IT-Strategie: Definition, Inhalte & Tipps im Überblick
So entwickelst du eine erfolgreiche IT-Strategie für dein Unternehmen
- Das Wichtigste in Kürze
- Was ist überhaupt eine IT-Strategie?
- Was sind die Bestandteile einer IT-Strategie?
- Spezifisch und messbar: Was sind IT-Ziele?
- Was sind die Vorteile einer fundierten IT-Strategie?
- Schritt für Schritt: So entwickelst du eine gute IT-Strategie
- Beispiele für IT-Strategien in Unternehmen
- Diese Tools helfen dir, deine IT-Strategie erfolgreich umzusetzen
- Fazit: Die IT-Strategie als Grundpfeiler für Unternehmen
Das Wichtigste in Kürze
- Die IT-Strategie legt fest, wie sich die Informationstechnologie langfristig im Unternehmen entwickeln soll und wie sie bestmöglich zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Dabei werden Infrastruktur, Anwendungen, Sourcing, Innovationen und Investitionen ganzheitlich betrachtet und strategisch ausgerichtet.
- Für die Entwicklung einer erfolgreichen IT-Strategie braucht es eine strukturierte Vorgehensweise: von der Analyse der aktuellen IT-Landschaft über die Definition konkreter Ziele bis hin zur technischen Architektur und einer klaren Umsetzungs-Roadmap inklusive kontinuierlicher Überprüfung.
- Eine fundierte IT-Strategie schafft Transparenz, steigert Effizienz, reduziert Risiken und ermöglicht gezielte Investitionen. Unterstützende Tools wie IT Asset Management, Service Management Software oder externe Dienstleister helfen dabei, die Strategie erfolgreich in die Praxis umzusetzen.
Was ist überhaupt eine IT-Strategie?
Was sind die Bestandteile einer IT-Strategie?
- Infrastrukturstrategie: Die Infrastruktur ist die technische Basis für die IT. Sie sollte sicher und leistungsfähig sein, aber auch kosteneffizient in Bezug auf die Anforderungen. Konkret geht es hier um die Definition von Hardwarekomponenten wie Servern – On-Premises oder in der Cloud – um Betriebssysteme und Netzwerke, die zum Einsatz kommen sollen.
- Applikationsstrategie: In der Applikationsstrategie geht es darum, die richtige Software festzulegen, die die einzelnen Abteilungen optimal unterstützt. Hier geht es einerseits um unternehmensübergreifende Software für Kollaboration und Kommunikation wie Microsoft 365 und andererseits um spezifische Anwendungsportfolios für einzelne Abteilungen wie die Entwicklung oder das Marketing.
- Sourcingstrategie: Welche IT-Services sollen On-Premises gehostet werden, welche Leistungen sollen über die Cloud bezogen werden und welche Anwendungen sollen betriebsbereit gekauft oder alternativ individuell entwickelt werden? Für welche Services benötigt es außerdem externe IT-Dienstleister wie computech? Diese Fragen beantwortet die Sourcingstrategie. Ziel ist ein effizientes Zusammenspiel zwischen Kosten, Sicherheit, Flexibilität und Leistung.
- Innovationsstrategie: Bei der Innovationsstrategie geht es um die Definition und Auswahl von Innovationen, die das Unternehmen verfolgen möchte. Hier wird beispielsweise definiert, welche Innovationsfelder relevant sind und wie neue Technologien bewertet werden sollen.
- Investitionsstrategie: Die Investitionsstrategie legt Vorgaben für die Entscheidungen rund um zukünftige Investments fest, damit Ressourcen effizient und kostenoptimiert eingesetzt werden. Hier wird auch definiert, wie das Unternehmen den Return on Investment (ROI) messen kann.
Spezifisch und messbar: Was sind IT-Ziele?
- Die IT soll das Geschäftswachstum unterstützen, etwa durch den Einsatz von skalierbaren Systemen, die mit dem Unternehmen mitwachsen oder durch die Nutzung der IT, um neue Märkte zu erschließen.
- Die IT soll modernisiert werden, indem veraltete Systeme optimiert oder gegen moderne Cloud-Lösungen ausgetauscht werden.
- Die Datensicherheit im Unternehmen soll erhöht werden, indem Sicherheitsmaßnahmen zum Datenschutz und Identitätsmanagement implementiert und rechtliche sowie regulatorische Anforderungen überprüft werden. Außerdem sollen Backups und eine Disaster-Recovery-Lösung für mehr Sicherheit bei potenziellen Ausfällen sorgen.
- Die betriebliche Effizienz soll durch die Informationstechnologie verbessert werden, indem Prozesse automatisiert und Ressourcen effizienter genutzt werden.
- Innovationen im Unternehmen sollen gefördert werden, indem neue Technologien wie KI-Systeme frühzeitig überprüft und bei Bedarf eingesetzt werden und Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer, individueller IT-Lösung getätigt werden.
Was sind die Vorteile einer fundierten IT-Strategie?
- Optimiertes Informationsmanagement: Eine klare IT-Strategie sorgt für mehr Transparenz und bessere interne Kommunikation. Außerdem lässt sich die IT mit Strategie effizienter steuern.
- Geringeres Risiko: Da in der IT-Strategie klare Regelungen für Compliance und Risikomanagement festgelegt werden, sinkt das Risiko für die Verletzung von Regeln oder Gesetzen.
- Kosteneffizienz: Die IT-Strategie sorgt dafür, dass Ressourcen effizienter eingesetzt und damit oft Kosten gesenkt werden können.
- Innovation: Die IT-Strategie schafft den Rahmen für die Wahl von Innovationen, die das Unternehmen verfolgen soll.
- Mitarbeiterzufriedenheit: Eine gute IT-Strategie zielt darauf ab, die Mitarbeitenden durch Infrastruktur und Software optimal zu unterstützen und kann damit die Zufriedenheit steigern.
- Leistungsfähigkeit: Damit die IT-Infrastruktur zuverlässig und in ausreichender Kapazität bereitsteht, benötigt es klare Pläne und Vorgaben, die in der IT-Strategie festgehalten werden.
Schritt für Schritt: So entwickelst du eine gute IT-Strategie
Im ersten Schritt gilt es, die Ist-Situation zu definieren. Wie ist die IT aktuell aufgestellt? Gibt es bereits eine Strategie, die überarbeitet werden soll? Welche Bereiche sind bereits gut aufgestellt und wo gibt es noch Schwächen? Auch ein Überblick über die eingesetzte Informationstechnologie ist an dieser Stelle wichtig: Wie sieht die aktuelle IT-Infrastruktur aus? Welche Hard- und Software ist im Einsatz und wie aktuell sind die Assets? Auskunft geben können hier sowohl IT-Führungskräfte als auch die Mitarbeitenden, insbesondere in Hinblick auf die eingesetzte Software.
Im Anschluss geht es um die IT-Ziele und Anforderungen des Unternehmens. In Zusammenarbeit mit Stakeholdern wie dem Management und Führungskräften aus IT und anderen Abteilungen gilt es, IT-Ziele zu definieren und zu priorisieren. Liegt beispielsweise der Fokus auf einer Modernisierung der bestehenden IT-Landschaft oder soll zukünftig ein Cloud-First-Ansatz verfolgt werden? Wie steht es außerdem um die Anforderungen an Hard- und Software? Hier spielen beispielsweise Skalierbarkeit und spezielle Anforderungen durch Abteilungen wie Entwicklung oder Design eine Rolle.
Jetzt wird der Soll-Zustand in den verschiedenen Bereichen definiert. Welchen technischen Standards möchtest du mit dem Unternehmen folgen? Wie soll die Strategie für die jeweiligen Teilbereiche wie Infrastruktur, Applikation, Investition, Innovation und Sourcing aussehen? Alle Prinzipien und Teilstrategien werden in einem großen Strategiedokument festgehalten, das in der Regel vom Management abgenommen wird.
Im nächsten Schritt geht es um die technische Planung und die neue IT-Architektur. Welche Technologie soll in welchem Umfang zum Einsatz kommen? Soll die Infrastruktur vollständig in der Cloud abgebildet werden oder soll es weiterhin On-Premises-Server geben? Welche Anwendungen sollen zum Einsatz kommen und kann das Unternehmen mit Standard-Anwendungen arbeiten oder benötigt es aufgrund spezieller Anforderungen individuelle Entwicklungen? An dieser Stelle steht auch die Auswahl der Cloud-Hosting-Anbieter auf dem Plan.
In einer klaren Roadmap mit Teilschritten, Verantwortlichkeiten und Terminplanung wird schließlich die Umsetzung festgehalten. Interne Verantwortliche und externe IT-Dienstleister wie computech GmbH können sich an dieser Roadmap orientieren und mit der Umsetzung beginnen.
Sowohl die IT-Strategie als auch die Umsetzung solltest du regelmäßig überprüfen und bei Bedarf optimieren. Prüfe mit deinem Team beispielsweise, ob die bisherigen Maßnahmen mit der IT-Strategie konform sind und ob die aktuelle Arbeit zielführend ist.
Beispiele für IT-Strategien in Unternehmen
- Umsetzung des Cloud-First-Ansatzes in der IT
Das Unternehmen entscheidet sich dafür, neue Anwendungen und Services bevorzugt über die Cloud zu beziehen. Auch bestehende Systeme werden nach Möglichkeit nach und nach in die Cloud migriert. Ziel ist es, die Skalierbarkeit der gesamten Informationstechnik zu erhöhen, so die Flexibilität für das Unternehmen zu steigern und die IT-Kosten zu reduzieren.
- Unterstützung des Geschäftswachstums durch digitale Transformation
Digitale Strategien und Technologien sollen in allen Geschäftsbereichen eingesetzt werden, um neue Geschäftsfelder zu öffnen und das Wachstum zu fördern. Konkret kann es sich dabei beispielsweise um den Aufbau eines Online-Shops handeln oder um die Automatisierung in Teilbereichen der Produktion.
- Aufbau einer modernen und sicheren IT-Infrastruktur
Das Unternehmen möchte die bestehende Informationstechnologie modernisieren und auf einen aktuellen Sicherheitsstand bringen. Dabei setzt es auf einen Mix aus Cloud-Technologien und On-Premises-Lösungen, die den internen Anforderungen entsprechen. Außerdem werden umfassende Sicherheitsmaßnahmen wie Identitäts- und Zugriffsmanagement und eine Managed Backup- und Recovery-Lösung etabliert.
Diese Tools helfen dir, deine IT-Strategie erfolgreich umzusetzen
- IT Asset Management: Um die IT-Ressourcen im Unternehmen zu verwalten, kannst du eine IT Asset Management Software einsetzen. Möglich ist damit etwa die Inventarisierung der Hardware, die Überwachung der IT-Ausgaben oder die Verwaltung der genutzten Softwarelizenzen, um mehr Transparenz zu schaffen und Kosten effizient zu managen.
- IT Service Management: Eine IT Service Management Software unterstützt dich dabei, Geschäftsprozesse zu definieren und zu optimieren. Du kannst beispielsweise Workflows managen, Serviceanfragen und Störungen tracken oder Wissen rund um die IT-Services zentral sammeln.
- Service Desk Software: Vom Ticketmanagement über die Automatisierung von Workflows im Support bis hin zur Wissensdatenbank für Support und Endnutzer*innen unterstützt eine Service Desk Software bei der Bearbeitung und Verwaltung von Anfragen an den IT-Support.
- IT-Dienstleister: Sowohl für die Entwicklung und Umsetzung der gesamten IT-Strategie als auch für einzelne Bereiche wie der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen oder den Aufbau virtueller Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden bieten IT-Dienstleister wie DPS Business Solutions, computech oder COSMO Consult professionelle Unterstützung.
Fazit: Die IT-Strategie als Grundpfeiler für Unternehmen
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