Markenaktivismus: Wann ist Haltung indiziert, wann Zurückhaltung

Markus Knopp16.1.2026

Von der Authentizitätsprüfung bis zur Krisentauglichkeit: Sieben strategische Ansätze für eine Positionierung, die Vertrauen schafft.

Inhalt
  1. Was bedeutet Markenaktivismus überhaupt?
  2. Die Komplexität des Themas
  3. Aktivismus: Was funktioniert, was floppt
  4. Sieben Strategien für kluges Handeln
  5. Software für professionellen Markenaufbau
  6. Mein Fazit: Haltung braucht Methode
Das Wichtigste in Kürze
  • Markenaktivismus erfordert echtes Wagnis und die Bereitschaft, für Überzeugungen auch den Verlust von Kundenanteilen in Kauf zu nehmen.
  • Authentizität ist die Grundvoraussetzung, da Konsumenten opportunistisches "Woke Washing" ohne internes Fundament schnell entlarven.
  • Erfolgreiche Positionierung setzt voraus, dass die gewählten Themen eine natürliche Verbindung zum Kerngeschäft der Marke aufweisen.
  • Unternehmen sollten erst ihre internen Prozesse und Strukturen anpassen, bevor sie gesellschaftspolitische Forderungen nach außen kommunizieren.
  • Bewusste Neutralität ist eine legitime strategische Entscheidung, wenn Expertise oder eine glaubwürdige Verbindung zum Thema fehlen.
 
 

Letzte Woche rief mich ein Klient an: "Markus, äußern wir uns zum Thema Gendern und LGBTQ+? Alle diskutieren darüber." Solche Telefonate häufen sich. Markenaktivismus fordert von vielen Betrieben konkrete Entscheidungen im Alltag. Die Gesellschaft spaltet sich. In Social-Media-Feeds prallen seriöse politische Nachrichten auf Werbeanzeigen. Beides verschmilzt in der Wahrnehmung der Nutzer*innen und beeinflusst die eigentlichen Botschaften der jeweiligen Marken. Sobald Unternehmen sich positionieren, droht Gegenwind: von innen durch Spannungen im Team, von außen in Form von Empörungswellen und Boykottaufrufen. Handlungszwang entsteht durch den Blick auf Wettbewerber*innen und die Erwartungen in Social-Media-Feeds.

Nach 18 Jahren PR-Arbeit weiß ich: Hinter Stellungnahmen steht die Frage, ob feste Prinzipien die Richtung bestimmen oder Angst vor Kritik. Oftmals ist einfach nur ein bewusster Entschluss nötig. Folgen Firmen nur den Erwartungen im Feed, mangelt es an innerer Überzeugung und sie verlieren ihr Profil. Botschaften klingen austauschbar, Kampagnen schließen sich Trends an. Ohne eindeutigen Kurs folgt garantiert die Quittung.

Dieser Artikel zeigt dir, wann Positionierung funktioniert und wann Schweigen klüger ist.

Was bedeutet Markenaktivismus überhaupt?

Ein Unternehmen bezieht öffentlich Stellung zu gesellschaftlichen, politischen oder ökologischen Themen – jenseits seines KerngeschäftsWertekommunikation tritt in den Vordergrund, Produktwerbung zurück. Markenaktivismus verlangt kompromissloses Eintreten für ein Anliegen und die Bereitschaft zur Veränderung.

CSR signalisiert "Wir bewirken Gutes", Purpose Marketing verspricht "Unser Produkt macht die Welt besser", Sponsoring und Charity schaffen Sympathie. Aktivismus bedeutet Positionierung mit Wagnis. Firmen legen sich fest, zeigen Flagge bei kontroversen Themen und akzeptieren, dass diese Linie Kundschaft kostet. Käufer mit gegensätzlichen Überzeugungen gehen verloren, solche mit ähnlichen Grundsätzen kommen hinzu – diese Rechnung kalkulieren Betriebe ein. Oft gehören interne Debatten, Entscheidungen in der Lieferkette oder Änderungen am Produkt dazu.

Früher blieben Labels in politischen Fragen neutral, Staatsführung war Privatsache. Ab den 2010er Jahren machten Brands wie Patagonia oder Ben & Jerry's Aktivismus zum Kern ihrer Identität. Social Media verstärkt den Druck und zwingt etablierte Firmen zur Stellungnahme, denn schweigen gilt als Statement.

Markenauthentizität zeigt sich darin, ob ein Unternehmen seine Prinzipien lebt oder sie nur in Werbekampagnen inszeniert. Benötigt wird eine klare Entscheidung: Wofür und wogegen stehen wir? Viele verwischen diese Grenze. Beispiele: Patagonia verklagt die US-Regierung wegen Umweltschutz. Edeka wirbt mit Diversität. Ersteres zeigt Aktivismus, Letzteres Purpose Marketing. Ausschlaggebend sind das eingegangene Wagnis und die Konsequenzen, die betrieblich zu tragen sind.

Die Komplexität des Themas

Vertrauen, Loyalität und Employer Branding hängen an wahrgenommenen Grundsätzen genauso wie an Produkten. Das schafft Brisanz. Parallel dazu fürchten Firmen den Shitstorm als existenzielle Bedrohung. Meine Erfahrung: Die Komplexität dabei wird massiv unterschätzt.

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Grafik: Die Komplexität von Vertrauen, Loyalität und Employer Branding

Herausforderung 1: Integrität oder Opportunismus

Opportunismus birgt die größte Gefahr. "Woke Washing", "Rainbow Capitalism": Konsument*innen durchschauen diese Fassade sofort. Leben wir die Maximen oder präsentieren wir sie nur in der Öffentlichkeit? Integrität bleibt unverzichtbar. Mir begegnen immer wieder Klienten*innen, die Nachhaltigkeit versprechen, während ihre Praxis das Gegenteil belegt. Internetrecherche, Bewertungsportale und Whistleblower entlarven diese Widersprüche schnell. Integrität zeigt sich im Alltag, losgelöst von Werbekampagnen.

Herausforderung 2: Polarisierung und Boykottgefahr

Standpunkte schaffen Gegner. Starkes Engagement vertreibt konservative Kundschaft, schwaches wiederum verschreckt progressive Verbraucher*innen. Boykotte drohen von beiden Seiten. Bud Light, Disney und Nike erlebten massive Gegenreaktionen nach politischen Statements. Cancel Culture trifft auf Anti-Woke-Bewegung, Namen geraten unter Beschuss von allen Seiten.

Beratungserfahrung: Viele zittern vor dem Proteststurm mehr als vor verpassten Chancen. Diese Angst produziert halbherzige Aussagen, die niemandem gerecht werden und Boykotte geradezu provozieren. Empörungswellen verebben, der Vertrauensverlust jedoch hinterlässt Spuren.

Herausforderung 3: Ressourcenausstattung und interne Beständigkeit

Markenaktivismus braucht entsprechende Ressourcenausstattung: Budget für Krisenmanagement, Personal für Community Management sowie Monitoring, Szenario-Planung und verbindliche Abläufe. Unverzichtbar bleibt der Mut der Führungsebene, konsequent hinter der Position zu stehen. Interne Kultur und externer Standpunkt gehören zusammen.

Konkreter Fall: Ein Betrieb wollte Diversität thematisieren, während die Chefetage komplett homogen blieb. Ich riet in diesem Fall zur Zurückhaltung. Nicht in Echt gelebte Werte fliegen schnell und gnadenlos auf, häufig mit mehr Schaden als Nutzen. Markenführung verlangt ganzheitliches Denken, angefangen von der Lieferkette bis zur Personalentwicklung, von HR-Prozessen bis zu Beförderungen und Vergütungssystemen.

Herausforderung 4: Meinungsfreiheit und Firmenposition

Mitarbeiter*innen haben individuelle Meinungsfreiheit, Unternehmen offizielle Positionen. Firmen bewegen sich in einem diffusen Rahmen: Welche Grenzen gelten? Wann beginnt Bevormundung? In der Praxis zeigt sich: Verbindliche Rahmen existieren kaum. Social-Media-Profile von Beschäftigten prägen den Auftritt, während Rollen und Pflichten offen bleiben. Konflikte entstehen und eskalieren.

Diskrepanzen zwischen Außenbild und Innenleben stellen die größte Herausforderung dar. Aus diesem Grund rate ich meinen Auftraggeber*innen: Erst intern aufräumen, dann nach außen kommunizieren. Alles andere mündet in leere Moralisierung und schadet der Markenauthentizität langfristig.

Aktivismus: Was funktioniert, was floppt

Schauen wir uns einmal an, was funktioniert hat und was grandios daneben ging. Folgende Beispiele decken sowohl B2C als auch B2B ab. Konkrete Fälle zeigen: Triumph und Desaster liegen eng beieinander, die Reputation eines Namens hängt stark an wahrgenommener Integrität.

Erfolgsbeispiel 1: Patagonia – So sieht Konsequenz aus

Outdoor-Ausrüster Patagonia verklagt die US-Regierung wegen Klimaschutz, Gründer Yvon Chouinard übergibt seine Firma an eine Umweltstiftung. Glaubwürdigkeit entsteht durch jahrzehntelange Konstanz, eine natürliche Verbindung von Kerngeschäft (Outdoor) und Mission (Umwelt) sowie echte Taten vor Werbeversprechen. Konsequentes Handeln überzeugt.

Lesetipp

Lesetipp: Authentische Nachhaltigkeitskommunikation ist schwer, aber wir zeigen dir, wie es geht.

Erfolgsbeispiel 2: Ecosia – Einsatz von Anfang an

Die Suchmaschine Ecosia finanziert Baumpflanzungen durch Werbeeinnahmen und veröffentlicht transparente Finanzberichte. Aktivismus bildet das Geschäftsmodell, Werbung dient als Mittel. Jede Anfrage trägt zum ökologischen Ziel bei. Unternehmenskonzept und Grundsätze verschmelzen.

Gegenbeispiel 1: Pepsi und Kendall Jenner (2017)

Pepsis Werbefilm mit Kendall Jenner in der Hauptrolle, trivialisierte 2017 die Black-Lives-Matter-Proteste und floppte auf ganzer Linie. Opportunismus lag offen zutage, dem Thema mangelte jede glaubwürdige Verbindung. Vermeintliche Moral wirkte wie ein billiger Marketing Gag. Pepsi zog den Clip nach 24 Stunden zurück, doch der Schaden war angerichtet: ein PR-Desaster, das die Reputation nachhaltig belastete.

Gegenbeispiel 2: Bud Light und Dylan Mulvaney (2023)

Bud Light kooperierte 2023 mit Trans Influencerin Dylan Mulvaney. Konservative Abnehmer*innen boykottierten, die Organisation ruderte zurück und verärgerte damit progressive Gruppen. Am Ende verlor die Firma beide Seiten. Es fehlte an Mut und innerer Klarheit, deshalb ging die Kampagne schief. Angst lenkte, Überzeugung fehlte – klassischer Fall.

Drei Erkenntnisse

Langfristige Kontinuität unterscheidet Gewinner*innen von Verlierer*innen. Dabei sprechen Taten lauter als hohle Phrasen, die Verbindung zum Kerngeschäft wiegt schwerer als aufgesetzte Werbekampagnen. Opportunismus, Widersprüche und Unaufrichtigkeit führen ins Desaster. Erfolgreiches prinzipiengeleitetes Vorgehen verlangt konzeptionelle Verankerung im Betrieb, Promotion-Aktionen greifen zu kurz. Management erfordert definierte Leitlinien für dauerhaftes Engagement: Nur Beständigkeit lässt Reputation wachsen, einzelne Statements verpuffen.

Sieben Strategien für kluges Handeln

Basierend auf meinen Erfahrungen in der PR-Branche habe ich einen Entscheidungsrahmen entwickelt, der Markenaktivismus als Teil der Unternehmensausrichtung versteht, fernab von spontanem Social-Media-Reflex. Diese sieben Ansätze helfen dir, mit Methode und Bedacht zu agieren.

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Grafik: Strategische Bedarfsanaluse als Zyklus (© PresseKreis Deutschland)

Ansatz 1: Die Authentizitätsprüfung – stimmt es mit der DNA überein? 

Stelle dir folgende Leitfragen: Besteht eine natürliche Verbindung zwischen diesem Aspekt und unserem Kerngeschäft oder wirkt es aufgesetzt? Nehmen unsere Kund*innen uns das ab? Leben wir diese Grundsätze in der Firma? Glaubwürdigkeit entsteht durch Übereinstimmung mit der Historie. Faustregel: Bei zwei verneinten Fragen besser Abstand nehmen.

Ansatz 2: Innen vor außen – erst Substanz schaffen

Großer Fehler: öffentliche Stellungnahmen bei mangelnder interner Grundlage. Vor jeder Kampagne lohnt der Abgleich eigener Prozesse und Strukturen mit der geplanten Linie, Widersprüche fallen auf. Gelebte Überzeugung zeigt sich bei Recruiting-Entscheidungen, in der Gestaltung von Lieferketten und bei Arbeitsbedingungen. Was tatsächlich umgesetzt wird, überzeugt. Werbebotschaften allein bleiben oberflächlich.

Ansatz 3: Zielgruppen-Analyse vor dem Statement

Kundschaft, Mitarbeiter*innen, Investor*innen, Lieferant*innen: Welche dieser Gruppen riskierst du zu verlieren, welche gewinnst du hinzu? Lässt sich der Verlust verkraften? Wähle Kanäle passend zur Zielgruppe – LinkedIn funktioniert anders als Instagram, klassische PR anders als soziale Netzwerke.

Ansatz 4: Prüfung der Krisentauglichkeit

Maßgeblich ist, ob die gewählte Linie in Krisenzeiten standhält und ob das Unternehmen bei Gegenwind konsequent bleibt. Dazu gehört eine ehrliche Prüfung der Ressourcen: Budget für Krisenmanagement, Kapazitäten im Community Management, geregelte Prozesse für den Umgang mit Kritik. Mangelt es an dieser Basis, schadet jedes gekünstelte Statement der Situation nur weiter, da Einknicken unter Druck mehr Vertrauen zerstört als Schweigen.

Ansatz 5: Wege wählen – vier Optionen

Vier Wege stehen offen: Weg A bedeutet proaktives Eintreten für wenige, bewusst ausgewählte Themen (wie Patagonia). Weg B steht für prinzipiengeleitete Kommunikation ohne tagespolitische Kommentare. Hier werden Grundsätze gezeigt und selektiv Stellung bezogen. Weg C bedeutet bewusste Neutralität mit Fokus auf Sachthemen (eine legitime Strategie!). Weg D heißt: innere Überzeugung zuerst, externes Auftreten bei echter Betroffenheit. Es kommt auf das konsequente Durchziehen des gewählten Kurses an.

Ansatz 6: Neutralität – eine Position

Wer sich bewusst zurückhält, agiert klug, nicht feige. Neutralität unterscheidet sich von Gleichgültigkeit. Wann lohnt sich Verzicht? Bei mangelnder Expertise, fehlender Verbindung zum Geschäft oder unzureichenden Strukturen im Betrieb. Meinungsfreiheit umfasst das Privileg, als Organisation zu schweigen.

Ansatz 7: Mess- und evaluierbar machen

Aktivismus verlangt eindeutige Messgrößen, über Reichweite hinaus: Beim Employer Branding sind es Bewerbungsqualität und Mitarbeiterbindung, bei der Kundenbindung Net Promoter Score und Wiederkaufrate, beim Image Beobachtung und Stimmungsanalyse. Mir fällt auf, dass nur wenige Betriebe ermitteln, ob und inwieweit Engagement wirkt.

Persönliche Einordnung

Aus der Praxis weiß ich: Positionierung fordert einen strukturierten Entscheidungsprozess, keine spontanen Impulse in sozialen Netzwerken. Stabiles Fundament und feste Grundsätze vor dem nächsten Trend geben Orientierung nach innen wie außen. Firmen entwickeln eine tragfähige Linie, wählen die Themen und bleiben ihren Zielen treu.

Software für professionellen Markenaufbau

Kompetentes Management strukturiert Markenaktivismus in Planung, Kommunikation und Reporting. Drei Softwarekategorien unterstützen den Prozess.

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Grafik: Die Synergie von Software für den Markenaufbau (© PresseKreis Deutschland)

1. Corporate Social Responsibility (CSR) Software

CSR-Programme helfen, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zu planen, zu messen und transparent darzustellen. Auf CSR-Tools bei OMR Reviews gibt es eine Übersicht. Konkrete Empfehlungen: Code Gaia bilanziert CO₂ und setzt Klimaziele, cubemos erstellt ESG-Reports und sichert Compliance, Tanso managt Carbon-Daten und schafft Lieferketten-Transparenz. Setze diese Programme ein, bevor du öffentlich kommunizierst – Substanz vor Marketing.

2. Brand Management Tools

Konsistenter Auftritt über alle Kanäle zählt, insbesondere bei sensiblen Themen rund um Aktivismus. Auf Brand Management Tools bei OMR Reviews finden sich passende Lösungen. Drei bewährte Programme: Frontify zur Verwaltung von Gestaltungsrichtlinien und Design-Konsistenz, empower beim dezentralen Marketing mit zentraler Kontrolle, Otterly.AI zur Beobachtung von Wettbewerber*innen und eigener Wahrnehmung.

3. Werbeagenturen für durchdachte Begleitung

Bei heiklen Themen: Hol dir fundierte und sachkundige Beratung. Werbeagenturen sowie PR-Agenturen entwickeln Kommunikationsansätze, die zu Stellungnahmen, Image und Ressourcen passen.

Mein Fazit: Haltung braucht Methode

Markenaktivismus erfordert klare Positionierung. Eine zentrale Frage steht im Mittelpunkt: "Stimmt das mit uns überein, und wenn ja, wie setzen wir es um?". Drei Faktoren entscheiden über Erfolg oder Misserfolg, nämlich Authentizität, kalkuliertes Vorgehen und langfristige Konsistenz. Mangelt es daran, verkommt jeder Kurs zur Momentaufnahme und scheitert am Anspruch.

Nach bald zwei Jahrzehnten in der PR-Branche vertrete ich die Überzeugung, dass Haltung durchdachte Entscheidungen fordert, keine Reflexe. Zwei Extreme treten dabei zutage: Manche springen auf Trends auf und büßen Vertrauen ein. Andere verstecken sich hinter vermeintlicher Unparteilichkeit und büßen Profil ein. Besser: Wähle den goldenen Mittelweg, baue ein stabiles Fundament auf, definiere deinen Standpunkt und äußere dich selektiv.

Immer mehr Betriebe entwickeln Leitlinien, wann und wie sie gesellschaftlich Stellung beziehen. Kernfragen verändern sich: "Äußern wir uns?" weicht "Wie setzen wir es um?". Employer Branding treibt diese Entwicklung. Fachkräfte wollen wissen, wofür ein Unternehmen steht.

Gen Z und Alpha erwarten Stellungnahmen von Firmen. Für diese Altersgruppen ist das Selbstverständlichkeit, keine Kür. Gleichzeitig entlarven sie Unaufrichtigkeit schneller als vorherige Jahrgänge. Aktivismus entwickelt sich im Endkundengeschäft zur Norm, Unparteilichkeit weicht. Im Geschäftskundenbereich gewinnt wertegeleitetes Marketing an Bedeutung, wenngleich subtiler. Rein transaktionale Auftritte sterben aus.

Entwickle deinen Entscheidungsrahmen, bevor der nächste Trend anrollt. Stelle dir die sieben Fragen aus diesem Artikel. Integrität schlägt Perfektion – lieber eine konsequente, ehrliche Haltung als perfektes Marketing-Blabla. Markenaktivismus bleibt bestehen. Bist du vorbereitet?

 
 
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Markus Knopp
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Markus Knopp

Markus Knopp ist Mitbegründer von PresseKreis Deutschland, der PR-Agentur unter dem Dach der Knopp Media GmbH, und bringt über 18 Jahre Erfahrung in professioneller Kommunikation und Online-Medien mit. Er hat eine Vielzahl von Beiträgen für Unternehmerinnen und Expertinnen in führenden deutschen Medien platziert und unterrichtet in Schreibkursen mit über 4.500 Teilnehmer*innen. Sein Fokus: authentische Medienpräsenz und methodischer Reputationsaufbau durch redaktionelle Berichterstattung.

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