Trends im Erlebnismarketing: Wie modulare Systeme die Markenwahrnehmung stärken
Darien Pfirrmann26.1.2026
Wie modulare Systeme dir helfen, deine Marke konsistent zu präsentieren
Inhalt
- Was ist Erlebnismarketing – und warum wird es wichtig?
- Welche Ziele verfolgen Firmen mit Erlebnismarketing?
- Vorteile von modularen Messe- und Display-Systemen
- Designtrends bei modularen Messe- und Display-Systemen
- Modulare Systeme: Markenbotschaft konsistent vermitteln
- Erlebnismarketing: Wirkung auf Markenwahrnehmung messen
- Welche Tools unterstützen das Erlebnismarketing?
- Fazit und Ausblick
Das Wichtigste in Kürze
- Erlebnismarketing macht Marken durch gezielte Interaktion und emotionale Aktivierung erlebbar und ist eine notwendige Weiterentwicklung klassischer Ansätze.
- Die Hauptziele sind die Steigerung der Markenwahrnehmung und -loyalität sowie die Generierung qualifizierter Leads und die Markenaktivierung.
- Modulare Messe- und Display-Systeme sind ein zentraler Erfolgsfaktor für Flexibilität, Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit und eine konsistente Markenbotschaft.
- Designtrends umfassen nachhaltige Materialien, interaktive Elemente wie Gamification und die digitale Integration für hybride Erlebnisse.
Erlebnismarketing ist heute weit mehr als einzelne Messeauftritte oder Eventmaßnahmen. Es geht darum, dass Marken greifbar und erinnerbar sind, Zielgruppen emotionale Bindung erfahren und strategisch geplante Interaktionen messbare Ergebnisse liefern. In diesem Artikel zeige ich dir, wie modulare Messe- und Display-Systeme dabei helfen, deine Marke konsistent zu präsentieren, Besucher*innen zu aktivieren und langfristig die Markenwahrnehmung zu steigern.
Was ist Erlebnismarketing – und warum wird es wichtig?
Erlebnismarketing ist für mich kein kurzfristiger Trend, sondern eine notwendige Weiterentwicklung klassischer Marketingansätze. In meiner täglichen Arbeit mit Unternehmen sehe ich, dass reine Informationsvermittlung kaum noch ausreicht. Produkte sind vergleichbar, Leistungsversprechen ähneln sich – was bleibt, ist das Erlebnis, das eine Marke schafft.
Das Erlebnismarketing beschreibt in seiner Definition also Marketingmaßnahmen, die gezielt auf Interaktion, emotionale Aktivierung und persönliche Beteiligung der Zielgruppe setzen. International wird dafür häufig der Begriff "Experiential Marketing" verwendet. Ziel ist es, Marken nicht nur sichtbar, sondern erlebbar zu machen.
Gerade im Messe- und Eventumfeld gewinnt Erlebnismarketing stark an Bedeutung. Besucher*innen kommen nicht mehr nur, um Produkte zu sehen, sondern um Orientierung zu bekommen, Vertrauen aufzubauen und Marken einzuordnen. Ein gutes Erlebnis wirkt dabei wie ein Filter: Es hilft der Zielgruppe, relevante Anbieter*innen schneller zu erkennen.
Neben der Grundidee, dass Erlebnismarketing eine Marke greifbar macht, möchte ich hier einen wichtigen Unterschied betonen: Erlebnismarketing ist mehr als Eventgestaltung oder das Erzielen von Aufmerksamkeitseffekten. Während klassisches Event-Marketing oft auf kurzfristige Aufmerksamkeit setzt – wie eine auffällige Standgestaltung oder Giveaways –, zielt Erlebnismarketing darauf ab, emotionale Erinnerungen und nachhaltige Eindrücke zu schaffen.
Ähnlich verhält es sich beim Guerilla-Marketing: Überraschung und Provokation erzeugen Aufmerksamkeit, doch ohne klare Markenbotschaft verpufft der Effekt. Ich achte daher darauf, dass jede Maßnahme immer an den Kern der Marke gekoppelt ist. Das bedeutet, dass jedes Erlebnis, jede Interaktion und jedes Display eine klare Verbindung zur Markenidentität herstellt. So erkennen beispielsweise Besucher*innen nach der Messe die Marke nicht nur, sondern bewerten sie auch positiv und empfehlen sie weiter.
Ein Beispiel: Bei einem B2B-Softwareunternehmen könnte ein modularer Messestand mit interaktiven Stationen aufgebaut werden, an denen Besucher*innen Software-Funktionen direkt testen. Ein solches Erlebnis würde nicht nur technische Kompetenz, sondern auch Innovationskraft und Kundennähe vermitteln – Aspekte, die in klassischen Präsentationen oft untergehen. Solche Erfahrungen bleiben im Gedächtnis und könnten die Markenwahrnehmung langfristig steigern.
Welche Ziele verfolgen Firmen mit Erlebnismarketing?
Erlebnismarketing verfolgt dabei immer konkrete wirtschaftliche und strategische Ziele. In der Praxis lassen sich vier Hauptziele unterscheiden:
- Markenwahrnehmung steigern und differenzieren: Erlebnisse bleiben im Gedächtnis. Unternehmen können ihre Markenwahrnehmung steigern, die Markenwiedererkennung verbessern und sich klar vom Wettbewerb abheben.
- Markenbindung, Markenloyalität und Markentreue: Positive Markenerlebnisse schaffen Vertrauen. Das stärkt langfristig die Markenloyalität und die Markentreue – gerade im B2B-Kontext ein entscheidender Faktor.
- Leads, Verkauf und Deckungsbeitrag: Erlebnismarketing ist kein Selbstzweck. Qualifizierte Leads, bessere Gesprächsqualität und höhere Abschlussquoten wirken sich direkt auf den Deckungsbeitrag aus.
- Image und Markenaktivierung: Marketingevents sind zentrale Instrumente der Markenaktivierung. Sie transportieren Werte, Haltung und Innovationskraft.
Dabei geraten viele Unternehmen in Zielkonflikte zwischen den Abteilungen: Marketing will Reichweite und Markenbekanntheit, der Vertrieb fokussiert auf qualifizierte Leads und Abschlüsse, und die Geschäftsführung achtet auf Deckungsbeitrag und ROI. Für mich kann Erlebnismarketing diese Zielkonflikte auflösen, weil es alle Ziele gleichzeitig adressiert – vorausgesetzt, ich plane es von Anfang an strategisch.
Mit modularen Messeauftritten oder flexiblen Eventkonzepten kann ich Botschaften konsistent transportieren und gleichzeitig unterschiedliche KPIs bedienen. Besucher*innen erleben die Marke emotional, interagieren direkt mit Produkten oder Services und werden so zu qualifizierten Leads, was den wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen steigert.
Für mich ist außerdem die präzise Zielgruppensegmentierung vor dem Event entscheidend. So kann ich beispielsweise Standgestaltung, interaktive Elemente und Inhalte exakt auf die Bedürfnisse der Besucher*innen abstimmen. Das Ergebnis: Markenwahrnehmung, Verkaufschancen und wirtschaftlicher Erfolg greifen in einer einheitlichen, messbaren Strategie ineinander.
Lesetipp: Du brauchst die richtige Checkliste für deine Eventplanung? Wir zeigen dir, wie's geht.
Vorteile von modularen Messe- und Display-Systemen
Modulare Messe- und Display-Systeme bestehen aus standardisierten Elementen, die sich flexibel kombinieren und mehrfach einsetzen lassen. Ob auf einer Messe oder bei anderen Events – für mich sind sie ein zentraler Erfolgsfaktor im Erlebnismarketing.
Ein mittelständisches B2B-Unternehmen kann jahrelang auf individuell gebaute Messestände setzen. Damit ist jeder Messeauftritt vergleichsweise teuer, zeitaufwendig und schwer vergleichbar. Nach einem Umstieg auf ein modulares System lässt sich derselbe Stand dagegen auf mehreren Messen einsetzen und jeweils anpassen.
Das Ergebnis: Die Kosten pro Event sinken, die Markenwiedererkennung wird klarer, und die Gesprächsqualität steigt. Denn durch klar strukturierte Bereiche und interaktive Stationen kommen Besucher*innen gezielt auf Fragen, weil sie Produkte direkt ausprobieren und so besser informiert und vorbereitet sind. Für mich zeigt dieses Beispiel anschaulich, wie modulare Systeme nicht nur Kosten senken, sondern auch den Deckungsbeitrag positiv beeinflussen können.
Neben Flexibilität und Kosteneffizienz ist ein oft übersehener Vorteil modularer Systeme die strategische Entscheidungsfreiheit: Unternehmen stehen häufig vor der Wahl zwischen modularen Standardlösungen und individuell gebauten Ständen. Aus meiner Erfahrung lohnt sich Modularität besonders für Firmen, die regelmäßig auf Messen auftreten und unterschiedliche Standgrößen benötigen. Individualbauten bieten zwar maximale Gestaltungsfreiheit, binden aber Budget, Zeit und Ressourcen.
Modular bedeutet zudem Nachhaltigkeit: Komponenten können über Jahre wiederverwendet werden. Deshalb rate ich Unternehmen auch, eine langfristige Marketingstrategie zu entwickeln, bevor sie ein System auswählen. So wird das modulare System zum Instrument, nicht zum Selbstzweck. Es unterstützt konsistente Markenbotschaften, erleichtert die Integration digitaler Tools und sorgt dafür, dass jedes Event inhaltlich und optisch optimal auf die Zielgruppe zugeschnitten ist.
In der Praxis kann eine Checkliste für Make-or-Buy-Entscheidungen sehr hilfreich sein. Mit ihr können Unternehmen bewerten, welche Module intern produziert, ausgelagert oder kombiniert werden sollten. So wird die Investition planbar und das System langfristig nutzbar.
Designtrends bei modularen Messe- und Display-Systemen
Design ist im Erlebnismarketing nie Selbstzweck. Es unterstützt die Markenkommunikation und beeinflusst direkt die Markenwahrnehmung.
- Nachhaltige Materialien: Nachhaltigkeit ist Teil der Markenwahrnehmung geworden. Recycelbare Stoffe, langlebige Systeme und ressourcenschonende Produktion wirken glaubwürdiger als jede Nachhaltigkeitsbotschaft.
- Interaktive Elemente und Gamification: Gamification erhöht Verweildauer und Interaktion. Spielerische Ansätze machen Inhalte erlebbar und fördern aktive Markenaktivierung. Typische Elemente sind digitale Quizstationen, AR-Interaktionen oder Erlebnis-Pfade, die Besucher*innen Schritt für Schritt durch die Markenbotschaft führen.
- Digitale Integration: Virtuelle Showrooms, AR-Anwendungen und hybride Events verbinden physische Erlebnisse mit digitalen Touchpoints und verlängern das Erlebnis über die Messe hinaus. So können Besucher*innen Inhalte auch nach der Messe erleben, etwa über App-basierte Follow-ups.
Modulare Systeme: Markenbotschaft konsistent vermitteln
Konsistenz ist einer der wichtigsten Faktoren erfolgreicher Markenkommunikation. Modulare Systeme schaffen dafür die strukturelle Grundlage. Ein gutes modulares System erzählt immer dieselbe Markengeschichte – egal, wie groß die Bühne ist.
In der Praxis treten aber häufig typische Fehler auf:
- Design ohne klare Markenstrategie
- zu viele Botschaften auf zu wenig Raum
- Technik ohne Zielgruppenorientierung
- fehlende Verzahnung mit Vertrieb und Follow-up
Um modulare Systeme wirklich markenkonsistent einzusetzen, lohnt es sich deshalb, einen strukturierten Ansatz zu verfolgen:
- Markenziele klar definieren, bevor das Design beginnt
- Kernbotschaft pro Messe festlegen – nicht alles auf einmal zeigen
- Besucher*innen-Journey planen: Anziehen, Aktivieren, Vertiefen
- Module standardisieren, statt jedes Event neu zu denken
- Follow-up-Prozesse einplanen, noch bevor der Stand aufgebaut wird
Mit dieser Herangehensweise stellst du sicher, dass jede Messe, jedes Event und jedes Display die Markenbotschaft konsistent transportiert, gleichzeitig Besucher*innen aktiv einbindet und die Wirkung messbar unterstützt.
Erlebnismarketing: Wirkung auf Markenwahrnehmung messen
Viele Entscheider*innen fragen sich, wie sich die Wirkung von Erlebnismarketing auf die Markenwahrnehmung zuverlässig messen lässt. Aus meiner Sicht braucht es dafür eine Kombination aus harten und weichen KPIs.
Die Messung geht also weit über reine Besucherzahlen an einem Stand hinaus. In meiner Praxis kombiniere ich quantitative und qualitative Kennzahlen, um die Wirkung auf Markenwahrnehmung und Markenbindung zu beurteilen:
- Quantitative Daten liefern Insights zu Leads, Verweildauer am Stand oder Interaktionsraten bei Gamification-Elementen.
- Qualitative Daten entstehen aus Besucher*innen-Feedback, Befragungen, sowie Gesprächen mit Vertrieb und Kundenservice.
Um die Ergebnisse intern nachvollziehbar zu machen, setze ich zusätzlich auf Storytelling: Zum Beispiel, wie ein interaktives Element Besucher*innen dazu brachte, die Marke besser zu verstehen. So lassen sich auch weiche Faktoren wie Markenwiedererkennung, Markenloyalität und langfristige Bindung transparent darstellen und im Reporting abbilden.
Welche Tools unterstützen das Erlebnismarketing?
Digitale Tools sind unverzichtbar für Planung, Durchführung und Auswertung moderner Marketingevents. Besonders relevant sind spezifische Lösungen für das Event Management:
Bewährte Tools aus der Praxis:
- Let's Get Digital – Event-Apps und Teilnehmer*innen-Management
- rooom Plattform – virtuelle Showrooms und digitale Produktpräsentationen
- LineUpr – Event-Programme und Besucher*innen-Kommunikation
Ergänzend helfen Inhalte wie der Leitfaden, um einen Workshop zu planen.
Fazit und Ausblick
Erlebnismarketing entwickelt sich zunehmend von einer Einzelmaßnahme zur strategischen Disziplin. Modulare Messe- und Display-Systeme spielen dabei eine Schlüsselrolle, weil sie Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und konsistente Markenkommunikation verbinden.
Unternehmen, die heute in erlebnisorientierte Marketingstrategien investieren, schaffen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern nachhaltige Markenbindung. Mein persönlicher Ausblick: Die Zukunft liegt in hybriden, datengetriebenen Erlebnissen, bei denen physische Räume, digitale Tools und klare Markenbotschaften nahtlos zusammenspielen.
Werde Gastautor*in: Du hast in einem bestimmten Bereich richtig Ahnung und möchtest dein Wissen teilen? Dann schreibe uns einfach an reviews-experten@omr.com und bring deine Expertise ein. Wir freuen uns auf spannende Einblicke direkt aus der Praxis.