Workflow-Dokumentenmanagement: Damit Prüfprozesse nicht in E-Mail-Ketten versanden

Warum final_final_wirklichfinal kein Freigabeprozess ist

Inhalt
  1. Was ist Workflow Dokumentenmanagement?
  2. Klassisches DMS oder Workflow-Dokumentenmanagement?
  3. So führst du Workflow-Dokumentenmanagement erfolgreich ein
  4. Drei Praxisbeispiele: Wo Workflow-Dokumentenmanagement sofort greifbar wird
  5. Worauf du außerdem bei der Einführung achten solltest
  6. Software-Tipp: Dokumente clever verwalten mit metasonic®
  7. Fazit: Gute Dokumentenprozesse fühlen sich nicht nach Verwaltung an
Wo war denn nochmal diese eine PDF? Liegt die Rechnung nun unter final_final_nunaberwirklichfinal123 – oder doch nur unter final_final? Und wo zum Teufel steckt der letzte Urlaubsantrag auf dem Rechner? Den hätte man nach all dem digitalen Chaos eigentlich dringend nötig.
Ob die neu erstellte Canva-Präsentation, die lange Excel-Liste oder das wichtige Google Doc: Viele Unternehmen haben ihre Dokumente längst digitalisiert. Ihre Abläufe hängen jedoch weiterhin an E-Mails, Netzlaufwerken, Excel-Listen und mündlichen Absprachen. Das ist ein bisschen wie ein schicker Kleiderschrank, in dem zwar alles landet, aber niemand weiß, welches Fach wofür gedacht ist: Von außen sieht es ordentlich aus. Innen herrscht dagegen Chaos mit Dateinamen.
Die digitale Lösung für dieses Durcheinander heißt nicht Kleiderschrank-Entrümpelung, sondern Workflow-Dokumentenmanagement. Es bringt Ordnung in genau jene Zwischenräume, in denen Dokumente im Arbeitsalltag oft stecken bleiben: bei Freigaben, Fristen, Zuständigkeiten und Versionen. Damit beantwortet es nicht nur die Frage, wo ein Dokument liegt, sondern auch: Wer ist jetzt dran? Bis wann? Mit welcher Version? Und was passiert, wenn nichts passiert?
Das Wichtigste in Kürze
  • Workflow-Dokumentenmanagement geht über die reine Ablage hinaus und organisiert aktiv Verantwortlichkeiten, Freigaben und Fristen.
  • Ein erfolgreicher Umstieg startet mit schmerzhaften Prozessen wie der Rechnungsfreigabe und erfordert klare Prozesshygiene vor der Digitalisierung.
  • Durch definierte Rollen und Metadaten wird sichergestellt, dass Dokumente unabhängig von Einzelpersonen präzise gesteuert werden.
  • Die Einbindung von Schnittstellen zu ERP- oder CRM-Systemen verhindert Medienbrüche und sorgt für eine lückenlose Revisionssicherheit.
  • Moderne Lösungen wie metasonic® transformieren statische Dateien in dynamische Vorgänge, die Transparenz schaffen und Suchaufwände minimieren.

Was ist Workflow Dokumentenmanagement?

Workflow-Dokumentenmanagement verbindet zwei Dinge, die in Unternehmen oft getrennt voneinander betrachtet werden: Dokumente und Entscheidungen.
Damit du es dir besser vorstellen kannst: Ein klassisches Dokumentenmanagementsystem funktioniert zunächst wie ein digitaler Aktenschrank. Es sorgt dafür, dass Dokumente zentral abgelegt, verschlagwortet, gesucht und archiviert werden können. Das ist wichtig, beantwortet aber nur einen Teil der eigentlichen Frage. Ein DMS zeigt dir daher, wo ein Dokument liegt. Es sagt dir aber nicht automatisch, wer es gerade prüfen muss, warum die Freigabe seit drei Tagen hängt oder ob eine Vertragsfrist langsam ungemütlich näher rückt.
Workflow-Dokumentenmanagement geht deshalb einen Schritt weiter. Es speichert Dokumente nicht nur, sondern steuert auch, was mit ihnen passiert. Eine Eingangsrechnung verschwindet so nicht einfach im System, sondern wird einem konkreten Prüfprozess zugeordnet. Ein Vertrag landet nicht nur in einer digitalen Akte, sondern durchläuft fachliche Prüfung, Freigabe, Signatur und Fristenüberwachung. Eine Qualitätsanweisung wird nicht einfach überschrieben, sondern versioniert, geprüft, freigegeben und nachvollziehbar veröffentlicht.
Der Unterschied klingt auf dem Papier klein, ist im Arbeitsalltag aber riesig: Dokumentenmanagement organisiert Dateien. Workflow-Dokumentenmanagement organisiert Verantwortung.

Klassisches DMS oder Workflow-Dokumentenmanagement?

Was ist nun das Richtige für dich? Ein klassisches DMS oder ein Workflow Dokumentenmanagement? Damit du für dich eingrenzen kannst, welches System in Frage kommt, haben wir dir die wichtigsten Merkmale im Überblick zusammengestellt:
Frage
Klassisches Dokumentenmanagement
Workflow-Dokumentenmanagement
Worum geht es?
Dokumente ablegen, suchen und archivieren
Dokumente durch Aufgaben, Freigaben und Fristen steuern
Welche Frage beantwortet das System?
Wo liegt das Dokument?
Wer muss jetzt was mit dem Dokument tun?
Größter Nutzen
Zentrale Ablage und Auffindbarkeit
Transparenz über Status, Zuständigkeiten und Nachweise
Typischer Einsatz
Digitale Akten, Archiv, Suche
Rechnungsfreigabe, Vertragsfreigabe, Dokumentenlenkung
Erfolgsfaktor
Saubere Struktur
Saubere Prozesslogik
 
 

So führst du Workflow-Dokumentenmanagement erfolgreich ein

Um ein Workflow-Dokumentenmanagement erfolgreich einzuführen, gibt es verschiedene Aspekte, die du beachten solltest.
6 Schritte zur erfolgreichen Prozess-Digitalisierung
Phase 1: Vorbereitung & Logik
1
Starte mit dem Prozess, der wirklich wehtut
Starte mit einem Prozess, der Wirkung zeigt (z.B. Rechnungsprüfung). Wähle einen Ablauf mit hohem Nutzen und hoher Akzeptanz statt langwieriger Grundsatzdiskussionen.
2
Räume den Prozess auf, bevor du ihn digitalisierst
Ein schlechter Prozess wird digital nicht besser. Prüfe: Welche Schritte sind notwendig? Wo gibt es Dopplungen? Standardisiere die Logik, bevor das Tool kommt.
3
Definiere Rollen, Metadaten und Fristen sauber
Mache Abläufe unabhängig von Einzelpersonen durch klare Definitionen:
Rollen
Zuweisung an Verantwortlichkeiten (z.B. "Contract Owner") statt Namen.
Metadaten
Zusatzinfos wie Betrag oder Status machen Dokumente steuerbar.
Fristen
Automatisierte Überwachung von Zahlungszielen und Kündigungsfristen.
Phase 2: Skalierung & Sicherheit
4
Sorge für klare Wege, auch wenn der Fall abweicht
Standardisierung ist wichtig, aber Flexibilität entscheidend. Plane Eskalationen, Vertretungen und Sonderfreigaben ein, um E-Mail-Schleifen zu verhindern.
5
Denk den Prozess bis Archiv und Nachweis zu Ende
Denke den Prozess zu Ende: Lückenlose Dokumentation (Wer hat was getan?), Versionskontrolle und die Anbindung an ERP/CRM-Systeme sind Pflicht.
6
Starte klein und skaliere danach
Vermeide zu viel Ehrgeiz am Anfang. Wähle einen Piloten, lerne aus Fehlern (fehlende Felder, nervige Benachrichtigungen) und skaliere basierend auf Erfahrung.
 
 

Drei Praxisbeispiele: Wo Workflow-Dokumentenmanagement sofort greifbar wird

Rechnungsfreigabe: Statt E-Mail-Pingpong und verpasster Skontofristen sorgt der Workflow für automatische Erfassung, direkte Rollenzuweisung und jederzeit einsehbare Status-Updates.
Vertragsmanagement: Weg von der statischen Ablage hin zur aktiven Kontrolle über den gesamten Lebenszyklus, inklusive automatischer Erinnerung an Kündigungsfristen, Laufzeiten und anstehende Nachträge.
Dokumentenlenkung: Schluss mit dem Versionschaos bei Arbeitsanweisungen. Ein strukturierter Prüfprozess stellt sicher, dass immer nur die aktuell freigegebene Version im Umlauf ist und jede Änderung lückenlos historisiert wird.
 
 

Worauf du außerdem bei der Einführung achten solltest

Die Einführung eines Workflow-Dokumentenmanagements gleicht einem Kassensturz alter Gewohnheiten: Bevor du automatisierst, musst du deine Prozesse neu standardisieren, da die Digitalisierung unklarer Abläufe lediglich das bestehende Chaos beschleunigt. Beziehe deshalb alle Fachbereiche von Finance bis IT frühzeitig ein, um Reibungsverluste durch fehlende Perspektiven oder mangelnde Compliance zu vermeiden. Anstatt das gesamte Unternehmen auf einmal umzukrempeln, solltest du das Projekt wie eine Serie planen: Starte mit einem starken Pilotprozess, lerne aus der Praxis und skaliere die Erfolgsmuster Schritt für Schritt auf weitere Abteilungen. Damit eine Lösung demnach echten Mehrwert bietet, muss sie Dokumente, Prozesse und bestehende IT-Systeme nahtlos miteinander verknüpfen:
Checkliste: Worauf es bei Workflow-Software ankommt
Funktionale Kernsubstanz
Flexible Workflow-Engine, präzise Rechtekonzepte sowie Automatisierung für Fristen, Eskalationen und Vertretungen.
Revisionssicherheit
Das rechtliche Rückgrat: Lückenlose Versionierung, Audit-Trail und eine rechtssichere Archivierung der Dokumente.
Nahtlose Integration
Keine Inseln: Schnittstellen zu ERP, CRM und Buchhaltung verhindern manuellen Übertrag und Datenchaos.
Faktor Mensch
Hohe Benutzerfreundlichkeit ist entscheidend. Zu sperrige Systeme führen zu ineffizienten "Schatten-Workflows".
Ganzheitlicher Nutzen
Erst das Zusammenspiel aus technischer Tiefe, Prozesssteuerung und Akzeptanz macht die Digitalisierung zum Erfolg.
So schätzen User das Produkt einWhat users think about this product
0 %6 %13 %20 %27 %33 %40 %47 %54 %60 %67 %74 %81 %
BenutzerfreundlichkeitEase of Use
Kategorie-Durchschnitt: 86%Category Average: 86%
0 %7 %15 %22 %30 %37 %45 %52 %60 %67 %75 %82 %90 %
Erfüllt die AnforderungenMeets Requirements
Kategorie-Durchschnitt: 91%Category Average: 91%
0 %6 %13 %20 %27 %33 %40 %47 %54 %60 %67 %74 %81 %
KundensupportCustomer Support
Kategorie-Durchschnitt: 91%Category Average: 91%
0 %6 %13 %20 %27 %33 %40 %47 %54 %60 %67 %74 %81 %
Einfache EinrichtungEase of Setup
Kategorie-Durchschnitt: 83%Category Average: 83%
 
 

Software-Tipp: Dokumente clever verwalten mit metasonic®

metasonic® von Allgeier inovar setzt an der Stelle an, an der Dokumentenmanagement im Alltag oft kompliziert wird: wenn aus Dateien konkrete Aufgaben, Freigaben und Fristen entstehen. Die ECM-Plattform richtet sich besonders an mittelständische Unternehmen mit hohem Dokumenten- und Prozessvolumen – also an Organisationen, in denen Rechnungen, Verträge, Projektakten oder Qualitätsdokumente nicht nur abgelegt, sondern aktiv gesteuert werden müssen. Dafür bündelt metasonic® Dokumentenmanagement, Vertragsmanagement, Rechnungsworkflow, elektronische Signatur und Prozessautomation. Dokumente laufen durch definierte Abläufe statt durch lose E-Mail-Ketten: Eine Rechnung wird geprüft und freigegeben, ein Vertrag versioniert, signiert und auf Fristen überwacht, eine Qualitätsanweisung nachvollziehbar gelenkt und revisionssicher archiviert. Die Process Engine steuert Zuständigkeiten, Bearbeitungszeiten, Eskalationen und Protokollierung. Gleichzeitig lässt sich metasonic® an bestehende Systeme wie ERP, CRM, Microsoft Dynamics 365 Business Central, SAP oder per OpenAPI anbinden. So bleibt der Workflow nicht vom restlichen Systemumfeld getrennt, sondern nutzt die Daten, die für Entscheidungen ohnehin gebraucht werden. Damit zeigt metasonic®, worum es bei Workflow-Dokumentenmanagement im Kern geht: Dokumente liegen nicht einfach irgendwo ab. Sie werden Teil eines steuerbaren Prozesses, der sichtbar macht, was offen ist, wer verantwortlich ist und welche Entscheidung als Nächstes ansteht.

Fazit: Gute Dokumentenprozesse fühlen sich nicht nach Verwaltung an

Last but not least: Workflow-Dokumentenmanagement beendet das digitale Suchspiel und die Abhängigkeit von Inselwissen. Statt „Verwaltungskrimis“ in E-Mail-Ketten bietet es klare Antworten auf Zuständigkeiten, Fristen und Versionen. Der Schlüssel zum Erfolg? Nicht einfach alte Unordnung digitalisieren, sondern erst Rollen und Metadaten klären. Richtig umgesetzt wird daraus mehr als ein IT-Projekt – es wird zu einer effizienten Arbeitsweise, die Dokumente sicher, pünktlich und transparent durch das Unternehmen steuert.
Selina Feddern

Selina ist Redakteurin bei OMR Reviews. Sie schreibt alles, was ihr in die Hände fällt. Im Job entstehen Reviews, unterwegs werden Gedanken zu Notizen in der Bahn und zu Hause zu eigenen Texten für die Schublade. Als Poetry Slammerin nimmt sie ihre Worte außerdem gerne mit auf die Bühne. Selina ist gebürtig aus Lübeck und feilt so lange an einem Satz, bis er sich richtig anfühlt. Schreiben ist für sie daher nicht nur Job, sondern Herzenssache.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

Alle Artikel von Selina Feddern

Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

Enterprise Content Management (ECM)
Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM) unterstützen Unternehmen dabei, unstrukturierte Inhalte wie Dokumente, Bilder, E-Mails und Webinhalte zentral zu organisieren, zu verwalten und zu verteilen. Mit diesen Systemen können Inhalte gespeichert, nachverfolgt, bearbeitet und in Zusammenarbeit erstellt werden, während gleichzeitig festgelegte Sicherheitsstufen eingehalten werden. ECM-Software ermöglicht es Mitarbeitenden auf allen Ebenen, Informationen basierend auf Benutzerrechten zu nutzen und auszutauschen, was den gesamten Lebenszyklus von Informationen optimiert und Geschäftsprozesse mithilfe integrierter Workflows automatisiert. ECM-Systeme sind mit den meisten Dateiformaten kompatibel, darunter Office-Dokumente (DOC, XLS), Bilddateien (JPEG, PNG), E-Mails und CAD-Dateien. Sie dienen als Plattform für Unternehmen, um große Mengen an Inhalten sicher zu speichern, Informationen zu verteilen, Workflows zu erstellen und zu verwalten sowie die Zusammenarbeit innerhalb von Teams zu erleichtern. Weiterhin bieten ECM-Lösungen häufig eine nahtlose Integration in andere Unternehmenssysteme, wie ERP-Systeme. Um in der Kategorie Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM) aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen: - Speicherung großer Datenmengen in verschiedenen Dateiformaten - Strukturierung von Daten basierend auf Organisationsmodellen - Erleichterung der Verwaltung und Verteilung von Inhalten durch erweiterte Such- und Filterfunktionen - Förderung der Zusammenarbeit und Dokumentenerstellung - Sicherstellung der Datenintegrität durch Berechtigungsstrukturen
Projektmanagement
Projektmanagement-Lösungen unterstützen Nutzer:innen bei der Verwaltung von Teamzielen und langfristigen Projekten sowie bei der Koordination einzelner Aufgaben. Kurz gesagt: Sie unterstützen Projektmanager:innen bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte. Damit lässt sich u.a. die eigene sowie die Team-Produktivität steigern, Aufgaben können übersichtlich unterteilt und individuell zugeteilt, Fortschritte gemessen werden. Darüber hinaus können Zeitpläne erstellt und jederzeit eingesehen werden. Dank integrierter Chat-Funktionen bleiben Teams laufend in Kontakt. Gerade bei größeren Projekten können Projektmanagement-Lösungen dazu beitragen, Aufgaben ideal zu koordinieren. Einsetzen lassen sie sich grundsätzlich in jeder Branche. Manche Lösungen sind mehr auf den Bereich Planung (Kalender, To-Do-Listen, Milestones etc.), andere mehr auf den Bereich Kollaboration (Foren, Chats, Whiteboards etc.) fokussiert. Inzwischen gibt es aber auch so manche Hybrid-Lösung. Entscheidend ist hier, welche Lösung am besten zu den eigenen bzw. (Unternehmens-)Bedürfnissen passt. Oftmals macht es vielleicht auch Sinn, mehrere Lösungen miteinander zu kombinieren. Gut zu wissen: Projektmanagement-Lösungen sind eng mit Aufgabenverwaltungs-Lösungen verwandt, unterscheiden sich jedoch in Größe und Umfang. Während erstere dafür sorgen, dass Benutzer:innen Teams von Einzelpersonen verwalten, Ressourcen sinnvoll planen und die Effektivität messen können, zeigen zweitere lediglich die individuellen Anstrengungen und Deadlines und sorgen dafür, dass sich Projekte selbstständig verwalten lassen.
Collaboration
Collaboration-Tools, zu deutsch Kollaborationstools, beinhalten alle Softwares, die die Zusammenarbeit in Unternehmen effektiver machen sollen. Ganze Organisationen und einzelne Teams nutzen diese Softwares, um beispielsweise intern miteinander zu kommunizieren, Informationen und digitale Inhalte zu teilen, über Projektfortschritte zu informieren, Kolleg:innen zu Terminen einzuladen und Wissen zu teilen.  Die Funktionen der einzelnen Softwares zur Kollaboration unterscheiden sich teils stark. Jedoch verbindet die Tools, dass sie Teams Möglichkeiten zur Kommunikation und Kollaboration bieten. Außerdem weisen die meisten Tools eine hohe Nutzerfreundlichkeit auf und lassen sich dadurch in der Regel schnell implementieren. Unternehmen, die auf Kollaborationsoftwares setzen profitieren von diversen Vorteilen. Neben der zeitlich und örtlich unabhängigen Zusammenarbeit, ermöglichen Collaboration Tools im Idealfall eine Steigerung der Produktivität von Teams und ganzen Organisationen, da sie eine vollumfängliche Kommunikation und Kollaboration dieser Gruppen ermöglichen. Zu den Softwares zählen Instant-Messaging-Dienste, Cloud-Speicher-Dienste, Social Intranet Softwares, Projektmanagement Tools, Videokonferenz Softwares, Digital Asset Management Tools (DAM), IT Service Management Softwares (ITSM) sowie vollumfängliche Kollaborationsplattformen.
E-Signature
Software für digitale Unterschriften und E-Signaturen lässt sich relativ einfach erklären, denn E-Signature-Tools dienen in ihrer Kernfunktion dazu, Dokumente elektronisch und verschlüsselt mit anderen Personen zu teilen, um, z.B. für Verträge oder andere sensible Dokumente, digital und datenschutzkonform Unterschriften von beteiligten Personen einzusammeln. E-Signature-Software ersetzt also den Bedarf von physischen Dokumenten und händischen Unterschriften. Darüber hinaus beinhalten einige der gelisteten Lösungen Features, die über die reine Unterschriftsfunktion hinausgehen. Beispiele dafür sind Design-Templates für verschiedene Dokumente, modulare Baukastensysteme für die einfache Erstellung von Inhalten oder auch weiterführende Vertragsmanagement-Funktionen. Außerdem lassen sich Tools für digitale Unterschriften häufig mit anderer Software integrieren, allen voran mit CRM-Systemen, mit ERP-Systemen und mit HR-Software. E-Signature-Software kann also überall dort verwendet werden, wo Dokumente unterschrieben werden und findet dementsprechend in verschiedenen Unternehmensbereichen ihre Anwendung. Typische Anwendungsfälle: Das digitale Unterschreiben von Kauf- oder Arbeitsverträgen.
Vertragsmanagement
Eine Vertragsmanagement-Software (Contract-Management-Software) unterstützt große Unternehmen, aber auch KMU und Freiberufler:innen bei der Vertragsverwaltung. Vertragsmanagement-Softwares bieten Funktionen zur Erfassung, Erstellung, Bearbeitung, Organisation, Unterschrift und Speicherung von Verträgen und allen dazugehörigen Dokumenten. Außerdem erleichtern sie durch ein gemeinsames Workspace die Zusammenarbeit an Vertragsdokumenten und unterstützen Genehmigungsprozesse. Durch Benachrichtigungen sind immer alle Mitarbeiter:innen auf dem Laufenden und Erinnerungen zu Terminen und Fristen sorgen dafür, das immer alle Aufgaben fristgerecht erledigt werden. Alle KPIs sind durch automatisierte Berichte und Analysen nur einen Klick entfernt. Hinzu kommt, dass bereits bestehende Softwares eines Unternehmens mithilfe von Integrationen und APIs schnell an die Vertragsmanagement-Software angebunden werden können. Häufig werden Softwares zum Erstellen elektronischer Signaturen oder CRM-Softwares an Contract-Management-Softwares angebunden. Ohne eine solche Softwares ist gutes Vertragsmanagement kaum möglich und ab einer gewissen Unternehmensgröße und einer wachsenden Anzahl laufender Verträge ist eine Vertragsmanagement-Software unabdingbar. Vertragsmanagement-Softwares gewähren einen guten Überblick, erleichtert Entscheidungen und reduziert Risiken. Außerdem kann der Einsatz einer Vertragsmanagement-Software zu großen Zeit- und Kosteneinsparungen führen.
Dokumentenmanagement (DMS)
Dokumentenmanagement-Systeme (DMS-Software) unterstützen Unternehmen dabei, ihre Dokumente zu organisieren und abrufbar zu machen. Dafür bieten Dokumentenmanagement-Softwares Funktionen zum digitalen Erfassen, Verwalten und Archivieren von Dokumenten und helfen beim Automatisieren der Dokumentenverwaltungsprozesse. Durch das zentrale und strukturierte Ablegen der Dokumente finden Mitarbeiter:innen zudem die Dokumente, die sie benötigen, können diese zurückverfolgen, untereinander teilen und miteinander an diesen arbeiten. Mithilfe von Dokumentenmanagement-Software können Firmen Kosten und Aufwand einsparen, die Sicherheit von Dokumenten erhöhen, die Einhaltung von Vorschriften, wie der DSGVO, einfacher gewährleisten und Dokumentenverlust vermeiden. Darüber hinaus bieten Dokumentenmanagement-Systeme einfache Integrationsmöglichkeiten zu weiteren Softwares, was die Weitergabe von Dokumenten vereinfacht und zusätzliche Prozessautomatisierungen ermöglicht. Solche Automatisierungen sowie unkomplizierter und schneller Dokumentenzugriff kann zu verbesserter Produktivität des ganzen Unternehmens führen. Meist werden DMS-Softwares in mittelständischen Unternehmen und Konzernen im Personalwesen, Finanzwesen, Marketing, Human Resources und im Vertrieb eingesetzt und bieten Schnittstellen zu Digital Asset Management Software, HR-Software, CRM-Tools, ERP-Systemen, Buchhaltungssoftwares und Wissensmanagement-Software.
Workflow Management
Mithilfe von Workflow-Management-Systemen oder Workflow-Management-Softwares definieren und verwalten Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe (Workflows). Der Einsatz eines Workflow-Management-Tools verfolgt das Ziel, die Produktivität der Mitarbeiter*innen und die Nutzung der Ressourcen zu optimieren. Außerdem kann eine solche Software die Zusammenarbeit zwischen Teams oder ganzen Abteilungen verbessern. In der Regel setzen Manager:innen die Workflow-Management-Systeme zur Definition von Abläufen und Prozessen ein.  Bei Workflow-Management-Softwares handelt es sich um eine abgespeckte Variante von Prozess-Management-Software für Unternehmen, welche sich eher für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Aufgaben- und Arbeitsabläufen mit niedrigem bis mittleren Komplexitätsgrad eignen. Im Gegensatz zu Projektmanagement-Software verwaltet Workflow-Management-Software keine separaten Projekte oder Aufgaben. Zudem ermöglicht sie, anders als Projektmanagement-Tools, die Automatisierung von Prozessen durch Integrationen von anderen Softwares wie z. B. CRM-Systemen. Um sich als Workflow-Management-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * Funktionen für die Erstellung und Verwaltung von Regeln mit Logiken ermöglichen * einen Drag-and-Drop-Editor für die Erstellung von Workflows bieten * Nutzer*innen die Möglichkeit geben, Aufgaben und Arbeitsabläufe außerhalb des Workflow-Management-Systems zu automatisieren * Unterstützung beim Verwalten von Abhängigkeiten zwischen Aufgaben und Arbeitsabläufen bieten * Warnhinweise und Benachrichtigungen von Mitarbeiter*innen oder Manager*innen auf Grundlage von vordefinierten Regeln ausgeben * Funktionen für das Erzeugen von Formularen und ggf. Dokumenten enthalten
Prozessmanagement
Prozessmanagement Software ist eine Art von Business-Software, die dazu verwendet wird, Geschäftsprozesse zu planen, zu überwachen und zu optimieren. Sie wird häufig in Unternehmen verwendet, um die Effizienz und die Leistung von Geschäftsprozessen zu verbessern und um sicherzustellen, dass sie reibungslos ablaufen. Prozessmanagement-Software kann als Web-Anwendung, mobile App oder Desktop-Software verfügbar sein und ist in der Regel modular aufgebaut, sodass sie an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden kann. Um sich als Prozessmanagement Software zu qualifizieren, muss die Lösung:  * Prozesse und Rollen zu identifizieren  * Funktionen zur zentralsierten Prozessdokumentation bieten * Die Möglichkeit bieten, Verantwortlichkeiten unter der Belegschaft zu definieren * Auswertungen und Reports über die Effizienz bisheriger Prozessketten anzeigen

Ähnliche Artikel