Wie gutes Consent Management dir nicht nur Bußgelder erspart, sondern auch deine Conversion Rate nach oben treibt

Consent Management kann durch eine legale und präzise Datenerhebung bei einer erfolgreichen Marketingstrategie helfen.

Inhalt
  1. Was genau ist Consent Management?
  2. Inwiefern hängt Consent Management mit Tag und Data Management zusammen?
  3. Wie setzt man ein Tool für Consent Management ein?
  4. Fazit: So sorgt Consent Management für einen optimalen Ad Return und höhere Conversions
Auf dem OMR Festival 2024 waren eine Handvoll aktuelle Themen absolute Dauerbrenner für die Speeches und die Masterclasses. Ein relevantes Themengebiet waren Kundendaten. Im Rahmen einer dieser Masterclasses hatte Olaf Brandt von etracker Analytics Gelegenheit, über die Rolle von Consent Management zu sprechen. 
Der einstündige Vortrag mit dem Titel „Perfekte Kombi aus Consent, Tag und Data Management“ stellte die Wechselwirkung zwischen den drei Bereichen her. Auf der einen Seite fand Olaf Antworten darauf, wie man trotz Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Ad Blocker, Cookies und browsereigenem Tracking-Schutz möglichst präzise Daten sammeln kann. Auf der anderen Seite benannte er illegale Methoden, um Consent zu umgehen. Dieser Artikel beschreibt die wesentlichen Inhalte der Präsentation, damit du weißt, wie du legal vorgehen kannst.
Als Unternehmen lässt sich mit Nutzungs- und Kundendaten äußerst viel anfangen. Und im Internet ist für User häufig nicht ersichtlich, wer welche Daten speichert, verarbeitet und sogar weitergibt. Darum gibt es einige rechtliche Rahmenbedingungen sowohl auf EU-Ebene (etwa die ePrivacy Directive oder die DSGVO) als auch auf Länderebene (wie deutsche Einzelbestimmungen), an die sich jedes Unternehmen richten muss. 
Daten können zwar (anonymisiert) ausgelesen werden, allerdings muss zuvor eine Zustimmung dazu erfolgen. Dies wird Consent genannt und findet meist in Form von Cookie-Bannern auf Websites statt. Damit sich Firmen juristisch einwandfrei verhalten, gibt es einige Vorgaben für die Erstellung und Einbindung der Cookies. Beim Consent Management kannst du dich von Tools, sogenannten Consent Managern, unterstützen lassen.
Wer diese nicht ordnungsgemäß oder schlicht gar nicht verwendet, riskiert – mutwillig oder aus Versehen – einen Verstoß gegen die Datenschutzverordnung. Ein ziemlich aktueller Fall zeigt, dass dies teuer werden kann: Ein Software-Unternehmen aus den Niederlanden muss 600.000 € Strafe zahlen, nachdem die dortige Datenschutzbehörde herausgefunden hat, dass Kundendaten ohne deren Zustimmung genutzt worden sind. Das Unternehmen habe Informationen über Standort, Produkte im Warenkorb sowie Empfehlungen speichern können, da die User bei der Cookie-Zustimmung automatisch auch ein Tracking akzeptieren mussten. Die Cookies seien nur nach vielen Schritten überhaupt zur Ablehnung möglich gewesen, so die Vorwürfe. 
Damit es nicht so weit kommt, befasst du dich am besten mit dem Consent Management für deine Website. Dabei darfst du allerdings Tag Management und Data Management nicht außer Acht lassen, da diese für eine saubere Verarbeitung von Kundendaten kombiniert werden müssen.
Dein Tag Management ist wichtig, um insbesondere bei Google Analytics sauber und präzise Userdaten einsammeln zu können. Und mit einem gezielten Data Management kannst du dann die eingeholten Informationen für dein Business nutzen bzw. diese interpretieren und Handlungsempfehlungen definieren. Somit hängen Tag sowie Data Management mit Consent Managern zusammen. 
Du solltest keine separaten Tag und Consent Manager benutzen, da Änderungen dann immer auch in zwei Systemen nachgepflegt werden müssen. Zudem ergeben sich durch alleinstehende CMPs (Consent Management Platforms) Probleme wie dem Auto-Blocking von externen Skripten oder automatischen Scans, was zu langen Ladezeiten, Fehlern oder Lücken führt. Konfigurierst du hingegen die Tags so, dass Änderungen immer mit den Consent-Einstellungen verknüpft sind, sparst du Zeit und vermeidest Fehler. Außerdem beeinträchtigt dies nicht die Ladezeit deiner Website. 
Generell gibt es einige illegale Praktiken, die augenscheinlich mit Wissen eingesetzt werden, um die Datenschutzbestimmungen zu umgehen. Andere Methoden sind versteckt rechtswidrig, aber nicht weniger schlimm, wenn Kundendaten ohne notwendige Zustimmung zugänglich sind. etracker Analytics geht während der Masterclass einzeln die Möglichkeiten durch, illegales Daten-Tracking zu betreiben. Sie berufen sich jeweils auf die genauen Klauseln des Consent Banner Reports (2023) des EDSAs, die durch die Praktiken missachtet werden.
Offensichtlich illegal
  • Consent Nudging: Cookies haben nur den Button zur Zustimmung. Du kannst nicht oder nur versteckt deinen Consent verweigern.
    ⁠(→ Einwilligung muss schnell zum Ziel führen und die mögliche Ablehnung darf nicht durch eine andere Farbe oder Kontrast erschwert werden.)
  • „Falsche“ Consent-Klassifizierung: Es gibt zwar mehrere Auswahlmöglichkeiten, aber die Ablehnung ist nicht auswählbar bzw. die Zustimmung muss zwingend angeklickt werden. Zusätzlich finden sich beim Consent weit mehr als das, was das Cookie-Banner zunächst zeigt.
    ⁠(→ Consent muss im Sinne des Nutzenden liegen und nicht durch eine falsche Zuordnung oder eine vorausgefüllte Option verfälscht sein.)
  • Google Consent Mode Advanced: Google Tags dürfen immer erst generiert werden, nachdem die Zustimmung vorliegt. Durch die erweiterte Implementierung laden die Tags jedoch schon vor Einwilligung oder trotz fehlenden Consents.
    ⁠(→ Der Advanced Mode von Google Analytics ist ohne Consent EU-rechtlich nutzlos.)
Versteckt illegal
  • Server-side Tracking ohne Einwilligung: Bevor die Daten für Drittparteien wie Analytics, Social Media und Co. genutzt werden, schaltet sich eine 1st Party dazwischen, um sie zu anonymisieren. Doch diese Anonymisierung stellt bereits einen Verstoß gegen die DSGVO dar. 
  • Enhanced Conversion Tracking ohne Einwilligung: Das erweiterte Conversion-Tracking ist in der Lage, Daten wie die vorliegende E-Mail-Adresse zu hashen. Dadurch kann die Anonymisierung des Nutzenden nicht mehr geschützt werden, wie der Europäische Gerichtshof in einem Urteil entschied. Diese Methode entspricht nicht den „vernünftigen Erwartungen“ als Prüfkriterium von Cookie-Bannern.
Neben der Frage nach der Rechtskonformität bleiben Zweifel über die Wirksamkeit der Praktiken. Während der Masterclass wird deutlich, dass das Enhanced Conversion Tracking nicht nur illegal, sondern auch recht ineffektiv ist; betrachtet man die Daten, die immer noch verloren gehen. Schließlich möchtest du Daten erhalten, um deine Conversion und den Ad Return auf deine Werbeanzeigen zu steigern.
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Enhanced Conversion Tracking ohne Einwilligung stellt einen Datenschutzverstoß dar.
⁠(Quelle: Masterclass)
Aber wie kannst du als Unternehmen nun Daten tracken und bleibst datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite? Dazu gibt etracker Analytics folgendes Rezept, um möglichst präzise vorzugehen: 
  • 30–70 % Einwilligungsfreies Session Tracking
  • 10–20 % Eigene Tracking Domain
  • 5–10 % Enhanced Conversion Tracking nach Einwilligung
  • 5–10 % Zusätzliches Google Conversion Tag
Insgesamt lassen sich dann Daten zwischen 50 und nahezu 100 % erfassen: 
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Mit dem Consent Manager von etracker Analytics werden Daten verfügbar, die zuvor legal und illegal nicht möglich waren.
⁠(Quelle: Masterclass)
etracker Analytics ist nicht nur der Host der besagten Masterclass, sondern auch ein Consent Manager, der dir bei der Datenerhebung helfen kann. Mit ihm lassen sich datenschutzkonform und Cookie-freie Tracking Sessions vornehmen, ohne dass eine Zustimmung erfolgen muss. 
Trotzdem können die Besucher*innen deiner Website sichergehen, dass DSGVO- und TTDSG-konform vorgegangen wird. Auf diese Weise bleibst du im Rahmen des legalen Trackings. Mithilfe des Tools kannst du also Daten erhalten, die sonst nur illegal oder gar nicht hätten erhoben werden können. Zusammen mit den drei anderen Posten von oben wird dein Data Management denkbar präzise. 
etracker Analytics nennt im Rahmen der Masterclass noch einige weiteren Hinweise: 
  • Beim Session Tracking sind keine Cookies mehr nötig und die Daten dürfen nicht dauerhaft gespeichert werden.
  • Die eigene Tracking Domain erfordert ein SSL-Zertifikat und eine Umleitung.
  • Erfolgt das Enhanced Conversion Tracking nach Einwilligung, ist eine Deduplizierung notwendig. 
  • Für Google Conversion Tags automatisieren Tools wie Etracker das Tag Management.
Dank integriertem Tag und Consent Management kannst du die Daten mit Drittanbieter-Tags von Google, Meta, TikTok etc. aussteuern. Oder du nutzt sie als Rohdaten in Data Warehouses bzw. BI-Systemen. Durch interaktive Reportings und Analysen erhältst du so einen Überblick über beispielsweise die Performance eines Onlineshops, die du per Plug-in bei etracker Analytics integrieren kannst.
Innerhalb der Masterclass berichtet Olaf Brandt, dass ein Kunde von ihnen verblüfft über die neuen Daten war und deren Echtheit sogar anzweifelte. Absprungraten und Conversion Rate waren zuvor in den Reportings derart verfälscht, dass etracker Analytics nun für eine wirkliche Bestandsaufnahme sorgen konnte.
Ganz schön viel, auf das du achten musst, wenn du die Daten deiner Webseiten-User nutzen möchtest. Einerseits besteht immer die (unwissentliche) Gefahr, dass deine Praktiken nicht DSGVO-konform sind oder den Consent der Besucher*innen umgehen. Andererseits gehen ausschließlich mit dem Einsatz von Cookies ziemlich viele Daten verloren, die du nicht verwenden kannst. 
Das Web-Analytics-Tool etracker Analytics ermöglicht dir, durch Session Tracking die Einwilligung überflüssig zu machen und so auf Cookies zu verzichten. Zusammen mit anderen legalen Wegen des Daten-Trackings werden bis zu 100 % der Daten nutzbar. Als Tag und Consent Manager sorgt das Tool also für effizientes und erfolgreiches Marketing, eine verlässliche Datenqualität, minimalen Aufwand und möglichst wenig Fehlerquellen. Zudem musst du dich nicht getrennt um Tags für Google Analytics und Consent kümmern, um rechtlich sauber mit dem Internet zu arbeiten.
Marvin Erdner

Marvin war bis Juli 2025 fester Redakteur bei OMR Reviews. Nach seinem Studium in Englisch und Spanisch an der Uni Augsburg zog der gebürtige Hannoveraner nach Hamburg. Dort ist er im Fitnessstudio, im Kino oder in einem der Sushirestaurants anzutreffen. Neben der Leidenschaft für Sprachen interessiert er sich für digitales Marketing und praktische Onlinetools.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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Im Artikel erwähnte Softwares

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Consent Management Plattform (CMP)
Eine Consent Management Software – auch Consent Management Platform (CMP) – dient in erster Linie dazu, die Besucher:innen einer Website oder App über die auf der Website oder in der App verwendeten Cookies zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, optionale Cookies und andere Tracking Technologien (z.B. in die Website oder App eingebettete Videos) zu akzeptieren oder auch abzulehnen. User geben über Consent Management Software also ihren „Consent“ (engl. für Zustimmung), dass die Betreiber von Website oder App die bei Besuch und Nutzung entstehen Daten sammeln, teilen und ggf. auch verkaufen dürfen. Dass es Usern auch möglich sein muss, diese Zustimmung für alle nicht notwendigen Tracking Technologien zu verweigern, wird in Deutschland und anderen EU-Ländern u.a. durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt. Consent Management Plattformen dienen am Ende also dazu, eine datenschutzkonforme Website oder App für Nutzerinnen und Nutzer bereitstellen zu können. Die Software hat sowohl Berührungspunkte mit den Legal als auch mit den Marketing Teams von Unternehmen und wird gern mit Software aus anderen Bereichen, wie z.B. CRM Systemen, Marketing Automation Software, Customer Data Platforms oder Web Analytics Tools, integriert.
Web Analytics
Web Analytics Tools messen den Traffic auf Webseiten und Online Shops und geben den Betreiber:innen einen Überblick, wie viele Nutzer:innen diese täglich besuchen. So wissen Inhabende einer Internetpräsenz, wer die eigene Webseite besucht, woher die Nutzer:innen kommen und welche Inhalte und Bereiche gut funktionieren. Demografische Daten, Online Conversions und weitere Metriken bieten Unternehmen Einblicke in das Kund*innenverhalten und somit Potenziale zur Optimierung der Webseite. Somit kann der Einsatz eines Web Analytics Tools entscheidend für den Erfolg und die Abgrenzung zum Wettbewerb sein. Web Analytics Tools bestehen meist aus folgenden Funktionen: Messung des Traffics (Besuche insgesamt, Sitzungen einzelner Besucher:innen, Verhaltensanalysen sowie das Medium, über das der Besucher:innen kam), Segmentierung des Traffics nach Device, Demografie, Geografie und Personengruppen, Echtzeitmessungen sowie die Verfolgung spezieller Conversions wie bspw. einem Kaufabschluss. Um die eigene Webseite oder Onlineshop vollständig zu verstehen, zu analysieren und zu optimieren, sind Web Analytics Tools also nicht mehr wegzudenken. Web Analytics Tools werden häufig in Verbindung mit Content-Management-Systemen oder Shopsystemen eingesetzt, um das Nutzerverhalten zu analysieren. Außerdem bieten sie häufig Integrationen zu Conversion-Rate-Optimization-Softwares sowie A/B-Testing-Softwares, um die User Experience zu optimieren. Ihr wollt Euch im Bereich Web Analytics verbessern und von Expert:innen lernen? Dann ist der OMR Professionals Guide to Digital Marketing Analytics mit über 100 Seiten geballtem Expertenwissen genau das richtige für Euch. Falls Ihr ein E-Learning Format bevorzugt, dann könnt Ihr Euch im 10-wöchigen OMR Academy Digital Marketing Analytics E-Learning Kurs fortbilden und erfahrt alles, was Ihr zu Web Analytics wissen müsst.
Tag Management
Tag Management Software hilft Unternehmen dabei, ihre Website-Tags effizient zu verwalten und zu optimieren. Tags sind kleine Code-Snippets, die auf Websites eingebettet werden, um verschiedene Funktionen wie Analysen, Marketing, Remarketing und Conversion-Tracking zu unterstützen. Diese Softwarelösungen ermöglichen es Marketing- und IT-Teams, Tags zentral zu steuern, ohne die Website-Codebasis direkt ändern zu müssen. Tag Management Software trägt dazu bei, die Website-Performance zu verbessern, die Datengenauigkeit zu erhöhen und die Implementierung neuer Tags zu beschleunigen. Um in der Kategorie Tag Management Software aufgenommen zu werden, sollte eine Lösung folgende Features und Eigenschaften aufweisen: - Zentrale Tag-Verwaltung: Bietet eine zentrale Plattform zur Verwaltung aller Website-Tags an einem Ort. - Einfache Implementierung: Ermöglicht die einfache und schnelle Implementierung von Tags ohne direkte Änderungen am Website-Code. - Tag-Vorlagen und Bibliotheken: Bietet eine Vielzahl von vordefinierten Tag-Vorlagen und Bibliotheken für gängige Marketing- und Analysetools. - Versionskontrolle und Vorschau: Unterstützt die Versionskontrolle und Vorschau von Tags, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktionieren, bevor sie live geschaltet werden. - Echtzeit-Tracking und -Berichterstattung: Liefert Echtzeit-Tracking und Berichte über die Leistung und den Status der implementierten Tags. - Integration mit anderen Systemen: Ermöglicht die nahtlose Integration mit anderen Marketing- und Analysetools zur Optimierung der Daten- und Tag-Verwaltung. Tag Management Software ist ein unverzichtbares Werkzeug für Unternehmen, die ihre Website-Tags effizient verwalten und die Performance ihrer digitalen Marketingstrategien verbessern möchten.
Business Intelligence (BI)
Business-Intelligence-Tools, auch BI-Tools, genannt sind vor allem für Unternehmen relevant, die sich der Bedeutung von Daten und der damit einhergehenden Relevanz der Auswertung dieser bewusst sind. BI-Tools tragen dazu bei, Transparenz in die Daten eines Unternehmens zu bringen und bieten die Möglichkeit, Daten zu visualisieren und zu analysieren, um dann fundierte Entscheidungen treffen zu können. Heutzutage greift jedes Unternehmen auf große Datenmengen zu, was BI-Software zu einer Notwendigkeit macht, um diese Daten besser zu verstehen und darauf reagieren zu können. Vorteile der Nutzung einer Business-Intelligence-Software liegen vor allem im einfachen Visualisieren und Verstehen von Unternehmens- und Kund:innendaten. Sie vereinen alle Unternehmensdatenquellen in einer einzigen Plattform, wodurch abteilungsübergreifende Verbindungen hergestellt werden. Die Visualisierung der Daten hilft außerdem bei der datengestützten Entscheidungsfindung und somit bei der Geschäftsoptimierung. Einige Business-Intelligence-Tools bieten daher Integrationen zu Web-Analytics-Software.
Data Warehouse
Data-Warehouse-System bedeutet zu Deutsch so viel wie Datenlager und bezeichnet eine Software-Lösung, die Daten verarbeitet, transformiert und erfasst. Data Warehouses dienen als zentraler Speicher von Daten aus verschiedenen Quellen, die integriert und mithilfe von Big-Data-Analysesoftware oder Datenvisualierungssoftware aufbereitet werden. Dadurch ermöglichen sie datenbasierte Entscheidungsfindungen und liefern wertvolle Geschäftseinblicke. In Data-Warehouse-Softwares finden sich Daten aus allen Unternehmensbereichen wie Vertrieb, Finanzen und Marketing wieder. Die Datenmanagement-Softwares können Daten aus CRM-Systemen, Marketing-Automation-Softwares, ERP-Systemen und Supply-Chain-Management-Softwares kombinieren und bieten die Grundlage für präzise Reportings und Analysen. Unternehmen können zudem Predictive Analytics oder Artificial Intelligence (AI) einsetzen, um Trends und Muster aus den Daten zu erschließen. Ein wichtiger Teil des Funktionsumpfangs von Data-Warehouse-Anbietern sind  Integrationen zu Business-Intelligence-Plattformen, Data Lakes, Data-Science-Workflows, Machine Learning und AI-Technologie.  Moderne Data-Warehouse-Tools kommen in Unternehmen zum Einsatz, die große Mengen komplexer Daten verarbeiten müssen und werden in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt. Dazu zählen unter anderem der Einzelhandel, Banken, das Finanzwesen, das Gesundheitswesen und Medienunternehmen. Die Softwares werden entweder als On-Premise, Private Cloud, Public Cloud oder Hybrid Cloud von Data-Warehouse-Anbietern zur Verfügung gestellt und können je nach Geschäftswachstum, Datenmengen und -komplexität skaliert werden. Data-Management-Systeme führen schnelle, analytische Abfragen durch, konsolidieren Daten aus mehreren oder allen Unternehmensniederlassungen und integrieren Daten bevor sie durch den Extraktions-, Transformations- und Ladeprozess (ETL) in das Data Warehouse gelangen. Benutzer:innen können zudem Abfragen durchführen und mit diesen im Data Warehouse gespeicherten Daten analysieren und reporten. Zudem bieten die Tools Integration mit Reporting- und Business Intelligence-Tools von Drittanbietern und fungieren als Archiv für historische Daten.
Tracking
Tracking Software bezeichnet im Kontext von Business Intelligence eine Softwarelösung, die dazu entwickelt wurde, Daten zu sammeln, zu analysieren und zu visualisieren. Solche Tools helfen Unternehmen, die Performance und Effizienz ihrer digitalen Präsenz sowie ihrer Geschäftsabläufe besser zu verstehen. Sie bieten eine Möglichkeit, das Verhalten von Besucher*innen von Websites, mobilen Apps und anderen digitalen Plattformen zu erfassen und zu analysieren. Diese Daten können Aufschluss über Benutzerinteraktionen, Conversions, Trafficquellen und viele andere relevante Informationen geben. Die Hauptzielgruppen solcher Lösungen sind Marketer, die die Effektivität ihrer Marketingkampagnen messen und optimieren möchten, Webmaster*innen und Entwickler*innen, die die Usability und Performance ihrer Websites oder Apps verbessern wollen, sowie Business Analysten und Führungskräfte, die datengesteuerte Entscheidungen treffen möchten, um Geschäftsziele zu erreichen. Diese Software wird in einer Vielzahl von Anwendungsfällen eingesetzt. Dazu gehören Online-Marketing, bei dem Benutzerinteraktionen mit Werbekampagnen erfasst werden, Website-Optimierung, um zu verstehen, wie Besucher*innen mit einer Website interagieren und wo mögliche Abbrüche auftreten, E-Commerce, wo das Kundenverhalten vom ersten Klick bis zum Kauf nachvollzogen wird, sowie im Bereich User Experience (UX) und User Interface (UI) Design, um Daten darüber zu sammeln, wie Benutzer*innen mit einer Anwendung oder Website interagieren und wo Verbesserungsbedarf besteht. Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist das Tag Management, welches das Verwalten und Optimieren von Tags ermöglicht, die Daten von verschiedenen Quellen sammeln. Die Funktionen unterscheiden sich je nach Schwerpunkt der Anwendung. Zentrale Features in einer Vielzahl von Anwendungen dieser Kategorie sind:  * Datenerfassung und -integration: Fähigkeit, Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln und zu integrieren, sei es von Websites, mobilen Apps oder anderen digitalen Plattformen. * Analyse- und Reporting-Tools: Ausgereifte Werkzeuge, um die gesammelten Daten zu analysieren, Muster zu erkennen und Berichte zu erstellen. * Real-time Monitoring: Fähigkeit, Daten in Echtzeit zu überwachen und sofortige Einblicke zu gewinnen. * Tag Management: Ein integriertes System zum Verwalten von Tags, um den Datenfluss und die Datenintegrität zu optimieren.

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