Social Media Monitoring

In 3 Schritten zur Social-Media-Analyse

So behaltet Ihr Eure Zielgruppe bei einer Social-Media-Analyse im Blick

Heutzutage sind sehr viele Unternehmen auf Social Media unterwegs. Social-Media-Kanälen erleichtern den Kontakt mit Interessent:innen und der eigenen Zielgruppe ungemein, bringen Möglichkeiten von (teilweise sogar) kostenlosem Marketing und ermöglichen eine ausführliche Datenanalyse.

Doch was fängt man mit den Daten und Kennzahlen an, die einem praktisch automatisch zufliegen? Warum sollte man sich die Mühe einer Analyse machen? Das erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum sollte man eine Social-Media-Analyse durchführen?
  2. Wie führt man eine Social-Media-Analyse durch?
  3. Social-Media-Tools, die Euch die Analyse erleichtern
    1. Social-Media-Management-Tools
    2. Social-Media-Listening-Tools
    3. Social-Media-Analytics-Tools

Warum sollte man eine Social-Media-Analyse durchführen?

Kommen wir nun zum ersten Thema: Was ist der Sinn einer Social-Media-Analyse und wie hilft sie Euch in Eurem Unternehmen? Eine Social-Media-Analyse hilft Euch, effektiv auf neueste Trends zu reagieren und gezielt mit Euren Follower:innen zu kommunizieren. Wer weiß, was seine Zielgruppe interessiert, der kann zudem das Marketing optimal aufbereiten. Wo liegen die aktuellen Pain Points Eurer Nutzer:innen? Was beschäftigt Eure Zielgruppe? Und was treibt die Konkurrenz? Das sind nur ein paar Fragen, die Ihr mithilfe einer Social-Media-Analyse beantworten könnt.

Die gesammelten und analysierten Daten ermöglichen Euch einen Rundumblick darauf, was auf Social Media gerade trendet. Ihr könnt herauslesen, was Eure Mitbewerber:innen anders machen – und ob sie damit Erfolg bei der Zielgruppe haben. Ebenso habt Ihr aber auch die Möglichkeit, zu erkennen, wie Eure Lösung oder Euer Angebot bei den Nutzer:innen Eurer Seite ankommen. Zunächst ist jedoch wichtig, zu begreifen, welche Kennzahlen man benötigt, was diese aussagen und wie man auf Basis dieser Zahlen die Ziele definieren kann, die man im nächsten Schritt mit einer Social-Media-Strategie erreichen möchte. Starten wir also mit dem Hauptthema:

Wie führt man eine Social-Media-Analyse durch?

Mit Hilfe von diversen Social-Media-Tools könnt Ihr bequem die Daten aus Euren Social-Media-Kanälen sammeln und auswerten. Die Analyse der Daten dient Euch später als Basis, um im Rahmen Eurer Social-Media-Strategie SMARTe Ziele zu setzen. Auch könnt Ihr die Daten dazu nutzen, den Überblick darüber zu behalten, ob Eure Strategie Sinn macht und sich alles wie gewünscht entwickelt. Bemerkt Ihr Abweichungen früh genug, könnt Ihr Eure Strategie noch verfeinern, optimieren und anpassen. 

Schritt 1: Daten erfassen

Im ersten Schritt müsst Ihr Euch mit den Daten Eurer Social-Media-Kanäle vertraut machen. Sowohl Instagram als auch Facebook beispielsweise bieten Euch dafür eigene Analyse-Hilfen. Die neue Facebook Business Suite ermöglicht Euch tatsächlich, die Insights von Facebook und Instagram auf einmal betrachten und vergleichen zu können. Die Tools helfen Euch zudem, Einblicke zu gewinnen, wie die Interaktion auf dem jeweiligen Kanal im Vergleich zur Anzahl der Follower:innen aussieht. Das hilft Euch, zu bestimmen, mit welchen Daten Ihr Euch befassen möchtet.

FB-IG-Analyse

Mit der Faebook Business Suite könnt Ihr Eure Seiten auf Facebook und Instagram auf einem Blick analysieren.

Schritt 2: Daten verstehen

Habt Ihr Euch eingearbeitet, muss ausgewählt werden, welche Daten denn überhaupt analysiert werden sollen. Möchtet Ihr eine bestimmte Plattform analysieren, beispielsweise Eure Instagram-Seite? Oder wollt Ihr mehrere vergleichen? Legt für Euch fest, um welche Kanäle es Euch geht und füttert die Social-Media-Analyse-Tools mit den Angaben. Diese beginnen nun ihre Arbeit und durchsuchen die festgelegten Plattformen nach den relevanten Daten: Das können zum Beispiel das Feedback Eurer Kund:innen sein oder die allgemeine Interaktion (Liken, Teilen, Kommentieren).

Setzt nun die Daten zueinander ins Verhältnis und schaut Euch an, „was bisher geschah“. Reicht Euch die Interaktion unter den Posts? Möchtet Ihr mehr Follower:innen? Auf Basis Eures Wissens könnt Ihr nun ein SMARTes Ziel formulieren. SMART bedeutet Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert – aus Eurem Ziel sollte also deutlich hervorgehen, was Ihr am Ende erreichen wollt.

Schritt 3: Fehler vermeiden

Damit Ihr nun mit Eurer Analyse auch Erfolg habt und die gesetzten Ziele erreicht, gilt es, die typischen Fehler zu vermeiden: Behaltet in jedem Fall Eure Wettbewerber im Auge. Auch, wenn der Fokus Eurer Daten vielleicht auf Follower:innen liegt, nicht unbedingt auf dem Inhaltlichen, solltet Ihr immer Ausschau danach halten, was die Konkurrenz so treibt. Am Ende gibt es eine Entwicklung, die an Euch vorbeigegangen ist und ihr hängt schneller hinterher – das kann z. B. ein neues Feature sein oder vielleicht ein Update.

Ein weiterer schwerwiegender Fehler ist es, nicht auf das Feedback Eurer Kund:innen oder Interessent:innen zu hören. Dieses Feedback ist meist kostenfrei und kann Euch massiv in der Entwicklung Eurer optimalen Lösung helfen – denn alle Mühe nützt nichts, wenn das Produkt oder die Dienstleistung am Ende nicht dort weiterhelfen, wo Eure Zielgruppe Hilfe benötigt. Hört also stets zu, nehmt das Feedback mit offenen Armen auf und setzt es um.

Außerdem solltet Ihr beachten, dass eine Social-Media-Analyse keine Eintagsfliege ist. Es ist immer hilfreich, zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. So könnt Ihr zeitnah feststellen, ob Eure Social-Media-Strategie noch Eure Ziele fokussiert, ob Ihr nach wie vor diese Ziele auch erreichen könnt und ob die Pain Points Eurer Zielgruppe immer noch die sind, von denen Ihr ausgeht.

Gehen wir nun mal beispielhaft davon aus, Ihr möchtet Euer Instagram-Profil auf Vordermann bringen. Die Follower:innen-Anzahl ist schon in Ordnung, aber die Interaktion scheint Euch im Verhältnis zu niedrig. Nun könnt Ihr in o.g. Schritt 1 einen Blick auf Eure Instagram-Insights werfen. Dort bekommt Ihr einen Einblick in Eure Reichweite, Eure Follower:innen-Anzahl, Eure aktuelle Interaktion und weitere Daten. In Schritt 2 sollt Ihr nun diese Daten verstehen: Ist es ein bestimmtes Thema, welches hohe Interaktionen bei Eurer Zielgruppe verursacht? Antworten immer nur junge Frauen? Oder sind es mittelalte Herren, die die Interaktion hoch halten? Welche Probleme rufen wie viel Interaktion hervor? Zu welcher Tageszeit habt Ihr Postings oder Stories online gestellt, die eine hohe Interaktion nach sich zogen?

Formuliert nun aus Eurem Wissen ein SMARTes Ziel: „Bis zum (Datum) möchte ich die Interaktion meiner Follower:innen um 20 % erhöhen.“ Das könnte beispielsweise ein Ansatz sein. Nun widmet Ihr Euch dem „Wie“ und formuliert, durch welche Handlungen Ihr diese messbaren 20 % erreichen wollt. Am Ende solltet Ihr die Ergebnisse Eurer Analyse zudem vernünftig festhalten und darstellen bzw. bei Bedarf auch in Eurem Team teilen. Dabei helfen Euch zahlreiche Tools. Wir stellen Euch im folgenden Abschnitt je zwei Social-Media-Management-, -Listening- und –Analytics-Tools vor.

Social-Media-Tools, die Euch die Analyse erleichtern

Gerade im Social-Media-Bereich gibt es zahlreiche Tools und Softwares, die Euch die Arbeit erheblich erleichtern. Man unterscheidet zwischen drei Kategorien, die für unsere Analyse-Arbeit relevant sind: Social-Media-Management-Tools, Social-Media-Listening-Tools und Social-Media-Analytics-Tools. Das klingt jetzt zugegeben etwas kompliziert, aber Ihr werdet sehen, dass die Tools eher helfen, als das Leben zu erschweren. Eine Übersicht über alle nützlichen Social-Media-Tools findet Ihr auf der Social-Media-Suites-Seite bei OMR Reviews.

Social-Media-Management-Tools

Social-Media-Management umfasst kurzgesagt alles, was auf Eurem Online-Auftritt passiert. Entsprechend unterstützen diese Tools Euch bei der Planung und Umsetzung von Content, bei der Überwachung des Engagements oder bei Organisationsaktivitäten. Wir empfehlen folgende zwei Tools, die Euch die wichtigen Daten für Eure Analyse liefern:

1. Hootsuite: Hootsuite vereint alle Social-Media-Aufgaben an einem Ort. Ihr könnt beispielsweise Team-intern Aufgaben verteilen, Eure Ads verwalten, Content planen oder das Engagement Eurer Seiten im Blick behalten. Außerdem ermöglich Hootsuite Euch, Eure Social-Media-Kampagnen zu überwachen und die Ergebnisse zu analysieren. Preislich startet das Tool bei 39 Euro/Monat und bietet Euch verschiedene Staffellungen bis hin zum individuell angepassten „Enterprise“-Paket.

Hootsuite-Bsp

Einblick in das Social-Media-Tool Hootsuite.

2. AgoraPulse: Der Anbieter AgoraPulse bezeichnet sich selbst als „All-in-One-Lösung“ für Social-Media-Management und bietet Euch neben diversen Planungsoptionen die Möglichkeit, unbegrenzte One-Click-Reporte und das integrierte CRM zu nutzen. Damit habt Ihr alles, was für erfolgreiches Social-Media-Management notwendig ist, in einem Tool verfügbar. Für Einsteiger gibt es eine kostenlose Version, für alle, die „mehr“ benötigen, startet der Preis bei 99 Euro/Monat

Social-Media-Listening-Tools

Beim Social-Media-Listening habt Ihr die Möglichkeit, die Online-Konversation über Euch bzw. Eure Marke zu überwachen und darauf zu reagieren. Wo wird Eure Marke erwähnt? Was wird über Euch gesprochen? Social-Media-Listening bietet die optimale Möglichkeit, Eure Zielgruppe zu analysieren. Eine große Auswahl an Social-Listening-Tools, findet Ihr auf OMR Reviews mit weiteren Informationen und hilfreichen Nutzerbewertungen. Eine Auswahl beschreiben wir kurz hier:

1. Brandwatch: Die Plattform brandwatch hilft Euch effizient, Gespräche, Kommentare und Beiträge zu sammeln und zu sortieren. Zudem könnt Ihr Follower-Analyse betreiben und Eure Wettbewerber besser im Blick behalten.

Brandwatch-Insta

So kann eine Instagram-Analyse im Tool Brandwatch aussehen.

2. Meltwater: Das Unternehmen Meltwater stellt hauptsächlich Tools für Social-Media-Monitoring und Social-Media-Listening bereit. Ihr habt die Möglichkeit, Inhalte im Social-Web in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren. Preise gibt es auf Anfrage.

Social-Media-Analytics-Tools

Auch für die Social-Media-Analyse an sich könnt Ihr Euch selbstverständlich Helferlein ins Haus holen. Hier wird zumeist darauf geachtet, dass Ihr alle Eure Profile im Überblick haben und Eure Follower:innen detailreich analysieren könnt. Es gibt eine Menge Social-Media-Analyse-Tools, die Ihr auf OMR Reviews vergleichen könnt. Zwei Tools stellen wir Euch im Folgenden vor:

1. Fanpage Karma: Fanpage Karma versteht sich einerseits als Komplettlösung für Social-Media-Management, andererseits ist dieses Tool eben auf die Analyse spezialisiert: Ihr könnt eine unbegrenzte Anzahl an Profilen überwachen und Follower-Analyse betreiben. Abgesehen davon bietet das Tool Euch auch die Möglichkeit, Trends zu erkennen und in Echtzeit zu kommunizieren. Neben einer kostenfreien Version starten die Pakete ab 49 Euro/Monat.

2. Sprout Social: Abschließen möchten wir die illustre Runde an hilfreichen Tools mit einem echten Allrounder: Sprout Social! Dieses Tool bietet Euch Hilfe auf dem gesamten Weg bis zur Zielgeraden – inklusive der Umsetzung Eurer Ziele! Sprout Social ermöglicht Euch Social-Media-Listening, Übersichten für Engagement und Analytics UND schlussendlich auch noch Publishing und Scheduling Eures Contents. Wenn Ihr nach Eurer Analyse also wisst, wo die Reise hingeht, könnt Ihr mit Sprout Social direkt an die Umsetzung gehen. Nach einer 30-Tage-Testversion beginnt das Standard-Paket bei $99/Monat/Nutzer:in.

Weitere Tools für das Social-Media-Marketing

Neben den zuvor beschriebenen Kategorien gibt es noch eine Reihe weiterer Softwares, die Euch im Social-Media-Marketing unterstützen können. Auf OMR Reviews findet Ihr Übersichten zu den folgenden Social-Media-Tool-Kategorien und könnt die Softwares mit Hilfe von Erfahrungsberichten, Bewertungen und tiefgehenden Informationen vergleichen:

Die Social-Media-Analyse ist keine Magie

Wir hoffen, dieser Artikel konnte Euch einen kleinen hilfreichen Einblick in die Welt der Social-Media-Analyse geben. Auf jeden Fall seht Ihr aber, dass solch eine Analyse kein Hexenwerk ist und nichts, worüber man sich sorgen muss. Zwar solltet Ihr nach Möglichkeit regelmäßig eine Social-Media-Analyse umsetzen, doch mit den richtigen Tools an Eurer Seite ist das Ganze auch keine riesige Arbeit mehr.

VB
Autor:In
Veronique Bartsch
Autor:In
Veronique Bartsch

Veronique ist Gastautorin bei OMR Reviews. Nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium hat sie ihre Leidenschaft für Podcasts, Software, Kommunikation und Bloggen zum Beruf gemacht und ist als Freelancerin in diesen Bereichen tätig.

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