Search Engine Advertising (SEA) Sponsored

Das sind die Google Ads Trends 2022

Wir zeigen Euch die neuesten Trends bei Google Ads in 2022 und was es zu beachten gibt

Es soll schneller, besser und automatisierter werden. Das verspricht auch Google seinen Advertisern für das Jahr 2022. Search Ads sollen nicht nur die bestmögliche Performance für Unternehmen liefern, sondern gleichzeitig auch informativ und relevant für die Suchenden sein. Um diese Balance zukünftig noch stärker zu unterstützen, hat Google in den letzten Monaten einige Neuerungen angekündigt.

In diesem Beitrag zeigen wir Euch, welche Google Updates in 2022 angesagt sind, und wie Ihr dabei das meiste für Eure Kampagnen herausholt. Zudem stellen wir Euch Search Engine Advertising Softwares vor, mit denen Ihr Eure Kampagnen optimieren und Conversions steigern könnt.

Aktuelle Entwicklungen zu Google Ads

Das Jahr 2022 wird spannend für Werbetreibende, denn Google hat in den letzten Monaten einige Neuheiten und Änderungen rund um das Thema Google Ads angekündet. Das Suchverhalten der Google Nutzer:innen ändert sich schnell und stetig, und Google versucht sich mit neuen Features und Kampagnentypen besser darauf einzustellen.

Responsive Search Ads

Ab dem 30. Juni 2022 werden Responsive Search Ads (RSA) der neue Standard in jedem Google Ads Account sein. Die altbekannten erweiterten Textanzeigen bleiben zwar erhalten, können aber nicht mehr bearbeitet werden. Mit den “neuen” RSAs können nur noch einzelne Bausteine (15 Überschriften, 4 Beschreibungen) erstellt werden, die automatisch kombiniert werden und – in der Variante, die am besten funktioniert – ausgespielt werden. Advertiser stehen damit vor zwei Herausforderungen: sie brauchen eine Strategie, wie sie ihre Anzeigen umbauen und sie müssen sich mit der Frage befassen, ob dieser Umbau auch Auswirkungen auf ihre Kampagnenstruktur hat? Es gibt noch eine weitere spannende Neuerung zur Darstellung der Anzeigen: Google hat im letzten Jahr Bilderweiterungen (Image Extensions) einführen. Diese sollen Textanzeigen um visuelle Elemente ergänzen, so dass Werbetreibende ihre angebotenen Produkte oder Dienstleistungen besser präsentieren können.

Datengetriebene Attribution bei Google Analytics

Eine Änderung, die zwar nicht direkt im Google Ads Konto stattfindet, aber dennoch einen großen Einfluss auf Werbetreibende hat: seit Anfang Januar bietet Google Analytics eine kanalübergreifende und datengesteuerte Attribution an. Das neue Attributionsmodell nutzt Machine Learning, um eine (auf den historischen Daten eines Kontos basierende) maßgeschneiderte Credit-Zuweisung für jede Conversion zu liefern. So können die Modelle kontinuierlich verbessert werden und sich automatisch an die Veränderungen der verschiedenen Touchpoint-Kategorien anpassen. Die datengetriebene Attribution gibt es bislang bei Google Analytics 4, wo sie per default in den Standarteinstellungen hinterlegt ist. Man muss diese manuell deaktivieren, falls nicht gewünscht.

Neuer Kampagnentyp „Performance Max“

Achtung, Online-Marketers! Seit November 2021 gibt es den Kampagnentyp „Performance Max“, mit dem Anzeigen mit nur einer Kampagne auf allen Google Ads-Kanälen (YouTube, Display, Search, Discover, Gmail sowie Maps) ausgespielt werden können. Ziel ist es kanalübergreifend eine maximale Performance und – natürlich – mehr Conversions zu erzielen, und das, mit möglichst wenig Aufwand auf Seiten der Werbetreibenden. Es macht auf jeden Fall Sinn, diesen Kampagnentyp vorsichtig zu testen und ein “Experimentier-Budget” bereitzustellen. Langfristig wird die Relevanz von Performance Max Kampagnen noch weiter zunehmen. Google hat bereits angekündigt, dass dieser Kampagnentyp Ende des Jahres Smart Shopping ersetzen wird.

Performance Max will show as a campaign type selection if your advertising objective is “Sales”, “Leads”, or “Local store visits and promotions”.

Fokus auf Broad und Phrase Match

Zu guter Letzt hat Google auch eine Änderung seiner Match Types vorgenommen. Bereits im Februar 2021 begann Google mit der schrittweisen Abschaffung von Broad Match Modifier (BMM)-Keywords. Auch das altbekannte Phrase Match wurde in diesem Zug erneuert, um einen Teil der alten Broad Match Modifier Keywords abzufangen. Der Fokus liegt daher in Zukunft auf Broad und Phrase Match. Mehr dazu im nächsten Absatz.

So setzt Ihr die Google Ads Trends in 2022 erfolgreich um

Um in 2022 richtig durchzustarten, haben wir Euch die vier wichtigsten Schritte für erfolgreiche Google Ads Kampagnen im Jahr 2022 zusammengetragen.

1. Ziele definieren

Macht Euch Gedanken, welche Rolle der Kanal Google Ads für eure Unternehmensziele spielt. Je nach Priorität müssen Ressourcen und Budget zur Verfügung gestellt werden. Ihr solltet dann eure Unternehmensziele auf die einzelnen Kanäle und Kampagnen herunterbrechen und die richtigen KPIs definieren, um euren Erfolg wirklich messbar zu machen. Stellt Euch die Customer Journey als Funnel vor, in dem jeder Bereich seine eigenen Ziele nach sich zieht. Von Neukundenakquise im Upper Funnel bis zum Abverkauf im Lower Funnel, können unterschiedliche Ziele definiert werden. Darauf basierend sollte auch das Kampagnen-Setup in Google Ads aufgebaut sein. Zudem können die vorab definierten Ziele Euch helfen, die richtige Gebotsstrategie auszuwählen.

2. Google Automatisierungen nutzen

Nie gab es mehr Automatisierungsmöglichkeiten in Google Ads, die uns das Leben leichter machen:

  • Smart Bidding Optionen: Dabei handelt es sich um automatisierte Gebotsstrategien, bei denen Gebote durch maschinelles Lernen für Conversions oder einen Conversion-Wert optimiert werden. Google nutzt dabei alle Daten, die zur Verfügung stehen, um das ideale Gebot – abhängig von der eingegebenen Suchanfrage, Gerät, Standort, Tageszeit und Remarketing-Listen – zu setzen.
  • Vereinfachte Struktur durch DSA und Broad Match: Mit weniger Keywords können trotzdem alle relevanten Suchanfragen bespielt werden.
  • Sicherheitsnetz durch Smart Bidding: Es wird sichergestellt, dass Euer Budget nicht verbrannt wird, sondern Ihr trotzdem Euer ROAS Vorgaben einhaltet.

Die Vorteile der Google Automatisierung:

  • Einfacheres Management Eurer Accounts durch Reduzierung der Komplexität
  • Produktivität des Teams erhöht sich, da weniger manuelle Arbeit entsteht
  • Erhöhte Datenerfassung und “schnelleres” Lernen des Algorithmus
  • Ggf. wird das eingestellte Budget besser durch Google genutzt

Es macht also durchaus Sinn, Kampagnen zu konsolidieren, und mit den übrig gebliebenen Kampagnen strategischer zu arbeiten. Ich empfehle Euch, eine Kampagnenstruktur aufzubauen, die Eure verschiedenen Unternehmensziele widerspiegelt. Angenommen, ein Elektronikhändler hat unterschiedliche Gewinnspannen für Fernseher und Kameras, so könnten auch die Kampagnen entsprechend strukturiert werden. Ein weiterer Ansatz könnte es sein, Kampagnen nach Top oder Lower Funnel aufzubauen.

3. RSA Strategie entwickeln

Wie bereits erläutert, werden Responsive Search Ads schon bald der neue Anzeigen-Standard auf Google sein. Die Art und Weise, wie Nutzer:innen etwas suchen, ändert sich ständig. Und auch Verbrauchertrends ändern und entwickeln sich permanent weiter. So kommt es auch, dass rund 15 % der täglichen Suchanfragen jene sind, die es vorher noch nie gab. Es ist daher umso wichtiger Nutzer:innen durch relevante und nützliche Anzeigen auf Euer Unternehmen aufmerksam zu machen. RSA bieten Euch mehr Flexibilität bei Texterstellung und zusätzliche Testmöglichkeiten. Dadurch habt Ihr bereits bei der Anzeigenerstellung einen reduzierten manuellen Verwaltungsaufwand. Google ermöglicht automatisiertes Testen mittels Headline-Tests, wodurch die Relevanz erhöht und die Anzeige Euren potenziellen Kund:innen öfter ausgespielt wird.

Beispiel: Wie Ihr Kampagnen konsolidieren könnt

4. Broad Match is back

Die Genauigkeit von Phrase Match wurde mit der Reichweite von Broad Match Modifier kombiniert. Das neue Phrase Match ist nun breiter gefasst als das “alte” Phrase Match und etwas restriktiver als das abgeschaffte Broad Match Modifier. Laut Google wird es somit einfacher, die richtigen User anzusprechen. Folgende Match Types bleiben: Exact Match für Präzision, Broad Match für mehr Reichweite und Phrase Match für ein Gleichgewicht aus beidem. Das Broad Match erlebt damit ein Comeback: Mit der früheren Einführung des Broad Match Modifier schien die Keywordoption “Broad Match” weniger attraktiv für Nutzer:innen, da dieser im Vergleich zum BMM Anzeigen breiter streute und dadurch das Risiko erhöhte, dass die eigenen Ads in einem irrelevanten Kontext ausgegeben werden. Der verbesserte Broad Match analysiert jetzt zusätzliche Signale (die bei anderen Match Types nicht berücksichtigt werden) in Eurem Konto, um relevantere Suchanfragen zu liefern. Als zusätzliche Signale wurden Landing Pages, Keywords in ihrer Anzeigengruppe und weitere ergänzt. In Verbindung mit Smart Bidding können diese Broad Match Signale nun helfen, neue Opportunities zu erschließen und eine möglichst hohe Relevanz der eigenen Ads für Nutzer:innen erzeugen. Zusätzlich sind 10% aller Suchanfragen „falsch” geschrieben und ständig kommen nie da gewesene Wortgruppen hinzu. Mit Broad Match deckt man auch diese falsch geschrieben und neuen Suchanfragen ab.

Warum Ihr die Google Ads Trends nicht Außer Acht lassen solltet

Wenn Ihr diese vier Schritte befolgt, reduziert Ihr Eure manuelle Arbeit im Account. Insgesamt wird die Arbeit von Advertisern immer strategischer. Dafür solltet Ihr Eure Ziele unbedingt immer im Blick behalten. Nach wie vor ist es wichtig, Eure Anzeigengruppen thematisch sinnvoll zu gruppieren. Mit der richtigen Kampagnenstruktur kann der Algorithmus schneller und besser verstehen, welche Keywords mit welchen Anzeigeoptionen am besten funktionieren. Und generell gilt: Better Data for better Performance! Auch eine Maschine ist nur so gut, wie die Daten, mit denen wir sie füttern. Richtiges Messen von Erfolg und die darauf basierenden Reportings sind daher essentiell, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Diese Tools unterstützen Euch bei den Google Ads Trends in 2022

Search Engine Advertising (SEA) Software unterstützt Euch dabei, bezahlte Werbung für bestimmte Keywords und Keyword-Kombinationen in Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! zu schalten und so mit der eigenen Website unter den mit „Anzeigen“ oder „Ads“ gekennzeichneten Suchergebnissen aufzutauchen, wenn Browsende nach den entsprechenden Keywords suchen. Ein Beispiel für ein passendes Tool ist Finch, das wir Euch jetzt genauer vorstellen wollen:

Finch

Finch ist die erste eCommerce Growth Platform, die Software und Expertenwissen miteinander verzahnt, und dabei maximal auf die Bedürfnisse von eCommerce-Unternehmen zugeschnitten ist. Seit 12 Jahren unterstützt Finch Marken und Hersteller bei ihrem Wachstum auf den wichtigsten digitalen Kanälen, unter anderem Google Ads. Durch die Zusammenarbeit mit unzähligen Kunden auf der ganzen Welt, wissen wir, worauf es dabei ankommt: klar definierte Ziele, ein fundierter Wachstumsplan, vergleichbare Daten, aussagekräftige Reports, Kontrolle über die eigenen Prozesse, transparente und effiziente Workflows, Expertenwissen über alle relevanten Kanäle hinweg – und das alles integriert in einer leistungsstarken Plattform.

Das sind die Vorteile:

  • Das Herzstück der Finch-Plattform: ein kundenspezifischer, detaillierter Wachstumsplan für die nächsten 12 Monate
  • All in One: Ziele, nächste Schritte, Zeitachse, tägliche Aufgaben und Ergebnisse auf einen Blick
  • Integriertes Task-Management für ein effizientes Handling von Kampagnen
  • Insights Reporting: übersichtliches Dashboard, vergleichbare Daten aus unterschiedlichen Kanälen und aussagekräftige Reports
  • Strategische Beratung und Unterstützung von Expert:innen kanal-übergreifend oder -spezifisch
  • Vollumfängliche Kontrolle und Transparenz für den Werbetreibenden
  • Agnostischer, kanalunabhängiger Partner

Auf unserer Softwarebewertungsplattform OMR Reviews haben wir Euch eine Reihe weiterer Search Engine Advertising Tools zusammengefasst, zu denen u. a. folgende zählen:

Fazit: So seid Ihr langfristig mit Google Ads erfolgreich

Der Trend geht zu einem einfacheren Google Setup, indem man Google Automatisierungen nutzt und mit den oben genannten Tipps bestmöglich füttert. Der operative Aufwand wird dabei immer geringer. Generell gilt: eine fundierte Strategie für Google Ads ist entscheidend. Um nach wie vor die richtigen Handlungsempfehlungen aus den Daten herausfiltern zu können, ist mittlerweile mehr Expertise gefragt. „Für Google Ads empfiehlt es sich langfristig internes SEA Know-How aufzubauen oder sich einen geeigneten strategischen Partner suchen“, fasst Timo Bernsmann, Vice President Marketing bei Finch, zusammen.

Unser SEA-Experte 

Timo Bernsmann ist als Vice President Marketing für das globale Marketing von FINCH verantwortlich. Seit seinem dualen Studium mit Schwerpunkt E-Commerce im Jahr 2006 ist Timo im digitalen Marketing zu Hause. Er verfolgt intensiv die Entwicklung der digitalen Werbemöglichkeiten speziell auf Google. Mit FINCH konnte er bereits mehrere Google Premier Partner Awards gewinnen und einige Nominierungen sichern. Seit 2017 ist er einer OMR Experten zum Thema Google Ads und wirkt an vielen OMR Formaten von Deep Dives über Reports bis zur OMR Academy mit.

Katharina Van Hoeylandt
Autor:In
Katharina Van Hoeylandt
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Katharina Van Hoeylandt

Katharina arbeitet im Contentmanagement und Social Media bei OMR Reviews. Zuvor hatte sie im Bereich HR und Marketing in einer Performance Marketing Agentur gearbeitet und studiert Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule Fresenius in Hamburg.

Im Artikel erwähnte Softwares

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