind für die Zusammenarbeit, die Kommunikation und die Koordination auf Distanz ein absolutes Muss.
- Kultur und Zusammenhalt: Remote Work darf nicht zu einem Gefühl der Isolation führen. Denn dann leiden das Wohlbefinden und letztlich die Produktivität. Unternehmen sollten Initiativen fördern, die den Zusammenhalt stärken, wie regelmäßige virtuelle Meetings, Team-Building-Aktivitäten und virtuelle soziale Interaktionen.
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen können variieren. Unternehmen sollten dementsprechend flexibel sein und individuelle Arbeitsarrangements ermöglichen, die den persönlichen Lebensumständen gerecht werden. Flexible Arbeitsmodelle können die Mitarbeiterbindung verbessern und die Fluktuationsrate senken.
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Remote-Work-Tipps für Arbeitnehmer*innen
- Arbeitsplatzergonomie und Gesundheit: Ein häufig übersehenes Thema ist die richtige Arbeitsplatzergonomie zu Hause oder unterwegs. Arbeitnehmer*innen sollten sicherstellen, dass sie über einen ergonomischen Arbeitsplatz verfügen, der Rückenprobleme und andere gesundheitliche Beschwerden vermeidet. Beispielsweise kann langfristiges Arbeiten auf der Couch oder auf einer harten Café-Bank zu Schwierigkeiten führen.
- Zeitmanagement und Arbeitsstruktur: Ohne eindeutige Grenzen zwischen Arbeitszeit und Privatleben neigen Remote Worker*innen schnell dazu, übermäßig lange zu arbeiten. Das wiederum kann zu Stress, Fehlern und anderen Negativauswirkungen führen. Es ist wichtig, klare Arbeitszeiten festzulegen und regelmäßige Pausen einzuplanen, um die Produktivität aufrechtzuerhalten und ein Burnout zu vermeiden.
- Kommunikation und Teaminteraktion: Wie bereits mehrfach erwähnt, kann Remote Work zu einem Gefühl der Einsamkeit und Isolation führen. Arbeitnehmer*innen sollten dementsprechend proaktiv kommunizieren und an virtuellen Meetings sowie Teamaktivitäten teilnehmen, um ihre Teamzugehörigkeit für sich selbst zu fördern.
- Technologische Kompetenz und Sicherheit: Mit einer zunehmender Abhängigkeit von digitalen Tools ist es wichtig, dass Arbeitnehmer*innen über grundlegende technische Kenntnisse verfügen und sich bewusst über wichtige Sicherheitsmaßnahmen sind. Sie sollten regelmäßig ihre Passwörter aktualisieren und gewährleisten, dass sie ihre Arbeitsmittel souverän einsetzen, um Cyberangriffe zu vermeiden.
- Selbstmanagement und Motivation: Remote Work erfordert ein hohes Maß an Selbstmanagement und Eigenmotivation. Ansonsten kann es schnell zu Problemen in Sachen Qualität, Pensum und Deadlines kommen. Arbeitnehmer*innen sollten ihre Ziele klar definieren, sich regelmäßig selbst reflektieren und Strategien entwickeln, um produktiv zu bleiben.