Vom MVP zum globalen Standard: Wie MANN+HUMMEL mit Frontify seine Workflows optimiert

Warum globale Marken ohne Plattformen scheitern – und wie MANN+HUMMEL mit Frontify auf die Überholspur wechselt

Inhalt
  1. Klassische Markenführung ist tot
  2. Global Brand Governance befreit von allen Fesseln
  3. Warum benötigen Technologieunternehmen und Multibrands skalierbare Markenarchitekturen?
  4. Vom Tool zur Plattform: Frontify als Brand Operating System
  5. Wie funktioniert Global Brand Governance bei MANN+HUMMEL?
  6. Kultur als Erfolgsfaktor: Transparenz, Adoption, Austausch
  7. Future Vision: Brand Governance als Business Enabler
Globale Marken scheitern heute nicht an mangelnder Kreativität oder an der Wahl der falschen Agentur. Sie scheitern an fehlender Systematik. Wer Brand Governance über PDFs, isolierte DAM-Systeme, manuelle Freigaben oder rein kreative Prozesse organisiert, verliert Speed, Konsistenz, Kultur und Vertrauen – intern wie extern.
MANN+HUMMEL beweist: Markenführung skaliert nur, wenn sie mithilfe der richtigen Plattform über Abteilungen, Entscheider*innen und Partner*innen hinweg gelebt wird. Frontify ist dabei nicht einfach ein weiteres Tool, sondern ein strategisches wie zentrales Betriebssystem für globale Brand Governance.
Das Wichtigste in Kürze
  • MANN+HUMMEL nutzt den Frontify Brand Hub, um an über 80 Standorten weltweit eine konsistente Markenführung und effizientere Design-Prozesse zu gewährleisten.
  • Die Plattform fungiert als zentrale „Single Source of Brand Truth“, die alle digitalen Assets, interaktiven Guidelines und Templates bündelt und zugänglich macht.
  • Dank nahtloser Integrationen und Creative Automation profitieren die Teams von schnelleren Workflows, höherer Transparenz und größerer kreativer Freiheit.

Klassische Markenführung ist tot

Globale Marken stehen unter massivem Transformationsdruck. Steigende Komplexität, fragmentierte Touchpoints, wachsende Tool-Landschaften und der Anspruch, gleichzeitig konsistent und lokal relevant zu sein, spielen eine immer größere Rolle. Klassische Brand Manuals, isolierte Asset-Systeme und lineare Freigabeprozesse halten diesem Druck heute kaum mehr stand.
Das Ergebnis sind steigende Kosten, lange Abstimmungsschleifen und ein zunehmender Geschwindigkeitsverlust. Dazu müssen KI- und andere Tool-Integrationen laufend mitgedacht und als Standard integriert und ausgerollt werden. Mithilfe externer Agenturen allein ist das kaum möglich.
Die passende Ergänzung ist hier Frontify. Mit der Brand-Management-Plattform beweist MANN+HUMMEL, dass Global Brand Governance als skalierbares Betriebssystem funktionieren kann: datenbasiert, kollaborativ und technologisch integriert. Frontify fungiert dabei nicht als reines Verwaltungstool, sondern als zentrale Schnittstelle für Markenführung, Enablement und globale Zusammenarbeit.
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Über MANN+HUMMEL

MANN+HUMMEL ist ein weltweit führendes Unternehmen der Filtrationstechnologie. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Ludwigsburg entwickelt intelligente Filtrations- und Separationstechnologien – unter anderem in den Bereichen Transportation und Life Sciences & Environment. Die Lösungen des 1941 gegründeten Familienunternehmens sorgen weltweit für saubere Mobilität, saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Industrieprozesse. Damit leistet MANN+HUMMEL einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur nachhaltigen Nutzung begrenzter Ressourcen. 2024 erwirtschafteten rund 21.200 Mitarbeitende an über 80 Standorten weltweit einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro.

Global Brand Governance befreit von allen Fesseln

Statt Kontrolle durch Regeln bedeutet moderne Brand Governance Steuerung durch Klarheit. Erfolgreiche globale Marken zeichnen sich heute laut Valentin von Vacano, Manager Global Marketing OE bei MANN+HUMMEL, durch drei Prinzipien aus:
  1. Wenige, aber verbindliche Kernstandards statt Regelwerke
  2. Transparente, schnelle Entscheidungen, Ownership und hohe Tech-Adoption
  3. Lebendige Plattformen, die Menschen befähigen, statt sie abhängig zu machen
„Das ist ein Paradigmenwechsel. Marke und CI werden vom Regelwerk zum Enablement-Modell. Und genau deshalb muss auch die Rolle von CMOs, Brand- und Corporate Strategy in Konzernen heute neu gedacht und als echter Business-Hebel in Richtung Stabilität und Growth eingeordnet werden. Sie brauchen im Unternehmen jemanden, der die Leute an einen Tisch bringt und die  Mauern in Köpfen und Abteilungen aufbricht. Marke ist immer auch Change Management.“
Für MANN+HUMMEL bedeutete das, Markenführung nicht länger als lineare Top-down-Funktion zu verstehen, sondern als globales Netzwerk aus zentraler Steuerung, lokalen Kompetenzen und externen Partner*innen. Auch Mitarbeitende ohne tiefes Marken-Know-how werden befähigt, markenkonform zu arbeiten, zum Beispiel mit Onboardings auch für Nicht-Designer*innen, klaren To-dos, Werten und verständlichen Benefits.
„Wenn Brand Governance als PDF gedacht wird, ist sie tot“, weiß Valentin von Vacano. „Marke wirkt nur dann auf das Business, wenn sie im Alltag funktioniert – in Prozessen, Tools und Entscheidungen. Plattformen machen CI messbar und global wirksam. Marke ist Kultur, Kommunikation, Behavior. Den schicken Brand Suit dafür haben heute alle irgendwo im Schrank oder lassen ihn von Agenturen schneidern.“

Warum benötigen Technologieunternehmen und Multibrands skalierbare Markenarchitekturen?

Mit über 21.000 Mitarbeitenden, mehr als 80 Standorten und über 4.300 Patenten bewegt sich MANN+HUMMEL in teils hochregulierten, technologiegetriebenen Märkten. Unter der Dachmarke agieren fünf große Sub-Brands, unter anderem MANN-FILTER.
Diese Realität stellt besondere Anforderungen an Marke und Organisation:
  • Hohe technologische Erklärungstiefe von Produkten und Services
  • Unterschiedliche Zielgruppen und Marktlogiken
  • Parallele Marken- und Submarkenarchitekturen
  • Begrenzte zentrale Ressourcen und Kapazitäten
Marke wird damit zur strategischen Infrastruktur: Sie muss skalieren, ohne zu verwässern, während unterschiedlichste Teams mit ihr interagieren. Valentin von Vacano bringt Marke konsequent mit dem Business zusammen: „Corporate Identity ist kein reines Designprojekt, sie ist das Betriebssystem eines Geschäftsmodells. Wenn CI über alle Teilbereiche aufgesetzt ist, arbeiten Marketing, Sales, Produkt und Agenturen automatisch in dieselbe Richtung. CMOs und ihre Abteilungen werden zu Growth Enablern und arbeiten in Cross-Kollaboration mit den entsprechenden Kolleg*innen zusammen.“

Vom Tool zur Plattform: Frontify als Brand Operating System

Die Entscheidung für Frontify fiel bei MANN+HUMMEL bewusst im Rahmen eines MVP- (Minimum-Viable-Product, also der minimale bereits nutzbare Funktionsumfang eines Produkts) und Business-Case-Ansatzes. Nicht die Funktionsfülle stand im Fokus, sondern messbare Wirkung:
  • Reduktion von Abstimmungs- und Meetingaufwand
  • Beschleunigung von Go-to-Market-Zeiten
  • Transparenz über Nutzung, Relevanz und Adoption
  • Nahtlose Integration in bestehende Marketing-Technology- und Design-Stacks
Frontify wurde als Brand Operating System etabliert und ausgebaut – als technologische Klammer für CI, Strategie, Enablement, Design-Systeme, Assets, Kollaboration und Automation. Entscheidend war weniger ein einzelnes Feature als die Fähigkeit, Markenführung end-to-end abzubilden. „Auch der enge, persönliche Austausch mit dem Anbieter, dem Account Management und anderen global agierenden Markenverantwortlichen spielt dabei für MANN+HUMMEL eine zentrale Rolle“, so der Manager Global Marketing OE.
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Über Frontify

Frontify ist eine All-in-One-Plattform für Brand Management, die Teams dabei hilft, ihre Marke an einem zentralen Ort zu bündeln, zu verwalten und gemeinsam an ihr zu arbeiten. Das Tool schlägt die Brücke zwischen statischen Marken-Guidelines und der täglichen kreativen Arbeit. Ziel ist es, eine „Single Source of Brand Truth“ für deine Marke zu schaffen, die deine Effizienz steigert und Fehler reduziert. Das funktioniert unter anderem durch …
  • Brand Guidelines: Statt dicker PDF-Manuals erstellst du interaktive, webbasierte Richtlinien. Änderungen sind sofort für alle Nutzer*innen sichtbar.
  • Digital Asset Management (DAM): Du verwaltest alle Medienformate zentral. Dank intelligenter Suche und Metadaten finden deine Teams Assets in Sekundenschnelle.
  • Creative Collaboration: Mit Funktionen wie „Projects“ können Kolleg*innen Assets direkt im Tool kommentieren, Feedback geben und Freigabeprozesse steuern.
  • Templates und Automation: Designer*innen erstellen Master-Vorlagen, die Mitarbeitende ohne Design-Vorkenntnisse einfach mit individuellen Inhalten füllen können – und zwar immer entlang der Markenvorgaben.
  • Integrationen: Ob Slack, Microsoft Teams, Figma oder Sketch – Frontify lässt sich in fast jedes bestehende Ökosystem einbinden.

Wie funktioniert Global Brand Governance bei MANN+HUMMEL?

Single Source of Brand Truth

Alle markenrelevanten Inhalte – von Strategie über CI bis zu Templates – sind zentral, versioniert und global verfügbar. Das richtet Interpretationsspielräume auf Ziele hin aus, schafft Vertrauen und stellt die notwendige Datenqualität im System sicher, etwa als Grundlage für bereits im Test befindliche KI-Anwendungen.

Glokalisierung statt Uniformität

Frontify kommuniziert Standards, keine Designs. Regionale Teams adaptieren Inhalte entlang klarer Leitplanken. Freiheit, Vertrauen und Sicherheit gehen dabei Hand in Hand. „Globale Marke heißt nicht, dass alles gleich aussieht“, sagt Valentin von Vacano. „Es heißt, dass Teams, Partner*innen und Kund*innen weltweit dasselbe Unternehmens- und Markenversprechen verstehen und es lokal wirksam übersetzen können – von Kultur über Performance-Strategien bis hin zu Kommunikation und Design.“

Enablement vor Kontrolle

Templates, Design-Systeme und Creative Automation befähigen auch Nicht-Designer*innen, markenkonform zu arbeiten. Governance wird so zum Produktivitätshebel.

Asynchrone Kollaboration in Echtzeit

Strukturierte Feedback- und Freigabeprozesse ersetzen Meetings über Zeitzonen hinweg durch klar dokumentierte Entscheidungen und schenken fachlich arbeitenden Kräften das benötigte Ownership. Auch parallel arbeitende Agenturen bewegen sich in einem gemeinsamen, sicheren Raum. Vertrauen in Marke und eigenes Handeln bleibt dabei ein zentrales Asset. „Wenn Menschen Marke verstehen und die richtigen Tools haben, werden aus Freigabeschleifen produktive Workflows und aus Marke wird ein Wachstumstreiber. Unser Ziel war nie Kontrolle, sondern Ergebnis“, betont der Manager Global Marketing OE.

Datenbasierte Markensteuerung und -erweiterungen

Analytics liefern Einblicke in Nutzung, Relevanz und Lücken. Brand Governance wird messbar, steuerbar und kontinuierlich optimierbar. Nach Nutzung und jeweiligem Zugriff können auch Aktualisierungen von ganzen Markenbereichen mit einer sehr eindeutigen Begründung budgetiert werden. „Marke entsteht nicht im Marketing oder extern in einer Agentur, sondern im Zusammenspiel aller Stakeholder“, so Valentin von Vacano. „Plattformen wie Frontify verbinden Menschen, CI, Content und KI so, dass Zusammenarbeit messbar besser wird, und am Ende das Business profitiert.“

Kultur als Erfolgsfaktor: Transparenz, Adoption, Austausch

Technologie allein skaliert keine Marke. Entscheidend sind die Adoption Rates und die kulturelle Verankerung:
  • Verpflichtende Brand-Onboardings
  • Regelmäßige globale Touchpoints und Roundtables
  • Offene Kommunikation über Weiterentwicklungen
  • Aktive Einbindung von Agenturen und Partner*innen
Der Brand Hub wird zum Ort des globalen Austauschs – nicht zur statischen Wissensdatenbank.
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Lesetipp: Auch wir haben Frontify bei OMR implementiert und verraten dir, wie der Auswahlprozess und die Einführung unseres Brand Hubs abliefen.

Future Vision: Brand Governance als Business Enabler

Der nächste Entwicklungsschritt von MANN+HUMMEL ist die noch engere Verzahnung von Marke und Business. Geplante Integrationen, etwa mit Salesforce oder dem Adobe Experience Manager, verbinden Markenführung, Touchpoints und Performance-Kennzahlen. Das Unternehmen arbeitet außerdem an neuen KI-Tools und kooperiert dafür unter anderem mit dem IPAI in Heilbronn.
Brand Governance entwickelt sich damit vom Marketingthema zum strategischen Management-Instrument. MANN+HUMMEL zeigt, wie globale Markenführung heute funktioniert: nicht durch mehr Regeln, sondern durch bessere Systeme – und durch Menschen, die sie gemeinsam nutzen. Aus einem MVP wurde ein globaler Standard. Aus Markenführung entsteht ein skalierbarer Wettbewerbsvorteil für ein weltweit agierendes B2B-Unternehmen.
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Wie MANN+HUMMEL mit Frontify die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen fördert, kannst du dir live im offenen Brand Hub von MANN+HUMMEL ansehen. Weitere Infos über das Unternehmen findest du unter: mann-hummel.com.
Chantal Seiter
Autor*In
Chantal Seiter

Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.

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