KI im Handel: Expert*innen zeigen, wo die echte Transformation stattfindet

Julia Burger12.1.2026

Von smarten Suchlisten zu intelligenten Backoffice-Prozessen – KI optimiert nicht nur dein Frontend, sondern ordnet dein gesamtes Business-System neu

KI im Handel, Titelbild, DooFinder
Inhalt
  1. KI im Handel – Frontendglanz vs. Backend-Realität
  2. Frontend-KI im Zusammenspiel mit Backend-Systemen
  3. Expertenmeinungen: Was sagen die Profis?
  4. 3 Bereiche in denen KI im Handel strukturelle Veränderungen bringt
  5. Von der Theorie zur Strategie: So machst du deinen Shop KI-Ready
  6. Fazit: Das verändert der Einsatz von KI im Handel 

Hohe Retourenquote trotz Produktfilter und Lagerbestände, die täglich um 15 % von der Prognose abweichen? Prüfst du manuell Rechnungen die dein Team zwei Tage pro Woche kostet? Dann läuft dein Problem nicht im Frontend – sondern in fehlenden Systemintegrationen. Dein KI Agent und deine Produktempfehlungen funktionieren – aber sie kompensieren nur, was im Backend schiefläuft.

Wir haben unter anderem Branchenexpert*innen von DooFinder, SYZYGY und opexxia an einen Tisch geholt und wollten wissen: Wo bringt KI im Handel tatsächlich ROI? Ihre Antworten zeigen eindeutig: Der größte Mehrwert entsteht oft dort, wo niemand hinschaut.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der echte Wettbewerbsvorteil und die größten Effizienzgewinne entstehen durch die KI-Automatisierung im Backend, also in Bereichen wie Buchhaltung, Lagerverwaltung und Controlling.
  • Für eine erfolgreiche KI-Implementierung müssen Händler zunächst ihre technischen Grundlagen sichern, saubere Daten schaffen und ihre Frontend- und Backend-Systeme intelligent miteinander vernetzen.
  • Expert*innen der Branche sind sich einig, dass der Einsatz von KI im Handel erst in seinen Anfängen steht.

Expert Roundtable
Manchmal reicht eine Meinung nicht aus. In „Expert Roundtables” bringen wir führende Köpfe zusammen, um ein spezifisches Problem, eine innovative Lösung oder spannende Daten aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

KI im Handel – Frontendglanz vs. Backend-Realität

Wie schaffen wir es, dass KI nicht nur ein nettes Gimmick im Shop bleibt, sondern die Margen durch Prozessmanagement im Backend sichert?

KI im Handel wirkt dabei auf zwei Ebenen, die unterschiedliche Ziele verfolgen:
im Backend, wo Prozesse automatisiert und Margen abgesichert werden, und
im Frontend, wo Kaufentscheidungen entstehen und Conversion beeinflusst wird.

Es ist entscheidend, dass Frontend und Backend miteinander verbunden sind. Bestellungen sollten automatisch weiterverarbeitet werden, Lagersysteme Artikel selbstständig nachbestellen und Auswertungen sollten nicht nur zeigen, was passiert ist, sondern dabei helfen, künftige Entscheidungen zu treffen.

Frontend- und Backend-Prozesse im Überblick

Aspekt

Frontend-Prozesse

Backend-Prozesse

Hauptfokus

Kundenerlebnis und Conversion-Optimierung

Operative Effizienz und Kostenkontrolle

Sichtbarkeit

Direkt sichtbar für Kund*innen

Unsichtbar, aber geschäftskritisch

Typische Prozesse

Produktsuche, Empfehlungen, KI Agenten, Check-out, virtuelle Anproben

Belegverarbeitung, Zahlungsabgleich, Bestandsführung, Kommissionierung, Finanzcontrolling

KI-Anwendungen

Conversational Commerce, personalisierte Produktvorschläge, dynamische Preise

Touchless Accounting, predictive Inventory, automatisierte Routenplanung, Cashflow-Prognosen

Messbare Erfolge

Conversion Rate, Warenkorbwert, Kundenzufriedenheit

Durchlaufzeiten, Fehlerquoten, Liquidität, Marge

Investitionsfokus aktuell

Hoch – viele Händler*innen setzen hier bereits KI ein

Niedrig bis mittel – noch viele manuelle oder halbautomatische Prozesse

Wichtig ist dabei: Frontend- und Backend-KI verfolgen unterschiedliche Aufgaben. Während Backend-Systeme operative Abläufe steuern, konzentrieren sich Frontend-Lösungen auf Orientierung, Relevanz und Entscheidungsfindung im Shop.

 
 

Frontend: Besseres Einkaufserlebnis für Kund*innen

KI passt Inhalte im Shop gezielt an – auf Basis früherer Käufe, Standort und Verhalten. So sehen Kund*innen eher die Produkte, die sie wirklich interessieren. Besonders wichtig ist dabei die Produktsuche: Wenn Besucher*innen nicht finden, was sie suchen, brechen sie oft ab.

Conversational Commerce ergänzt klassische Filter, indem er Produktsuche dialogbasiert und kontextuell unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist der AI-Assistant von DooFinder: Er unterstützt Kund*innen bei der Produktsuche, erkennt Suchintentionen, Budgetrahmen und Stilpräferenzen und nutzt im Shop verfügbare Informationen, um passende Produkte vorzuschlagen, visuell zu vergleichen und häufige Fragen kontextuell einzuordnen.

Voraussetzung dafür sind saubere, aktuelle Daten aus den angebundenen Shop- und Backend-Systemen. DooFinder selbst steuert diese Prozesse nicht, sondern nutzt die vorhandenen Informationen, um Kund*innen im Kaufmoment Orientierung zu geben.

Wenn Kaufabsicht da ist, aber Informationen fehlen

1

TYPISCHE SITUATION

Kaufbereit, aber noch unsicher.

Kund*innen haben das ideale Produkt im Blick. Die Kaufabsicht ist hoch, aber es fehlt an Details: Ist das Produkt wirklich sofort lieferbar? Gibt es spezifische Infos zu Versandkosten oder Details, die den letzten Impuls geben?


2

DIE HERAUSFORDERUNG

Informationslücken stoppen den Sales-Funnel.

Unklare oder widersprüchliche Informationen führen in diesem Moment oft zu Frustration. Ohne direkte Antwort brechen Kund*innen den Vorgang ab – ein vermeidbarer Verlust wertvoller Conversions.


3

Lösung im Frontend: Sicherheit schaffen im Kaufmoment

Sicherheit schaffen durch Echtzeit-Kompetenz.

Der Assistant erkennt typische Unsicherheiten im Kaufprozess und beantwortet sie auf Basis der im Shop verfügbaren Daten. So entsteht Klarheit im entscheidenden Moment – ohne Backend-Prozesse zu ersetzen oder zu steuern.

Richtig implementiert sieht das anders aus: Tools wie der AI-Assistant von DooFinder zeigen, was möglich ist, wenn Frontend und Backend zusammenarbeiten.

DooFinder AI Asisstant

Produktsuche leicht gemacht mit dem AI Aisstant von DooFinder, Quelle: DooFinder

Der AI-Assistant:

  • versteht Absichten, Stil und Budget deiner Kund*innen,
  • liefert passende Ergebnisse,
  • zeigt visuelle Produktvergleiche,
  • und beantwortet gängige Kundenfragen (z. B. zu Rückgabe, Versand oder Bezahlung) zuverlässig und mehrsprachig.

Anna Atmis, DooFinder

„Eine gute Implementierung erkennt man daran, dass Datenqualität, Relevanz und Nutzererlebnis zusammen gedacht werden.”

– Anna Atmis, Marketing Lead bei DooFinder

Frontend-KI im Zusammenspiel mit Backend-Systemen

Moderne E-Commerce-Systeme und Shopsysteme bestehen aus vielen spezialisierten Komponenten, die im Hintergrund zusammenarbeiten. Während andere Systeme Aufgaben wie Logistik, Rechnungsstellung, Warenwirtschaft oder Controlling abdecken, konzentriert sich DooFinder auf die intelligente Produktsuche, Navigation und dialogbasierte Beratung im Frontend.

Der DooFinder AI-Assistant fügt sich so nahtlos in bestehende Shop-Architekturen ein und nutzt verfügbare Shop-Daten, um Kund*innen in Echtzeit zu unterstützen – ohne bestehende Backend-Prozesse zu ersetzen oder zu verändern.

Alexander Heidel, DooFinder

„Die Chancen von KI im Handel liegen darin, digitale Erlebnisse persönlicher zu machen, ohne aufdringlich zu sein. Die Herausforderung: authentisch zu bleiben, während man automatisiert. Wenn KI den Ton der Marke versteht und empathisch reagiert, fühlt sich Technologie plötzlich menschlich an, und genau da entsteht die sogenannte ‚Magie‘ im E-Commerce.”

– Alexander Heidel, Content Marketer bei DooFinder

Diese Backend-Prozesse liegen außerhalb des Funktionsumfangs von DooFinder, sind aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Frontend-Lösungen ihr volles Potenzial entfalten können.Solche Systeme funktionieren aber nur dann wirklich gut, wenn die Prozesse im Hintergrund ebenfalls digital und schnell sind. Eine Produktempfehlung hilft wenig, wenn das Lager nicht weiß, ob der Artikel verfügbar ist.

Deshalb ist es entscheidend, dass Frontend und Backend miteinander verbunden sind: Bestellungen sollten automatisch weiterverarbeitet werden, Lagersysteme Artikel selbstständig nachbestellen und Auswertungen sollten nicht nur zeigen, was passiert ist, sondern dabei helfen, künftige Entscheidungen zu treffen.

 
 

Expertenmeinungen: Was sagen die Profis?

Um herauszufinden, wo KI im Handel wirklich den Unterschied macht, haben wir uns in der Branche umgehört.

Die Expert*innen sind sich einig: Die sichtbaren KI-Features im Shop sind wichtig – aber sie kratzen nur an der Oberfläche dessen, was möglich ist. Die echten Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile entstehen dort, wo niemand hinschaut.

Viele Händler*innen sehen KI dabei immer noch als Projekt, das man einmal integriert und dann abhakt. Genau hier widerspricht Anna Atmis deutlich: Für sie funktioniert KI nur, wenn Datenqualität und kontinuierliche Pflege stimmen.

"KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie arbeitet"

“Viele Händler machen den Fehler, KI als einmaliges Projekt zu betrachten – etwas, das man einmal integriert und dann laufen lässt. In der Realität funktioniert das nicht. KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie arbeitet.” – Anna Atmis, Marketing Lead bei DooFInder

Während Anna den technischen Unterbau betont, verschiebt Kristina Häusler den Blick auf die Wirkung beim Menschen: Eine gute KI-Integration soll Entscheidungen erleichtern, ohne Kontrolle zu entziehen. In ihrer Perspektive wandert der Fokus weg von der bloßen Conversion hin zu Qualität, Vertrauen und Loyalität – KI wird zum beratenden Co-Piloten, nicht zum Autopiloten.

"Qualität, Vertrauen und Loyalität schlagen reine Conversion"

„Eine optimale KI-Integration erleichtert (Kauf-)Entscheidungen, ohne den Nutzer*innen Kontrolle zu entziehen. Damit verschiebt sich der Commerce-Fokus vom Kaufen zum guten Entscheiden, wo Qualität, Vertrauen und Loyalität reine Conversion schlagen.“ – Kristina Häusler, Executive Strategy Director bei SYZYGY

Was bedeutet das konkret im Alltag eines Shops? Während Kristina vor allem auf die Entscheidungssicherheit der Kund*innen blickt, beschreibt Thorben Fasching, wie Systeme im Hintergrund permanent mitlernen: Inhalte, Produkte und Preise passen sich in Echtzeit an Verhalten, Stimmung und Kontext an.

"Intelligente Assistenten beraten, empfehlen und begleiten bis zum Kauf"

„Künstliche Intelligenz revolutioniert, wie Unternehmen und Marken mit ihren Kund*innen interagieren. Inhalte, Produkte und Preise passen sich in Echtzeit an Verhalten, Stimmung und Kontext an.“ – Thorben Fasching, Executive Partner von Reply

"Händler konkurrieren um die Gunst der KI-Assistenten"

“KI-Assistenten werden zu den neuen ‚Türstehern‘ zwischen Kund*in und Marke. Händler konkurrieren nicht mehr nur direkt um Aufmerksamkeit, sondern auch um die Gunst der KI-Assistenten.” – Patrick Benner, Gründer und Geschäftsführer von ARTUS Interactive

Patrick zeichnet damit das Bild einer neuen Einlasskontrolle im E-Commerce: Wer in den Antworten der Assistenten nicht vorkommt, wird von Kund*innen oft gar nicht mehr wahrgenommen. Bastian Glock knüpft daran an und macht klar, was das konkret bedeutet: Produktdaten müssen nicht nur vorhanden, sondern strukturiert und kontextreich aufbereitet sein, damit generative Systeme sie überhaupt nutzen können

"Generative KI ist längst der neue Gatekeeper"

„Wer künftig sichtbar sein will, muss seine Produktdaten online so strukturiert und kontextreich wie möglich bereitstellen. Marken, die das verstehen und früh adaptieren, werden im nächsten Jahr den größten Vorsprung haben. Die Frage ist nicht mehr, ob man sich auf generative KI ausrichtet – sie ist längst der neue Gatekeeper.“ – Bastian Glock, Director bei Evergreen Media

Die Botschaft ist klar: Wer jetzt nur auf Frontend-Optimierung setzt, verschenkt massives Potenzial. Dein Kundenservice wird besser, wenn deine Systeme miteinander vernetzt sind und automatisch zusammenarbeiten – statt isoliert zu funktionieren.

 
 

3 Bereiche in denen KI im Handel strukturelle Veränderungen bringt

Damit KI-Lösungen wie Conversational Commerce wirklich funktionieren, braucht es stabile Prozesse im Hintergrund. Denn nur wenn Systeme und Daten im Backend gut strukturiert sind, können Kund*innen im Frontend schnell und passend beraten werden.

Nach den Stimmen aus Marketing, Content und Customer Experience richtet Dörte Kaschdailis den Blick konsequent auf das, was viele am liebsten ausblenden: Fulfillment, Logistik und Controlling. Während im Frontend über Inspiration und Personalisierung gesprochen wird, bringt sie die harte Kostenperspektive ein – und zeigt, wie viel Marge hier täglich verloren geht.

Das lernende Lager - KI im Fullfilment

Logistik ist dein größter Kostentreiber: 20-30 . % Zeitverlust durch ineffiziente Routen, 15 % Personalfehlplanung, 10-20 % Überbestände. KI löst alle drei – jetzt, nicht 'bald'.

  • Sie optimiert Kommissionierwege in Echtzeit, basierend auf Auftragsvolumen, Artikelverteilung und Gangauslastung.
  • Sie prognostiziert Bestände präziser als klassische Tools, inklusive Saisonalität und externer Effekte.
  • Sie löst Nachschub aus, bevor Engpässe oder Überhänge entstehen.
  • Sie plant Schichten und Personal automatisch, anhand Bedarfsprognosen, Qualifikationen, Krankheitswahrscheinlichkeit und Wareneingängen.
  • Sie kommuniziert Pläne direkt an Mitarbeitende, gleicht Verfügbarkeiten ab und verarbeitet Änderungen sofort.
  • Sie erkennt per Bildverarbeitung Verpackungsfehler, Volumina und Ladeeinheiten und passt Abläufe ohne manuelle Eingriffe an.

Das Ergebnis: Kürzere Wege, weniger Zeitverlust, höhere Produktivität – ohne Stress für die Mitarbeitenden.

Dörte Kaschdailis

“Operative Exzellenz im E Commerce entsteht durch die Fähigkeit, Ressourcen präzise zu steuern. Nachfrage schwankt, Sortimente wachsen oder schrumpfen, Servicelevelansprüche steigen in jedem Fall.“

– Dörte Kaschdailis, Executive Advisor und Inhaberin von opexxia

 
 

Vorausschauendes Controlling statt Rückspiegelblick

Viele Reports liefern Zahlen aus der Vergangenheit: Umsatz, Marge, Kosten. Sie sind nützlich, aber wenig hilfreich für Entscheidungen in Echtzeit.

Mit KI wird Controlling zum Frühwarnsystem:

  • Sie erkennt Muster in Verkaufszahlen und Lieferprozessen.
  • Sie bezieht externe Faktoren wie Wetter oder Feiertage ein.
  • Sie erstellt Prognosen für Umsatz, Lagerbestände oder Cashflow.
  • Sie beantwortet konkrete Fragen wie: „Welche Produktkategorie verliert gerade Marge?“

    Kurz gesagt: Das Unternehmen steuert nicht mehr im Rückspiegel, sondern mit echtem Blick nach vorn.
 
 

Produktdaten automatisch pflegen – für bessere Sichtbarkeit

Artikel & Produktdatenpflege ist oft ein Zeitfresser: Attribute mappen, Texte schreiben, Bilder hochladen – das skaliert nicht, wenn man viele Produkte hat. Fehler oder Lücken schaden dem Verkauf.

Hier schafft KI klare Vorteile:

  • Sie generiert Texte automatisch – passend zur Zielgruppe und SEO & GEO-optimiert.
  • Sie ergänzt fehlende Attribute und gleicht Daten zwischen Plattformen ab.
  • Sie erkennt fehlerhafte oder unvollständige Einträge und macht Verbesserungsvorschläge.

Das bringt …

  • Schnellere Listung neuer Produkte, bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • und Marktplätzen, und eine verlässliche Datenbasis für weitere Automatisierungen.
  • eine verlässliche Datenbasis für weitere Automatisierungen – etwa für Frontend-Lösungen im Bereich Conversational Commerce wie DooFinder, die auf strukturierte Produktattribute angewiesen sind.

Dörte Kaschdailis opexxia

"Wer Produktdaten nicht robust und KI-gestützt aufstellt, verliert Wirkung an allen nachgelagerten Stellen. Sichtbarkeit entsteht durch korrekte Daten.“

– Dörte Kaschdailis, Executive Advisor und Inhaberin von opexxia

Neugierig geworden? Lies echte Erfahrungsberichte und finde heraus ob DooFinder zu deinem Shop passt.
 
 

Von der Theorie zur Strategie: So machst du deinen Shop KI-Ready

Statt eines XXL-Konzepts brauchst du funktionierende Grundlagen: Systeme, die miteinander kommunizieren, und Daten, die maschinenlesbar sind. Ohne KI bleibt das ein leeres Versprechen.

KI im E-Commerce: Vier Schritte zur datenbasierten Strategie

1

Akute Hindernisse identifizieren: Die TECHNISCHE BASIS

Ohne API-Integration zwischen Shop, ERP & WMS verpufft jede KI-Investition.

  • Kann dein Shop-System Daten an das ERP weitergeben?
  • Landen Bestellungen automatisch in der Buchhaltung?
  • Fließen Lagerbestände in Echtzeit zurück in den Shop?

Konsequenz: Fehlende Schnittstellen kosten monatlich vierstellig durch Fehlverkäufe und Retouren. Moderne Shop-Suchen (wie DooFinder) profitieren von aktuellen Shop- und Bestandsinformationen, sind aber keine Ersatz- oder Steuerungssysteme für ERP oder WMS.


2

Content-Strategie: PRODUKTDATEN optimieren

Mache Inhalte maschinenlesbar.

Analysiere Supporttickets, Bewertungen und Chatverläufe. Die Antworten auf die **20 häufigsten Fragen** müssen als maschinenlesbare Attribute in deinen Produktdaten hinterlegt sein.

  • FAQs, die echte Fragen beantworten.
  • Beschreibungen, die Kontext liefern.

Ziel: Deine Inhalte müssen so aufgebaut sein, dass KI-Systeme sie verstehen, verknüpfen und intelligent nutzen können. Conversational Commerce entfaltet seinen vollen Mehrwert, wenn die KI auf fundierte und strukturierte Informationen zurückgreifen kann.


3

Prompt-Strategie ausarbeiten: BENCHMARKING

Definiere Prompts zur Qualitätsmessung deiner KI-Systeme. Frontend-Lösungen wie DooFinder werden stattdessen über Such-, Klick- und Conversion-Daten bewertet.

  • Benchmark: Erstelle Fragen/Szenarien, die deine KI beantworten muss.
  • Tracking: Verfolge, wo dein Shop in den Antworten der KI-Systeme auftaucht (wirst du zitiert?).
  • Analyse: Leite aus der Präferenz der KI für bestimmte Content-Abschnitte Verbesserungen ab.

4

Maßnahmen zur Optimierung treffen: FÜNF HANDLUNGSFELDER

Setze KI gezielt zur Steigerung von Effizienz und Kundennutzen ein. Je nach Einsatzbereich wirken diese Maßnahmen entweder im Backend oder direkt im Kaufmoment.

  • Automatisierung: Fokus auf repetitive Aufgaben (Belegerfassung, Bestandsaktualisierung).
  • Personalisierung: Echte Kaufberatung statt einfacher "Kund*innen kauften auch"-Empfehlungen.
  • Prozessintegration: Verbindung von Frontend (Bestellung) und Backend (Lager, Retouren).
  • Datenqualität: Kontinuierliche Investition in saubere, strukturierte Daten.
  • Monitoring: Tägliches Tracking von KPIs (Conversion-Rate nach KI-Einsatz, Kommissionierzeit, Abweichung Lagerbestand vs. System).

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Fazit: Das verändert der Einsatz von KI im Handel 

KI übernimmt im Handel zunehmend konkrete Aufgaben – von Produktempfehlungen über dynamische Preisgestaltung bis hin zu automatisierter Buchhaltung. Wer 2026 noch überwiegend manuell steuert, riskiert Marge und Effizienz. Systeme werden Bestände vorausschauend managen, Rechnungen automatisiert verbuchen oder Preise datenbasiert anpassen. Händler*innen behalten die Kontrolle, fokussieren sich aber stärker auf Ausnahmen und strategische Entscheidungen.

Gleichzeitig verschiebt sich der Wettbewerb: Sichtbare Frontend-Funktionen wie KI-gestützte Suche, Empfehlungen oder Assistenzsysteme werden für Nutzer*innen zur Erwartung.

Der nachhaltige Vorsprung entsteht dort, wo diese Erlebnisse auf verlässliche Daten und integrierte Backend-Prozesse treffen. Denn intelligente Shop-Suche oder Conversational Commerce entfalten ihren vollen Wert erst dann, wenn die zugrunde liegenden Daten aktuell, konsistent und systemübergreifend verfügbar sind.

Julia Burger
Autor*In
Julia Burger

Julia ist SEO-Texterin bei OMR Reviews und Content-Enthusiast. Vor ihrer Zeit bei OMR Reviews hat sie in verschiedenen Unternehmen das Content-Management gestaltet und lässt ihre kreative Ader in jeden Artikel einfließen.

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