Social Media Creatives - der Hebel für Eure Advertising Performance
Wir erklären Euch, was Social-Media-Creatives sind und wir Ihr diese bestmöglich für Euer Social-Media-Marketing einsetzen könnt
- Was sind Creatives?
- Warum sind Creatives für Euer Social Media Marketing wichtig?
- Wofür können Ad Creatives genutzt werden?
- Worin unterscheiden sich die Creatives für die einzelnen Social-Media-Plattformen?
- Tipps für die inhaltliche und grafische Erstellung von Social Media Creatives
- Wie können Social Media Creatives getestet und performance-orientiert optimiert werden?
- Weitere hilfreiche Tools für Social Media Ads
- Checkliste für deine Creatives und Creative-Prozesse
Was sind Creatives?
Warum sind Creatives für Euer Social Media Marketing wichtig?
Aber auch der Part danach, ist enorm wichtig. Die Hook sorgt dafür, die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Der Explain Part danach ist entscheidend, um User:innen davon zu überzeugen, dass das Produkt ihre Bedürfnisse erfüllt oder Probleme lösen kann und der CTA pusht schließlich zur Action.
Wofür können Ad Creatives genutzt werden?
Empfehlenswerte Social-Media-Softwares
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Worin unterscheiden sich die Creatives für die einzelnen Social-Media-Plattformen?
Tipps für die inhaltliche und grafische Erstellung von Social Media Creatives
- Inspirationssammlung. Als Sammelbecken für unsere Inspiration nutzen wir das Tool frame.io. Dort sammeln wir verschiedene Creatives von Wettbewerber:innen oder eigene Winning Concepts. Das gute am Tool: Eine übersichtliche Ordnerstruktur und die Möglichkeit, bei Videos Kommentare zu hinterlassen, die sich auf ganz konkrete Sekunden oder Elemente der Creatives beziehen.
- Kund:innenworkshop. In einem Workshop mit unseren Kund:innen gehen wir erste Vorstellungen gemeinsam durch, sammeln notwendige Infos und kriegen einen ersten Eindruck von Tonalität, Vision und Message. Besonders wichtig: Wir erstellen anhand der Personas sogenannte “Value Proposition Canvas”, die uns helfen, die Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe zu ermitteln. So können wir die Eigenschaften der Produkte herausfiltern, die für die einzelnen Personas ganz besonders wichtig und catchy sind. Nach einem Check-Up mit unseren Kund:innen bieten diese Insights dann die Basis für die verschiedenen Angles, also Perspektiven aus denen heraus wir die Produkte bewerben.
- Konzeption der Creative-Inhalte. Dann geht es los mit den Kreativprozessen. Mithilfe der Ergebnisse der Value Proposition und der Inspiration fängt das Brainstorming an. Unser Tool der Wahl für das gemeinsame Scribblen: Miro Dort legen wir Strukturen für einzelne Ad Creatives an, die mit Ideen gefüllt werden und auf die wir durch die Sharing Funktion alle gleichzeitig zugreifen können. Pro Creative gibt es einen Frame, in dem wir die Formalia (Font, Farben & co) festhalten, die Inspirationsgrundlage verlinken und den Aufbau des Creatives visualisieren. Der Vorteil an dieser visuellen Art des Brainstormings: Wenn ein Konzept einmal steht, haben wir direkt ein ideales Briefing, dass wir an die Designer:innen oder zur Absprache an unsere eigenen Kund:innen weitergeben können.
- Umsetzung der Konzepte. Für die Umsetzung der Konzepte setzen wir vor allem auf typische Design-Programme wie Adobe Premiere Pro, Adobe Photoshop oder After Effects, mit denen wir Schritt für Schritt die Konzepte in ein Creative verwandeln. Aber es gibt auch noch andere Tools und Plattformen, die wir oft benutzen. Envato Elements ist zum Beispiel unsere Plattform für Stockmaterial. Egal ob Musik, Bilder, Grafiken oder Animationen - hier werden wir fast immer fündig. Außerdem benutzen wir immer mal wieder remove.bg um schnell und einfach Bilder freizustellen. Und unser Geheimtipp in Sachen Creative-Tools: happyscribe. Happyscribe ist ein Tool, das automatisch wirklich gute Untertitel generiert. Hier und da muss man zwar nochmal etwas korrigieren, dafür können die Untertitel super easy angepasst werden - sowohl was Timing, Optik als auch Platzierung angeht. Für uns ein echter Gewinn!
Aber auch das Reporting und ein Tool für saubere Absprachen der Korrekturschleifen sollte nicht unterschätzt werden. Hier legen wir unser Vertrauen in das Projektmanagement-Tool monday work management und sind mit den Strukturen und der visuellen Aufbereitung super zufrieden.
Wie können Social Media Creatives getestet und performance-orientiert optimiert werden?
- Die Hypothese: Zu Beginn des Prozesses bilden wir immer erst eine Hypothese, die sich vor allem aus einer Auswertung der Kund:innenprofilen ableitet. Wir betrachten dabei besonders das bisherige Social-Media-Engagement: Welche Beiträge haben viele Likes und Kommentare oder was thematisieren eingehende DM’s? So können wir herausfinden, was die Zielgruppe interessiert, sie besonders catcht oder was ihre Probleme sind - und dann zusammen mit der Value Proposition eine Hypothese darüber aufstellen, was wir in den Creatives aufgreifen sollten.
- Der Testlauf: Basierend auf diesen Annahmen werden dann passende Design-Konzepte für verschiedene Ansprachen entwickelt. Hierbei ist es wichtig, sich strukturiert voran zu testen. Als erstes möchten wir herausfinden, welche Teile der Zielgruppe sich von welchem Design ansprechen lassen. Denn es wird niemals so sein, dass sich alle potentiellen Kund:innen von denselben Visuals catchen lassen. Eine generische Ansprache wird also nicht funktionieren. Umso wichtiger, im ersten Schritt die Design-Basics für die verschiedenen Personas zu ermitteln und dann nach und nach die anderen Faktoren hinzuzunehmen.
Wichtig für das Testing: Achtet immer darauf, alle neuen Ads in einer separaten Testing-Kampagne anzulegen. So vermeidet Ihr, dass Creatives, die womöglich nicht so gut laufen, die Performance Eurer gut laufenden Kampagnen stören. Erst wenn Ads in der Testing-Kampagne gut funktionieren, sollten sie auch in die Social-Media-Kampagne Eurer Top-Performer dupliziert werden, die Ihr dann möglichst risikoarm hochskalieren könnt. - Auswertung: In diesem Schritt werden die Creatives getestet und ausgewertet. Dafür benutzen wir das Tool Looker Studio mit Supermetrics und motion. Für die Auswertung orientieren wir uns auch hier wieder strukturiert an verschiedenen Faktoren, um möglichst vergleichbare und präzise Ergebnisse zu erlangen. Diese Faktoren sind (1) Design-Konzept in Kombination mit den jeweiligen Angles beziehungsweise Personas, (2) die Hook-Rate, also wie viele Nutzer:innen in den ersten drei Sekunden dran geblieben sind und (3) das Produkt - welches wurde gezeigt, welches nicht. Das bedeutet natürlich auch, dass es für all diese Faktoren verschiedene Creatives geben muss, die gegeneinander ins Rennen gehen. Nur so können wir auf verlässlicher Basis erste erfolgreiche Muster ermitteln.
- Iterieren: Nachdem wir die ersten Winning Concepts ermittelt haben, startet der Vorgang dann wieder von vorne. Allerdings sind die neu entwickelten Konzepte nun stark von bisherigen Testingergebnisse bestimmt. Dadurch können wir bei der Optimierung kleinteiliger werden und mit den sogenannten „Iterationen“ beginnen. Dabei versuchen wir herauszufinden, ob durch das Austauschen einzelner Elemente der bewährten Winning Concepts wie z.B. den ersten drei Sekunden, Textoverlays, Störer, Schriftstile etc. die Performance noch weiter ausgebaut werden kann. Es sollte allerdings immer nur ein Element bei der Iteration verändert werden, damit die neuen Ergebnisse wirklich auf diese Veränderung zurückgeführt werden können.
Weitere hilfreiche Tools für Social Media Ads
- Für TikToks, Reels und co: TikTok-Creatives oder Instagram-Ads im Reel oder Story-Format lassen sich meist ganz einfach mit Apps wie TikTok selbst, InShot, oder Capcut schneiden. Besonders für UGC-Videos oder generell Ads, die möglichst nativ aussehen sollen, eignet es sich, einfach die Apps zu benutzen, die auch normale Creator:innen benutzen würden.
- Für schnelle Designs: Für Inspiration und schnelle Designs, könnt Ihr die Plattform Canva benutzen. Dort findet Ihr eine unglaubliche Menge an Social Media Creative Templates, die Ihr für Inspiration oder Briefings für Eure Designer:innen benutzen könnt.
- Für die Zielgruppenanalyse: Um Eure Zielgruppe besser zu verstehen, könnt Ihr außerdem das Tool Talkwalkerbenutzen. Es ermöglicht Euch, Einblicke in Themen, die online mit Eurer Zielgruppe in Verbindung stehen. Wofür interessieren sie sich? Was für andere Dinge trieben sie rum? So könnt Ihr dann auch immer die Inhalte Eurer Creatives und Eure Eingangshypothese präzisieren.
Außerdem kann Euch das auch bei der Analyse helfen. Das Tool könnt Ihr neben dem Content-Management für die organischen Posts auf Instagram und Facebook auch nutzen, um Euch Analysen der eigenen Follower:innen anzeigen zu lassen. Zudem seht Ihr auch die Performance der organischen Posts, von denen Ihr Euch oft Dinge für Social Ads abschauen könnt.
- All-Arounder: Wenn Ihr nach einem Tool sucht, dass Euch bei dem Content Management Eures organischen Profils hilft, aber auch Reportings und Interaktionen unter Euren Ads vereinfacht, wäre Fanpage Karma wohl das Tool eurer Wahl. Dort könnt ihr nämlich beides einsehen, über das Tool auf unliebsame Kommentare unter den Ads reagieren (die übrigens auch die Performance beeinflussen) und gleichzeitig von Analyse Reportings profitieren.
Checkliste für deine Creatives und Creative-Prozesse
- Entwickelt Creatives, die möglichst konkret auf die Bedürfnisse und Probleme Eurer Zielgruppe eingehen. Generische Ansprachen sind meistens nicht der Schlüssel zum Erfolg.
- Fangt mit kurzen Versionen an - die sind meistens vom Aufwand überschaubarer.
- Versucht immer den Style, die Trends und native Elemente der jeweiligen Plattformen zu adaptieren.
- Konzentriert Euch zu Beginn auf eine starke Hook.
- Achtet darauf, dass Video und Copy zueinanderpassen und auch, dass die verlinkte Landingpage zum Creative passt.
- Beachtet die Safe Zone! Werden die Plattformen später Buttons oder Text über wichtige Design-Elemente legen?
- Legt Eure neuen Creatives immer in einer separaten Testing-Kampagne an, um Eure gut laufenden Social Media Kampagnen und ihr Skalierung-Potenzial nicht zu zerschießen.
- Verändert immer nur kleinteilige Aspekte und das strukturiert, um den Überblick über die wirklich Performance-steigernde Elemente zu behalten.