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Marktsegment

Consent Management Platforms Software & Tools im Vergleich

Eine Consent Management Software – auch Consent Management Platform (CMP) – dient in erster Linie dazu, die Besucher:innen einer Website oder App über die auf der Website oder in der App verwendeten Cookies zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, optionale Cookies und andere Tracking Technologien (z.B. in die Website oder App eingebettete Videos) zu akzeptieren oder auch abzulehnen. User geben über Consent Management Software also ihren „Consent“ (engl. für Zustimmung), dass die Betreiber von Website oder App die bei Besuch und Nutzung entstehen Daten sammeln, teilen und ggf. auch verkaufen dürfen. Dass es Usern auch möglich sein muss, diese Zustimmung für alle nicht notwendigen Tracking Technologien zu verweigern, wird in Deutschland und anderen EU-Ländern u.a. durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt. Consent Management Plattformen dienen am Ende also dazu, eine datenschutzkonforme Website oder App für Nutzerinnen und Nutzer bereitstellen zu können.

Die Software hat sowohl Berührungspunkte mit den Legal als auch mit den Marketing Teams von Unternehmen und wird gern mit Software aus anderen Bereichen, wie z.B. CRM Systemen, Marketing Automation Software, Customer Data Platforms oder Web Analytics Tools, integriert.

OneTrust

Was ist OneTrust?

OneTrust PreferenceChoice™ ermöglicht es Marketingexperten, Publishern und Vendoren, transparente Nutzererfahrungen zu entwickeln, Vertrauen aufzubauen und eigenen Angaben zufolge über 100 globale Datenschutzbestimmungen und Frameworks, einschließlich DSGVO, IAB TCF, TMG, CCPA und TCPA, einzuhalten. Unternehmen können einen kunden- und datenschutzorientierten Ansatz verfolgen und in Marketing- und Vertriebsaktivitäten implementieren, Einwilligungen und Präferenzen der Benutzer kanalübergreifend erfassen, Websites und mobile Anwendungen nach Tracker-Technologie scannen, die Bearbeitung von Betroffenenanfragen automatisieren und Einwilligungs- und Präferenzdatensätze zur Nutzung über verschiedene MarTech-Systeme hinweg zentralisieren. OneTrust PreferenceChoice ist ein Bestandteil der OneTrust Plattform, die durch 140 Patente abgedeckt und 8.000 Kunden betreuen soll.

Usercentrics

Was ist Usercentrics?

Usercentrics ist eine Consent Management Platform (CMP) aus Deutschland, die dabei hilft Ihre Marketing- und Datenstrategie mit den geltenden rechtlichen Anforderungen (DGVO, CCPA) in Einklang zu bringen. Die Software von Usercentrics ermöglicht die nahtlose Integration eines Privacy Banners in Ihre Website oder mobile App, das rechtskonforme Einholen von Nutzer-Einwilligungen (Opt-Ins) und deren Verwaltung. Über die kontinuierliche Optimierung von Einwilligungen werden Einschränkungen Ihrer digitalen Werbeaktivitäten und damit Verluste von Werbeeinnahmen minimiert. Die Software bietet zahlreiche Monitoring-, Analytics und Konfigurationsmöglichkeiten und lässt sich damit auf individuelle Nutzungsszenarien flexibel adaptieren.

CCM19

Was ist CCM19?

Die Consent-Management-Plattform CCM19 hilft dabei, Cookies und andere kritische Elemente beim Aufruf einer Website zu blockieren. Nach der Zustimmung der Besucher:innen einer Website über das Cookie-Banner werden die Elemente nachgeladen, die nicht technisch notwendige Cookies setzen. Nutzer:innen von CCM19 können ihren Website-Besucher:innen somit die Entscheidung ermöglichen, ob und welche Cookies auf ihren Geräten gespeichert werden dürfen. Somit werden die Vorgaben der DSGVO und TTDSG entsprechend erfüllt. CCM19 bietet eine Fullservice sowie eine Download Version an. Fullservice kann bis zu 5.000 Page Impressions kostenlos für eine Domain genutzt werden. Danach gibt es die Tarife XS-L ab 5,90 Euro im Monat. Die Download Version richtet sich nach der Anzahl der Domains und startet ab einmalig 39,90 Euro.

Piwik PRO Analytics Suite

Was ist Piwik PRO Analytics Suite?

Die Piwik PRO Analytics Suite bezeichnet sich selbst als “die perfekte datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics” mit Fokus auf User-Privatsphäre und Datensicherheit. Damit sollen sich u.a. eine bessere Customer Journey bieten, Kundenbetreuung und -beratung optimieren und Daten ideal schützen lassen. Die Suite bietet insgesamt vier Module: Analytics, Tag Manager, Consent Manager und die integrierte Customer Data Plattform. Eignen soll sich die Suite für unterschiedlichste Unternehmen - von öffentlichen Einrichtungen bis hin zu privaten Firmen, besonders im Finanz- und Gesundheitswesen.

Cookiebot

Was ist Cookiebot?

Cookiebot hilft dabei den Schutz der Privatsphäre für die Besucher Ihrer Website zu gewährleisten. Das geschieht mit drei einfach zum implementierenden und automatisierbaren Kernfunktionen: Cookie Zustimmung, Cookie Überwachung und Cookie Kontrolle. Damit ist die vollständige Einhaltung der DSGVO und ePrivacy Richtlinie gewährleistet und die Besucher Ihrer Website erhalten volle Transparenz und Kontrolle über die dort eingesetzten Tracking-Verfahren. Cookiebot ist ein Produkt der dänischen Firma Cybot und wir bereits auf mehr als 340.000 Websites weltweit eingesetzt.

ConsentManager

Was ist ConsentManager?

Consentmanager.net hat laut eigener Aussage bereits mehr als 10.000 Websites dabei geholfen, DSGVO-konform zu werden. Die zentralen Vorteile der Lösung sind laut Consentmanager.net eine sehr einfache Integration, GDPR- sowie CCPA-Konformität, die Mitgliedschaft unter den IAB CMPs, die Kompatibilität mit fast allen Adservern (inklusive GAM/AdSense), die vollständige Anpassbarkeit an das jeweilige Design, der integrierte Cookie-Crawler und die Verfügbarkeit in mehr als 30 Sprachen. Man wirbt zudem damit, dass Consentmanager.net besonders häufig von Juristen und Datenschutzstellen empfohlen wird. Die Plattform ist unter vier Lizenzen erhältlich – von der kostenlosen Basic-Version über Consentmanager.net-Standard für derzeit monatlich 50 Euro bis hin zur Enterprise-Variante für aktuell 695 Euro.

Quantcast Choice

Was ist Quantcast Choice?

Quantcast Choice ist eine kostenfreie Consent Management Platform. Das Unternehmen Quantcast mit Sitz in San Francisco bietet seit 2006 zahlreiche Software-Lösungen für Brands, Agenturen und Publisher:innen. Quantcast Choice bedient diverse wichtige Consent-Standards, von denen insbesondere die DSGVO (GDPR), CCPA und TCF v2.0 zu nennen sind. Es handelt sich um eine SaaS-Lösung. Choice bietet über die Kernfunktionalitäten einer CMP hinaus auch erweiterte Features und Tools - zum Beispiel ein eigenen Angaben zufolge ein klares und einfaches Design, welches für hohe Zustimmungsraten sorgt und einen kontinuierlichen Zugang zu den Insights der Zielgruppe leistet - bei minimalem Einrichtungsaufwand.

Borlabs Cookie

Was ist Borlabs Cookie?

Borlabs Cookie ist ein Consent-Plugin für WordPress. Es wird vom gleichnamigen Unternehmen Borlabs vertrieben, das seit 2006 unterschiedliche Software-Lösungen zur Prozessoptimierung entwickelt, und ist laut eigenen Aussagen weltweit auf 100.000 Websites aktiv. Neben der grundsätzlichen Möglichkeit, Consent-Anfragen an Website-Nutzer zu stellen und die Bestätigungen zu dokumentieren, bietet das Plugin rund 80 Features bzw. Kompatibilitäten. Dazu zählen beispielsweise ein Assistent für Facebook Pixel, die Option, individuelles JavaScript oder CSS zu verwenden, zahlreiche Design-Funktionalitäten, eine Export- sowie Import-Funktion, verschiedene Blocker oder Sicherheits-Features. Aktuell gibt es vier Lizenzen – beginnend bei 39 bis hin zu 299 Euro - die sich im Wesentlichen nach der Anzahl der unterstützen Websites richten.

SAP Enterprise Consent and Preference Management

Was ist SAP Enterprise Consent and Preference Management?

Mit SAP Enterprise Consent and Preference Management können Unternehmen das Vertrauen ihrer Kunden stärken, indem sie ihnen Transparenz und eigenständige Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten bieten. Außerdem werden Datenschutzanforderungen wie DSGVO erfüllt. Laut der Forrester-Wave-Studie bietet die Lösung von SAP herausragende Funktionen für das Einwilligungsmanagement, sowie umfassende Selfservice-Funktionen für Kunden. Mit 2,5 Mrd. First-Party Profilen und über 5,5 Mrd. Einwilligungsdatensätzen verfügt SAP über umfassende Erfahrung im Bereich des Kundendatenmanagements und eine hochskalierbaren SaaS-Lösungen.

Osano

Was ist Osano?

Osano dient als Verwaltung des Datenschutzes. Die benutzerfreundliche Software unterstützt bei der Einhaltung von Gesetzen, wie der EU-Datenschutzgrundverordnung und dem kalifornischen Consumer Privacy Rights Act. Innerhalb kurzer Zeit können Nutzer:innen ihre Website datenschutzgerecht umsetzen.
Osano blockiert auf intelligente Weise nicht genehmigte Cookies von Drittanbietern und zeigt Zustimmungsdialoge in einer von 42 Sprachen an. Zustimmungen und Widerrufe werden in der privaten Quanten-Blockchain von Osano aufgezeichnet. Dieser Datensatz ist für Nutzer:innen durchsuchbar. Zudem überwacht Osano veröffentlichte Compliance-Dokumente, indem das Tool diese jede Nacht durchsucht und vergleicht. Änderungen werden in den Dokumenten farblich markiert, sodass Nutzer:innen diese nachvollziehen können.

Traffective

Was ist Traffective?

Traffective zählt mit mehr als 300 Publishern und einer Reichweite von rund einer Milliarde Page Views pro Monat zu den führenden Programmatic Advertising-Plattformen in Deutschland. Unter dem Claim „We ad(d) Value“ bietet die Plattform digitalen Publishern eine einfach zu nutzende und effiziente Programmatic Advertising-Lösung, die alle Bedürfnisse abdeckt – Transparenz, Automatisierung und maximale Werbeerlöse. Neben der Vermarktungslösung hat Traffective eine eigene IAB-zertifizierte Consent Management Platform entwickelt, welche Teil der Vermarktungslösung ist oder unabhängig davon genutzt werden kann. Die Traffective GmbH wurde 2009 von Sascha Schlüter (CEO) und Heiko Staab (Director Business Development) gegründet und hat ihren Sitz in München. Sie ist Mitglied im Interactive Advertising Bureau (IAB) sowie im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

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Was sind Consent Management Platform (CMP)?

Ein Consent Management Tool zu verwenden, ist heute für professionelle Website- oder Onlineshop-Betreiber:innen jeglicher Geschäftsausrichtungen und Branchen praktisch Pflicht. Mithilfe eines entsprechenden Programms wird die Erlaubnis der User einer Internetpräsenz eingeholt, spezifische Daten von ihnen zu erfassen. Ohne eine solche Zustimmung bzw. die Informierung der Nutzer:innen über die Verwendung von personenbezogenen Daten dürfen in Zeiten der DSGVO nicht einmal funktionswichtige Cookies verwendet werden. Diese sind Teil jeder Webpräsenz – und häufig ist es im Zuge des Online-Marketings erfolgsentscheidend, darüber hinaus noch weitaus mehr Informationen abzufragen. Eine Consent Management Plattform bildet die Basis dafür, in solchen Kontexten überhaupt rechtssicher vorgehen und empfindliche Strafen ausschließen zu können.

Das sind beliebte Consent Management Plattformen (CMP):

Gute Consent Management Provider bringen unter anderem folgende Features bzw. Vorteile mit:

  • Sie lassen eine DSGVO-konforme Einwilligung zur Datenerhebung zu bzw. informieren Nutzer:innen einer Webpräsenz demgemäß.

  • Eine Consent Management Platform bietet bestenfalls ein übersichtliches Dashboard, in dem Benutzer:innen Einwilligungen transparent und einfach erteilen, verweigern oder widerrufen können.

  • Sie unterstützt die Dokumentation und den Export granularer Einwilligungsdatensätze in Unternehmen, die auf CMP-Daten angewiesen sind, und hilft bei einer rechtmäßigen Datenverarbeitung bzw. beim Nachweis einer solchen.

Wer braucht ein Consent Management Tool?

Zum Sammeln von Online-Daten jeglicher Art ist heute eine eindeutige Zustimmung der Nutzer:innen entsprechender Websites, Onlineshops oder auch Apps, über welche Informationen abgefragt werden, erforderlich. Ein CMP hilft dabei, diese Einverständnisse effektiv zu verwalten. Um herauszufinden, ob man selbst ein Consent Management Tool benötigt, genügt in der Regel bereits die Beantwortung folgender Frage: Werden auf meiner Webpräsenz in irgendeiner Weise personenbezogene Daten erhoben? In aller Regel müssen Website-, Onlineshop- oder auch Blog-Betreiber:innen diese Frage bejahen. Denn praktisch jede Internetpräsenz verwendet zumindest technische Cookies, bei denen personenbezogene Daten ebenfalls eine Rolle spielen. Für ein rechtssicheres Vorgehen sollten schon die in diesem Zusammenhang geltenden Datenschutzbestimmungen eindeutig vermittelt und durch die User bestätigt werden. Wobei die Consent Management Platform das zentrale Informations- und Dokumentationsmedium für ein langfristig nachvollziehbar rechtskonformes Vorgehen ist. Wenn für eine Website, einen Onlineshop oder eine App eine oder mehrere der nachfolgenden Sachverhalte zutreffen, hat der Einsatz eines Consent Management Tools sogar eine besonders hohe Relevanz, da hier noch weitaus differenziertere Informationen von Nutzern:innen abgefragt werden:

  • Verwendung personenbezogener Informationen für stark datenbasierte Marketing-Zwecke, wie Remarketing, Inhaltspersonalisierung, verhaltensbasierte Werbung, E-Mail-Marketing und/oder Analytics.

  • Automatisierung der Entscheidungssteuerung von Usern, zum Beispiel mittels Profiling.

  • Übermittlung von Informationen ins Ausland – beispielsweise bei Organisationen, die Daten von EU-Bürgern aufgrund ihres Unternehmensstandorts außerhalb der EU verarbeiten.

Wenn nur einer dieser Punkte für das eigene Unternehmen gilt, sollte grundsätzlich besonders genau auf ein hinreichendes Consent Management geachtet werden. Hier besteht nämlich erhöhte Gefahr, gegen die komplexen Vorschriften der DSGVO zu verstoßen und schlimmstenfalls empfindliche Strafen hinnehmen zu müssen. Die richtige Consent Management Plattform bietet viele nützliche Helfer, solche Risiken zu minimieren. Letzte Sicherheit kann aber auch die beste Software alleingestellt nicht bringen. Es sollte immer zusätzlich eine umfassende Rechtsberatung in Anspruch genommen werden.

Welche Vorteile verschafft eine Consent Management Platform?

Die Consent Management Platform ist ein wichtiges Werkzeug, um Einwilligungen von Usern zur Verarbeitung und Speicherung von personenbezogenen Informationen zu erhalten. Entsprechende Tools fragen solche Zustimmungen automatisch und bestenfalls sehr vertrauenerweckend sowie überzeugend ab, sodass die Erlaubnisquote hochgehalten werden kann. Dabei sorgt das Consent Management Tool für eine Einhaltung der DSGVO. Genauer kann über sie die mit der DSGVO verbundene Informationspflicht zur Verwendung von Daten gestützt werden. Außerdem wird die für die Rechtskonformität so wichtige klare Einwilligung durch die Nutzer von Online-Präsenzen, die Daten abfragen, gewährleistet. Achtung: Um dies noch einmal zu verdeutlichen – auch eine noch so umfangreiche Consent Management Plattform kann alleine nicht für 100-prozentige Rechtssicherheit sorgen. Hier sollte immer auch ein spezialisierter Jurist hinzugezogen werden. Der Begriff „Consent Management“ kam tatsächlich erst mit dem Inkrafttreten der DSGVO, am25. Mai 2018, auf und markiert seitdem im digitalen Marketing ein fortwährendes Brisanzthema: War es zunächst noch mehr oder weniger sicher, Daten nach einer relativ simplen OK-Bestätigung bzw. mit der Schaltung eines einfachen Cookie-Banners zu erheben, so muss die Zustimmung heute sehr viel differenzierter erfolgen. Die bloße Einwilligung der User für einzelne Cookie-Varianten und deren klare Auszeichnung sind hierbei nur die ersten Schritte. Denn die Zustimmungen müssen heute eben auch hinreichend verwaltet und dokumentiert werden, was ein Consent Management Tool immer ermöglichen sollte. Neben diesen rechtlichen Vorteilen und technischen Vereinfachungen der Einhaltung dieser spricht aber noch einiges mehr für den Einsatz einer Consent Management Plattform. So sollten sich Marketer:innen stets vor Augen halten, dass eine Einwilligung zur Speicherung von personenbezogenen Daten ein starkes Signal für Vertrauen darstellt. Die Zustimmung wird faktisch längst nicht jedem Betrieb gegeben. Der Datenschutz ist dabei im rechtlichen Sinn nur nebensächlich. Marketing-Treibende, die schon beim Consent Management alles richtig angehen, können ihre Chancen auf Zustimmungen zur Datenabfragen enorm erhöhen und erhalten, wenn User ihre Einwilligung geben, bereits deutliche Hinweise, dass jene der Marke generell zugeneigt sind. Das wiederum verschafft über die nun zur Aufnahme bereitstehenden Nutzer:innen-Daten hinaus immerhin auch allgemeine Insights zum Gelingen des aktuellen Marketings und Brandings. Die Zustimmungswahrscheinlichkeit wird insbesondere durch eine personalisierte Ansprache und eine präzise Ausrichtung des Contents auf die jeweilige Zielgruppe erhöht. Je genauer Besucher:innen der Webpräsenz sich bzw. ihre Werte und typischen Anliegen in den Inhalten wiederfinden, desto größer ist das Interesse. Insofern kann die Consent Management Platform – und genauer die damit zu erzeugende Einwilligungsbestätigung - indirekt und direkt dabei helfen, im Rahmen des Inbound-Marketings ein ganzheitlich positives Kundenerlebnis zu schaffen.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Consent Management Tools achten?

Die nachfolgenden Tipps bilden natürlich nur eine Übersicht typischerweise wichtiger Merkmale einer Consent Management Platform. Um wirklich das perfekte Tool herauszustellen, müssen aber normalerweise noch unternehmensindividuelle Faktoren, sprich insbesondere die wirklichen Bedarfe, einfließen. Einfach einen Consent Management Provider zu wählen, der „alles“ kann, ist nicht ökonomisch.

Einen DSGVO-konformen Consent Management Provider wählen

Das Consent Management Tool der Wahl sollte unbedingt DSGVO-konform verfahren. Klingt vielleicht erst einmal logisch und von solchen Programmen absolut erwartbar, die Realität kann aber anders aussehen. Denn nicht alle Consent Management Plattformen sind auf den europäischen Markt ausgerichtet. Um hier Sicherheit zu schaffen, sollte auf einen klaren Hinweis der DSGVO- oder GDPR-Kompatibilität vonseiten des Anbieters geachtet werden. Sitz- und Server-Standort sollten sich zudem in Europa befinden, denn dann wird das entsprechende Unternehmen mit größter Wahrscheinlichkeit auch alle EU-Regeln befolgen.

Eine flexible Consent Management Platform wählen

Damit eine Webpräsenz langfristig optimal DSGVO-konform funktioniert, muss sich das Consent Management Tool an deren individuelles Designs und Layout anpassen können. Kleinere Veränderungen einzelner Elemente oder neue Strukturen dürfen nicht dafür sorgen, dass eine Consent-Abfrage nicht mehr oder nicht mehr korrekt durchzuführen ist. Die Consent Management Plattform sollte demnach bestenfalls automatisch auf Veränderungen reagieren.

Das Einholen der Zustimmung einfach und klar machen

Jedes Consent Management Tool am Markt kann Nutzern:innen von Websites, Apps etc. eine Einverständnisabfrage zukommen lassen. Wie bereits erwähnt, ist es jedoch absolut erfolgsentscheidend, die Consent-Anfrage auch an das jeweilige Publikum anzupassen. Weiterhin sollten entsprechende Messages immer klar und verständlich sein, um wirklich rechtssicher zu funktionieren. Demzufolge gilt es auf eine Consent Management Plattform zu setzen, mit der die Nachricht frei angepasst werden kann und die die einfache Möglichkeit verschafft, deutliche Informationen zu vermitteln. Ein guter Einwilligungshinweis hat folgende Eigenschaften:

  • Er informiert die User eindeutig darüber, welche Daten für welche Zwecke gesammelt werden und wer die Informationen erhält.

  • Er gibt Nutzern:innen die Chance, die Zustimmung so einfach wie möglich zu verweigern - und zwar individuell für unterschiedliche Datenverarbeitungszwecke, wie Analysen oder Werbung - ohne vorher angekreuzte Kästchen oder andere Standardeinstellungen für die Zustimmung.

  • Idealerweise bietet das jeweilige Tool Vorlagen, mithilfe derer klar, prägnant und in einfacher Sprache geschrieben größtmögliche Klarheit gewährleistet werden kann.

  • Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Zustimmungshinweise zu einem gewissen Grad personalisiert werden können – zum Beispiel für die typischen Nutzer einzelner Unterseiten – um die Erfolgsquote zu steigern.

Dokumentation und Nachweisbarkeit der Zustimmungen

Zustimmungen zur Datenerhebung sind unbedingt zu dokumentieren. Sie müssen unter anderem im Fall eines Rechtsstreits klar nachweisbar sein. Verschiedene CMPs speichern Einwilligungen unterschiedlich lange. Manche lassen den Zeitraum individuell einstellen, andere verfahren mit festen Werten. Unternehmen sollten also im Vorfeld prüfen, welche Anforderungen sie an eine Dokumentation stellen. Neben den Speicherintervallen sind hier auch noch andere Features, wie Filter oder Export-Funktionen, zu berücksichtigen.

Unterstützung bei der Implementierung und darüber hinaus

Im Service-Bereich bestehen zwischen den Anbietern mitunter große Unterschiede. Es gilt daher vor der Anschaffung eines Consent Management Tools genau zu überlegen, welcher Servicebedarf vorliegt. Bei manchen Lösungen gibt es vielleicht sogar Servicepartner ganz in der Nähe. Ansonsten werden typischerweise Community-Support, Kundendienst per Hotline oder per E-Mail angeboten. Hilfe gibt es in der Regel bei der Einrichtung und/oder der Verwendung der Consent Management Platform.

Anwendungsbereiche und unterstützte Technologien beachten

Einwilligungen zur Datenerhebung und entsprechende Dokumentationen sind längst nicht nur bei Websites erforderlich! Auch Anbieter von Apps oder Spielen, die Informationen von ihren Nutzer:innen abfragen, sind dazu verpflichtet. Die Abdeckung von mobilen Apps und anderen Softwares durch eine CMP ist noch nicht bei allen Betreibern selbstverständlich. Wenn also Programme – welcher Art auch immer – bereitgestellt werden, bei denen personenbezogene Daten in irgendeiner Form ein Thema sind, sollten deren User auch hier hinreichend aufgeklärt werden. Idealerweise schauen Unternehmen dann, dass alle ihre Anwendungen – also sowohl die Webpräsenzen als auch die Apps – mit ein und derselben Consent Management Platform bedient werden können. Natürlich offerieren nicht alle Programme am Markt ein solch breites Anwendungsspektrum.