Vermeide Non-Compliance, um in Sachen Datenschutz und Security auf der sicheren Seite zu sein

Marvin Erdner18.10.2024

So achtest du auf Compliance-Anforderungen wie DSGVO, EU-Gesetze etc. in deinem Unternehmen

Inhalt
  1. Was versteht man unter Non-Compliance?
  2. Was sind die Folgen von Non-Compliance für Unternehmen?
  3. Wie lässt sich Non-Compliance in Firmen umgehen?
  4. Fazit: Non-Compliance – Mit der passenden Software für Datenschutz kannst du es leicht umgehen
Wohl kaum eine Wirtschaft scheint so reguliert zu sein wie die deutsche: EU-weitere Richtlinien, nationale Gesetze und andere brancheninterne Sicherheitsstandards betreffen so gut wie alle Firmen und Betriebe in Deutschland. Und stets müssen Datenschutz und Cyber Security stimmen, damit ein Unternehmen hierzulande wirklich arbeiten kann.
Um im Paragrafendschungel durchblicken zu können, ohne gleich die brandneuen Regularien aus Brüssel, Berlin oder der Branche studieren zu müssen, solltest du dich mit Compliance beschäftigen – und besser gesagt, mit Non-Compliance. Dazu widmet sich dieser Artikel der Frage: Was würde denn passieren, wenn du Datenschutz und Sicherheit nicht so ernst nehmen würdest?
Wie du aus Non-Compliance Compliance machst und dabei auf spezialisierte Softwarelösungen zurückgreifen kannst, erfährst du im folgenden Blogbeitrag.

Was versteht man unter Non-Compliance?

Unter Non-Compliance versteht man im Allgemeinen die Nichteinhaltung von Vorschriften, Standards oder (vertraglichen) Verpflichtungen. Dies kann sich auf den politischen Kontext (Gesetzeslage) sowie auf geschäftliche Abkommen (Verträge oder Richtlinien) beziehen. Im Gegensatz zur medizinischen Definition, die Non-Compliance als das Nichtbefolgen von medizinischen Anweisungen durch Patient*innen beschreibt, bezieht sich der Begriff in der Wirtschaft und im Recht also auf Verstöße gegen gesetzliche Regelungen oder interne Richtlinien. Compliance ist dementsprechend die Einhaltung von Regularien und Standards.
Verstöße gegen die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), bei denen Unternehmen beispielsweise personenbezogene Daten unsachgemäß verarbeiten oder somit nicht ausreichend schützen, fallen unter Non-Compliance. In der Schweiz ist dieser Fall vergleichbar mit dem revDSG (revidiertes Datenschutzgesetz). In Deutschland wird die DSGVO übrigens durch das nationale Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erweitert.
Weitere Compliance-Richtlinien umfassen Sicherheitsstandards wie ISO 27001 (Zertifizierung auf Bass von IT-Grundschutz) oder NIS 2 (EU-weite Richtlinie für Netzwerk- und Informationssicherheit). All diese müssen strikt eingehalten werden, um Sanktionen oder rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Speziell durch die Popularität von KI-basierten Tools in den vergangenen Jahren sorgen immer weitere Regularien für mehr Klarheit im Umgang mit innovativer Software. Erst dieses Jahr wurde die EU-KI-Gesetz verabschiedet, die als internationaler Standard für AI-Nutzung im Hinblick auf Datenschutz gelten soll. Hier bist du als Unternehmen wieder einmal in der Pflicht, neu beschlossene Grundsätze in deinen Arbeitsabläufen zu berücksichtigen.

Was sind die Folgen von Non-Compliance für Unternehmen?

Jetzt kannst du dich natürlich immer streng im Sinne der Compliance an alle Vorgaben richten. Oder du nimmst wissentlich bzw. billigend in Kauf, durch Non-Compliance auf mehrere Schwierigkeiten zu stoßen. Zu diesen zählen:
  • Hohe Bußgelder bei Nichteinhaltung
  • Rechtliche Sanktionen (je nach Schwere der Verstöße)
  • Rufschäden deiner Marke oder deines Unternehmens
  • Vertrauensverlust bei Bestandskund*innen und potenzielle Einbußen bei Neukundschaft
  • Mögliches Auflösen von Kooperationen oder Partnerschaften
Du musst bei Non-Compliance also nicht nur mit hohen finanziellen Verlusten – durch Zahlungen, Gerichtskosten oder ausbleibendem Umsatz – rechnen, sondern auch damit, dass deine Brand sich eventuell von einem Reputationsschaden nicht erholen kann. Wenn herauskommt, dass du etwa nicht sachgemäß mit sensiblen Daten umgehst, springen dir Kundschaft, Investor*innen und sogar Mitarbeitende ab.
Es ist daher unerlässlich, dass du dich im Rahmen der Gesetze bewegst. Ein wichtiger erster Schritt besteht aus einem Datenschutzaudit. Die Einhaltung von Compliance-Richtlinien ist entscheidend, um rechtliche Risiken zu minimieren, das Vertrauen der Stakeholder zu bewahren und dir den langfristigen Geschäftserfolg zu sichern.
Es ist ratsam, dass du die geltenden Standards und Vorgaben nicht als nötiges Übel siehst. Vielmehr gibt es die meisten Regularien nur deshalb, damit Daten und Sicherheit überhaupt geschützt werden können. Wenn du nämlich strikt nach DSGVO (oder revDSG) arbeitest, reduzierst du das Risiko eines Datenlecks, durch NIS 2 und ISO 27001 bist du stärker gegen Cyberangriffe gewappnet und im Umgang mit künstlicher Intelligenz sollen die Normen helfen, Datenschutz und AI-Potenzial zusammenzubringen.
Insbesondere bei KI-Technologien sind viele Fragen nach Verantwortung, ethischen Grundfragen, Transparenz und Konkurrenz noch offen. Einzelne Regulierungen helfen immer mehr, Datenschutzverletzungen vorzubeugen, ohne dass Personen vorher zu Schaden kommen müssen.
 

Wie lässt sich Non-Compliance in Firmen umgehen?

Um in deinem Unternehmen Non-Compliance auszuschließen, hast du nun mehrere Optionen. Entweder du bleibst selbst in der aktuellen Gesetzeslage up to date, stellst Datenschutzbeauftragte bzw. ein Legal Team ein oder setzt kurzerhand bei all deinen Prozessen auf Software. Diese helfen dabei, komplexe rechtliche Anforderungen wie Datenschutzrichtlinien und andere regulatorische Vorgaben zu automatisieren und zu standardisieren.
Ein besonders umfassendes Tool in diesem Bereich ist die All-in-One Compliance-Lösung von heyData, ein Tool eines 2019 gegründeten Legal-Tech-Unternehmens mit Sitz in Berlin. Es unterstützt vorwiegend KMUs, Start-ups sowie größere Unternehmen für sämtliche Regularien. Durch die Kombination aus Software-as-a-Service und individueller Expertenberatung stellt heyData sicher, dass Unternehmen stets auf dem neuesten Stand der Compliance-Vorgaben sind und diese effizient in ihre Geschäftsprozesse integrieren.
Neben der Datenschutzfolgenabschätzung (DSFA) bietet heyData auch Unterstützung beim Hinweisgeberschutzgesetz für Whistleblowing oder der Industriezertifizierung ISO 27001. Besonders für Unternehmen, die mit vielen personenbezogenen Daten arbeiten, stellt heyData eine grundlegende Data-Governance-Lösung dar: Finanz- und Versicherungsbranche, E-Commerce, Gesundheitswesen, Tech, Rechtsbranche etc. Sie hilft ebenfalls Verwaltung und öffentlichem Dienst sowie interne Datenschutzbeauftragte in ihrer täglichen Arbeit. Die benutzerfreundliche Plattform automatisiert alle Compliance-Prozesse und sorgt für standardisierte Abläufe für Effizienz.

Fazit: Non-Compliance – Mit der passenden Software für Datenschutz kannst du es leicht umgehen

Du musst also kein*e Rechtsexpert*in sein oder den Live-Ticker ins EU-Parlament dauer-abonnieren. Non-Compliance kann zwar einige schwerwiegende Folgen für die Zukunft deines Unternehmens mit sich ziehen, aber mit dem richtigen Tool lassen sich politische Standardnormen und (aktuelle) Richtlinien schnell umsetzen und nachhaltig einhalten.
heyData ist solch eine All-in-one-Plattform, mit der du immer im Sinne der jeweiligen Compliance, z. B. nach der DSGVO, arbeiten kannst. So vermeidest du rechtliche Konsequenzen und profitierst direkt von den Vorteilen hinter den Gesetzen und Regularien. Entweder verschaffst du dir einen Zeitvorteil oder sogar einen Wettbewerbsvorteil, weil du direkt gemäß den neuen Standards agieren kannst. Goodbye, Non-Compliance und hey, Data (Governance).
Marvin Erdner

Marvin war bis Juli 2025 fester Redakteur bei OMR Reviews. Nach seinem Studium in Englisch und Spanisch an der Uni Augsburg zog der gebürtige Hannoveraner nach Hamburg. Dort ist er im Fitnessstudio, im Kino oder in einem der Sushirestaurants anzutreffen. Neben der Leidenschaft für Sprachen interessiert er sich für digitales Marketing und praktische Onlinetools.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Im Artikel erwähnte Softwares

Im Artikel erwähnte Software- oder Service-Kategorien

Datenschutz Management
Datenschutz-Softwares sind Programme, um den Schutz von persönlichen Daten und digitale Privatsphäre zu gewährleisten. Diese Tools können auf verschiedene Arten arbeiten, zum Beispiel, indem sie bösartige Software erkennen und entfernen, den Zugriff von außen auf ein Netzwerk beschränken, Daten verschlüsseln oder Tracking-Technologien blockieren. Das Ziel ist, Eure persönlichen Daten und Privatsphäre zu schützen und sicherzustellen, dass sie nicht von Dritten missbraucht werden. Für Unternehmen sind besonders Tools von Bedeutung, die die Einhaltung der DSGVO sicherstellen. Der Grund dafür ist simpel: Spätestens seit Einführung der Datenschutz-Grundverordung im Mai 2018 können Unternehmen hohe Geldstrafen drohen, wenn sie die personenbezogenen Daten von Nutzer*innen nicht ausreichend schützen. Damit sind solche Tools unabdingbar für Datenschutzbeauftragte. 
Data Governance
Der Begriff Data Governance beschreibt Prozesse des Data-Lifecyle-Managements, die das Ziel verfolgen, die Verfügbarkeit, Nutzbarkeit, Richtigkeit und Sicherheit von Daten (Datenqualität) und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben über einen längeren Zeitraum sicherzustellen. Data-Governance-Softwares helfen Unternehmen und ihren Mitarbeiter*innen bei der Erstellung von konsistenten Richtlinien, Regeln und Rechenschaftspflichten zur Einhaltung der Datenqualitätsstandards. Außerdem unterstützen sie die Firmen dabei, konsistente Richtlinien, Prozesse und Verantwortliche bzw. Eigentümer*innen für Datenbestände aufrechtzuerhalten und Datenbewegungen effektiv zu überwachen und kontrollieren, zu verwalten und zu analysieren. Des Weiteren geben viele Data-Governance-Lösungen Empfehlungen für die Effizienzsteigerung und die Prozessrationalisierung im Datenmanagement. Unternehmen setzen die Data-Governance-Softwares für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ein, um die Sicherheit und Organisation der Daten zu verbessern. Zudem unterstützen die Tools Mitarbeiter*innen beim Festlegen und Umsetzen von Richtlinien zur Kontrolle der Datenqualität und können so helfen, die Effizienz der Mitarbeiter*innen zu steigern. Einige Master-Data-Managment-Softwares (MDM) und Softwares für Datenqualität verfügen über Funktionen zur Erstellung von Data-Governance-Prozessen, aber sie sind nicht dediziert auf diesen Zweck ausgerichtet. Um sich als Data-Governance-Software zu qualifizieren, muss die Lösung: * das Data-Lifecycle-Management erleichtern * Tools für den Entwurf und die Implementierung von Data-Governance-Strategien bereitstellen * bei der Durchsetzung von Standards und Compliance-Anforderungen unterstützen * Empfehlungen für die Verbesserungen von Governance-Prozessen bereitstellen
Data Cloud
Data Cloud bezieht sich auf eine Infrastruktur, die eine zentralisierte Datenspeicherung und -verwaltung ermöglicht, während sie den Nutzern den Online-Zugang zu ihren Daten von überall und zu jeder Zeit ermöglicht. Die Lösung ist in der Lage, riesige Mengen an Daten zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren, und stellt diese Daten für Entscheidungsprozesse und Analysen zur Verfügung. Hierbei wird eine Cloud-Infrastruktur genutzt, um eine flexible, skalierbare und oft kostengünstigere Lösung im Vergleich zu traditionellen On-Premise-Datenzentren zu bieten. Die Data Cloud-Lösung richtet sich an Unternehmen und Organisationen jeder Größe und aus verschiedenen Branchen, die ihre Daten effizient verwalten, speichern und nutzen wollen. Sie ist besonders nützlich für Unternehmen, die eine große Menge an Daten generieren oder verwenden, und für die eine schnelle und einfache Datenaufbereitung und -analyse wichtig ist. Durch die Nutzung einer Data Cloud können Unternehmen die Erkenntnisse aus ihren Daten maximieren und fundiertere Geschäftsentscheidungen treffen. Die Einsatzbereiche für Data Cloud-Lösungen sind vielfältig und umfassen unter anderem: * Business Intelligence und Data Analytics * Datenmanagement und -speicherung * Big Data-Verarbeitung und -Analyse * Echtzeit-Datenmonitoring und -analyse * Data Governance und Compliance-Management
Whistleblowing
Whistleblower Software ist eine spezielle Art von Softwarelösung, die entwickelt wurde, um Unternehmen und Organisationen dabei zu unterstützen, ein sicheres und effektives Hinweisgebersystem zur Meldung und Verwaltung von internen Verstößen und Unregelmäßigkeiten zu schaffen. Ziel ist es, eine Umgebung zu fördern, in der Mitarbeiter*innen und andere Stakeholder sich wohlfühlen, Missstände anonym oder offen zu melden, und gleichzeitig die Organisation dabei zu unterstützen, auf diese Meldungen professionell und gesetzeskonform zu reagieren. Diese Art von Software richtet sich an eine breite Palette von Organisationen, einschließlich privater Unternehmen, öffentlicher Einrichtungen, gemeinnütziger Organisationen und Bildungseinrichtungen. Sie ist in verschiedenen Bereichen anwendbar, beispielsweise im Finanzwesen, im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich, in der Fertigung und in vielen anderen Branchen, in denen die Einhaltung von Vorschriften und die Meldung von Verstößen von entscheidender Bedeutung sind. Besonders mit dem Inkrafttreten des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) im Juli 2023 haben Whistleblowing Softwares enorm an Bedeutung gewonnen. Die Nutzung einer Whistleblower Software ermöglicht es den Organisationen, die Anforderungen gesetzlicher Regelungen, wie des Hinweisgeberschutzgesetzes und anderer relevanter Vorschriften auf EU-Ebene oder in den Mitgliedstaaten, zu erfüllen. Darüber hinaus hilft sie, eine transparente und vertrauenswürdige Unternehmenskultur zu fördern, die auf Ethik und Compliance ausgerichtet ist. Die Software bietet eine sichere Plattform, über die Meldungen abgegeben werden können, und stellt gleichzeitig Werkzeuge zur Verfügung, um die eingegangenen Meldungen zu verwalten, zu verfolgen und darauf zu reagieren. Somit bietet sie nicht nur einen Mechanismus zur Meldung von Missständen, sondern auch eine strukturierte Herangehensweise zur Behandlung und Lösung von gemeldeten Problemen. Um in der Kategorie Whistleblower Software aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen: * Anonyme Meldungsabgabe: Möglichkeit für Whistleblower, Meldungen anonym über eine interne Meldestelle abzugeben, um ihren Schutz zu gewährleisten. * Fallverwaltung und -nachverfolgung: Tools zur Verwaltung, Priorisierung und Nachverfolgung eingegangener Meldungen, um sicherzustellen, dass auf jede Meldung in angemessener Weise reagiert wird. * Benutzerfreundliche Schnittstelle: Eine intuitive, benutzerfreundliche Schnittstelle, die die Hemmschwelle für die Meldung von Verstößen senkt und eine einfache Navigation ermöglicht. * Berichterstattungs- und Analysetools: Funktionen zur Erstellung von Berichten und Analysen, um Muster zu erkennen, die Compliance zu überwachen und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. * Gesetzeskonforme Datenverwaltung: Sicherstellung der Einhaltung von Datenschutz- und anderen gesetzlichen Vorschriften bei der Sammlung, Speicherung und Verarbeitung von Daten im Zusammenhang mit Whistleblowing-Meldungen.

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