Was eine professionelle B2B-Rechnung auszeichnet
Die Rechnungsstellung ist ein wichtiger Aspekt aller B2B-Unternehmen. Welche Angaben in einer B2B-Rechnung enthalten sein sollten, erfährst du hier
- Was sind B2B-Rechnungen?
- Die Vorteile von B2B-Rechnungen
- Was muss in B2B-Rechnungen enthalten sein?
- Worauf muss bei der Rechnungsstellung im B2B geachtet werden?
- Was ist der Unterschied zwischen B2B-Rechnungen und B2C-Rechnungen?
- Welche Tools eignen sich für die Erstellung von B2B-Rechnungen?
- E-Invoicing: Die Zukunft der B2B-Rechnungen
Was sind B2B-Rechnungen?
- Standardrechnungen: die grundlegendste Rechnungsart, die im B2B-Bereich verwendet wird.
- Proformarechnungen: Eine Art von B2B-Rechnung, die vor der Lieferung von Waren oder Dienstleistungen verschickt wird. Anstelle einer Standardrechnung, in der die Zahlung sofort verlangt wird, informiert die Proformarechnung Kund*innen darüber, was sie nach der Lieferung zu zahlen haben.
- Wiederkehrende Rechnungen: Diese Rechnungen werden für Stammkund*innen verwendet, die in einem bestimmten Rhythmus Waren oder Dienstleistungen kaufen. Oft ist dies im Rahmen einer Mitgliedschaft oder eines Abonnements der Fall.
- Handelsrechnungen: Diese Rechnung ist recht komplex, da sie Zollwertangaben für Produkte enthält, die internationale Grenzen überschreiten. Dazu gehören das Ursprungsland und die Frachtkosten.
Empfehlenswerte Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme
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Die Vorteile von B2B-Rechnungen
- Effektive Bestandsverwaltung: Wenn dein B2B-Geschäft physische Produkte verkauft, sind Rechnungen entscheidend für die Bestandsverfolgung. Sie geben Aufschluss über deinen Lagerbestand und die eingehenden Bestellungen. Dadurch kannst du genauere Bestandsprognosen erstellen und diese Informationen in deine Marketingstrategien einfließen lassen. Ein Beispiel hierfür wäre, die Bestseller zu bewerben, um den Umsatz zu steigern.
- Organisierte Buchhaltung: Rechnungen sind wichtig, um deine Buchhaltung zu organisieren. Sie stellen sicher, dass du den Überblick über ausstehende Zahlungen nicht verlierst.
- Genaue Analysen: Deine Rechnungen liefern Einblicke in die Budgetierung und Daten für die Geschäftspläne und -entwicklung. So kannst du zukünftige Cashflows vorhersagen und Budgets für deine neuen Investitionen aufstellen.
- Rechtsschutz: Rechnungen helfen, Unternehmen vor unberechtigten Klagen zu schützen, da sie Details über die erbrachten Leistungen und das Datum der Lieferung enthalten. Wenn sie unterschrieben wurden, können Rechnungen auch als rechtsverbindliche Vereinbarungen dienen.
Was muss in B2B-Rechnungen enthalten sein?
- Rechnungsnummer oder Rechnungs-ID: Hierbei handelt es sich um eine eindeutige Identifikationsnummer, die zu jeder Rechnung gehört. Sie dient als Referenz für die Zahlung, die du von den Käufer*innen erhalten hast.
- Verkäuferinformationen: Achte darauf, dass du deinen Firmennamen, deine Adresse und deine Kontaktdaten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) angibst, falls Kund*innen Fragen haben. Du musst außerdem deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in deiner B2B-Rechnung angeben, wenn du als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer agierst. Solltest du von der Steuer befreit sein, musst du dies auf deiner Rechnung vermerken.
- Name und Adresse der Kund*innen: Der Name und die Adresse des*der Käuferin gehören zu den Standardangaben aller B2B-Rechnungen. Die Angabe ist auch für Kund*innen wichtig, die Steuerrückerstattungen geltend machen wollen.
- Beschreibung der Waren und Dienstleistungen: Deine Rechnungen müssen eine klare und genaue Beschreibung der von dir gelieferten Waren oder Dienstleistungen enthalten. Jedes Produkt, jede Dienstleistung und jeder Artikel sowie die jeweiligen Kosten müssen in separaten Zeilen angegeben werden.
- Rechnungsdatum: Das ist das Datum, an dem die Rechnung erstellt und an die Kund*innen geschickt wurde.
- Datum der Lieferung: An diesem Datum wurden die Produkte oder Dienstleistungen geliefert. Obwohl das Lieferdatum und das Rechnungsdatum unterschiedlich sein können, liegen sie in der Regel innerhalb von 30 Tagen beieinander.
- Gesamtbetrag: Hierzu gehören die Summe aller auf der Rechnung aufgeführten Waren oder Dienstleistungen sowie die Steuersätze und der Steuerbetrag.
- Zahlungsbedingungen: Hier wird vermerkt, bis wann die Zahlung bei dir eingehen soll. Weiterhin kannst du angeben, welche Zahlungsmethode du bevorzugst: Scheck, ACH, Überweisung oder Kreditkarte.
Worauf muss bei der Rechnungsstellung im B2B geachtet werden?
- B2B-Rechnungen müssen in einer „lebenden Sprache“ verfasst sein. Daher kann das Finanzamt bei nicht deutschen Rechnungen eine Übersetzung verlangen.
- Du kannst deine B2B-Rechnung per Post oder sogar elektronisch verschicken, wenn du das Einverständnis der Empfänger*innen hast. In beiden Fällen brauchst du die Rechnung nicht zu unterschreiben.
- Wenn du deine Leistungen im Ausland erbracht hast, gilt das dortige Steuerrecht.
- Achte darauf, dass du deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und den berechneten Steuerbetrag angibst.
- Wenn du dich mit deinen Kund*innen auf Zahlung auf Rechnung oder Ratenzahlung geeinigt hast, müssen die Bedingungen ebenfalls in der Rechnung auftauchen.
- Du musst deine B2B-Rechnungen bis zu 10 Jahre lang aufbewahren.