Mach‘ deine Mitarbeitenden zu Content-Maschinen – mit Employee Generated Content richtig durchstarten
In diesem Artikel erfährst du, warum sich Employee Generated Content (EGC) für dein Unternehmen lohnt und wie du einen Inhouse Content Creator Pool mit deinen Mitarbeiter*innen strategisch und nachhaltig in deine Unternehmenskommunikation implementierst
- Was ist Employee Generated Content (EGC) überhaupt?
- Vorteile von Employee Generated Content
- Herausforderungen von Employee Generated Content
- Wie du Ziele & Strategie von Employee Generated Content definierst
- Umsetzung eines Content-Creator-Pools mit deinen Mitarbeitenden
- Welche Tools sind für einen reibungslosen Ablauf unverzichtbar?
- Wie messe ich den Erfolg von Employee Generated Content im Vergleich?
- Best Practices zu Employer Generated Content
- Fazit: Deshalb lohnt sich Employee Generated Content
Was ist Employee Generated Content (EGC) überhaupt?
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Vorteile von Employee Generated Content
- Authentizität und Glaubwürdigkeit: Da die Inhalte direkt von den Mitarbeiter*innen stammen, wirken sie natürlicher und glaubwürdiger als Marketingmaßnahmen, die vom Unternehmen aus gesteuert wurden. Dies schafft Vertrauen bei potenziellen Kund*innen, Bewerber*innen und Partner*innen.
- Mitarbeiterengagement und Motivation: Wenn Mitarbeiter*innen aktiv an der Erstellung von Inhalten beteiligt sind, fühlen sie sich stärker mit dem Unternehmen verbunden und geschätzt, was langfristig die Bindung an das Unternehmen und die Unternehmenskultur stärkt. Ebenso wird durch die Einbindung des Contents in die externe Unternehmenskommunikation den Mitarbeiter*innen mehr Sichtbarkeit zuteil – dies signalisiert Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden und fördert entsprechend die intrinsische Motivation und das Engagement.
- Kostenersparnis: Im Vergleich zu professionell erstelltem Content durch Agenturen oder externe Dienstleister ist EGC kostengünstiger, da die Inhalte von bereits angestellten Mitarbeitenden erstellt werden. Wichtig: Natürlich muss der Zeitfaktor, der Mitarbeitenden zur Erstellung der Inhalte zugestanden wird, in der Kostenaufstellung mitberechnet werden.
- Erhöhte Reichweite und Sichtbarkeit: Mitarbeiter*innen haben oft eigene Netzwerke und Communitys, z. B. auf Social Media, die durch die Veröffentlichung ihres eigenen EGC erreicht werden können. Dies erweitert die Reichweite der Markenbotschaften und sorgt für Sichtbarkeit des Unternehmens bei einem breiteren Publikum. Laut Social Media Today und Edelman Trust Barometer bekommt EGC 8x mehr Interaktionen als Marken-Content – und: 52 % der Kund*innen vertrauen Mitarbeitenden mehr als den Vorständen eines Unternehmens.
- Förderung der Unternehmenskultur: EGC kann die Unternehmenskultur besser nach außen kommunizieren, da es die echte Perspektive der Mitarbeiter zeigt. Das stärkt nicht nur das Arbeitgeberimage, sondern zieht auch potenzielle Talente an, die sich mit der Kultur identifizieren können.
Herausforderungen von Employee Generated Content
- Mangel an Konsistenz und Qualität: Da Mitarbeitende keine professionellen Content Ersteller*innen sind, kann die Qualität der Inhalte stark variieren. Es besteht das Risiko, dass die Beiträge nicht den gewünschten professionellen Standards entsprechen und uneinheitlich wirken. Im Zweifelsfall müssen Budgets und Ressourcen bereitgestellt werden, um die Mitarbeitenden so zu schulen, dass sie in der Lage sind, Inhalte nach bestimmten Qualitätsstandards zu erstellen.
- Kontrollverlust über die Markenbotschaft: Da Mitarbeitende unter dem Begriff Employee Generated Content (EGC) nicht nur Inhalte erstellen, sondern auch auf ihren eigenen Kanälen (z. B. LinkedIn) veröffentlichen können, kann es ohne Kontrollinstanzen dazu kommen, dass Inhalte distribuiert werden, die nicht mit der offiziellen Markenbotschaft oder den Unternehmensrichtlinien übereinstimmen. Dies kann das Markenimage beeinträchtigen.
- Zeit- und Ressourcenerfordernis: Die Erstellung von Inhalten erfordert Zeit und Engagement seitens der Mitarbeiter*innen, was vom Zeitkontingent für ihre eigentlichen Aufgaben abgezogen werden muss. Zudem muss das Unternehmen möglicherweise Ressourcen für Schulungen oder Richtlinien zur Content Erstellung bereitstellen.
- Unregelmäßige Beteiligung: Nicht alle Mitarbeitenden sind motiviert oder willens, regelmäßig Content zu erstellen. Dies kann zu einer ungleichmäßigen oder unzureichenden Menge an Inhalten führen, was die Effektivität des EGC-Programms mindern kann.
- Risiko von Verstößen gegen Unternehmensrichtlinien: Ohne klare Richtlinien können Mitarbeiter*innen bei Veröffentlichung von Content auf ihren eigenen Kanälen ungewollt vertrauliche Informationen teilen oder gegen rechtliche Vorgaben wie Datenschutzbestimmungen oder Urheberrechte verstoßen. Dies kann rechtliche Konsequenzen haben und dem Unternehmen schaden.
Wie du Ziele & Strategie von Employee Generated Content definierst
- Steigerung der Markenbekanntheit und Reichweite: Employee Generated Content zeigt oft echte Menschen und konkrete Einblicke in das Unternehmen – beides Faktoren, die Konsument*innen insbesondere in sozialen Medien sehr zu schätzen wissen. Häufig werden diese Art von Inhalten mit mehr Reichweite und Interaktionen belohnt – was wiederum zu mehr Bekanntheit und Reichweite führt.
Wenn Mitarbeiter Inhalte über das Unternehmen in ihren persönlichen Social-Media-Accounts teilen, erreicht das Unternehmen darüber ebenfalls ein breiteres Publikum und erhöht somit weiter die Sichtbarkeit durch die Erschließung neuer Zielgruppen.
- Aufbau von Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Employee Generated Content wirkt gerade deshalb so authentisch, da es von echten Mitarbeiter*innen stammt und nicht ausschließlich durch die Marketingabteilung gesteuert wird. Dies trägt dazu bei, Vertrauen bei Kund*innen, Partnern und potenziellen Mitarbeiter*innen aufzubauen und kann langfristig stark zu einer wachsenden und aktiven Community beitragen.
- Förderung der Unternehmenskultur und Mitarbeitenden-Zufriedenheit: EGC kann genutzt werden, um die interne Unternehmenskultur nach außen zu repräsentieren. Dies hilft nicht nur bei der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber (Employer Branding), sondern auch dabei, die Mitarbeitenden-Zufriedenheit und Bindung zu stärken.
- Gewinnung neuer Talente (Recruiting): Authentische Einblicke in den Arbeitsalltag und die Unternehmenskultur können potenzielle Bewerber*innen anziehen, die sich mit den Werten und der Atmosphäre des Unternehmens identifizieren. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Employer-Branding-Strategie.
- Erhöhte Mitarbeiterbindung und -motivation: Mitarbeiter*innen, die aktiv an der Content-Erstellung beteiligt sind, fühlen sich stärker mit dem Unternehmen verbunden und wertgeschätzt.
- Förderung von Produkt- und Servicevertrauen sowie Kundenbindung: Mit EGC, das sich auf Produkte und Dienstleistungen bezieht, kann es gelingen, potenzielle Kund*innen eher zu überzeugen, da Mitarbeitende glaubwürdige(re) Einblicke und Erfahrungsberichte teilen. Wenn Mitarbeitende regelmäßig Einblicke in den Arbeitsalltag geben, fördert das eine engere Bindung zu bestehenden Kund*innen, da die Inhalte das Unternehmen gewissermaßen „vermenschlichen“ und damit Vertrauen schaffen.
- Stärkung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit: Die Erstellung von EGC fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Mitarbeitenden, die gemeinsam als Marken- oder Unternehmensbotschafter*innen Content gestalten. Das gemeinsame Ziel kann die interne Kommunikation und den Zusammenhalt verbessern.
Metrik | KPI-Benchmark (im Vergleich zu non-EGC) |
EGC Share of published Content | > 50 % |
Kostenreduzierung | - 30 % |
Interaktionsrate | + 5 % |
CTR (Click-Through-Rate) | + 20 % |
CPC (Cost per Click) | > 1 € |
CPO (Cost per Order) | - 30 % |
Share of Voice | + 20 % |
Sentiment | 80 % positiv |
Umsetzung eines Content-Creator-Pools mit deinen Mitarbeitenden
- Trainings und Workshops rund um Content Produktion oder Personal Branding, um Wissenstransfer sicherzustellen
- Konferenz- oder Messen-Besuche, um gemeinsam auf Trendsuche zu gehen
- Austausch, Meet ups, Brainstormings, Stammtisch, Team-Events mit anderen internen Content Creatorn im Unternehmen
- Zusätzlicher Urlaubstag
- Sichtbarkeit auf den Unternehmensaccounts
- Anzahl und Typ von Content (u. a. Format, Kanal, Video oder Bild, Länge)
- Storytelling, u. a. welche Geschichte oder Botschaft soll erzählt werden? Welche Tonalität soll verwendet werden?
- Content Beispiele
- Zeitfenster (u. a. bis wann wird der Content benötigt und wann soll er veröffentlicht werden)
- Mechanismus (u. a. Produkt, Gewinnspiel, Event)
- Ggf. Angebot und Hinweis zum Call-to-Action (CTA)
- Hook: Fängt sofort die Aufmerksamkeit ein und gibt den Zuschauern einen Grund, weiterzuschauen.
- Storytelling: Bietet eine Erzählung, die fesselnd und leicht nachvollziehbar ist.
- Authentizität: Wirkt echt und nachvollziehbar, nicht zu gescriptet oder übermäßig bearbeitet.
- Visuelle/Ästhetische Qualität: Klare Bilder und Ton, die das Anschauen und Verstehen des Inhalts erleichtern.
- Relevanz: Geht auf die Bedürfnisse, Interessen oder Probleme der Zielgruppe ein.
- Emotionale Verbindung: Ruft starke Emotionen hervor, die zur Interaktion und zum Teilen anregen.
- Call-to-Action (CTA): Enthält eine klare, präzise Aufforderung zur Handlung und bietet genug Mehrwert, damit User*innen diese Handlung auch vornehmen
- Vorlagen und Tools: Biete einfache Vorlagen für Social-Media-Posts, Videos oder Blogs an, die die Mitarbeitenden schnell anpassen können.
- Tools zur Content-Erstellung: Stelle leicht zu bedienende Tools wie Smartphone-Kameras, Videobearbeitungssoftware oder Design-Tools wie Canva bereit. Eine zentrale Plattform, auf der die Mitarbeitenden Content einreichen oder bearbeiten können, erleichtert den Prozess.
- Team-Zusammenarbeit: Organisiere kleine Teams, die sich gegenseitig unterstützen, um Content zu entwickeln, z. B. durch kreative Brainstormings. Achte auf regelmäßige Kommunikation und eine offene, wertschätzende Feedback-Kultur.
- Erfolge feiern: Feiere die Erfolge regelmäßig, z. B. durch interne E-Mails, Newsletter, auf Social Media oder während Firmenveranstaltungen. Belohne besonders engagierte Mitarbeitende öffentlich, indem du ihre Beiträge hervorhebst und kleine Preise oder Prämien anbietest.