Dokumentenarchivierung – Unterlagen sicher und regelkonform aufbewahren
In unserem Ratgeber zeigen wir dir, weshalb die Dokumentenarchivierung essenziell für Unternehmen ist und worauf du bei diesem Prozess achten musst
- Was bedeutet Dokumentenarchivierung?
- Diese Dokumente müssen archiviert werden
- Warum ist die Dokumentenarchivierung wichtig?
- Wie funktioniert die Dokumentenarchivierung?
- Welche Anforderungen gibt es an eine GoBD-konforme Archivierung?
- Was bedeutet revisionssichere Archivierung?
- Ist die digitale Archivierung rechtlich geregelt?
- Welche Softwares eignen sich für die Dokumentenarchivierung?
Was bedeutet Dokumentenarchivierung?
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Diese Dokumente müssen archiviert werden
- Bilanzen: Jahresbilanzen und die Eröffnungsbilanz
- Buchungsbelege von ein- und ausgegangenen Rechnungen
- Grundbuch, Haupt- und Nebenbücher
- Geschäfts- und Handelsbriefe
- Lagerberichte
- Inventare
- Dokumente, die unter Artikel 15, Absatz 1 und Artikel 163 des Zollkodex fallen
- Sonstige zur Besteuerung relevanten Unterlagen, wie zum Beispiel Personalunterlagen
Warum ist die Dokumentenarchivierung wichtig?
Wie funktioniert die Dokumentenarchivierung?
- Bestimme deinen Bedarf
Der erste Schritt bei der Archivierung von Dokumenten besteht darin, die Gründe für die Notwendigkeit dieser zu ermitteln. Ebenso solltest du bestimmen, was du mit der Archivierung erreichen willst und wie oft und von wem die archivierten Dokumente eingesehen werden müssen. - Sortiere überflüssige Dokumente aus
Nicht jedes Dokument, das du besitzt, muss langfristig aufbewahrt werden. Halte dich einfach an die oben genannten Dokumentenarten, die aus rechtlichen und prüfungsrelevanten Gründe zu archivieren sind. Dabei solltest du nicht benötigte Unterlagen sicher schreddern. Schließlich willst du nicht Zeit und Speicherplatz für die Archivierung von Dokumenten verschwenden, die du nie brauchen wirst. - Erstelle einen Aufbewahrungszeitplan
Wie bereits erwähnt, gelten für die einzelnen Dokumentenarten auch verschiedene Aufbewahrungsfristen. Erstelle deshalb einen Aufbewahrungsplan, aus dem klar ersichtlich wird, wie lange bestimmte Unterlagen gespeichert werden müssen und ob, bzw. wann diese gelöscht werden können. - Lege einen geeigneten Speicherort fest
Jetzt geht es darum, zu klären, wo deine Dokumente archiviert werden sollen. Physische Archive kannst du vor Ort, in einem sicheren Lager oder bei einem professionellen Archivierungsdienst einrichten. Aus genannten Gründen empfehlen wir jedoch die digitale Dokumentenarchivierung. Digitale Dokumente können entweder auf deinen eigenen Servern oder extern in einer Cloud gespeichert werden. Die Cloud-Variante ist besonders beliebt, da sie den Zugriff von jedem beliebigen Standort aus ermöglicht. Darüber hinaus entfällt der Aufwand für die regelmäßige Wartung und Verwaltung durch deine IT-Abteilung. - Importieren und Verarbeiten der Dokumente
Beim Aufbau eines digitalen Dokumentenarchivs werden die vorhandenen physischen Dokumente in ein elektronisches Format umgewandelt und verarbeitet. Dabei musst du die Dokumente einscannen (im PDF-Format) und die gescannten Dateien dann mithilfe der OCR-Technologie (Optical Character Recognition) in indexierbaren Text umwandeln. - Übertrage die Dokumente in das Archiv
Nachdem du die physischen Dokumente eingescannt und aufbereitet hast, kannst du sie mit den vorhandenen digitalen Dokumenten zusammen an das Dokumentenarchiv senden. Nutzt du ein separates analoges Archiv, dann gehen deine physischen Dokumente dorthin.
Welche Anforderungen gibt es an eine GoBD-konforme Archivierung?
- klare Sortierung nach Datum, Sender, Empfänger und Geschäftsbereich
- Regelungen, Datenstrukturen und Abläufe werden im Vorlauf über ein Dokumentenmanagement-System definiert
- nachvollziehbare Speicherung von Dokumenten (zum Beispiel Unterscheidung zwischen Bar-Einnahmen und bargeldlosen Transaktionen)
- keine Buchung ohne Beleg
- alle Daten müssen lückenlos archiviert werden
- jedem Geschäftsabschluss muss ein Beleg mit bestimmten Informationen zugeordnet werden können
- Beispiel Rechnung: Datum, Belegnummer, Absender, Empfänger, Menge und der Betrag müssen enthalten sein
- geschäftliche Vorgänge müssen wahrheitsgetreu dokumentiert werden
- Angaben müssen den tatsächlichen Umständen entsprechen
- alle erforderlichen Daten für die Kontierung müssen vorhanden sein
- zwischen Dokumenteneingang und der Buchung und Archivierung dürfen nicht mehr als zehn Tage liegen
- für Kassensysteme und Einnahmen in Bar gilt eine tägliche Buchungsfrist
- erfordert Verfahrensdokumentation – Inhalte, Vorgänge und Endresultate aus dem Datenverarbeitungssystem werden dort protokolliert
- steuerlich relevante Unterlagen müssen in einem indizierten Archivsystem abgelegt werden
- Unveränderbarkeit und Lesbarkeit müssen auch bei digital archivierten Dokumenten sichergestellt sein
- die verwendete Hard- und Software muss gegen Angriffe abgesichert werden
- die Modifizierung von Daten erfordert eine Protokollierung
- Papierdokumente dürfen nach ihrer Digitalisierung nur dann vernichtet werden, wenn keine rechtlichen Gründe dem entgegenstehen
- Dokumentenarchivierung kann nicht einfach als PDF in der Cloud oder auf einem Datenträger gesichert werden
- Nutzung einer professionellen Archivierungssoftware wird vorausgesetzt
- digital erfasste Dokumente sowie Handels- und Geschäftsbriefe müssen im Ursprungsformat aufbewahrt werden