Was ist Process Mining? So optimierst du deine Prozesse
Julia Burger9.3.2026
Nutze Process Mining, um Abläufe in deinem Unternehmen transparent zu machen, Schwachstellen zu erkennen und unnötige Kosten gezielt zu reduzieren
Inhalt
- Grundlagen: Was ist Process Mining?
- Darum scheitern deine Prozesse
- Methodik: So verwandelst du Rohdaten in konkrete Verbesserungen
- Software-Tipp: Process Mining mit Leading Lights
- Fazit: Was ist Process Mining langfristig und welche Vorteile hat es?
In vielen Unternehmen unterscheiden sich theoretische Prozessbeschreibungen stark vom tatsächlichen Ablauf in den Fachbereichen. Oft entstehen durch Systemprobleme manuelle Umwege, automatisierte Workflows werden durch E-Mails ersetzt und an Abteilungsgrenzen gehen Informationen verloren.
Individuelle Erklärungen oder Workshops reichen nicht aus, um komplexe Prozesse vollständig zu erfassen. Wenn bspw. zwischen Bestellung und Lieferung Effizienz verloren geht, aber die Ursachen unklar sind, hilft Process Mining: Es analysiert reale Prozessdaten und zeigt, wo Abläufe vom Soll-Zustand abweichen.
In diesem Artikel erklären wir dir, was Process Mining ist, wie du damit Schwachstellen erkennst und gezielt optimierst.
Das Wichtigste in Kürze
- Process Mining analysiert reale Event Logs aus IT-Systemen, um die tatsächlichen Geschäftsabläufe objektiv und datenbasiert abzubilden.
- Die Methode macht verborgene Ineffizienzen, manuelle Umwege und Abweichungen vom Soll-Prozess zwischen verschiedenen Abteilungen sichtbar.
- Durch den Einsatz spezialisierter Software wie Celonis lassen sich Engpässe identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Automatisierung ableiten.
- Die kontinuierliche Anwendung sichert langfristig geringere Kosten, schnellere Durchlaufzeiten und eine höhere Prozessqualität im Unternehmen.
Grundlagen: Was ist Process Mining?
Wenn du die Frage „Was ist Process Mining?“ beantworten willst, hilft ein Vergleich: Stell dir vor, du hörst auf, Leute nach dem Weg zu fragen, und schaust stattdessen auf die GPS-Daten ihrer tatsächlichen Bewegungen. So kannst du ihre tatsächlichen Routen nachvollziehen, statt dich auf Erzählungen zu verlassen.
Definition von Process Mining
Process Mining ist eine Methode, mit der du reale Geschäftsprozesse auf Basis von Systemdaten analysierst. Ziel ist es, Prozesse nicht auf Grundlage von Annahmen oder Handbüchern zu modellieren, sondern sie so darzustellen, wie sie tatsächlich im Unternehmen ablaufen – auf Basis echter Vorgänge in IT-Systemen wie ERP oder CRM.
Process Mining ist eine Methode, mit der du reale Geschäftsprozesse auf Basis von Systemdaten analysierst. Ziel ist es, Prozesse nicht auf Grundlage von Annahmen oder Handbüchern zu modellieren, sondern sie so darzustellen, wie sie tatsächlich im Unternehmen ablaufen – auf Basis echter Vorgänge in IT-Systemen wie ERP oder CRM.
Technische Grundlage ist die Datenbasis
Bei jeder Aktion in einem System, z. B. beim Erstellen einer Rechnung oder dem Freigeben eines Auftrags, entstehen automatisch Daten. Diese landen in sogenannten Event-Logs. Sie enthalten:
Bei jeder Aktion in einem System, z. B. beim Erstellen einer Rechnung oder dem Freigeben eines Auftrags, entstehen automatisch Daten. Diese landen in sogenannten Event-Logs. Sie enthalten:
- Case ID, z. B. eine Bestellnummer, um den Vorgang zuzuordnen
- Activity, also was genau passiert ist
- Timestamp, also wann es passiert ist
Diese Daten werden nicht nur chronologisch gelistet, sondern intelligent miteinander verknüpft. So entsteht ein lückenloses Abbild der tatsächlichen Abläufe – der sogenannte digitale Zwilling. Er macht Abweichungen und Engpässe objektiv sichtbar und bildet die Basis für jede Prozessoptimierung.
Indem du diese Daten chronologisch auswertest, erhältst du ein vollständiges Bild des tatsächlichen Prozessablaufs über Abteilungen und Systeme hinweg. So lassen sich Schwachstellen erkennen, die sonst verborgen bleiben.
Darum scheitern deine Prozesse
Auch wenn Abläufe sauber dokumentiert sind, weicht die Praxis oft von diesen Dokumentationen ab. Neue Anforderungen, individuelle Arbeitsweisen oder kurzfristige Lösungen führen dazu, dass Prozesse sich verändern – oft unbemerkt.
Methodik: So verwandelst du Rohdaten in konkrete Verbesserungen
Process Mining folgt einem klaren Ablauf, um aus vorhandenen Systemdaten sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
1. Daten zusammentragen und aufbereiten
Daten aus verschiedenen Systemen wie ERP, CRM oder Cloud-Anwendungen werden exportiert und in ein einheitliches Format gebracht. ETL-Tools (Extract, Transform, Load) bereinigen sie und führen sie zusammen. Eine saubere und vollständige Datenbasis ist die Voraussetzung für zuverlässige Analysen.
2. Prozesse vergleichen: Theorie vs. Praxis
Das System rekonstruiert den tatsächlichen Ablauf anhand der Daten. Dieser Ablauf wird mit dem definierten Soll-Prozess verglichen. Abweichungen, Engpässe oder unnötige Schleifen werden sichtbar – ebenso wie die Stellen, an denen Prozesse häufig anders als geplant ablaufen.
3. Maßnahmen priorisieren
Die Analyse zeigt oft viele mögliche Verbesserungen. Damit du gezielt handeln kannst, hilft eine datenbasierte Bewertung:
- Wo entstehen die höchsten Kosten durch Abweichungen?
- Welche Engpässe wirken sich am stärksten auf Lieferzeiten oder Kundenzufriedenheit aus?
- Welche manuellen Tätigkeiten lassen sich automatisieren?
So entsteht ein klarer Maßnahmenplan mit nachweisbarem Nutzen.
Software-Tipp: Process Mining mit Leading Lights
Um Erkenntnisse aus Process Mining in Verbesserungen zu verwandeln, brauchst du die passende Software – und einen Partner, der weiß, wie man sie effektiv einsetzt.
Wer ist Leading Lights?
Leading Lights ist eine Beratung mit Fokus auf digitale Prozessoptimierung. Das Team unterstützt dich dabei, Abläufe mit Hilfe von Process Mining zu analysieren und sie gezielt zu verbessern – auf Basis der Celonis Process Intelligence Platform.
Was die Software leistet
Die Plattform erstellt ein genaues Abbild deiner Prozesse auf Basis realer Daten. Abweichungen vom Soll-Zustand, Engpässe und ineffiziente Schritte werden in Echtzeit sichtbar. Mit integrierten Funktionen kannst du nicht nur analysieren, sondern auch direkt Maßnahmen umsetzen.
Wichtige Funktionen im Überblick
Funktion | Was du davon hast |
|---|---|
Multi-Source-Integration | Verbindet Daten aus verschiedenen Systemen wie SAP oder Salesforce. |
Process Adherence Manager | Erkennt Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Abläufen automatisch. |
Action Flows | Automatisiert wiederkehrende Aufgaben direkt aus der Analyse heraus. |
Process Copilot | Beantwortet Analysefragen direkt im Chat – ohne, dass Vorkenntnisse nötig sind. |
Transformation Hub | Zeigt, welche Verbesserungen welchen messbaren Effekt hatten. |
Fazit: Was ist Process Mining langfristig und welche Vorteile hat es?
Process Mining ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Werkzeug für dauerhaft bessere Entscheidungen. Es hilft dir, Prozesse nicht nur zu analysieren, sondern kontinuierlich zu verbessern.
Warum es sich lohnt:
Wenn du Process Mining regelmäßig einsetzt, kannst du neue Schwachstellen früh erkennen, bevor sie zu echten Problemen führen. Das macht es zu einem wertvollen Baustein für größere Vorhaben wie Systemumstellungen oder KI-Einführung.
Was du konkret erreichst:
- Weniger Kosten, z. B. durch Vermeidung von Mehrarbeit und unnötigen Tools
- Schnellere Abläufe durch klare Verantwortlichkeiten und kürzere Wege
- Mehr Qualität, weil Abläufe nachvollziehbar bleiben und Regeln eingehalten werden
Was den Unterschied macht:
Entscheidend ist, dass Software und Fachwissen zusammenkommen. Nur wenn die Analyseergebnisse richtig interpretierst und umsetzt, entsteht echter Mehrwert.