Brand Bidding: Was ist erlaubt – und was nicht?
Brand Bidding richtig nutzen: Alle Strategien, rechtliche Fallstricke und Schutzmaßnahmen für deine Markenhoheit in Google Ads
- Was bedeutet Brand Bidding?
- Was ist der Unterschied zwischen Brand Bidding und Trademark Bidding?
- Ist Brand Bidding erlaubt?
- Was ist der entscheidende Unterschied zwischen Keyword und Anzeigentext?
- Die technische Kür: Gebotsstrategien und saubere Daten
- Mit welchen Tools lässt sich Brand Bidding überwachen?
- Fazit und Ausblick
- Brand Bidding, das Bieten auf geschützte Markennamen als Keywords, ist grundsätzlich erlaubt, solange der Markenname nicht im Anzeigentext direkter Mitbewerber*innen verwendet wird.
- Man unterscheidet zwischen defensivem Brand Bidding (eigene Marke schützen) und offensivem Bidding (Nutzer*innen der Konkurrenz abfangen).
- Rechtlich problematisch wird Brand Bidding, wenn die Herkunftsfunktion beeinträchtigt, eine wirtschaftliche Verbindung vorgetäuscht oder der Markenname irreführend verwendet wird.
- Aus Marketingsicht ist Brand Bidding ein wichtiges, strategisches Werkzeug, um Traffic-Verluste zu verhindern und die Hoheit über die eigene Brand zu sichern.
- Für defensive Kampagnen wird die Gebotsstrategie Target Impression Share mit einem klaren CPC-Cap empfohlen, um Preiseskalationen zu vermeiden.
Was bedeutet Brand Bidding?
- Defensives Brand Bidding: Du bietest auf deinen eigenen Markennamen. Damit sicherst du dir die Pole-Position auf den Anzeigenplätzen, steuerst die Botschaft (z. B. aktuelle Angebote) und verhinderst, dass Mitbewerber*innen dich durch ihre Anzeigen verdrängen.
- Offensives Brand Bidding: Hier bietest du auf die Markennamen deiner Konkurrenz. Du versuchst also, Nutzer*innen abzufangen, die eigentlich nach Wettbewerber*innen gesucht haben, um ihnen dein eigenes Produkt als Alternative zu präsentieren.
Was ist der Unterschied zwischen Brand Bidding und Trademark Bidding?
- Brand Bidding ist für mich das Bieten auf die eigene Firma. Wenn du einen Shop wie Zalando betreibst und Anzeigen für das Keyword "Zalando" schaltest, sicherst du deine eigene Identität ab.
- Fremdmarken-Bidding hingegen ist das Bieten auf Marken, die du in deinem Portfolio führst, die dir aber nicht gehören. Wenn du als Zalando also auf "Adidas", "Nike" oder "Puma" bietest, nutzt du die Strahlkraft dieser Markenprodukte, um dein Sortiment zu bewerben.
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Ist Brand Bidding erlaubt?
- Verwendung von Marken als Keywords
- Verwendung von Marken in der Second-Level-Domain der angezeigten URL der Anzeige
- Verwendung von Marken in Anzeigen direkter Mitbewerber
- Anzeigen, in denen Marken auf verwirrende, trügerische oder irreführende Weise verwendet werden
Was ist der entscheidende Unterschied zwischen Keyword und Anzeigentext?
- Das Keyword: Als Suchbegriff darf ein fremder Markenname fast immer genutzt werden.
- Der Anzeigentext: Hier wird es gefährlich. Der Markenname der Konkurrent*innen hat im Text deiner Anzeige nichts zu suchen.
Wann ist Brand Bidding rechtlich problematisch?
- Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion: Unklarheit über die Identität des Werbenden.
- Vortäuschen einer wirtschaftlichen Verbindung: Begriffe wie "Offizielle*r Partner*in".
- Vortäuschen der Marke: Lächerlichmachen der Konkurrenz auf der Zielseite.
Strategisches Brand Bidding: Wann lohnt sich der Angriff?
- Der Lock-in-Effekt: Apple vs. Samsung – hier lohnt es sich oft kaum.
- Innovationen: Biete auf etablierte Markenbegriffe/Konkurrenten, wenn du ein neues innovatives Produkt hast. So hat es beispielsweise varosun.com gemacht. Sie verkaufen ein Sonnenschutzprodukt, das es so am Markt nicht gibt, und haben zum Start auf Keywords wie z. B. „Jalousiescout“ und andere Platzhirsche geboten, um erste Verkäufe zu generieren.
- Vergleichbare Produkte: Funktioniert wunderbar bei preissensiblen Artikeln.
Die technische Kür: Gebotsstrategien und saubere Daten
Die richtige Gebotsstrategie wählen
Saubere Kampagnenstrukturen (Brand-Exclusions)
Wie kann Brand Bidding aktiv verhindert werden?
- Ausschlüsse nutzen: Negative Keyword-Listen pflegen.
- Direkter Kontakt: Das "Gentleman's Agreement".
- Die Wunderwaffe: Das Markenschutzformular.
Mit welchen Tools lässt sich Brand Bidding überwachen?
- Google Ads: Nutze die Auktionsdaten.
- Adpolice: Überwachung von Traffic
- Channable: Perfekt zur Steuerung von Feeds.
Empfehlenswerte Search Engine Advertising (SEA) Software
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Fazit und Ausblick
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