Influencer Marketing Budget Empfehlung für 12 Monate

Influencer Marketing Budget: So planst du Kosten und Strategie, um deinen Umsatz systematisch zu skalieren

Inhalt
  1. Warum Unternehmen Influencer Marketing nutzen
  2. Was gehört in ein Influencer-Marketing-Budget?
  3. Kosten nach Influencer-Größe
  4. Wie viel Budget solltest du einplanen?
  5. Plattformkosten und TKP-Vergleich
  6. Erfolgsmessung deines Influencer-Marketing-Budgets
  7. Tools zur Planung und Steuerung
  8. Fazit und persönliche Einschätzung
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein erfolgreiches Influencer Marketing Budget basiert auf Daten und einer klaren, strukturierten Strategie über 12 Monate.
  • Das vollständige Budget umfasst neben Creator-Honoraren auch Kosten für Agenturen, Tools, Ads und interne Ressourcen.
  • Der empfohlene 12-Monats-Plan gliedert sich in Analyse, eine mehrwöchige Testphase, Auswertung und anschließende Skalierung.
  • Micro Influencer liefern oft den besten ROI, während größere Creator für Reichweite und Markenaufbau sinnvoll sind.
 
 
Das richtige Influencer-Marketing-Budget festzulegen gehört zu den häufigsten Fragen, die mir Unternehmen stellen. Viele investieren zu früh zu viel Werbebudget ohne klare Strategie. Andere starten zu klein und sehen deshalb keine Ergebnisse. Beides führt dazu, dass Influencer Marketing falsch bewertet wird.
Ich zeige dir hier aus meiner Praxiserfahrung, mit welchen Kosten du rechnen solltest, wie du dein Budget planst und welche Strategien langfristig Umsatzwachstum und Markenbekanntheit steigern.

Warum Unternehmen Influencer Marketing nutzen

Influencer Marketing zählt heute zu den effektivsten digitalen Werbemaßnahmen, weil Marken ihre Zielgruppe direkt erreichen. Creator haben bereits Vertrauen bei ihrer Community aufgebaut. Dadurch ist die Kampagnenleistung häufig höher als bei klassischer Werbung.
Typische Vorteile von Influencer Marketing:
  • schnelle Reichweite
  • präzise Zielgruppenanalyse
  • messbare KPIs
  • skalierbares Umsatzwachstum
Ich sehe in Projekten regelmäßig, dass Influencer-Kooperationen nicht nur Verkäufe generieren, sondern auch langfristig Markenbekanntheit aufbauen. Besonders im Performance-Bereich erzielen Creator-Empfehlungen oft höhere Conversion-Rates als klassische Ads.

Was gehört in ein Influencer-Marketing-Budget?

Viele Unternehmen unterschätzen, wie sich die Kosten zusammensetzen. Ein vollständiges Budget für Influencer Marketing umfasst mehr als nur Creator-Honorare.
Typische Kostenbestandteile:
  • Preise Influencer / Creator-Fees
  • Produktsamples
  • Agenturkosten
  • Plattformkosten
  • Tracking-Tools
  • Ads-Budget zur Content-Verstärkung
  • interne Personalkosten
Gerade interne Ressourcen werden oft nicht berücksichtigt. Wenn Mitarbeiter*innen Kampagnen betreuen, gehört diese Zeit in die Kostenberechnung. Sonst wird der tatsächliche Werbepreis unterschätzt.
Lesetipp

Lesetipp: Du fragst dich, warum alle über Influencer Marketing sprechen? Hier erfährst du alles über die wichtigsten Vorteile von Influencer Marketing.

Kosten nach Influencer-Größe

Die Kosten für Influencer Marketing hängen stark von Followerzahlen und Kampagnenzielen ab. In der Praxis arbeite ich mit vier Kategorien:
  • Nano-Influencer: sehr niedriger TKP, ideal für Tests
  • Micro-Influencer: Kosten meist 1.000–3.000 € pro Kooperation, häufig beste Performance
  • Macro-Influencer: höhere Gesamtreichweite, steigende Preise Influencer
  • Mega-Influencer: sehr hohe Werbepreise, vor allem für Branding-Kampagnen
Eine feste Influencer-Preisliste gibt es nicht, da Preise von Branche, Plattform, Nachfrage und Saison abhängen. Deshalb nutze ich flexible Vergütungsmodelle und Vergütungsstrategien statt pauschaler Tabellen.
Praxisbeobachtung: Micro-Creator liefern häufig den besten ROI, weil ihre Community besonders engagiert ist. Große Creator sind dagegen sinnvoll, wenn Reichweite oder Markenaufbau im Fokus stehen.

Wie viel Budget solltest du einplanen?

Die optimale Budgethöhe hängt von Kampagnenzielen, Branche und Kampagnentyp ab. Meine Erfahrungswerte aus Kampagnen:
  • Einstieg/Testphase: 3.000–5.000 € monatlich
  • Performance-Start: 10.000–15.000 € monatlich
  • Skalierungsphase: ab 20.000 €
Unter fünf Influencer zu buchen, liefert kaum valide Daten. Für aussagekräftige Ergebnisse brauchst du ausreichend Tests.

Praxisbeispiel Budgetaufteilung

Ein E-Commerce-Unternehmen startet mit 12.000 €:
  • 8 Creator à 1.000 €
  • 2 Creator à 2.000 €
  • Tools und Tracking: 1.500 €
  • Gesamt: 13.500 €
Hier entscheidet die Optimierung über Profitabilität. Schon eine bessere Creator-Auswahl oder klarere Briefings können die Kampagnenleistung deutlich steigern.

12-Monats-Budgetplan für skalierbare Kampagnen

Ich plane Influencer-Kampagnen grundsätzlich in Jahreszyklen, weil der Kanal selten sofort maximale Ergebnisse liefert.
  • Phase 1 – Analyse (Monat 1): Creator recherchieren, Zielgruppenanalyse durchführen, Influencer finden, Response-Rates messen.
  • Phase 2 – Testphase (Monate 2–5): verschiedene Zielgruppen, Plattformen und Content-Formate testen.
  • Phase 3 – Auswertung (Monat 6): KPIs analysieren und Kampagnen vergleichen.
  • Phase 4 – Skalierung (Monate 7–12): funktionierende Creator erhöhen und Budget optimieren.
Bewährte Skalierungsregeln:
  • gute Ergebnisse: Budget +30 %
  • sehr gute Ergebnisse: Budget verdoppeln
Unternehmen mit strukturierter Vorgehensweise erreichen deutlich schneller stabile Performance als Marken ohne Teststrategie.

Ergänzender Praxis-Einblick per Video

Wenn du die Budgetplanung und Skalierungslogik noch detaillierter nachvollziehen möchtest, habe ich die gesamte Strategie auch in einem Video Schritt für Schritt erklärt:

Plattformkosten und TKP-Vergleich

Der günstigste CPM im Influencer Marketing ist nicht automatisch der profitabelste. Plattformkosten unterscheiden sich stark:
  • TikTok: niedriger TKP, hohe Reichweite
  • Instagram: starke Conversion-Performance
  • YouTube: höherer TKP, aber hohe Kaufintention
Ich bewerte Plattformen grundsätzlich nicht nach CPM, sondern nach Kosten pro Conversion. Eine Plattform mit höherem TKP kann deutlich profitabler sein, wenn die Zielgruppe stärker kauft.

Erfolgsmessung deines Influencer-Marketing-Budgets

Ohne Tracking lässt sich kein Budget optimieren. Wichtige KPIs sind:
  • Umsatz pro Creator
  • Cost-per-Acquisition
  • Conversion-Rate
  • Durchschnittlicher Bestellwert
  • Zielerreichung der Kampagne
Zusätzlich analysiere ich indirekte Effekte wie Brand-Search, organischen Traffic oder steigende Markenanfragen. Viele Influencer-Marketing-Statistiken zeigen, dass langfristige Kooperationen besonders hohe Wiederkaufraten erzeugen. Ein häufiger Fehler ist die Erwartung sofortiger Profitabilität. In der Praxis entfalten Kampagnen ihre volle Wirkung oft erst nach mehreren Wochen.

Tools zur Planung und Steuerung

Mit steigender Kampagnenanzahl wird die Organisation komplex. Spezialisierte Software kann helfen, Budgets zu planen, Creator zu finden und Kampagnenkennzahlen auszuwerten.
Tools wie kolsquare unterstützen zusätzlich bei Creator-Recherche, Kampagnenmanagement und Performance-Tracking. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel:
Der Vergleich verschiedener Tools hilft dabei, die passende Lösung für die eigenen Anforderungen zu finden.

Fazit und persönliche Einschätzung

Nach über 10.000 Kampagnen habe ich eine klare Erkenntnis: Ein erfolgreiches Influencer-Marketing-Budget basiert nicht auf Bauchgefühl, sondern auf Daten. Unternehmen, die strukturiert testen, Vergütungsmodelle optimieren und Kampagnen systematisch skalieren, bauen langfristig einen stabilen Wachstumskanal auf.
Die größten Fehler entstehen nicht durch zu wenig Budget, sondern durch eine fehlende Strategie. Wenn du Influencer Marketing methodisch aufbaust, kann es einer der profitabelsten Kanäle in deinem Marketing-Mix werden.
 
 
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Moritz Lambrecht
Autor*In
Moritz Lambrecht

Moritz ist Experte für datengetriebenes Influencer-Marketing sowie Co-Founder und CEO der Influencer-Marketing-Agentur Ad Specialist. Gemeinsam mit seinem Team hat er bereits über 10.000 Influencer-Kampagnen umgesetzt und mehr als 50 Mio. € Werbebudget für Kund*innen wie HelloFresh, Emma, Clark, mymuesli und viele weitere bekannte E-Commerce-Unternehmen verwaltet. Sein Fokus liegt darauf, E-Commerce-Unternehmen durch kreative und messbare Influencer-Marketing-Strategien auf Kanälen wie YouTube, Instagram und Twitch profitabel wachsen zu lassen. Durch seine performance-orientierte und effektive Herangehensweise hat er sich einen Ruf als führender Experte und Speaker im deutschen E-Commerce aufgebaut. In seinem Blog ebenso wie auf LinkedIn und seinem YouTube-Kanal teilt er regelmäßig wertvolle Insights rund um datengetriebenes Influencer-Marketing.

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